Montag, 06. Juli 2020Der Sport-Tag

23:02 Uhr

Busemann über verstorbenen Willi Holdorf: "Hat das geschafft, was alle wollen"

Für Frank Busemann war der am Sonntag gestorbene Zehnkampf-Olympiasieger Willi Holdorf "immer mein Held". Der Olympia-Zweite von Atlanta 1986 sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Er hat mit seinem Olympiasieg im Zehnkampf das geschafft, was alle wollen. Wenn ich ein Vorbild hatte, dann war es immer Willi. Er hatte das Herz am rechten Fleck, den Kampfgeist und die Leidenschaft."

Holdorf, der 1964 in Tokio Gold eroberte, war am Sonntag im Alter von 80 Jahren in Achterwehr/Schleswig-Holstein gestorben. "Ich kriege richtig Gänsehaut, wenn ich an seinen abschließenden 1500-Meter-Lauf in Tokio 1964 denke. Das ist das Idealbild eines Zehnkämpfers: kämpfen bis zur absoluten Erschöpfung", sagte Busemann. Holdorf habe sich nie über die Dinge gestellt, sei einem immer auf Augenhöhe und nie herablassend begegnet. Beide Zehnkämpfer starteten einst für den TSV Bayer 04 Leverkusen. Als erster Deutscher wurde Holdorf zum Olympiasieger im Zehnkampf. Nach ihm gelang dies nur dem damaligen DDR-Leichtathleten Christian Schenk 1988 in Seoul.

22:19 Uhr

Özil droht sogar die Tribüne

Der frühere deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil spielt beim FC Arsenal seit der Corona-Pause keine Rolle mehr und droht auch morgen im Heimspiel gegen Leicester City wieder auf der Bank zu sitzen oder gar nicht erst im Kader zu stehen. "Die Situation ist so, wie sie vorher war", antwortete Arsenal-Trainer Mikel Arteta kurz und knapp auf die Frage, ob Özil und sein französischer Teamkollege Mattéo Guendouzi in dieser Woche spielen könnten.

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21:13 Uhr

Sparmaßnahmen wegen Corona: WM-Gastgeber Katar streicht Stellen

Auch die Organisatoren der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar 2022 müssen aufgrund der Folgen der Coronakrise Sparmaßnahmen einleiten. Nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP soll eine bislang unbekannte Zahl an Mitarbeitern entlassen werden, um inmitten des wirtschaftlichen Abschwungs der Erdgas-Großmacht Kosten zu reduzieren. Zuvor hatten bereits staatliche Organisationen wie Qatar Petroleum und Qatar Airways Stellen gestrichen.

Die Regierung, die das Turnier organisiert und als Oberstes Komitee fungiert, beschäftigt 550 Personen direkt - sowohl Katarer als auch Ausländer, beaufsichtigt jedoch insgesamt die Arbeit von Zehntausenden von Auftragnehmern. Katarer sind zuvor von Personalkürzungen bei anderen staatlich kontrollierten Organisationen weitgehend verschont geblieben.

20:40 Uhr

Übertragungsprobleme bei Relegation

Bei der Live-Übertragung des Relegations-Rückspiels zwischen dem Fußball-Zweitligisten 1. FC Heidenheim und dem Bundesligisten Werder Bremen gab es für einen Teil der DAZN-Kunden Schwierigkeiten. "Einige User scheinen im Browser aktuell Probleme mit DAZN zu haben", schrieb der kostenpflichtige Streamingdienst am Montagabend. Weiter hieß es, dass Zuschauer es "auf einem alternativen Gerät" oder über einen "Link zur englischen Browser-Version" versuchen sollen. Wie viele Fußballfans betroffen waren, blieb unklar. Eine weitere Übertragung gab es bei "Amazon Prime Video".

20:04 Uhr

Formel-1-Sportchef Brawn versteht Vettels Probleme

Formel-1-Sportchef Ross Brawn hat Verständnis für die große Enttäuschung von Sebastian Vettel über sein Ferrari-Aus zum Jahresende. "Manchmal sind die Dinge, die einen Fahrer aus dem Gleichgewicht bringen, fast unmerklich", schrieb der 65-Jährige in seiner Kolumne bei formula1.com: "Sebastian wirkte überrascht und schockiert über das, was passiert ist, und es muss eine Ablenkung sein, verständlicherweise."

Der einstige Ferrari-Staringenieur Brawn sieht bei der Bewältigung der Krise in erster Linie die Scuderia in der Pflicht: "Ferrari muss die Situation schnell verbessern, sonst steht ihnen eine sehr schwierige Saison bevor. Sie haben Pläne, das Auto für Ungarn zu verbessern, was ermutigend ist, aber der Jahresbeginn ist härter als erwartet."

19:00 Uhr

Preußen Münsters Klagen finden beim DFB kein Gehör

Das Bundesgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat weitere Einsprüche von Drittliga-Absteiger Preußen Münster abgewiesen. Wie der DFB mitteilte, wies das Gericht die Verwaltungsbeschwerde des Klubs gegen die Ansetzung der Spieltage 30 bis 34 als unbegründet zurück. Bereits am vorigen Freitag war Preußen Münster vor dem Bundesgericht mit dem Widerspruch gegen den Beschluss des DFB-Bundestags gescheitert, die Saison in der 3. Liga fortzusetzen.

Zudem wies das Sportgericht des DFB zwei Einsprüche der Westfalen gegen Spielwertungen als nicht begründet zurück. Damit bleiben die 0:1-Niederlagen beim Chemnitzer FC am 16. Juni und bei Eintracht Braunschweig am 20. Juni bestehen. Derzeit läuft auch noch ein Einspruch von Preußen Münster gegen das 0:3 gegen den SV Meppen. Damit war am vorigen Mittwoch der Abstieg besiegelt worden. Die Preußen hatten sich gegen wegen den Wiederbeginn der 3. Liga nach der Corona-Pause ausgesprochen und beklagt, andere Teams hätten früher wieder normal trainieren dürfen.

18:13 Uhr

Bremens Bundesliga-Bilanz: Seit 2010 ging's abwärts

Wenn Werder Bremen heute Abend gegen den 1. FC Heidenheim verliert, steigt der viermalige deutsche Fußball-Meister zum zweiten Mal in seiner langen Geschichte in die 2. Bundesliga ab. Überraschend käme das nicht, der Trend ist mehr als klar. Stecken hinter den Saisonstatistiken der Grün-Weißen für Sie große Erinnerungen?

Die vier Meister-Saisons sind golden markiert, die (bislang) einzige Abstiegssaison 1979/80 rot.

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17:27 Uhr

DFB benennt neue Stellvertretende Generalsekretärin

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Heike Ullrich freut sich auf "große Aufgaben".

(Foto: imago images / Hartenfelser)

Heike Ullrich ist neue Stellvertretende Generalsekretärin des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Das beschloss der DFB heute auf einer außerordentlichen Sitzung. Ullrich ist damit Stellvertreterin von Generalsekretär Friedrich Curtius und folgt auf Ralf Köttker, der den Verband im November 2019 verlassen hatte.

Ullrich leitet seit dem 1. Januar 2018 die DFB-Direktion Verbände, Vereine und Ligen, die für DFB-Pokal, 3. Liga, Frauen-Bundesliga und alle Amateur- und Jugendspielklassen zuständig ist. Ihre Direktion bündelt alle Belange des Breitensports und des Amateurspitzenfußballs.

"Ich bedanke mich für das Vertrauen beim Präsidium, dem Vorstand und der DFB-Geschäftsführung. Es warten in sehr herausfordernden Zeiten große Aufgaben auf uns", sagte Ullrich.

16:23 Uhr

Zehnkampf-Weltmeister Kaul "geschockt" wegen Holdorf-Tod

Zehnkampf-Weltmeister Niklas Kaul und Olympiasieger Christian Schenk haben geschockt auf den Tod von Olympiasieger Willi Holdorf reagiert. "Wenn man mit dem Zehnkampf anfängt, dann gibt es ein paar große Namen. Willi Holdorf stand da ganz, ganz oben", sagte der 22 Jahre alte Mainzer Kaul der Deutschen Presse-Agentur. "Ich hatte das Glück, ihn mehrfach zu treffen, deshalb bin ich umso mehr geschockt."

Auch Schenk zeigte sich schwer betroffen. "Nein! Ich war noch zu seinem 75. bei ihm, und seiner Frau habe ich gestern erst zum Geburtstag gratuliert", sagte der Seoul-Olympiasieger der dpa. "Wir haben uns ab und zu gesehen und dann immer mit "Hallo, Herr Olympiasieger" gegrüßt", erzählte der 55 Jahre alte Rostocker. "Willi war ein toller Sportsmann und ein sehr guter Unternehmer - und für mich ist er einer der wenigen, die das beides geschafft haben. Er war mein Idol!" Holdorf, der Goldmedaillengewinner von Tokio 1964, starb am Sonntag im Alter von 80 Jahren nach schwerer Krankheit.

15:07 Uhr

Kniende F1-Piloten: Hamilton hat "niemanden dazu aufgefordert"

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Die Piloten vor dem Start in Spielberg.

(Foto: HOCH ZWEI/Pool/Motorsport Images)

Weltmeister Lewis Hamilton hat seine Rolle bei der Demonstration der Formel-1-Fahrer für mehr Gleichberechtigung und gegen Rassismus vor dem Start des Großen Preises von Österreich heruntergespielt. Er sei "dankbar" für die 13 Piloten, die sich ihm am Sonntag angeschlossen hätten, sagte der 35-jährige Brite, allerdings habe er "niemanden dazu aufgefordert".

Der Mercedes-Star führte aus: "Ich habe es nicht einmal zur Sprache gebracht. Sebastian Vettel und Romain Grosjean sprachen es an und fragten die Fahrer, ob sie es tun würden oder nicht. Es gab mehrere, die sagten, sie würden es nicht tun. Ich habe alle sagen lassen, was sie dachten, und dann habe ich erklärt: Hört zu, Leute, nur damit ihr es wisst: Ich werde es tun, aber ihr tut, was ihr für richtig haltet."

Auf ein Knie zu gehen, sei "immer noch eine wirklich kraftvolle Botschaft, aber letztlich wird es die Welt nicht verändern", sagte Hamilton, dessen Vater aus der Karibik stammt.

14:37 Uhr

Wegen Geisterspielen: Eintracht-Fans spenden 500.000 Euro

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Die Fans von Eintracht Frankfurt dürfen seit Monaten nicht mehr ins Stadion. Davon profitieren zahlreiche Einrichtungen.

(Foto: imago images / Revierfoto)

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt hat eine halbe Million Euro an fünf wohltätige Einrichtungen aus der Mainmetropole gespendet. Das Geld stammt aus den Ticketerlösen, die von den Fans trotz der Geisterspiele in der Corona-Krise nicht zurückgefordert wurden. "Es ist ein super Zeichen für Frankfurt, dass jeder, der konnte, uns das Vertrauen geschenkt hat und das ihm zugestandene Geld über uns freiwillig weitergegeben hat", sagte Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic zu der Spendenaktion.Die Arche erhielt 150.000 Euro, das Deutsche Rote Kreuz 70.000 Euro, die Diakonie Hessen 80.000 Euro, das Universitätsklinikum 80.000 Euro und die Frankfurter Tafel 120.000 Euro.

13:49 Uhr

Messi "wird sein Arbeitsleben in Barcelona beenden"

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Lionel Messi soll dem FC Barcelona noch lange erhalten bleiben.

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Klub-Präsident Josep Maria Bartomeu vom spanischen Fußball-Meister FC Barcelona hat keine Zweifel, dass eine Weiterbeschäftigung von Superstar Lionel Messi bei den Katalanen nur eine Formsache ist. "Wir verhandeln mit einigen Spielern, aber Messi hat uns erklärt, dass er bleiben wolle", sagte Bartomeu bei Movistar, "wir werden ihn noch einige Zeit länger genießen dürfen."

Der Argentinier werde "sein Arbeitsleben und sein fußballerisches Leben in Barcelona beenden", bekräftigte der Klub-Chef. Am Freitag hatte der spanische Radiosender Cadena Ser berichtet, dass Messi die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung über 2021 hinaus vorerst gestoppt habe. Der 33-Jährige sei unter anderem darüber verärgert, dass immer wieder Vertrauliches an die Öffentlichkeit käme und er für Entscheidungen verantwortlich gemacht werde, mit denen er nichts zu tun habe.

12:02 Uhr

Klopp über Bayerns Thiago: "Wirklich guter Spieler, den ich sehr mag"

Trainer Jürgen Klopp hat sich auf eine Frage nach einem möglichen Wechsel von Bayern-Star Thiago zum FC Liverpool bedeckt gehalten. "Er ist ein wirklich guter Spieler, den ich sehr mag, aber ich mag auch viele andere da draußen. Das ist alles, was ich über ihn zu sagen habe", betonte Klopp am Sonntagabend auf einer Pressekonferenz nach dem 2:0-Sieg gegen Aston Villa. Die spanische Zeitung "Sport" hatte berichtet, dass die Reds an Mittelfeldspieler Thiago Alcantara interessiert sein sollen. Der 29 Jahre alte Spanier, der seit 2013 in München spielt soll sich demnach mit dem englischen Fußball-Meister und Klopp bereits einig sein. "Mit Liverpool haben wir noch nie Kontakt gehabt. Wenn er das machen will, müssen wir uns damit beschäftigen", hatte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in der "Bild" erklärt und gesagt: "Doch es sieht so aus, dass er zum Ende seiner Karriere noch einmal etwas Neues machen möchte." Bayern-Trainer Hansi Flick hofft derweil noch auf eine weitere Zusammenarbeit mit dem Mittelfeld-Strategen. Er kündigte an, sich "mit allem, was ich habe" für einen Verbleib von David Alaba und Thiago einzusetzen.

10:42 Uhr

Pep "mischte sich ein": Müller-Wohlfahrt nennt Guardiola-Ära "schwarzen Fleck"

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Pep Guardiola (links), Bastian Schweinsteiger und Müller-Wohlfahrt am 34. Spieltag 2014.

(Foto: picture alliance / dpa)

Für den langjährigen Mannschaftsarzt des FC Bayern München, Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt (77), war die Ära Pep Guardiola ein "schwarzer Fleck" in seiner langen Karriere. "Es war so, dass ich mir das nicht gefallen lassen konnte, dass ein junger Trainer - der sehr erfolgreich war und der wahrscheinlich einer der ganz, ganz Großen ist - sich in die medizinischen Belange eingemischt hat und alles besser wusste als ich", sagte Müller-Wohlfahrt im Interview BR24. Müller-Wohlfahrt hatte damals sogar den Dienst beim deutschen Fußball-Rekordmeister quittiert. Der Spanier Guardiola hatte die Münchner von 2013 bis 2016 trainiert. Zwischen den beiden herrsche heute aber kein Groll, betonte der Mediziner, der jetzt nach mehr als 40 Jahren als Mannschaftsarzt aufhört. "Wir haben uns getroffen und haben uns ausgesprochen. Und dann ist es aber auch vorbei ... Wir schätzen uns und er wertschätzt meine Arbeit über alles. Das hat der nie in Frage gestellt."

09:55 Uhr

VfB Stuttgart will's machen wie Jürgen Klopp

Der VfB Stuttgart orientiert sich auf seinem Weg am damaligen Aufschwung von Borussia Dortmund unter Trainer Jürgen Klopp. "Der VfB hat mich auch ausgewählt, um mit einer ähnlichen Philosophie unsere eigenen Ziele zu erreichen", sagte der heutige VfB-Sportdirektor und ehemalige BVB-Chefscout Sven Mislintat im Interview der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist ja auch etwas, für das ich stehe und dessen Teil ich war. Ich habe 2006 beim BVB angefangen. 2008 kam mit Jürgen der entscheidende Erfolgsfaktor hinzu."

Damals hatte der BVB auf junge Spieler wie Mats Hummels, Neven Subotic oder Sven Bender gesetzt. "Unsere Voraussetzungen sind andere als die des BVB damals. Aber das ist der Weg, den wir konsequent gehen wollen: Mut zu haben, jungen Talenten eine Plattform zu geben, sie weiterzuentwickeln und an sie zu glauben", sagte Mislintat. Nach dem Aufstieg in die Fußball-Bundesliga wollte Mislintat VfB-Coach Pellegrino Matarazzo nicht mit Klopp vergleichen. "Es wäre nicht fair, diesen Vergleich jüngeren Trainern zuzumuten. Was ich aber sagen kann: Von dem Weg, den Dortmund und Liverpool unter Klopp gegangen sind, kann man viel lernen", sagte er. Auch darum hält der Kaderplaner unerschütterlich zu Matarazzo. "Unser Weg ist nicht in einem Jahr gegangen, sondern frühestens in drei. Und Rino wird der Trainer sein, mit dem wir dabei zusammen arbeiten werden", sagte Mislintat. "Ich persönlich werde diesen Trainer selbst im Falle eines schlechten Saisonstarts oder bei einem möglichen Abstiegskampf nicht in Frage stellen."

08:56 Uhr

"Tut mir sehr leid": Klinsmann räumt Fehler bei Hertha-Abgang ein

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Klinsmann machte mit seiner Hertha auf Facebook Schluss.

(Foto: dpa)

Jürgen Klinsmann sieht die Art seines heftig kritisierten Abgangs nach dem Kurz-Gastspiel als Hertha-Trainer inzwischen als Fehler. "Es tut mir sehr leid, wie mein Weggang von Hertha BSC zustande kam, nachdem wir sechs Punkte zwischen uns und den Relegationsplatz gelegt hatten", sagte der 55-Jährige in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur. Mit den Vorstellungen über seine Rolle beim aufstrebenden Hauptstadtklub lagen Vereinsführung und der einstige Bundestrainer weit auseinander. "Wir haben es damals in zehn Wochen leider nicht geschafft, zu einer schriftlichen Vereinbarung zu kommen", bemerkte Klinsmann.

Der Weltmeister von 1990 und Europameister von 1996 trat allerdings nach nur elf Wochen als Chefcoach des Berliner Fußball-Bundesligisten überraschend zurück. Später kam ein Katalog über von Klinsmann skizzierte Missstände bei Hertha an die Öffentlichkeit. "In der Umsetzung meines Weggangs habe ich sicherlich Fehler gemacht und dafür möchte ich mich nochmals entschuldigen", erklärte der Wahl-Amerikaner mit Abstand.

08:06 Uhr

Ferrari-Teamchef hat "keinen Zauberstab" und wenig Hoffnung für Vettel-Auto

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Zum F1-Auftakt lief es nicht für Sebastian Vettel.

(Foto: HOCH ZWEI/Pool/REUTERS)

Teamchef Mattia Binotto hat Sebastian Vettel wenig Hoffnung auf schnelle Besserung bei seinen Nöten mit dem Formel-1-Ferrari gemacht. "Wir geben uns alle Mühe, so bald wie möglich das Auto zu überarbeiten. Aber wir wissen, dass kein Paket ein Zauberstab sein kann, der radikal die Hackordnung zwischen den Teams verändert", sagte der 50-Jährige nach Vettels Frustfahrt beim Großen Preis von Österreich. Der Hesse war beim Saisonauftakt als Zehnter von elf Fahrern ins Ziel gekommen und hatte danach geklagt, sich über die gesamte Distanz mit dem F1000 gequält zu haben. Ferrari hat bereits erhebliche Konstruktionsfehler eingeräumt. Spätestens in zwei Wochen in Ungarn will der Rennstall seine Autos generalüberholen. "Das wird aber nicht die endgültige Lösung sein, es gibt kein Allheilmittel", warnte Binotto.

Enttäuscht sei das Team vor allem über das fehlende Tempo auf den Geraden. Allein sieben Zehntelsekunden pro Runde würden durch die Schwächen des Motors und der Aerodynamik in diesem Bereich auf die Spitze fehlen, sagte Binotto. Weitere drei Zehntel gingen in den Kurven verloren. Um diesen Rückstand zu verringern, wolle Ferrari "jeden Stein umdrehen", versicherte der Teamchef.