Samstag, 05. September 2020Der Sport-Tag

mit Torben Siemer
Torben Siemer
20:14 Uhr

Doppel-Elfer: England holt kuriosen Auswärtssieg

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Islands Elfer auf dem Weg in die Wolken.

(Foto: imago images/Pro Sports Images)

Nach einer kuriosen Schlussphase mit einem verwandeltem und einem verschossenen Elfmeter sowie zwei Platzverweisen hat Englands Fußball-Nationalmannschaft einen erfolgreichen Auftakt in die Nations League gefeiert. Das Team von Nationaltrainer Gareth Southgate gewann dank des Strafstoßes von Raheem Sterling (90.) 1:0 (0:0) in Island. Im zweiten Spiel der Gruppe treffen am Abend Dänemark und Belgien aufeinander.

Kurz nach Sterlings Führungstreffer hatte Birkir Bjarnason ebenfalls per Elfmeter die große Chance zum direkten Ausgleich, schoss aber über das Tor. Zuvor hatten Englands Kyle Walker (70.) und Islands Sverrir Ingason (89.) die Gelb-Rote Karte gesehen. England, das mit Dortmunds Jadon Sancho in der Startelf antrat, hatte erwartungsgemäß deutlich mehr vom Spiel. Ein frühes Tor von Stürmerstar Harry Kane (7.) wurde wegen Abseits nicht gegeben. Island konzentrierte sich bei teilweise weniger als 20 Prozent Ballbesitz auf die Abwehr, die Three Lions taten sich aber schwer, Chancen zu erspielen.

20:26 Uhr

"Gänsehaut": Union feiert ein bisschen Fußball, wie er früher war

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Fußball, ein bisschen wie er früher war.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Vor mehreren tausend Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei ist dem Fußball-Bundesligisten 1. FC Union Berlin ein 2:1-Testspielsieg gegen den Zweitligisten 1. FC Nürnberg gelungen. Am Abend durften sich 4500 Fans im Stadion aufhalten - erstmals seit der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der Corona-Zwangspause. "Es war ein gutes Gefühl. Es war auch schon Gänsehaut mit dabei, auch wenn das Stadion nicht voll war. Es tut einfach gut, wenn man Zuschauer im Stadion hat", sagte Union-Trainer Urs Fischer nach dem Spiel.

Möglich geworden war das Zuschauer-Comeback dank der neuen Corona-Verordnung des Landes Berlin, die seit dem 1. September Freiluftveranstaltungen mit bis zu 5000 Besuchern gestattet. Laut dem zuständigen Hygienereferenten Denis Hedeler, der während der Partie im Stadion war, habe Union "die hygienerelevanten Vorgaben hervorragend umgesetzt". Er sei "besonders beeindruckt" von den Fans, "die die notwendigen Maßnahmen annehmen und die Hygieneregeln einhalten".

Es war das erste direkte Aufeinandertreffen von Fans und Mannschaft im Stadion seit dem Bundesliga-Punktspiel am 1. März gegen den VfL Wolfsburg (2:2). Nach ersten Eindrücken hielten sich die Fans an die Abstandsregeln. Nach dem Abpfiff wurde das Team minutenlang gefeiert. Marcus Ingvartsen (51./65. Minute/Foulelfmeter) erzielte die beiden Treffer für die Gastgeber.

19:59 Uhr

Hamiltons Rekordrunde, Vettels historische Pleite: Die Monza-Quali im Video

Auch beim Heimspiel in Monza setzt die Scuderia ihre Pleitenserie fort. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel scheitert in Q1, Teamkollege Charles Leclerc schafft es in Q2 nur auf Rang 13. Überflieger Lewis Hamilton ist hingegen erneut unschlagbar.

19:47 Uhr

Doch nicht erster Deutscher seit 1992 - Schröder verpasst NBA-Auszeichnung knapp

Der deutsche Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder ist bei der Wahl zum "Sixth Man of the Year" in der NBA Zweiter geworden. Der 26-jährige Spielmacher von den Oklahoma City Thunder erhielt insgesamt 328 Punkte und musste sich damit nur Montrezl Harrell von den Los Angeles Clippers (397 Punkte) geschlagen geben, wie die Liga mitteilte. Der Braunschweiger verpasste es damit, als zweiter Deutscher nach Detlef Schrempf (1991 und 1992 als Spieler der Indiana Pacers) die Auszeichnung zu gewinnen. Schröder kam in seiner zweiten Saison in Oklahoma, seiner sechsten insgesamt, in 63 von 65 Spielen von der Bank und erzielte im Schnitt 18,9 Punkte.

Insgesamt entfielen auf Harrell 58 von 100 Erststimmen, auf Schröder 35. Als ein möglicher bester Sechster Mann des Jahres muss ein Spieler mehr Partien von der Bank aus begonnen haben als auf dem Parkett.

19:08 Uhr

Entwarnung bei Rashica: Werder darf weiter auf Millionen hoffen

Werder Bremen muss nicht für längere Zeit auf Stürmer Milot Rashica verzichten. Der Angreifer hatte sich im Länderspiel des Kosovo gegen Moldawien in Parma am rechten Knie verletzt, hat aber keine schwere Blessur davon getragen. Das ergaben Untersuchungen am Freitag in Bremen. Der 24-Jährige hat sich demnach nur eine Verstauchung im rechten Knie zugezogen. "Wir sind natürlich sehr froh, dass Milot sich nicht schwerer verletzt hat und die Bänder und Menisken im Knie nicht beschädigt sind", sagte Werder-Coach Florian Kohfeldt.

Der Stürmer liebäugelt immer noch mit einem Wechsel zu RB Leipzig. Die Bremer würden Rashica ziehen lassen, weil sie auf Einnahmen aus Transfers angewiesen sind. Allerdings liegen beide Vereine bei der Höhe der Ablöse noch auseinander. Eine schwere Verletzung von Rashica hätte einen Wechsel unwahrscheinlich werden lassen.

18:20 Uhr

Uefa sagt Nations-League-Absage wieder ab

Trotz eines positiven Corona-Tests bei einem Betreuer der tschechischen Fußball-Nationalmannschaft wird das Nations-League-Spiel am Montag gegen Schottland stattfinden. Dies bestätigte ein Sprecher der Europäischen Fußball-Union (Uefa). Zuvor hatte der tschechische Verband mitgeteilt, man habe "große Sorge, dass sich das Virus weiter ausbreiten könnte" und wollte nicht zu dem Spiel in Olomouc antreten. Nach Informationen der BBC sollen sich der designierte Leverkusener Stürmer Patrik Schick (zuletzt RB Leipzig) und Tomas Soucek freiwillig in Quarantäne begeben haben. Die beiden Profis hätten mit dem positiv getesteten Mitarbeiter engeren Kontakt gehabt, sie fehlten auch beim 3:1 der Tschechen gestern in der Slowakei. Im Vorfeld der Partie mussten alle tschechischen Teammitglieder erneut getestet werden - erst dann gaben die slowakischen Behörden ihr Einverständnis.

Der schottische Verband teilte mit, dass er "Kenntnis" von der Lage habe. Man habe aber zunächst eine Reaktion der UEFA abwarten wollen. Wenn einem Team nach den Corona-Tests 13 Spieler zur Verfügung stehen, sollen die Partien nach den neuen Uefa-Regularien stattfinden.

17:07 Uhr

Ex-Barça-Coach hätte Messi-Abgang besser gefallen

Der spanische Fußball-Nationaltrainer und frühere Barcelona-Coach Luis Enrique sieht den Verbleib von Lionel Messi bei den Katalanen kritisch. Der 50-Jährige vertritt die Meinung, der Klub hätte dem Argentinier die Freigabe für einen Wechsel erteilen sollen. "Ich denke, Klubs stehen über jedem Spieler. Barcelona wurde 1899 gegründet und ist einer der besten der Welt. Er hat immer Titel gewonnen", sagte Enrique im Vorfeld der Nations-League-Partie gegen die Ukraine.

"Ich hätte es viel lieber gesehen, wenn es eine Einigung gegeben hätte", sagte Enrique. Früher oder später werde Messi ohnehin nicht mehr in Barcelona spielen. "Der Klub wird ohne Messi weiterhin Titel gewinnen, genauso wird Messi noch viele Jahren wunderbar sein, wenn er gegangen ist", glaubt Enrique. Von 2014 bis 2017 spielte Messi unter Enrique, gemeinsam gewannen sie 2015 das Triple.

16:34 Uhr

17-Jähriger knackt zwei U21-Rekorde, 15-Jähriger debütiert für deutsche U20

Borussia Dortmunds Neuzugang Jude Bellingham hat bei seinem Debüt in der englischen U21-Nationalmannschaft gleich zwei Rekorde aufgestellt. Kurz nach seiner Einwechslung im EM-Qualifikationsspiel der "Young Lions" gegen Kosovo traf der 17 Jahre alte Bellingham in der 62. Minute mit einem wuchtigen Schuss zum 6:0-Endstand. Das BVB-Mittelfeldtalent ist nun der jüngsten Fußballer, der je für die U21 der Engländer gespielt hat und natürlich auch der jüngste Torschütze. Bei seiner U21-Premiere war Bellingham 17 Jahre und 67 Tage alt.

Auch BVB-Nachwuchsspieler Youssoufa Moukoko gab sein Debüt in der deutschen U20-Nationalelf. Die Mannschaft verlor zwar 1:2 gegen Dänemark, dem noch 15 Jahre alten Borussen gelang jedoch eine Torvorlage zur 1:0-Führung. Moukoko gehört seit Beginn der Saison zum BVB-Profikader und könnte sogar noch in der U16 des Deutschen Fußball-Bunds spielen.

16:10 Uhr

Beckmann und Zendeli fahren in die Punkte

Motorsport-Talent David Beckmann ist auch beim 15. Saisonlauf der Formel 3 in die Punkteränge gefahren. Im Hauptrennen von Monza belegte der Trident-Pilot nach starker Aufholjagd in der Schlussphase den vierten Platz, sein deutscher Teamkollege Lirim Zendeli erreichte eine Woche nach seinem Premierensieg in Spa den siebten Rang. In der Meisterschaft belegt der zweimalige Saisonsieger Beckmann bei drei ausstehenden Rennen mit 123,5 Punkten den vierten Platz. Die Gesamtführung eroberte der drittplatzierte Australier Oscar Piastri (Prema/160) zurück, nachdem sein US-amerikanischer Teamkollege Logan Sargeant (152) ausgeschieden war. Zendeli ist Gesamtsiebter (78). Der Sieg ging an den dritten Prema-Fahrer im Bunde, den Dänen Frederik Vesti.

David Schumacher (Carlin) wurde 19., Sophia Flörsch (Campos) kam nicht über Rang 21 hinaus. Damit warten die beiden Formel-3-Neulinge weiter auf ihre ersten Saisonpunkte. Am Sonntag steht in Monza noch das Sprintrennen (9.45 Uhr/Sky) auf dem Programm. Das Saisonfinale der Formel 3 steigt am 12./13. September im italienischen Mugello.

15:26 Uhr

Haaland schiebt Frust nach Tor-Premiere

Erling Haaland hatte sich seine Tor-Premiere für Norwegen ganz anders vorgestellt. "Das ist cool", sagte das Stürmertalent des Bundesligisten Borussia Dortmund nach seinem ersten Treffer für das Landslaget, "aber es ist nicht dasselbe, wenn wir verlieren." Denn auch der 20-Jährige konnte die "blöde" 1:2 (0:1)-Niederlage in der Nations League gegen Österreich in Oslo nicht verhindern.

"Hoffentlich war es das erste von vielen", sagte Haaland nach seinem dritten Länderspiel über sein erstes Tor (66.), doch er ärgerte sich sichtlich über die "sehr schwache" erste Halbzeit. Österreich mit den aus der Bundesliga bekannten Torschützen Michael Gregoritsch (35.) und Marcel Sabitzer (54., Handelfmeter) sei "überraschend gut" gewesen. Trainer Lars Lagerbäck war nach der ersten Heimniederlage seiner Amtszeit ähnlich bedient. "Das war sehr, sehr schlecht. So darf eine norwegische Nationalmannschaft nicht auftreten", schimpfte er: "Es fühlte sich an, als wären wir über ganz Norwegen verteilt gewesen." Angreifer Joshua King sprach von einer "Katastrophe".

14:49 Uhr

Tedesco: Russischer Fußball ist "mehr als nur Geld"

Der frühere Bundesliga-Trainer Domenico Tedesco bezweifelt, dass es Fußballer nur des Geldes wegen nach Russland zieht. "Grundsätzlich wird im russischen Fußball gut bezahlt, die meisten Vereine sind liquide. Aber er hat mehr zu bieten als nur Geld", sagte der aktuelle Coach von Spartak Moskau der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Die russische Hauptstadt sei eine "absolute Weltstadt", sagte der Ex-Schalke Trainer: "Die Menschen begegnen uns mit großer Offenheit und Herzlichkeit. Wir fühlen uns sehr wohl." Tedesco hatte im Oktober 2019 den russischen Rekordmeister gemeinsam mit dem früheren Nationalspieler Andreas Hinkel als Co-Trainer übernommen. Nach sechs Spieltagen führt Spartak Moskau die Tabelle in der Premjer Liga an, Tedescos Vertrag läuft noch bis Mai: "Danach werden wir sehen, was passiert."

14:13 Uhr

Jetzt geht bei Messi alles ganz schnell

Weltfußballer Lionel Messi wird am Montag (17.30 Uhr) beim Training des spanischen Topklubs FC Barcelona erwartet. Zuvor wird sich der 33-Jährige am Wochenende noch einem Coronatest unterziehen.

Vergangenen Sonntag hatte der wechselwillige Messi den Covid-19-Test und den Trainingsstart der Katalanen am Montag boykottiert, um einen Wechsel zu erzwingen. Gestern hatte die Barca-Ikone dann völlig überraschend bekannt gegeben, seinen bis 2021 laufenden Vertrag doch zu erfüllen. Nicht aber, ohne bei dieser Gelegenheit mit "seinem" FC Barcelona abzurechnen.

"Ich würde niemals gegen Barca vor Gericht ziehen, weil es der Klub ist, den ich liebe", sagte er: "Der mir alles gegeben hat, seit ich hierher kam. Es ist der Klub meines Lebens." Doch der Klub habe keine Vision, keinen Plan, wie er wieder erfolgreich werden könne, sagte Messi. "In Wahrheit gab es für lange Zeit kein Projekt oder sonst irgendetwas. Sie machten halbe Sachen und ließen viel Zeit sinnlos verstreichen."

Der Gedanke sei über längere Zeit gereift. Er wolle seine "letzten Jahre als Fußballer glücklich" sein. Und: "Zuletzt habe ich in diesem Klub kein Glück mehr gefunden."

13:49 Uhr

Havertz ist für Leverkusen nicht einfach zu ersetzen

Trainer Peter Bosz vom Fußball-Bundesligisten Bayer Leverkusen will den Wechsel von Jungstar Kai Havertz zum englischen Ex-Meister FC Chelsea im Kollektiv kompensieren. "Ein super Spieler geht weg, das ist absolut so. Wir müssen versuchen, die Mannschaft besser zu machen", sagte der niederländische Chefcoach bei Sky Sport News HD. Ihm schwebt vor, die Verantwortung auf mehrere Schultern im Kader des Werksklubs zu verteilen. Bosz: "Das machen wir auf mehreren Positionen, dass wir mit mehreren Spielern den Verlust auffangen können." Neben Havertz, dessen Transfer für 100 Millionen Euro Ablöse zu den Blues aus London am Freitag bekannt gegeben wurde, hat auch Kevin Volland (AS Monaco) Bayer verlassen. Der Argentinier Lucas Alario ist ebenfalls wechselwillig.

13:17 Uhr

Aus in Q1 droht - Ferrari im Abschlusstraining wieder klar hinten

Auch im dritten freien Training zum Formel-1-Heimspiel in Monza ist Ferrari hinter den eigenen Ansprüchen deutlich zurückgeblieben. Sebastian Vettel kam bei der Generalprobe für das Qualifying am Nachmittag (15.00 Uhr/RTL, Sky und im Liveticker bei ntv.de) nicht über Rang 15 hinaus, der Rückstand des viermaligen Weltmeisters auf die Bestzeit von Mercedes-Pilot Valtteri Bottas (1:20,089 Minuten) betrug 1,174 Sekunden. Vettels Teamkollege Charles Leclerc, im Vorjahr Sieger auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke, erreichte im SF1000 den elften Platz (+0,828), allerdings wurde der Monegasse bei seiner besten Runde von Vettel im Windschatten gezogen.

Weltmeister und WM-Spitzenreiter Lewis Hamilton im zweiten Mercedes ließ es etwas gemächlicher angehen. Der Brite musste als Fünfter mit 0,350 Sekunden Rückstand auf Bottas auch Carlos Sainz (+0,229), Lando Norris (beide McLaren/+0,323) und Renault-Pilot Daniel Ricciardo (+0,330) den Vortritt lassen. Ricciardo musste seinen Boliden allerdings offenbar wegen eines Getriebeproblems in den Schlussminuten der Einheit abstellen, bei einem Getriebewechsel würde er in der Startaufstellung für das achte Saisonrennen am Sonntag (15.10 Uhr/RTL, Sky und im Liveticker bei ntv.de) fünf Plätze verlieren.

12:17 Uhr

DFB-Präsident Keller macht Druck auf Löw und Nationalelf

Für DFB-Präsident Fritz Keller bleibt das Halbfinale das Ziel der deutschen Nationalmannschaft bei der ins Jahr 2021 verschobenen Fußball-Europameisterschaft. "Absolut", sagte der 63-Jährige auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur: "Die Nationalmannschaft und Oliver Bierhoff haben ja auch von sich aus das Ziel Weltspitze ausgegeben." Der erste Auftritt der DFB-Elf nach der Corona-Pause im Nations-League-Spiel gegen Spanien (1:1) stimme ihn optimistisch, sagte Keller. "Dafür, dass die Mannschaft so noch nie zusammen gespielt hat, hat sie es ordentlich gemacht. Man hat gesehen, wie viele Talente und gute Spieler wir haben."

Bereits im Januar hatte Keller gefordert, dass das Team von Bundestrainer Joachim Löw bei der kommenden EM "mindestens ins Halbfinale, vielleicht ins Finale" kommen müsse. "Man muss sich hohe Ziele setzen", hatte er damals betont. An diesem Sonntag (20.45 Uhr/ZDF) trifft die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw in der Nations League in Basel auf die Schweiz.

11:06 Uhr

Abschied vom FC Bayern: Martínez mit neuem Klub einig

Der ehemalige Münchner Rekordeinkauf Javi Martínez steht angeblich kurz vor einem Abschied vom FC Bayern. Wie die spanische Sporttageszeitung "Marca" berichtet, soll sich der Defensivspieler mit seinem früheren Fußball-Klub Athletic Bilbao über eine Rückkehr einig sein. Der 32-Jährige soll demnach einen festen Vertrag über zwei Jahre erhalten. In München hat er noch einen Kontrakt bis zum Sommer 2021. Nun soll es zwischen Bilbao und dem FC Bayern um die Ablöse gehen. Martínez war 2012 mit 40 Millionen Euro Münchner Rekordeinkauf. Der frühere Nationalspieler ist aber schon länger nur noch Ergänzungsspieler.

10:27 Uhr

Farah und Hassan laufen Stunden-Weltrekord

Der viermalige Olympiasieger Mo Farah (Großbritannien) und die niederländische Leichtathletin Sifan Hassan haben beim Diamond League Meeting in Brüssel jeweils den Weltrekord im Stundenlauf gebrochen. Der 37 Jahre alte Farah lief in 60 Minuten 21,330 Kilometer. Hassan, amtierende Weltmeisterin über 1500 und 10.000 Meter, kam zuvor auf 18,930 Kilometer.

Der sechsfache Welt- und fünfmalige Europameister Farah übertraf den 2007 vom Äthiopier Haile Gebrselassie aufgestellten Rekord um gerade mal 45 Meter (21,285). Hassan verbesserte die Bestmarke der Äthiopierin Dire Tune Arissi, die ihren Rekord im Jahr 2008 (18,571) aufgestellt hatte. Hassan lief über eine Runde mehr als damals Arissi.

09:52 Uhr

Ex-Bayern-Coach nach positivem Corona-Test in Quarantäne

Der frühere Bayern-Trainer Niko Kovac ist Informationen der französischen Sporttageszeitung "L'Equipe" zufolge positiv auf Covid-19 getestet worden. Kovacs neuer Verein AS Monaco bestätigte zwei Corona-Verdachtsfälle, ohne Namen zu nennen. Es bestehe kein Anlass zur Sorge. Laut "L'Equipe" handelt es sich um den kroatischen Coach und Torhüter Benjamin Lecomte. Beide seien symptomfrei und bis auf Weiteres in Quarantäne. Beim Testspiel des neuen Klubs von Kevin Volland bei OGC Nizza am gestrigen Freitag fehlten sie.

09:33 Uhr

Der Beste der Welt? Tour-Sprintkönig wiegelt ab

Der belgische Topstar Wout Van Aert hat nach seinem zweiten Etappensieg bei der 107. Tour de France ausweichend auf die Frage reagiert, ob er derzeit der beste Radfahrer der Welt sei. "Bester Radfahrer der Welt? Pffft...", meinte der Teamkollegen von Tony Martin bei Jumbo-Visma leicht pikiert: "Das ist keine Frage für mich, das sollen jene entscheiden, die diesen Sport schauen." Für ihn gehe es nicht darum, der weltweit Beste zu sein. "Das treibt mich nicht an und beschäftigt mich auch nicht", sagte der 25-Jährige in Lavaur: "Es geht vielmehr darum, Rennen zu gewinnen."

Weil Van Aert nicht nur sprinten und klettern kann, sondern zudem bereits dreimal Weltmeister im Cross war, gilt er vielen zumindest als der vielseitigste Fahrer der Welt. In der nicht abschließend zu entscheidenden Debatte über den insgesamt besten Radprofi der Welt werden zumeist neben Van Aert dessen junger und derzeit verletzter Landsmann Remco Evenepoel, der Niederländer Mathieu van der Poel sowie der Franzose Julian Alaphilippe genannt.

08:41 Uhr

Formel 1 fürchtet Massen-Crash im Qualifying

Aufreihen wie an einer Perlenkette, Bummeln bis zur letzten Sekunde - um mit Bleifuß und optimalem Windschatten möglichst weit vorne zu landen. Vor dem Qualifying zum Großen Preis von Italien am Nachmittag (15.00 Uhr/RTL, Sky und im Liveticker bei ntv.de) geht in der Formel 1 die Sorge vor einem riesigen Durcheinander um. Schon im freien Training am Freitag probten die 20 Piloten den Windschattenpoker. "Das ist eine gute Übung, aber im Qualifying wird das ein Desaster", bemerkte Ferrari-Pilot Charles Leclerc im Funk. Das Problem: Ohne Windschatten ist auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke von Monza kaum ein vorderer Startplatz zu holen, eine Runde im Sog eines anderen Wagens kann bis zu 0,7 Sekunden Zeitvorteil bringen.

Im schlimmsten Fall allerdings droht eine Massenkarambolage mit womöglich verheerenden Folgen. "Wir müssen dringend was ändern, es ist nur eine Frage der Zeit, bis da was passiert", warnte McLaren-Teamchef Andreas Seidl am Sky-Mikrofon.