Samstag, 17. März 2018Der Sport-Tag

Heute mit Judith Günther
21:37 Uhr

Handball-Bundesliga künftig nur noch mit einem CL-Platz?

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Die stärkste Liga der Welt nur noch mit einem Champions-League-Startplatz?

(Foto: imago/foto2press)

Ab der Saison 2019/2020 erhält die Handball-Bundesliga nur noch einen garantierten Startplatz für die Champions League. Wie die Europäische Handball-Föderation (EHF) verkündete, gelte diese neue Regelung für alle Nationen, um ein einheitlichere Verteilung zu gewährleisten. Bewerbungen um weitere Startplätze sind aber möglich.

Für die nächste Spielzeit hatte die EHF das Königsklassen-Kontingent für deutsche Klubs bereits von drei auf zwei reduziert. In der Vergangenheit hatte die Bundesliga über eine Wildcard stets noch ein drittes Ticket erhalten. Zuletzt war die Handball-Bundesliga auf Konfrontationskurs zu den Champions-League-Reformplänen des europäischen Dachverbandes ab 2020 gegangen. Auch die permanenten Spielplan-Probleme sorgen immer wieder für Diskussionen - wie jüngst bei der Termin-Posse um das Achtelfinal-Hinspiel der Rhein-Neckar Löwen.

20:44 Uhr

Vierfacher Salah verzückt Klopp bei Liverpool-Gala

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Mohamed Salah spielt eine märchenhafte Debütsaison für den FC Liverpool.

(Foto: REUTERS)

Der FC Liverpool hat sich dank einer starken Heimleistung und eines überragenden Mohamed Salah in der Premier League vorerst auf Tabellenplatz drei verbessert. Das Team von Trainer Jürgen Klopp schlug an der Anfield Road den FC Watford deutlich mit 5:0 (2:0) und zog zumindest vorübergehend wieder an Tottenham Hotspur vorbei. Der Ägypter Salah erzielte dabei vier Tore (4./43./77./85.). Außerdem steuerte der frühere Hoffenheimer Roberto Firmino (49.) einen Treffer zum Kantersieg der Reds bei. Salah führt mit nun 28 Saisontoren die Torschützenliste der Premier League an, Zweiter ist der derzeit verletzte Harry Kane (Tottenham Hotspur) mit 24 Toren.

Aufsteiger Huddersfield Town kassierte zuhause eine bittere Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten um den Klassenerhalt. Gegen Crystal Palace verloren die Terriers mit 0:2 (0:1) und verpassten damit erneut einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Huddersfield belegte zunächst mit 31 Zählern den 15. Tabellenplatz. Crystal Palace (30 Punkte) stand auf Platz 16.

19:47 Uhr

Rücktritt vom Rücktritt: Buffon zurück im Nationalteam

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(Foto: REUTERS)

Vier Monate nach seinem Rücktritt gibt Gianluigi Buffon sein Comeback in der italienischen Fußball-Nationalmannschaft. Der 40-Jährige wurde von Interimstrainer Luigi Di Biagio ins Aufgebot für die Länderspiele am 23. März gegen Argentinien und am 27. März gegen England berufen.

  • Buffon hatte nach dem Aus in der WM-Qualifikation im vergangenen November seinen Abschied von der Squadra Azzurra verkündet. Doch nach einem Appell von Di Biagio hatte sich die Torhüter-Ikone im Februar für eine Rückkehr bereit erklärt.
  • "Aus Verantwortungsbewusstsein und Liebe zur Nationalelf leiste ich gern wieder meinen Beitrag in dieser Übergangsphase", hatte Buffon gesagt: "Wenn die Nationalelf mich braucht, muss man bereit sein. Das ist eine Form von Treue und Verantwortungsbewusstsein gegenüber Italien."
  • Über seine Zukunft will er erst im Sommer entscheiden. "Jetzt will ich mich lediglich auf diese Saison konzentrieren. Ich werde im richtigen Moment in Übereinstimmung mit Juventus meine Entscheidung treffen", betonte Buffon
18:43 Uhr

Gladbach-Manager nennt Nagelsmann "kleinen Pisser"

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Max Eberl (r.) und Julian Nagelsmann trugen in der ersten Halbzeit einen kurzen Seitenlinien-Disput aus.

(Foto: imago/Jan Huebner)

Nicht nur im Spiel ging es beim Sechs-Tore-Spektakel zwischen Borussia Mönchengladbach und 1899 Hoffenheim hoch her, auch außerhalb des Spielfelds. Dort gerieten Gladbachs Sportdirektor Max Eberl und 1899-Coach Julian Nagelsmann in der ersten Halbzeit aneinander. Die TV-Mikrofone zeichneten auf, dass Eberl den Gästecoach als "kleinen Pisser" beschimpfte. Zuvor hatte sich Eberl im Streitgespräch mit Nagelsmann provozierend an die Nase fasst, um diesem offenbar Hochnäsigkeit vorzuhalten. Als sich dieser abwendete, beschimpfte Eberl ihn.

Nach der Partie bat Eberl dafür im Bezahlsender Sky um Entschuldigung: "Ich habe einen Fehler gemacht und mich bei Julian entschuldigt", sagte Eberl nach dem 3:3 (1:1) im Borussia-Park: "Es passierte aus der Emotion heraus." Er sei "nicht frei von Fehlern" und "habe etwas gesagt, was sich nicht gehört". Näher ging Eberl auf die Szene nicht ein. Nagelsmann äußerte sich zu dem Vorfall zunächst nicht.

18:36 Uhr

Nibali überrascht Sprintelite bei Mailand-Sanremo

Vincenzo Nibali hat den besten Sprintern ein Schnippchen geschlagen und die 109. Ausgabe des Frühjahrsklassikers Mailand-Sanremo gewonnen. Der Italiener rettete nach einer furiosen Attacke am Poggio einen hauchdünnen Vorsprung vor den heranjagenden Verfolgern ins Ziel. Nach 294 Kilometern und deutlich über sieben Fahrstunden gewann Nibali auf der berühmten Via Roma vor Caleb Ewan (Australien) und Arnaud Demare (Frankreich). Für Topfavorit und Weltmeister Peter Sagan (Bora-hansgrohe) blieb nur Rang sechs.

17:50 Uhr

Paderborn und Karlsruhe punkten im Aufstiegsrennen

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Für Paderborn sieht es mit Blick auf die 2. Fußball-Bundesliga gut aus.

(Foto: imago/Eibner)

Der SC Paderborn hat einen weiteren Schritt zurück in die 2. Fußball-Bundesliga gemacht. Die Ostwestfalen bezwangen den FSV Zwickau mit 2:0 (0:0) und festigten die Tabellenführung in der 3. Liga. Der Konkurrent 1. FC Magdeburg, der nun drei Punkte zurückliegt, war nach der Absage des Spiels bei Carl Zeiss Jena zum Zuschauen gezwungen.

Mit den Magdeburgern zog nach Zählern der Zweitliga-Absteiger Karlsruher SC gleich, der beim 2:0 (1:0) gegen den SV Meppen den fünften Sieg in den letzten sechs Spielen feierte. Im Tabellen-Mittelfeld besiegte die SpVgg Unterhaching die Würzburger Kickers 3:1 (2:0) und der VfR Aalen Hansa Rostock 1:0 (0:0).

16:58 Uhr

Norwegisches Fußball-Top-Talent mit 20 Jahren verstorben

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Norwegen verliert mit Ovlien (r.) eines seiner größten Fußball-Talente.

(Foto: imago/Digitalsport)

Der norwegische Fußball trauert um den 20-jährigen Adrian Ovlien: Der Zweitligist Kongsvinger IL gab bekannt, dass der hochveranlagte Junioren-Nationalspieler an den Folgen einer Blutvergiftung gestorben sei.

"Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und seinen Freunden", schrieb der Klub auf der Homepage. Ovlien wurde als eines der größten Talente in Norwegen angesehen. Am vergangenen Montag bestritt er sein letztes Spiel im Test in Spanien gegen einen chinesischen Klub.

16:40 Uhr

Pechstein und Co erkämpfen Rang zwei im Weltcup

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Dem deutschen Damen-Trio reicht ein dritter Platz im Weltcup-Rennen.

(Foto: dpa)

Das deutsche Damen-Trio um Claudia Pechstein hat sich den zweiten Rang im Gesamt-Weltcup der Eisschnellläufer gesichert. Beim Finale in Minsk reichte in 3:08,59 Minuten der dritten Rang in der Teamverfolgung hinter Olympiasieger Japan (3:00,17) und den Niederlanden (3:05,21), um den zweiten Platz im Klassement zu verteidigen. Neben Pechstein liefen Gabi Hirschbichler und Michelle Uhrig im deutschen Team.

Nico Ihle strauchelte im vorletzten 500-Meter-Sprint des Winters gleich nach dem Start und kam in 35,60 Sekunden nicht über den elften Platz hinaus. Hein Otterspeer aus den Niederlanden verbuchte in 35,06 Sekunden mit Bahnrekord seinen ersten Saisonerfolg.

15:40 Uhr

Hoeneß: Gut, dass der BVB ausgeschieden ist

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Auch Dieter Hoeneß sieht das Enteilen der Bayern in der Bundesliga mit Sorge.

(Foto: imago/Bernd König)

Vielleicht vorweg eine kleine Klarstellung: a) Nein, es ist nicht Bayerns Präsident Uli Hoeneß, dem oben genannter provokanter Satz zugesprochen wird und b) so provokant ist der Satz eigentlich auch gar nicht. Aber der Reihe nach.

Dieter, also nicht Uli, Hoeneß war am Donnerstag zu Gast im Stadion von Red Bull Salzburg – und was er da gesehen hat, dürfte als Beweis dienen, dass von den deutschen Klubs momentan die wenigsten auf europäischer Ebene konkurrenzfähig sind. "Deutschland muss verdammt aufpassen, dass es in Europa nicht weiter und weiter abrutscht", sagte Hoeneß der "Kronen Zeitung". Doch der frühere Bundesliga-Manager ging noch weiter: "Man sollte Salzburg dankbar sein. Dafür, dass es aufgezeigt hat, wo wir stehen", so der Bruder des Bayern-Bosses. Und er ist vermutlich nicht der Einzige, der hofft, dass der Weckruf erhört wird – denn als solch einer darf der Satz durchaus verstanden werden. Und nicht etwa als höhnischer Kommentar zum Scheitern der Konkurrenz.

15:05 Uhr

Paralympics-Sieger in China tödlich verunglückt

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Das IPC würdigt Huang Wenpan als einen der besten Para-Schwimmer aller Zeiten.

(Foto: imago/Xinhua)

Der fünfmalige Paralympics-Sieger Huang Wenpan aus China ist bei einem Autounfall tödlich verunglückt. Der 22-Jährige starb am Freitag im Hongya County in der Provinz Sichuan. Der Schwimmer hatte 2016 in Rio de Janeiro fünf Goldmedaillen und eine Silbermedaille gewonnen.

"Es ist eine niederschmetternde Nachricht, dass einer der weltbesten Para-Schwimmer bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Die Gedanken der gesamten Paralympischen Bewegung sind bei seiner Familie, seinen Freunden und seinen Teamkollegen", teilte Andrew Parsons, Präsident des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), mit.
Huang holte seine Medaillen in der S3-Klasse. Bei der Para-WM in Mexiko-Stadt hatte er sich im Dezember ebenfalls fünfmal Gold gesichert.

14:36 Uhr

Slalom-Ass Shiffrin überragt einmal mehr zum Saisonfinale

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Shiffrin sichert sich beim Weltcup in Are die kleine Kristallkugel.

(Foto: AP)

Mikaela Shiffrin hat beim Weltcup-Finale im schwedischen Are mit ihrem überragenden neunten Saisonsieg im Slalom eine Bestmarke aufgestellt. Die Amerikanerin übertraf damit die große Kroatin Janica Kostelic, die es im Winter 2000/2001 auf acht Slalomsiege gebracht hatte. Mehr Saisonerfolge in einer Disziplin hat keine andere Ski-Rennläuferin erreicht.

  • Shiffrin gewann ihren siebten Spezialslalom 2017/18 vor Wendy Holdener (Schweiz/1,58 Sekunden zurück) und Frida Hansdotter (Schweden/1,59). Außerdem war Shiffrin in einem City Event und einem Parallel-Slalom siegreich. Bei Olympia wurde die jetzt 43-malige Weltcupsiegerin unglückliche Vierte.
  • Einen besonders emotionalen Moment erlebte die 23-Jährige bereits nach dem ersten Lauf, als sie im Zielraum Emma Lundell wieder traf. Im Dezember 2012 hatte das damals elfjährige schwedische Mädchen Shiffrin nach deren erstem Weltcup-Sieg an gleicher Stelle um ein Foto gebeten und ihr dabei erzählt, dass sie an Leukämie erkrankt sei. Inzwischen gilt sie als geheilt.
  • Lena Dürr (Germering/4,54) belegte Platz 18. Marina Wallner (Inzell) stürzte im ersten Lauf.
    Damit bleibt es für die deutsche Slalom-Mannschaft bei vier Saisonplatzierungen unter den besten zehn.
14:09 Uhr

Dahlmeier führt Biathlon-Damen aufs Staffel-Podest

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Ihre kurze Formkrise nach Olympia hat Laura Dahlmeier glücklicherweise hinter sich gelassen.

(Foto: dpa)

Die deutschen Biathletinnen haben beim Weltcup in Oslo mit dem zweiten Platz einen versöhnlichen Staffel-Abschluss gefeiert. Am legendären Holmenkollen lag das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) in der Formation Maren Hammerschmidt, Denise Herrmann, Franziska Preuß und Doppel-Olympiasiegerin Laura Dahlmeier nach 4x6 km und sieben Nachladern 14,4 Sekunden hinter den siegreichen Französinnen. Rang drei ging an das italienische Team (+33,2).

Der letzte Team-Wettkampf des Winters entschädigte damit zumindest ein bisschen für die Enttäuschung bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang, wo die DSV-Staffel vor gut drei Wochen nur den achten Rang belegt hatte.

13:29 Uhr

Wut-PK: Klopp eskaliert wegen Termin-Wahnsinn

Jürgen Klopp ist für seine Ausraster auf Pressekonferenzen bekannt. Diesmal ist der Trainer des FC Liverpool wegen der Ansetzung des Merseyside-Derbys seines Teams gegen den FC Everton kaum zu beruhigen. Als ein mutiger Journalist nochmal nachfragt, reißt Klopp endgültig der Geduldsfaden.

Sehen Sie die stufenweise Eskalation im Video - inklusive Rage-Barometer.

 

12:52 Uhr

Trainer-Kampfansage: Jicha will Gislason beim THW beerben

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Ex-Welthandballer Filip Jicha will Cheftrainer beim THW Kiel werden.

(Foto: imago/Heuberger)

Der frühere Welthandballer Filip Jicha wird beim deutschen Rekordmeister THW Kiel im nächsten Jahr Nachfolger von Alfred Gislason. Das sagt zumindest Filip Jicha. "Ich glaube, es wird so kommen: Ich werde 2019 Alfreds Nachfolger", sagte der 35 Jahre alte Tscheche in einem Interview mit den "Kieler Nachrichten".

  • Jicha wird zur kommenden Spielzeit Co-Trainer unter dem Isländer. Der Tscheche hatte von 2007 bis 2015 für Kiel gespielt, 2010 wurde er zum Welthandballer gekürt. Mit den Norddeutschen holte er 14 nationale und internationale Titel, darunter zweimal die Champions League, ehe er zum FC Barcelona wechselte. Im Oktober 2017 hatte er seine Karriere verletzungsbedingt beendet.
  • Jicha erklärte den Kieler Nachrichten, dass er bereits seine B-Trainerlizenz erworben habe. "Von Juni bis Mai 2019 absolviere ich den A-Trainer-Lehrgang beim Deutschen Handballbund", sagte der zweifache Familienvater, dessen Kinder (5 und 8 Jahre) beide in Kiel zur Welt kamen.
  • Zweifel an seiner Unerfahrenheit auf dem Trainerposten kann Filip Jicha verstehen, räumt diese aber auch gleich aus dem Weg. "Alfred hat mich geholt, um eher sein Assistent als sein Co-Trainer zu sein. Meine Kompetenzen werden dementsprechend größer sein. Ich weiß, wo ich hin will. Und ich werde wieder alles für den Verein geben, was ich habe."
12:27 Uhr

Snowboarderin Jörg wiederholt Weltcup-Coup nach 11 Jahren

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Bei dem Olympischen Spielen hatte Jörg sich Silber gesichert.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Selina Jörg hat elf Jahre nach ihrem Premierensieg den zweiten Weltcup-Erfolg gefeiert. Die 30 Jahre alte Olympia-Zweite aus Sonthofen setzte sich beim Parallel-Slalom in Winterberg im Finale gegen die Russin Alena Sawarsina durch. Für Jörg war es die achte Podestplatzierung im Weltcup, die vierte allein in diesem Winter.

Bei winterlichen Verhältnissen am Poppenberg im verschneiten Hochsauerland war Jörg bereits in der Qualifikation die Schnellste im Feld. Die Tschechin Ester Ledecka, Olympiasiegerin im Parallel-Riesenslalom und Gewinnerin des Gesamtweltcups, hatte wegen Rückenproblemen auf das letzte Einzelrennen der Saison verzichten müssen. Den Saisonabschluss bildet morgen ein Team-Wettbewerb.

12:00 Uhr

Lienen kritisiert: Profifußballer "werden ausgelutscht"

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(Foto: imago/Eibner Europa)

Der langjährige Fußball-Bundesligaspieler und -trainer Ewald Lienen macht die Terminfülle verantwortlich für den mentalen Stress der Fußballer. Spieler müssten "jetzt bisweilen über 60 Pflichtspiele pro Saison austragen, sie werden ausgelutscht. Dieser Raubbau an der mentalen Kraft der Spieler ist unverantwortlich", sagte der Technische Direktor des Zweitligisten FC St. Pauli dem "Spiegel".

Nachdem Weltmeister Per Mertesacker dem Blatt wenige Monate vor seinem angekündigten Karriereende offenbart hatte, wie er unter dem hohen Druck des Profifußballs gelitten habe, kritisierte auch Lienen die überladenen Spielpläne der Profis. "Wir haben es geschafft, das Produkt auszuweiten, um möglichst viel Geld herauszupressen. Und das wird auf dem Rücken der Spieler ausgetragen", sagte der 64-Jährige.

Im Fußball bemühe man sich zu wenig, "völlig wertfrei herauszufinden, wie die Spieler eigentlich ticken. Dadurch gehe vieles im Tagesgeschäft unter, und man habe erst jetzt gelernt, dass die Spieler "vieles dafür tun, ihre wahren Empfindungen zu verbergen."
Seine persönliche Situation öffentlich zu schildern sei eine "sehr mutige Entscheidung" von Per Mertesacker, zu dessen ersten Profitrainern Lienen zählt, gewesen. Dadurch sei die Hemmschwelle niedriger geworden, über das Thema zu reden. Man dürfe aber nicht generalisieren, dass alle Menschen gleich unter dem Druck leiden. "Die einen brauchen ihn, um Höchstleistungen zu bringen, andere bekommen dadurch Angst", sagte Lienen. Das mache es für Trainer als Führungskräfte so schwierig.

11:22 Uhr

Bundestrainer Löw zählt kriselnden Götze an

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Weder für Götze, noch für den BVB läuft es momentan sonderlich gut.

(Foto: imago/Kirchner-Media)

Die Performance von Mario Götze im Europa-League-Horror gegen Salzburg war ziemlich symptomatisch für das, was beim BVB insgesamt mächtig schiefläuft. Gerade mal 7 Sprints (!) hatte der Fußball-Nationalspieler gezeigt, bevor ihn Coach Peter Stöger nach der Halbzeit vom Platz nahm. Anschließend gab es Sonderkritik vom Vereinscoach – und da schließt sich der Bundestrainer direkt mal an.

"Er hat ein unglaubliches Potenzial und ist ein Spieler, dem ich eigentlich auch vertraue. Aber im Moment ist er noch nicht in der Form, in der wir ihn uns wünschen", begründete Joachim Löw bei "Eurosport" die Nichtberücksichtigung Götzes für die nächsten beiden Länderspiele gegen Spanien und Brasilien. Viel Zeit bleibt dem 25-Jährigen nun nicht mehr, um in WM-Form zu kommen und seine Trainer wieder vollends von sich zu überzeugen: "Ich wünsche mir von ihm, dass er aus seiner Position wieder mehr in die Spitze geht. Wir müssen ihm helfen, dass er daran arbeitet und die nächsten zwei Monate nutzt", erklärte Löw.

11:15 Uhr

Biahtletin Klug führt "Team D" bei Schlussfeiern an

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(Foto: imago/Beautiful Sports)

Clara Klug führt das deutsche Team bei der Schlussfeier der Paralympics ins Olympiastadion in Pyeongchang. Der Deutsche Behindertensportverband benannte die 23 Jahre alte sehbehinderte Biathletin zur Fahnenträgerin für die Schlussfeier morgen um 12.00 Uhr (MEZ/One). Begleitet wird Klug von ihrem Guide Martin Härtl.

Die Münchnerin Klug hatte bei ihrer Paralympics-Premiere Bronze über zehn und 12,5 Kilometer gewonnen. Bei der Eröffnungsfeier hatte die 46-jährige Langläuferin und Biathletin Andrea Eskau die deutsche Fahne getragen.

10:40 Uhr

Wechsel von Lewandowski ist angeblich fix

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Lewandowski als dritte "Notlösung" zu Real Madrid?

(Foto: imago/DeFodi)

So, da wollen wir den Spannungsbogen mal nicht länger überspannen – hier also die Details zum angeblichen Wechsel von Robert Lewandowski. Wie "Mundo Deportivo" berichtet, hat der Spielerberater des Stürmers eine Einigung mit Real Madrid erzielt. Demnach soll der Pole bei den Königlichen einen Zweijahres-Vertrag mit Option auf eine weitere Saison erhalten.

Wenn das denn alles so korrekt ist, würde Lewandowski ein persönliches Rekordgehalt winken: Die Rede ist von bis zu 15 Millionen Euro pro Jahr. Wie das spanische Blatt auch in Erfahrung gebracht haben will, soll der Bayern-Spieler nur die drittbeste Lösung für den Klub sein: Demnach soll Lewandowksi kommen, weil Neymar und Harry Kane nicht zu haben sind.

10:16 Uhr

Nowitzki knackt Wahnsinns-Bestmarke

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In den NBA-Playoffs werden Dirk Nowitzki und seine Dallas Mavericks nicht zu sehen sein.

(Foto: dpa)

Was für ein Sportler, was für ein Typ: Mit seinem 11.001. (elftausendersten!) Korb aus dem Spiel heraus schafft Basketball-Superstar Dirk Nowitzki eine weitere Bestmarke für die Ewigkeit. Als achter Spieler der NBA-Geschichte übertrifft der Würzburger die magische Schwelle – ob er allerdings Kareem Abdul-Jabbar (15.837 Punkte) noch als Nummer eins verdrängen kann, darf bezweifelt werden. Sei's drum.

Sportlich war der Abend für Nowitzki und seine Dallas Mavericks weniger erfolgreich – sie schlittern haarscharf an der Sensation vorbei. Bei Seriensieger Toronto Raptors unterlag der Meister von 2011 115:122, die Kanadier egalisierten mit dem elften Erfolg nacheinander ihren Vereinsrekord. Bester Werfer der Gäste, die im Play-off-Rennen keine Chance mehr haben, war Harrison Barnes (27). Toronto ist mit 52 Siegen und 17 Niederlagen das beste Team im Osten. Dallas (22:47) belegt im Westen den 13. Platz unter 15 Mannschaften.

09:37 Uhr

HSV sucht den Superretter, Lewandowski den Absprung?

Hallo und willkommen zum Sport-Tag aus dem eiskalten Berlin, werte Leser!

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Zählen Sie selbst!

(Foto: imago/Michael Schwarz)

Womit wir auch quasi direkt im Thema sind – laut Google beträgt die Temperatur in München momentan 5 Grad. Das ist zwar mehr als hier, aber immer noch nicht wirklich kuschelig. Vielleicht ja ein Grund dafür, dass Bayerns Star-Stürmer Robert Lewandowski kurz vor einem Wechsel stehen soll? Denn so viel sei schon mal verraten: Da, wo es ihn angeblich hinzieht, sind die Winter wesentlich weniger frostig. Die Details über eine angebliche Transfer-Einigung gibt’s gleich – schauen wir derweil noch einmal kurz auf den HSV und dessen Castingdirektor Trainer Christian Titz. Der hat heute die undankbare Aufgabe, aus aktuell 24 Feldspielern und vier Torhütern die Super-Elf zusammenzustellen, die den Klub tatsächlich noch vor dem Abstieg retten soll. Ich verweise an der Stelle auf den gestrigen Aufruf meines Kollegen Tobias Nordmann: Mitmachen unbedingt erwünscht!

So, jetzt aber zu den harten Fakten und damit zum Fahrplan für den Tag.

  • Fußball-Bundesliga muss vermutlich ebenso wenig erwähnt werden wie die 2. Liga, deswegen kommen wir direkt auf den Wintersport zu sprechen. Im Biathlon steht bei den Damen (12:30 Uhr) die Staffel an, bei den Herren geht´s um 14:45 Uhr in die Verfolgung.
  • In Kürze (9:45 Uhr) starten die Herren mit dem 1. Durchgang im Riesenslalom von Are, die Damen schlängeln sich eine Stunde später durch den Slalom-Parcours. Außerdem: Ski nordisch/Kombination in Klingenthal (ebenfalls ab 9:45 Uhr) und ab 16:15 Uhr das Teamfliegen der deutschen Adler.
  • Außerdem wie gewohnt alle Infos rund um den Transfermarkt, im WM-Countdown geht’s heute um die Verletzungsseuche des russischen Teams. Mein Name ist Judith Günther und ich wünsche Ihnen und mir viel Vergnügen!