Samstag, 01. Oktober 2022Der Sport-Tag

Heute mit Stephan Uersfeld
21:48 Uhr

Niemand kann die USA schlagen: 30 Spiele ungeschlagen und vier Mal Weltmeister

Die Basketballerinnen aus den USA sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und zum elften WM-Gold gestürmt. Der Rekordsieger setzte sich im Finale von Sydney mit 83:61 (43:33) gegen China durch und triumphierte zum vierten Mal in Serie. Damit sind die Olympiasiegerinnen bei Weltmeisterschaften seit 30 Spielen ohne Niederlage.

  • Nach der Demonstration im Halbfinale gegen überforderte Kanadierinnen (83:43) hatte das US-Team um Starspielerin Breanna Stewart im Superdome mit China nur anfangs leichte Probleme. Nach der Pause sorgte Kelsey Plum für die erste 20-Punkte-Führung (63:43/29. Minute), früh sorgte der Titelverteidiger um Topscorerin A'ja Wilson (19 Punkte) für klare Verhältnisse. Plum kam auf 17 Punkte.
  • "Wir waren sehr entschlossen", sagte US-Trainerin Cheryl Reeve. Ihr Team habe "einige großartige Momente" im Spiel gehabt, "A'ja Wilson war spektakulär." Wilson wurde als wertvollste Spielerin (MVP) des Turniers ausgezeichnet. Die USA dominierten ab dem ersten Spieltag, durchbrachen dreimal die 100er-Grenze und stellten beim 145:69 über Südkorea einen WM-Punkterekord auf.
21:26 Uhr

Bremen-Fans eskalieren nach Gala: "Lücke für Deutschland"

Ein berauschter Fan rannte schon vor dem Abpfiff auf den Platz, die Ostkurve besang in bewusster Übertreibung den bevorstehenden Sturm in den Europapokal. Nach einer grün-weißen Gala im Weserstadion kannte die Begeisterung keine Grenzen - Werder Bremen mischt die Bundesliga als offensivstarker Aufsteiger kräftig auf.

  • "Wir sind Werder Bremen! Grün-Weiß das Emblem", hallte es nach dem 5:1 (4:0) gegen Borussia Mönchengladbach am Samstagabend vielstimmig durch die Arena, "der Meister von der Weser. Das Phänomen!" Es war der erste Sieg im Oberhaus des deutschen Fußballs seit 583 Tagen. Ein Mann mit prominenter Zahnlücke hatte daran besonderen Anteil: Niclas Füllkrug.
  • "Da ist ein Riesenknoten geplatzt, die erste Halbzeit war weltklasse,", sagte der Stürmer, der die ersten beiden Treffer erzielt hatte. Die Diskussion, ob er womöglich sogar mit zur WM fahren sollte, wird an Fahrt gewinnen. "Lücke für Deutschland", riefen die Fans während seines Sky-Interviews.
20:54 Uhr

Flensburg mag es schmerzhaft: Magdeburg nach Letzte-Sekunde-Pleite geschockt

Handball-Meister SC Magdeburg hat im sechsten Bundesligaspiel der Saison die erste Niederlage kassiert. Bei der SG Flensburg-Handewitt verlor der Titelverteidiger am Samstagabend nach einem Spektakel mit 34:35 (13:17). Den entscheidenden Flensburger Treffer erzielte Mads Mensah Larsen in allerletzter Sekunde.

  • "Ich kann es nicht beschreiben. Es ist echt bitter", sagte SCM-Linksaußen Lukas Mertens bei Sky: "Wir haben eine super zweite Halbzeit gespielt, darauf können wir aufbauen." Flensburg dagegen fand nach der ersten Saisonniederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen in der vergangenen Woche eindrucksvoll zurück in die Spur. Bester Werfer bei den Norddeutschen war Emil Jakobsen mit zwölf Treffern.
  • Die SG erwischte in der ausverkauften heimischen Arena den besseren Start und führte fast die ganze Spielzeit über. Kurz vor Schluss sorgte Tim Hornke erstmals für den Magdeburger Ausgleich - Mensah Larsen jedoch hatte noch eine Antwort parat.
  • Während der Partie wurde zudem die Vertragsverlängerung von Torwart Kevin Möller bekannt gegeben. Der dänische Nationalspieler unterschrieb bis 2027 in Flensburg.
20:11 Uhr

Erst das Tor, dann große Sorge um WM-Held: Glasner gibt Entwarnung für Götze

Eintracht Frankfurts Mittelfeldspieler Mario Götze hat sich im Ligaspiel gegen den 1. FC Union Berlin offenbar nicht schwerer verletzt. "Er ist ein bisschen umgeknickt, aber ich gehe davon aus, dass das bis Dienstag wieder wird", berichtete Eintracht-Trainer Oliver Glasner nach dem 2:0-Sieg im Duell mit dem Tabellenführer der Fußball-Bundesliga.

  • Götze, der die Hessen in Führung gebracht hatte, war in der 65. Minute leicht angeschlagen ausgewechselt worden. "Es ist niemand mit einer Alarmsirene in der Kabine herumgelaufen", beschwichtigte Glasner nach dem Abpfiff.
  • Die Eintracht trifft am kommenden Dienstag in der Champions League auf das englische Spitzenteam Tottenham Hotspur. Dann hofft Glasner auch auf die Rückkehr von Defensivspieler Kristijan Jakic, der gegen Union wegen einer Entzündung in der Hüfte fehlte.
19:27 Uhr

Bizarre Geldstrafe für Lewis Hamilton und Mercedes

Das Formel-1-Team von Mercedes ist mit einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro belegt worden, weil Rekordweltmeister Lewis Hamilton Schmuck im Cockpit getragen hat. Der Brite wurde nicht persönlich dafür bestraft, dass er im Training zum Großen Preis von Singapur sein Nasenpiercing trug, dafür aber der Rennstall, weil ein ungenaues Formular zur Selbstkontrolle beim Motorsport-Weltverband FIA eingereicht worden war.

  • Die Teams sind selbst dafür verantwortlich, dass Fahrer und Fahrzeuge den Regeln entsprechend zu den offiziellen Sessions an den Start gehen. Auf dem Formular am Samstag war Hamiltons Nasenstecker allerdings nicht vermerkt. Der 37-Jährige sagte nach seinem dritten Platz im Qualifying, dass er den Schmuck nicht absichtlich trug, um zu provozieren. Die FIA greift seit dem Beginn der Saison härter durch und möchte nicht, dass die Fahrer Schmuck hinter dem Steuer tragen. Dies sei bei Unfällen gefährlich, heißt es unter anderem.
  • Hamilton musste wegen des Vorfalls bei den Rennkommissaren vorsprechen und verwies auf ein medizinisches Attest von seinem Arzt. Nach eigenen Angaben sollte er das Piercing nach verschiedenen Problemen wie einer Infektion wieder tragen. Mercedes wusste laut des FIA-Berichts nicht davon, dass der siebenmalige Weltmeister es in Asien wieder trug. In den vergangenen Monaten hatte sich Hamilton an das Schmuckverbot gehalten, die Sinnhaftigkeit aber mehrfach infrage gestellt.
18:44 Uhr

Liverpool in der Krise: Jürgen Klopp kann einfach nicht mehr gewinnen

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Drei Tore = ein Ball. Der glückliche Belgier Trossard zieht mit dem Spielgerät ab.

(Foto: IMAGO/PA Images)

Vor dem Spiel sprach Jürgen Klopp über seine Zukunft. Im Moment, sagte die Trainer-Ikone bei Sky, passe noch alles bei Liverpool. Dann kehrten seine Reds nach einer einmonatigen Spielpause in der Premier League auf den Platz zurück. In der Zwischenzeit hatte sich das Königreich verändert. Queen Elizabeth II. stirbt, eine Nation trauert, zwei Spiele fallen aus - und dann ist Länderspielpause.

  • Das erste Spiel im Oktober ist für Klopp und seine Mannschaft kein leichtes. Früh fangen sie sich zwei Gegentreffer, Brighton & Hove Albion nimmt Anfield ein. Leandro Trossard sticht da schon aus der Masse heraus. Er erzielt die ersten beiden Treffern unter dem neuen Seagulls-Trainer Roberto de Zerbi. Zwar schlägt Liverpool zurück, geht sogar mit 3:2 in Führung, doch am Ende trifft erneut Trossard.
  • Zum ersten Mal seit Andrej Arshavin im Jahre 2009 gelingt es einem Gästespieler, drei Treffer in Anfield zu erzielen. Der 27-jährige Belgier schreibt also Geschichte. Liverpool steht jetzt bei zwei Siegen, fünf Unentschieden und einer Niederlage. Das Team von Jürgen Klopp verliert immer mehr den Anschluss an die Spitze. Dieses verflixte siebte Jahr.
18:07 Uhr

Corona: Vor Topspiel erreichen Müller, Kimmich und FCB schlechte Nachrichten

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Kimmich (v. l.) und Müller (h. l.) beim Aufwärmen vor dem Sieg gegen Leverkusen.

(Foto: IMAGO/Philippe Ruiz)

Die beiden Fußball-Nationalspieler Thomas Müller und Joshua Kimmich sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das gab ihr Klub Bayern München bekannt. Beide Spieler seien symptomfrei und befänden sich in häuslicher Isolation.

Ein Einsatz von Müller und Kimmich im Topspiel gegen Borussia Dortmund am kommenden Samstagabend scheint damit äußerst fraglich. In der Vorwoche waren bereits deren Teamkollegen Manuel Neuer und Leon Goretzka bei der Nationalmannschaft positiv getestet worden. Beide kamen allerdings am Freitag beim 4:0 gegen Bayer Leverkusen bei den Bayern wieder zum Einsatz.

17:40 Uhr

Katar einfach unbeliebt: In Frankreich organisiert sich der WM-Boykott

Wegen der Menschenrechtslage in Katar haben sich mehrere französische Großstädte gegen ein Public Viewing während der Fußball-Weltmeisterschaft entschieden. Einstimmig habe der Stadtrat von Lille eine Erklärung verabschiedet, in der er die Austragung der Fußball-Weltmeisterschaft vom 20. November bis 18. Dezember in Katar missbilligt, da sie in Bezug auf Menschenrechte, Umwelt und Sport unsinnig sei, teilte die Bürgermeisterin der nordfranzösischen Stadt, Martine Aubry, mit. "Wir werden kein einziges Spiel auf Großbildschirmen übertragen."

  • Genauso entschieden bereits die ostfranzösischen Städte Straßburg und Reims, berichtete der Sender France Info."Es ist unmöglich für uns, die zahlreichen Warnungen von NGOs zu überhören, die den Missbrauch und die Ausbeutung von Gastarbeitern anprangern", begründete die Straßburger Bürgermeisterin Jeanne Barseghian die Entscheidung gegen Public-Viewing-Veranstaltungen.
  • Der Bürgermeister von Reims, Arnould Robinet, verwies auf den "kontroversen" Charakter der WM, aber auch auf die Energiekosten einer Großbildleinwand "zu einer Zeit, in der die öffentliche Hand sowohl von unseren Mitbürgern als auch von unseren Verwaltungen verlangt, ihren Energieverbrauch zu senken".
16:53 Uhr

Was ein Sieg im North-London-Derby: Die Gunners marschieren in England

Der FC Arsenal bleibt nach einem überzeugenden Derby-Sieg Tabellenführer der englischen Premier League. Der 13-malige Meister bezwang seinen ewigen Erzrivalen Tottenham Hotspur im Duell um die Fußball-Macht in Nordlondon mit 3:1 (1:1). Es war der siebte Liga-Heimsieg in Serie.

  • Die Gunners sind mit ihren 21 Punkten aus acht Spielen selbst dann nicht zu verdrängen, wenn Manchester City am Sonntag (15 Uhr/Sky) das Stadtderby gegen United gewinnt. Die Citizens mit dem früheren Dortmunder Stürmerstar Erling Haaland hätten dann 20 Punkte auf dem Konto.
  • Die zuvor ungeschlagenen Spurs (17) hätten an Arsenal vorbeiziehen können, doch sie hielten dank Harry Kane (31., Foulelfmeter) nur bis zur Halbzeitpause mit. Thomas Partey (20.) hatte die Gastgeber in Führung gebracht. In der zweiten Hälfte trafen für Arsenal Gabriel Jesus (49.) und Granit Xhaka (67.). Tottenhams Emerson sah nach einem fiesen Tritt auf den Knöchel seines Gegenspielers Rot (62.).
16:19 Uhr

Trauer um Antonio Inoki: Er kämpfte einst gegen Muhammad Ali

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Nur ein Showkampf?

(Foto: IMAGO/Kyodo News)

Einst stand er bei einem Schaukampf mit Box-Legende Muhammad Ali im Ring, jetzt ist der frühere japanische Wrestler Antonio Inoki gestorben. Der 79-Jährige, nach seiner Sportkarriere in der Politik aktiv, schied aus dem Leben. Nach Angaben der Rundfunkanstalt NHK war Herzversagen die Ursache.

  • Der fast 1,90 m große Exzentriker, als Kanji Inoki in Yokohama geboren, war in Japan Pionier in Sachen Mixed Martial Arts (MMA). 1976 trat er in Tokio gegen Ali an, der Fight war eine Farce. Inoki lag permanent auf dem Rücken, bot keine Angriffsfläche und trat dem Champion die Waden blutig. Der Kampf zwischen Wrestler und Boxer endete mit einem Unentschieden.
  • Es folgten Auftritte in der amerikanischen WWF (heute WWE), 1989 gründete Inoki eine Partei und wurde ins Oberhaus gewählt. Vor dem Golfkrieg reiste er 1990 in den Irak, um die Freilassung japanischer Geiseln zu erreichen.
  • 2017 forderte der Mann, dessen Markenzeichen ein roter Schal war, von der Regierung in einem Haushaltsausschuss eine offizielle Position zu Außerirdischen, da er ein mysteriöses Flugobjekt am Horizont gesehen habe. 2019 zog sich Inoki aus der Politik zurück, ein Jahr später machte er eine Herzerkrankung öffentlich.
15:39 Uhr

Klopp spricht über Liverpool-Abschied

Jürgen Klopp trauert Sadio Mané zwar nicht nach, aber vermisst ihn schon ein wenig. "Ja!", antwortete der Trainer des FC Liverpool im Interview mit Sky, auf eine entsprechende Frage nach dem Abgang des Weltklassefußballers zum FC Bayern München.

  • "Aber vermissen klingt doch so, als wollte ich ihn noch hier haben. Ich bin auch froh, dass er da ist, wo er hinwollte. Wir regeln hier unsere Probleme. Sadio ist ein überragender Spieler. Das haben in München auch alle schon mal gesehen. Er ist absolute Weltklasse. Alles wird gut", sagte Klopp weiter.
  • Dass die Reds in der englischen Premier League einen durchwachsenen Start hingelegt haben, versetzt den früheren Bundesliga-Coach nicht in Panik. "Es ist ja nicht so, dass wir erst vor dem Anpfiff mitbekommen, wer der Gegner ist. Wir arbeiten mit Hochdruck an einer erfolgreichen Saison und der Start war nicht gut. Von daher ist natürlich Druck da. Aber es ist keiner extrem unzufrieden", erklärte der 55-Jährige.
  • Dass er seinen Vertrag überraschend vorzeitig bis Sommer 2024 verlängert hat, war für Klopp nur logisch. "Bei uns steht auch ein Umbruch an. Wir sind sogar schon dabei. Ein Umbruch gehört dazu, da wollte ich dabei sein. Ich bin hier im Moment noch am richtigen Ort, hundertprozentig", sagte Klopp: "Und wenn nicht, dann muss man es beenden. Es wäre ja doof, wenn man das nicht machen würde. Aber alle Beteiligten sehen das derzeit nicht."
15:06 Uhr

Katar schickt "Problemfans" in die Wüste

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Bald in Katar? Die Acaradia Spinne.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

WM-Gastgeber Katar steht für viele, sehr viele Dinge in der Kritik. Bei all den großen Themen fällt es kaum ins Gewicht, dass auch die anreisenden Fans vor einem seltsamen Welt-Turnier stehen. Fußball-Fans trinken gerne auch einmal ein Bier, es ist ja nur ein Klischee, sondern anhand der Umsätze in den Stadien und den Kneipen drumherum sehr gut zu belegen. In Katar aber ist das kaum möglich, zu strikt sind die Alkoholregeln.

  • Nachdem erst in den vergangenen Woche eine Einigung über einen Alkoholausschank auf einem zentralen Fanfest in Doha (Alkohol nicht vor 17 Uhr) und rund um die Stadien (nicht im Stadion und erst nach der Sicherheitskontrolle), berichtet die englische Boulevard-Zeitung "The Sun" nun von einem Fanfest tief in der Wüste. Ein mystischer Ort, an dem sich zumindest die von den britischen Inseln anreisenden Anhänger beinahe den ganzen Tag betrinken können.
  • An 19 Stunden sollen sich Fans dort zu den Klängen von Techno- und House-Stars vor einer gigantischen Spinne betrinken können. Die ist eine der ikonischsten Bühnen der WEelt steht sonst auf dem Glastonbury Festival in England und soll nach Katar verfrachtet werden.
  • Fans müssen für einen gepflegten Rausch nur genug Kleingeld mitbringen. Ein Bier soll knapp über 9 Euro und der Eintritt für einen ganzen Tag etwas über 55 Euro kosten. Fear and Loathing in Doha.
14:20 Uhr

Schockierende Szenen in Chile: Werbetafeln stürzen auf volle Tribünen

Bei einem Spiel des chilenischen Erstligisten CSD Colo-Colo kommt es zu schockierenden Szenen im Stadion. Eine Reihe von Werbetafeln bricht plötzlich ein und stürzt auf die Tribünen. Offenbar stürzen die Metallkonstruktionen auch zusammen, weil mehrere Fußballfans auf sie geklettert waren.

13:33 Uhr

Keine Lust mehr auf Versteckspiel: Handball-Star macht Homosexualität öffentlich

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Krizkalla bei einem Turnier im August 2022.

(Foto: IMAGO/Beautiful Sports)

Handball-Profi Lucas Krzikalla vom Bundesligisten DHfK Leipzig hat als erster aktiver Mannschaftssportler in Deutschlands Profiligen seine Homosexualität öffentlich gemacht. Sein Outing teilte der 28-Jährige über verschiedene Medien mit.

  • "Ich will für das stehen, was ich mache, und nicht über meine Sexualität definiert werden. Und ich freue mich, jetzt an die Öffentlichkeit zu gehen. Das hier ist einer der wichtigsten Schritte in meinem Leben", sagte Krzikalla der "Welt am Sonntag".
  • In einer MDR-Dokumentation der Sendung "Sport im Osten" äußerte der langjährige Bundesligaprofi eine Hoffnung: "Für mich war das der richtige Schritt, ich fühle mich damit sehr, sehr wohl. Vielleicht wird es den ein oder anderen ermutigen, offener damit umzugehen kein Versteckspiel mehr zu betreiben."
  • Seit einem Jahr habe er über seinen Entschluss nachgedacht. "Warum nicht einfach diesen Schritt machen und sagen, dass man schwul ist? Wie lange noch das ewige Verstellen, die Lügerei, und für wen denn überhaupt? Idioten, die dumme Sprüche machen, wird es immer geben", schilderte Krzikalla, der in Leipzig auf fast 200 Bundesliga-Spiele und knapp 500 Tore kommt.
12:41 Uhr

Bericht: Bester Spieler der Bundesliga vor Chelsea-Wechsel

Christopher Nkunku ist Deutschlands amtierender Fußballer des Jahres. Der 24-jährige Franzose in Diensten von RB Leipzig hat große Pläne für seine Karriere. Er will Weltfußballer werden und die WM gewinnen. Zweiteres könnte dem Franzosen in diesem Winter sogar noch als Bundesliga-Spieler gelingen, alles darüber hinaus jedoch wird nicht mehr auf das deutsche Oberhaus zurückfallen, berichten nun englische Medien.

  • Bereits in diesem Sommer hatte Premier-League-Klub Chelsea an einem Transfer gearbeitet, letztendlich war RB jedoch unter großen Tamtam die Vertragsverlängerung geglückt. Wie so vieles im Leben hatte aber auch sie einen Preis. Nkunku soll eine Ausstiegsklausel in Höhe von rund 60 Millionen Euro in seinem Vertrag haben und sich nach den 35 Toren in allen Wettbewerben in der Spielzeit 2021/2022 und bereits sechs in dieser Saison auf mindestens genau so viele in England ab 2023 vorbereiten.
  • Im Sommer soll der Franzose bereits einen Medizincheck in Anwesenheit der medizinischen Abteilung von Chelsea absolviert haben. Ein Transfer im kommenden Sommer erscheint damit überwiegend realistisch. Die andauernden sportlichen Probleme des DFB-Pokalsiegers könnten ihren Teil dazu beitragen.
11:40 Uhr

"Vielzitierter Überraschungskandidat": Weltmeister mit WM-Empfehlung für Flick

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Im September noch Konkurrenten, im November gemeinsam für Deutschland? Leroy Sané und Mergim Berisha kämpfen um den Ball.

(Foto: IMAGO/Passion2Press)

Weltmeister Stefan Reuter hat FCA-Stürmer Mergim Berisha als Kandidat für die WM in Katar (20. November bis 18. Dezember) ins Spiel gebracht. Der U21-Europameister von 2021 "könnte der vielzitierte Überraschungskandidat sein", sagte Reuter, seit langen Jahren Geschäftsführer des FC Augsburg, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

  • "In der Nationalmannschaft ist enorme Qualität vorhanden, gerade in der Offensive hat der Bundestrainer viel Auswahl. Aber er kann jetzt noch nicht wissen, in welcher Verfassung sich die Spieler im November befinden werden", sagte Reuter: "Mergim ist fußballerisch richtig gut, extrem torgefährlich und hat vom ersten Tag an gezeigt, dass er sich gegen Top-Innenverteidiger behaupten kann."
  • Berisha (24) war kurz vor Ende der Transferperiode auf Leihbasis von Fenerbahce Istanbul nach Augsburg gewechselt und hatte zuletzt beim 1:0-Sieg gegen Bayern München den entscheidenden Treffer erzielt.
10:35 Uhr

Der lange Weg hinab: Cristiano Ronaldo nicht mehr Posterboy Portugals

Es sind ja alles immer nur Indizien. Es sind nie Beweise, wenn es um den traurigen Fall des Cristiano Ronaldo geht. Der war dereinst der beste Spieler der Welt oder mindestens der zweitbeste. Das sagten die, die Lionel Messi verehrten und immer noch verehren. Cristiano Ronaldo aber hat mit seinen 37 Jahren womöglich den Absprung verpasst.

  • Bei Manchester United auf der Bank, von allen Topklubs dieser Welt verschmäht und jetzt nicht einmal mehr der Posterboy Portugals. Das zumindest berichtet der US-Sender ESPN. Wenn in Doha, Katar in den kommenden Tagen und Wochen 32 gigantische Plakate enthüllt werden, um die nahende Ankunft der 32 Teilnehmerländer an der höchst umstrittenen Fußball-WM zu feiern, wird Cristiano Ronaldo aller Wahrscheinlichkeit nach nicht das gigantische Plakat der Portugiesen zieren, heißt es da.
  • Neymar soll für Brasilien, Luis Suárez für Uruguay, Luka Modrić für Kroatien, Bayerns Wunderstürmer Sadio Mané für den Senegal, Bayerns schnellster Außen Alphonso Davies für Kanada und Bayerns Wunschstürmer Harry Kane für England werben, doch Ronaldo, der von Bayern verschmähte, nicht für Portugal. Eine gute Nachricht für den alternden Ex-Superstar wirf der Bericht dann doch noch auf. Auch Lionel Messi könnte nicht mehr das Gesicht der Argentinier sein. Über Deutschlands Posterboy wurde zunächst nicht berichtet.
09:46 Uhr

Weiter, immer weiter: Bayern-Dirigent Kahn bläst weiter den Marsch

Für Vorstandschef Oliver Kahn von Bayern München war das 4:0 (3:0) gegen Bayer Leverkusen nach vier sieglosen Bundesliga-Spielen nur "ein erster Schritt in die richtige Richtung". Er betonte jedoch, man sei "gut beraten, das nicht zu hoch zu hängen".

  • Grundsätzlich blickt Kahn zuversichtlich auf die kommenden englischen Wochen mit den nächsten Gegnern Pilsen und Dortmund. "Wenn die Mannschaft konzentriert und jeder bereit ist, seine Aufgabe hundertprozentig Prozent zu erfüllen, dann brauchen sich die Jungs nicht viele Gedanken machen", sagte er und forderte: "Es gilt, diese Einstellung Spiel für Spiel an den Tag zu legen. Dann bin ich sehr optimistisch."
  • Nach den zurückliegenden schwierigen Wochen sei es "extrem wichtig" gewesen, "dass die Mannschaft sich da wieder rausgezogen hat", meinte Kahn, der bekannte, besonders mit Sorgenkind Sadio Mane gefiebert zu haben. "Man leidet ja mit ihm mit. Er ist so ein großartiger Typ. Auch für die Mannschaft, er arbeitet enorm viel. Dass er das Tor macht, war eine ganz besondere Freude bei uns."
08:44 Uhr

Spionage-Affäre: Showdown zwischen Hertha BSC und Investor Lars Windhorst

Lars Windhorst und Hertha BSC. Die Sache wird ernst. Eine für den kommenden Dienstag angesetzte Pressekonferenz zum 100-tägigen Amtsjubiläum des neuen Präsidenten Kay Bernstein wurde nun verschoben. Der Grund: Es ist sehr unklar, wie der Hauptstadtklub mit den jüngsten Enthüllungen um den Investor umgehen wird.

  • Ein Bericht der "Financial Times" über eine mittlerweile zurückgezogene Klage einer israelischen Sicherheitsfirma gegen Windhorst und dessen Tennor Service Suisse AG hatte ein Schlaglicht auf die vermeintlichen Geschäftsmethoden des ehemaligen Wunderkinds der deutschen Wirtschaft geworfen. Im Kern soll es darum gegangen sein, dass die Sicherheitsfirma den damaligen Präsidenten des Bundesliga-Klubs, Werner Gegenbauer, für eine Millionenzahlung diskreditieren sollte. Windhorst habe die vereinbarte Summe nicht bezahlt.
  • Auch wenn Tennor-Sprecher Andreas Fritzenkötter den Bericht gegenüber ntv.de als "kompletten Unsinn" bezeichnet hatte, beschäftigt sich jetzt eine von Hertha BSC beauftragte Kanzlei mit der Aufarbeitung. Der Bundesligist setzte Windhorst zudem eine Frist bis zum kommenden Monat, dann erwartet man im Berliner Westend eine "detaillierte Stellungnahme".
  • Es könnt eng werden für den Investor, der in den vergangenen Jahren 374 Millionen Euro in den Verein gesteckt hatte.
07:58 Uhr

Formel 1 plant Sensationsrückkehr nach Afrika

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Senna gegen Schumacher! Afrika! Die 1990er!

(Foto: imago images / Motorsport Images)

Die Formel 1 strebt weiterhin eine Rückkehr nach Afrika an. "Das ist ein sehr klares Ziel: Afrika wird zurückkommen und hoffentlich sehr bald in unserem Kalender stehen", sagte Stefano Domenicali, der Geschäftsführer der Rennserie, dem TV-Sender Sky. Zuletzt war im März 1993 auf dem Kurs im südafrikanischen Kyalami um WM-Punkte gefahren worden. Der spätere Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte in diesem Grand Prix hinter Alain Prost und Ayrton Senna den dritten Platz belegt.

  • Der Italiener Domenicali hatte sich in diesem Jahr bereits mit den Verantwortlichen der Strecke getroffen und über eine eventuelle Rückkehr im kommenden Jahr gesprochen. Dazu kommt es jedoch nicht. Für 2023 fehlt Afrika im Rennkalender.
  • Unklar ist weiterhin, ob die Formel 1 wirklich wieder in Kyalami an den Start gehen wird oder es womöglich zu einer anderen Lösung kommt. "Das Einzige, was ich nach dem ersten Kontakt mit Kyalami sagen kann, ist, dass es auch andere Orte in Afrika gibt, die an der Formel 1 interessiert sind", sagte Domenicali, ohne aber Standorte konkret zu benennen. Es gehe allgemein darum, "die richtigen finanziellen Mittel zu haben, aber auch darum, den Ort für das Wochenende vorzubereiten, das wir dort veranstalten wollen", sagte er.
07:07 Uhr

"Die Lage ist ernst": Nach 0:4 bei den Bayern geht in Leverkusen die Angst um

Sport-Geschäftsführer Simon Rolfes ist der Trainerfrage bei Bayer Leverkusen nach dem 0:4 (0:3) bei Bayern München ausgewichen. "Wir brauchen kurzfristig Erfolge, kurzfristig ein anderes Auftreten. Das ist das Entscheidende, womit wir uns beschäftigen sollten - und nicht mit anderen Dingen", sagte Rolfes auf die Frage, ob Gerardo Seoane weiter fest im Sattel sitze.

  • Wie der Coach ging der Sportchef hart mit der Mannschaft ins Gericht. "Wir waren chancenlos von der ersten Minute an und haben alles vermissen lassen, was man in einem Bundesligaspiel zeigen muss: Zweikampfverhalten, Laufbereitschaft, fußballerische Komponenten, Mut", sagte Rolfes und ergänzte: "Das ist nicht zu akzeptieren, wie wir gespielt haben."
  • Der frühere Nationalspieler betonte: "Das muss man aufarbeiten. Es ist keine Frage, dass man nicht einfach zur Tagesordnung übergeht." Angesichts der sportlichen Misere mit nur einem Sieg aus acht Ligaspielen seien "alle gefordert, alle in der Verantwortung, um am Dienstag in der Champions League ein anderes Auftreten zu zeigen". Dann spielt Bayer beim FC Porto.
  • Seoane, seit Sommer 2021 im Amt und mit einem Vertrag bis 2024 ausgestattet, meinte: "Die Lage ist sehr ernst zu nehmen." In München vermisste er die Einsatzbereitschaft. "Es ist eine Willensfrage", sagte er ernüchtert: "Wir müssen uns die Frage stellen, ob wir dazu bereit sind, den letzten Meter zu machen."
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