Montag, 12. Oktober 2020Der Sport-Tag

Heute mit Tobias Nordmann & Torben Siemer
21:26 Uhr

BVB verlängert mit wichtigem Entscheidungsträger

Lizenzspielerchef Sebastian Kehl bleibt dem Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund treu. Der designierte Nachfolger von Sportdirektor Michael Zorc verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2022. Das teilte der BVB mit. "Wir sind sehr zufrieden mit Sebastian und werden ihn ab sofort noch enger in alle sportlichen Entscheidungsprozesse einbeziehen", sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. Kehl leitet die Dortmunder Lizenzspielerabteilung seit der Saison 2018/19. "Das ist ein wichtiges, positives Signal für mich. Ich bin froh, dass unsere gemeinsame sportliche-strategische Ausrichtung bis 2022 nun steht", sagte Kehl. Zorc hatte seinen Vertrag zuletzt bis Juni 2022 verlängert. Danach soll für den Sportdirektor Schluss sein.

20:41 Uhr

100 Länderspiele? Für Kroos kein Grund zum Feiern

Toni Kroos will sich mit seinem 100. Länderspiel nicht lange aufhalten. "Mir ging es nie darum, eine bestimmte Anzahl von Länderspielen zu erreichen. Oder darum, jemanden einzuholen. Mir ging es immer darum, gute Länderspiele zu machen", sagte der 30 Jahre alte Nationalspieler vor seinem Jubiläum der "Bild"-Zeitung. Mit seinem Einsatz am Dienstag im Nations-League-Spiel gegen die Schweiz steigt Kroos als 15. deutscher Spieler in den Klub der Hunderter auf. "Es ist eine schöne Zahl, eine runde Zahl. Trotzdem werde ich mich damit nicht lange aufhalten. Denn im Kopf ist die Europameisterschaft", betonte der in Greifswald geborene Kroos. "Es geht darum, weiter erfolgreich zu sein."

20:04 Uhr

Klopp schreibt Brief an Elfjährigen

Trainer Jürgen Klopp vom englischen Fußballmeister FC Liverpool hat einem jungen Fan mit einem persönlichen Brief Mut gemacht. Der elf Jahre alte Grundschüler Lewis Balfe hatte dem Liverpool-Coach zuvor geschrieben, weil er Angst vor dem Wechsel auf eine weiterführende Schule habe. Vergangene Woche kam die Antwort von Klopp, die der begeisterte Schüler der Zeitung "Liverpool Echo" präsentierte.

"Hallo Lewis, kann ich dir zuerst ein Geheimnis verraten?", schrieb der Meistermacher laut Zeitung in seinem Brief. "Auch ich werde nervös. Um ganz ehrlich zu sein, würde ich mir Sorgen machen, wenn ich nicht nervös würde, denn wenn das passiert, kann ich die Energie in etwas Positives verwandeln. Der 53-Jährige empfahl dem jungen Liverpool-Fan, sich keine Sorgen darüber zu machen, dass schlechte Dinge passieren. Er habe als Trainer auch mehrere Endspiele verloren. "Das ist kein gutes Gefühl", gestand der Liverpool-Coach. Mit Unterstützung von Familie und Freunden habe er trotzdem weitergemacht und schließlich Erfolg gehabt. Klopp riet dem jungen Lewis deshalb: "Freu dich auf die großartige Zeit, die du haben wirst, wenn du aufwächst."

19:10 Uhr

Özil spielt keine Sekunde und kassiert Millionen-Prämie

2020/21 noch keine Sekunde in einem Pflichtspiel bestritten, für die Europa League nicht einmal nominiert und hinter vorgehaltener Hand sogar von den eigenen Mitspielern verspottet: Mesut Özil verkommt beim FC Arsenal immer mehr zu Persona non grata. Eine satte Millionen-Prämie seines Arbeitgebers dürfte dem 31-Jährigen dennoch ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Ende September soll Özil von den Gunners einen Loyalitätsbonus in Höhe von satten 8,8 Millionen Euro kassiert haben. Die Vereinbarung soll bei Özils Vertragsverlängerung im Januar 2018 getroffen worden sein. Das berichtet das seriöse Portal "The Athletic".

Damals gehörte Özil zu den absoluten Leistungsträgern und weltweit besten Spielern auf seiner Position im offensiven Mittelfeld. Arsenal sah in der Klausel eine Chance, dass Özil seinen neuen Dreieinhalbjahres-Kontrakt auch wirklich erfüllt. Wirklich angenehm ist die Situation des Ex-Schalkers in der englischen Hauptstadt derzeit allerdings nicht. "Sport Bild" berichtete unlängst, dass selbst die eigenen Mitspieler Özil inzwischen vorwerfen, in eine Art "Dauerurlaubsmodus" verfallen zu sein. Teammanager Mikel Arteta lässt Özil auf der Tribüne schmoren.

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18:30 Uhr

Deutsche Turn-Teams reisen nicht in die Türkei

Die deutschen Kunstturner verzichten erwartungsgemäß auf die Europameisterschaften im türkischen Mersin. Zu dieser abschließenden Entscheidung kam ein Gremium aus Verbandsärzten, Athletensprechern und Bundestrainern am Montag. Auch zur EM der Rhythmischen Sportgymnastik in Kiew wird der Deutsche Turner-Bund (DTB) keine Athleten entsenden. Sowohl Mersin als auch Kiew sind derzeit vom Auswärtigen Amt als Corona-Risikogebiet deklariert.

Der sportliche Wert der europäischen Titelkämpfe ist ohnehin stark gesunken, weil die Ergebnisse nicht wie ursprünglich geplant zur Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio gewertet werden. Ihre Tickets für den olympischen Mannschafts-Wettbewerb hatten die beiden deutschen Riegen schon bei den Weltmeisterschaften im Oktober vergangenen Jahres in Stuttgart gelöst.

17:39 Uhr

Red Bull plant außergewöhnliche Lösung für Motorproblem

Laut Helmut Marko will Red Bull sein Motorproblem nach dem Formel-1-Ausstieg des bisherigen Partners Honda zum Ende der Saison 2021 selbst lösen. "Sofern die Gespräche mit Honda positiv verlaufen, würden wir gerne die IP-Rechte und alles, was notwendig ist, übernehmen und dann in Milton Keynes alles selbst vorbereiten und einsetzen", sagte der Red-Bull-Motorsportberater bei Sport1. Voraussetzung sei allerdings, "dass spätestens im ersten Rennen 2022 die Motoren eingefroren werden. Denn eine Weiterentwicklung der Motoren können wir uns technisch und auch finanziell nicht leisten", erklärte der Österreicher.

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16:47 Uhr

Wechselpläne? Haaland-Post sorgt für Aufsehen

Gerüchte um ein Interesse von Real Madrid an Erling Haaland geistern bereits durch die Medien, seitdem sich der norwegische Sturm-Youngster im Januar 2020 für einen Wechsel zum BVB entschied. Ein Instagram-Post des 20-Jährigen befeuert die Gerüchte nun erneut und lässt die Herzen der Real-Fans höher schlagen. Nach dem klaren 4:0-Erfolg der Norweger gegen Rumänien im Rahmen der Nations League postete Dreifach-Torschütze Haaland ein Foto von sich und Real-Talent Martin Ödegaard, der zwei Treffer des Dortmunders vorbereitete.

Die an sich harmlose Momentaufnahme verbreitete sich rasant und befeuerte bei Anhängern von Real die Hoffnung, Haaland könne sich künftig für einen Wechsel zu den Königlichen erwärmen. "Welcome to Madrid", "Haaland, komm nach Madrid" oder "Künftig bei den Galaktischen vereint", lauteten Kommentare. Allzu schnell dürfte sich der Traum jedoch nicht erfüllen. Einen zeitnahen Abschied seines Klienten schloss Haalands Berater Mino Raiola gegenüber "Sky Italia" bereits Ende August aus. Im Sommer 2021 könnten die Karten allerdings neu gemischt werden.

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16:18 Uhr

Mit Maske auf dem Feld: "Absurdes" Profispiel in Spanien

Die Angst vor Corona hat zu einem Novum im Handball geführt: Erstmals trugen im Spiel der höchsten spanischen Liga zwischen Ademar Leon und Liberbank Cantabria (31:23) alle Spieler sowie die Schiedsrichter Masken. Die Grundlage hierfür war ein Beschluss der stark von der Pandemie betroffenen Region Kastilien und Leon, wonach bei Kontaktsportarten ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen sei.

"Das ist völlig absurd und ein schlechter Witz. Mir tun die beteiligten Spieler und Schiedsrichter leid. So kann man keinen Profisport treiben. Schon nach zwei Minuten hingen die Masken sonstwo. Für uns ist diese Art des Handballspielens natürlich keine Option", sagte dazu Frank Bohmann, Geschäftsführer der Handball-Bundesliga (HBL).

15:32 Uhr

DFB-Auswahl droht Ausfall von drei Spielern

Joachim Löw kann für das Nations-League-Spiel gegen die Schweiz wieder mit Timo Werner in der Startformation der deutschen Fußball-Nationalmannschaft planen. Der Angreifer des FC Chelsea, der beim 2:1 in Kiew gegen die Ukraine nach einer Erkrankung nur zu einem Kurzeinsatz gekommen war, sei wieder "im Vollbesitz der Kräfte", berichtete Löw vor dem Heimspiel an diesem Dienstag (20.45 Uhr im Liveticker bei ntv.de) in Köln. "Er steht zur Verfügung." Am Montag gab es vor dem Abschlusstraining aber auch noch einige "kleine Fragezeichen" beim Personal. Der Leipziger Lukas Klostermann musste wegen Knieproblemen untersucht werden. Sein Vereinskollege Marcel Halstenberg klagte über muskuläre Beschwerden im Bereich der Adduktoren. Und Julian Draxler habe Achillessehnenprobleme, wie Löw mitteilte.

15:05 Uhr

Zverev qualifiziert sich für Tennis-Jahresfinale

US-Open-Finalist Alexander Zverev hat sich zum vierten Mal nacheinander für die ATP Finals der besten acht Tennisprofis des Jahres qualifiziert. Wie die Profiorganisation mitteilte, hat der 23 Jahre alte Weltranglisten-Siebte nun wie der griechische Titelverteidiger Stefanos Tsitsipas die Teilnahme sicher. Die ATP Finals, die der Hamburger Zverev 2018 gewann, sollen vom 15. bis 22. November in London stattfinden.

Zuvor waren bereits der serbische Australian-Open-Sieger Novak Djokovic, der spanische Weltranglisten-Zweite Rafael Nadal, US-Open-Sieger Dominic Thiem aus Österreich und der russische Profi Daniil Medwedew qualifiziert. Nadal hatte seinen Start allerdings aufgrund der Coronavirus-Krise nach seinem French-Open-Sieg zunächst offen gelassen.

14:17 Uhr

Voss-Tecklenburg nominiert Länderspiel-Kader

Nicole Anyomi steht erstmals im Länderspiel-Aufgebot der deutschen Frauenfußball-Nationalmannschaft. Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg nominierte die 20-jährige Essenerin für die Partie gegen England am 27. Oktober (16.00 Uhr/ARD) in Wiesbaden. Zum 24 Spielerinnen umfassenden Kader gehört nach längerer Verletzungspause Klara Bühl (FC Bayern München). Zudem kehrt nach längerer Abwesenheit auch Lena Petermann (HSC Montpellier) in die Nationalmannschaft zurück.

Zahlreiche Nationalspielerinnen stehen der Bundestrainerin dagegen verletzungsbedingt nicht zur Verfügung: Giulia Gwinn, Kristin Demann (beide FC Bayern München), Sara Doorsoun, Pauline Bremer (beide VfL Wolfsburg), Isabella Hartig (TSG Hoffenheim) und Turid Knaak (Atletico Madrid) fallen aus. Offen ist noch, ob Alexandra Popp (VfL Wolfsburg) teilnehmen kann. Die Kapitänin hatte sich am Sonntag im Bundesliga-Spiel in Freiburg am Fuß verletzt und musste vom Platz getragen werden. Bis zur endgültigen Diagnose und Abstimmung der weiteren Vorgehensweise wurde Popp jedoch ins Aufgebot genommen.

13:41 Uhr

"Schlimme Sachen": Werder-Verteidiger gibt Erfahrungen weiter

Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie von Werder Bremen ist in seinem Leben immer wieder rassistisch beleidigt worden. "Wissen Sie, ich war schon als kleines Kind in der Schule oder bei meinen Vereinen der einzige Dunkelhäutige. Man gewöhnt sich daran und merkt es fast nicht mehr", sagte der Tscheche im Gespräch mit Spox und Goal. Gebre Selassie musste sich "über die Jahre einige schlimme Sachen anhören. Man lernt jedoch, dass man nicht so empfindlich sein darf - leider", sagte der 33-Jährige: "Schon in der Jugend haben sich manche Gegenspieler oder Eltern in dieser Hinsicht nicht vorbildlich verhalten. Später in den unterklassigen Ligen, wo die Zuschauer nah am Spielfeld standen, ging es so weiter. Es ist leider wie es ist, solche Menschen wird es bedauerlicherweise immer geben."

13:04 Uhr

Dynamo Moskau vor Verpflichtung von Ex-Bundesliga-Coach

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Ab nach Moskau?

(Foto: imago images/Thomas Frey)

Der frühere Mainz-Trainer Sandro Schwarz steht nach einem Bericht der russischen Zeitung "Sport-Express" vor einem Engagement beim russischen Fußball-Erstligisten Dynamo Moskau. Dem Bericht zufolge soll der 41-Jährige einen Vertrag bis 2022 erhalten. Schwarz, der im November 2019 beim Bundesligisten Mainz 05 freigestellt wurde, werde voraussichtlich Ende der Woche nach Russland kommen. Der Kontakt zu Schwarz ist nach den Medienberichten über den Dynamo-Sportdirektor Zeljko Buvac zustande gekommen. Er spielte von 1992 bis 1995 für die 05er und war dort von 2001 bis 2008 Assistent des ehemaligen Mainzer Coaches Jürgen Klopp gewesen, mit dem er auch bei Borussia Dortmund und dem FC Liverpool zusammenarbeitete. Buvac ist seit Januar Manager des elfmaligen Landesmeisters, der sich erst vor kurzem von Trainer Kirill Novikow getrennt hatte.

12:37 Uhr

Bald wird er 16: BVB meldet Moukoko für die Champions League

Borussia Dortmunds Sturmtalent Youssoufa Moukoko könnte in dieser Saison der jüngste Spieler in der Geschichte der Champions League werden. "Wir werden ihn über die B-Liste anmelden", sagte Michael Zorc der "Bild"-Zeitung. Im ersten BVB-Aufgebot hatte Moukoko gefehlt. Beim Dortmunder Gruppenspiel gegen den FC Brügge am 24. November wird Moukoko 16 Jahre und vier Tage alt sein. Jüngster Spieler der Königsklasse ist seit 1994 der Nigerianer Celestine Babayaro (RSC Anderlecht, 16 Jahre und 86 Tage). Laut Uefa-Reglement darf ein 16-Jähriger auf der Liste B geführt werden, sofern er seit mindestens zwei Jahren für den Klub spielberechtigt ist.

12:12 Uhr

Die Schlagzeilen des Vormittags

11:38 Uhr

Für ter Stegen gibt es offenbar zwei gute Nachrichten

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Es kommen offenbar wieder bessere Zeiten.

(Foto: Peter Schatz / Pool)

Marc-Andre ter Stegen vom FC Barcelona steht laut übereinstimmenden Medienberichten am 24. Oktober ausgerechnet im Clasico in La Liga gegen Real Madrid vor seinem Comeback. Es wird außerdem darüber spekuliert, dass ter Stegen seinen Vertrag bei Barca an diesem Tag bis 30. Juni 2025 verlängern wird. Am 28. Oktober steht das Champions-League-Duell bei Juventus Turin auf dem Programm. Barcelona-Coach Ronald Koeman braucht in diesen wichtigen Spielen unbedingt den deutschen Keeper. Der Ex-Gladbacher hatte sich am 18. August, vier Tage nach dem 2:8-Debakel in der Champions League gegen Bayern München bei der Finalrunde in Lissabon, einem Eingriff an der Patellasehne im rechten Knie unterziehen müssen. Ter Stegen bestritt in der vergangenen Saison 46 Pflichtspiele für Barcelona und wies dabei 15 Partien ohne Gegentor auf.

11:01 Uhr

Verona bestätigt: Auch Günter mit Corona infiziert

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Koray Günter befindet sich in Quarantäne.

(Foto: imago images/Christian Schroedter)

Der Deutsch-Türke Koray Günter vom italienischen Fußball-Erstligisten Hellas Verona hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Der 26 Jahre alte Abwehrspieler, ehemaliger Junioren-Nationalspieler des Deutschen Fußball-Bundes, befindet sich in Heimquarantäne. Positiv getestet wurde auch Günters tschechischer Teamkollege Antonin Barak. Der 25-Jährige konnte nicht zum Nations-League-Spiel nach Israel reisen. In Italien steigen inzwischen die Infektionszahlen wieder an. In den vergangenen Tagen wurden wiederholt deutlich über 5000 Neuinfizierte gezählt.

10:33 Uhr

"In Hälfte des Rennens ist mir der Nacken eingebrochen"

Formel-1-Aushilfe Nico Hülkenberg legt auf dem Nürburgring einen starken Auftritt hin. Von ganz Hinten rollt der Racing-Point-Pilot das Feld auf und fährt am Ende vier Punkte ein. Im Interview spricht der Fahrer des Tages über körperliche Probleme beim Rennen und seinen persönlichen Ausblick.

09:52 Uhr

"Nach der EM" - Thon fordert, dass Löw als Bundestrainer aufhört

Olaf Thon hat einen Abschied von Bundestrainer Joachim Löw gefordert. "Nach dem nächsten Turnier, nach der EM im kommenden Jahr, muss Jogi Löw seinen Posten räumen. Es muss ein neuer Bundestrainer her", schrieb Thon in einer "Kicker"-Kolumne. Löw habe das DFB-Team zwar "in den letzten Jahren exzellent angeleitet, er hätte aber eigentlich schon nach der Enttäuschung 2018 Platz machen müssen." Dass Löw wenige Monate nach dem Vorrunden-Aus in Russland Mats Hummels und Jérôme Boateng ausgebootet habe, könne man zwar noch nachvollziehen, so Thon. "Aber viele personelle Entscheidungen sind unverständlich, und insgesamt stelle ich fest, dass der Mannschaft oft das Sieger-Gen fehlt, dieser unbedingte Wille, einen Vorsprung ins Ziel zu bringen." Das gelte nicht für die Spieler des FC Bayern. "Auch deshalb hätte Löw weiter auf Thomas Müller bauen müssen. Für mich ist es ein Fehler, einen so wichtigen und vielseitigen Spieler aus fragwürdigen Gründen nicht mehr zu nominieren."

09:00 Uhr

Was hat Jürgen Klinsmann am Wochenende eigentlich gemacht?

... nun, Jürgen Klinsmann hat die Weltmeisterschaft 1990 nochmal tüchtig aufleben lassen (Anmerk. d. Red.: Wir hinterfragen an dieser Stelle die Corona-Konformität des Fotos). Die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes um Kapitän Lothar Matthäus, Teamchef Franz Beckenbauer und den Titel-Torschützen Andreas Brehme dachte dieser Tage in der Toskana an den Triumph von Rom zurück.

"Wir waren ein perfektes Team, mit vielen Charakterköpfen, die sich alle dem Teamgeist untergeordnet haben", sagte Matthäus. 15 der 22 Weltmeister von 1990 waren dabei. Die deutsche Mannschaft hatte am 8. Juli 1990 das Endspiel in Rom gegen Argentinien mit 1:0 gewonnen.

 

07:55 Uhr

Flick nur zweite Wahl? FC Bayern wollte Wenger holen

Arsène Wenger hat zugegeben, im vergangenen Herbst Gespräche mit dem FC Bayern geführt zu haben. "Ja, ich habe mit Karl-Heinz Rummenigge gesprochen", gab er gegenüber der "Bild" zu Protokoll: "Er hat mich gefragt, ob ich helfen könne." Damals hatte sich der Rekordmeister von Cheftrainer Niko Kovac getrennt, Wenger wurde daraufhin auch in den Medien als heißer Anwärter auf den Posten gehandelt. Letztlich übernahm jedoch Hansi Flick das Ruder, "die richtige Wahl", so Wenger selbst: "Er hat viele sehr gute Entscheidungen getroffen, und seine Mannschaft hat sehr, sehr gut gespielt. Sie sind das beste Team in Europa." Der FC Bayern habe zudem davon profitiert, dass Mannschaften wie Real Madrid und Barcelona "nicht mehr so gut wie zuvor" seien. Die Flick-Truppe habe letztlich aber "in einer sehr überzeugenden Art und Weise" die Titel gewonnen.

07:09 Uhr

Vettel würdigt Formel-1-Rekordjäger Hamilton

Nach der Einstellung des Formel-1-Siegrekords durch Lewis Hamilton hat Sebastian Vettel seine hohe Wertschätzung für den Mercedes-Piloten ausgedrückt. Der Engländer feierte auf dem Nürburgring seinen 91. Grand-Prix-Erfolg und zog mit Michael Schumacher gleich. "Es war für mich eine Zahl, von der ich immer dachte, dass sie nie eingestellt oder sogar übertroffen wird. Wir können ziemlich sicher sein, dass er sie übertreffen wird", befand Ferrari-Pilot Vettel. "Ich kann seine Anstrengungen nicht genug respektieren." Beim nächsten Rennen im portugiesischen Portimao in zwei Wochen kann Hamilton alleiniger Rekordmann werden. "Michael wird aber immer mein Held bleiben. Michael hatte etwas an sich, was ich zuvor bei keinem anderen Fahrer gesehen hatte", sagte Vettel.

06:37 Uhr

Götze schickt einen emotionalen Abschiedsgruß zum BVB

Mario Götze hat Borussia Dortmund zum Ablauf der vergangenen Spielzeit verlassen, nachdem man sich nicht auf eine Verlängerung einigen konnten. Von den BVB-Fans verabschiedete sich der 28-Jährige nun mit einem Video - und startete sogleich sein neues Kapitel in den Niederlanden. In einem Clip, den Götze über die sozialen Netzwerke mit seinen Fans teilte, blickte er auf Höhepunkte der vergangenen Jahre im Trikot der Schwarz-Gelben zurück. "Ich wollte mich von meinem Jugendklub und seinen Fans verabschieden. Ich war stets stolz, das Trikot des BVB tragen zu dürfen", so Götze bei Twitter. "Ich wünsche allen im Verein eine erfolgreiche Saison." An die Szenen aus seiner Zeit in Dortmund folgen im Video des Weltmeisters von 2014 schließlich die ersten Eindrücke bei seinem neuen Verein, PSV Eindhoven. Dort unterzeichnete Götze am vergangenen Dienstag einen Zweijahresvertrag.

05:56 Uhr

Nach 693 Tagen und 17 OP's: Smith feiert Comeback nach Horrorstory

Quarterback Alex Smith hat 693 Tage nach seiner Horrorverletzung sein Comeback für das Washington Football Team in der NFL gegeben. Bei der 10:30-Niederlage gegen die Los Angeles Rams wurde der 36-Jährige im zweiten Viertel für den verletzten Kyle Allen eingewechselt. Neun seiner 17 Pässe brachte er an seine Mitspieler. Im November 2018 hatte Smith, Nummer-eins-Pick im Draft 2005, beim Spiel gegen die Houston Texans mehrere Frakturen im Schien- und Wadenbein erlitten - im Nachgang traten schwere Komplikationen auf. Smith musste zeitweise um sein Leben bangen und wurde 17-mal operiert. ESPN widmete Smiths Weg zurück in die NFL gar eine Doku mit dem Titel "Project 11". Super-Bowl-Champion Kansas City Chiefs um Star-Quarterback Patrick Mahomes kassierte unterdessen im fünften Spiel die erste Niederlage der Saison. Die Chiefs unterlagen den Las Vegas Raiders mit 32:40. Mahomes spielte weit unter seinen Möglichkeiten, nur 22 von 43 Pässen kamen an.