Montag, 04. Mai 2020Der Sport-Tag

17:47 Uhr

Don Shula ist tot

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Mit Miami gelang Shula die einzige "perfekte" Saison der NFL-Historie: 17 Siege in 17 Spielen.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der nach Siegen erfolgreichste Head Coach der National Football League ist tot. Wie die NFL und die Miami Dolphins bekanntgaben, ist Don Shula am Montagmorgen im Alter von 90 Jahren zu Hause in Miami gestorben. Shula feierte insgesamt 347 Siege in der NFL, keinem Head Coach gelangen in der Geschichte der Liga mehr Erfolge. 1972 führte er die Dolphins mit 17 Siegen in 17 Spielen zum Super-Bowl-Triumph.

"Don Shula war 50 Jahre der Patriarch der Miami Dolphins", schrieb der Verein. Er habe den Erfolg zu den Dolphins gebracht. Begonnen hatte seine Trainerkarriere in der NFL bei den Baltimore Colts, die ihn im Alter von 33 Jahren 1963 engagiert und damit zum jüngsten Coach der Liga gemacht hatten. Mit Baltimore hatte er es einmal ins entscheidende Spiel um den Super Bowl geschafft, nach seinem Wechsel 1970 zu Miami gelang ihm 1972 und 1973 der Titelgewinn. Shula beendete seine Karriere als Coach 1996.

17:08 Uhr

Fußball-Lehrer-Chef schimpft über Klinsmann

Der Präsident des Bundes Deutscher Fußball-Lehrer (BDFL), Lutz Hangartner, hat den früheren Bundestrainer Jürgen Klinsmann für dessen plötzlichen Abgang beim Bundesligisten Hertha BSC kritisiert. "So kann man seinen Abgang nicht vollführen, so kann man als Trainer mit einer Mannschaft und einem Verein nicht umgehen", sagte Hangartner im Interview mit dem "Weser-Kurier". Klinsmann war im Februar nach nur 76 Tagen im Amt des Cheftrainers bei Hertha überraschend zurückgetreten. Seinen Abschied verkündete der frühere Weltklasse-Stürmer bei Facebook, der Verein wurde zunächst nicht informiert.

"Von einer Sekunde auf die andere sagen: Das war's? Und tschüss? Das war kein gutes Bild, das der Trainer Klinsmann da abgegeben hat", sagte Hangartner. Die Entscheidung, Klinsmann überhaupt zum Cheftrainer zu machen, habe Hangartner "von Beginn an für keine gute Lösung gehalten". "Wenn ich einen Trainer verpflichte, muss ich im Vorfeld sehr gut recherchieren. Wie arbeitet er? Wie gibt er sich? Passt er überhaupt zum Verein", sagte Hangartner und äußerte damit auch Kritik an den Verantwortlichen um Manager Michael Preetz.

15:02 Uhr

Hertha-Profi zeigt mit Live-Video, wie Abstandsregeln missachtet werden

Die wichtigste Regel, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern: Abstand halten. Das gilt auch für die Fußballprofis, die sich gerade auf den möglichen Neustart der Bundesliga vorbereiten. Bei Hertha BSC ist die Abstandsregel aber wohl eher optional. Das zumindest zeigt ein Livestream von Salomon Kalou bei Facebook. Der Offensivspieler filmt sich auf dem Weg zum Training, läuft in die Umkleide. Und begrüßt die Anwesenden entweder per Faust oder per Handschlag. Während das Video läuft, zieht Kalou seine Trainingsklamotten an und betritt den Raum, in dem gerade der Abstrich für einen Corona-Test durchgeführt wird. Der Testende hat eine Maske auf, Kalou nicht - und die Bitte, mit dem Filmen aufzuhören, ignoriert er ebenso.

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13:50 Uhr

Heynckes zweifelt an Bayerns Transferziel

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Für die DFB-Elf kommt Sané bisher auf 21 Einsätze und fünf Tore. Für die WM 2018 wurde er nicht nominiert.

(Foto: imago images / Horstmüller)

Leroy Sané und der FC Bayern, es scheint wie eine unendliche Geschichte. Der Rekordmeister möchte den Fußballer von Manchester City gerne verpflichten, Sané soll je nach Bericht mal nach München wollen und mal nicht. Ex-Trainer Jupp Heynckes rät dem FCB nun davon ab, für den deutschen Nationalspieler die spekulierten 100 Millionen Euro plus X an Ablösesumme zu zahlen. Diese Summe sei "nicht gerechtfertigt", denn: "Für mich hat er noch nicht den Durchbruch zu einem absoluten Top-Spieler geschafft", so Heynckes zur "Bild". Stattdessen sei der 24-Jährige ein Profi, "der gerade am Scheideweg ist" und daran arbeiten müsse, "den nächsten großen Schritt" zu gehen. Nur das Talent aufblitzen zu lassen "nutzt nichts", so Heynckes.

12:45 Uhr

Corona-Maulkorb für die Klubs: DFL verschickt brisante Mail

Die Worte der Deutschen Fußball-Liga an die 36 Vereine der 1. und 2. Fußball-Bundesliga klingen sehr freundlich: "Wir empfehlen, von eigenen Verlautbarungen abzusehen." Dabei geht um die Veröffentlichung der Corona-Tests. Diese möchte die DFL mit dieser Mail vom Sonntagabend, die dem "Kicker" vorliegt, unterbinden. Stattdessen soll es "eine zentrale öffentliche Kommunikation" seitens des Ligaverbandes geben.

Nachdem also der 1. FC Köln seinen Spieler Birger Verstraete zurückgepfiffen hat, pfeift jetzt die DFL den 1. FC Köln (und die 35 anderen Vereine) zurück. Der Effzeh allerdings teilte heute Morgen dennoch mit, dass alle Tests vom Sonntag negativ waren. Wir beobachten mal, wie sich das entwickelt - und ob die angekündigte Transparenz, um mit Geisterspielen weiterzumachen, wirklich so heilig ist, wie viele Beteiligte es zu vermitteln versuchen.

11:48 Uhr

Beim 1. FC Köln gibt's Corona-Entwarnung

Beim 1. FC Köln ist kein weiterer Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilt, waren alle am Vortag durchgeführten neuerlichen Tests bei der Mannschaft sowie beim Trainer- und Betreuerstab negativ. Nach zuvor positiven Befunden bei zwei Profis und einem Betreuer waren Zweifel am Geisterspiele-Plan der Bundesliga zur Fortsetzung der Saison aufgekommen. Alle drei Infizierten befinden sich in Quarantäne. Am Montagnachmittag wird die Mannschaft von Cheftrainer Markus Gisdol wieder in Gruppen trainieren.

11:01 Uhr

Mit Babybauch in die 3. Liga? Wübbenhorst: "Das wäre cool"

Fußball-Trainerin Imke Wübbenhorst hat klare Ziele. "Mit dem Babybauch am Spielfeldrand der 3. Liga. Auf dem Sprung in die zweite. Das wäre cool", antwortete die Trainerin des Männer-Viertligisten Sportfreunde Lotte in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur auf die Frage, wo sie sich in drei Jahren sehe. Verbunden mit dem Wunsch: "Wenn das Normalität wäre, hätten wir es geschafft. Nur, weil ich schwanger wäre, wäre ich ja keine schlechtere Trainerin oder krank. Drei Wochen Auszeit, und ich wäre zurück." Wübbenhorst war am 17. April als Trainerin in Lotte vorgestellt worden. Wegen der Corona-Pandemie ruht der Spielbetrieb in der Regionalliga West derzeit, die Saison wird wohl abgebrochen.

10:26 Uhr

Nach Audi-Ausstieg: DTM bekommt keine klare Zusage von BMW

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2021 ist BMW nach jetzigem Stand allein in der DTM.

(Foto: imago images/Pakusch)

Nach dem Ausstieg von Audi hat BMW ein Bekenntnis zur Zukunft in der DTM vermieden. "Wir müssen abwarten, was sich wie entwickelt, da ist sehr viel im Fluss. Kurzfristig hat der bisherige Ansatz der DTM ein Problem, und wir müssen vielleicht querdenken. Es wird sicher erst mal eine Nachdenkpause und vielleicht eine Unterbrechung geben - aber die DTM hat in ihrer Geschichte ja schon einmal ausgesetzt und ist zurückgekommen", sagte BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich der "Süddeutschen Zeitung" im Interview.

Der 59-Jährige glaubt aber, "dass die Serie nach wie vor einen hohen Reiz und eine Zukunftsperspektive hat". Nach der überraschenden Ausstiegsankündigung von Audi zum Jahresende bleibt als Hersteller für 2021 derzeit nur BMW. Damit droht der DTM das Aus. Fröhlich sieht nun sich und DTM-Boss Gerhard Berger in der Pflicht. "Jetzt sind wir aber in der Situation, dass BMW in der DTM nicht alleine gegen sich selbst fahren kann. Gerhard Berger und ich müssen überlegen, wie es weitergeht. Wir haben sprichwörtlich keine Chance, jetzt schauen wir mal, ob wir sie nutzen können", sagte Fröhlich.

09:44 Uhr

"Taktisch motiviert": Werner-Absage beunruhigt FC Bayern nicht

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Noch läuft Werner für Leipzig auf.

(Foto: imago images/Sportimage)

Die Zukunft von Timo Werner bleibt auch nach seiner Absage an den FC Bayern weiter offen. Nach Informationen des "Kicker" steht trotz allem sogar weiterhin ein Transfer zum deutschen Rekordmeister im Raum, was auch daran liegt, dass die Personalie Leroy Sané weiterhin nicht geklärt ist. Dass Werner zuletzt sehr offensiv mit einem Wechsel ins Ausland kokettierte, scheint für die Verantwortlichen beim FC Bayern kein Hinderungsgrund zu sein, weiter über den Stürmer nachzudenken.

An der Säbener Straße herrscht laut dem Bericht ganz "unaufgeregt" die Meinung, dass solche Aussagen zu vernachlässigen seien und auch "taktisch motiviert" sein könnten. Geht es Werner also am Ende darum, in München um einen noch besseren Vertrag zu pokern? Oder hat der Nationalspieler tatsächlich bereits einen deutlichen Wink in Richtung FC Liverpool gesendet, der sein Interesse bereits hinterlegt hat?

08:46 Uhr

Jupp Heynckes würde demonstrieren gehen

Jupp Heynckes hat sich im Laufe seines Lebens zu einem politischen Menschen entwickelt und kann sich auch eine Teilnahme an einer Demonstration für das Klima vorstellen. "Das hat in mir geschlummert. Als Fußballer und Trainer hatte ich nicht den Kopf und die Zeit dafür; mittlerweile schon. Manchmal habe ich mir sogar gedacht, eigentlich müsste ich bei einer Klimademonstration mitmarschieren. Missstände und Ungerechtigkeit kann ich nicht ertragen", sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer in einem Interview des "Kicker". Heynckes wird am Samstag 75 Jahre alt. Heynckes findet zudem, die Menschen weltweit müssten ihre Lebensweise verändern. "Für die nächsten Generationen zeichnet sich eine fatale Klimasituation ab. Deshalb haben die jungen Leute vollkommen recht, wenn sie protestieren", sagte er.

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07:48 Uhr

Angst vor "Sky-Partys" - Gibt's alle Bundesliga-Spiele im Free-TV?

Das wäre ein echter Hammer: Nach Informationen der "Bild" ist die Politik bestrebt, im Falle einer Fortsetzung der Saison in der Bundesliga alle Partien im Free-TV zeigen zu lassen. Hintergrund soll die Angst vor sogenannten "Sky-Partys" sein, bei denen sich Fans ohne Pay-TV-Abo zusammenfinden könnten, um die Auftritte ihrer Mannschaften zu verfolgen. Sky hält die Rechte an den meisten noch ausstehenden Partien, die als Geisterspiele ausgetragen werden - sollten Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten bei ihren Beratungen am Mittwoch grünes Licht geben.

06:41 Uhr

VfL Gummersbach feiert "ganz besonderen Coup"

Zweitligist VfL Gummersbach hat für die kommende Saison überraschend den Isländer Gudjon Valur Sigurdsson als Trainer verpflichtet. Der 40-jährige Handball-Superstar hatte seine Karriere als Spieler erst vergangene Woche bei Paris Saint-Germain beendet. Mit Sigurdssons Verpflichtung sei Gummersbach "ein ganz besonderer Coup gelungen", schrieb der Verein. Mit Paris wurde Sigurdsson, der 2008 mit Islands Nationalteam in Peking Olympia-Silber gewann, nach dem Saisonabbruch wegen der Corona-Krise in diesem Jahr zum Meister erklärt. Titel holte er auch in seiner Heimat, in Spanien, Dänemark und Deutschland. Von 2005 bis 2008 trug Sigurdsson das Trikot des VfL und avancierte binnen kürzester Zeit zum Publikumsliebling und Leistungsträger.

06:02 Uhr

Uniteds Pogba nutzt Lockdown für Comeback-Pläne

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Paul Pogba möchte endlich wieder auf Fußballspielen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der seit Monaten verletzte französische Mittelfeldstar Paul Pogba von Manchester United strebt die Rückkehr auf den Fußballplatz an, falls die Saison in der englischen Premier League in den nächsten Wochen fortgesetzt werden sollte. "Ich bin lange raus gewesen, deshalb möchte ich einfach wieder Fußball spielen", sagte der Weltmeister den klubeigenen Medien. In der coronabedingten Zwangspause hält er sich weiter in den eigenen vier Wänden fit: "Es gibt immer einen Weg zu arbeiten. Man kann mit allem arbeiten, was man zu Hause hat, man kann immer noch Sit-ups und Liegestütze machen." Den 27-Jährigen plagen seit Herbst 2019 chronische  Sprunggelenksprobleme.