Montag, 29. November 2021Der Sport-Tag

23:01 Uhr

So viel Geld hat noch kein Baseball-Profi in einer Saison verdient

Max Scherzer wird laut US-Medien der bestbezahlte Baseball-Profi der Geschichte. Der 37 Jahre alte Amerikaner hat sich demnach mit den New York Mets auf einen Drei-Jahres-Vertrag geeinigt, der ihm insgesamt 130 Millionen Dollar (ca. 115 Millionen Euro) einbringt. Mit einem Jahresgehalt von umgerechnet 38,4 Millionen Euro löst er Pitcher Gerrit Cole von den New York Yankees (ca. 32 Millionen) als Spieler mit dem höchsten Verdienst ab. Scherzer hatte zuletzt für die Los Angeles Dodgers gespielt, die Mets werden der fünfte Klub in seiner 15-jährigen Karriere. 2019 hatte er mit den Washington Nationals die World Series gewonnen.

22:44 Uhr

Norwegische Mannschaft zieht zurück: Bundestrainer fordert Konsequenzen

Skilanglauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder hat den Startverzicht des norwegischen Teams beim Weltcup im eiskalten Ruka als "sportlich unfair" bezeichnet und im Falle einer Wiederholung Konsequenzen gefordert. "Dass eine komplette Männer-Mannschaft absagt, ist für mich nach wie vor nicht nachvollziehbar", sagte der Olympia-Zweite von 2002 der Sportschau: "Das ist sportlich unfair - und so etwas gehört auch bestraft künftig."

Die norwegischen Stars um Dreifach-Olympiasieger Johannes Hösflot Kläbo hatten gestern bei Temperaturen von zunächst 20, beim Start dann 17 Grad unter Null aus gesundheitlichen Gründen komplett auf das Rennen über 15 Kilometer verzichtet. Laut Reglement des Weltverbands FIS dürfen Wettbewerbe nur stattfinden, wenn es nicht kälter als minus 20 Grad ist.

Schlickenrieder kann sich mehrere Konsequenzen vorstellen, "zum Beispiel, dass das die Mannschaftskasse etwas kostet - oder auch Startplätze." Sein Team hatte von den vielen Absagen auch bei anderen Nationen durchaus profitiert: Lucas Bögl holte als Siebter das beste Weltcup-Ergebnis seiner Karriere und erfüllte damit die Norm für Peking 2022.

22:21 Uhr

Am Tag der Entlassung: Hertha spricht schon über Rückkehr von Dardai

Eine Rückkehr von Pal Dardai in seinen Job als Jugendtrainer bei Hertha BSC ist nach seiner Beurlaubung als Chefcoach derzeit ungewiss. Geschäftsführer Fredi Bobic betonte, dass man erst im Frühjahr 2022 mit der Klub-Ikone über ein Vorgehen beraten wolle. Dardai besitzt beim Berliner Fußball-Bundesligisten einen Vertrag als Chefcoach bis zum Saisonende. Nach der ersten Trennung im Sommer 2019 war er nach einer mehrmonatigen Auszeit in seinen Job als Nachwuchstrainer zurückgekehrt. Ein ähnliches Vorgehen hatte der 45-Jährige zuletzt immer wieder als Option bezeichnet.

Herthas Bundesliga-Rekordspieler hatte im Januar zum zweiten Mal den Posten als Chefcoach übernommen und die Berliner vor dem Abstieg bewahrt. Nach bislang 13 Saisonspielen wurde er heute wie seine Co-Trainer Andreas Neuendorf und Admir Hamzagic beurlaubt.

21:49 Uhr

1. FC Köln bereitet vor: Wer keine Maske trägt, kann aus dem Stadion fliegen

Zuschauer, die sich der Maskenpflicht verweigern, sollen künftig aus dem Stadion des 1. FC Köln verwiesen werden können. Das teilte die Stadt Köln nach einem Gespräch mit dem FC mit. Demnach habe der Fußball-Bundesligist zugesagt, die Stadionordnung zu verschärfen, um die Maskenpflicht in Zukunft besser durchsetzen zu können.

Am Samstag beim rheinischen Derby gegen Borussia Mönchengladbach (4:1) waren zahlreiche Fans im mit 50.000 Zuschauern voll besetzen Stadion der Maskenpflicht nicht nachgekommen. Der FC war allerdings auch erst kurz vor dem Spiel davon unterrichtet worden, die Maskenpflicht auch am jeweiligen Platz durchsetzen zu müssen.

Bei dem Gespräch zwischen Stadt und Verein sei deutlich geworden, dass der FC grundsätzlich seiner Betreiberverantwortung gerecht geworden sei, erklärte die Stadt. Die Auswertungen des Infektionsgeschehens nach den Spielen hätten bisher ergeben, dass die verabredeten Konzepte funktionierten, da lediglich ein unterdurchschnittliches Infektionsgeschehen festgestellt werden konnte.

21:18 Uhr

Cristiano Ronaldo weist Ballon d'Or-Organisatoren zurecht

Cristiano Ronaldo hat kurz vor der Zeremonie zum Ballon d'Or den Mitorganisator der wichtigen Fußball-Auszeichnung scharf attackiert. "Pascal Ferré hat gelogen, er hat meinen Namen benutzt, um für sich selbst zu werben und für die Zeitung, für die er arbeitet", schrieb Ronaldo auf Instagram. Damit ging er auf Äußerungen des Chefredakteurs von "France Football" ein, der behauptet hatte, dass Ronaldos größtes Ziel sei, seine Karriere mit mehr Goldenen Bällen als sein Dauerrivale Lionel Messi zu beenden.

"Es ist inakzeptabel, dass die Person, die für die Verleihung eines so prestigeträchtigen Preises verantwortlich ist, auf diese Weise lügt, in absoluter Respektlosigkeit gegenüber jemandem, der France Football und den Ballon d'Or immer respektiert hat", ergänzte Ronaldo.

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20:34 Uhr

1. FC Köln verteidigt volles Stadion

Geschäftsführer Alexander Wehrle hat die massive Kritik am voll besetzten Stadion des 1. FC Köln beim rheinischen Bundesligaderby gegen Borussia Mönchengladbach zurückgewiesen und für eine Vermeidung von erneuten Geisterspielen plädiert. "Auch der Fußball muss einen Schritt zurück gehen müssen. Aber wir sollten die Fakten mit einbeziehen. Wir sind nicht die Hotspots mit unseren Großveranstaltungen", sagte Wehrle.

Am Samstag hatten Bilder vom Derbysieg gegen Gladbach (4:1) für Irritationen gesorgt. Trotz der aktuell sprunghaft steigenden Infektionszahlen in Deutschland waren 50.000 Menschen im Stadion zugelassen. In der tatsächlich ausverkauften Arena hatten sich etliche Menschen aber nicht an die kurzfristig verfügte Maskenpflicht auch am Platz gehalten. Wehrle verwies auf die geltende Coronaschutz-Verordnung, nach der 50.000 Zuschauer erlaubt waren. "Wir hatten ein tragfähiges Hygienekonzept. Das wurde uns vom Gesundheitsamt bestätigt", sagte Wehrle. "Es ist legitim als Verein, diese Verordnung auch umzusetzen."

19:35 Uhr

Lee Elder ist tot

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Elder im April dieses Jahres bei seinem letzten Masters-Besuch.

imago images/UPI Photo

Lee Elder, der erste schwarze Golfer beim US Masters, ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das gab die PGA Tourbekannt. Der aus Dallas stammende Amerikaner, der während seiner Karriere immer wieder mit Rassismus zu kämpfen hatte, erhielt 1975 eine Einladung nach Augusta, nachdem er 1974 die Monsanto Open gewonnen hatte. Bei dem Major-Turnier verpasste er den Cut um vier Schläge.

Noch im April hatte Elder an der traditionellen Eröffnungszeremonie des Masters teilgenommen. Der elitäre Klub in Augusta hatte erst 1990 sein erstes schwarzes Mitglied aufgenommen.

19:01 Uhr

Kopfverletzungen: UEFA gibt den Ärzten jetzt drei Minuten

Die Europäische Fußball-Union (UEFA) will Klubs und Vereine beim umstrittenen Umgang mit Kopfverletzungen stärker sensibilisieren. Der Kontinentalverband veröffentlichte ein kurzes Protokoll, das den Ablauf zur Überprüfung von Gehirnerschütterungen bei europäischen Klub- und Länderspiele regeln soll. Demnach soll der jeweilige Teamarzt während des Spiels die "vollständig" und alleinige Entscheidung fällen.

Das Konzept sieht eine maximale Behandlungsdauer von drei Minuten auf dem Feld vor, außer die betroffene Person ist schwerer verletzt. Sollte die Zeit nicht ausreichen, eine Entscheidung zu treffen, oder der Mannschaftsarzt Anzeichen einer Gehirnerschütterung erkennen, "sollte dem Spieler nicht erlaubt werden, weiterzuspielen".

Bei einer Behandlung am Kopf dürfe der Akteur nur wieder zurück auf das Spielfeld, wenn der Mannschaftsarzt dem Schiedsrichter seine "ausdrückliche" Zustimmung dafür mitgeteilt hat. "Trainer, Schiedsrichter und Spieler dürfen sich nicht in diese Beurteilung und Entscheidung einmischen", heißt es in dem UEFA-Schreiben.

18:34 Uhr

Kurz nach dem Rauswurf: DFB sperrt Herthas Nicht-mehr-Co-Trainer

Der heute Vormittag bei Hertha BSC beurlaubte Co-Trainer Andreas Neuendorf ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit einem Innenraumverbot für ein Ligaspiel bestraft worden. Darüber informierte der DFB nach einer Entscheidung des Sportgerichts. Neuendorf hatte sich beim 1:1 gegen den FC Augsburg am Samstag "unsportlich" verhalten und war mit der Roten Karte vom Feld geschickt worden. Heute trennten sich die Hauptstädter nicht nur von Chefcoach Pal Dardai, sondern auch von dessen Assistent Neuendorf. Der 46 Jahre alte Ex-Profi hat das Urteil bereits akzeptiert.

Zum Innenraumverbot schreibt der DFB, dieses beginne "jeweils eine halbe Stunde vor Spielbeginn und endet eine halbe Stunde nach Abpfiff. Der Trainer darf sich in dieser Zeit weder im Innenraum noch in den Umkleidekabinen, im Spielertunnel oder im Kabinengang aufhalten. Im gesamten Zeitraum darf er mit der Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt treten." Wann und für welchen Verein Neuendorf die Sperre absitzen muss, ist unklar.

18:04 Uhr

Überraschend getrennt: Deutscher Hockey-Bund steht jetzt ohne Bundestrainer da

Nach vier Jahren hört Frauen-Bundestrainer Xavier Reckinger beim Deutschen Hockey-Bund (DHB) auf. Der Belgier hat sich mit dem Verband darauf verständigt, die Zusammenarbeit nicht mehr fortzusetzen. Das gab der DHB bekannt. Bei den Olympischen Spielen in Tokio hatte das DHB-Team mit dem Viertelfinal-Aus gegen Argentinien (0:3) und Platz sechs enttäuscht.

"Wir sind Xavier Reckinger außerordentlich dankbar für die geleistete Arbeit mit den Danas seit 2017. Es ist unübersehbar, welche Entwicklung das Team unter ihm genommen hat", sagte DHB-Sportdirektor Christoph Menke-Salz. Es habe sich "mit Blick auf die anstehenden Großereignisse" aber herausgestellt, dass Verband und Trainer "bei wesentlichen Weichenstellungen für unseren Weg nach Paris auseinander liegen".

Reckinger hatte den Posten 2017 übernommen. Seine größten Erfolge waren EM-Silber 2019 und 2021. Noch im Mai verlängerte der 37-Jährige seinen Vertrag vorzeitig bis Paris 2024, jetzt gibt er die Verantwortung zum Jahresende ab. Die Trennung von Männer-Bundestrainer Kais al Saadi - ebenfalls zum Jahresende - hatte der DHB im Oktober bekannt gegeben.

17:38 Uhr

Ermittlungen beendet: Bundestrainer gesteht sexuellen Missbrauch von Nachwuchsschwimmerinnen

Die Staatsanwaltschaft Würzburg hat Strafbefehl wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen den früheren Schwimm-Bundestrainer Stefan Lurz beantragt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Würzburg mit. Der Vorgang werde derzeit durch das Amtsgericht Würzburg geprüft, hieß es in der Mitteilung. Die im Strafbefehlsverfahren behandelten Vorwürfe habe der Beschuldigte eingeräumt. In Teilbereichen seien Einstellungen von Tatvorwürfen erfolgt. Die Ermittlungen seien nun abgeschlossen.

Die Tatvorwürfe datieren aus den Jahren 2011 und 2012, es geht bei den zwei zu diesem Zeitpunkt minderjährigen Geschädigten zumindest in einem Fall um eine Leistungsschwimmerin des Leistungszentrums Würzburg. Die Behörde in Würzburg hatte das Verfahren wegen sexuellen Missbrauchs von Schutzbefohlenen gegen Lurz im Februar nach einem "Spiegel"-Bericht von Amts wegen eingeleitet.

In dem Bericht wurden dem Trainer sexuelle Übergriffe gegen junge Schwimmerinnen vorgeworfen. Lurz arbeitete am Bundesstützpunkt in Würzburg. Er war über viele Jahre Bundestrainer der Freiwasserschwimmer und feierte mit diesen zahlreiche Erfolge bei Titelkämpfen. Nach dem Magazinbericht im Februar war er zurückgetreten.

17:04 Uhr

Werder-Profis isoliert: Einer mit positivem Test, einer mit Symptomen, einer ungeimpft

Drei Reservisten aus dem Kader von Bundesliga-Absteiger Werder Bremen mussten sich bis auf Weiteres in Quarantäne begeben. Dies gab der Verein offiziell bekannt. Fabio Chiarodia wurde positiv auf Corona getestet, Niklas Schmidt weist entsprechende Symptome aus, und Mitchell Weiser wurde als Kontaktperson eingestuft - was darauf schließen lässt, dass der Defensivspieler nicht geimpft ist.

16:39 Uhr

Wieder fit: DFB-Spielmacherin zum Jahresabschluss zurück im Kader

Spielmacherin Dzsenifer Marozsan steht den deutschen Fußballerinnen im WM-Qualifikationsspiel in Faro gegen Portugal wieder zur Verfügung. Die 29-Jährige vom US-Club OL Reign fehlte zuletzt beim 8:0 in Braunschweig gegen die Türkei ebenso wie Sophia Kleinherne (Eintracht Frankfurt) wegen eines Infekts. "Es sind alle einsatzbereit", sagte Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg vor der Partie am morgigen Dienstag (19 Uhr/ZDF-Livestream).

Die DFB-Auswahl strebt im Estádio de São Luís von Faro den sechsten Sieg im sechsten Spiel auf dem Weg zur Weltmeisterschaft 2023 in Australien und Neuseeland an. Bei einem Erfolg über Portugal kann das Team von Voss-Tecklenburg den härtesten Verfolger in der Gruppe H auf fünf Punkte distanzieren.

16:13 Uhr

Alles andere als lustig: Snooker-Profi schläft mitten im Match ein

Gegen dieses Nickerchen war Snooker-Profi Mark Williams machtlos. Weil der 46 Jahre alte Engländer immer noch an den Spätfolgen seiner Corona-Erkrankung leidet, schlief er mitten in einem Spiel ein. "Mein Kopf senkte sich und ich wachte auf und hatte ungefähr fünf Sekunden lang keine Ahnung, wo ich war", sagte Williams nach seiner 5:6-Niederlage gegen Anthony Hamilton bei der UK Championship im Barbican in York am späten Sonntagabend. Der dreimalige Weltmeister saß in seinem Stuhl und führte 3:2, als er ungewollt einnickte, während Hamilton am Tisch agierte.

"Ich möchte mich bei jedem entschuldigen, der heute Abend zugeschaut hat. In 30 Jahren als Profi bin ich noch nie zuvor in meinem Stuhl eingeschlafen. Es hat übrigens nichts mit Anthony zu tun, ich habe mich von Covid noch nicht ganz erholt. Etwas peinlich und nicht professionell", twitterte Williams. Er sei "einfach nur erschüttert", sagte Williams. Er war nach seiner Corona-Erkrankung im Oktober gerade erst in den Spielbetrieb zurückgekehrt. "Ich sollte eigentlich morgens oder nachmittags spielen. Je länger der Tag dauert, desto müder werde ich", sagte Williams.

15:52 Uhr

Herzschlag-Duell in der Formel 1: Der Große Preis von Saudi-Arabien bei RTL

Das Premiere-Rennen in Saudi-Arabien markiert das vorletzte Kapitel im packenden Duell um die F1-Meisterschaft. Kann Hamilton seine Aufholjagd auf den führenden Verstappen fortsetzen? Die Antwort gibt es am Sonntag, dem 5. Dezember, live ab 17.15 Uhr bei RTL.

15:35 Uhr

Mieses Darts-Jahr: Früherer Top-Spieler scheitert an WM-Qualifikation

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Es reicht nicht für Hopp.

(Foto: picture alliance / DPPI media)

Die ehemalige deutsche Nummer eins Max Hopp hat die Qualifikation für die Darts-WM verpasst. Der 25 Jahre alte Hesse schaffte es beim letzten Qualifikationsturnier am Montag im englischen Barnsley nicht, einen der insgesamt drei Top-Plätze für die WM in London (15. Dezember bis 3. Januar) zu erreichen.

  • Der "Maximiser", wie Hopp genannt wird, verlor stattdessen direkt in der ersten Runde mit 4:6 gegen den Australier Gordon Mathers, den er im Vorjahr bei der WM im Alexandra Palace noch mit 3:0 besiegt hatte.
  • Für Hopp endet damit ein erfolgloses Darts-Jahr. Seit 2013, als er mit 16 Jahren im "Ally Pally" debütierte, verpasst der frühere deutsche Spitzenspieler zum zweiten Mal nach 2018 die WM.
  • Gabriel Clemens, Martin Schindler sowie die beiden Debütanten Florian Hempel und der 16 Jahre junge Fabian Schmutzler sind bereits für das wichtigste Turnier des Jahres qualifiziert.
14:43 Uhr

Bitter für Schalke: Rekord-Torjäger spielt dieses Jahr nicht mehr

Diese Neuigkeiten frustrieren die Fans des FC Schalke 04: Simon Terodde ist dieses Jahr nicht mehr spielfähig. Der Zweitliga-Rekordtorschütze fällt aufgrund einer Muskelverletzung in der Wade länger aus, teilte der Klub mit. Er wird damit die Topspiele bei Tabellenführer FC St. Pauli am Samstag (20.30 Uhr/Sky und Sport1), gegen den 1. FC Nürnberg (10. Dezember) und beim Hamburger SV (18. Dezember) verpassen.

"Das Problem ist, dass er beim Spiel gegen Werder Bremen einen Schlag abbekommen hat und die Flüssigkeit, dieses Hämatom, ist ein bisschen nach unten gewandert und hat sich dann zusammen mit der Verletzung an dieser Stelle gebildet", hatte Schalkes Trainer Dimitrios Grammozis im Anschluss an die Partie betont. Terodde ist mit zwölf Treffern aus 14 Spielen der Toptorjäger seines Teams. Gegen den SV Sandhausen fehlte er allerdings auch schon - und Schalke gewann mit 5:2.

13:47 Uhr

Faustschlag, Morddrohung, Pöbeleien: Arminia-Fans drehen durch

Anhänger von Arminia Bielefeld sollen am Wochenende rassistisch gepöbelt und einen Bahn-Mitarbeiter geschlagen haben. Wie die Polizei am Montag mitteilte, soll es am frühen Sonntagmorgen auf der Rückfahrt der Arminen-Fans vom Auswärtsspiel bei Bayern München (0:1) in einem ICE zu mehreren Vorfällen gekommen sein.

  • Demnach soll ein 34 Jahre alter Arminen-Fan den Leiter des ICE-Bordbistros mit der Faust ins Gesicht geschlagen, diesen rassistisch beleidigt und mit dem Tod gedroht haben. Ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Bedrohung und Beleidigung wurde eingeleitet, nachdem Bundespolizisten am Bahnhof Herford zugestiegen waren und versucht hatten, die Randalierer zu beruhigen.
  • In Bielefeld soll dann ein weiterer Fan der elfköpfigen Gruppe gedroht haben, den Bordbistro-Leiter umzubringen. Auch gegen diesen 23 Jahre alten Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet.
  • Ein 20-Jähriger hatte sich zudem beharrlich geweigert, den vorgeschriebenen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Ihm droht nun ein Bußgeld wegen der Ordnungswidrigkeit.
12:17 Uhr

"Nicht durchsetzbar": DTB-Sportchef rechnet mit neuem Davis Cup

DTB-Sportdirektor Klaus Eberhard steht dem neuen Modus im Davis Cup weiter kritisch gegenüber und rechnet mit Änderungen. "So ist der Modus, wie er jetzt ist, sicherlich auf Dauer nicht durchsetzbar", sagte der Sportdirektor des Deutschen Tennis Bunds (DTB) am Tag nach dem deutschen Viertelfinaleinzug bei der Endrunde: "Ich denke, sie werden schon wieder was reformieren. Ich bin gespannt, was dabei rauskommt. Sie selbst, würde ich sagen, sehen, dass es nicht so einfach ist, wie sie sich das vorgestellt haben mit dem Modus."

Vor drei Jahren war die umfassende Reform des Nationen-Wettbewerbs beschlossen worden, 2019 fand die erste Auflage im neuen Modus statt. Statt mehreren übers Jahr verteilten Runden gibt es eine Endrunde mit 18 Mannschaften. "Man müsste vielleicht die Gruppenspiele, die wir jetzt gerade gespielt haben, zwei, drei Monate vorher spielen", schlug Eberhard vor.

11:16 Uhr

Nachfolger des FC Bayern gesucht: FIFA hat neue Details zur Klub-WM

Nach der Absage aus Japan soll die Klub-WM des Fußball-Weltverbandes FIFA vom 3. bis 12. Februar 2022 in den Vereinigten Arabischen Emiraten ausgetragen werden. Das teilte die FIFA vor der Auslosung am Abend mit. Das Turnier sollte ursprünglich im Dezember in Japan stattfinden, das im September jedoch wegen der Coronavirus-Pandemie abgesagt hatte. Die bislang letzte Auflage gewann im Februar der FC Bayern München.

Ende des vergangenen Jahres hatte die FIFA entschieden, die Klub-WM 2021 noch im alten Format stattfinden zu lassen. Ursprünglich hätte in diesem Sommer ein neues Turnier mit 24 Mannschaften in China stattfinden sollen. Wegen der coronabedingten Verschiebung der EM 2020 und der Copa América um ein Jahr war das Turnier aber ebenso verlegt worden. Zudem sind die Pläne für ein reformiertes Format erst einmal ausgesetzt worden.

10:36 Uhr

"Gesamtpaket, Treffsicherheit ...": Weltmeister will Ballon d'Or für Lewandowski

Der frühere französische Welt- und Europameister Robert Pirès würde sich über Robert Lewandowski als Gewinner des prestigeträchtigen Ballon d'Or freuen. "Ich hoffe sehr, dass Robert Lewandowski diese Ehrung erhält", sagte der 48-Jährige in einem "Sportbuzzer"-Interview.

Der polnische Stürmer des deutschen Fußball-Rekordmeisters FC Bayern München sei der momentan beste Angreifer der Welt. "Vom Gesamtpaket her sowie von der Entwicklung und der Treffsicherheit ist Lewandowski einfach der Beste. Wäre er letzte Saison im Viertelfinale der Königsklasse gegen Paris Saint-Germain dabei gewesen und nicht verletzt, dann hätten die Münchner nicht nur das Halbfinale erreicht, sondern sie hätten womöglich ihren Titel verteidigt", sagte Pirès.

Am Abend (ab 20.30 Uhr) wird im Pariser Théâtre du Châtelet der Goldene Ball der französischen Fachzeitung "France Football" für die herausragenden Fußballerinnen und Fußballer verliehen.

09:48 Uhr

Überwachung, Druck, Zensur: Reporter ohne Grenzen warnen vor Olympia in China

Die Organisation Reporter ohne Grenzen (RSF) hat den ausländischen Medien bei der Berichterstattung von den Olympischen Winterspielen in Peking (4. bis 20. Februar 2022) zur Vorsicht geraten und einen umfangreichen Empfehlungskatalog veröffentlicht. So sollten Journalisten, die nach China reisen, keine Anwendungen herunterladen, "die es den chinesischen Behörden ermöglichen könnten, sie zu überwachen", wird in einem am Montag veröffentlichten Statement ("Medienvertreter müssen sich schützen") betont.

"Tun Sie alles, um die Gefahr von Druck von außen, sei es aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen, zu vermeiden, und prangern Sie jede redaktionelle Einmischung unverzüglich an. Weisen Sie jede Aufforderung zu Zensur und Überwachung zurück", heißt es unter anderem. Olympia biete Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping "eine wunderbare Gelegenheit, sein Image aufzupolieren und zu versuchen, über seine katastrophale Menschenrechtsbilanz hinwegzutäuschen - auch und gerade in Bezug auf die Presse- und Informationsfreiheit", sagte RSF-Geschäftsführer Christian Mihr laut Mitteilung.

09:09 Uhr

Australian-Open-Aus? Impfskeptiker Djokovic will sich nicht erpressen lassen

Die Teilnahme des serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic an den Australian Open bleibt wegen der Impfskepsis des Tennisstars weiterhin fraglich. "Unter diesen Erpressungen und Umständen ist es wahrscheinlich, dass er nicht teilnehmen wird", sagte sein Vater Srdjan Djokovic im serbischen Fernsehsender Prva TV. Der Hintergrund: Nur gegen Corona geimpfte Tennisprofis dürfen beim ersten Grand-Slam-Turnier des Jahres vom 17. bis 30. Januar in Australien mitspielen. Der Titelverteidiger ließ bislang seinen Impfstatus und Start in Melbourne offen. Der 34-Jährige hatte in der Vergangenheit mehrfach erklärt, dass sein Impfstatus Privatsache sei.

Ähnlich äußerte sich der ältere Djokovoc in dem Fernsehgespräch. "Jeder hat das Recht, über seine eigene Gesundheit zu entscheiden. Geimpft zu sein oder nicht, ist jedermanns ureigenste Entscheidung", meinte er. Er glaube nicht, dass der Sohn seinen Impfstatus offenlegen werde. Er wisse aber auch nicht, wie sich sein Sohn entscheidet. Selbst wenn er es wüsste, würde er nicht im Fernsehen darüber sprechen. "Er hat das Recht zu entscheiden, wie er will", so Srdjan Djokovic.

08:38 Uhr

Staatenloser NBA-Star ändert Namen in Freedom und wird US-Bürger

Der politisch engagierte NBA-Profi Enes Kanter wird US-Bürger und ändert seinen Namen zu Enes Kanter Freedom. Ein Gericht hat die Namensänderung genehmigt, die US-Staatsangehörigkeit tritt um 16.00 Uhr Ortszeit in Kraft. Der Teamkollege von Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder bei den Boston Celtics hat es sich mit seiner Kritik schon vor langer Zeit mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan verscherzt. Schon seit 2017 soll sein türkischer Pass eingezogen sein, Kanter gilt als staatenlos. Zuletzt war der 29-Jährige sehr aktiv mit Kritik an China und den Menschenrechtsverletzungen des nächsten Olympia-Gastgeberlandes.

08:09 Uhr

Stuttgart-Boss warnt vor Geisterspielen: "Für uns wirklich dramatisch"

Vorstandschef Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart hat erneut eindringlich vor weiteren Geisterspielen in der Bundesliga oder gar einem "Fußball-Lockdown" gewarnt. "Geisterspiele sind für uns wirklich dramatisch", sagte der frühere Nationalspieler in der SWR-Sendung "Sport BW" und nannte die finanzielle Lage "immer mehr prekär". Wie andernorts hat auch die Landesregierung von Baden-Württemberg Geisterspiele angekündigt.

"Finanziell hat das große Auswirkungen", betonte Hitzlsperger. Der VfB habe seit Pandemie-Beginn rund 80 Millionen Euro Einnahmeverluste zu verbuchen: "Das ist enorm. Wir haben eine große Stadionkapazität und sind auch abhängig von den Ticketing-Erlösen. Wenn die wegbrechen, dann spüren wir das sehr deutlich." Er könne verstehen, dass es Gründe für Geisterspiele gebe, würde sich aber eine andere Lösung wünschen. "Wir haben alle Verordnungen sauber umgesetzt. Alles war sehr offen und kooperativ und ich habe keine Kritik gehört", sagte er. Deshalb finde er es "sehr, sehr schade", dass nicht über Alternativen zu Geisterspielen gesprochen werde.

07:41 Uhr

"Er liebt die Premier League": Haaland-Kumpel ist sich sicher

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Frisst auch jeden Gegner: Erling Haaland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dieser Mann ist ein Phänomen, vielleicht DAS Phänomen im Weltfußball: Erling Haaland. Und alle Vereine jagen den Stürmer von Borussia Dortmund. Seinem Marktwert sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Ein Mann mit einem Torhunger wie kaum ein Zweiter. Und auch abseits des Platzes ist sein Appetit kaum zu stillen, sagt ein guter Kumpel des 21-Jährigen. "Er ist einfach ein Freak. Ich habe noch nie jemanden gesehen, der so viel isst, wie er. Ja, er ist durchtrainiert, aber er frisst einfach wie ein Bär", sagte Watford Profi Joshua King, ein Freund Haalands, im Podcast "The Cycling GK".

King, seit Jahren in der Premier League unterwegs, würde seinen Freund gerne im Trikot einer englischen Spitzenmannschaft sehen. "Er ist einfach ein Kind, das Fußball genießt. Ich würde ihn gerne in der Premier League sehen. Das habe ich letzten Sommer auch gesagt. Ich sagte: 'Du musst in die Premier League kommen' und er liebt die Premier League - aber er ist noch jung, also hat er Zeit." An Interessenten dürfte es auf der Insel kaum mangeln. Und auch am Geld sollte es bei Clubs wie Manchester City, Chelsea und Liverpool kaum scheitern.

06:53 Uhr

"Kein Spieler hat es mehr verdient": Lewandowski vor Triumph in Paris

Eine kleine Delegation des FC Bayern München reist heute frohen Mutes nach Paris. Stürmerstar Robert Lewandowski hofft nach erneut bärenstarken Monaten auf die prestigeträchtige Auszeichnung mit dem Ballon d'Or, dem Goldenen Ball der französischen Fachzeitung "France Football" für die herausragenden Fußballerinnen und Fußballer. "Ich glaube, es gibt keinen Spieler auf der Welt, der es mehr verdient hätte, das Ding zu gewinnen", sagte Trainer Julian Nagelsmann vor der Kür am Abend (ab 20.30 Uhr) im Théâtre du Châtelet. "Der Lewy muss das Ding ziehen. Das ist ganz klar, er hat es absolut verdient", sagte Thomas Müller bei Sky. Auf der Liste der 30 Finalisten der Journalistenwahl stehen allerdings auch die Namen der Superstars Lionel Messi (Paris Saint-Germain) und Cristiano Ronaldo (Manchester United). Aus der Bundesliga ist auch Borussia Dortmunds aufstrebender Stürmerstern Erling Haaland dabei. Im vergangenen Jahr war die Kür wegen der Corona-Pandemie ausgefallen.

06:24 Uhr

Bizarre Schwalbe: Torhüter fällt um, Mitspieler fliegt vom Platz

Kuriose Szene im norwegischen Fußball: Torwart Patrik Gunnarsson hat im Erstligaspiel seines Klubs Viking Stavanger bei Kristiansund BK (3:2) per Schwalbe eine Rote Karte gegen seinen Mitspieler David Brekalo provoziert. Nach einer gefährlichen Hereingabe der Gastgeber in der Schlussphase beschimpften sich Keeper und Verteidiger zunächst, ehe der Slowene Brekalo seinen isländischen Kollegen zweimal vor die Brust stieß. Beim zweiten Schubser ging Gunnarsson wie vom Blitz getroffen zu Boden - und Brekalo musste vom Platz (90.+5). Die Zeitung Verdens Gang nannte den Vorfall "bizarr". Gunnarsson berichtete, er habe Brekalo zugerufen, er hätte den Ball klären müssen. Daraufhin sei dieser auf ihn losgegangen. "Sich mit einem Teamkollegen zu streiten gehört dazu. Aber wir sollten uns nicht tätlich angreifen", sagte er dem "Aftenbladet". "Das war für uns als Klub nicht schön", gab Trainer Bjarte Lunde Aarsheim zu. Die beiden Streithähne hätten sich aber inzwischen die Hand gegeben und sich bei ihren Teamkollegen entschuldigt.

05:57 Uhr

Druck auf Fußball nimmt zu: Auch Lindner fordert weniger Fans in Stadien

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Beim Spiel Leipzig gegen Leverkusen waren bereits keine Fans mehr erlaubt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Es ist das Thema der Woche und es sieht nicht gut aus für den Profisport, der sich auf deutliche Zuschauerbeschränkungen einstellen muss. Wie auch die Äußerung des FDP-Parteichefs Christian Lindner am späten Sonntag beweist. "Auch wenn ich Fußball-Fan bin: In den Größen, in denen die Stadien jetzt besetzt sind, geht das nicht", sagte der 42-Jährige in der ARD-Talkshow Anne Will. Während die Begegnung zwischen RB Leipzig und Bayer Leverkusen (1:3) am Sonntagabend als Geisterspiel ausgetragen wurde, fand das rheinische Derby zwischen dem 1. FC Köln und Borussia Mönchengladbach (4:1) am Samstag vor 50.000 Zuschauern statt. In Bayern ist die Zahl der erlaubten Besucher in den Stadien schon stark reduziert. In Baden-Württemberg wird ebenfalls über Geisterspiele beraten. Beim Bundesliga-Topspiel zwischen Borussia Dortmund und Bayern München sind aktuell noch 67.000 Zuschauer im Dortmunder Westfalenstadion zugelassen.

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