Montag, 20. Juli 2020Der Sport-Tag

23:40 Uhr

Mainz hat Angst, dass die "Fans verloren gehen"

Vorstandschef Stefan Hofmann vom Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 fürchtet den Verlust von Anhängern, wenn die Stadien nicht bald wieder für Zuschauer geöffnet werden. "Es ist wichtig für den kompletten Fußball in Deutschland, die Fans wieder näher heranzuholen. Dauerhaft müssen wir im Fußball aufpassen, dass uns unsere Zuschauer und Fans im Stadion nicht verloren gehen", sagte Hofmann der VRM-Gruppe. Für den 57-Jährigen macht in diesem Kontext selbst "ein Nullsummenspiel" Sinn, zu der es bei einer Teilöffnung der Ränge für die Fans wohl kommen würde.

23:03 Uhr

Mario Götze wird zum Absteiger gewählt

Mario Götze ist für die Kollegen in der Fußball-Bundesliga der Absteiger der Saison. In einer "Kicker"-Umfrage stimmten 30 Prozent der 270 teilnehmenden Profis für den ehemaligen Spieler von Borussia Dortmund, dessen Zukunft nach dem Vertragsende beim BVB noch offen ist. Auf Platz zwei landete der frühere Schalker Torwart Alexander Nübel (11,5 Prozent), der nun bei Rekordmeister Bayern München unter Vertrag steht.

Meistermacher Jürgen Klopp wurde von den Spielern aus der Bundesliga zum besten Trainer der Welt gewählt. Für den Teammanager des FC Liverpool, der den Klub zum ersten Titel in der Premier League seit 30 Jahren geführt hatte, stimmten 74,8 Prozent der Teilnehmer.

Dazu beurteilte eine Mehrheit der Profis den Restart der Bundesliga als "vorbildlich" (66,3 Prozent). Die zunehmende Kritik am Profifußball aus der Gesellschaft halten fast zwei Drittel dagegen für "übertrieben" (65,6 Prozent).

22:31 Uhr

Rundumschlag von Ferrari-Teamchef: "Gesamtes Autoprojekt überarbeiten"

Teamchef Mattia Binotto hat am Tag nach der nächsten großen Ferrari-Enttäuschung seine deutliche Kritik bekräftigt und eine Generalüberholung des Wagens und des Rennstalls gefordert. "Das gesamte Autoprojekt muss überarbeitet werden", sagte der 50-Jährige auf der Homepage der Scuderia. "Ich bin mir sehr wohl darüber im Klaren, dass es keinen Zauberstab in der Formel 1 gibt, aber wir müssen einen Gang hochschalten, um die Kurve zu kriegen, sowohl kurz- als auch langfristig."

Beim Großen Preis von Ungarn hatte Sebastian Vettel am Sonntag in Budapest den sechsten Platz belegt, Teamkollege Charles Leclerc war als Elfter nicht mal in die Punkteränge gefahren. Es war die Fortsetzung der bis dahin schon völlig enttäuschenden ersten beiden Rennwochenenden aus Sicht des abgestürzten WM-Herausforderers. "Es könnte auch notwendig sein, dass wir auf unsere Organisation schauen müssen, um unsere Arbeitsmethoden zu verbessern und zu stärken, wo die Not am größten ist", erklärte Binotto nun. Der selbst nicht unumstrittene Rennstall-Boss hatte kurz nach dem Rennen, bei dem beide Ferrari-Piloten von Gewinner Lewis Hamilton im Mercedes überholt worden waren, bereits betont: "Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel." Es gebe keine andere Lösung, "um diese Situation in den Griff zu kriegen".

21:30 Uhr

Spielabbruch wenige Minuten vor Anpfiff: Sieben Coronafälle in Spanien

Wenige Minuten vor dem Anpfiff des letzten Spieltags in der zweiten spanischen Fußball-Liga ist die Partie zwischen Ex-Meister Deportivo La Coruna und CF Fuenlabrada aufgrund von Coronafällen verschoben worden. Diese Entscheidung fällte die spanischen Liga (LFP) gemeinsam mit der Sportbehörde CSD und dem Fußballverband RFEF. Bei Fuenlabrada haben sich laut der spanischen Zeitung "Marca" sieben Teammitglieder mit dem Coronavirus infiziert. Wann das Spiel nachgeholt werden soll, ist offen.

Bei Fuenlabrada waren laut Marca zwei infizierte Personen - ein Arzt und ein Spieler - vor der Abreise im Madrider Vorort geblieben. Die fünf weiteren betroffenen Spieler befänden sich im Teamhotel in La Coruna. Der restliche Spieltag wird wie geplant durchgeführt, teilte die Liga mit.

20:52 Uhr

Leipzig streitet um 21 Millionen Euro

Fußball-Bundesligist RB Leipzig sieht Premier-League-Aufsteiger Leeds United im Streit um den Transfer von Angreifer Jean-Kevin Augustin in der Pflicht. "Leeds ist aufgestiegen, somit greift die Kaufverpflichtung", sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche dem "Kicker". Der 23-jährige Franzose war im Winter auf Leihbasis von RB auf die Insel gewechselt. Laut "Kicker" garantierte Leeds dabei, den Angreifer im Falle des Aufstiegs für 21 Millionen Euro fest zu verpflichten. Leeds argumentiert nun, dass die Klausel zum 1. Juli ausgelaufen sei. Der Aufstieg wurde durch die Corona-Krise erst nach dem ursprünglich vereinbarten Vertragsende perfekt gemacht. "Als im Januar die vertraglichen Vereinbarungen ausgehandelt wurden, waren alle Beteiligten im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte", sagte Krösche: "Ich gehe davon aus, dass jetzt die Dinge entsprechend ihren Gang nehmen." Augustin überzeugte in England nicht und kam nur zu drei Kurzeinsätzen.

20:02 Uhr

Verbal, körperlich, sexuell: Japan droht Missbrauchsskandal im Sport

Im japanischen Sport sind verbaler, körperlicher und sexueller Missbrauch von Athletinnen und Athleten offenbar keine Seltenheit. Bei einer Umfrage der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) unter mehr als 800 Sportlern gab fast jeder fünfte Befragte an, geschlagen, getreten oder auch beschimpft worden zu sein. "Zu den Missbräuchen gehören Ohrfeigen, aber auch übermäßiges oder unzureichendes Essen und Trinken", sagte dazu HRW-Sprecherin Minky Warden. Bereits 2013 hatte es im japanischen Sport eine Untersuchung gegeben, die ähnliche Ergebnisse gebracht hatte. Seinerzeit waren aber lediglich dem nationalen Judoverband temporär finanzielle Mittel gekürzt worden.

Eigentlich hätten an diesem Freitag die Olympischen Sommerspiele in Tokio eröffnet werden sollen. Wegen der Corona-Pandemie wurde die prestigeträchtige Veranstaltung aber exakt ein Jahr verschoben.

18:16 Uhr

Ferrari droht jahrelange Krise

Der langjährige Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo sieht die Gefahr einer mehrjährigen Krise bei seinem Ex-Team. "Diese Saison ist verloren, doch ich bin auch für die nächsten Jahre besorgt. Das Ferrari-Management muss sofort mutige Beschlüsse ergreifen", sagte der 72-Jährige, der von 1991 bis 2014 Ferraris Präsident war, bei RadioRai. "Die heutigen Probleme sind auf die Organisation zurückzuführen. Eine einzige Person trägt viel Verantwortung", sagte Montezemolo: "Teamchef Mattia Binotto ist allein an der Spitze und muss sich auch um die Piloten kümmern. Die Organisation muss sofort geändert werden. Wenn das Auto nicht besser wird, wird das nächste Jahr für Ferrari noch schlimmer werden."

Auf dem Spiel stünden nun schon die Saisons 2021 und 2022, "ich bin sehr besorgt. Ferrari braucht starke Fachleute, die das bereits bestehende Team unterstützen können." Montezemolo kritisierte zudem Ferraris Beschluss, die Trennung von Sebastian Vettel schon zu Saisonbeginn anzukündigen. "Jetzt ist der Druck auf Teamkollege Charles Leclerc noch größer. Wir dürfen nicht vergessen, dass er sehr jung ist, dass er erst seit dem vergangenen Jahr bei Ferrari ist und noch nichts gewonnen hat. Ferraris Probleme sind nicht die Piloten, sondern das Auto, das nicht wettbewerbsfähig ist."

17:43 Uhr

Champions-League-Klub verpflichtet Toppmöller

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Als Spieler absolvierte Toppmöller 128 Spiele in der 2. Liga, nun coacht er in der Champions League.

(Foto: imago images/Belga)

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat sein Trainerteam mit Dino Toppmöller verstärkt. Der Sohn des langjährigen Bundesliga-Trainers Klaus Toppmöller unterschrieb bei den Sachsen einen Zweijahresvertrag und wird als Assistent im Stab von Coach Julian Nagelsmann arbeiten. Das teilte der Klub mit. Der 39 Jahre alte Toppmöller gewann zwischen 2016 und 2019 in Luxemburg mit F91 Düdelingen drei Meisterschaften. Zuletzt war Toppmöller in Belgien bei Virton beschäftigt.

16:47 Uhr

Unfaire Praktiken? Ermittler prüfen Serie-A-Klubs

Italiens Wettbewerbshüter prüfen bei immer mehr Fußballvereinen der Serie A die Vergabe von Dauerkarten. Es geht um den Verdacht unfairer Praktiken gegenüber den Fans. Die Ermittler würden das Verhalten von Brescia Calcio und US Lecce überprüfen, teilte die Behörde AGCM mit. Ähnliche Untersuchungen gebe es schon beim aktuellen Spitzenreiter Juventus Turin, aber auch den beiden Verfolgern Inter Mailand und Atalanta Bergamo sowie bei Cagliari Calcio, Genua, Lazio Rom, AC Mailand, AS Rom und Udinese Calcio.

Nach Angaben der Behörde wurden die zwei Klubs Brescia und Lecce im Januar gebeten, Vorschriften zu überprüfen, die einseitige Vertragsänderungen für Saisonkarten vorsehen. Ein heikler Punkt war auch die Frage der Rückerstattung von Geldern, wenn Stadien schließen müssen. Genau das trat während der Corona-Pandemie im März ein. Aktuell laufen noch bis 2. August die letzten Runden der Saison als Geisterspiele.

16:09 Uhr

Bundesliga-Coach schlägt Absage von Handball-WM vor

Trainer Martin Schwalb vom Handball-Bundesligisten Rhein-Neckar Löwen hat die Austragung der Weltmeisterschaft im Januar 2021 in Ägypten angesichts der immensen Belastung für die Spieler infrage gestellt. "Grundsätzlich sollten alle darüber nachdenken, was momentan das Beste für den Handball ist. Deshalb muss man auch über die Austragung der WM zumindest diskutieren", sagte der Coach dem Mannheimer Morgen. Der 57-Jährige räumte zugleich aber eine zweigeteilte Meinung ein, da die Nationalmannschaft auch ein großes Zugpferd für die Sportart sei: "Die WM trägt einen großen Teil dazu bei, dass der Handball diesen Stellenwert in der Gesellschaft hat. Da sitzen viele Millionen Menschen vor dem Fernseher."

Wegen der Corona-Pandemie startet die neue Bundesliga-Saison erst im Oktober und somit einen Monat später als geplant. Außerdem stehen wegen einer Aufstockung der Liga von 18 auf 20 Mannschaften 38 statt 34 der sonst üblichen Spieltage an.

14:49 Uhr

Lewandowskis Pech? Ballon d'Or entfällt erstmals

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Ein möglicher Titel weniger ...

(Foto: Jrgen Fromme / firo Sportphoto / POOL)

Ob Robert Lewandowski sich jetzt sehr ärgern wird? Der Ballon d'Or für den weltbesten Fußballer wird in diesem Jahr erstmals in seiner Geschichte nicht vergeben. "Zum ersten Mal seit 1956 macht der Ballon d'Or eine Pause", teilte die Fachzeitschrift "France Football" als Organisator mit.

  • Als Grund für die Absage wurde die Corona-Pandemie angeführt. "Die Kandidaten sitzen nicht im selben Boot, einige Spieler hatten eine verkürzte Saison. Wie können wir also eine faire Bewertung anstellen?", heißt in der Mitteilung der französischen Zeitschrift.
  • Die Auszeichnung wird jährlich durch eine Abstimmung unter den Trainern und Kapitänen der Nationalmannschaften sowie von internationalen Medienvertretern vergeben. Zwischen 2010 und 2015 war der Ballon d'Or mit der Weltfußballer-Auszeichnung der Fifa fusioniert, danach trennten sich die Preisverleihungen wieder.
  • Mit sechs Titeln führt der Argentinier Lionel Messi die ewige Rangliste des Ballon d'Or an, der portugiesische Superstar Cristiano Ronaldo folgt mit einem goldenen Ball weniger.
14:13 Uhr

Leipzigs Neuzugang muss noch mit dem Militär sprechen

Fußball-Bundesligist RB Leipzig hat ohne Neuzugang Hee-chan Hwang die Vorbereitung für die neue Saison aufgenommen. Der Südkoreaner muss seinen Reisepass verlängern und einen Aufschub seines Militärdienstes beantragen. In Leipzig wird der 24 Jahre alte Stürmer frühestens am Freitag erwartet. Das bestätigte der Klub am Montag. Zuerst hatte das Portal "RBlive" darüber berichtet.

Hwang war für angeblich neun Millionen Euro von Schwesterklub Salzburg nach Leipzig gewechselt. Bonuszahlungen können die Ablöse auf 15 Millionen erhöhen. In seiner Heimat müssen Männer ihren Militärdienst ableisten. Dieser dauert je nach Waffengattung etwa anderthalb Jahre und kann von Leistungssportlern umgangen werden, wenn sie große Erfolge vorweisen. So musste der Ex-Leverkusener und heutige Tottenham-Profi Heung-Min Son im Mai lediglich eine dreiwöchige Grundausbildung absolvieren, da er bei den Asienspielen 2018 die Goldmedaille gewonnen hatte.

13:22 Uhr

Fan-Sprecher klagt Hoeneß an: "Gießt Öl ins Feuer"

Sig Zelt vom Bündnis "ProFans" sieht die jüngsten Aussagen von Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß zu Ultra-Fans kritisch. "Mit solchen Aussagen gießt man unnötig Öl ins Feuer", sagte Zelt. Hoeneß hatte sich in der Debatte um Fan-Mitsprache im deutschen Fußball mehr Mäßigung der Anhänger gewünscht. "Der Fußball gehört allen und es ist sehr wichtig, dass die Ultras begreifen, dass sie auch ein wichtiges Element sind, aber nicht alles alleine bestimmen dürfen", hatte der 68-Jährige in "Der Sonntags-Stammtisch" im BR gesagt. "Ich bin immer für Kooperation, aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist."

Zelt sagte: "Wenn er so zuspitzt: Was soll das? Dann kann ich auch sagen, dass die Bundesliga ohne den FC Bayern möglich ist, wenn er sich einer solidarischen Verteilung der TV-Gelder widersetzt." Fans - nicht nur Ultras - fordern eine aus ihrer Sicht gerechtere Verteilung der Fernseheinnahmen im Profifußball. Bei "Pro Fans" sind viele Ultras organisiert, das Bündnis gehört aber nicht der AG Fankulturen an, wo sich Fanvertreter regelmäßig mit dem Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Fußball-Liga austauschen.

12:47 Uhr

Franck Ribéry wird zum Fußball-Poeten

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Franck, der Dichter (am Ball).

(Foto: imago images/ZUMA Press)

Die italienischen Gazetten schwelgen in Superlativen über Altmeister Franck Ribéry, der mit zwei Torvorlagen Wegbereiter des 2:0-Sieges der AC Florenz gegen den FC Turin gewesen war. "Ribérys Fußball ist reine Poesie. Mit seinen Assists für die beiden Treffer beweist er, dass er zum Dirigenten dieser Mannschaft avanciert ist", schrieb die "Gazzetta dello Sport". Dort erhielt der Ex-Star von Bayern München die Bestnote unter allen Spielern. "Ribéry macht trotz seines Alters den Unterschied. Der Franzose sorgt für den ersten Heimsieg nach über sechs Monaten. FR7 beschert seiner Mannschaft eine Überraschung nach der anderen", so "Corriere dello Sport".

"Die ganze Mannschaft wandelt auf den Spuren Ribérys und gewinnt an Selbstbewusstsein. Der Ex-Bayern-Star beschert der Mannschaft Licht und Strategie", kommentierte "Tuttosport". Auch die Teamkollegen schwärmen von Ribéry. "Franck ist ein Phänomen, eine Legende: Mit ihm spielen zu dürfen, ist eine Ehre", urteilte Patrick Cutrone.

12:25 Uhr

DFB-Boss macht Fans Hoffnung auf Stadionbesuch

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Fritz Keller plant den Einsatz von Corona-Tests.

(Foto: imago images/Sportfoto Rudel)

Mithilfe von Massen-Präventivtests will DFB-Boss Fritz Keller schon beim Länderspiel gegen Spanien am 3. September in Stuttgart Zuschauer im Stadion wieder möglich machen. "Es muss einen Weg geben, über Tests wieder eine gewisse Normalität zu erlangen", sagte der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) der "Badischen Zeitung".

  • Diese Corona-Präventivtests kämen "nicht dem Fußball zugute, sondern allen", sagte er weiter und beugte möglicher Kritik an einer Sonderrolle des Fußballs vor.
  • Zusammen mit Experten und Wissenschaftlern arbeite der Verband an einem Konzept, "wie der DFB mit seinen rund 25.000 Vereinen die Logistik für Präventivtests übernehmen" könne, dies käme der gesamten Gesellschaft zugute. "Wenn von 7,1 Millionen Mitgliedern im Idealfall jedes fünf bis zehn Menschen aus seinem Verein zum Testen bewegt, kann man sich ausrechnen, wie viel wir erreichen könnten", betonte Keller.
  • Keller zufolge gingen Wissenschaftler davon aus, "dass man bis zu 48 Stunden nach einem Test mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit niemanden anstecken kann". Deshalb sei es "möglich, innerhalb dieses Zeitraums ein Höchstmaß an Sicherheit für andere zu gewährleisten", sagte er.
12:00 Uhr

Die Schlagzeilen des Tages

11:40 Uhr

NFL-Profis meckern wegen Corona gegen Liga

Zahlreiche NFL-Profis fürchten einen falschen Umgang mit dem Coronavirus und haben die Liga unmittelbar vor dem geplanten Start der Trainingslager kritisiert. "Wir brauchen Football! Wir brauchen Sport! Wir brauchen Hoffnung! Der Unwille der NFL, den Empfehlungen ihrer eigenen medizinischen Experten zu folgen, wird das verhindern. Wenn die NFL nicht dazu beiträgt, uns Spieler gesund zu halten, gibt es 2020 keinen Football. So einfach ist das", schrieb New-Orleans-Saints-Quarterback Drew Brees.

  • Auch Patrick Mahomes von den Kansas City Chiefs, Russell Wilson von den Seattle Seahawks und weitere Topstars äußerten sich besorgt.
  • Hintergrund des Streits ist, dass einige Profis der Chiefs und der Houston Texans bereits am Montag bei ihren Mannschaften antreten müssen, es aber noch keine Einigung darüber gibt, wie und wie oft auf das Coronavirus getestet wird und welche Konsequenzen ein positives Ergebnis hat. Im Laufe der Woche ist bei allen Mannschaften der Trainingsstart geplant.
  • Die Spielergewerkschaft NFLPA wehrt sich aus Sorge um die Gesundheit der Spieler und das erhöhte Übertragungsrisiko zudem gegen die von der NFL gewünschten Testspiele in der Saisonvorbereitung. Nach Angaben der Spielergewerkschaft vom Freitag haben sich in den vergangenen Wochen 65 NFL-Profis mit dem Virus infiziert.
11:15 Uhr

DFB schmult bei Klopps Coaching in Liverpool

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Jürgen Klopps Arbeit wird genauestens beobachtet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der FC Liverpool von Trainer Jürgen Klopp ist im Deutschen Fußball-Bund ein Vorbild für die Nationalmannschaft. "Wie die einzelnen Bereiche perfekt ineinandergreifen - das ist ein ganz spannender Lerneffekt für uns", sagte der Leiter der der DFB-Akademie, Tobias Haupt, dem "Kicker".

  • "Wie Klopp sind auch wir ständig auf der Suche nach den ein, zwei Prozent Leistungsoptimierung in den unterschiedlichen Bereichen für unsere Teams. Wenn wir in jedem unserer Bereiche ein bis zwei Prozent besser werden, macht das in Summe diese 10 bis 15 Prozent aus, die in einem EM- oder WM-Finale den Unterschied bedeuten." Haupt bezog sich damit unter anderen auf die Bereiche Athletik, Medizin, Ernährung und Psychologie.
  • Klopp, der in der Bundesliga für den FSV Mainz 05 und Borussia Dortmund aktiv war, holte mit dem FC Liverpool in dieser Saison die erste englische Meisterschaft für den Klub nach 30 Jahren. 2019 gewann die Mannschaft die Champions League, 2018 stand das Team im Finale.
10:34 Uhr

NBA-Superstar zieht: LeBron James sorgt für Höchstpreise

Eine Sammelkarte aus der Rookiesaison von NBA-Superstar LeBron James ist in den USA für stolze 1,8 Millionen Dollar (rund 1,6 Millionen Euro) versteigert worden. Das von Goldin Auctions angebotene Stück ist besonders wertvoll, da es vom Basketballprofi der Los Angeles Lakers unterschrieben wurde.

  • Auch ein Aufnäher von einem James-Trikot ist dabei, außerdem wurden nur 23 Exemplare der Karte produziert.
  • "King" James hatte seine erfolgreiche NBA-Karriere in der Spielzeit 2003/04 bei den Cleveland Cavaliers gestartet. Nach einem Wechsel zu Miami Heat spielte der mittlerweile dreimalige Champion ab 2014 wieder für seinen Heimatverein und holte zwei Jahre später den Titel. 2018 ging er nach L.A.
  • Die bislang teuerste Sport-Sammelkarte der Geschichte wurde 2016 für 3,12 Millionen Dollar verkauft. Sie zeigt Honus Wagner von den Pittsburgh Pirates und stammt aus dem Jahr 1909.
09:58 Uhr

Kollegen wählen Götze zum Absteiger der Saison

Einer muss diesen Titel ja bekommen: Rio-Weltmeister Mario Götze ist für die Kollegen in der Fußball-Bundesliga der Absteiger der Saison. In einer "Kicker"-Umfrage stimmten 30 Prozent der 270 teilnehmenden Profis für den ehemaligen Spieler von Borussia Dortmund, dessen Zukunft nach dem Vertragsende beim BVB noch offen ist.

Auf Platz zwei landete der frühere Schalker Torwart Alexander Nübel (11,5 Prozent), der nun bei Rekordmeister Bayern München unter Vertrag steht.

09:47 Uhr

Boateng fordert: Gegen Rassismus kämpfen

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Boateng lehrt seine Töchter, die Stimme zu erheben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sportler müssten bei gesellschaftlichen Themen wie Rassismus aus Sicht des einstigen Fußball-Weltmeisters Jérôme Boateng noch öfter ihre Stimme erheben. "Sportler haben eine große Reichweite, und es gehört bei einem Vorbild dazu, dass man Verantwortung übernimmt", sagte der Abwehrspieler des deutschen Rekordmeisters FC Bayern München in einem am Montag veröffentlichten Interview des Vereinsmagazins "51".

  • Zivilcourage sei für eine "funktionierende Gesellschaft gerade in diesen bewegten Zeiten vielleicht wichtiger denn je. Es ist falsch, zu Hause auf der Couch zu sitzen und zu sagen: Mich geht das nichts an. Kampf gegen Diskriminierung bedeutet auch, sich offen dagegen auszusprechen."
  • Der in Berlin geborene Boateng, dessen Vater aus Ghana kommt, ist selbst immer wieder mit Rassismus konfrontiert worden. "Ich denke, für viele ist es schwer, nachzuempfinden, was für ein Schmerz ausgelöst wird, wenn man wegen seiner Hautfarbe oder auch wegen seiner Religion anders behandelt wird", sagte Boateng.
  • Seinen neunjährigen Töchtern versucht er vor allem Selbstbewusstsein zu vermitteln. "Und dass sie eine Stimme haben. Werden sie oder Freunde von ihnen angefeindet, sollen sie das nicht in sich reinfressen, sondern versuchen, das in einem vernünftigen Austausch zu lösen", sagte Boateng.
09:34 Uhr

Erdogan gratuliert seinem Lieblingsklub

Die Glückwünsche vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan kamen prompt - zwar ohne Händeschütteln, aber via Twitter: Erdogans Lieblingsklub Basaksehir Istanbul ist zum ersten Mal türkischer Fußballmeister. "Ich gratuliere dem Super League Cemil Master-Saisonmeister 2019-20 @ ibfk2014 Medipol Basaksehir Football Club und seinen Unterstützern", schrieb der 66-Jährige.

  • 30 Jahre nach der Vereinsgründung im Jahr 1990 und sechs Jahre nach dem Aufstieg sicherte sich Basaksehir den Premierentitel. Seit Gründung der Süper Lig 1959 ist Basaksehir der erst sechste Klub, der zu Meisterehren kommt.
  • In dieser Saison spielte das Team in der Europa League und war dort in einer Gruppe mit Borussia Mönchengladbach. Basaksehir schaffte es in die K.-o.-Runde.
08:52 Uhr

Fußball-Verbandsboss stirbt an Covid-19

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Cesar Salinas ist tot.

(Foto: imago/Agencia EFE)

Cesar Salinas, Präsident des bolivianischen Fußball-Verbands (FBF) ist an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Dies bestätigte der Verband. Der 58-Jährige hatte die FBF seit 2018 geführt.

  • Salinas' Frau, Chefin des bolivianischen Traditionsklubs The Strongest aus La Paz, ist ebenfalls an Covid-19 erkrankt.
  • Salinas hatte kürzlich noch die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in dem südamerikanischen Binnenland vorangetrieben.
  • Bolivien hat bei elf Millionen Einwohner bislang rund 58.000 Corona-Fälle mit 2100 Toten vermeldet, die Zahl der durchgeführten Tests pro eine Million Einwohner ist aber selbst für südamerikanische Verhältnisse gering.
08:23 Uhr

Corona-Ignoranz bei Massen-Meisterparty von Olympiakos

Tausende Fans des griechischen Fußballmeisters Olympiakos Piräus haben sich am Sonntag über die Corona-Schutzmaßnahmen hinweggesetzt und den 45. Titel ihrer Mannschaft außerhalb des Karaiskakis-Stadions gefeiert. In Griechenland sind aufgrund der Corona-Pandemie große Menschenansammlungen verboten.

Auf dem Rasen setzte sich Piräus vor leeren Rängen am letzten Spieltag 3:0 (2:0) gegen den Lokalrivalen AEK Athen durch. Olympiakos beendete die Saison mit 91 Punkten, das Team von Trainer Pedro Martins verlor nur eine einzige Partie. In der kommenden Woche stehen sich die beiden Teams im griechischen Pokalfinale erneut gegenüber.

08:01 Uhr

Ausgezeichnet: Lewandowski ist für seine Kollegen der Beste

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Lewandowski gewinnt die nächste Auszeichnung.

(Foto: Jrgen Fromme / firo Sportphoto )

Torschützenkönig Robert Lewandowski vom deutschen Meister Bayern München ist von seinen Kollegen in der Fußball-Bundesliga zum besten Feldspieler gewählt worden. 42,6 Prozent der 270 teilnehmenden Profis stimmten in einer "Kicker"-Umfrage für den polnischen Stürmer. Zuletzt war Lewandowski bei der Wahl der Spielergewerkschaft VDV bereits zum besten Spieler der Saison gekürt worden.

Auf den Plätzen zwei und drei landeten Jadon Sancho (14,1) von Borussia Dortmund und Lewandowskis Teamkollege Joshua Kimmich (12,2).

07:37 Uhr

Hamilton demütigt Vettels "lahmendes Pferd"

Mercedes und Lewis Hamilton sind in der Formel 1 eine Klasse für sich. Derweil verschwindet Ferrari im F1-Mittelfeld. Wie groß der Unterschied inzwischen ist, zeigt der sechsmalige Weltmeister als er den Deutschen zwölf Runden vor Schluss überrundet.

06:56 Uhr

Enttäuschtes Ferrari verschärft den Ton

Teamchef Mattia Binotto stellt bei Ferrari nun jeden auf den Prüfstand. Der selbst nicht unumstrittene Rennstall-Boss sagte nach dem erneut enttäuschenden Auftritt der Scuderia beim Großen Preis von Ungarn mit der Überrundung beider Fahrer: "Jeder wird seine Arbeit analysieren und den Mut haben müssen, den Kurs zu wechseln, wenn das notwendig ist, denn die aktuelle Dynamik ist nicht akzeptabel."

  • Was genau er damit meinte, führte der 50-Jährige nicht aus. Binotto fügte stattdessen unmissverständlich hinzu: "Es gibt keine andere Lösung, um diese Situation in den Griff zu kriegen."
  • Mit dem sechsten Platz von Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel und dem elften Rang außerhalb der Punkte von Charles Leclerc blieb die Scuderia auch im dritten Rennen der Corona-Notsaison weiter hinter den Erwartungen und eigenen Ansprüchen zurück.
  • Von einem Herausforderer von Titelverteidiger und Ungarn-Sieger Lewis Hamilton sowie dessen Mercedes-Team ist der traditionsreiche Rennstall aus Maranello meilenweit entfernt.
  • Binotto sprach von einem "extrem enttäuschenden Sonntag und einem Ergebnis, das schwer zu schlucken ist". Vor allem die Überrundungen durch Hamilton taten "uns und den Fans sehr wehr", konstatierte Binotto.