Montag, 06. April 2020Der Sport-Tag

Heute mit Tobias Nordmann, Till Erdenberger & Torben Siemer
22:37 Uhr

FC Liverpool bereut "falschen Schluss" - und macht ihn rückgängig

Der FC Liverpool hat seine Entscheidung revidiert und schickt zahlreiche Mitarbeiter während der Coronavirus-Krise doch nicht in den Zwangsurlaub. Das teilte der Vorsitzende Peter Moore mit. Moore entschuldigte sich auch bei den Fans, die die Maßnahmen zuvor scharf kritisiert hatten. "Wir glauben, dass wir letzte Woche zum falschen Schluss gekommen sind", schrieb Moore, "das tut uns wirklich leid."

Erst am Samstag hatten die Reds angekündigt, ein Programm der Regierung zur Rettung von Arbeitsplätzen nutzen, indem 80 Prozent der Löhne vom Staat übernommen werden. Den Rest wollte der Verein beisteuern, damit die Angestellten keine finanziellen Nachteile erleiden. Ähnlich hatten es bereits die Ligarivalen Tottenham Hotspur, Norwich City, Newcastle United und AFC Bournemouth gemacht.

Ein anonym bleibender Mitarbeiter des Klubs sagte dem Sender BBC: "Der Klub bezeichnet die Mitarbeiter als Familie. Ich fühle mich nicht wie ein Familienmitglied. Warum nutzt ein Klub, der mehr als 100 Millionen Pfund umsetzt, ein Regierungsprogramm für seine Mitarbeiter, wenn andere Unternehmen es mehr brauchen?"

21:52 Uhr

Sané oder Werner? Matthäus gibt dem FC Bayern seinen Rat

Rekordnationalspieler Lothar Matthäus hat dem deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München zur Verpflichtung von Timo Werner statt Leroy Sané geraten. "Er ist auf dem Feld flexibler, sein Charakter entspricht dem Wunschbild der Verantwortlichen möglicherweise ein kleines bisschen mehr. Da ist die Unruhe-und-Bling-Bling-Gefahr deutlich niedriger. Er kann sowohl ganz vorne an Lewandowskis Stelle spielen, hängend dahinter oder auf den Flügeln. Und günstiger dürfte er auch sein", schrieb Matthäus in seiner Kolumne bei "Sky".

Nationalstürmer Werner von RB Leipzig ist angeblich für eine festgelegte Ablösesumme zwischen 55 und 60 Millionen Euro zu haben. Trainer Hansi Flick, der kürzlich einen neuen Vertrag bis Sommer 2023 erhielt, gilt als großer Befürworter des 24-Jährigen.

21:29 Uhr

Uefa-Chef: "Müssen Weg finden", damit Liverpool Meister wird

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin hat sich für den FC Liverpool als englischen Meister ausgesprochen, auch wenn die Saison in der Premier League aufgrund der Corona-Pandemie nicht beendet werden kann. "Falls die Spiele nicht gespielt werden können, müssen wir einen Weg finden", sagte Ceferin der slowenischen Sportzeitung Ekipa. Die Mannschaft von Teammanager Jürgen Klopp liegt derzeit 25 Punkte vor Titelverteidiger Manchester City. Er sehe kein Szenario, bei dem Liverpool nicht der Meister wäre, so Ceferin.

Die Premier League pausiert derzeit auf unbestimmte Zeit. Ceferin glaubt aber weiterhin an ein reguläres Saisonende. "Ich bin ein Optimist", sagte der Slowene. Er könne aber nichts "garantieren oder versprechen". Es hänge alles davon ab, "ob die Umstände sicher genug sind, damit beim Fußballspielen niemand in Gefahr gerät".

20:51 Uhr

Radomir Antic ist tot

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Antic in seiner Zeit als Nationaltrainer Serbiens.

(Foto: imago sportfotodienst)

Der frühere serbische Fußballtrainer Radomir Antic ist im Alter von 71 Jahren gestorben. Das teilte sein früherer Verein Atlético Madrid am Abend mit. "Die Familie Atletico trauert um einen unserer legendären Trainer: Radomir Antic. Er wird immer in unseren Herzen sein. Ruhe in Frieden", schrieb der Verein in einer Mitteilung.

Antic hatte von 1995 bis 2000 Atlético betreut und mit dem Verein in der Saison 1995/96 das Double aus Meisterschaft und Pokal gewonnen. Zudem betreute er Real Madrid (1991 bis 1992) und den FC Barcelona (2003). Er ist damit bislang der einzige Coach, der diese drei Vereine trainiert hat.

20:04 Uhr

Englischer Nationaltrainer verzichtet auf mehr als ein Million Pfund

Der englische Fußball-Nationaltrainer Gareth Southgate und andere Topverdiener des englischen Fußballverbands haben einer Gehaltskürzung zugestimmt. Das teilte der FA-Geschäftsführer Mark Bullingham mit. Unter dem Gesichtspunkt, dass "die mit den höheren Gehältern die größere Verantwortung tragen", hätten die leitenden Angestellten sich bereit erklärt, während der Coronavirus-Krise auf 15 Prozent ihres Lohns zu verzichten. Die Topverdiener hätten einer Senkung um 30 Prozent zugestimmt. Southgate gehört laut Medienberichten mit einem Jahresgehalt von rund 3,4 Millionen Euro zu den bestbezahlten Mitarbeitern der FA.

Auch Gary Neville, Nationaltrainer der Frauen-Nationalmannschaft, zählt mit umgerechnet rund 340.000 Euro dazu. Außerdem schlug die FA allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit einem Jahressalär von mehr als 57.000 vor, auf 7,5 Prozent zu verzichten.

19:16 Uhr

F1-Traditionsteam entlässt Mitarbeiter vorübergehend

Der Formel-1-Rennstall Williams hat einige seiner Mitarbeiter "im Rahmen einer breiten Palette von kostensenkenden Maßnahmen" vorübergehend freigestellt. Diese Freistellung sei zunächst befristet bis Ende Mai, heißt es in einem offiziellen Statement des Teams am Montag. Die Entscheidung sei nicht leichtfertig getroffen worden, man wolle damit die Mitarbeiter langfristig schützen.

Gleichzeitig verzichten "das obere Management" und die beiden Fahrer George Russell und Nicholas Latifi rückwirkend zum 1. April auf 20 Prozent ihres Gehalts. Bereits vor einigen Tagen hatte das Team McLaren ähnliche Maßnahmen ergriffen. Die Fahrer Carlos Sainz und Lando Norris hatten sich ebenfalls mit reduziertem Gehalt einverstanden erklärt, zudem wurden etliche Mitarbeiter freigestellt.

18:21 Uhr

BVB-Legende plant Kauf von Traditionsverein

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In Dortmund ist Kuba für viele BVB-Fans auch Jahre nach seinem Abschied ein Held.

(Foto: imago sportfotodienst)

Dass dieser Jakub Blaszczykowski kein normaler Fußballer ist, hatten sie in Dortmund schnell registriert. Nicht nur wegen seines unermüdlichen Kämpferherzens, der beiden Meisterschaften und des Pokalsiegs war der Pole, den sie während seiner acht Jahre bei der Borussia liebevoll nur Kuba nannten, zum Liebling der Südtribüne aufgestiegen. Größe beweist Blaszczykowski nun in seiner Heimat - wieder einmal. Bei seinem Jugendklub Wisla Krakau lässt der 34-Jährige seine Karriere ausklingen, doch die Coronakrise trifft auch den chronisch klammen Traditionsverein hart. Wie der polnische TV-Sender TVP berichtete, plant Blaszczykowski deshalb, den Klub zusammen mit zwei Geschäftspartnern zu übernehmen und vor einer drohenden Insolvenz zu retten.

Es wäre nicht Blaszczykowskis erste Hilfsaktion für den Klub. Als er im Februar 2019 zurückkehrte, unterschrieb er einen Vertrag bis Saisonende, der ihm monatlich umgerechnet nur 116 Euro einbrachte, die er in Form von Eintrittskarten an Waisenkinder spendete.

16:57 Uhr

Pep Guardiolas Mutter stirbt nach Corona-Infektion

Die Mutter des spanischen Fußball-Startrainers Pep Guardiola vom Premier-League-Klub Manchester City ist nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das verkündete Guardiolas Verein auf Twitter. Dolors Sala Carrió sei in Manresa in der Nähe von Barcelona im Alter von 82 Jahren gestorben, teilte Man City mit.

"Alle, die mit dem Klub in Verbindung stehen, senden Pep, seiner Familie und all seinen Freunden in dieser äußerst schmerzlichen Zeit ihr tief empfundenes Mitgefühl", hieß es in der Mitteilung.

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16:12 Uhr

Ex-Football-Star wütet im Wrestling-Ring

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2019 beendete "Gronk" seine NFL-Karriere - er gilt als einer der besten Tight Ends der Ligageschichte.

(Foto: imago images / UPI Photo)

Im Football eine Urgewalt, und auch im Wrestling kaum zu stoppen: Rob Gronkowski, an der Seite des deutschen Profis Sebastian Vollmer und von Superstar Tom Brady dreifacher Super-Bowl-Champion mit den New England Patriots, wird nun auch auf dem zweiten Bildungsweg als Ringkämpfer zum Titelsammler. Bei der 36. Auflage der legendären Wrestlemania sicherte sich "Gronk" in Orlando seinen ersten Gürtel in der führenden Wrestling-Liga WWE.

Der 30 Jahre alte hünenhafte Blondschopf holte - wegen der Coronakrise vor leeren Rängen - den "24/7"-Titel. Im kunterbunten Outfit entthronte der Berufsextrovertierte den Kurzzeit-Titelträger Mojo Rawley. Die an zwei Tagen ausgetragene Wrestlemania hatte 18 Kämpfe zu bieten, unter anderem waren Wrestling-Superstars wie der Undertaker und John Cena mit von der Partie. Der "24/7"-Titel kann zu jederzeit und bei jedem Wrestling-Event - also an 24 Stunden pro Tag und an sieben Tagen pro Woche - den Träger wechseln. Einzige Voraussetzung: Ein WWE-Schiedsrichter muss anwesend sein.

15:26 Uhr

"Finde ich sehr gut": Lob für das DFL-Krisenmanagement

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(Foto: imago images/Revierfoto)

Der Geschäftsführer der EWE Baskets Oldenburg, Hermann Schüller, hofft auf eine Fortsetzung der derzeit unterbrochenen Saison in der Basketball-Bundesliga. "Wir alle zusammen haben eine Verpflichtung gegenüber Fans und Sponsoren und wir haben die Pflicht, für eine Fortsetzung der Saison zu kämpfen", sagte der 68-Jährige in einem Interview der "Nordwest Zeitung". Angesprochen auf Spiele ohne Zuschauer, wie sie die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Betracht zieht, sagte Schüller: "Einfach nur abwarten und hoffen und sich dann erst mit Szenarien auseinandersetzen, ist nicht ratsam. Daher finde ich es sehr gut, wie die DFL an dieses Thema herangeht." Die Basketball-Bundesliga ruht wie die Fußball-Bundesliga bis mindestens 30. April.

14:33 Uhr

Bayern-Leihspieler plant schon seinen Abschied aus München

Der spanische Fußball-Profi Álvaro Odriozola plant bereits den Abschied vom FC Bayern und die Rückkehr zu Real Madrid. "Ich spüre sehr, dass (Real-Trainer Zinedine) Zidane mir vertraut und habe keine Zweifel, dass meine Zeit (in Madrid) noch kommen wird", sagte der 24 Jahre alte Rechtsverteidiger im Interview der Fachzeitung "Marca". Die Bayern hatten den vierfachen A-Nationalspieler im Januar bis zum Saisonende ausgeliehen. Der Mann aus dem Baskenland betonte aber: "Ich lebe in der Gegenwart und muss bis Saisonende an Bayern denken." Er wolle sich in München nach Anfangsschwierigkeiten noch durchsetzen. Seit seiner Ankunft in München bestritt er nur zwei von zehn Pflichtspielen, einmal stand er dabei in der Startelf.

Der Spieler räumte ein, dass Fußball derzeit wegen der Corona-Krise "erst an zweiter, dritter oder vierter Stelle" komme. "Oder sogar dahinter." Im Sommer wolle er das Gespräch mit Coach Zidane suchen. "Ich will wissen, was er von mir hält. Aber ich wiederhole: Ich spüre die Zuneigung und den Respekt von Zidane", sagte Odriozola. Bei Real war er an Nationalteam-Kollege Dani Carvajal nicht vorbei gekommen.

13:59 Uhr

Fußball-Fans freuen sich mehrheitlich auf Geisterspiele

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Fußball ohne Zuschauer wäre für die meisten Fans okay.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL und ntv plädieren 60 Prozent der Fußballinteressierten für eine Fortsetzung der Bundesligasaison mit Geisterspielen. 24 Prozent der Befragten sind dagegen, 16 Prozent ist es egal.

Bei denen, die sich nicht für Fußball interessieren, kommen die Befürworter für eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der Corona-Krise lediglich auf 28 Prozent. 21 Prozent votierten dagegen. Mit 51 Prozent betonte die Mehrheit, dass es derzeit Wichtigeres als Fußball gebe. Die Deutsche Fußball Liga hat den Spielbetrieb vorerst bis 30. April ausgesetzt.

13:20 Uhr

Hamilton sieht schwarz: "Menschliche Rasse außer Kontrolle"

Der Schatten eines Mannes im Meer, der Kopf gesenkt, die Hände gefaltet, im Hintergrund ein leuchtender Sonnenuntergang - Lewis Hamilton liebt die Selbstinszenierung, das war schon vor Corona so und ist jetzt nicht anders. "Ich nutze die Zeit, um an mir zu arbeiten, körperlich, aber auch mental", schreibt der Formel-1-Champion und zeichnet in den sozialen Medien ein düsteres Szenario: "Die menschliche Rasse ist außer Kontrolle." Nun, zunächst mal ist die Formel 1 außer Kontrolle und damit das gewohnte Arbeitsumfeld von Hamilton und seinen Kollegen. Acht der 22 geplanten Rennen sind mittlerweile abgesagt oder verschoben, der aktuell vorgesehene Start am 14. Juni in Montreal ist angesichts der weltweit grassierenden Corona-Pandemie mehr als fraglich. Fast schon verzweifelt ringen die Formel-1-Bosse um Lösungen, neuestes Konstrukt: Der Freitag an den Grand-Prix-Wochenenden soll gestrichen und damit mehr Platz für mehr Rennen in kürzerer Zeit geschaffen werden.

12:46 Uhr

Klopp will offenbar auf bis zu 30 Prozent Gehalt verzichten

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Auch Jürgen Klopp würde die Gehaltseinbuße offenbar akzeptieren.

(Foto: imago images/Action Plus)

In der Premier League haben sich offenbar mehrere Trainer grundsätzlich zu einem Gehaltsverzicht bereit erklärt, darunter ist nach einem Bericht der Zeitung "Daily Mail" auch Liverpool-Coach Jürgen Klopp. Wegen der Coronavirus-Krise und der Zwangspause im englischen Fußball laufen seit Tagen Gespräche zwischen den 20 Vereinen und ihren Trainern. Laut "Daily Mail" werde die Notwendigkeit einer Gehaltskürzung um 30 Prozent, wie sie von der Liga empfohlen wurde, anerkannt. Klopp und West-Ham-Coach David Moyes sollen demnach bereits im privaten Umfeld geäußert haben, dass sie eine Gehaltskürzung akzeptieren würden. Zuvor hatten Bournemouth-Trainer Eddie Howe und Brighton-Coach Graham Potter öffentlich erklärt, auf einen Teil ihres Lohns zu verzichten. Die Spieler haben einen Gehaltsverzicht bislang abgelehnt. Die Spielergewerkschaft PFA begründete die Haltung damit, dass der englischen Regierung dadurch rund 200 Millionen Pfund (227 Millionen Euro) an Steuergeldern verloren gingen, die unter anderem der nationale Gesundheitsdienst NHS dringend benötige.

11:52 Uhr

Bayerns Weltmeister soll Flicks Co-Trainer werden

Der FC Bayern erwägt laut einem Bericht der "Bild"-Zeitung die Beförderung von Miroslav Klose zum Assistenten von Chefcoach Hansi Flick. Der ehemalige Nationalspieler trainiert aktuell die U17 des Klubs, sein Vertrag bei dem Nachwuchsteam läuft aber im Sommer aus. Wie die "Bild" berichtete, sei der 41-Jährige ein aussichtsreicher Kandidat auf den Job in der ersten Mannschaft. Für Klose sei dies auch eine "ernsthafte Option", hieß es. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen. Flick, dessen Kontrakt als Chef in München bis 30. Juni 2023 verlängert wird, und Klose kennen sich aus den gemeinsamen Zeiten bei der Nationalmannschaft. 2014 wurden der Stürmer und der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw zusammen Weltmeister.

11:37 Uhr

Charles Leclerc gewinnt virtuellen Ersatz-GP

Die Corona-Krise macht auch die Formel 1 erfinderisch: Beim zweiten virtuellen Grand Prix wird auf dem animierten Parcours von Melbourne über die halbe Renn-Distanz gefahren. An der Konsole am Start sind neben Ex-Weltmeister Jenson Button auch sechs aktuelle Formel-1-Piloten.

11:01 Uhr

Sonderfall Bremen: Warum Werder nicht in Kleingruppen trainieren darf

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Nicht begeistert: Werders Trainer Florian Kohfeldt.

(Foto: imago images/Bernd König)

Werder Bremen darf im Gegensatz zu anderen Klubs der Fußball-Bundesliga an diesem Montag noch nicht wieder mit dem Training in Kleingruppen beginnen und fürchtet deshalb Nachteile gegenüber der Konkurrenz. "Wir werden weiterhin die Vorgaben der Behörden in allen Bereichen vollumfänglich umsetzen, befinden uns aber weiterhin in dem Spannungsfeld, dass Mitkonkurrenten an anderen Standorten bereits seit längerem im Gruppentraining arbeiten", sagte Trainer Florian Kohfeldt einer Mitteilung des Vereins. "Wir hoffen hierbei keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden, sondern würden eine bundesweit einheitliche Lösung begrüßen." Werder hat beim Bremer Senat einen Antrag gestellt, ab diesem Montag wieder in Kleingruppen trainieren zu dürfen. Über diesen Antrag wurde noch nicht entschieden, weil der Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) in dieser Frage auf eine bundesweit einheitliche Regelung setzt. Solange noch keine Ausnahmegenehmigung vorliegt, trainieren die Werder-Profis wie schon in den vergangenen Wochen weiter individuell.

10:19 Uhr

Hoffen auf "Re-start": Fußball-Klubs trainieren wieder in Kleinstgruppen

Für den Fall, dass die Bundesliga im Mai mit Geisterspielen wieder startet, nehmen viele Klubs das Training wieder auf. Allerdings gelten in den Bundesländern unterschiedliche Regeln. Während die Bayern auf den Rasen zurück dürfen, müssen die Bremer sich weiterhin zu Hause fit halten.

09:44 Uhr

Adler: Buli-Fortsetzung könnte "gesellschaftliches Problem" werden

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René Adler wünscht sich eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, sieht aber auch Gefahren.

(Foto: imago images / Norbert Schmidt)

Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter René Adler befürchtet bei einer Fortsetzung der Bundesliga Konfliktpotenzial. "Mit einer Ausnahmeregelung für den Fußball würde sich Deutschland vielleicht ein gesamtgesellschaftliches Problem schaffen. Da ist eine sensible Vorgehensweise extrem wichtig", sagte Adler dem "Kicker".

Der 35-Jährige, der im vergangenen Jahr seine Karriere beendet hatte, befürchtet ein Ungleichgewicht im Vergleich zu den anderen Branchen, die aufgrund der Coronavirus-Krise ebenso keine Einnahmen verzeichnen und um ihre Existenz kämpfen. "Wenn es keine einheitliche Lösung gibt, bei der vom Mann an der Bratwurstbude über den Kleinunternehmer bis zum Hotelier alle mitgenommen werden, wird es schwierig."

09:38 Uhr

RB-Boss warnt vor einem "Desaster" bei Buli-Abbruch

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Oliver Mintzlaff sorgt sich um die Bundesliga.

(Foto: imago/Horstmüller)

RB Leipzigs Vorstandschef Oliver Mintzlaff warnt eindringlich vor einem Abbruch der derzeit ausgesetzten Saison in der Fußball-Bundesliga. "Das wäre ein Desaster", sagte der 44-Jährige im Interview der "Bild"-Zeitung mit Blick auf mögliche Insolvenzen bei den Vereinen. "Die Bundesliga würde nicht mehr so sein, wie wir sie kennen. Das wäre ein katastrophales Bild und deshalb müssen wir alles dafür tun, um die Saison einigermaßen vernünftig zu beenden."

Der Spielbetrieb im deutschen Profi-Fußball ist wegen der Coronavirus-Pandemie mindestens bis zum 30. April ausgesetzt, die Vereine wollen die Saison mit Geisterspielen bestenfalls bis zum 30. Juni beenden. "Keiner möchte Spiele ohne Zuschauer. Aber ich glaube, in der jetzigen Situation ist das kein Wünsch-Dir-Was, sondern es geht darum, dass es nicht dazu führt, dass viele Klubs in die Insolvenz müssen", sagte Mintzlaff.

07:58 Uhr

"Ärzte oder Clowns?": Alaba schimpft auf Corona-Forscher

David Alaba hat mit heftiger Kritik auf den Vorschlag zweier französischer Wissenschaftler reagiert, einen möglichen neuen Impfstoff gegen COVID-19 in Afrika zu testen. "Sind diese beiden Typen Ärzte oder Clowns? Diese Art von Rassismus hätte ich mir nie vorstellen können", schrieb der Abwehrspieler von Bayern München bei Twitter.

Die Wissenschaftler hatten zuvor im französischen Fernsehen darüber gesprochen, einen möglichen Impfstoff in Afrika zu testen. Dort gebe es "keine Masken, keine Behandlungsmöglichkeiten und keine Wiederbelebungsmaßnahmen", sagte Jean-Paul Mira, Chefarzt am Pariser Cochin Krankenhaus. Camille Locht, Forschungsdirektor des staatlichen Inserm-Institut, antwortete: "Sie haben recht, wir überlegen, eine parallele Studie in Afrika durchzuführen." Gleichzeitig denke man aber auch über mögliche Studien in Europa oder Australien nach, so Locht weiter.