Mittwoch, 09. Dezember 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
23:39 Uhr

Rebensburg kehrt zurück - aber nur an, nicht auf die Piste

Ski-Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg kehrt nach ihrem Rücktritt vom alpinen Rennsport zumindest indirekt in den Weltcup zurück. Die Goldmedaillen-Gewinnerin im Riesenslalom 2010 wird die beiden Riesenslalom-Rennen der Frauen am kommenden Wochenende im französischen Courchevel (Samstag/Sonntag jeweils 9.30/12.30 Uhr) als Co-Kommentatorin beim Sender Eurosport begleiten.

"Ich freue mich sehr auf den Perspektivwechsel", sagte Rebensburg vorab. In einem Eurosport-Podcast betonte die 31-Jährige zudem, dass sie nach ihrem Rücktritt noch "keinen einzigen Moment gehabt" habe, "in dem ich die Entscheidung bereut habe. Es war für mich der absolut richtige Zeitpunkt." Sie habe beim Training im Sommer gefühlt, dass "die letzte Überzeugung fehlt".

23:28 Uhr

Ex-Spielerin übernimmt Saballys Team

Die deutsche Nationalspielerin Satou Sabally bekommt eine ehemalige Profi-Basketballerin als neue Trainerin bei den Dallas Wings. Die Mannschaft aus der WNBA teilte mit, dass Vickie Johnson die Aufgabe übernimmt. Die 48-Jährige arbeitete zuvor als Assistentin für die Las Vegas Aces und kam mit dem Team ins Finale um die Meisterschaft. Sie spielte von 1997 bis 2009 selbst in der stärksten Frauen-Basketball-Liga der Welt und arbeitet seit neun Jahren als Trainerin. Von Johnsons Vorgänger Brian Agler trennten sich die Wings nach der vergangenen Saison.

Während die WNBA pausiert, spielt Sabally für Fenerbahce in der Türkei. Wann die neue Saison in Nordamerika startet, ist noch nicht entschieden, üblicherweise beginnt eine WNBA-Spielzeit im Frühjahr.

23:04 Uhr

Pantanis Fahrrad vom Mont Ventoux bringt gewaltige Summe ein

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Ein historisches Duell.

(Foto: REUTERS)

Ein Fahrrad der 2004 verstorbenen Radsport-Legende Marco Pantani ist für 66.000 Euro versteigert worden. Bei der Auktion setzte sich ein Konsortium um Davide Cassani, Trainer der italienischen Radsport-Nationalmannschaft, durch. Der Startpreis für das Bianchi-Rad, das eigens für Pantani angefertigt worden war, lag bei 27.000 Euro. Mit dem Rad hatte der Italiener am 13. Juli 2000 die Tour-de-France-Etappe von Carpentras zum Mont Ventoux vor Lance Armstrong gewonnen.

Ein weiteres Rad Pantanis ging bei der per Streaming durchgeführten Versteigerung für 46.000 Euro über den Tisch. Damit hatte der "Pirat" an den Olympischen Spielen in Sydney 2000 teilgenommen. Darüber hinaus wurden 35 Stücke aus dem Besitz von Pantanis ehemaligem Team "Mercatone Uno" versteigert, darunter Trikots mit Autogrammen, Pokale, Skulpturen und Bilder.

22:37 Uhr

Aubameyang muss ein klein bisschen Strafe bezahlen

Gambias Verband ist von der afrikanischen Fußball-Konföderation CAF aufgrund der Umstände vor dem Afrika-Cup-Qualifikationsspiel gegen Gabun zu einer Geldstrafe von umgerechnet 83.000 Euro verurteilt worden. Gabun muss wegen des Verhaltens seines Stürmerstars Pierre-Emerick Aubameyang vom FC Arsenal hingegen 8260 Euro zahlen. Die Mannschaft hatte die Nacht vor dem Spiel am Flughafen verbracht. Die Spieler schliefen vor dem Duell, das 1:2 verloren ging, teilweise auf dem blanken Boden. Da angeblich die Ergebnisse von Corona-Tests nicht rechtzeitig eingetroffen waren, verweigerte Gambia der Mannschaft nach der Landung kurz vor Mitternacht zunächst die Einreise.

Nach dem Abpfiff twitterte Aubameyang: "Wir haben verloren wie Männer." Er erwähnte den CAF-Account und setzte daneben ein Mittelfinger-Emoji. Der Verband bestrafte Aubameyang und Gabun nun wegen "der Veröffentlichung von beleidigendem und erniedrigendem Material". Dies habe "die Ehre und das Image des afrikanischen Fußballverbandes untergraben".

21:52 Uhr

Wolfsburg siegt zum Auftakt der Champions League

Der deutsche Frauenfußball-Meister VfL Wolfsburg ist erfolgreich in die neue Champions-League-Saison gestartet. Die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch gewann in der Runde der letzten 32 ihr Hinspiel beim serbischen Klub Spartak Subotica mit 5:0 (3:0). Zsanett Jakabfi (4.) und Lena Oberdorf (8.) brachten den VfL bereits früh in Führung. Die weiteren Tore erzielten Dominique Janssen (33.), erneut Jakabfi (55.) und Felicitas Rauch (77.). Das Rückspiel findet am 16. Dezember in Wolfsburg statt.

Die Wolfsburgerinnen gewannen die "Königsklasse" in den Jahren 2013 und 2014, verloren aber 2020, 2018 und 2016 jeweils im Finale gegen den Dauerrivalen aus Lyon.

21:25 Uhr

In Willingen darf niemand Skispringen gucken

Der Skisprung-Weltcup in Willingen findet in diesem Winter ohne Zuschauer statt. Das gab der Ski-Club Willingen gut sieben Wochen vor dem Event auf der Mühlenkopfschanze (29. bis 31. Januar) bekannt. Grund für die Entscheidung ist die Corona-Pandemie. Beim anschließenden Continentalcup (5. bis 7. Februar) wird es ebenfalls kein Publikum geben. "Ich bin sehr enttäuscht, dass bei beiden Skispringen keine Fans an der Mühlenkopfschanze sein können, aber die Gesundheit für alle hat Vorrang in diesen für alle schweren Zeiten", sagte Ski-Club-Präsident und Weltcup-OK-Chef Jürgen Hensel.

An der Mühlenkopfschanze finden seit 1995 Skisprung-Weltcups statt. Der Ski-Club hatte vor den Gesprächen mit den Behörden auf eine geringe Anzahl von Zuschauern gehofft.

20:51 Uhr

Flick schickt nicht seine beste Elf aufs Feld

Trainer Hansi Flick von Titelverteidiger Bayern München bringt im letzten Champions-League-Spiel des Jahres gegen Lokomotive Moskau (21.00 Uhr/Sky und im ntv.de-Liveticker) wie erwartet eine bessere B-Elf, in der Alphonso Davies sein Comeback gibt. Der Shootingstar der vergangenen Triple-Saison läuft erstmals seit Ende Oktober wieder auf, er hatte eine Bänderverletzung im Sprunggelenk.

Insgesamt nimmt Flick im Vergleich zum 3:3 im Bundesliga-Spitzenspiel gegen RB Leipzig fünf Änderungen vor. Neben Davies kommen Bouna Sarr, Marc Roca, Douglas Costa und Eric Maxim Choupo-Moting in die Startelf. Abwehrchef David Alaba wird geschont und steht wie der leicht angeschlagene Top-Torjäger Robert Lewandowski nicht im Kader.

20:28 Uhr

Haaland verlässt den BVB für seine Reha vorübergehend

Mit einem Muskelfaserriss fehlt Erling Haaland seinem Klub Borussia Dortmund mindestens bis zum Jahresende. Und der norwegische Stürmer hat offenbar auch das winterlich-kühle Ruhrgebiet verlassen - zumindest seiner Instagram-Story zufolge. Dort postete der Mann mit der eingebauten Torgarantie ein Bild von sich in Katar. Im Land des WM-Gastgebers von 2022 absolviert der 20-Jährige seine Reha. Die Reise ist natürlich mit dem BVB abgesprochen, Haaland muss den Hygienevorgaben folgen und soll laut Medienberichten seine Belastung im Training dort kontinuierlich steigern.

19:54 Uhr

Berlins Tischtennis dominiert in Europa

Mit dem fünften Champions-League-Triumph ist der TTC Eastside Berlin in der deutschen Tischtennis-Szene zum Maß aller Dinge avanciert - den packenden 3:2-Finalerfolg gegen Linz AG Froschberg mussten auch die Berlinerinnen aber erst einmal verdauen. "Das war wahrlich nichts für schwache Nerven. Wir haben eine super Teamleistung gezeigt", sagte Vereinspräsident Alexander Teichmann.

Nina Mittelham hatte den Erfolg mit einem begeisternden 3:2 gegen die Ukrainerin Margarita Pesotska perfekt gemacht. Neben der ehemaligen Doppel-Europameisterin Mittelham punkteten in dem drei Stunden laufenden Finale in Linz gegen die Gastgeberinnen auch alle anderen Eastside-Spielerinnen. Die deutsche Olympia-Zweite chinesischer Herkunft, Shan Xiaona, siegte und verlor wie Mittelham je einmal. Die Niederländerin Britt Eerland gewann ihr Match. Im letzten Satz brauchte Mittelham den Tiebreak, den sie 6:4 gewann. Die Meistermacherin heißt erneut Irina Palina. Die 50-Jährige, die seit 1997 bei Eastside ist, war erst als Spielerin und dann als Trainerin auch schon 2012, 2014, 2016 und 2017 an den Champions-League-Triumphen der Berlinerinnen beteiligt.

19:20 Uhr

Hamiltons Comeback ist längst nicht sicher

Der Start von Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton beim Saisonfinale in Abu Dhabi an diesem Sonntag ist nach dessen positivem Coronavirus-Test aus der Vorwoche weiter ungewiss. "Es gibt noch ein paar Fragezeichen darüber, wer an diesem Wochenende in Abu Dhabi im Auto sitzen wird", sagte Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff. Demnach verbessere sich der Gesundheitszustand des Dauersiegers zwar, "aber wir werden erst später genau wissen, ob er fahren kann", betonte Wolff.

Die Silberpfeile werden ihr "Bestes geben, um ihn im Auto zu haben und wir wissen, dass er fest entschlossen ist, so schnell wie möglich zurückzukehren", sagte der Österreicher Wolff. Hamiltons Gesundheit stehe aber "natürlich an erster Stelle, deshalb warten wir die Situation ab und treffen dann eine Entscheidung." Hamilton verpasste daher den vorletzten WM-Lauf am vergangenen Sonntag in Sakhir, wo ihn Williams-Stammfahrer George Russell hervorragend ersetzte.

18:45 Uhr

Corona-Krise? Hoffenheim bewegt so viel Geld wie nie zuvor

Die TSG Hoffenheim hat trotz Corona-Krise einen Rekordumsatz für die Saison 2019/2020 verzeichnet. Die Fußball-Spielbetriebs GmbH des Bundesligisten verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 229 Millionen Euro und steigerte ihn damit um 39 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wie der Klub mitteilte. Der Gewinn nach Steuern habe auf 56 Millionen Euro verdreifacht werden können. Die Hoffenheimer profitierten vor allem vom Verkauf von Spielern wie Joelinton, Kerem Demirbay, Nico Schulz, Nadiem Amiri und Vincenzo Grifo, die rund 114 Millionen Euro an Transfererlösen einspielten. Die perspektivisch wesentlichste Säule aber seien die nationalen und internationalen TV-Einnahmen in Höhe von insgesamt 73 Millionen Euro.

"Diese Zahlen sind gewiss beeindruckend, vor dem Hintergrund der aktuellen Lage bedeuten sie aber nur eine Momentaufnahme", sagte Finanz-Geschäftsführer Frank Briel und mahnte: "Schon jetzt zeichnet sich ab, dass getrieben durch die Corona-Pandemie dem Rekord- ein Krisenjahr folgen wird, in dem wir voraussichtlich auf einen Verlust in mittlerer zweistelliger Millionenhöhe zulaufen werden."

18:17 Uhr

Kraft findet wieder Kraft fürs Skispringen

Weltrekordler Stefan Kraft kann trotz der Auswirkungen seiner Corona-Infektion bei der morgen beginnenden Skiflug-WM in Planica starten. "Ich bin froh, dass ich wieder fit bin. Ich habe heute noch eine sportärztliche Untersuchung absolviert, und die ist positiv verlaufen", sagte der 27-Jährige, der 2017 in Vikersund die Rekordweite von 253,5 Metern gestanden hatte.

Kraft war nach dem Weltcup-Auftakt in Wisla wie mehrere Teamkollegen - darunter Weltcup-Rekordsieger Gregor Schlierenzauer, Michael Hayböck und Chefcoach Andreas Widhölzl - positiv auf Covid-19 getestet worden. Bei Kraft verlief die Erkrankung aber mit deutlichen Symptomen, hinter seiner Form steht damit ein dickes Fragezeichen.

17:40 Uhr

Cacau findet Spielabbruch in Paris "vorbildlich"

Der DFB-Integrationsbeauftragte Cacau hat das Verhalten der Profis beim Spielabbruch der Champions-League-Partie in Paris als "angemessen und vorbildlich" bezeichnet. "Wenn ich die Szene noch mal sehe und das höre, geht es mir schon sehr nahe", sagte der 39 Jahre alte frühere Profi des VfB Stuttgart bei Sky. Es sei erschreckend, dass die angebliche rassistische Beleidigung vom Schiedsrichter kam. "Das ist ein neues Level, wenn man es so sagen darf", sagte Cacau.

Wegen der mutmaßlichen rassistischen Beleidigung durch den Vierten Offiziellen gegen Basaksehirs kamerunischen Assistenztrainer Pierre Webo hatten am Dienstagabend sowohl die Istanbuler wie auch Gastgeber Paris Saint-Germain den Rasen verlassen. "Am Ende bleibt für mich ein vorbildliches Handeln von den Personen und ein klares Zeichen", sagte Cacau.

16:59 Uhr

Russische Manipulation: Doping-Proben aus Sotschi 2014 rücken erneut in den Fokus

Das Internationale Olympische Komitee hat umfangreiche Nachtests der Doping-Proben der Winterspiele 2014 in Sotschi veranlasst. Beauftragt wurde mit der Untersuchung die Internationale Test-Agentur (ITA), teilte diese selbst mit. Es sollen mehr als die Hälfte aller Proben der Sotschi-Spiele erneut analysiert werden. Ziel sei es, die Analysen und die daraus sich ergebenden Fälle vor den Winterspielen vom 4. bis 20. Februar 2022 in Peking abzuschließen.

Die Sotschi-Spiele waren von der Manipulation von Doping-Tests russischer Starter überschattet worden. Mithilfe unter anderem des Inlandsgeheimdienstes des Landes wurden Proben ausgetauscht und so Doping-Fälle verhindert. Die Nachtests der Proben der Sommerspiele 2008 in Peking und 2012 in London hätten bisher zu mehr als 130 Verstößen gegen Anti-Doping-Regeln geführt.

16:19 Uhr

WM-Verschiebung? "Andere Ligen stellen kritische Fragen nicht"

Die Handball-Bundesliga (HBL) rechnet trotz weiterer Bedenken nicht mit einer Verschiebung der Weltmeisterschaft im Januar. Andere europäische Top-Ligen sehen die Austragung des Turniers in Ägypten aktuell nicht so kritisch wie einige Bundesligisten, wie HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann sagte.

"Die kritische Auseinandersetzung, die wir hier haben, die haben wir international nicht. Andere Nationalverbände, andere Ligen, stellen diese kritischen Fragen nicht", sagte der 56-Jährige. "Von daher sehe ich keine Verschiebung der WM." Die HBL sei auch nicht grundsätzlich gegen die WM, ergänzte Bohmann. Zuvor hatte sich die HBL darum bemüht, mit anderen Top-Ligen eine gemeinsame Position zur WM zu erarbeiten.

15:43 Uhr

Zverev sagt heute vor Gericht aus

Tennisprofi Alexander Zverev sagt heute im Prozess gegen seinen Ex-Manager Patricio Apey aus. Dies bestätigte der Anwalt der deutschen Nummer eins, Mark Stephens. Auch Zverevs Bruder Mischa sowie seine Eltern werden sich in dem Verfahren äußern. In dem Prozess in London geht es um die Rechtmäßigkeit eines Vertrages, den Apey 2012 mit Zverev geschlossen hatte, als der Hamburger 15 Jahre alt war und der ihn mindestens bis Ende 2023 binden sollte. Anschließend soll die Vereinbarung nach Apeys Ansicht für fünf weitere Jahre Provisionszahlungen vorgesehen haben.

Stephens sprach von einem "sehr verwirrenden Vertrag", den Zverev ohne rechtlichen Beistand unterzeichnet habe. Nun gehe es dem Tennisstar darum, endgültig einen Schlussstrich unter die Zusammenarbeit zu ziehen und wieder seiner Wege zu gehen, sagte Stephens. Vor knapp zwei Jahren hatte Zverev laut dem "Spiegel" die Zusammenarbeit mit Apey bereits gekündigt, seitdem schwelt der Rechtsstreit. Zuletzt sagte Zverevs Vater Alexander senior im Spiegel: "Ich habe das Gefühl, dass mein Sohn betrogen wurde."

14:56 Uhr

Vettel vor Ferrari-Finale: "Hätte Dinge anders machen können"

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat vor seinem letzten Rennen mit Ferrari ein ernüchterndes Fazit seiner sechs Jahre bei der Scuderia gezogen. "Es hat am Ende aus verschiedenen Gründen nicht funktioniert. Die gesteckten Ziele haben wir verfehlt", sagte der 33-Jährige im Sport1-Interview.

Am Sonntag (14.10 Uhr/RTL und im Liveticker auf ntv.de) fährt Vettel beim Saisonfinale in Abu Dhabi letztmals für den Traditionsrennstall aus Maranello. Es gehe darum, "die verbleibenden gemeinsamen Aufgaben mit Anstand zusammen zu Ende zu bringen", sagte der Routinier, der für die Italiener 14 Rennsiege einfuhr, aber sein großes Ziel verpasste. Er wollte Michael Schumacher nacheifern und in Rot Weltmeister werden.

Mit dem aktuellen Ferrari sei er nicht zurechtgekommen. "Das Auto hat aber kein spezielles Problem, es ist die Summe von Kleinigkeiten", sagte Vettel und fügte selbstkritisch an: "Ich bin selbst mein größter Kritiker. Ich weiß: Auf und neben der Strecke hätte ich Dinge anders machen können. Da geht es auch um Prioritäten, die man vielleicht falsch setzt."

14:39 Uhr

Rettig spottet über den modernen Fußball

Andreas Rettig steht am Spielfeldrand. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild

Andreas Rettig erwartet Leipzig bald in Südamerika.

(Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild)

Der frühere DFL-Geschäftsführer und Bundesligamanager Andreas Rettig hat mit reichlich Zynismus auf die Zulassung des asiatischen Endrunden-Gastgebers Katar an der europäischen Qualifikation zur Fußball-WM 2022 reagiert. "Man sieht, dass sich in der heutigen Zeit mit Kapitaleinsatz jede Grenze verschieben lässt. Mich überrascht überhaupt nichts mehr", sagte der 57-Jährige.

Rettig fügte spöttisch mit Blick auf den zum Red-Bull-Konzern gehörenden Bundesligisten RB Leipzig an, er freue sich "heute bereits auf die Teilnahme von RasenBall bei der nächsten Copa Libertadores. Das wird bestimmt ganz schön prickelnd."

Am Dienstagabend hatte die Europäische Fußball-Union Uefa das Emirat offiziell eingeladen, in der Qualifikationsgruppe A teilzunehmen. Dort tritt das arabische Land gegen Europameister Portugal, Serbien, Irland, Luxemburg und Aserbaidschan an. Als Ausrichter des Turniers muss sich Katar sportlich nicht qualifizieren.

11:44 Uhr

"Ein Witz", "Nicht fair": Bundestrainer sauer über EM-Spielplan

Bundestrainer Henk Groener hat den Spielplan der deutschen Handballerinnen für die Hauptrunde der Europameisterschaft in Dänemark deutlich kritisiert. "Das ist ein Witz", sagte der 60-jährige Niederländer. "Das ist kein fairer Spielplan, denke ich." Die DHB-Auswahl startet am Samstag (16 Uhr) gegen Ungarn in die Hauptrunde des Turniers. Anschließend wird sie nach einem Ruhetag am Montag (18.15 Uhr) und Dienstag (18.15 Uhr) ihre weiteren Partien gegen Weltmeister Niederlande und Kroatien bestreiten.

  • "Wenn du die Unterschiede der Spielpläne der verschiedenen Teams vergleichst, ist das kein Fair Play", sagte Groener. "Wir haben drei Spiele in vier Tagen."
  • Norwegen beispielsweise, das wenige Tage vor Beginn der EM als Co-Gastgeber abgesprungen war, wird seine Hauptrundenspiele am Donnerstag, Samstag und Dienstag bestreiten und hat damit deutlich mehr Ruhetage zwischendurch. "Es war im Vorfeld klar, dass Norwegen als Gastland bestimmte Vorzüge hat", sagte Groener. "Es war aber nicht klar, was das für die anderen Mannschaften heißt."
10:56 Uhr

Rumäniens Verband reagiert auf Rassismus-Vorfall

Nach den Rassismusvorwürfen gegen den rumänischen Schiedsrichter-Assistenten Sebastian Coltescu hat der rumänische Fußballverband (FRF) mit Konsequenzen gedroht, sollten sich die Anschuldigungen bewahrheiten. "Der Rumänische Fußballverband distanziert sich mit Nachdruck von jeder Aktion oder Erklärung rassistischer oder fremdenfeindlicher Art", hieß es in einer Stellungnahme.

  • Man habe die Vorgänge bei dem Champions-League-Spiel Paris Saint-Germain gegen Basaksehir zur Kenntnis genommen und warte hierzu auf das Prüfungsergebnis der UEFA.
  • Wegen einer angeblichen rassistischen Beleidigung durch den Vierten Offiziellen Coltescu gegen Basaksehirs kamerunischen Assistenztrainer Pierre Webo hatten am Dienstagabend sowohl die Istanbuler als auch Gastgeber PSG den Rasen verlassen.
  • Nach längeren Diskussionen in den Katakomben wurde die Partie schließlich abgebrochen und sollte am Mittwochabend mit neuen Schiedsrichtern fortgesetzt werden.
09:36 Uhr

Mick Schumacher bereitet sich mit Michaels Rennen vor

Mick Schumacher will in seiner Debütsaison in der Formel 1 zur Vorbereitung auch frühere Rennen von Vater Michael studieren. "Natürlich wird es Sinn machen, sich auch alte Rennen anzuschauen. Aber die gesamte Formel 1 hat sich über die Jahre weiterentwickelt. Deswegen kann ich mir nicht nur meine Lieblingsrennen angucken, sondern auch die aus den letzten Jahren", sagte der 21-Jährige der "Bild"-Zeitung. Der Champion der Formel 2 fährt künftig für das US-Team Haas in der Königsklasse.

Schon am Freitag beim ersten Training vor dem Saisonfinale in Abu Dhabi darf Schumacher erstmals das Auto seines neuen Rennstalls bewegen. Er sei stolz, den Namen Schumacher zurück in die Formel 1 zu bringen, sagte der Ferrari-Junior. "Druck mag es vielleicht geben, aber den merke ich nicht wirklich. Ich liebe diesen Sport, ich liebe, was ich mache. Deswegen fällt es mir leicht, an meinen Träumen zu arbeiten", fügte Schumacher hinzu.

08:33 Uhr

F1-Experten: "Das war so ein wunderschöner Abend"

Die Motorsport-Experten Christian Danner, Kai Ebel, Florian König und Heiko Wasser blicken in launiger Runde zurück auf unzählige Formel 1-Übertragungen.

08:05 Uhr

"Dramatisch": MLS verkündet gewaltige Verluste

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Auch der deutsche Fußballprofi Florian Jungwirth ist in der gebeutelten MLS tätig.

(Foto: imago images/AAP)

Die nordamerikanische Fußball-Profiliga MLS ist von der Corona-Pandemie hart getroffen worden. Wie Liga-Chef Don Garber mitteilte, haben die Klubs in der Saison 2020 fast eine Milliarde US-Dollar an Einnahmen eingebüßt. "Die Verluste waren dramatisch. Wir werden Anpassungen vornehmen", sagte Garber: "Das ist die Realität, wenn man eine Profiliga in der Pandemie managt."

  • Die Liga hatte die Saison im März wegen des Virus nach nur zwei absolvierten Spieltagen unterbrochen, erst im Juli ging es mit einem Restart-Turnier in einer Blase in Orlando/Florida weiter. Danach setzten die Teams die Spielzeit in ihren heimischen Stadien fort. In der Nacht zum kommenden Sonntag (2 Uhr MEZ) spielen Columbus Crew und Titelverteidiger Seattle Sounders im Finale den Meister aus.
  • Die Organisation der sogenannten "Bubble" inklusive Logistik sei laut Garber ein großer Kostenfaktor gewesen. Die MLS reagierte auf die Einbußen mit Personalabbau und die Gehälter der Spieler wurden um fünf Prozent gekürzt.
  • Für das kommende Jahr setzt Garber seine Hoffnungen auf den Impfstoff zur Besserung der Lage. "Ich bin sehr hoffnungsvoll, dass 2021 ein viel besseres Jahr wird, weil ich nicht glaube, dass irgendein Geschäftsmodell zwei Jahre in Folge durchstehen kann, was wir in 2020 durchgemacht haben", sagte er.
06:58 Uhr

Für Klopp sollte "die Welt eine Spielerkabine sein"

Für Teammanager Jürgen Klopp vom englischen Meister FC Liverpool ist das kulturelle Miteinander im Sport und im Speziellen im Fußball ein Vorbild für die gesamte Gesellschaft. "Die Welt sollte eine Spielerkabine sein. Damit meine ich nicht Männer in Unterhosen, sondern unterschiedlichste Kulturen auf einem Level. Da ist gar kein Unterschied. Den hat es noch nie gegeben", sagte Klopp im Interview für das Sonderheft zu 100 Jahren kicker.

Der Coach erklärte weiter: "Ich bin 53 Jahre alt, sitze also seit 48 Jahren in verschwitzten, stinkigen Umkleidekabinen, und es gab nicht einmal einen Vorfall in einer Umkleidekabine im Sinne von: der eine kommt daher, der andere kommt dorther. Natürlich ist das völkerverbindend. Der Fußball ist kein Paradies, aber er ist ein gutes Beispiel in vielen Bereichen."

06:30 Uhr

Die sportlichen Schlagzeilen aus der Nacht

05:30 Uhr

Argentinien betrauert Tod der nächsten Fußball-Legende

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Er wurde nur 66 Jahre alt.

(Foto: imago/Xinhua)

Argentiniens ehemaliger Nationaltrainer Alejandro Sabella ist tot. Er starb im Alter von 66 Jahren, wie der argentinische Fußballverband mitteilte. Der frühere Mittelfeldspieler war Medienberichten zufolge seit knapp zwei Wochen in einer Klinik wegen Herz-, Nieren- und Atemwegserkrankungen behandelt worden. Sabella hatte das Team bei der WM 2014 in Brasilien bis ins Endspiel geführt, wo sie mit 0:1 gegen Deutschland scheiterte. "Alejandro war ein großartiger Mensch und ein außergewöhnlicher Profi, der mich in meiner Karriere geprägt hat und von dem ich viel gelernt habe", schrieb Stürmerstar Lionel Messi auf Instagram. Sabella spielte für Sheffield United und Leeds, später dann für Estudiantes de La Plata in Argentinien und Grêmio Porto Alegre in Brasilien. Als Trainer kehrte er später zu Estudiantes zurück und gewann mit dem Team 2009 die Copa Libertadores, bevor er 2011 die Nationalmannschaft übernahm. Erst vor wenigen Wochen betrauerte der argentinische Fußball den Tod des legendären Diego Maradona.