Montag, 16. März 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
22:25 Uhr

Shkodran Mustafi (er)findet perfekte Motivation fürs Heimtraining

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Shkodran Mustafi hat keine Motivationsprobleme beim Training in der häuslichen Abgeschiedenheit. "Meine tägliche Trainingsmotivation - Harte Arbeit wird mit Schokoladeneis bezahlt", schrieb der deutsche Fußball-Weltmeister von 2014 auf seiner Instagram-Seite. Das Eis bekommt der 27-Jährige, der auf dem Ergometer was für seine Kondition tut, von seiner kleinen Tochter Noemi. Sie sitzt, gestützt von ihrem Vater, Mustafi direkt gegenüber auf dem Lenker - und hat sichtlich Spaß, ihrem Papa das Eis zu geben. Zudem verbringt der Abwehrspieler des englischen Premier-League-Klubs FC Arsenal in London viel Zeit mit seinen beiden Kindern, neben seiner Tochter haben Mustafi und seine Frau Vjosa Kaba noch Söhnchen Amar. Ihnen zeigte Mustafi im Zuge der #StayAtHome-Challenge in der Küche auch seine Jonglier-Künste mit dem Fußball - während er sich dabei die Hände wusch.

21:54 Uhr

Podolski muss noch in der Liga Fußball spielen

Social Distancing? Ja, aber nicht für Fußballer. Zumindest in der Türkei: Lukas Podolski hat mit Antalyaspor in der türkischen Süper Lig den Abstand zu den Abstiegsplätzen weiter vergrößert. Vor leeren Rängen besiegte das Team des 34-Jährigen, der in der 62. Minute verwarnt wurde, den Tabellenvierten Sivasspor 1:0 (1:0) und kletterte nach dem achten Ligaspiel hintereinander ohne Niederlage auf den elften Tabellenplatz.

Die Türkei ist eines der wenigen Länder, in denen ungeachtet der Ausbreitung des Coronavirus noch auf höchster Ebene Fußball gespielt wird.

21:16 Uhr

"Profivereine sind nicht die wichtigste Aufgabe"

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat Fußball-Stars dazu aufgerufen, auf Millionen zu verzichten, um ihren Vereinen in der Corona-Krise zu helfen. Denn er sieht dies derzeit nicht als zentrale Aufgabe der Politik an. "Ganz ehrlich: Es ist nicht die wichtigste und vordringlichste Aufgabe jetzt, dafür zu sorgen, dass die Profivereine wirtschaftlich überleben können", sagte Söder der "Bild"-Zeitung. Wichtiger sei nun die Sicherstellung der medizinischen Versorgung.

Söder sagte stattdessen, er fände es in Ordnung, wenn viele derjenigen Spieler, "die ganz große Gehälter bekommen", ihren Arbeitgebern gegenüber nun etwas zurückhaltender wären. Hier würden jedes Jahr Millionen verdient. Und um die Phase jetzt zu überbrücken, sei Solidarität nicht nur von den Vereinen, sondern auch von den Spielern gefragt - die lebten schließlich von den Vereinen.

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20:42 Uhr

3. Liga setzt weitere fünf Spieltage ab

In der 3. Liga ruht wegen der Coronavirus-Krise vorerst bis zum 30. April der Ball. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach einer Videokonferenz mit Vereinsvertretern der 20 Drittligisten bekannt. "Der festgelegte Zeitraum orientiert sich an den aktuell vorliegenden behördlichen Anordnungen", hieß es in einer Mitteilung. Betroffen sind die Spieltage 30 bis 35, sollte die behördliche Verfügungslage nicht doch eine frühere Austragung zulassen. Ziel der Drittligisten bleibt es, die Saison zu Ende zu spielen. Sofern dies "aus gesundheitlicher und behördlicher Sicht vertretbar ist", hieß es. Am vergangenen Mittwoch hatten sich die Klubs bereits darauf geeinigt, dass die zuletzt verschobenen Spieltage 28 und 29 frühestens Anfang Mai nachgeholt werden könnten.

20:20 Uhr

Auch dem FC Schalke 04 droht eine existenzielle Krise

Schalkes Vorstandsmitglied Alexander Jobst hat eindringlich vor den möglichen wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie gewarnt. "Wir alle sind uns in diesen Tagen der gesundheitlichen Bedrohung für das ganze Land bewusst. Absolute Priorität hat die Gesundheit der Bevölkerung! Die Auswirkungen der aktuellen Situation zeigen aber auch, dass es um die Existenz des FC Schalke 04 und der Klubs der 1. und 2. Bundesliga geht", teilte der für Marketing und Kommunikation zuständige Vorstand des Fußball-Bundesligisten mit.

Erst in der Woche ab dem 30. März will die Deutsche Fußball Liga in Absprache mit den Klubs entscheiden, ob und in welcher Form der Spielbetrieb wieder aufgenommen kann. Jobst äußerte Verständnis für den Wunsch der Fans, Bundesligaspiele im Stadion zu verfolgen, ließ aber auch klar durchblicken, dass er bestenfalls noch mit Geisterspielen rechnet: "Es muss in allererster Linie unser Bestreben sein, die noch ausstehenden Spiele überhaupt austragen und die Saison zu Ende führen zu können - aller Voraussicht nach ohne Zuschauer. Medien- und Sponsoreneinnahmen sind für den FC Schalke 04 und die Profiklubs existenziell", sagte der 46 Jahre alte Ökonom.

19:56 Uhr

Eigentlich hat Honda schon auf allen Kontinenten getroffen, aber ...

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(Foto: imago images/Kyodo News)

Asien, Europa, Nordamerika, Australien - und jetzt auch Südamerika: Der frühere japanische Nationalspieler Keisuke Honda hat als erster Fußball-Profi Tore auf fünf Kontinenten erzielt. Der 33-Jährige traf beim Debüt für seinen neuen Klub Botafogo FR gegen Bangu AC (1:1) in der Regionalmeisterschaft von Rio de Janeiro per Foulelfmeter zur Führung (28.). Den Anfang nahm seine außergewöhnliche Serie zu Hause in Japan bei Nagoya Grampus Eight. Später war der Mittelfeldspieler in Europa für VVV-Venlo, ZSKA Moskau und AC Mailand erfolgreich. In Nord- bzw. Mittelamerika traf er für den mexikanischen Klub CF Pachuca, in Australien für Melbourne Victory. Bei einem Intermezzo zuletzt bei Vitesse Arnheim blieb Honda ohne Tor, in Brasilien kam jetzt der fünfte Kontinent dazu.

Einzig ein Treffer für einen afrikanischen Klub fehlt dem 98-maligen Nationalspieler (37 Tore). Auf dem Kontinent war er allerdings schon erfolgreich: Bei der WM 2010 in Südafrika traf Honda für Japan gegen Kamerun und Dänemark.

19:22 Uhr

... dann "müssen 50 Prozent der Vereine in die Insolvenz"

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RWO-Präsident Sommers befürchtet, dass viele Vereine die Pause nicht überstehen.

(Foto: imago images / MaBoSport)

Der Präsident vom Fußball-Viertligisten Rot-Weiß Oberhausen, Hajo Sommers, rechnet mit schwerwiegenden Folgen aufgrund der Coronavirus-Krise. Sollte sich die Situation bis weit in den April fortsetzen, seien etliche unterklassige Klubs in ihrer Existenz bedroht - auch RWO. "Ich weiß wirklich nicht, ob es für uns reicht", sagte Sommers den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wenn sich das bis Ende April fortsetzt, müssen 50 Prozent der West-Vereine in der Regionalliga in die Insolvenz gehen", sagte der 61-Jährige und fügte hinzu: "Ein Verein in der dritten Liga oder der Regionalliga kann ohne Zuschauer-Einnahmen nicht überleben. Es ist ein Hohn, wenn gesagt wird, dass Fernsehgelder in der Dritten das auffangen würden." Problematisch sei zudem die Planung für die kommende Saison: "Jetzt müssten wir anfangen, Sponsoren für die nächste Spielzeit einzusammeln. Wir bräuchten Zusagen. Die bekommen wir aber nicht, weil unsere Sponsoren die gleichen Sorgen haben wie wir."

07:06 Uhr

US-Sport verlängert seine Pause deutlich

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Basketball-Star Rudy Gobert ist selbst erkrankt.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Der US-Sport wird wegen der Coronavirus-Krise wohl viel länger ruhen müssen als von den großen Ligen zunächst erhofft. Die US-Gesundheitsbehörde CDC empfahl am Sonntag (Ortszeit), in den kommenden acht Wochen im ganzen Land Veranstaltungen mit 50 Personen und mehr zu verschieben oder abzusagen. Das überschreitet die angepeilten Pausen in der NHL (Eishockey) und der MLS (Fußball) deutlich. Die Basketball-Profiliga NBA hatte in ihrer offiziellen Mitteilung von einer Pause auf unbestimmte Zeit gesprochen. Auch der zunächst nur um zwei Wochen verschobene Saisonstart in der Baseball-Liga MLB wird unter diesen Umständen nicht zu halten sein. Dass sich die NBA auf eine längere Pause einrichtet, war im Laufe des Tages an einer neuen Mitteilung an die Teams abzulesen, über die mehrere US-Medien berichteten. Demnach dürfen Spieler nun aus den Städten ihrer Teams abreisen und müssen nicht länger vor Ort bleiben.

18:19 Uhr

Ferrari hat ein Problem, das Mercedes (noch) nicht hat

Im Gegensatz zu Sebastian Vettels Ferrari-Team arbeiten die Formel-1-Rennställe von Mercedes und Red Bull auch in der Coronavirus-Krise in ihren Fabriken weiter. Im englischen Brackley und Brixworth planen die Ingenieure weiterhin Verbesserungen für den Silberpfeil des Weltmeisters Lewis Hamilton, wie ein Sprecher mitteilte. In beiden Fabriken habe sich noch kein Mitarbeiter infiziert. Die Teammitglieder, die nach dem abgesagten Formel-1-Saisonauftakt aus Australien zurückkehren, begeben sich in eine 14-tägige Quarantäne.

Auch Red Bull arbeitet weiter. "In England können wir aktuell noch weiterarbeiten. Ich gehe davon aus, dass alle in England ansässigen Teams außer McLaren weiter Vollgas geben", sagte Helmut Marko, Motorsportberater des Brauserennstalls, Autobild Motorsport: "Wir arbeiten jedenfalls auf Hochtouren." Ferrari hat hingegen wegen der Coronakrise seine Fabrik in Maranello geschlossen. Wie der Traditionsrennstall mitteilte, gilt diese Vorsichtsmaßnahme vorläufig bis einschließlich 27. März.

17:52 Uhr

Bundesliga-Klubs fehlt die passende Versicherung

Die Klubs der Bundesliga und 2. Liga sind nicht gegen ausbleibende Einnahmen aus Ticketverkäufen oder TV-Rechten aufgrund der Spielabsagen in der Coronavirus-Krise versichert. "Unser Versicherungsschutz deckt eine Pandemie nicht ab. Ich kenne auch keine Profiliga, in der das der Fall wäre", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert in Frankfurt/Main. Die Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) hatte zuvor beschlossen, dass in der Bundesliga und der 2. Liga bis mindestens 2. April wegen der Ausbreitung des Coronavirus nicht gespielt wird.

Zwar hätten die Klubs 2018 eine sogenannte Spielausfallversicherung abgeschlossen, wie Seifert weiter sagte. Damit seien bei Spielausfällen "Kosten der Heimmannschaft" und "Aufwände der Gastmannschaft" versichert, aber Seifert betonte: "Damit sind nicht Zuschauereinnahmen versichert, das haben damals auch die Klubs beschlossen. "Wäre vor einigen Jahren eine solche Versicherung zur Abstimmung gestanden, "wären wir wahrscheinlich alle vor der Situation zurückgeschreckt, weil uns die Versicherungsprämien abgeschreckt hätten", sagte der 50-Jährige

17:08 Uhr

BVB arbeitet an Verpflichtung von PSG-Profi

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Mit PSG warf Meunier den BVB aus der Champions League.

(Foto: imago images/Kirchner-Media)

Borussia Dortmund droht eine Lücke auf der rechten Seite. Lukasz Pisczczek ist zwar Dauerbrenner beim BVB, aber sein auslaufender Vertrag ist bislang nicht verlängert worden. Und Real-Leihgabe Achraf Hakimi muss offenbar nach Ende der Saison zurück nach Madrid. Deshalb bemüht sich Dortmund offenbar intensiv um Thomas Meunier von Paris St. Germain. Was den 28-jährigen Belgier auszeichnet, haben die Kollegen von sport.de aufgeschrieben.

16:20 Uhr

Russland hat eine Idee für die Fußball-EM

Vor einer möglichen Verschiebung der Fußball-Europameisterschaft 2020 wegen des Coronavirus hat sich Russland als Ersatz-Gastgeber ins Gespräch gebracht. "Wir sind für einen Schulterschluss bereit", sagte der Chef des Organisationskomitees für die EM 2020 in St. Petersburg, Alexej Sorokin, russischen Sportmedien zufolge. "Wir müssen zunächst aber darüber diskutieren, wie das Format aussehen könnte und wie viele Spiele stattfinden könnten."

Die endgültige Entscheidung werde die Europäische Fußball-Union treffen, meinte Sorokin. "Es besteht einfach die Bereitschaft Russlands, in der schwierigen Situation zu helfen, in der sich die Organisatoren womöglich befinden." Ähnlich hatte sich zuvor Vize-Regierungschef Dmitri Tschernyschenko geäußert. In Russland gibt es nach offizieller Darstellung im Vergleich zu anderen Ländern vergleichsweise wenige Corona-Fälle. Die Uefa will am Dienstag über die Verlegung der EM 2020 entscheiden. Die Ausrichtung in zwölf Ländern im Sommer (12. Juni bis 12. Juli) erscheint aufgrund der Coronavirus-Pandemie illusorisch, in St. Petersburg waren vier Spiele geplant.

15:28 Uhr

Bolsonaro findet Sport-Absagen "hysterisch"

Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro hat Absagen im Sport wegen der Coronavirus-Pandemie als "Hysterie" bezeichnet. "Wenn Sie Fußball und andere Dinge verbieten, geraten Sie in Hysterie. Dieses und jenes zu verbieten, wird die Ausbreitung nicht eindämmen", sagte der Staatschef bei CNN Brasil und betonte: "Wir müssen handeln, das Virus kann zu einem ernsten Problem werden. Aber die Wirtschaft muss funktionieren, denn wir dürfen keine Welle der Arbeitslosigkeit haben." Der südamerikanische Verband Conmebol hatte zuletzt die anstehenden Spiele der Copa Libertadores verschoben. Auch die Partien der WM-Qualifikation in Südamerika, die für den 26., 27. und 31. März terminiert waren, sind abgesagt. Bolsonaros Kommunikationssekretär Fábio Wajngarten, der bei einer Reise in die Vereinigten Staaten auch US-Präsident Donald Trump getroffen hatte, war positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin machte Bolsonaro ebenfalls einen Test, von dem er sagte, er sei negativ gewesen sei.

14:29 Uhr

Fußball-Profis protestieren gegen Spielzwang

Trotz Corona-Pandemie rollte am Wochenende der Ball in Brasiliens Bundesland-Meisterschaften. Größenteils ohne Zuschauer, aber mit Spielern. Und diese demonstrierten ihren Unmut über die Inkonsequenz der Verbände in einer einmaligen Aktion. So lief in Porto Alegre Topklub Gremio aus Protest mit Schutzmasken ein, in Rio de Janeiro betraten die Profis der Traditionsvereine Botafogo und Vasco da Gama mit Atemschutz den Rasen. Gespielt wurde trotzdem.

Immerhin setzte Minas Gerais als erster von 27 Regionalverbänden die laufende Meisterschaft vorübergehend aus - aber erst nach den Spielen am Sonntag. Die übergeordnete CBF stellt den Spielbetrieb ihrer Wettbewerbe nun ab dieser Woche ein.

13:21 Uhr

Neues Dopingverfahren gegen Skandalboxer Fury?

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(Foto: REUTERS)

Die britische Doping-Agentur UKAD wird sich mit den neuen Vorwürfen gegen Box-Weltmeister Tyson Fury befassen. "Wir setzen uns immer mit potenziellen Beweisen in Bezug auf Dopingvergehen auseinander und werden eine Untersuchung beginnen, wenn das notwendig ist", teilte UKAD am Montag mit. Die Organisation rief zudem dazu auf, sich mit Informationen an sie zu wenden. Die "Mail on Sunday" hatte berichtet, dass Fury und sein Cousin Hughie im Jahr 2015 einem Bauern Geld für eine entlastende Aussage geboten haben sollen. Beide Furys waren damals positiv auf das Steroid Nandrolon getestet worden, hatten das jedoch auf den Verzehr von unkastriertem Schwarzwild geschoben. Ein Bauer sollte gegen Zahlung von umgerechnet 27.500 Euro aussagen, die Boxer mit dem Fleisch beliefert zu haben. Da er das Geld nie erhalten hat, ging er mit der Geschichte an die Öffentlichkeit. Fury-Promoter Frank Warren wies die Vorwürfe zurück. Sein Schützling war 2017 rückwirkend für zwei Jahre gesperrt worden.

12:26 Uhr

DFL-Sitzung hat begonnen - und es gibt viel Arbeit

Mit DFB-Präsident Fritz Keller als Gast hat am Montagmittag die Krisensitzung der Deutschen Fußball Liga zu den Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die Bundesligen begonnen. Beim Treffen in einem Frankfurter Flughafen-Hotel beraten die Vertreter der 36 Profivereine über den weiteren Verlauf der momentan bis zum 2. April unterbrochenen Saison. Neben dem DFL-Präsidium mit Geschäftsführer Christian Seifert an der Spitze und DFB-Boss Keller ist auch der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes, Friedrich Curtius, bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung dabei. Bei der Zusammenkunft geht es grundsätzlich um die unmittelbare Zukunft des Profifußballs. Zahlreiche Maßnahmen wurden vorab diskutiert. Dabei geht es um terminliche, sportliche und finanzielle Aspekte.

Eintracht Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic sprach sich in einem Gastbeitrag beim "Kicker" dagegen aus, die Saison ohne Zuschauer zu Ende zu spielen. "In einer solchen Situation kann man keine Geisterspiele durchführen", schrieb Bobic. "Fakt ist: Sportler wollen Sport treiben. Wir wollen alle unsere Ligen zu Ende spielen. Wir alle aber sind auch Menschen mit Gefühlen, mit Sorgen um unsere Familien. Dass sich in einer solchen Situation junge Menschen nicht auf Sport konzentrieren können, muss jedem klar sein." Andere Bosse wie Hans-Joachim Watzke von Borussia Dortmund oder Bayerns Karl-Heinz Rummenigge hatten vor der Sitzung unter anderem auf die große finanzielle Bedeutung und sonst ausbleibende TV-Gelder nach dem 26. Spieltag hingewiesen. Dies könne kleinere und mittlere Vereine in finanzielle Nöte bringen.

11:13 Uhr

Absage per Rundruf: RBs Mitgliederservice begeistert

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"Mintzlaff hier!"

(Foto: imago/Horstmüller)

Die grassierende Coronavirus-Krise hat bei Fußball-Bundesligist RB Leipzig zu weiteren Einschnitten geführt. So musste der Klub die für den vergangenen Samstag geplante Mitgliederversammlung kurzfristig absagen. Das berichtet die "Bild"-Zeitung heute. Der Service des Herbstmeisters war dabei vorbildhaft: Klub-Boss Oliver Mintzlaff soll dem Bericht nach einen Großteil der Mitglieder sogar selbst angerufen haben. Können Sie sich vorstellen, dass Karl-Heinz Rummenigge im selben Falle bei den Bayern-Mitgliedern durchklingeln würde? Gut, RB hat aktuell allerdings auch nur handverlesene 19 Mitglieder, der FC Bayern als mitgliederstärkster Verein der Welt knapp 300.000.

10:28 Uhr

Japaner zweifeln immer stärker an Olympia

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Die Olympischen Spiele 2020 drohen ins Wasser zu fallen.

(Foto: dpa)

Angesichts der Corona-Pandemie wachsen auch im Gastgeberland Japan Zweifel an den Olympischen und Paralympischen Spielen 2020 in Tokio. Einer Umfrage der japanischen Nachrichtenagentur Kyodo zufolge glauben 69,9 Prozent der Befragten nicht, dass die Großevents wie geplant stattfinden werden. Die japanische Regierung, die Organisatoren und auch das Internationale Olympische Komitee (IOC) hatten zuletzt mehrfach betont, die Vorbereitungen regulär fortsetzen zu wollen.

Die Olympischen Spiele sind vom 24. Juli bis 9. August terminiert, die Paralympics sind für den 25. August bis 6. September angesetzt. Zuletzt hatte IOC-Präsident Thomas Bach in den ARD-Tagesthemen versichert, man arbeite mit vollem Engagement "auf den Erfolg der Olympischen Spiele mit der Eröffnungsfeier am 24. Juli hin". Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP soll es am Dienstag eine Telefonkonferenz mit den internationalen Fachverbänden geben.

09:39 Uhr

Fans gegen Geisterspiele, Profis sollen auf Geld verzichten

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Auf Geisterspiele hat eigentlich keiner Lust.

(Foto: imago images/Mika Volkmann)

Die Fangemeinschaft "Unsere Kurve" hat vor einer schnellen Wiederaufnahme des Fußball-Spielbetriebs gewarnt und sieht Geisterspiele nicht einmal als Notlösung. Dies teilte die Interessensgemeinschaft am Montag mit. "Die Saison muss so lange unterbrochen werden, wie es gesamtgesellschaftlich notwendig ist. Es darf nicht sein, dass das öffentliche Leben stillgelegt wird, der Profifußball aber weiterhin mit allen Mitteln versucht, eine Scheinrealität aufrecht zu erhalten", hieß es in der Mitteilung. Geisterspiele seien "keine Alternative", EM und internationale Wettbewerbe müssten "verschoben werden".

Wegen der Coronavirus-Pandemie pausiert die Bundesliga derzeit, auch die anderen internationalen Ligen spielen derzeit nicht. Die Folgen der Krise dürften auch die Klubs wirtschaftlich hart treffen. "Unsere Kurve" fordert dazu: "Der Profifußball muss sich aus eigener Kraft helfen und auf die Inanspruchnahme staatlicher Hilfen verzichten. Dies kann durch die Einrichtung eines eigenen Fonds realisiert werden." Demnach könnten Topverdiener bei Spielern und Funktionären "nach Einkommen gestaffelt für eine bestimmte Zeit auf Anteile ihres Gehalts verzichten".

08:50 Uhr

Arminia will nicht um den Aufstieg gebracht werden

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In Bielefeld soll auch nach dem Saisonende gejubelt werden - wann immer das auch sein mag.

(Foto: dpa)

Das wäre ja aber auch wirklich zu bitter: Die Verantwortlichen des Zweitliga-Tabellenführers Arminia Bielefeld haben sich deutlich gegen ein mögliches Szenario eines Saisonabbruchs positioniert. "Man kann nicht hingehen und sagen, wir tun so, als wenn die Saison nicht gespielt worden wäre", wurde Geschäftsführer Markus Rejek heute im "Kicker" zitiert. "Da können Sie sich vorstellen, da werden wir als Arminia Bielefeld komplett auf die Barrikaden gehen." Vor der Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga sagte der 51-Jährige aber auch: "Es geht nicht nur um den Fußball, sondern um die Gesamtentwicklung. Wir müssen unseren Teil dazu beitragen, diese Pandemie einzudämmen." Trainer Uwe Neuhaus äußerte die Hoffnung, dass die Arminia ihre Tabellenführung nach einer nun angeordneten Pause sportlich verteidigen und damit den Aufstieg in die erste Liga perfekt machen kann. "Ich gehe fest davon aus, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Wann auch immer", sagte Neuhaus.

07:37 Uhr

Nowitzki organisiert sich prominente Pannenhilfe

*Datenschutz

Prominenter Abschleppdienst für Dirk Nowitzki: Weil er mit seinem Mini-Van im Matsch steckengeblieben war, setzte der frühere Basketball-Profi von den Dallas Mavericks einen ganz speziellen Notruf ab. Nowitzki schrieb seinem früheren Teamkollegen Deron Williams eine Nachricht, wie der 35-Jährige am Montag auf Instagram verriet und ein kurzes Video dazu veröffentlichte. Wann genau das Video aufgenommen wurde, ist unklar. Nowitzki habe ihm zwei Fragen gestellt, schrieb Williams, der von 2015 bis 2017 mit dem gebürtigen Würzburger in der NBA bei den Mavericks spielte. Die erste lautete, ob er in Quarantäne sei. Und die zweite, ob er mit seinem Truck kommen könne, um ihn aus dem Schlamm zu ziehen. «Du kannst nicht mit einem verdammten Mini-Van off-road fahren», schrieb Williams - versehen mit vier Smileys und dem Hinweis auf seinen sportlichen Ruhestand (#retiredlife).

07:05 Uhr

Spanier positiv, Bergamo unter Quarantäne

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Robin Gosens steht jetzt auch offiziell unter Quarantäne.

(Foto: imago images/Insidefoto)

Der spanische Fußball-Erstligist FC Valencia hat fünf Coronafälle innerhalb der Mannschaft und des Betreuerstabs bestätigt. Wie viele dieser positiven Tests Spieler betreffen, gab der Klub nicht bekannt. Einer der Infizierten ist Abwehrspieler Ezequiel Garay, der 33-Jährige bestätigte dies bei Instagram. Der argentinische Nationalspieler ist damit der erste Spieler der Primera Division, der positiv getestet wurde. Alle fünf Personen sind nach Klubangaben "bei guter Gesundheit" und befinden sich in häuslicher Quarantäne. Valencia hatte in der vergangenen Woche im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League gegen Atalanta Bergamo (3:4) verloren.

Die Italiener um Robin Gosens verkündeten am Sonntag, nach den positiven Fällen bei Valencia ihre Mannschaft in Quarantäne zu schicken. Aufgrund der dramatischen Situation in Bergamo waren die Spieler aber ohnehin bereits angehalten, das Haus nicht zu verlassen.

06:20 Uhr

Fortuna-Boss warnt vor "Zerreißprobe"

Thomas Röttgermann hat Sorgen vor dem Gipfeltreffen.

(Foto: imago images / Team 2)

Thomas Röttgermann, der Vorstandsvorsitzende von Fußball-Bundesligist Fortuna Düsseldorf, hat vor dem Treffen von DFL-Präsidium und Clubvertretern zur Corona-Krise am Montag vor einer Unvereinbarkeit der Interessen gewarnt. "Ich hoffe nicht, dass es eine Zerreißprobe wird. Wir sollten sachlich diskutieren", forderte er in der „Rheinischen Post“ von heute. Dennoch ist er sicher, dass es "trotzdem hoch hergehen" werde. Denn egal, was passieren werde, "am Ende werden Bayern oder Dortmund jegliche Konsequenzen besser verkraften können als Paderborn, Werder, Union oder wir", sagte Röttgermann. Er forderte jeden Club auf, "über den Tellerrand" hinauszugucken, und appellierte an den "Solidargedanken, der Basis der Liga sein sollte."

Die 36 Klubs der 1. und 2. Liga treffen sich heute ab 11.30 Uhr in Frankfurt, um über die weitere Strategie im Umgang mit der Corona-Krise zu diskutieren.

05:53 Uhr

"Großes Thema": Kombinierer-Coach kämpft mit Handyproblemen

Kombinierer-Bundestrainer Hermann Weinbuch hat bei seinen Schützlingen mit einem erhöhen Handykonsum zu kämpfen. „Das ist ein sehr großes Thema. Die Athleten sind da schon viel mehr abgelenkt als früher. Es gibt jetzt andere Werte, mit denen nicht so leicht umzugehen ist, weil dann auch in meinen Augen Energie und Konzentration verloren gehen“, sagte Weinbuch der Deutschen Presse-Agentur vor seinem 60. Geburtstag am nächsten Sonntag. Der Bayer nannte zwar Vorteile wie die einfachere Kommunikation über Whatsapp, stellte aber auch fest: „Natürlich sind das Dinge, die Athleten beeinflussen. Das ist oft nicht so einfach.“ Weinbuch betreut die Kombinierer schon seit über zwei Jahrzehnten und hat deshalb bei den Athleten auf Schanze und Loipe mehrere Generationen an Sportlern erlebt.