Montag, 03. Februar 2020Der Sport-Tag

22:12 Uhr

Doping: Spitze des russischen Leichtathletik-Verbandes tritt zurück

Die Führung des russischen Leichtathletik-Verbandes ist im Zuge der neuen Sanktionen der Welt-Anti-Doping-Agentur Wada zurückgetreten. Eine Arbeitsgruppe des Nationalen Olympischen Komitees übernehme nun die Verbandsarbeit, teilte der Verband Rusaf in Moskau mit. Ziel sei es, die volle Mitgliedschaft in der Weltorganisation World Athletics wieder herzustellen.

Russland sieht sich aktuell wegen Vorwürfen der Manipulation von Labordaten zu Dopingtests neuen Sanktionen ausgesetzt. "Die Krise in der russischen Leichtathletik dauert nun schon seit fünf Jahren an und für alle ist offensichtlich, dass sie hinausgezögert wurde", sagte der neue russische Sportminister Oleg Matyzin. "Die nächsten Aufgaben sind, notwendige zusätzliche Maßnahmen im Kampf gegen Doping zu ergreifen." Am 28. Februar soll laut Rusaf-Mitteilung ein neues Präsidium gewählt werden.

21:23 Uhr

Avai-Spieler tritt nacktem Fan gegen den Kopf

In Brasilien kommt es bei einem regionalen Pokalspiel zu unglaublichen Szenen: Während eines Spiels zwischen Avai und Figureirense eskaliert plötzlich die Situation, als ein Flitzer von der Tribüne auf das Spielfeld rennt und von Avai-Spielern zu Boden gerungen und gegen den Kopf getreten wurde.

Der Figureirense-Fan war mit nacktem Oberkörper nach dem 2:0 für Avai an der Seitenlinie entlanggerannt, wie auf einem Video der Seite Talksport.de zu sehen ist. Als er an der Ersatzbank vorbei kommt, springt Ersatztorwart Gledson auf und bringt ihn mit einem Beinhaken zu Fall. Gleichzeitig kommen mehrere Avi-Spieler angerannt. Einer von ihnen tritt dem am Boden liegenden Fan mit voller Wucht gegen den Kopf. Statt des Flitzers erwischt der allerdings Gledson, der ihm mit einer Handbewegung zu verstehen gibt, er solle aufhören. Doch der Spieler, bei dem es sich um Bruno Silva handeln soll, beruhigt sich nicht und tritt weiter auf den Mann am Boden ein. Der Flitzer und andere Fans wurden anschließend von Sicherheitskräften mit Schlagstöcken abgeführt.

20:14 Uhr

Atletico steht vor Liverpool-Duell ohne Stürmer da

Dem spanischen Fußball-Topklub Atletico Madrid gehen gut zwei Wochen vor dem Champions-League-Duell gegen den FC Liverpool allmählich die Stürmer aus. Mit Alvaro Morata hat sich der letzte verbliebene Mittelstürmer am Samstag im Derby gegen Real Madrid eine Muskelverletzung zugezogen. Dies gab der Verein bekannt. Der 27-Jährige musste im Stadtduell bereits in der 50. Minute angeschlagen vom Feld.

Genaue Angaben zur Ausfallzeit machten die Rojiblancos nicht, Moratas Einsatz im Hinspiel des Achtelfinals in der Champions League gegen den Titelverteidiger aus Liverpool am 18. Februar scheint aber fraglich. Wegen einer Oberschenkelverletzung droht dort zudem der Ausfall von Supertalent Joao Felix. Diego Costa wird mit seinem Bandscheibenvorfall ohnehin noch einige Monate fehlen.

19:45 Uhr

AC Mailand weist Rangnick-Spekulation deutlich zurück

Der AC Mailand hat Berichte zurückgewiesen, wonach der italienische Traditionsclub in Verhandlungen mit dem früheren Bundesligatrainer Ralf Rangnick stehe. Die Nachricht entbehre jeder Grundlage, erklärte ein Club-Sprecher der Deutschen Presse-Agentur. Rangnick-Berater Marc Kosicke war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Bereits vor wenigen Wochen waren die Spekulationen über ein Rangnick-Engagement beim AC Mailand von beiden Seiten dementiert worden. Die "Bild"-Zeitung hatte zuvor berichtet, der 61-Jährige solle kommende Saison Trainer und Sportdirektor beim Verein aus der Serie A werden. Die Verhandlungen seien "weit fortgeschritten". Die Unterschrift unter den Vertrag fehle allerdings noch, hieß es in dem Bericht.

19:25 Uhr

Ski-Star Shiffrin trauert um Vater mit emotionalen Worten

Die amerikanische Skirennfahrerin Mikaela Shiffrin trauert um ihren Vater. Die beste Alpin-Sportlerin der Gegenwart teilte mit, dass ihr Vater unerwartet gestorben sei. "Unser Berg, unser Ozean, unser Sonnenaufgang, unser Herz, unsere Seele, unser Alles", schrieb die zweimalige Olympiasiegerin und fünfmalige Weltmeisterin bei Twitter.

Jeff Shiffrin war Anästhesist. Zusammen mit seiner Frau Eileen, die ihre Tochter regelmäßig im Weltcup begleitet, förderte er Mikaelas Karriere seit mehreren Jahren intensiv. Eine Todesursache wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Mikaela Shiffrin hat 66 Weltcup-Siege eingefahren und gute Chancen, den Rekord des Schweden Ingemar Stenmark zu brechen. Zuletzt gewann die 24-Jährige in Bansko eine Abfahrt und einen Super-G. Am vorigen Wochenende war sie beim Super-G von Sotschi nicht am Start.

18:45 Uhr

So äußert sich Tuchel über Zoff mit Mbappe

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Alles halb so wild, behauptet Trainer Tuchel (r.).

(Foto: imago images/PanoramiC)

Vor dem nächsten Ligaspiel des französischen Fußball-Meisters Paris St. Germain hat Trainer Thomas Tuchel seinen Auswechsel-Zoff mit Superstar Kylian Mbappe nach eigener Aussage ausgeräumt. "Da ist nichts Persönliches zwischen ihm und mir. Diese Dinge passieren", sagte der frühere BVB- und Mainz-Coach vor dem Auswärtsspiel des Ligue-1-Tabellenführers beim FC Nantes.

Tuchel hatte Mbappe am Samstag beim 5:0 gegen Montpellier ausgewechselt (68.), was dem Weltmeister offensichtlich gründlich missfiel. Damit der 21-Jährige nicht schmollend wortlos an ihm vorbei zur Bank stapfen konnte, hielt der Coach Mbappe auf und redete auf ihn ein. Trotzdem setzte sich der Stürmer dann mit beleidigter Miene auf die Bank. Am Sonntag habe es laut Tuchel im Training noch eine Art Krisengipfel gegeben - mit dem Trainer, Mbappe und PSG-Sportdirektor Leonardo. "Was ich gesagt habe, bleibt in der Kabine", erklärte der Fußballlehrer.

18:10 Uhr

Irre Grand-Slam-Statistik: Thiem war zu jung für Australien-Titel

Im Finale der Australian Open hatte Dominic Thiem den großen Novak Djokovic am Rande einer Niederlage. Der Österreicher konnte seine 2:1-Satzführung aber nicht in seinen ersten Grand-Slam-Titel ummünzen. Ein Blick in die Statistik zeigt: Mit einem Triumph hätte der 26-Jährige Thiem Einzigartiges vollbracht, eben weil er erst 26 Jahre jung ist. (Lesen Sie hier mehr zum langsam anlaufenden Angriff auf die "Großen Drei" Djokovic, Radael Nadal und Roger Federer).

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Und auch in Sachen Finalteilnahmen tut sich die neue Generation angehender Spitzenspieler noch schwer, sich dauerhaft ganz oben zu etablieren:

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  Und warum? Weil die "Großen Drei" die großen Titel all die Jahre mit einer so gewaltigen Dominanz wegfischen. Nehmen Sie sich doch mal ein wenig Zeit und erinnern Sie sich an die großen Finals, die sich Federer, Nadal und Djokovic über all die Jahre geliefert haben.

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17:56 Uhr

Pizarro will wegen Werder-Krise nicht "anfangen zu heulen"

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Lässt den Kopf nicht hängen: Claudio Pizarro.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Werder Bremens Sturm-Routinier Claudio Pizarro lässt sich auch von der prekären Tabellensituationen der abstiegsbedrohten Norddeutschen nicht die Laune vermiesen. "Ich weiß auch, dass die Situation nicht einfach ist, aber deswegen werde ich nicht die ganze Zeit ein langes Gesicht ziehen oder anfangen zu heulen", sagte der 41-Jährige in einem Sport1-Interview. "Ich bin einfach ein glücklicher Mensch."

Werder liegt in der Tabelle der Fußball-Bundesliga auf Rang 16. "Ich habe mit der Zeit gelernt, dass man weiterarbeitet und immer nach vorne guckt, wenn man aus der Situation rauskommen will", sagte Pizarro. "Die einzige Möglichkeit, die du hast, ist noch mehr und hart zu arbeiten." An diesem Dienstag empfängt Werder im Achtelfinale des DFB-Pokals Borussia Dortmund im Weserstadion.

17:39 Uhr

Fuglsang angeblich Kunde von Doping-Arzt Ferrari

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Bislang wurden keine Maßnahmen gegen Astana-Kapitän Jakob Fuglsang eingeleitet, heißt es von Astana.

(Foto: imago images/Sirotti)

Lance Armstrongs skandalumwitterter früherer Arzt Michele Ferrari treibt im Profi-Radsport angeblich weiter sein Unwesen. Der Italiener, Spitzname "Dottore Epo", soll Beziehungen zum Astana-Team unterhalten und 2019 Top-Fahrer Jakob Fuglsang (Dänemark) betreut haben. Das berichtet unter anderem die dänische Tageszeitung Politiken, die auf einen vertraulichen 24-seitigen Bericht der unabhängigen Anti-Doping-Kommission CADF verweist. Demnach soll Ferrari das Astana-Team bei der Katalonien-Rundfahrt im März begleitet haben.

  • Ferrari dementierte alle Vorwürfe. "Leider sehe ich mich einmal mehr dazu gezwungen, den jüngsten Schwindel der Medien zu dementieren", hieß es in einer Stellungnahme auf seiner Webseite. Unter anderem erklärte Ferrari, seit einem Jahrzehnt in keiner Beziehung zu Astana-Fahrern zu stehen und in 20 Jahren bei keinem Radrennen mehr gewesen zu sein.
  • Auch das Astana-Team äußerte sich. Man stehe in  Kontakt mit der CADF und dem Weltverband UCI. "Bislang wurden keine Maßnahmen gegen einen Fahrer eingeleitet", hieß es in der Stellungnahme. Man gehe davon aus, dass die CADF diese umgehend veranlasst hätte, sofern es Beweise für ein Fehlverhalten eines Fahrers gegeben hätte.
17:23 Uhr

Trainer von Ibrahimovic? Rangnick wohl vor Wechsel zum AC Mailand

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Steht Rangnick bald wieder an der Seitenlinie?

(Foto: imago images / Eibner)

Ralf Rangnick, Ex-Boss und -Trainer von RB Leipzig und derzeit "Head of Sport and Development Soccer" von Red Bull steht vor einem Wechsel zum italienischen Traditionsklub AC Mailand, wie die "Bild" berichtet. Die Verhandlungen seien weit fortgeschritten, so die Zeitung, der 61-Jährige solle ab der kommenden Saison Trainer und Sportdirektor bei Verein im italienischen Norden werden. Eine Bestätigung aus Mailand oder von Red Bull gab es noch nicht.

Der ruhmreiche AC liegt derzeit in der Serie A nur auf Platz acht. Zuletzt sorgte man für Aufsehen, als im Winter Starstürmer Zlatan Ibrahimovic von LA Galaxy verpflichtet wurde.

16:50 Uhr

100 Fans im Zug: Daum schildert "bedrohlichen" ICE-Zwischenfall

Eine ruhige Zugfahrt sieht anders aus: Christoph Daum ist am Wochenende von einer Horde grölender Eintracht-Fans im Zug überrascht worden. Wie Aufnahmen in Sozialen Netzwerken belegen, kam es zu Beleidigungen gegenüber Daum. Der hat sich allerdings kaum aus der Ruhe bringen lassen und stattdessen den Dialog gesucht. Im Exklusiv-Interview mit der RTL/ntv-Redaktion spricht der Ex-Bundesligatrainer über den Fan-Vorfall.

 

16:08 Uhr

Früherer Radprofi gesteht Blutdoping vor Gericht

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Stefan Denifl muss sich vor dem Landgericht Innsbruck wegen Doping und schweren gewerbsmäßigen Betrugs verantworten.

(Foto: imago images/dmuk-media)

Der frühere Radprofi Stefan Denifl hat vor dem Innsbrucker Landgericht Blutdoping eingestanden. Der Prozess gegen den 32-Jährigen, der im Zuge der Operation Aderlass aufgeflogen war, wurde aber zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben. Das bestätigte ein Sprecher des Gerichts dem SID. Denifl habe demnach erfolgreich darauf bestanden, dass zunächst weitere Zeugen vernommen werden müssten. Dabei handele es sich um Vertreter der Radsport-Teams, die ihn eingestellt hatten. "Das kann einige Zeit dauern, bis wir diese Personen ausfindig gemacht haben", erklärte der Gerichtssprecher.

Der Sieger der Österreich-Rundfahrt von 2017 will beweisen, dass die Teams, für die er gefahren ist, von seinen Doping-Praktiken gewusst haben und ihn deshalb der Vorwurf des Betruges nicht trifft. Außerdem soll genau geklärt werden, in welcher Form den Teams ein Schaden entstanden ist.

15:56 Uhr

Bayern-Star Lewandowski erlebt "beste Zeit meines Lebens"

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Robert Lewandowski vom FC Bayern ist zum achten Mal Fußballer des Jahres in Polen. Der Stürmer wurde am Sonntagabend ausgezeichnet, nachdem er sich bei der Wahl des renommierten Magazins "Pilka Nozna" durchgesetzt hatte. "Ich kann sagen, dass es die beste Zeit meines Lebens ist", meinte der 31-Jährige bei Sport1.

Er war bereits von 2011 bis 2017 siebenmal nacheinander in Polen ausgezeichnet worden, im Vorjahr ging der Preis an Torwart Lukasz Fabianski. "Jede Auszeichnung ist nicht nur eine Bestätigung, dass sich die Arbeit auszahlt, sondern auch zusätzliche Motivation, noch mal härter zu arbeiten", schrieb er bei Instagram. "Ich danke allen meinen Unterstützern, euretwegen bin ich stärker!"

Lewandowski hatte 2019 in 48 Pflichtspielen für die Münchner 48 Tore erzielt und war unter anderem Bundesliga-Torschützenkönig geworden. Aktuell führt er die Torjägerliste mit 22 Treffern nach 20 Spielen an.

15:29 Uhr

Trainerlegende Rehhagel: "Bayern holen Meisterschaft und Pokal"

Vor dem großen Bundesliga-Showdown am Sonntag in der Allianz Arena (18.00 Uhr/Sky und im Live-Ticker auf ntv.de) gegen RB Leipzig hat sich der frühere Erfolgstrainer Otto Rehhagel auf seinen ehemaligen Arbeitgeber als Double-Gewinner festgelegt. "Bayern München wird deutscher Meister und Pokalsieger", sagte der 81-Jährige dem SID, "sie sind im Moment wieder gut drauf, haben sich stabilisiert und ihre Leute wieder gesund an Bord."

Leipzig habe zwar in der laufenden Saison meisterwürdig gespielt, so dass er ihnen durchaus einen Titel zugetraut hätte. "Aber", so Rehhagel weiter, "die Bayern haben zwischendurch mal ihre Schwächeperioden gehabt. Aber wenn sie sich jetzt stabilisieren und gewinnen gegen Leipzig, dann werden die Bayern das schaffen." Einen Trost hatte Rehhagel für RB-Coach Julian Nagelsmann parat: "Der Julian Nagelsmann ist noch jung, der hat noch Zeit, der kann noch viel gewinnen in seinem Leben."

15:17 Uhr

Video: Super-Bowl-Aufholjagd mit Original-Kommentar

Die 100. NFL-Saison endet mit einem fulminanten Showdown: Eine atemberaubende Aufholjagd der Kansas City Chiefs im letzten Viertel entreißt den San Francisco 49ers den Titel. Sportliche Brillanz und krachende Muskelkraft summieren sich zu einer Highlight-Schlacht.

 

14:57 Uhr

Klinsmann wünscht Löw EM-Titel zum Geburtstag

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Gute Freunde: Jürgen Klinsmann (links) und Joachim Löw.

(Foto: imago images/Pressefoto Baumann)

Der frühere Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat seinem Nachfolger Joachim Löw an dessen 60. Geburtstag den EM-Triumph im Sommer gewünscht. "Ich wünsche ihm einfach alles, alles Gute zum Sechzigsten - vor allem Gesundheit und dass er uns noch lange erhalten bleibt und den nächsten Titel einfährt - am besten schon in diesem Sommer", sagte der aktuelle Coach von Bundesligist Hertha BSC in einem Interview mit der RTL/ntv-Redaktion.

Sein Verhältnis zu seinem früheren Co-Trainer Löw sei von tiefem Respekt geprägt, er genieße die gemeinsamen Momente mit Löw sehr: "Er ist immer auf dem Boden geblieben, ein wundervoller Mensch. Wenn wir uns auf einen Kaffee treffen, gibt es immer Themen, die gehen von einem Extrem ins andere. Er ist einfach ein toller Mensch." Wenn sie sich träfen, "dann fühlt sich gleich jeder wohl", so Klinsmann, "dann plappern wir einfach drauf los. Das Leben hat sich auch für ihn geändert - vor allem mit dem Weltmeistertitel, den ihm keiner mehr nehmen kann. Dieser Erfolg gibt ihm auch den Schuss Gelassenheit, egal was kommen sollte in der Zukunft."

Dem schließt sich der aktuelle Bayern-Coach Hansi Flick an: "Jogi ist ein Top-Trainer und noch dazu ein toller Mensch. Ich wünsche ihm von Herzen alles Gute, vor allem Gesundheit und Zufriedenheit", wünscht ihm sein ehemaliger Co-Trainer zum 60. Geburtstag.

14:39 Uhr

Coronavirus: China stoppt Anti-Doping-Kontrollen

Wegen des weiter um sich greifenden Coronavirus hat Chinas Anti-Doping-Agentur Chinada sechs Monate vor den Olympischen Sommerspielen in Tokio beschlossen, ihre Dopingkontrollen "aus Gründen des Gesundheitsschutzes" bis auf Weiteres auszusetzen. Die Entscheidung wurde in Abstimmung mit der Internationalen Kontrollagentur ITA mit Sitz in Lausanne getroffen.

"Es ist eine Vorsichtsmaßnahme, um Sportler und Kontrolleure nicht zu gefährden", teilte die ITA mit. Natürlich erkenne man die Bedeutung der Kontrollen grundsätzlich an, "aber die Priorität besteht darin, die öffentliche Gesundheit für alle zu bewahren". Die Kontrollen durch die Chinada würden laut ITA wieder aufgenommen, "sobald sich die Situation bessert".

Im Olympia-Ausrichterland Japan versuchte derweil Premierminister Shinzo Abe, die Gemüter zu beruhigen. Trotz inzwischen rund 360 Todesfällen in China durch das Virus und auch Infektionsfällen in Nippon versicherte der Regierungschef, dass die Epidemie den Ablauf der Olympischen Spiele (24. Juli bis 9. August) sowie der folgenden Paralympics (25. August bis 6. September) nicht beeinträchtigen werde.

13:48 Uhr

Barca-Teenie Fati toppt Messi "wie eine Rakete"

Das erst 17 Jahre alte Wunderkind Ansu Fati hat mit seinem Doppelpack für den FC Barcelona die spanische Fußball-Welt verzückt. "Wie eine Rakete brach er ins Barca-Universum ein. Als es so schien, als würde er erlöschen, strahlte sein Stern heller als je zuvor", schrieb die spanische Zeitung "Sport". Auch der neue Barca-Trainer Quique Setien sprach nach dem 2:1 (2:0) gegen UD Levante von einem "historischen Tag".

Der in Guinea-Bissau geborene Fati hatte sich mit seinem Doppelpack in die Geschichtsbücher geschossen: Mit 17 Jahren und 94 Tagen ist der Teenager der jüngste Doppelpacker der Liga-Historie. Selbst Megastar Lionel Messi war in dem Alter dazu noch nicht fähig. Die vorherige Bestmarke hielt Malagas Juanmi Jimenez, der 2010 mit 17 Jahren und 115 Tagen doppelt getroffen hatte. Fati dankte nach dem Spiel vor allem Messi, der bei den Treffern innerhalb von 103 Sekunden (30./32.) jeweils die Vorarbeit geleistet hatte. "Ich beobachte Messi schon seit Jahren. Er ist unglaublich. Gleichzeitig mit ihm auf dem Platz zu stehen, ist ein Traum. Dafür werde ich immer dankbar sein", sagte Fati.

13:09 Uhr

Mahomes besiegt "Madden-Fluch" und fährt ins Disneyland

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Patrick Mahomes hat mit den Kansas City Chiefs als jüngster Quarterback der Geschichte den Super Bowl gewonnen und die MVP-Trophäe abgeräumt. Umringt von Kameras verkündete Mahomes nach dem Triumph: "Ich fahre nach Disney World." Als wertvollster Spieler (MVP) des denkwürdigen Finales wird der 24-Jährige in der Heimat von Micky Maus und Co. in guter alter Tradition eine Parade anführen. Schon mit 17 hatte Mahomes via Twitter davon geträumt - jetzt ist das Stehaufmännchen am Ziel.

Der Spielmacher der Chiefs besiegte mit der erfolgreichen Saison auch den beängstigenden Fluch der Computerspielreihe "Madden". Seit 25 Jahren fallen immer wieder Starspieler verletzt aus, kurz nachdem sie den Titel der neusten Ausgabe geziert haben. Von 22 NFL-Profis traf der Fluch gleich 16 Spieler. Super-Bowl-Champ Mahomes zeigte nun, dass es auch anders geht.

12:34 Uhr

Nagelsmann fürchtet nicht, "dass deshalb einer dem Schiri eine reindonnert"

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Julian Nagelsmann will weiter Emotionen sehen.

(Foto: imago images/osnapix)

In der Diskussion um die verschärfte Regelauslegung gegen Meckerer fordert Julian Nagelsmann mehr gesunden Menschenverstand. "Man muss unterscheiden zwischen Unsportlichkeiten wie Schwalben oder Zeitspiel und nervigen Situationen", sagte der 32 Jahre alte Trainer von Fußball-Bundesligist RB Leipzig. "Es gibt einen Unterschied zwischen Emotionen und Unfairness. Emotionen machen Sport groß und das soll auch so bleiben. Man muss gut miteinander sprechen und dabei ist es ein Schlüssel, Fehler zuzugeben." Man kenne das von zu Hause, meinte Nagelsmann: "Ab und zu muss man mal Ja sagen, dann ist Ruhe."

Die Debatte um das Vorbildverhalten von Fußballprofis hatte am Wochenende nach der Gelb-Roten Karte gegen Alassane Pléa im Spiel zwischen Leipzig und Borussia Mönchengladbach erneut Fahrt aufgenommen. "Pléas Beklagen fand ich nicht grob unsportlich und auch kein Indiz dafür, dass deshalb in irgendeiner Amateurliga einer dem Schiedsrichter eine reindonnert", sagte Nagelsmann.

11:59 Uhr

DFB-Akademie-Leiter schlägt Alarm: Vielen Jungs fehlt Spaß am Spiel

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"Es fällt auf, dass vielen Jungs der ursprüngliche Spaß am Spiel fehlt", sagt Tobias Haupt.

(Foto: dpa)

Der Leiter der Akademie des Deutschen Fußball-Bundes, Tobias Haupt, hat im Nachwuchsbereich eine gewisse Reizüberflutung ausgemacht. "Ich bin weit davon entfernt, zu pauschalisieren. Aber es fällt auf, dass vielen Jungs der ursprüngliche Spaß am Spiel fehlt, sie zeigen im Training und im Spiel kaum noch Emotionen", sagte Haupt dem "Kicker". "Der Tagesablauf dieser Jungs ist von frühmorgens bis spätabends komplett durchgetaktet. Zudem wird ihnen von Anfang an alles abgenommen", sagte der Akademie-Chef. Dass diese Nachwuchsspieler keine Individualität mehr entwickeln würden, sei klar, meinte Haupt. Er sprach auch von wissenschaftlichen Studien, die zeigen würden, dass die Wahrscheinlichkeit auf eine Profikarriere dann signifikant sinke, wenn Jugendliche zu früh aus ihrem sozialen Umfeld gerissen würden.

10:52 Uhr

Schröder steht offenbar vor spektakulärem NBA-Wechsel

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"Knicks" wie hin (kleiner Scherz).

(Foto: dpa)

Dennis Schröder von den Oklahoma City Thunder steht offenbar vor einem Wechsel in der NBA.

  • Nach Informationen der "New York Daily News" stehen die in der Tabelle der Eastern Conference abgeschlagenen New York Knicks beim Spielmacher "hoch im Kurs".
  • Offenbar soll der Point Guard noch bis zum Ende der Wechselfrist am 6. Februar an den Big Apple wechseln.
  • Schröder spielt seit 2018 in Oklahoma und kommt in dieser Saison auf durchschnittlich 19,1 Punkte pro Spiel.
  • Allerdings steht er bei den Thunder wegen Superstar Chris Paul nur selten in der Startformation.
09:46 Uhr

Funkels Fortuna-Vertrag verlängert sich bei Klassenerhalt

Der beurlaubte Trainer Friedhelm Funkel drückt Fortuna Düsseldorf im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga weiterhin die Daumen - und würde auch persönlich noch immer vom Klassenerhalt des Klubs profitieren. Zumindest nach aktuellem Stand. Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, verlängert sich sein Vertrag um ein Jahr, wenn die Fortuna in der Liga bleibt. "Stimmt, aber das ist ein ganz normaler Vorgang", sagte Funkel. Erst in der Winterpause hatte er sich mit dem Verein auf eine Verlängerung des Vertrages im Falle des Klassenerhalts geeinigt. Am vergangenen Mittwoch wurde Funkel entlassen, Uwe Rösler trat die Nachfolge an. Da es bislang aber keine Vereinbarung über eine Abfindung gibt, hat der Vertrag noch Gültigkeit, laut "Bild" mit einem Jahresgehalt von rund 500.000 Euro.

Unseren Bericht zur überraschenden Entlassung finden Sie hier!

09:07 Uhr

Klausel-Irrsinn: Davie Selke hat am 7. März spielfrei

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Davie Selke hat am 7. März spielfrei.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Werder Bremens Neuzugang Davie Selke darf in der Partie gegen seinen Ex-Klub Hertha BSC am 7. März nicht mitspielen. Nach Informationen des "Kicker" beinhaltet das zwischen den Bremern und den Berlinern am Freitag vereinbarte Leihgeschäft eine entsprechende Vertragsklausel. Bremens Geschäftsführer Frank Baumann bestätigte das am Sonntagabend gegenüber "deichstube.de". "Die Klausel war eine von Hertha BSC gestellte Bedingung, ohne die der Transfer nicht zustande gekommen wäre", sagte Baumann. Werder hatte Selke am letzten Tag des Transferfensters für eineinhalb Jahre von den Berlinern ausgeliehen.

08:20 Uhr

"Liverpool ist nicht zu stoppen" - Guardiola gibt auf

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"Sie sind zu weit weg. Liverpool ist nicht zu stoppen. Wir haben viel zu viele Punkte liegen gelassen in Spielen wie diesem."

(Foto: Action Images via Reuters)

Josep Guardiola, Teammanager von Manchester City, hat die Titelverteidigung in der Premier League endgültig abgeschrieben. "Sie sind zu weit weg. Liverpool ist nicht zu stoppen. Wir haben viel zu viele Punkte liegen gelassen in Spielen wie diesem", sagte er nach dem 0:2 (0:0) gegen Tottenham Hotspur. Das Ziel von City sei es nun, ergänzte der frühere Coach von Bayern München, "dass wir die Champions League erreichen". City, in den beiden vergangenen Jahren englischer Meister, hat nach 25 Spieltagen 22 Punkte Rückstand auf Liverpool. Nie zuvor war der Vorsprung eines Spitzenreiters in der Premier League größer. Guardiola verlor mit City trotz bester Chancen gegen seinen Dauerrivalen Jose Mourinho. In einer intensiven Begegnung hatte Ilkay Gündogan einen Foulelfmeter (40.) für Manchester vergeben. Für die Spurs trafen Neuzugang Steven Bergwijn (63.) bei seinem Debüt und Heung-Min Son (71.).

Und weil's so schön (aus Liverpool-Sicht natürlich) und so deutlich ist, zeigen wir Ihnen gern noch einmal die "richtige" Premier-League-Tabelle:

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07:34 Uhr

So protestieren Shakira und J.Lo beim Super Bowl gegen Trump

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Die politische Botschaft wurde unter anderen von Lopez' elfjähriger Tochter Emme ausgesandt. Sie kroch auf der Bühne aus einem erleuchteten Käfig, um ebenfalls in den Gesang einzustimmen.

(Foto: REUTERS)

Latino-Tanzparty und politischer Protest beim Super Bowl: Während der Halbzeitpause des Finales haben die Superstars Shakira und Jennifer Lopez eine gewaltige Party gefeiert. Zugleich wurde mit Kindern in erleuchteten Käfigen bei der Show im Hard-Rock-Stadion gegen die harsche Einwanderungspolitik von US-Präsident Donald Trump protestiert. Die politische Botschaft wurde unter anderen von Lopez' elfjähriger Tochter Emme ausgesandt. Sie kroch auf der Bühne aus einem erleuchteten Käfige, um ebenfalls in den Gesang einzustimmen. Auf dem Feld waren weitere Käfige mit Kindern verteilt. Die Symbolik spielte darauf an, dass Trump zeitweise an der Grenze zu Mexiko Kinder von ihren Eltern hatte trennen und unter harschen Bedingungen in Lagern hatte unterbringen lassen.

Eine ausführliche Meldung zu Auftritt und Protest der beiden Superstars lesen Sie hier!

07:17 Uhr

Paco-Party geht weiter: Alcácer feiert Traum-Debüt bei Villarreal

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Zack. Drin.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Der Mann ist ein Phänomen: Paco Alcacer hat in seinem ersten Spiel nach seinem Wechsel von Borussia Dortmund zum FC Villarreal gleich getroffen. Er erzielte beim 3:1 (1:0) gegen CA Osasuna in der Primera Division den Treffer zur 1:0-Führung (45.+1). Nach einem Pass von Manuel Trigueros lief Alcacer alleine auf den Torwart zu und schob überlegt ein. Der 26-Jährige war erst am Donnerstag für knapp 30 Millionen Euro inklusive Bonuszahlungen vom BVB, für den er in 47 Pflichtspielen 26 Tore erzielt hatte, in seine Heimat zurückgekehrt. Ruben Pena (54.) und Santi Cazorla (59.) per Elfmeter, Alcacer holte den Strafstoß heraus, erzielten die weiteren Treffer. Aridane (48.) hatte für den zwischenzeitlichen Ausgleich gesorgt.

Übrigens: Auch ohne Alcacer läuft's im Sturm des BVB prächtig. Warum? Hier gibt's die Antwort.

06:41 Uhr

"Idiot" - Donald Trump blamiert sich mit Tweet zum Super Bowl

Stellen Sie sich mal vor, Angela Merkel würde Berlin nach Brandenburg verlegen. Peinlich? Aber ja! Das ist allerdings nicht passiert, anders als das hier: Durch eine "falsche" Gratulation für den neuen Super-Bowl-Champion hat sich Donald Trump Spott im Internet eingehandelt. Nach dem 31:20-Sieg der Kansas City Chiefs gegen die San Francisco 49ers schrieb der US-Präsident auf Twitter über das "fantastische Comeback" des Sieger-Teams und fügte hinzu: "Ihr habt den großartigen Bundesstaat Kansas und, genau genommen, die ganze USA so gut vertreten. Unser Land ist STOLZ AUF EUCH!" Die Stadt Kansas City liegt allerdings nicht in Kansas, sondern am westlichen Rand von Missouri an der Grenze zu Kansas. Der Tweet wurde schnell gelöscht, wenige Minuten nach dem Original erschien eine zweite Version, die Kansas City korrekt verortete. Die frühere demokratische Senatorin Missouris, Claire McCaskill, veröffentlichte einen Screenshot des ersten Trump-Tweets und bezeichnete den US-Präsidenten als "Idioten".

Unseren Spielbericht finden Sie hier! Und falls Sie das Spiel nochmal im RE-LIVE verfolgen wollen, dann klicken Sie bitte hier.

06:22 Uhr

Djokovic ist zurück an Spitze der Tennis-Weltrangliste

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Er ist einfach ein unfassbar guter Tennisspieler, dieser Novak Djokovic.

(Foto: imago images/AAP)

Dank seines achten Siegs bei den Australian Open ist Novak Djokovic nun auch wieder die Nummer eins der Tennis-Welt.

  • In der Weltrangliste löste der Serbe den Spanier Rafael Nadal an der Spitze ab. Anfang November war Djokovic von Platz eins verdrängt worden.
  • Der österreichische Finalist Dominic Thiem rückt von Position fünf auf vier vor - direkt hinter dem Schweizer Roger Federer.
  • In fünf Sätzen hatte Thiem seinen ersten Grand-Slam-Titel verpasst.
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05:58 Uhr

Videobeweis macht's möglich: Fußballer fliegt zweimal vom Platz

Nichts ist unmöglich, auch dank des VAR: Im Spiel der zweiten spanischen Fußballliga gegen den FC Girona flog Cristobal Marquez von CF Fuenlabrada innerhalb von vier Minuten gleich zweimal vom Platz. Zunächst sah der Mittelfeldspieler wegen eines Fouls vom Schiedsrichter die Rote Karte und musste in die Kabine. Nach erneuter Ansicht der Aktion durch den Video-Assistenten ließ der Referee den Spieler wieder zurückholen und zeigte ihm Gelb. Damit nicht genug. Noch vor Wiederaufnahme der Partie lieferte sich Marquez ein Wortgefecht mit Gironas Alex Granell. Beide sahen dafür den gelben Karton. Für Marquez bedeutete dies Gelb-Rot und den erneuten Gang in die Umkleidekabine. Girona gewann die Partie in Fuenlabrada 1:0 und zog damit am achtplatzierten Rivalen vorbei auf Platz sechs.