Montag, 23. Dezember 2019Der Sport-Tag

20:54 Uhr

Rüdiger über rassistische Anfeindungen: "Es ist eine Schande"

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat nach den rassistischen Anfeindungen gegen seine Person Konsequenzen gefordert und sich für den großen Zuspruch von Fans und Offiziellen bedankt. "Es ist eine Schande, dass Rassismus im Jahr 2019 noch existiert", schrieb der Abwehrspieler des FC Chelsea bei Twitter. Zuvor war er beim 2:0 (2:0) im Londoner Stadtduell bei Tottenham Hotspur von Spurs-Fans beleidigt worden.

Er werde die Konfrontation suchen und sich nicht verstecken, schrieb Rüdiger: "Es ist wichtig, dass man darüber in der Öffentlichkeit spricht, sonst wird es wieder in ein paar Tagen vergessen sein." Zugleich teilte er mit, dass er nicht "Tottenham als gesamten Klub mit in die Sache ziehen" wolle, "ich weiß, dass nur einige wenige Idioten verantwortlich waren". Rüdiger betonte, er habe viel Zuspruch und Nachrichten erhalten - auch von Fans der Spurs.

20:10 Uhr

Uwe Seeler gibt HSV Tipps: "paar Mark zusammenkratzen"

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Wünscht sich "von Herzen" des Aufstieg des HSV: Uwe Seeler.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fußball-Idol Uwe Seeler empfiehlt dem Hamburger SV, sich in der Zweitliga-Winterpause noch einmal zu verstärken. "Ich würde mir wünschen, dass es dem HSV gelingt, dass er noch ein paar Mark zusammenkratzt und noch jetzt in der Pause einen, zwei oder auch drei Spieler kauft", sagte der 83 Jahre alte ehemalige HSV-Profi und -Präsident dem "Hamburger Abendblatt" im Podcast. Es müsse bei den im Umbruch steckenden Hanseaten "noch viel getan werden", damit der Aufstieg gelinge, betonte der DFB-Ehrenspielführer.

"Ich glaube, wir brauchen hinten noch eine Verstärkung und vor allem vorne mal einen, der knipsen kann. Dann wäre ich mir sicherer, dass sie aufsteigen, was ich mir natürlich von Herzen wünsche", sagte Seeler. Hinter Spitzenreiter Arminia Bielefeld (34 Punkte) ist der HSV als Zweiter auf einem direkten Aufstiegsplatz in die Winterpause gegangen. Allerdings hat der auf dem Relegationsrang folgende VfB Stuttgart wie der HSV 31 Zähler auf dem Konto. Die Baden-Württemberger suchen allerdings einen neuen Trainer.

19:27 Uhr

Vierschanzentournee: Fans und Sportler können aufatmen

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So richtig Stimmung will bei diesem Bild aus Oberstdorf vom Wochenende nicht aufkommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Angesichts des unaufhörlich voranschreitenden Klimawandels sind Liebhaber des Skisports in Sorge. Das betrifft auch die Austragung der traditionellen Vierschanzentournee. Doch nun gibt es zumindest dort und für dieses Jahr Entwarnung: Die 68. Ausgabe des Turniers kann nach Angaben der Organisatoren trotz der zuletzt milden Temperaturen wie geplant stattfinden. Auch das Auftaktspringen in Oberstdorf am kommenden Sonntag ist demnach nicht gefährdet. "Selbst bei widrigen Wetterverhältnissen über die Weihnachtsfeiertage reichen unsere Schneereserven aus", sagte OK-Generalsekretär Florian Stern in einer Mitteilung. Weitere Stationen sind am Neujahrstag Garmisch-Partenkirchen, am 4. Januar Innsbruck und am 6. Januar Bischofshofen.

Mit Altschnee von umliegenden Parkplätzen sowie maschinell erstelltem Schnee aus dem Langlaufstadion behelfen sich die Veranstalter in Oberstdorf. "Mit insgesamt 3000 Kubikmetern haben wir genügend Material für die Austragung des Auftaktspringens", sagte Stern. Die übrigen Tournee-Standorte habe man teilweise länger beschneien können und könnte dort zur Not auf weitere Reserven zurückgreifen, sagte Tourneepräsident Johann Pichler vom Skiclub Bischofshofen. Was der aufwendige Einsatz von energiefressender Technik wiederrum fürs angesprochene Klima bedeutet, wollen wir uns an dieser Stelle lieber nicht ausmalen ...

18:42 Uhr

Berliner Fußball-Verband setzt auf Geflüchtete als Schiedsrichter

Der Berliner Fußball-Verband (BFV) setzt weiterhin auf Schiedsrichter-Lehrgänge für Flüchtlinge. "So lange der Bedarf da ist, werden wir Schiedsrichter-Lehrgänge anbieten", sagte Karlos El-Khatib, der den Lehrgang im Rahmen des BFV-Projektes "Fußball Grenzenlos" als Leiter konzipiert hat. Seit Anfang Dezember lassen sich 14 Geflüchtete im Haus des Fußballs an insgesamt elf Abenden bis Ende Januar zu Unparteiischen ausbilden. Dieser Lehrgang findet zum zweiten Mal statt.

Dass Bedarf vorhanden ist, zeigen die Ergebnisse der ersten Auflage, die Anfang des Jahres 2019 alle 13 Teilnehmer erfolgreich abgeschlossen hatten. "Zehn von ihnen sind als Schiedsrichter aktiv, zwei weitere engagieren sich in sozialen Projekten als Unparteiische", sagt El-Khatib. "Fußball ist der allerbeste Deutschkurs", sagt Teilnehmer Murtaza. Damit die Inhalte wirklich durchdringen, hat der Verband zwei Übersetzer dabei, einen für Arabisch, einen für Dari, einer Variante der in Afghanistan verwendeten persischen Sprache. Doch Projektleiter El-Khatib wird die beiden Dolmetscher demnächst nicht mehr anrufen: "Eigentlich brauchen wir sie nicht, vor allem die Afghanen sprechen gut deutsch."

17:51 Uhr

BVB-Star Reus feiert sein eigenes Fest der Liebe

Weihnachten gilt ja gemeinhin als das Fest der Liebe ... und das dachte sich auch wohl Marco Reus. Der zurzeit verletzte Mittelfeldspieler von Borussia Dortmund heiratete seine Freundin Scarlett Gartmann. Schön, oder? Finden wir auch, und wollen ihn deshalb das Hochzeitsfoto der beiden nicht vorenthalten.

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17:18 Uhr

Premier-League-Klub offenbar an Volland interessiert

Der englische Premier-League-Klub FC Arsenal hat den Fußball-Nationalspieler Kevin Volland als mögliche Verpflichtung im Visier. Wie der britische Nachrichtensender Sky Sports berichtet, sei der Stürmer von Bayer Leverkusen in den vergangenen Spielen von Arsenal-Scouts beobachtet worden. Es wurde spekuliert, dass der neue Coach Mikael Arteta ein großer Fan des deutschen Offensivspielers sei.

Volland, der noch bis 2021 in Leverkusen unter Vertrag steht, ist mit fünf Saisontreffern neben Lucas Alario derzeit der beste Bayer-Torschütze und einer der besten Scorer der Liga. An einem Verkauf von Volland dürfte der Werksklub vorerst kein Interesse haben.

16:32 Uhr

"Der Kader ist zu groß": Klinsmann sortiert wohl bis zu zehn Profis aus

Trainer Jürgen Klinsmann will die Winterpause in der Fußball-Bundesliga auch zur Ausdünnung des Kaders bei Hertha BSC nutzen. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, könnten demnach bis zu zehn Spieler den Hauptstadtklub verlassen. Dazu sollen in Salomon Kalou und Ondrej Duda auch prominente Akteure gehören, ebenso dürften Alexander Esswein, Mathew Leckie oder Peter Pekarik bei entsprechenden Angeboten wohl gehen. Der slowakische Nationalspieler Duda hatte in den beiden vergangenen Begegnungen schon nicht mehr zum Kader der Berliner gehört und bereits Gedanken geäußert, Hertha den Rücken zu kehren.

"Der Kader ist zu groß geraten. Das hat es schon Ante Covic sehr schwer gemacht", sagte Klinsmann zuletzt im Vereins-Podcast. Auch seinem Vorgänger Covic standen eine Vielzahl an Profis zur Verfügung. Derzeit kann der frühere Bundestrainer Klinsmann auf 34 Profis zurückgreifen. Einzelne Namen und mögliche Abgänge kommentierte der 55-Jährige noch nicht.

16:08 Uhr

Darts wird immer populärer

Der Zahl der aktiven Darts-Spieler in Vereinen in Deutschland ist in diesem Jahr gestiegen. Nach Angaben des Deutschen Dart-Verbandes (DDV) spielen zwischen 14.000 und 15.000 Menschen bundesweit Darts im Verein. Im Vergleich zum Vorjahr seien das rund 2000 Spieler mehr. Die meisten von ihnen kommen aus Niedersachsen, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Elektrodart-Spieler (E-Dart) sind nicht mit eingerechnet.

"Sehr viele Breitensportvereine erkennen die Sparte Darts für sich", sagt DDV-Präsident Michael Sandner. In Deutschland gibt es demnach rund 1000 gemeldete Darts-Vereine. Der Sport werde mehr und mehr salonfähig und sei ein sehr einfach zu verstehendes Spiel. "Ein zweiter Grund ist, dass schon jeder mal einen Pfeil auf eine Dartscheibe geworfen hat. So hat jeder einen Anknüpfungspunkt."

14:51 Uhr

Schalke holt Verstärkung aus Augsburg

Fußball-Bundesligist FC Schalke 04 hat den österreichischen Nationalspieler Michael Gregoritsch ausgeliehen. Der 25-Jährige kommt vom Ligakonkurrenten FC Augsburg und soll vorerst bis zum 30. Juni 2020 auf Schalke bleiben. Ob der Deal eine Kaufoption beinhaltet, blieb zunächst offen. "Mit all seinen Qualitäten, die er bereits in der Bundesliga nachgewiesen hat, wird er unsere Offensive verstärken", sagte Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider. Gregoritsch, der in Augsburg unter Trainer Martin Schmidt keine Rolle mehr gespielt hatte, will sich durch regelmäßige Einsätze für die EM im kommenden Jahr empfehlen.

Gregoritsch hat für den Hamburger SV und Augsburg bislang 125 Spiele in der Bundesliga absolviert. Dabei gelangen ihm 29 Tore - in dieser Saison wartet er aber noch auf seinen ersten Treffer.

13:58 Uhr

NFL-Profi knackt 17 Jahre alten Ligarekord

Receiver Michael Thomas hat beim zwölften Saisonsieg der New Orleans Saints einen Rekord in der nordamerikanischen Football-Profiliga NFL aufgestellt. Der 26-Jährige fing beim 38:28-Erfolg gegen die Tennessee Titans zwölf Pässe und knackte damit bereits am vorletzten Spieltag mit insgesamt 145 Catches die NFL-Bestmarke für die reguläre Saison. Den bisherigen Rekord hielt Marvin Harrison (Indianapolis Colts) mit 143 Catches im Jahr 2002.

 

Thomas bildet in dieser Spielzeit ein echtes Traumduo mit Star-Quarterback Drew Brees. Der 40 Jahre alte Routinier hatte sich erst in der Vorwoche vom legendären Peyton Manning den Rekord für die meisten Touchdown-Pässe in der NFL geschnappt. Nun führte er Thomas mit seinen Zuspielen zum Rekord.

12:53 Uhr

Karriereende? Manuel Neuer hat andere Ziele

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Neuer scheint noch viel vorzuhaben.

(Foto: imago images/kolbert-press)

Fußball-Nationaltorhüter Manuel Neuer denkt offensichtlich daran, noch mindestens vier bis fünf Jahre auf höchstem Niveau zu spielen. "Noch bin ich fit und daher bereit", sagte der 33-Jährige im Interview mit dem "Kicker" auf die Frage, ob er bei der EM-Endrunde 2024 in Deutschland noch dabei sein werde. Der Vertrag von Neuer bei Bayern München läuft derzeit bis 2021: Ungeachtet eines angeblich feststehenden Transfers von Alexander Nübel von Schalke 04 zur neuen Saison soll diese Vereinbarung wohl bis 2023 verlängert werden.

Einen Wechsel ins Ausland will sich Neuer dennoch offenhalten. "Ich habe nie gesagt, dass ich meine Karriere unbedingt in Deutschland beende. Ich habe aber auch nicht gesagt, dass ich den FC Bayern verlassen werde. Was ich für die Nationalelf gesagt habe, gilt für meine Karriere: Wenn ich mich gut fühle, wenn ich gebraucht werde, und weiß, dass ich Leistung zeigen kann, will ich spielen, solange es Spaß macht", führte er in dem Interview aus. Aktuell könne er sich einen Wechsel ins Ausland nicht vorstellen, ergänzte er.

12:11 Uhr

Formel 1: Ferrari verlängert mit Leclerc

Formel-1-Traditionsrennstall Ferrari setzt voll auf die Karte Charles Leclerc. Wie die Scuderia mitteilte, hat Maranello den Vertrag des 22-jährigen Monegassen vorzeitig um drei Jahre bis 2024 verlängert. Dies dürfte auch ein klares Zeichen an seinen Teamkollegen Sebastian Vettel sein, dessen Kontrakt Ende 2020 ausläuft. "Ich bin sehr glücklich, bei Ferrari zu bleiben", sagte Leclerc, der 2016 der Fahrer-Akademie der Roten beigetreten war.

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11:24 Uhr

Das Skispringen sorgt sich um seine Zukunft

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Skisprung-Coach Alexander Stöckl befürchtet Schlimmeres.

(Foto: imago images/Eibner Europa)

Die derzeitige Wettermisere und der ausbleibende Schnee in den Alpenorten sind für Skisprung-Trainer Alexander Stöckl erst der Anfang. "Damit müssen wir leben, denn es wird nicht mehr besser, nur noch schlechter. In 20 Jahren haben wir ziemlich sicher gar keinen Schnee mehr. Man glaubt immer noch: Nächstes Jahr wird sicher wieder ein besserer Winter, aber nein, wird es nicht", sagte der norwegische Cheftrainer Stöckl in einer Medienrunde in Engelberg. In dem eigentlich als Winter-Paradies bekannten Ort in der Schweiz herrschten an diesem Wochenende Grünland und zeitweise deutlich über zehn Grad.

Für den Start der Vierschanzentournee (ab 30. Dezember) gab es wegen der hohen Temperaturen zeitweise sogar Probleme, den Kunstschnee weiterhin produzieren zu können. "Natürlich machen wir uns Sorgen", gestand Stöckl ein. Immer häufiger war die Skisprungschanze in den vergangenen Jahren nur noch ein weißer Teppich inmitten einer grünen Naturlandschaft.

Wer im deutschen Team die Stimmung hochhält, lesen Sie hier.

10:28 Uhr

Chelsea-Profi Rüdiger: "Es ist eine Schande"

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger zeigte sich erschüttert über die rassistischen Anfeindungen gegen ihn beim Auswärtsspiel seines FC Chelsea gegen Tottenham Hotspur. "Es ist eine Schande, dass es 2019 immer noch Rassismus gibt. Wann hört dieser Unsinn auf?", schrieb der 26 Jahre alte Abwehrspieler auf seinem Twitter-Kanal.

Schiedsrichter Anthony Taylor hatte den Fifa-Vorgaben entsprechend nach rassistischen Rufen am Sonntag drei Durchsagen des Stadionsprechers veranlasst. Bei weiteren Vergehen hätte es sogar zu einem Spielabbruch kommen können. Die Spurs teilten am Abend mit, dass sie eine Untersuchung der Vorfälle eingeleitet hätten. Rüdiger hofft bei der Ermittlung der Rufer auf die Videoaufzeichnungen: "In so einem modernen Stadion mit Dutzenden von TV- und Sicherheitskameras muss es möglich sein, die Täter zu finden und sie danach zu bestrafen." Der FC Chelsea gewann die Partie mit 2:0.

09:22 Uhr

Magath kritisiert: "Die Schiris werden vorgeführt"

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Magath hat sich das alles anders vorgestellt.

(Foto: imago images / foto2press)

Der frühere Meistertrainer Felix Magath übt deutliche Kritik am Videobeweis in der Fußball-Bundesliga. "So wie das jetzt läuft, mit den öffentlichen Diskussionen und Video-Betrachtungen, werden die Schiris vorgeführt", sagte der 66-Jährige im Interview der "Bild". Er sei immer ein Verfechter des Video-Assistenten gewesen, sagte er, "weil ich gedacht habe, dass dadurch Fehlentscheidungen minimiert werden".

Er habe sich vorgestellt, "dass da einer im Stadion am Monitor sitzt und den Schiri bei klaren Fehlentscheidungen unterstützt - ohne dass das alle mitbekommen". Derzeit bekommen die Schiedsrichter Unterstützung aus einer Zentrale, dem so genannten Kölner Keller.

08:35 Uhr

Podcast zur Darts-WM: "MvG" hat nicht viel Zeit

Jetzt liegt es an Nico Kurz: Der 22-jährige Hesse ist als letzter Deutscher noch bei der Darts-WM im Rennen und kann heute mit einem Sieg gegen den amtierenden Junioren-Weltmeister Luke Humphries ins WM-Achtelfinale einziehen. Die deutsche Nummer eins, Max Hopp, hatte gestern Nachmittag den erstmaligen Sprung eines Deutschen unter die letzten 16 verpasst. Der "Maximiser" unterlag dem Litauer Darius Labanauskas mit 2:4.Souverän weiter ist dagegen unter anderem Topfavorit Michael van Gerwen. Der dreifache Weltmeister besiegte den schnellsten Werfer auf der Tour, Ricky Evans, souverän mit 4:0, obwohl sich "MvG" teils vom schnellen Spiel seines Gegners anstecken ließ.

Im Podcast "Checkout"  des Kollegen Kevin Schulte hören Sie an jedem Morgen die spannendsten Geschichten des Turniers. Den Podcast finden Sie zudem auf spotifyApple Podcasts und Soundcloud.