Samstag, 02. Mai 2020Der Sport-Tag

18:31 Uhr

Bayern-Präsident Hainer: 50+1-Regel überdenken

131037417.jpg

Herbert Hainer ist für Selbstbestimmung

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach Ansicht von Bayern Münchens Präsident Herbert Hainer sollten die Fußball-Klubs selbst entscheiden, ob sie Investoren Stimmrechte gewähren oder nicht. "Man muss ja auch mal als Fakt sehen, dass die 50+1-Regel jetzt bestimmten Vereinen nicht geholfen hat. Insofern muss man das natürlich auch überdenken. Ich bin der Meinung, dass man es den Vereinen selber überlassen sollte, wie viele Anteile sie abgeben wollen", sagte der Chef des deutschen Fußball-Rekordmeisters im Interview der "Sport-Reportage" im ZDF. Der FC Bayern München hat in seiner Satzung verankert, dass der Verein maximal 30 Prozent abgeben kann.

In der aktuellen Debatte um die Bundesliga wegen der Corona-Krise wird von vielen auch ein Nachdenken über das Geschäftsmodell des Profifußballs gefordert. Dazu gehören auch Bestimmungen wie die 50+1-Regel. Mit ihrer Hilfe soll verhindert werden, dass Kapitalanleger die Stimmenmehrheit in Profi-Klubs übernehmen. Die jüngsten Einnahmeverluste könnten dazu verleiten, finanzkräftigen Investoren mehr Einfluss zu gewähren.

17:44 Uhr

Tennis trotz Corona: Hanfmann besiegt Brown

imago0047231194h.jpg

Es gibt immerhin ein Foto des Siegers.

(Foto: imago images/Eibner)

Es ist kein offizielles Event der ATP-Tour, doch immerhin ein erster kleiner Schritt zurück zu einer Normalität im Tennis: Yannick Hanfmann hat beim Tennisturnier im rheinland-pfälzischen Höhr-Grenzhausen das Top-Duell mit Dustin Brown für sich entschieden. Ohne Zuschauer und Ballkinder setzte sich der 28 Jahre alte Karlsruher gegen den 35 Jahre alten Brown aus Winsen/Aller mit 4:3 (7:4), 4:0 durch. Hanfmann ist als Nummer 143 der Weltrangliste der am höchsten platzierte Profi bei der viertägigen Veranstaltung. Acht Spieler nehmen im Gruppenformat teil, gespielt wird über zwei Gewinnsätze bis vier, das Preisgeld beträgt rund 25.000 Dollar.

16:50 Uhr

Fifa-Vize hält Umstellung aufs Kalenderjahr für möglich

imago0041075245h.jpg

"Das ist keine Idee, die verworfen werden sollte", meint Victor Montagliani.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Fifa-Vizepräsident Victor Montagliani bringt die Umstellung der europäischen Fußballligen auf das Kalenderjahr ins Spiel. "Das ist keine Idee, die verworfen werden sollte", sagt der 54 Jahre alte Chef des Kontinentalverbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik (Concacaf) im Interview des italienischen Radiosenders Sportiva. Es sei eine "Möglichkeit" die auf nationaler und internationaler Ebene diskutiert werden sollte. "Es könnte eine Lösung sein mit Blick auf die kommenden zwei Jahre und die Winter-WM", so der Kanadier.

Die Weltmeisterschaft 2022 in Katar wird aufgrund der Hitze in den Sommermonaten vom 21. November bis 18. Dezember gespielt. Der Rahmenterminkalender des Profi-Fußballs muss deshalb im Vorfeld angepasst werden. Wegen der Coronavirus-Krise sind derzeit so gut wie alle Ligen weltweit ausgesetzt oder sogar schon abgebrochen worden. Die Umstellung auf das Kalenderjahr hätte deshalb den Vorteil, dass die Ligen bis zum Jahresende 2020 deutlich mehr Zeit hätten, die unterbrochene Saison doch noch zu Ende zu bringen. Anschließend könnte für mindestens zwei Jahre im Kalender-Rhythmus gespielt werden und keine weitere gravierende Änderung für die Katar-WM nötig sein.

15:45 Uhr

Bremen und Frankfurt melden Spieler-Testergebnisse

Nach dem Auftreten von drei Corona-Fällen beim 1. FC Köln melden andere Fußball-Bundesligisten vereinzelt negative Testergebnisse. Werder Bremen und Eintracht Frankfurt gaben bei Twitter bekannt, dass kein Profi oder Betreuer mit Sars-CoV-2 infiziert sei. "Der zweite Test für Spieler und das direkte Team-Umfeld findet am Sonntag statt", teilten die Norddeutschen mit. Auch bei der Eintracht werde "am Wochenende" erneut getestet. Der FC hatte die positiven Testergebnisse am Freitagabend bekanntgegeben. Zwei Spieler und ein weiterer Mitarbeiter befinden sich in 14-tägiger Quarantäne. Die weiteren Profis dürfen die Vorbereitung auf die angestrebte Wiederaufnahme des Spielbetriebes fortsetzen.

14:53 Uhr

Pakistaner wegen Aufdrucks religiöser Motive auf Fußbällen festgenommen

Sialkot ist bekannt für den Export von Sportartikeln. Die pakistanische Stadt mit rund 660.000 Einwohnern lieferte unter anderem Fußbälle für die Fußballweltmeisterschaft 2018. Nun ereignete sich dort ein Vorfall, der das ganze Land in Aufruhr versetzt. Weil er Bilder aus dem Koran und den Namen des Propheten Mohammed auf Fußbälle gedruckt haben soll, haben pakistanische Behörden einen Fabrikbesitzer unter Blasphemie-Verdacht festgenommen. "Der Beschuldigte befindet sich in unserem Gewahrsam", sagte Chefermittler Asghar Ali. Man habe auch ein staatliches Gremium von Religionsgelehrten um eine Beurteilung des Falles gebeten, hieß es.

Der Fall hatte trotz Corona-Auflagen gewaltsame Proteste islamistischer Gruppen in der zentralen Provinz Punjab ausgelöst. Nach der Festnahme stellten die Demonstranten nach Angaben von Ali ihre Proteste ein. Blasphemie gilt in Pakistan als heikles Thema und ist ein Straftatbestand. Die Höchststrafe für Gotteslästerung ist die Todesstrafe. Angeklagte können zur Zielscheibe islamistischer Gruppierungen werden. In einigen Fällen wurden sie erschossen, lebendig verbrannt oder zu Tode geprügelt.

14:01 Uhr

Nach Covid-19 und Koma: Junior Sambia geht's besser

imago46749171h.jpg

Junior Sambia geht's deutlich besser.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Der an Covid-19 erkrankte Fußballprofi Junior Sambia vom HSC Montpellier befindet sich auf dem Weg der Besserung. Laut Angaben des Klubs kann der 23-Jährige, der nach einem positiven Corona-Test in ein künstliches Koma versetzt worden war, das Krankenhaus zeitnah verlassen. Sambia war in der vergangenen Woche aufgrund von Atembeschwerden eingeliefert und anschließend als erster Spieler in der Ligue 1 positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Meisterschaft in Frankreich wurde am Donnerstag abgebrochen, nachdem die Regierung ein Verbot für die Wiederaufnahme des Profisports ausgesprochen hatte. Paris St. Germain mit Trainer Thomas Tuchel wurde zum Meister erklärt. Unseren Bericht dazu gibt's hier!

13:05 Uhr

Mourinho verrät: Nur der FC Bayern trieb ihn zu Tränen

62083073.jpg

José Mourinho hat nur einmal wegen einer Niederlage geweint.

(Foto: picture alliance / dpa)

Startrainer José Mourinho hat nur einmal wegen einer Niederlage geheult - und schuld war der FC Bayern. Nach dem Aus im Halbfinale der Champions League 2012 habe er damals als Trainer von Real Madrid vor lauter Wut geweint, verriet er der "Marca" und enthüllte auch Details: "Ich erinnere mich: Ich und Aitor (Karanka, Mourinhos Assistent) saßen vor meinem Haus im geparkten Auto und heulten." Das Aus damals sei besonders schwer zu ertragen gewesen. Der Grund? "In der Saison 2011-2012 waren wir das beste Team Europas." Nach einem 2:1-Erfolg im Hinspiel hatten die Münchner damals in Madrid mit dem gleichen Ergebnis verloren. Nach 120 Minuten fiel die Entscheidung in einem Elfmeter-Krimi, bei dem Superstars wie Cristiano Ronaldo, Sergio Ramos und Kaká die Nerven versagten.

11:44 Uhr

Mehr Vernunft: Rummenigge fordert "europäische Debatte"

Karl-Heinz Rummenigge sieht nicht nur den deutschen Fußball nach dem Ende der Corona-Krise in der Pflicht. Auf einem Weg zu mehr Vernunft bekräftigte der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern einen kontinentalen Ansatz. Es müsse eine europäische und keine exklusiv deutsche Debatte darüber werden, sagte Rummenigge in einem Doppelinterview mit Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml dem "Münchner Merkur" und der "tz". Der 64-Jährige erklärte: "Die Klubs waren in der Vergangenheit von Jahr zu Jahr einem größeren wirtschaftlichen Risiko ausgesetzt. Und parallel dazu sind die Summen auf Spielerseiten von Jahr zu Jahr gestiegen - Ablöse, Gehälter, Berater-Provisionen."

10:51 Uhr

Zu Götzes Zukunft gibt's offenbar 'ne heiße Spur

Wenn es einen Weltmeister zum Nulltarif gibt, ist es kein Wunder, dass sich die Gerüchte so überschlagen. So auch bei Mario Götze von Borussia Dortmund. Nun soll eine heiße Spur des BVB-Stars, dessen Vertrag im Sommer endet, nach Frankreich führen. Nachdem der "Kicker" von Interesse aus der Ligue 1 berichtete, wird "Le10Sport" nun konkret und enthüllt, welche Klubs um den 27-Jährigen buhlen. Demnach sollen Olympique Marseille, Olympique Lyon, OGC Nizza, AS Monaco und Paris Saint-Germain interessiert sein. Sehr groß soll das Begehren an der Cote d'Azur sein: Nizza kann sich Götzes offenbar hohes Gehalt angeblich leisten.

10:00 Uhr

Gericht schmettert Klage von Rapinoe und Co. ab

Die US-Fußballerinnen sind mit ihrer Klage auf gleiche Bezahlung wie ihre männlichen Kollegen vor Gericht gescheitert. Richter Gary Klausner vom Bezirksgericht für Zentralkalifornien wies den von den Frauen gegen den nationalen Fußballverband USSF erhobenen Vorwurf der Lohndiskriminierung in einem 32-seitigen Urteil zurück. "Wir werden nie aufhören, für GLEICHSTELLUNG zu kämpfen", schrieb Starspielerin Megan Rapinoe bei Twitter. Teamsprecherin Molly Levinson fügte hinzu: "Wir sind schockiert und enttäuscht über die heutige Entscheidung, aber wir werden unseren harten Kampf für gleiches Entgelt nicht aufgeben." Die Spielerinnen denken nun über einen Einspruch nach.

08:25 Uhr

Emmanuel Clase wird zu Monster-Strafe verdonnert

imago0041557345h.jpg

Emmanuel Clase darf sehr lange nicht werfen.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

In der Major League Baseball in den USA ist ein Spieler der Cleveland Indians für 80 Spiele gesperrt worden. Profi Emmanuel Clase war positiv auf ein verbotenes leistungssteigerndes Mittel getestet worden. Der 22-Jährige war erst im vergangenen Winter von den Texas Rangers nach Cleveland gewechselt. Seine Sperre wird erst mit dem Start der regulären Saison beginnen, die wegen der Coronavirus-Pandemie mit Verspätung anlaufen wird. Die Liga und die Spielervereinigung arbeiten auch daran, dass die Sperre aufs nächste Jahr übertragen wird, falls keine 80 Partien absolviert werden können.

07:46 Uhr

Verstoß gegen Wettregeln: Trippier muss sich verantworten

dee2a8b69309a6564b2967c77d74d401.jpg

Unschuldig?

(Foto: REUTERS)

Der englische Fußball-Nationalspieler Kieran Trippier muss sich wegen eines angeblichen Verstoßes gegen die Wettregeln des nationalen Verbandes FA verantworten. Der Profi von Atlético Madrid soll im Juli 2019, als er noch bei den Tottenham Hotspur unter Vertrag stand, zu Wettzwecken Informationen weitergegeben haben, die er nur aufgrund seines Jobs als Fußballer haben konnte und die zu diesem Zeitpunkt nicht öffentlich verfügbar waren. In einer Stellungnahme erklärte der 29-Jährige, er habe bei der Untersuchung der FA voll kooperiert und betonte, als Profi zu keinem Zeitpunkt Wetten mit Fußballbezug platziert oder finanzielle Vorteile dadurch erhalten zu haben, dass Dritte Wetten abschließen.

07:03 Uhr

"Alternative wäre Schlachten": Corona-Krise setzt Reitvereinen zu

Die Coronavirus-Pandemie setzt im deutschen Breitensport besonders heftig den Reitvereinen zu. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur bei den Landessportbünden. Im Gegensatz zu vielen anderen Klubs, bei denen der Spielbetrieb eingestellt ist, seien die Ausgaben unverändert hoch, berichteten mehrere Präsidenten der Landessportbünde. "Diversen Reitvereinen fehlen derzeit zum Beispiel schon je 12.000 Euro. Die brauchten das Geld, um die Tiere zu füttern. Die Alternative wäre Schlachten. Da ist die Situation besonders dramatisch", sagte Andreas Vroom, Präsident des Landessportbundes in Bremen. Hessens Präsident Rolf Müller beschrieb: "Auch sportartenspezifisch gibt es sicherlich große Unterschiede: So haben uns bereits in den ersten Wochen viele Reit- und Fahrvereine kontaktiert. Anders als Bälle oder ein Schwebebalken müssen diese auch während der Aussetzung des Sportbetriebs fressen, regelmäßig auf die Weide oder zum Hufschmied." Diese Kosten könnten "derzeit nicht adäquat durch Einnahmen gedeckt werden".

06:12 Uhr

Corona-Krise: Ferrari-Star Leclerc fährt fürs Rote Kreuz

3c02446cd0d2ef7579e3843939b31645.jpg

Hat Gutes im Sinn.

(Foto: dpa)

Charles Leclerc sitzt wieder am Steuer. Er trägt Handschuhe, allerdings diesmal keine feuerfesten. Der Helm fehlt, dafür gibt es einen Mund-Nase-Schutz. Das alles hat einen Grund. Der 22 Jahre alte Formel-1-Pilot von Ferrari half dem Roten Kreuz in Monte Carlo als Fahrer im Kampf gegen das Coronavirus. Dem "Croix rouge" des Fürstentums war dies sogar ein Filmchen bei Instagram wert, in dem ein Mitarbeiter mit Rot-Kreuz-Weste und rot-weißer Fahne dem 22 Jahre alten gebürtigen Monegassen demonstrativ die Strecke freigibt.