Montag, 21. Dezember 2020Der Sport-Tag

mit Torben Siemer
Torben Siemer
20:20 Uhr

Rassismus-Vorwurf erschüttert Brasiliens Fußball

In der brasilianischen ersten Fußball-Liga ist es offenbar zu einem rassistischen Vorfall gekommen. Beim Spiel zwischen Flamengo aus Rio de Janeiro und EC Bahia (4:3) soll Bahias Mittelfeldspieler Juan Pablo Ramirez gegenüber Flamengos Mittelfeldakteur Gerson rassistisch ausfällig geworden sein. "Ich ging zu ihm hin, um mit ihm zu sprechen", sagte Gerson nach dem Spiel: "Ich habe nie darüber gesprochen (Rassismus im Fußball, d. Red.), da ich bislang nie davon betroffen war. Aber das werde ich nicht akzeptieren."

Der brasilianische Fußballverband CBF forderte nach den Anschuldigungen des Brasilianers den Obersten Sportgerichtshof STJD dazu auf, "sofort" eine Untersuchung einzuleiten. Ramirez bestreite die Vorwürfe "vehement", hieß es in einem Statement seines Vereins. Zudem bekomme der Kolumbianer die Möglichkeit "sich gegen solche schwerwiegenden Anschuldigungen zu verteidigen". Bis dahin sei er aber von allen Aktivitäten der Mannschaft ausgeschlossen. "Der Verein versteht, dass es wesentlich und unverzichtbar ist, dass die Stimme des Opfers in solchen Fällen überwiegt", hieß es weiter.

19:24 Uhr

Buchmann denkt darüber nach, auf Tour de France zu verzichten

Radprofi Emanuel Buchmann erwägt, im kommenden Jahr auf einen Start bei der Tour de France zu verzichten. "Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich Emu im kommenden Jahr auf eine andere Grand Tour konzentriert. Welche das sein wird, hängt sicherlich auch von der jeweiligen Strecke ab", sagte sein Trainer Dan Lorang der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Kurs ist 2021 sicher nicht optimal für mich", hatte Buchmann vor kurzem gegenüber Radsport-News.com über die 108. Frankreich-Rundfahrt gesagt. Medien hatten zuletzt auf einen Start Buchmanns beim 104. Giro d'Italia im Mai spekuliert. Die Tour 2021 vom 26. Juni bis 18. Juli hat unter anderem zwei Zeitfahren in ihrem Programm. Die Strecke der im Mai geplanten Italien-Rundfahrt steht noch nicht fest. Auch bei den Olympischen Spielen in Tokio wollte Buchmann im Straßenrennen (24. Juli) an den Start gehen.

18:56 Uhr

Tedesco für Beleidigung des Gegners bestraft

Der frühere Bundesliga-Trainer Domenico Tedesco hat wegen Beleidigung eines Gegners vom russischen Fußballverband eine Strafe kassiert. Der 35-jährige Coach von Spartak Moskau wird wegen einer "beleidigenden Geste" für drei Meisterschaftsspiele gesperrt und muss 50.000 Rubel (556 Euro) zahlen, wie der für Disziplinarsachen zuständige Ausschuss des Fußballverbandes mitteilte.

imago0049485598h.jpg

Tedesco hat seinen Abschied aus Moskau angekündigt.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Tedesco hatte Medien zufolge nach einer Niederlage gegen Sotschi Torwart Soslan Dschanajew den Handschlag verweigert. Bestraft wurde auch Sotschis Torwarttrainer Dmitri Borodin, der zu Tedesco gesagt hatte: "Das ist unser Land". Der Russe muss nun wegen "unsportlichen Verhaltens" ebenfalls 50 000 Rubel zahlen.

Tedesco hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, seinen am Saisonende auslaufenden Vertrag bei Spartak nicht zu verlängern. Vor allem der Reiseeinschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie machen ihm zu schaffen.

18:28 Uhr

Obduktion von Ex-Weltmeister: Kopfbälle offenbar für Demenz verantwortlich

Der Sohn des im Oktober gestorbenen englischen Ex-Weltmeisters Norbert "Nobby" Stiles sieht in den vielen Kopfbällen während der Fußball-Karriere den Grund für die Demenzerkrankung seines Vaters. Eine Obduktion habe festgestellt, dass das Gehirn des 78-Jährigen von wiederholten Schlägen auf den Kopf betroffen war, sagte John Stiles und forderte die Fußballverbände auf, sich des Problems anzunehmen.

"Nobby" Stiles starb am 30. Oktober dieses Jahres. Er litt jahrelang an Prostatakrebs und fortgeschrittener Demenz. Bei insgesamt fünf Spielern aus der Weltmeister-Mannschaft von 1966 war Demenz festgestellt worden. Er glaube, dass sein Vater in seiner Karriere zwischen 70.000 und 100.000 Mal den Ball geköpft habe, so Stiles junior.

17:48 Uhr

Sandhausen stellt Torhüter kalt

Fußball-Zweitligist SV Sandhausen hat seinen Torhüter Martin Fraisl nach "einem Vorfall in der unmittelbaren Vorbereitung auf das Spiel gegen Holstein Kiel" suspendiert. Der Klub machte keine genauen Angaben zur Verfehlung, Fraisl soll sich laut Medienberichten eine lautstarke Auseinandersetzung mit Trainer Michael Schiele geliefert haben.

"Es ist eine disziplinarische Maßnahme. Die Grenzen des Respekts wurden leider überschritten", sagte SVS-Präsident Jürgen Machmeier. Der 27-jährige Österreicher werde "nicht mehr für den SV Sandhausen spielen". Fraisl, der bis 2022 an den Klub gebunden ist, war zuletzt im SVS-Tor durch Rick Wulle abgelöst worden. Sandhausen steht mit elf Punkten auf dem Abstiegs-Relegationsplatz.

 

17:11 Uhr

Weltmeister Geiger glaubt an Rückkehr zur Vierschanzentournee

Der mit Covid-19 infizierte Skiflug-Weltmeister Karl Geiger hofft weiterhin auf seinen Start bei der Vierschanzentournee. "Mir geht es weiter gut, ich bin beschwerdefrei und habe in der Quarantäne mit leichtem Krafttraining angefangen", sagte der 27 Jahre alte Oberstdorfer: "Ich hoffe, dass es so weitergeht, ich bald aus der Quarantäne darf und vielleicht sogar schon zum Auftaktspringen in Oberstdorf wieder zum Team stoßen kann - das würde mich extrem freuen."

Geiger war nach der Rückkehr von der Flug-WM in Planica am vergangenen Mittwoch (16. Dezember) positiv getestet worden und in Heimisolation gegangen. Die Tournee beginnt am 28. Dezember mit der Qualifikation in Oberstdorf, sein Aufgebot gibt der Deutsche Skiverband (DSV) am Samstag (26. Dezember) bekannt. Für Geiger wird es damit ein Wettlauf mit der Zeit.

16:38 Uhr

Hamilton ist "Sportpersönlichkeit des Jahres"

Formel-1-Rekordweltmeister Lewis Hamilton ist in seiner britischen Heimat zur Sportpersönlichkeit des Jahres ausgezeichnet worden. Bei der von der BBC veranstalteten Wahl setzte sich der 35-Jährige vor Fußball-Nationalspieler Jordan Henderson und Jockey Hollie Doyle durch. Hamilton gewann den Preis zum zweiten Mal nach 2014.

"Ich danke allen, die für mich gestimmt haben. Ich habe das bei so vielen tollen Nominierten nicht erwartet", sagte Hamilton. Der Brite hatte in der abgelaufenen Saison im Mercedes seinen siebten WM-Titel gefeiert und war damit mit Michael Schumacher gleichgezogen. Zudem übernahm er die Führung in der Liste der meisten Grand-Prix-Siege (95).

16:04 Uhr

Schumacher versteht sein Formel-1-Auto noch nicht

Mick Schumacher fühlt sich bereit für sein erstes Jahr in der Formel 1. "Ich glaube, so eine Haltung ist notwendig, um sich dem zu stellen, was einen erwartet", sagte der 21 Jahre alte Sohn der Formel-1-Legende Michael Schumacher der italienischen Zeitung "Corriere della Sera". Der Formel-2-Champion fährt ab 2021 für den US-Rennstall Haas in der Motorsport-Königsklasse. Er habe versucht so viel wie möglich zu begreifen, um die richtigen Antworten zu geben. Er wisse aber auch, dass er noch weit davon entfernt sei, das Auto komplett zu verstehen, erklärte Schumacher weiter. Die Tests seien dafür da, auch wenn man viel in kürzester Zeit lernen müsse.

14:43 Uhr

BVB-Coach Terzic gibt Update zu Haalands Rückkehr

Borussia Dortmunds Trainer Edin Terzic ist optimistisch, dass Torjäger Erling Haaland dem Bundesliga-Fünften zu Beginn des neuen Jahres wieder zur Verfügung steht. Der norwegische Nationalspieler, der sich vor knapp drei Wochen einen Muskelfaserriss zugezogen hatte, ist nach Abschluss einer Reha-Maßnahme in Katar wieder nach Deutschland zurückgekehrt. "Erling ist voll im Plan", sagte Terzic, der heute Thorgan Hazard wieder auf dem Trainingsplatz begrüßen konnte.

Der Angreifer hatte zuletzt wegen einer Muskelverletzung pausieren müssen. Ob der Belgier schon eine Option für das DFB-Pokalspiel des Vize-Meisters am Dienstag (20.00 Uhr/Sport1 und Sky) beim Zweitliga-Aufsteiger Eintracht Braunschweig sein könnte, ließ Terzic offen: "Es wird wichtig sein, dass unsere Mannschaft ihre PS auf den Rasen bringt."

13:54 Uhr

Chaos ohne Ende: "Lage auf Schalke wahnsinnig schwierig"

Den deutschen Top-Klubs geht die Puste aus, das chaotische Schalke schlittert auf eine historische Pleitenserie zu und die Borussia aus Gladbach steht vor einem Rätsel. Vor der Winterpause gibt es mit "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster einiges zu bereden.

12:49 Uhr

Unfassbare Erniedrigung: Ex-Profi entscheidet sich für Klage

Der frühere DEL-Profi Fred Ledlin hat sich wegen Gewalt und sexuellen Missbrauchs einer Sammelklage gegen die kanadischen Eishockey-Juniorenligen angeschlossen. "Alle haben es gesehen, und alle haben es gewusst", sagte der 57-Jährige im Gespräch mit den "Eishockey News" und schilderte eindringlich die Erniedrigungen, die er als 16-Jähriger vor allem in der Kabine oder im Bus erleiden musste: Ihm wurde ein mit Wärmesalbe bestrichener Zahnstocher in den Penis eingeführt oder ein Schläger in den Hintern gesteckt. Es habe ein Klima der Angst geherrscht. Mehrmals gab Ledlin auf, wechselte den Klub, doch überall erlebte er die gleichen brutalen Rituale. Der Klage von 14 Spielern gegen den Dachverband CHL und die drei Juniorenligen OHL, QMJHL und WHL schloss sich der Kanadier mit einer eidesstattlichen Erklärung an, weil Gewalt und sexueller Missbrauch noch immer gegenwärtig sind.

"Ich mache das alles jetzt öffentlich, weil ich will, dass die Kinder ungestört Eishockey spielen können. Und auch mit 16 in einer Juniorenliga ist man noch ein Kind", sagte Ledlin.

12:22 Uhr

Klostermann kehrt in Leipzigs Kader zurück

Erstmals seit Mitte Oktober steht Fußball-Nationalspieler Lukas Klostermann wieder im Kader von RB Leipzig. Der Verteidiger wird morgen (18.30 Uhr/Sky und im ntv.de-Ticker) im DFB-Pokalspiel beim FC Augsburg auf der Bank sitzen. "Er wird mitfahren, um wieder ein Gefühl zu bekommen. Es ist nicht zwingend geplant, dass er auch spielt", sagte Trainer Julian Nagelsmann. Klostermann hatte sich einer Knieoperation unterziehen müssen.

Sportlich will Nagelsmann das Pokalspiel schnell entscheiden. "Augsburg hat in dieser Saison nach 0:1-Rückstand noch kein Spiel gewonnen. Von daher wäre eine Führung wichtig", sagte der 33-Jährige. "Wir wollen es ohne Verlängerung und Elfmeterschießen hinbekommen und erhoffen uns einen sehr guten Jahresabschluss." Justin Kluivert und Ibrahima Konaté werden in Augsburg verletzt fehlen, auch beim angeschlagenen Christopher Nkunku ist die Chance auf einen Einsatz sehr gering.

11:47 Uhr

Magath kritisiert Löw: "Es war falsch, sie auszusortieren"

Der frühere Bundesliga-Coach und -Manager Felix Magath hat Fußball-Bundestrainer Joachim Löw wegen seines Verzichts auf Jérôme Boateng, Mats Hummels und insbesondere Thomas Müller kritisiert. "Heute sieht man doch, dass es ohne die drei nicht ging. Es war falsch, sie auszusortieren", sagte der 67-Jährige dem "Kicker". Er frage sich, warum Löw vor allem Müller nicht wieder in die Auswahl hole. "Thomas spielt überragend bei Bayern. Ich weiß nicht, warum Jogi Löw auf ihn verzichtet", sagte Magath. Mit Blick auf die ins kommende Jahr verlegte Europameisterschaft rechnet der einstige Nationalspieler nicht mit dem vierten Titelgewinn für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). "Von Titelchancen bei der EM würde ich nicht ausgehen", sagte Magath, der 1980 Europameister geworden war.

11:11 Uhr

Mihambo verzichtet vor Olympia auf Training bei Legende

Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo will erst nach den Olympischen Spielen in Tokio mit dem Training bei Leichtathletik-Legende Carl Lewis in den USA beginnen. "Für Herbst 2021 ist der Plan, nach Amerika zu gehen. Man muss aber abwarten, wie die weltweite Lage ist", sagte die 26-Jährige, die gestern Abend erneut zu Deutschlands Sportlerin des Jahres gewählt worden war, bei der Gala im ZDF.

"Momentan ruht das Ganze ein bisschen, da ich mich erstmal auf Olympia 2021 vorbereite", sagte Mihambo. Die Vorbereitung auf die Sommerspiele (23. Juli bis 8. August 2021) wird die Ausnahmeathletin in Deutschland mit Bundestrainer Uli Knapp absolvieren. Mihambo wollte ihren Trainingsmittelpunkt ursprünglich bereits im vergangenen Sommer in die USA verlegen, um unter dem neunmaligen Olympiasieger Lewis zu trainieren. Die Corona-Pandemie hatte ihre Pläne aber erst einmal durchkreuzt.

10:34 Uhr

Ungewöhnliche Saison: NHL "schließt" Grenze zwischen USA und Kanada vorerst

imago0046912576h.jpg

Leon Draisaitl und die Edmonton Oilers spielen die reguläre Saison ausschließlich in Kanada.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Die National Hockey League hat den Start der neuen Saison am 13. Januar 2021 bestätigt. Alle Teams sollen in der regulären Saison, die am 8. Mai 2021 endet, 56 Spiele bestreiten. In den Playoffs, die Mitte Juli enden sollen, werden 16 Teams im traditionellen Format "Best of Seven" über vier Runden spielen. In der Saison 2021/22 soll die Rückkehr zu einem normalen Saisonablauf erfolgen. Die NHL und die Spieler-Organisation NHLPA werden in den kommenden Tagen Sicherheitsregeln, Übergangsregelungen sowie den Spielplan der Saison 2020/21 bekannt geben.

Wegen der Reisebeschränkungen an der kanadisch-amerikanischen Grenze werden die sieben kanadischen Teams in der North Division nur Partien gegeneinander bestreiten. Die Teams aus den USA sind in eine East Division, eine Central Division und eine West Division mit je acht Teams eingeteilt. Auch hier treten die Teams nur innerhalb einer Division gegeneinander an.

09:55 Uhr

Kroos und Real siegen weiter und holen Lokalrivalen ein

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid um Nationalspieler Toni Kroos hat seine Siegesserie in La Liga ausgebaut. Bei SD Eibar gewannen die Königlichen 3:1 (2:1) und zogen durch den vierten Dreier in Folge mit Lokalrivale Atletico gleich, der an der Tabellenspitze steht. Beide haben 29 Punkte auf dem Konto, Dritter ist Real Sociedad (26). Karim Benzema (6.) und Luka Modric (13.) brachten Real früh auf 2:0 nach vorn, nach dem Anschlusstreffer durch Kike Garcia (28.) machte Lucas Vazquez (90.+2) erst in der Nachspielzeit alles klar. Kroos spielte durch.

Atletico war am Samstag zu einem 3:1 (1:0) gegen den FC Elche gekommen. Der FC Barcelona liegt nach dem 2:2 (1:1) gegen den FC Valencia acht Zähler hinter der Spitze.

09:16 Uhr

Zweitligist beklagt Wettbewerbsverzerrung

Fußball-Zweitligist Würzburger Kickers musste zum Spiel gegen Darmstadt 98 trotz großflächiger Quarantäne antreten. Der Vorstandsvorsitzende der Würzburger, Daniel Sauer, sprach daher von Wettbewerbsverzerrung. "Wenn man mit 14 gesunden Spielern in ein Spiel gehen muss, dann tut das natürlich weh, weil das den Wettbewerb zu unseren Ungunsten verschiebt", sagte Sauer im Deutschlandfunk. Dass verletzte und gesperrte Spieler die Mannschaft zum Spielen zwingen, sei das ein formaler Akt, den man auch mit "ein bisschen mehr Augenmaß anders hätte bewerten" können, kritisierte Sauer. Schließlich sei den Kickers aber keine andere Wahl geblieben.

Angesprochen auf einheitliche Quarantäne-Regeln der Gesundheitsämter nahm Sauer die Behörden in Schutz. "Es ist schwierig für die Gesundheitsämter, da einheitliche Regeln zu geben, da jeder Fall individuell ist", sagte er. So waren bei ähnlichen Fällen in der Bundesliga oft nur einzelne wenige Spieler in Quarantäne geschickt worden. Bei Würzburg war es gleich ein Großteil der Mannschaft, der sich in Quarantäne begeben mussten.

08:20 Uhr

Nächster Bundesliga-Trainer soll noch vor Weihnachten entlassen werden

Sechs Punkte aus elf Spielen, das ist keine überragende Bilanz. Deshalb, und weil auch spielerisch beim FSV Mainz 05 kein Umschwung erkennbar ist, muss Trainer Jan-Moritz Lichte wohl noch vor Weihnachten seinen Posten räumen. Das berichtet die "Bild", der 40-Jährige hatte für den kurz nach Saisonstart entlassenen Achim Beierlorzer übernommen. Am Mittwoch treten die Mainzer im DFB-Pokal gegen Zweitligist Bochum an, das soll demnach Lichtes letztes Spiel als Cheftrainer sein. Auch Sportchef Rouven Schröder könnte demnach von seinen Aufgaben entbunden werden, da er sowohl den derzeitkaum konkurrenzfähigen Kader des Fußball-Bundesligisten zusammenstellte als auch die Trainer Beierlorzer und Lichte verpflichtete.

07:17 Uhr

BVB-Boss schießt heftig gegen Kritiker Scholl zurück

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke von Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat die Kritik von Ex-Nationalspieler Mehmet Scholl am neuen BVB-Coach Edin Terzic brüsk zurückgewiesen. "Wenn Mehmet Scholl sich offensichtlich für den besten Analytiker hält, stellt sich mir die Frage, warum das noch kein Verein gesehen hat", sagte Hans-Joachim Watzke in der "Bild". Scholl, der seit 2013 keinen Klub mehr betreut hat, hatte über Terzic gesagt: "In seinen Worten steckt nicht viel drin. Das ist so, als würde ich sagen, morgen geht die Sonne weiter. Seine Analyse ist nicht greifbar." Auch bemängelte er, das Vokabular des Neuen gehöre zu der Trainersprache, die er "nicht mehr hören" könne. "Ich sollte früher auch von 'Box' statt von einem Strafraum sprechen. Oder von einer diametral abkippenden Doppelsechs. Ich habe mich geweigert", sagte Scholl.

Terzic hatte die Borussia als Nachfolger von Lucien Favre übernommen. Nach dem 2:1-Sieg zum Einstand bei Werder Bremen unterlag seine Mannschaft am Wochenende bei Union Berlin (1:2). Zum Jahresabschluss tritt Dortmund am Dienstag (20.00 Uhr im ntv.de-Liveticker) in der zweiten Runde des DFB-Pokals bei Zweitligist Eintracht Braunschweig an.

06:44 Uhr

Patriots scheitern erstmals seit 2008 an Playoff-Qualifikation

Nach dem Abgang von Superstar Tom Brady haben die New England Patriots zum ersten Mal seit zwölf Jahren wieder die Playoffs in der Football-Profiliga NFL verpasst. Das Team um den deutschen Fullback Jakob Johnson verspielte seine ohnehin geringen Chancen durch ein 12:22 bei den Miami Dolphins.

Quarterback Brady war vor der Saison nach 20 Jahren und sechs Super-Bowl-Triumphen von den Patriots zu den Tampa Bay Buccaneers gewechselt. Mit seinem neuen Team gewann der 43-Jährige nach einem 0:17-Rückstand noch 31:27 bei den Atlanta Falcons. Tampa ist mit neun Siegen und fünf Niederlagen weiter Zweiter der NFC South hinter den New Orleans Saints (10:3). Ihr Ticket für die Playoffs sicherten sich die Seattle Seahawks durch einen 20:15-Sieg beim Washington Football Team. Die abgeschlagenen San Francisco 49ers, Team des deutschen Linebackers Mark Nzeocha, verloren bei den Dallas Cowboys 33:41.