Samstag, 10. Dezember 2022Der Sport-Tag

22:16 Uhr

Siegesfeiern eskalieren: Festnahmen nach Marokkos historischem WM-Triumph

Nach dem Einzug Marokkos ins WM-Halbfinale sind in den Niederlanden die Feiern Tausender Fans in etlichen Großstädten eskaliert. In Amsterdam, Rotterdam und Utrecht rückte die Bereitschaftspolizei am Abend an, um auf den Straßen für Ordnung zu sorgen. In Amsterdam berichtete die Polizei von mehrere Festnahmen, nachdem Fans schwere Böller gezündet hatten. Die Menge wurde zum Räumen eines Bereichs aufgefordert. In Rotterdam gab es nach Polizeiangaben ebenfalls Festnahmen, ein zentraler Platz wurde von der Bereitschaftspolizei geräumt. Von Sachbeschädigungen berichtete die Polizei in Utrecht. Die marokkanische Nationalelf erreichte als erstes Team Afrikas ein WM-Halbfinale.

20:33 Uhr

"US-Fußballfamilie ist das Herz gebrochen": FIFA gedenkt verstorbenen Journalisten

Der Fußball-Weltverband FIFA hat vor dem Viertelfinale zwischen England und Frankreich den gestorbenen US-Sportjournalisten Grant Wahl gewürdigt. Auf dem Platz, auf dem Wahl in Al-Chaur am Samstagabend hätte sitzen sollen, waren Blumen sowie ein Foto von dem renommierten Reporter zu sehen. Der 48-Jährige war am Freitagabend beim Spiel Niederlande gegen Argentinien in Lusail zusammengebrochen und in der Nacht zum Samstag gestorben. Die Fußball-Welt reagierte mit großer Bestürzung. "Der ganzen US-Fußballfamilie ist das Herz gebrochen, als wir vom Verlust von Grant Wahl erfuhren", schrieb der US-Verband.

19:55 Uhr

Die Sensation im Video: Marokko begräbt Ronaldos WM-Traum

Im Achtelfinale der FIFA WM 2022 zaubert Portugal noch wie entfesselt, doch das marokkanische Bollwerk steht auch im Viertelfinale sicher. Der krasse Außenseiter schreibt Geschichte, erreicht als erstes afrikanisches Team überhaupt ein WM-Halbfinale - und schickt nebenbei wohl auch noch Superstar Ronaldo in den WM-Ruhestand.

18:56 Uhr

"Inakzeptabel", "sehr merkwürdig": Portugals Stars schimpfen nach Aus auf den Schiedsrichter

Portugals Fußball-Nationalspieler haben nach dem Aus im WM-Viertelfinale heftige Kritik an der Leistung von Schiedsrichter Facundo Tello geäußert. "Jeden unserer Spielzüge haben sie mit Fouls unterbrochen, aber der Schiedsrichter hat kaum eingegriffen", sagte Innenverteidiger Pepe nach dem 0:1. "Es ist inakzeptabel, dass ein argentinischer Schiedsrichter unser Spiel pfeift."

Auch Mittelfeldspieler Bruno Fernandes kritisierte die Ansetzung: "Ich finde es sehr merkwürdig, dass bei uns ein Schiedsrichter pfeift, dessen Nation noch im Turnier ist", sagte der 28-Jährige. Es sei sehr komisch, dass keine portugiesischen Schiedsrichter für die WM nominiert worden seien, "weil wir Champions-League-Schiedsrichter haben. Und dieser Schiedsrichter pfeift nicht Champions League", sagte der Profi von Manchester United.

Der Argentinier Tello gab bis zur 70. Minute keine Gelbe Karte, in der Schlussphase flog dann der eingewechselte Marokkaner Walid Cheddira nach zwei Gelben Karten innerhalb weniger Minuten vom Platz. "Der Torwart verzögert das Spiel, viele kleine Fouls, aber der Schiedsrichter gibt keine Gelbe Karte", sagte Pepe. "Der Schiri hat nicht gut gepfiffen, vor allem in der zweiten Halbzeit."

Portugals Trainer Fernando Santos wollte die Schuld für das Aus allerdings nicht beim Unparteiischen suchen. "Schiri? Ich denke das nicht. Er hätte in einigen Situationen Foul pfeifen können, aber allgemein denke ich das nicht. Wir hätten mehr tun können, das haben wir nicht geschafft, dafür sollten wir nicht den Schiedsrichter verantwortlich machen."

18:06 Uhr

"Nicht der Wille Gottes": Neymar gibt sich "psychisch zerstört"

Brasiliens Fußball-Superstar Neymar hat mit drastischen Worten auf das WM-Aus der Seleção in Katar reagiert. "Ich bin psychisch zerstört, das war mit Sicherheit die Niederlage, die mir am meisten wehtut", schrieb der 30-Jährige auf Instagram. Tags zuvor hatten die Brasilianer im Viertelfinale 2:4 im Elfmeterschießen gegen Kroatien verloren. "Das wird leider für seeeeehr lange Zeit wehtun."

Kurze Zeit nach der Partie hatte der Angreifer von Paris Saint-Germain offen gelassen, ob er nochmal für die Seleção spielen wird. Darauf ging er am Samstag nicht erneut ein. "Wir haben bis zum Ende gekämpft, und ich kann sagen, dass ich stolz bin auf meine Teamkollegen, es hat weder an Einsatz noch an Hingabe gefehlt", schrieb er weiter. "Diese Gruppe hätte es verdient gehabt, wir hätten es verdient gehabt, BRASILIEN hätte es verdient gehabt...Aber das war nicht der Wille GOTTES!"

17:34 Uhr

Cristiano Ronaldo schnappt sich den Weltrekord

Portugals Rekordnationalspieler Cristiano Ronaldo hat bei der Fußball-WM in Katar sein insgesamt 196. Länderspiel bestritten und ist damit mit dem bisherigen Weltrekordhalter Badr al-Mutawa aus Kuwait gleichgezogen. Ronaldo wurde am Samstag im WM-Viertelfinale Portugals gegen Marokko in der 51. Minute eingewechselt. Damit kommt er nun auf die Bestmarke von 196 Einsätzen für das Nationalteam des Europameisters von 2016. Der fünfmalige Weltfußballer Ronaldo könnte mit einem möglichen 197. Einsatz für Portugal zum alleinigen Länderspiel-Weltrekordhalter aufsteigen. Der 37 Jahre alte al-Mutawa ist allerdings auch noch aktiv. In Europa liegt Ronaldo in dieser Statistik längst vorne, mit großem Abstand folgen Spaniens Sergio Ramos (180) und Italiens Gianluigi Buffon (176). Deutschlands Rekordnationalspieler Lothar Matthäus kommt auf 150 Einsätze.

17:14 Uhr

Deutsche Hockey-Damen holen nach Krimi 16. Hallen-EM-Titel

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Pia Maertens traf dreifach im EM-Finale.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die deutschen Hockey-Damen haben zum 16. Mal den Titel bei einer Hallen-Europameisterschaft gewonnen. Die Mannschaft von Bundestrainer Valentin Altenburg setzte sich am Samstag im Endspiel in Hamburg mit 5:4 (1:2) gegen die Niederlande durch. Die Tore für den Rekordeuropameister erzielten Pia Maertens (3) und Lisa Altenburg (2), die zuvor einen Siebenmeter vergeben hatte. Die Niederländerinnen waren der erwartet schwere Gegner. Das Altenburg-Team lag 0:1 und 1:2 zurück, bevor vor allem Maertens die Akzente setzte und Deutschland zum Sieg führte. Platz drei ging nach einem 1:0 (0:0) über Österreich an die Ukrainerinnen. Fünfter wurde Tschechien, das die Türkei 5:

16:24 Uhr

Portugal setzt nicht mehr auf Ronaldo: Superstar sitzt wieder auf der Bank

Portugals Fußball-Nationaltrainer Fernando Santos verzichtet in seiner Startelf im WM-Viertelfinale gegen Marokko erneut auf Superstar Cristiano Ronaldo. Der 37 Jahre alte Kapitän sitzt im Al-Thumama Stadion wie schon im Achtelfinale gegen die Schweiz erneut zu Beginn nur auf der Bank. Beim 6:1 war Ronaldo erst kurz vor Schluss eingewechselt worden, als das Spiel längst entschieden war. Santos veränderte seine Startelf im Vergleich zur bisher besten Turnierleistung gegen die Schweiz auf einer Position. Im zentralen defensiven Mittelfeld ersetzt Rúben Neves William Carvalho von Betis Sevilla.

Im Sturmzentrum begann erneut der 21 Jahre alte Gonçalo Ramos für Superstar Ronaldo. Ramos war bei seinem WM-Startelfdebüt direkt ein Dreierpack gelungen.

15:18 Uhr

Bringt der Neuer-Schock jetzt Alexander Nübel zurück ins Bayern-Tor?

Nach dem Saison-Aus von Stammtorhüter Manuel Neuer denkt der deutsche Fußball-Rekordmeister FC Bayern München einem Medienbericht zufolge über eine vorzeitige Rückholaktion von Alexander Nübel nach. Nach Informationen des TV-Senders Sky steht 26-jährige Keeper, der bis zum Sommer 2023 noch an die AS Monaco ausgeliehen ist, einer früheren Rückkehr offen gegenüber. "Bevor Alexander oder ich etwas dazu sagen, müssen sich die Bayern erstmal mit Monaco auseinandersetzen", sagte Nübel-Berater Stefan Backs zu Sky am Samstag und spielte den Ball zu den Münchnern. Vertraglich ist der ehemalige U21-Nationalspieler noch bis 2025 an den Bundesligisten gebunden. Dass die Bayern ihre Rückrunde mit Neuer-Ersatz Sven Ulreich und Eigengewächs Johannes Schenk bestreiten ist nach Sky-Informationen "vereinsintern derzeit eher ausgeschlossen".

13:56 Uhr

Klinsmann übt Elfer-Kritik an Neymar

Völlig überraschend scheiterte Mitfavorit Brasilien bei der WM-Viertelfinale im Elfmeterschießen gegen Kroatien. Der ehemalige deutsche Bundestrainer Jürgen Klinsmann konnte die Reihenfolge der brasilianischen Schützen nicht wirklich nachvollziehen. Rodrygo, erster Schütze Brasiliens, vergab direkt. "Dieser erste Mann hätte Neymar sein müssen", schrieb Klinsmann in seinem BBC-Newsletter. Mit Neymar den vermeintlich besten Schützen zuletzt schießen zu lassen, sei ein veraltetes Modell, so Klinsmann. "Das Denken im Fußball hat sich schon vor Jahren geändert. Jeder hat erkannt, dass der erste Elfmeter der wichtigste von allen ist. Man will den Ton angeben, und Brasilien hat das Gegenteil getan."

12:50 Uhr

Ex-Eintracht-Präsident: Ermittlungen nach Tod von Rolf Heller

Der ehemalige Präsident des Fußball-Bundesligisten Eintracht Frankfurt, Rolf Heller, ist offenbar Opfer eines Gewaltverbrechens geworden. Wie der Hessische Rundfunk berichtet, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Erfurt entsprechende Recherchen. Es werde wegen des Verdachts auf ein Tötungsdelikt gegen zwei Beschuldigte ermittelt.

  • Haftbefehle gegen die beiden Beschuldigten sind laut Staatsanwaltschaft nicht ergangen, da es sich noch um einen Anfangsverdacht handelt. Erst bei dringendem Tatverdacht sei dies möglich.
  • Laut Staatsanwaltschaft hatten sich eine Woche nach Hellers Tod Angehörige des Ex-Präsidenten mit einem Verdacht an die Polizei gewandt. Daraufhin sei der Leichnam obduziert worden, wobei Hinweise auf ein Fremdverschulden gefunden worden seien.
  • Heller war in der Nacht auf den 23. Oktober in seiner Wahlheimat Weimar im Alter von 78 Jahren verstorben. Für den diesjährigen Europa-League-Sieger war er mehr als zwei Jahrzehnte lang in verschiedenen Funktionen tätig. Kurz nach dem ersten Bundesliga-Abstieg des Vereins im Jahr 1996 übernahm Heller als Präsident, vier Jahre später löste ihn der heutige Amtsinhaber Peter Fischer ab.
12:06 Uhr

England-Ikone Lineker sieht eine "einzige Gemeinsamkeit" mit Messi

Auf seine typische Weise hat Englands Fußball-Größe Gary Lineker Lionel Messi und Argentinien nach dem Halbfinal-Einzug bei der WM in Katar Glückwünsche und Respekt übermittelt. "Messi hat sein zehntes WM-Tor geschossen. Das ist definitiv die einzige Sache, die wir gemeinsam haben", schrieb der 62 Jahre alte Lineker bei Twitter. Er setzte einen Tränen lachenden Smiley hinter die Botschaft. Lineker waren die zehn Treffer bei den beiden Weltmeisterschaften 1986 und 1990 gelungen. Als erfolgreichster englischer Torjäger bei großen Turnieren wurde Lineker, der bei Europameisterschaften torlos blieb, bei der WM in Katar von Harry Kane abgelöst.

11:23 Uhr

Pelé wendet sich nach Brasiliens WM-Aus an Neymar

Brasiliens Fußball-Legende Pelé hat Superstar Neymar nach dessen 77. Tor für die Seleção gratuliert. "Leider ist das nicht der glücklichste Tag für uns, aber du wirst immer die Quelle der Inspiration sein, die viele sich so wünschen", schrieb der 82-Jährige nach dem WM-Aus der Brasilianer bei Instagram.

  • Im Viertelfinale gegen Kroatien hatte Neymar in der Verlängerung (105. Minute+1) das 1:0 erzielt. Durch seinen 77. Treffer war er mit Pelé gleichgezogen. Dennoch hatte die Seleção später noch im Elfmeterschießen verloren.
  • "Ich habe dich aufwachsen sehen, habe dich jeden Tag angefeuert und endlich kann ich dich dazu beglückwünschen, mit meiner Anzahl an Toren für die Seleção gleichgezogen zu sein", schrieb Pelé, der sich wegen einer Krebserkrankung derzeit im Krankenhaus in São Paulo befindet. "Wir beide wissen, dass das viel mehr als eine Zahl ist."
10:10 Uhr

WM-Technik kommt künftig auch in Italien zum Einsatz

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar kommt es schon zum Einsatz, in Italien bald auch: Die Serie A wird nach der WM-Pause am 4. Januar 2023 als erste Fußballliga ein halbautomatisches System zur Erkennung von Abseits einführen.

  • Damit sollen schneller genauere Entscheidungen getroffen werden können. Das neue System wird bereits bei der WM in Katar eingesetzt. Dort kam es jedoch bereits zu Diskussionen über die Genauigkeit der angewendeten Technik.
  • "Nach dem Scheitern Italiens in der WM-Qualifikation müssen wir als Liga Reformen in allen Bereichen vorschlagen", sagte Lorenzo Casini, Präsident der Serie A, bei Rai Italia. "Ein Schlüsselelement der Reform ist die Verbesserung des VAR und die effektive Zeitnahme", so Casini weiter.
09:31 Uhr

Argentiniens Trainer hatte die Qual der Wahl

Trainer Lionel Scaloni musste nach den argentinischen Schützen für das Elfmeterschießen gegen die Niederlande nicht großartig suchen. "Wir hatten zu viele Freiwillige", sagte der 44 Jahre alte und damit jüngste Coach bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar am Freitagabend. Das sei natürlich positiv, erklärte Scaloni: "Wir mussten eigentlich nur die Reihenfolge der Schützen festlegen." Die Argentinier hatten sich zuvor nach einem packenden Spiel im Lusail-Stadion mit 4:3 im Elfmeterschießen durchgesetzt.

09:03 Uhr

Schröder verliert mit Lakers, Wagner glänzt bei Orlando

Basketball-Nationalmannschaftskapitän Dennis Schröder hat mit den Los Angeles Lakers in der nordamerikanischen Profiliga NBA eine schmerzhafte Niederlage in der Verlängerung erlitten. Der Braunschweiger unterlag mit den Kaliforniern 122:133 in der Overtime bei den Philadelphia 76ers. Schröder erzielte vier Punkte, einen Rebound und vier Assists für die Lakers. In der Pacific Division belegt LA den fünften und letzten Platz, es war die dritte Niederlage in Folge.

  • Herausragende 34 Punkte machte Franz Wagner für Orlando Magic beim 113:109 gegen die Toronto Raptors. Hinzu kamen fünf Rebounds und zwei Assists. Es war der zweite Sieg in Folge für Magic. Sein Bruder Moritz kam auf elf Zähler, vier Rebounds und zwei Assists. Orlando ist in der Southeast Division allerdings weiterhin Fünfter und Letzter.
  • Zuletzt war gegen die Los Angeles Clippers (116:111 n.V.) eine Serie von neun Pleiten in Folge für Magic zu Ende gegangen. Beim 121:102-Erfolg der New York Knicks bei den Charlotte Hornets erzielte der deutsche Profi Isaiah Hartenstein elf Punkte, acht Rebounds und zwei Assists für die Gäste.
08:16 Uhr

Im Video: Oranjes Freistoß-List in 90.+11 erzwingt Elfer-Thriller

Messi, Messi, immer wieder Messi. Der Superstar führt seine Argentinier im Achtelfinale der FIFA WM 2022 zu einer 2:0-Führung gegen die Niederlande, dann aber schlägt ein Ex-Bundesliga-Stürmer zu. Mit einem listigen Freistoß in letzter Sekunde erzwingt Oranje das Elfmeterschießen. Vom Punkt scheitert zuvor Topfavorit Brasilien dramatisch.

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