Samstag, 14. Dezember 2019Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer
22:27 Uhr

Trainerin verordnet ihren Athletinnen Schwangerschaft

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Julia Belorukowa (ganz links) und Anastasia Sedowa (2.v.l.) sind schwanger.

(Foto: www.imago-images.de)

In der laufenden Skilanglauf-Saison gibt es keine Olympischen Spiele, auch keine Weltmeisterschaften. Genau der richtige Zeitpunkt also, um mal eine Pause zu machen. Findet zumindest die russische Trainerin Yelena Yvalbe. Und deshalb sind gleich vier ihrer Sportlerinnen schwanger. Julia Belorukowa, Anastasia Sedowa, Elena Sovolewa und Tatjana Aljoshina erwarten jeweils Nachwuchs, wie die "Bild" berichtet.

Gerade weil es keine internationalen Meisterschaften gebe, "ist es die beste Zeit, ein Baby zu kriegen", so Trainerin Yvalbe laut einer russischen Nachrichtenagentur. Und weiter heißt es: „Die Athletinnen müssen ihre Verantwortung und Pflichten kennen. Ich bin froh, dass sie auf mich gehört haben.“

21:39 Uhr

Nach Knöchel-OP: Lange Pause für Ribéry

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Franck Ribéry wird dem AC Florenz lange fehlen.

(Foto: imago images/Uk Sports Pics Ltd)

Der ehemalige Bundesliga-Profi Franck Ribéry fehlt seinem Club AC Florenz nach einer Operation am Sprunggelenk für etwa zehn Wochen. Der Eingriff sei heute in Deutschland vorgenommen worden, teilte der italienische Fußball-Erstligist mit. Der 36 Jahre alte frühere Profi des FC Bayern werde morgen nach Florenz zurückkehren und dann dort seine Reha absolvieren. In zweieinhalb Monaten werde der Franzose vermutlich wieder voll einsatzbereit sein.

Ribéry hatte sich Ende November im Serie-A-Spiel gegen US Lecce (0:1) am Knöchel verletzt und wurde nun an der Syndesmose operiert. "Er wird stärker zurückkehren", sagte Florenz-Trainer Vincenzo Montella nach dem Eingriff am Samstag. Ribéry war im Sommer nach über zehn Jahren beim FC Bayern zum AC Florenz gewechselt.

20:07 Uhr

"Geht überhaupt nicht": Leon Bailey soll sich entschuldigen

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Zweimal Rot innerhalb von sechs Wochen: Leon Bailey.

(Foto: imago images/Jan Huebner)

Nach der zweiten Rote Karte innerhalb von sechs Wochen wird Leon Bailey auch von seinen Mannschaftskollegen in die Pflicht genommen. "Es ist nicht die erste Rote Karte, und ich erwarte da eine Entschuldigung", sagte Kapitän Lars Bender von Bayer Leverkusen bei Sky nach dem 0:2 im Derby beim 1. FC Köln. Bailey war dabei in der 77. Minute nach einem Schlag gegen Kingsley Ehizibue des Feldes verwiesen worden. "Das geht überhaupt nicht, das ist völlig klar", schimpfte Bender: "Da sind Jungs auf dem Platz, die sich 70 Minuten auskotzen und dann in der Folge zu neunt dagegenhalten müssen. Da hat er uns einen Bärendienst erwiesen."

Bailey hatte schon am 2. November beim 1:2 gegen Mönchengladbach Rot gesehen. Damals war er für zwei Spiele gesperrt sowie mit 12 000 Euro Geldstrafe vom DFB und einer internen von Bayer belegt worden. Als Wiederholungstäter wird er nun wohl bis ins neue Jahr hinein gesperrt werden.

19:15 Uhr

Heimpleite für deutsche Skispringer

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Karl Geiger überzeugte als einziger deutscher Springer.

(Foto: imago images/Eibner)

Die deutschen Skispringer haben in einem komplizierten Mannschaftsspringen beim Heim-Weltcup in Klingenthal nur den sechsten Platz belegt. Markus Eisenbichler, Constantin Schmid, Richard Freitag und Karl Geiger konnten bei wechselhaftem Wind am Samstag in Sachsen nicht mit den Top-Teams mithalten - auch, weil sie Pech mit den Bedingungen hatten.

Bester Springer im Team von Bundestrainer Stefan Horngacher war beim Sieg der Polen vor Österreich und Japan der Oberstdorfer Geiger, der 133 und 131,5 Meter weit sprang. Dreifach-Weltmeister Eisenbichler kam auf 117 und 131,5 Meter.

18:30 Uhr

"Beleidigend": Traditionsklub protestiert gegen Traditionsblatt

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(Foto: imago images/Independent Photo Agency)

Der italienische Fußball-Klub Inter Mailand hat aus Protest gegen einen Medienbericht über Trainer Antonio Conte seine ursprünglich für Samstag geplante Pressekonferenz abgesagt. Damit solle ein Signal an die Medien gesandt werden, "dass der Respekt für die Menschen garantiert werden muss", wie der Tabellenführer der Serie A mitteilte. Zuvor hatte der "Corriere dello Sport" einen Leserbrief und einen Kommentar veröffentlicht, die Conte für das Aus des Traditionsklubs in der Champions League verantwortlich machten. Der Leserbrief sei "beleidigend" im Tonfall gewesen und habe den Angriff gegen Conte in dem Kommentar gerechtfertigt, urteilte Inter in der Mitteilung. Daher werde es vor dem Spiel bei AC Florenz am Sonntagabend nicht wie gewohnt eine Pressekonferenz geben.

17:30 Uhr

"Ich hasse ihn": Darts-Star rechnet mit Gegner ab

Titelverteidiger Michael van Gerwen hat nach seinem mühevollen WM-Auftaktsieg mit seinem Darts-Kollegen Jelle Klaasen abgerechnet. "Ich und Jelle haben eine Vergangenheit. Ich hasse ihn, deshalb wollte ich nicht gegen ihn verlieren. Das hat es für mich besonders schwierig gemacht", sagte der 30 Jahre alte Niederländer van Gerwen nach dem direkten Duell mit seinem Landsmann, das er am Freitagabend nur mit Mühe (3:1) für sich entschieden hatte.

Van Gerwen und Klaasen pflegen eine innige Feindschaft, würdigen sich auf der Bühne keines Blickes und geben sich traditionell vor sowie nach dem Spiel auch nicht die Hand. Auslöser der Dissonanzen waren anzügliche Fotos, die Klaasen vor einiger Zeit der minderjährigen Schwester von van Gerwens heutiger Frau geschickt haben soll. "Wenn jemand so etwas an die Schwester meiner Frau schickt, während sie vierzehn war und eine Behinderung hat, werden Sie zusammenbrechen", kommentierte van Gerwen, der am Freitag bei der Pressekonferenz mit den Tränen kämpfen musste.

15:39 Uhr

Havertz knackt Bundesliga-Rekord

Kai Havertz hat Geschichte geschrieben. Der Fußball-Nationalspieler von Bayer Leverkusen absolviert im Derby beim 1. FC Köln sein 100. Spiel in der Bundesliga und avanciert damit zum jüngsten Spieler, der diese Marke knackt. Havertz ist heute exakt 20 Jahre und 186 Tage alt. Bislang war Timo Werner (20 Jahre und 203 Tage) der jüngste Spieler mit 100 Einsätzen.

14:54 Uhr

"Handballer des Jahrhunderts" erhält eigene Straße

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In 104 Länderspielen erzielte Wunderlich 504 Tore für Deutschland.

Der verstorbene deutsche Ausnahme-Handballer Erhard Wunderlich wird in seiner Geburtsstadt Augsburg mit einer eigenen Straße geehrt. Die Zufahrt zur Augsburger Sporthalle, die bereits seinen Namen trägt, wird nach dem Weltmeister von 1978 in "Erhard-Wunderlich-Allee" benannt. Das bestätigte ein Sprecher der Stadt der Augsburger Allgemeinen.

Bei einem Festakt am 14. Februar soll die Straße den neuen Namen erhalten. Wunderlich war 1999 zum Handballer des Jahrhunderts in Deutschland ausgezeichnet worden. Während seiner aktiven Karriere feierte der 140-malige Nationalspieler, der unter anderem für den VfL Gummersbach und den FC Barcelona gespielt hatte, zahlreiche Erfolge. Neben dem WM-Titel hatte er mit der Nationalmannschaft 1984 Olympia-Silber geholt. Im Oktober 2012 starb er im Alter von 55 Jahren an den Folgen einer Hautkrebserkrankung.

14:25 Uhr

Ski-Ass Rebensburg fährt in St. Moritz hinterher

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(Foto: imago images/GEPA pictures)

Skirennläuferin Viktoria Rebensburg hat eine Woche nach ihrem ersten Saisonsieg eine weitere Podiumsplatzierung deutlich verpasst. Beim Weltcup-Super-G in St. Moritz/Schweiz belegte die 30-Jährige in einem von Wind beeinträchtigten Rennen den zehnten Rang, 0,83 Sekunden fehlten ihr auf das "Stockerl".

Bei wechselnden Bedingungen im WM-Ort von 2017 fuhr Abfahrts-Olympiasiegerin Sofia Goggia (Italien) mit einer Hundertstelsekunde Vorsprung auf ihre Mannschaftskollegin Federica Brignone (Italien) zu ihrem siebten Weltcupsieg. Dritte wurde Mikaela Shiffrin (USA/+0,13 Sekunden), die im vergangenen Winter neben dem Gesamtweltcup auch die Disziplinwertung im Super-G gewonnen hatte.

13:39 Uhr

NHL-Profi erkrankt an seltener Krebsart

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Lindblom (Mitte, Nr. 23) kommt in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Der schwedische NHL-Stürmer Oskar Lindblom ist an einer seltenen Krebsart erkrankt und wird voraussichtlich in der laufenden Saison der Eishockey-Profiliga nicht mehr zum Einsatz kommen. Bei dem 23-Jährigen wurde das Ewing-Sarkom diagnostiziert, eine Form von Knochenkrebs, das gab sein Klub Philadelphia Flyers bekannt.

"Die Flyers werden alles tun, um Oskar zu unterstützen und dafür sorgen, dass er die bestmögliche Hilfe erhält", sagte General Manager Chuck Fletcher. Lindblom hat in dieser Saison in 30 Einsätzen elf Tore und sieben Assists verbucht, er führt die Torjägerliste des Klubs gemeinsam mit Travis Konecny an.

13:00 Uhr

Biathlon: Frauen-Staffel so schlecht wie noch nie

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Denise Herrmann musste dreimal in die Strafrunde.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Die deutschen Biathletinnen haben beim Weltcup in Hochfilzen das nächste Debakel erlebt. Beim Sieg von Weltmeister Norwegen vor Russland und der Schweiz kam die Damen-Staffel mit Karolin Horchler, Denise Herrmann, Vanessa Hinz und Franziska Hildebrand nur auf Platz zwölf - bislang galt die Olympia-Pleite in Sotschi 2014 mit Rang elf als schwächstes Resultat. Das ohne die angeschlagene Franziska Preuß laufende deutsche Quartett benötigte über die 4x6 Kilometer zwölf Nachlader, musste dreimal in die Strafrunde und hatte 3:05,6 Minuten Rückstand auf die Siegerinnen. Die drei Extrarunden gingen ausgerechnet auf das Konto von Verfolgungsweltmeisterin Denise Herrmann.

Bereits am Freitag waren die Skijägerinnen nicht in Schwung gekommen, hatten im Sprint-Wettkampf ihr schwächstes Ergebnis in der Weltcup-Geschichte eingefahren. Beste war Herrmann mit Platz 41 gewesen

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12:17 Uhr

Ex-Grand-Slam-Siegerin Schiavone besiegt den Krebs

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Die erste italienische Grand-Slam-Gewinnerin Francesca Schiavone hat nach dem Karriereende ihren wohl größten Sieg errungen. Wie die 39-Jährige auf Instagram mitteilte, habe sie den Krebs bezwungen. "Ich habe diesen Kampf gewonnen. Ich bin wieder zurück in Action", schrieb die French-Open-Siegerin von 2010. Acht Jahre später beendete sie ihre Tenniskarriere, in der sie es 2011 bis auf Platz vier der Weltrangliste geschafft hatte. Um welche Krebserkrankung es sich gehandelt habe, gab Schiavone nicht preis.

"Ich habe eine Chemotherapie gemacht, ich habe einen harten Kampf gekämpft, jetzt kann ich wieder atmen", schrieb die Italienerin, die sich während der mehr als siebenmonatigen Behandlung von den sozialen Medien zurückgezogen hatte.

11:12 Uhr

Ex-Bundesliga-Profi Idrissou droht Abschiebung

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Von 2012 bis 2014 spielte Idrissou in Kaiserslautern.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der frühere Bundesliga-Stürmer Mohamadou Idrissou steht offenbar vor der Abschiebung aus Österreich in sein Geburtsland Kamerun. "Mo Idrissou ist im Schubhaftzentrum Vordernberg. Offenbar hat etwas mit seinen Papieren nicht gestimmt", sagte Edi Lieber, Obmann bei Idrissous derzeitigem Arbeitgeber DSV Leoben, der "Kleinen Zeitung". Das österreichische Bundesministerium für Inneres bestätigte die Personalie nicht direkt, sprach gegenüber der Kronenzeitung aber von einer "Person mit fußballerischer Vergangenheit".

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10:23 Uhr

Darts-WM: Topfavorit MvG zittert sich weiter

Im Duell der größten Erzfeinde des Darts hat Titelverteidiger Michael van Gerwen (MvG) mit 3:1 gegen Jelle Klaasen gewonnen. MvG lag zunächst zurück, kämpfte sich nach ganz schwachem Start aber vor allem mit mehreren "High Finishes" zurück ins Match. Jetzt kann sich van Gerwen bis nächste Woche Sonntag ausruhen. Erst dann bestreitet er sein Drittrundenmatch gegen Ricky Evans, Mark McGeeney oder Matt Campbell.

Kollege Kevin Schulte spricht in seinem Podcast "Checkout" heute mit Christian Rüdiger und Roman Gerth ("Sportbuzzer") über den WM-Auftakt und wirft einen Blick auf die heutigen Partien, wenn unter anderem 2018er-Weltmeister Rob Cross und Altmeister Raymond van Barneveld ans Board treten.

Bei "Checkout" hören Sie an jedem Morgen die spannendsten Geschichten des Turniers. Den Podcast finden Sie zudem auf Spotify, Apple Podcasts und Soundcloud.

09:39 Uhr

Özil kritisiert China, Arsenal distanziert sich

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Rückendeckung vom Verein sieht anders aus.

(Foto: imago images/Action Plus)

Rio-Weltmeister Mesut Özil hat sich für den unterdrückten Volksstamm der Uiguren in China starkgemacht und gleichzeitig die muslimischen Länder für ihr Schweigen kritisiert. China wird vorgeworfen, die muslimische Minderheit in der chinesischen Provinz Xinjiang zu verfolgen und in Lager einzusperren. "Korane werden verbrannt ... Moscheen werden geschlossen ... muslimische Schulen werden verboten ... religiöse Gelehrte werden einer nach dem anderen umgebracht ... Brüder werden gewaltsam in Lager gesperrt ... ", schrieb Özil auf türkisch auf seinem Twitter-Account.

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08:54 Uhr

Was der neue FCB-Chef Hainer über die Superliga sagt

Der neue Klubpräsident Herbert Hainer sieht den deutschen Rekordmeister FC Bayern München fest in der Fußball-Bundesliga verankert. Im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" lehnte der Nachfolger des langjährigen Vereinschefs Uli Hoeneß Pläne für eine europäische Superliga ab. Zugleich lobte er die Champions League.

"Wir stehen zur Bundesliga! Ohne Wenn und Aber", sagte der 65 Jahre alte ehemalige Chef des Sportartikel-Herstellers Adidas. "Gleichzeitig wollen wir natürlich international Erfolg haben, aber dafür gibt es ja die Champions League, die eine Erfolgsgeschichte ist, wie ich finde, mit einem schlüssigen Format." Der FC Bayern habe "überhaupt kein Interesse an irgendeiner Superliga, das kann man ganz klar festhalten", betonte Hainer.