Samstag, 11. April 2020Der Sport-Tag

17:34 Uhr

Zugunsten der WHO: Formel-1-Fahrer gründen neue eSport-Serie

Angeführt von Ferrari-Jungstar Charles Leclerc haben etliche Fahrer unter anderem aus der Formel 1, der Formel 2 und der Formel E eine neue eSport-Serie mit dem Titel "Race for the World" gegründet. Ziel des drei Rennen umfassenden Wettbewerbs auf Basis des Spiels "F1 2019" ist es, Spenden für die Weltgesundheits-Organisation (WHO) im Kampf gegen die Corona-Pandemie zu sammeln. Die Formel 1 ist in der Serie, deren drei Rennen am Samstag (19 Uhr) sowie am 14. und 17. April jeweils auf Twitch übertragen werden, durch Leclerc, Alexander Albon (Red Bull), Lando Norris (McLaren), George Russell (Williams), Antonio Giovinazzi 8Alfa Romeo) und Nicholas Latifi (Williams) vertreten. Gaststarter ist Belgiens Fußball-Nationaltorhüter Thibaut Courtois.

16:16 Uhr

"Hat keinen Sinn" - Großkreutz fordert Abbruch von Drittliga-Saison

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Kevin Großkreutz sieht "keinen Sinn" in der Fortsetzung der Saison.

(Foto: imago images/Revierfoto)

Weltmeister Kevin Großkreutz fordert einen Abbruch der Drittliga-Saison. "Es hat aus meiner Sicht keinen Sinn, in der 3. Liga und der Regionalliga weiterzuspielen", sagte der Profi vom KFC Uerdingen im Sport1-Interview: "Man muss da schnell eine Regelung finden." Der 31-Jährige schlägt vor, die Mannschaften auf den ersten drei Tabellenplätzen (MSV Duisburg, Waldhof Mannheim, SpVgg Unterhaching) zu Aufsteigern zu erklären. "Dafür würde es keine Absteiger geben. Es kostet den Verein doch am Ende noch mehr Geld, wenn sie ohne Zuschauer spielen würden." Der Spielbetrieb in der 3. Liga ist wie in der Bundesliga und 2. Liga aufgrund der Coronakrise bis mindestens zum 30. April ausgesetzt. Der Deutsche Fußball-Bund will die Saison fortsetzen.

15:25 Uhr

"Komplett tödlich" - RWO-Präsident verweigert Geisterspiele

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(Foto: imago images / MaBoSport)

Für den früheren Fußball-Bundesligisten Rot-Weiß Oberhausen wäre eine Fortsetzung des Spielbetriebs in der Regionalliga ohne Zuschauer das Ende. "Wir produzieren Kosten und hätten im Fall von Geisterspielen keine Einnahmen. Für uns wäre das komplett tödlich", sagte Vereinspräsident Hajo Sommers der "Süddeutschen Zeitung": "Dann kann man uns auch direkt die Pistole an die Schläfe setzen und abdrücken. (...) Wir spielen keine. Punkt." Die 45 Klub-Beschäftigten - Mannschaft, Trainer, Geschäftsstelle - seien zwar in Kurzarbeit. "Aber wir unterhalten immer noch einen Apparat, wir müssen in einigen Fällen auch aufstocken, was unsere Leute bekommen, weil sie sonst mit Familie von 600 Euro leben sollen", berichtete Sommers.

14:31 Uhr

Um Klub wegen Corona zu helfen: Ex-Coach verzichtet auf Geld

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Starke Aktion: Robin Dutt kommt dem VfL Bochum entgegen.

(Foto: imago images / Jan Huebner)

Der VfL Bochum hat in der finanziell bedrohlichen Situation durch die coronabedingte Spielpause unerwartete Hilfe bekommen. Der im August freigestellte Trainer Robin Dutt verzichtet auf eigenes Betreiben auf Geld aus seinem noch bis zum 30. Juni laufenden Vertrag. "Wir haben von ihm ein erfreuliches Signal bekommen", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Hans-Peter Villis der "WAZ": "Er hat sich bei Sebastian Schindzielorz gemeldet und einen Teilverzicht angeboten." Man sei über das Entgegenkommen des ehemaligen DFB-Sportdirektors überrascht und erfreut. Die Lage beim langjährigen Bundesligisten, der in der 2. Liga nach 25 Spieltagen als 15. gerade so vor den Abstiegsplätzen steht, ist laut Villis angespannt, aber nur im schlimmsten Fall existenzbedrohend.

13:57 Uhr

Starke Aktion: Tolisso setzt sich für behinderte Kinder ein

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(Foto: dpa)

Corentin Tolisso vom FC Bayern nutzt die Coronakrise, um für den Abbau von Vorurteilen gegenüber Behinderten zu werben. Der Franzose schaltet sich als Teil einer Hilfsaktion derzeit regelmäßig per Videokonferenz mit behinderten Kindern und deren Familien zusammen, er beantwortet Fragen und hört sich die Geschichten an. "Das sind sehr aufrichtige, angenehme Momente", berichtete der 25-Jährige der "L'Equipe". "Sie haben Fragen, sie wollen wissen, wie die Einschränkungen für einen Fußballer sind. Wir werden weiter telefonieren und uns dann auch hoffentlich mal in echt sehen." Tolisso will mit der Aktion eine Öffnung der Gesellschaft für Menschen mit Behinderung erreichen. "Wir wollen Sichtweisen und Vorurteile ändern, den Zugang zu Arbeitsplätzen erleichtern. Ich möchte ihnen helfen", sagte er: "Sie haben sich ihre Situation nicht ausgesucht." Einem Jungen namens Paul wird er zudem sein nächstes Tor widmen.

12:45 Uhr

Wegen Corona-Pandemie: Erste Profiliga löst sich auf

Die amerikanische Football-Profiliga XFL steht nach dem Abbruch ihrer ersten Saison vor der Auflösung. Informationen von ESPN zufolge hat das vielversprechend gestartete Konkurrenzprodukt zur National Football League den Betrieb eingestellt und am Freitag fast alle Mitarbeiter entlassen. Es gebe keine Pläne für eine Saison 2021. Nach nur fünf Spieltagen hatte die XFL mit ihren acht Franchises im März aufgrund der Corona-Pandemie die Saison unterbrechen müssen - damals noch verbunden mit der Ankündigung, zurückzukehren. Nun scheint Vince McMahon, Chef von World Wrestling Entertainment (WWE), die Liga zum zweiten Mal nach 2001 aufgegeben zu haben.

11:56 Uhr

Für Schiedsrichter gelten bei Liga-Fortsetzung neue Regeln

Für die Schiedsrichter in der Fußball-Bundesliga sollen bei einer Fortsetzung des Spielbetriebs neue Richtlinien gelten. Das berichtet die "Bild"-Zeitung mit Verweis auf eine geheime Video-Konferenz, in der die Referees die Maßnahmen mitgeteilt bekamen. Die Informationen wurden gegenüber RTL und ntv.de bestätigt. Demnach sollen DFB-Direktorin Heike Ullrich, DFB-Abteilungsleiter Florian Götte und Schiedsrichter-Chef Lutz Michael Fröhlich erklärt haben, dass das Verbot, Spiele aus der eigenen Region zu pfeifen, aufgehoben wurde. Stattdessen sollen die Unparteiischen erst recht regional eingesetzt werden, um Reisen zu minimieren. In dem Sechs-Punkte-Programm ist auch ein Übernachtungsverbot vorgesehen. Die Schiedsrichter müssen demnach am Spieltag mit dem Auto von zu Hause bis in die Stadien fahren. Einen Tag vor den Spielen sollen alle Schiedsrichter getestet werden. Ihr Einsatz soll zudem freiwillig sein, keiner soll gezwungen werden, während der Corona-Krise ein Spiel zu leiten.

10:33 Uhr

Völler: Mit dem Geld der Großen auch kleineren Klubs helfen

Leverkusens Sportchef Rudi Völler steht während eines Spiels an der Seitenlinie. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild

"Ich hätte nichts dagegen, wenn Vereine unterhalb der Zweiten Liga von der Aktion profitieren würden", sagt Rudi Völler.

(Foto: Rolf Vennenbernd/dpa/Archivbild)

Die Hilfsaktion von Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig und Bayer Leverkusen könnte nach Ansicht von Bayer-Sportgeschäftsführer Rudi Völler auch kleineren Fußball-Vereinen zugutekommen. Die vier großen Vereine haben angekündigt, 20 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen, um die finanziellen Folgen der Coronavirus-Pandemie bei anderen Klubs zu lindern. "Ich hätte nichts dagegen, wenn Vereine unterhalb der Zweiten Liga von der Aktion profitieren würden", sagte Völler der "Rheinischen Post". Der Weltmeister von 1990, der am Ostermontag 60 Jahre alt wird, ist sich indes sicher, dass die Deutsche Fußball Liga die Summe vernünftig verteilen wird.

09:42 Uhr

Was ist denn da los? Schalke will angeblich Corona verpflichten

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Scheint ein guter Mann zu sein, dieser Jesus Corona.

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Nur ein schlechter Witz? Oder einfach skurril? Einem portugiesischen Medienbericht zufolge hat der FC Schalke 04 Interesse an Jesús Corona vom FC Porto. Laut "A Bola" steht der Tabellenerste der Primeira Liga im Sommer unter Druck, einige seiner wertvollsten Spieler zu veräußern, um die Anforderungen der Financial-Fair-Play-Regeln zu erfüllen. Corona könnte einer der Profis sein, der die "Drachen" im Sommer verlassen müsse. Dem Bericht zufolge ruft Porto für den 27-Jährigen die Summe von 50 Millionen Euro auf. Das wäre indes wohl deutlich zu teuer für die Schalker. Trotz der aktuellen Unterbrechung absolvierte Corona 2019/20 bereits 41 Pflichtspiele und glänzte dabei mit 17 Assists und zwei Treffern vor allem als Vorbereiter.

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08:56 Uhr

Uli Stielike kündigt Ende seiner Trainerlaufbahn an

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Uli Stielike will sich in Andalusien zur Ruhe setzen.

(Foto: imago images / Imaginechina)

Uli Stielike will seine Karriere als Fußball-Trainer nach dem Ende seines Vertrags beim chinesischen Club Tianjin Teda nicht mehr fortsetzen. Weder in Deutschland noch sonst irgendwo wolle er einen neuen Vertrag, betonte der 65-Jährige in einem Interview bei sport1.de. Vorzeitig aufhören will er in China trotz der Corona-Krise aber nicht. "Im Moment wäre es einfacher zu sagen, man löst den Vertrag auf, aber ich habe den unterschrieben, und die Menschen im Verein und im Umfeld verlassen sich darauf. Vor allem die Spieler", sagte Stielike. Er geht davon aus, dass die Spielzeit erst Mitte Dezember beendet sein könnte. Danach will er sich in Andalusien zur Ruhe setzen.

08:07 Uhr

"Unerwartet" - Liverpool-Legende wird positiv auf Corona getestet

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Kenny Dalglish war eine der prägenden Figuren in der großen Ära des FC Liverpool.

(Foto: imago/Action Plus)

Liverpools Fußball-Legende Kenny Dalglish ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 69-Jährige zeige bisher keine Symptome, teilte der Klub mit. Der Test sei bei einem Aufenthalt im Krankenhaus als Routineuntersuchung vorgenommen worden, das Ergebnis sei "unerwartet" ausgefallen. Der Schotte Dalglish hatte sich schon vor dem Besuch im Krankenhaus in häusliche Quarantäne begeben. "Wir wünschen Sir Kenny alles Gute", schrieben die Reds. Dalglish war im Juni 2018 von Königin Elisabeth II. in den Ritterstand gehoben worden, seit 2017 ist eine Tribüne im Anfield-Stadion nach ihm benannt. Kenny Dalglish war eine der prägenden Figuren in der großen Ära des FC Liverpool, als Spieler, Spielertrainer und Teammanager.