Montag, 19. April 2021Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
22:04 Uhr

"Meinung nicht geändert": Klopp kann Super-League-Unmut verstehen

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Hat Verständnis: Jürgen Klopp.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Trainer Jürgen Klopp hat sich gegen die unter anderen von seinem Verein FC Liverpool initiierte Super League ausgesprochen. "Meine Meinung hat sich nicht geändert", sagte der 53-Jährige im Sender Sky Sports vor dem Premier-League-Spiel seines Teams bei Leeds United. In der Vergangenheit hatte er gesagt, dass er hoffe, dass es niemals eine Super League geben werde. Mit Blick auf die Kritik und die Proteste meinte Klopp nun: "Die Leute sind nicht glücklich damit, ich kann das verstehen." Er könne nicht viel mehr zur Super League sagen, "weil wir nicht in den Prozess involviert waren - nicht die Spieler, nicht ich - wir wussten nichts davon. Wir müssen abwarten, wie es sich entwickelt", sagte er weiter.

Klopp betonte, dass er den Wettbewerbsaspekt des Fußballs möge. "Ich mag es, dass West Ham vielleicht in der Champions League spielt. Ich will nicht, dass sie es tun, weil wir es wollen, aber ich mag, dass sie die Chance dazu haben." In der Nacht zu Montag hatten zwölf europäische Spitzenvereine aus England, Italien und Spanien angekündigt, eine eigene, internationale Super League gründen zu wollen. Dazu gehört auch der englische Meister FC Liverpool. Die Super League stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der UEFA.

21:37 Uhr

Nach 300 km/h-Crash: Russell entschuldigt sich für Ausraster

Nach dem Crash mit Mercedes-Mann Valtteri Bottas und seinem Ausraster beim Formel-1-Rennen von Imola hat sich George Russell vom Williams-Team für sein Verhalten entschuldigt. "Nachdem ich Zeit hatte, über das, was passiert ist, nachzudenken, weiß ich, dass ich die gesamte Situation hätte besser handhaben sollen. In der Hitze des Gefechts können die Emotionen hochkochen", schrieb Russell bei Twitter.

Tags zuvor beim Grand Prix der Emilia Romagna waren Russell und Bottas mit ihren Autos bei mehr als 300 km/h bei der berüchtigten Tamburello-Kurve zusammengekracht und waren danach ausgefallen. Russell war außer sich und warf dem Finnen sogar vor, die Absicht gehabt zu haben, beide bei dem Zweikampf töten zu wollen. "Ich entschuldige mich bei Valtteri, bei meinem Team und bei allen, die sich durch mein Verhalten im Stich gelassen gefühlt haben. So bin ich nicht, und ich erwarte mehr von mir, so wie ich auch weiß, dass andere mehr von mir erwarten", schrieb Russell weiter, der zum Nachwuchsprogramm von Mercedes gehört und als potenzieller Nachfolger von Bottas bei den Silberpfeilen gehandelt wird.

21:03 Uhr

Sportrechtler: UEFA kann Super League kaum verhindern

Der Sportrechtler Paul Lambertz sieht kaum eine Möglichkeit für die Europäische Fußball-Union (UEFA), den Plan der zwölf Topklubs für eine Super League zu verhindern: "Die UEFA hat nach meiner Einschätzung keine Handhabe. Denn rechtlich ist sie Monopolist, schließlich ist sie der einzige Anbieter eines europäischen Wettbewerbs. Sie darf also nicht alles machen, was sie will", sagte Lambertz der Funke Mediengruppe.

Demnach dürfe sich die UEFA nicht einfach mit Sanktionen gegen aufkommende Konkurrenz wehren. In einem ähnlichen Fall habe die Eislauf-Union (ISU) die eigenen Statuten ändern müssen, damit Athleten auch an externen Events teilnehmen können. Damit hatte die EU-Kommission zwei Sportlern recht gegeben, denen die Teilnahme an einem Privat-Wettbewerb untersagt worden war.

20:03 Uhr

Bevorzugte Impfung ist für DOSB-Boss Hörmann "entscheidendes Signal"

Der Deutsche Olympische Sportbund sieht in der Zusicherung eines Impfangebots für deutsche Tokio-Teilnehmer "ein entscheidendes Signal". DOSB-Präsident Alfons Hörmann mahnte aber in einer Mitteilung: "Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam mit allen für die Umsetzung verantwortlichen Stellen in Bund und Ländern die Impfungen in den nächsten Wochen verantwortungsvoll und professionell umzusetzen." Die Corona-Impfung aller impfwilligen Mitglieder der deutschen Teams für die Sommerspiele und die Paralympics in Tokio sei der "zentrale Baustein" für "eine sichere Teilnahme und eine gesunde Rückkehr" aus Japan, sagte Hörmann.

19:03 Uhr

UEFA macht Ernst: Drei von vier CL-Halbfinalisten droht sofortige Disqualifikation

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) erwägt sogar einen Ausschluss der zwölf Super-League-Abtrünnigen aus den laufenden Europacup-Wettbewerben. Ob dazu eine Möglichkeit bestehe, sei unklar, werde derzeit aber rechtlich geklärt, sagte Präsident Aleksander Ceferin in Montreux.

Im Champions-League-Halbfinale (Paris St. Germain gegen Manchester City, Real Madrid gegen FC Chelsea) Ende April bzw. Anfang Mai ist PSG der einzige Klub, der nicht zu jenen Rebellen gehört, die eine UEFA-unabhängige Superliga gründen wollen.

In der Europa League stehen überdies Manchester United (gegen AS Rom) und der FC Arsenal (gegen den FC Villarreal) unter den letzten Vier. Beide wollen sich ebenfalls lossagen. Wie mit den Halbfinals verfahren würde, ist offen. Titelverteidiger Bayern München war im Champions-League-Viertelfinale an PSG gescheitert, Borussia Dortmund an Man City.

18:49 Uhr

Deutsches Beach-Duo erreicht Halbfinale von Cancun

Die Beachvolleyballerinnen Chantal Laboureur und Cinja Tillmann sind beim Vier-Sterne-Turnier im mexikanischen Cancun ins Halbfinale eingezogen. Das Duo besiegte die Australierinnen Mariafe Artacho/Taliqua Clancy souverän mit 2:0. Im Halbfinale warten auf Laboureur/Tillmann nun die kanadischen Weltmeisterinnen Sarah Pavan/Melissa Humana-Paredes. Diese besiegten ihre Landsfrauen Heather Bansley/Brandie Wilkerson ebenfalls mit 2:0.

Zuvor hatten Bansley/Wilkerson im Achtelfinale in der Nacht noch gegen Olympiasiegerin Laura Ludwig und ihre Partnerin Margareta Kozuch mit 2:1 gewonnen. Karla Borger und Julia Sude waren in der gleichen Runde an Pavan/Humana-Paredes 1:2 gescheitert.

In einer Blase finden bis zum 2. Mai erstmals drei Vier-Sterne-Turniere nacheinander statt.

17:49 Uhr

Zweitligist trainiert wieder und zieht ins Hotel

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Schwere Aufgabe.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Die Profis des abstiegsbedrohten Fußball-Zweitligisten SV Sandhausen sind nach einer zweiwöchigen Quarantäne heute wieder ins Training eingestiegen. Ab Mittwoch wird der komplette Profikader vorübergehend ein Hotel beziehen. Durch diese Maßnahme sollen weitere Corona-Infektionen verhindert werden. "Unabhängig davon, welche Entscheidung die Deutsche Fußball-Liga bezüglich möglicher Quarantäne-Hotels treffen wird, haben wir für uns entschieden, dass wir uns von Mittwoch bis Sonntag ins Hotel begeben werden", sagte der Sportliche Leiter Mikayil Kabaca.

In dieser Zeit finden die Heimspiele gegen den Hamburger SV (Donnerstag) und Hannover 96 (Sonntag) statt. Insgesamt muss der SVS diese Saison noch sieben Begegnungen in 31 Tagen absolvieren.

17:16 Uhr

Flicks Assistent Miroslav Klose kritisiert den FC Bayern scharf

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Wohl eher unzufrieden.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Auch Weltmeister Miroslav Klose steht bei Bayern München offenbar vor dem Absprung. Der 42-Jährige ist beim deutschen Fußball-Rekordmeister Assistent von Trainer Hansi Flick, sein Vertrag bei den Bayern läuft im Sommer aus. "Für mich persönlich ist das überhaupt kein Problem, dass der Verein noch nicht mit mir gesprochen hat. Was mich wirklich nachdenklich macht, ist aber, wie hier gerade miteinander kommuniziert wird", sagte Klose dem "Kicker" und bei "Bild".

Er vermisse, "Respekt voreinander zu haben, auch wenn man nicht immer der gleichen Meinung ist, das muss unbedingt sein", betonte der 137-malige Nationalspieler. Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Ehrenpräsident Uli Hoeneß hätten den FC Bayern "zu einem Weltverein gemacht, weil es ihnen immer um den FC Bayern ging und nicht um persönliche Eitelkeiten".

16:51 Uhr

BBL-Klubs muss 14 Tage in die Isolation

Basketball-Bundesligist BG Göttingen muss auf Anordnung des Göttinger Gesundheitsamts für 14 Tage in Quarantäne. Grund sind die beiden Corona-Fälle, die am Wochenende kurz vor dem ersten Halbfinale des Pokal-Finalturniers bekannt geworden war. Das Final Four war daraufhin abgesagt worden.

Die betroffenen Spieler waren sofort isoliert worden. Dennoch stufte das Gesundheitsamt sämtliche Teammitglieder, die mit in München waren, als enge Kontaktpersonen ein. BG-Geschäftsführer Frank Meinertshagen wird laut Mitteilung die Verlegung der BBL-Spiele gegen Brose Bamberg (25. April) und die EWE Baskets Oldenburg (29. April) beantragen.

16:18 Uhr

Auch DFB-Elf betroffen: UEFA-Boss droht mit massenweise Sperren für Super-League-Klubs

UEFA-Präsident Aleksander Ceferin greift die zwölf Super-League-Abtrünnigen in größtmöglicher Schärfe an und will ihre Profis gnadenlos verbannen. "Meiner Meinung nach müssen die Teams und Spieler von all unseren Wettbewerben ausgeschlossen werden. Es wird ihnen auch nicht mehr erlaubt sein, für ihre Nationalmannschaften aufzulaufen", sagte Ceferin in Montreux. Ob dies schon bei der EM im Sommer gelten werde, könne er noch nicht sagen.

Das würde auch die DFB-Elf hart treffen: Mit Toni Kroos (Real Madrid), Marc-André ter Stegen (FC Barcelona), Kai Havertz, Timo Werner, Antonio Rüdiger (alle FC Chelsea) und İlkay Gündoğan (Manchester City) wären sechs Profis betroffen, die Bundestrainer Joachim Löw jüngst zu Länderspielen berufen hatte.

"Ich habe in meinem Leben viel gesehen, aber sowas noch nicht", schimpfte der UEFA-Boss. "Es geht um Gier, Eigennutz und Narzissmus einiger Personen. Wir sind alle vereint gegen diesen Nonsens eines Projekts." Den Menschen, die den Fußball lieben, werde "ins Gesicht gespuckt". Die UEFA werde alles tun, um das Super-League-Projekt zu verhindern.

Die Gründungsmitglieder der Super League

FC Liverpool
Manchester United
Manchester City
Tottenham Hotspur
FC Arsenal
FC Chelsea
Real Madrid
Atlético Madrid
FC Barcelona
Juventus Turin
Inter Mailand
AC Mailand

15:51 Uhr

Bundesregierung plant Impfung für deutsches Olympia-Team

Die Bundesregierung befürwortet eine rechtzeitige Impfung aller deutschen Teilnehmer an den Olympischen Spielen in Tokio (23. Juli bis 8. August). Das erklärte Steve Alter als Sprecher für das Bundesinnenministerium (BMI) auf der Bundespressekonferenz. Athletinnen und Athleten stehen im Regelfall in der Impfreihenfolge weit hinten. Man wolle auf keinen Fall riskieren, dass die Athletinnen und Athleten, aber auch die Betreuer anlässlich der Olympischen Spiele ein Infektionsrisiko für andere Personen darstellten.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann hatte zuletzt in der Impffrage den Druck auf die Politik erhöht. Man sehe mit Beginn des zweiten Quartals den Zeitpunkt gekommen, "an dem wir dringend eine klare Konzeption mit der Politik erarbeiten müssen", hatte der 60-Jährige gesagt.

15:17 Uhr

Bayern-Youngster vermeidet Bekenntnis zum Rekordmeister

Lars Lukas Mai vom FC Bayern München spielt den Ball. Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild

Mai bei einem seiner seltenen Einsätze für die Bayern-Profis.

(Foto: Matthias Balk/dpa/Archivbild)

Beim FC Bayern lange als Kronprinz für die Defensiv-Zentrale bejubelt, folgte für Lars Lukas Mai im Sommer 2020 die Erkenntnis, dass er beim deutschen Rekordmeister vorerst weiterhin keine große Rolle spielen wird. Der 21-Jährige entschied sich für eine Leihe zum SV Darmstadt 98. Eine Rückkehr an die Säbener Straße scheint längst nicht mehr unumstößlich.

"Ich halte mir alle Optionen offen", zitiert der "Kicker" den Innenverteidiger, dessen Vertrag beim FC Bayern im Sommer 2023 endet. Worte, die sicher auch daraus resultieren, dass Mai beim FC Bayern seit Jahren auf seine Chance wartet. Nachdem er 2017/18 unter Jupp Heynckes zwei Bundesliga-Partien bestritt und großes Lob erntete, sagten nicht wenige Experten dem gebürtigen Dresdner eine große Zukunft voraus, weitere Pflichtspiele blieben allerdings aus.

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14:06 Uhr

"Nicht weiter rumeiern": Flick will feiern, nicht mehr streiten

Hansi Flick will den Ärger um seine vom FC Bayern scharf missbilligte "einseitige Kommunikation" schnell hinter sich lassen. In der Pressekonferenz vor dem Leverkusen-Spiel (Dienstag, 20.30 Uhr) bat er: "Ich habe eine Bitte: Zu den Diskussionen zu meinen Aussagen und der Stellungnahme am Samstag gibt es nichts mehr zu sagen. Ich möchte noch einmal den Grund nennen: Ich wollte, dass die Mannschaft von mir erfährt, dass ich den Vertrag auflösen möchte. Die Spieler sollten es von mir wissen, da es im Flurfunk durchgesickert ist. Es war eine spontane Sache. Und dann war es der logische Schritt, es auch den Medien und der Öffentlichkeit zu sagen, damit ich nicht weiter rumeiern muss. Daher bitte ich darum, heute nur sportliche Fragen zu Leverkusen stellen."

Wenn der Titel - frühestens am Samstag - eingefahren ist, wird man sich dann trotz aller Differenzen in den Armen liegen, hofft Flick: "Wir müssen zuerst unsere Hausaufgaben machen und Meister werden. Das ist unsere Pflicht. Der fünfte Stern auf dem Trikot ist unser Ziel und dann können wir auch feiern. Ich bin dem Verein sehr dankbar. Ich hatte hier eine tolle und erfolgreiche Zeit. Und Erfolg hat man nur gemeinsam. Das kann man dann auch gemeinsam feiern. Wir haben Herausragendes in den letzten Jahren geleistet."

13:31 Uhr

Formel 1 kehrt stark zu RTL zurück

Der spannende Grand Prix der Emilia Romagna hat RTL ein starkes Formel-1-Comeback im Free-TV beschert. Im Schnitt sahen 4,16 Millionen Zuschauer den Sieg von Max Verstappen und die Aufholjagd von Weltmeister Lewis Hamilton in Imola. In der Spitze konnte der Kölner Sender bis zu 4,73 Millionen Menschen vor den Fernseher locken.

Der Tagesmarktanteil des Senders lag bei 9,7 Prozent in der Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen. Der Grand Prix der Emilia Romagna war das erste von insgesamt vier Formel-1-Rennen, die RTL in dieser Saison im Free-TV zeigt.

Nach der Übertragung aus Imola zeigt RTL auch die Rennen in Barcelona (9. Mai), Monza (12. September) und São Paulo (7. November).

13:07 Uhr

Kleber verliert und Dallas' Negativtrend geht weiter

Die Dallas Mavericks mit Nationalspieler Maxi Kleber haben in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA im Kampf um die Playoffs einen weiteren Dämpfer erlitten. Die Mavs verloren gegen die Sacramento Kings, die zuvor neun Mal in Serie sieglos geblieben waren, mit 107:121. Dallas ist nach der fünften Niederlage aus den vergangenen sieben Spielen weiter Siebter in der Western Conference. Der zuletzt angeschlagene Kleber kam in 21:23 Minuten Spielzeit auf keinen Punkt und drei Rebounds. Bester Werfer der Mavericks war einmal mehr Superstar Luca Doncic mit 37 Punkten.

Bei den Brooklyn Nets musste Topspieler Kevin Durant erneut verletzt raus. Für den 32-Jährigen war beim 107:109 gegen Miami Heat bereits nach vier Minuten wegen einer Oberschenkelprellung Schluss. Wie lange Durant ausfällt, ist offen. Er hatte in dieser Saison wegen einer Oberschenkelverletzung bereits fast zwei Monate gefehlt.

12:29 Uhr

Köster: "Riesenniederlage für Bayern - auch für Kahn"

Hansi Flick bittet den FC Bayern öffentlich um Freigabe und löst damit Schockwellen in München aus. Die Trainer-Suche für Kahn und Co. könnte sich künftig schwer gestalten, sagt Philip Köster. ntv spricht mit dem "11Freunde"-Chefredakteur über die Situation in München und den Streit um die Super League.

11:37 Uhr

Tragischer Tod: Stute stirbt nach Sturz bei Siegerehrung

Nach einem Sturz bei der Siegerehrung des Dressur-Grand-Prix in Pforzheim ist die Stute Fohlenhofs Rock'n Rose von Mannschafts-Olympiasiegerin Dorothee Schneider gestorben. Wie der Pforzheimer Reiterverein mitteilte, brach die 17-jährige Hannoveraner Stute zusammen, blieb liegen und starb wenige Minuten später in der Reithalle. Die 52 Jahre alte Reiterin habe unter Schock gestanden. Schneider musste nach dem Unfall notärztlich versorgt werden. Sie sei mit dem Krankenwagen in die Pforzheimer Klinik gebracht worden und werde dort weiter untersucht. Die Olympiasiegerin sei bei vollem Bewusstsein und offenbar nicht schwer verletzt gewesen, berichtete das «Reiterjournal» Baden-Württemberg.

11:00 Uhr

"Lerne täglich dazu": Funkel nimmt Kritik an und will "meine Sprache prüfen"

Trainer Friedhelm Funkel vom Fußball-Bundesligisten 1. FC Köln will aus der Kritik an seiner nebulösen Äußerung in einem TV-Interview Lehren ziehen. "Ich bin noch dabei, das für mich aufzuarbeiten", sagte der 67-Jährige der "Rheinischen Post": "Aber natürlich lerne auch ich noch täglich dazu. Ich werde meine Sprache prüfen. Wer bin ich, dass ich behaupten würde, ich wüsste alles und würde keine Fehler machen? Das ist Quatsch. So ticke ich nicht."

In einem Sky-Interview nach dem 0:3 bei Bayer Leverkusen hatte Funkel gesagt: "Sie haben eine enorme Schnelligkeit durch ihre, äh, ja, den ein oder anderen Ausdruck darf man ja nicht mehr sagen. Durch ihre Spieler, die halt so schnell sind." In den sozialen Netzwerken sorgte dies für Diskussionen, manche warfen ihm gar Rassismus vor. Funkel verwahrte sich dagegen energisch.

Dass das Interview etwas auslösen könnte, sei ihm "mit etwas Abstand bewusst geworden", sagte er nun: "In dem Moment nicht. Ich wusste ehrlich gesagt gar nicht, was ich sagen wollte. Ich habe nur schnell gemerkt, dass ich es ganz anders ausdrücken wollte." Trotz aller Selbstkritik zeigt er weiter wenig Verständnis für das Ausmaß des Aufschreis. Da werde "etwas aufgeblasen", sagte Funkel: "Da verstehe ich die Medienwelt nicht."

10:13 Uhr

Danner: Hamilton bekam "Supergegner" - Vettel bekommt nicht, was er braucht

In der Formel 1 kommt wieder Spannung auf. Nach jahrelanger einsamer Dominanz von Lewis Hamilton im Mercedes sorgen Red Bull und Max Verstappen für dünne Luft im Spitzenfeld. Motorsportexperte Danner blickt auf den neuen Zweikampf und verrät, was Sebastian Vettel jetzt braucht.

08:48 Uhr

Alles wie geplant: UEFA gibt sich von Großklubs unbeeindruckt

Die Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees soll wie geplant um 9 Uhr beginnen. Auch nach der offiziellen Ankündigung von zwölf europäischen Top-Klubs zur Gründung einer Super League gab es zunächst keine Änderungen im geplanten Ablauf, wie ein UEFA-Sprecher mitteilte. Unklar war zunächst, welche Auswirkungen die Mitteilung der Vereine in der Nacht auf den geplanten Beschluss einer tiefgreifenden Europapokalreform haben wird.

Sechs Klubs aus England und je drei aus Spanien und Italien, darunter der FC Liverpool, Real Madrid und Juventus Turin, hatten in der Nacht so konkret wie nie ihre Pläne für eine eigene Liga veröffentlicht. Diese stünde in direkter Konkurrenz zur Champions League der UEFA, die diese Pläne wie auch der Weltverband FIFA und etliche nationale Ligen und Verbände scharf kritisierte. Deutsche Klubs sind nicht unter den Vereinen, die die Gründung einer Super League angekündigt haben. Dies lobte die UEFA explizit.

08:19 Uhr

Hoch dank Volland: Kovac-Klub rückt an die Spitze heran

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Kevin Volland (links) ist erfolgreich!

(Foto: imago images/PanoramiC)

Auch dank des 15. Saisontreffers von Ex-Bundesliga-Torjäger Kevin Volland ist die AS Monaco mit Trainer Niko Kovac bis auf zwei Punkte an die Tabellenspitze der französischen Ligue 1 herangerückt. Die Monegassen siegten bei Girondins Bordeaux 3:0 (1:0) und weisen als Dritter nun 68 Punkte auf. Spitzenreiter bleibt OSC Lille (70) trotz des Patzers gegen den SC Montpellier am Freitag (1:1). Bayern-Bezwinger Paris Saint-Germain (69) ist nach dem glücklichen 3:2 (0:0) gegen AS St. Etienne Zweiter.

Volland brachte Monaco in der 29. Minute in Führung, Gelson Martins (47.) und Stevan Jovetic (90.) sorgten für klare Verhältnisse. Die Kovac-Elf hat nur eines ihrer letzten 18 Liga-Spiele verloren. Paris kam fünf Tage nach dem Halbfinal-Einzug in der Champions League gegen den FC Bayern München nach einer torlosen ersten Halbzeit und einer turbulenten Schlussphase mit zwei Toren in der Nachspielzeit noch zum Sieg. Torjäger Kylian Mbappé (79. und 87./Foulelfmeter) und Mauro Icardi (90.+5) schossen die Gastgeber zum Sieg. Denis Bouanga (77.) und Romain Hamouma (90.+2) hatten für St. Etienne getroffen.

06:53 Uhr

"Missbilligung": FIFA ist sauer über den Angriff auf die UEFA

Ohne die geplante "Super League" beim Namen zu nennen, hat sich der Weltfußballverband FIFA unmittelbar nach Bekanntgabe der Pläne durch Klubs ein weiteres Mal gegen das Vorhaben ausgesprochen und ihre "Missbilligung" zum Ausdruck gebracht. "Aus unserer Sicht und in Übereinstimmung mit unseren Statuten, sollte jeder Wettbewerb im Fußball, egal ob national, regional oder global die Grundprinzipien Solidarität, Inklusivität, Integrität und gleichberechtigte finanzielle Umverteilung widerspiegeln", hieß es in der in der Nacht versendeten Stellungnahme. Die Verbände sollten alle Möglichkeiten in Recht, Sport und Diplomatie nutzen, um sicherzustellen, dass dies weiterhin der Fall ist.

Vor diesem Hintergrund könne die FIFA nur ihre "Missbilligung zum Ausdruck bringen" für eine geschlossene europäische Ausreißer-Liga die die genannten Prinzipien nicht respektiere, hieß es weiter. Die FIFA rufe alle beteiligten Parteien dazu auf, zu sich an einem "ruhigen, konstruktiven und ausgewogenem Dialog" zu beteiligen.

06:00 Uhr

"Ausgebremst": Enttäuschter Bayern-Stürmer hadert mit frühem Lob

Bayerns Fiete Arp nimmt den Ball an. Foto: Marius Becker/dpa

Fiete Arp, Bayern-Stürmer

(Foto: Marius Becker/dpa)

Der noch zu HSV-Zeiten früh hochgejubelte Fußballer Fiete Arp vom FC Bayern München hat sich in einem Interview sehr selbstkritisch über seine bisherige Laufbahn als Profi geäußert. "Ein Problem war das Hoch am Anfang", sagte der inzwischen 21-Jährige dem "Kicker" über die Zeit nach seinem Wechsel vom Hamburger SV zum deutschen Rekordmeister im Sommer 2019. Nach der guten Vorbereitung in München habe er sich "Maßstäbe gesetzt, die ursprünglich zu dem Zeitpunkt so noch gar nicht mein Ziel waren". Vor dieser Saison hatte Arp mit der Entscheidung überrascht, zur zweiten Mannschaft des FCB in die 3. Liga zu gehen.

An einen Durchbruch beim Bundesliga-Spitzenreiter glaubt er weiterhin. "Auf jeden Fall! Das hängt aber viel von mir ab. Wenn ich mich weiterentwickele, dann habe ich hier definitiv eine Perspektive. Mein Ziel lautet, in der ersten Mannschaft meine Fußspuren zu hinterlassen, dafür bin ich zum FC Bayern gekommen", sagte der Stürmer. Sein Vertrag läuft noch bis Sommer 2024. Arp berichtete, dass die Zeit bei den Profis des Hamburger SV als 17-Jähriger seiner Entwicklung nicht gut getan haben. "Vielleicht hätte ich all das Lob konsequenter in Selbstvertrauen ummünzen müssen. Mich hat es eher ausgebremst", sagte der jüngste Bundesliga-Torschütze der Hamburger Vereinsgeschichte.

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