Samstag, 11. Juli 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & David Bedürftig
22:13 Uhr

Kritik an Zverev reißt nicht ab: Verhalten "passt nicht in die Zeit"

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Zverev und Djokovic umarmen sich auf der Adria-Tour.

(Foto: REUTERS)

Für Davis-Cup-Kapitän Michael Kohlmann haben die jüngsten Eskapaden von Deutschlands Spitzenspieler Alexander Zverev dem gesamten Tennis geschadet. "Das ist keine gute Sache für den Sport. Es ist eine negative Wahrnehmung entstanden, die auch bei Leuten angekommen ist, die nicht so viel mit Tennis zu tun haben", sagte Kohlmann am Rande der Centre-Court-Eröffnung der Bad Homburg Open.

Dass man oberkörperfrei auf einer Party feiere, "passt nicht in die Zeit", ergänzte Kohlmann. Zverev (23) habe sich keinen Gefallen getan. Der deutsche Topspieler war Teilnehmer der umstrittenen Adria-Tour, bei der sich mehrere Spieler wie Organisator Novak Djokovic nach rauschenden Partys mit dem Coronavirus infiziert hatten. Kurz darauf tauchte ein weiteres Video mit Zverev auf, das den Weltranglistensiebten bei einer Feier zeigte - obwohl dieser versichert hatte, sich in Selbstisolation zu begeben. Zeitlich sind die Bilder von dieser Feier allerdings nicht eindeutig zuzuordnen.

21:49 Uhr

Alonso statt Vettel: Renault zweifelte an Motivation des Ferrari-Stars

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Bald ohne Job in der Formel 1? Sebastian Vettel fährt nur noch dieses Jahr für Ferrari.

(Foto: REUTERS)

Fehlende Motivation für einen Job bei Renault hat Sebastian Vettel offenbar um das Cockpit beim Formel-1-Werksteam gebracht. Das zumindest deutet der viermalige Weltmeister Alain Prost, Berater der Franzosen, an. Über "drei große Champions" habe Renault sich Gedanken gemacht, sagte Prost bei RMC Sport: "Fernando Alonso, Sebastian Vettel und Valtteri Bottas." Im Falle Vettels sei allerdings "der Antrieb nicht besonders klar" gewesen.

"Wir wollten jemanden, der keine Ersatzoption ist, sondern jemanden, der vollkommen motiviert für dieses Projekt ist", sagte Prost. Vettel selbst hatte zuletzt eingeräumt, dass es Gespräche mit Renault gegeben haben, diese seien aber zu keinem Zeitpunkt "konkret" gewesen. Der viermalige Weltmeister wird Ferrari nach der laufenden Saison verlassen, ein neues Team ist noch nicht in Sicht. Alonso, der Ende dieses Monats 40 wird, gibt für Renault in der kommenden Saison sein Formel-1-Comeback, mit den Franzosen hatte er 2005 und 2006 seine beiden WM-Titel gewonnen. 2018 trat er als McLaren-Pilot ab, in seiner letzten Phase bei dem damals schwachen Traditionsrennstall wirkte er demotiviert und negativ.

21:32 Uhr

Erneuter Einspruch abgelehnt: Ronaldinho bleibt unter Hausarrest

Nach einer erneuten Niederlage vor der paraguayischen Justiz bleibt Brasiliens einstiger Weltfußballer Ronaldinho in der Hauptstadt Asuncion weiter unter Hausarrest. Eine Berufungskammer lehnte einen Einspruch des 40-Jährigen und seines Bruders Roberto Assis (49) als unzulässig ab. Das Duo war am 6. März wegen Einreise mit gefälschten Pässen verhaftet worden, verbrachte 32 Tage in einem Gefängnis und hockt nun seit dem 7. April unter Hausarrest in einem Hotel in Asuncion. Der Name der beiden steht zudem in Verbindung mit einer geflohenen Unternehmerin, gegen die Paraguays Justiz unter anderem wegen Betrug, Geldwäsche und Drogenhandel ermittelt. Die Anwälte des Weltfußballers von 2004 und 2005 wollten einer ursprünglichen Anweisung der Staatsanwaltschaft Gültigkeit verschaffen, die den Brüdern bei Mitarbeit in den Ermittlungen Straffreiheit in Aussicht gestellt hatte. Mit dem Entscheid ist dieser Weg nun nicht mehr möglich.

20:30 Uhr

Drei Plätze zurück: Leclerc für F1-Rennen in Österreich strafversetzt

Sebastian Vettels Ferrari-Stallrivale Charles Leclerc ist für das zweite Formel-1-Rennen der Saison in Österreich strafversetzt worden. Der Monegasse hat nach Ansicht der Rennkommissare im zweiten Qualifikationsdurchgang seinen Kontrahenten Daniil Kwjat im Alpha Tauri behindert. Dafür muss Leclerc von drei Plätzen weiter hinten starten. Er nimmt den Grand Prix somit nur von Platz 14 in Angriff. Vettel geht als Zehnter in das Rennen, das am Sonntag (15.10 Uhr/RTL und im Liveticker auf ntv.de) stattfindet.

18:40 Uhr

Wolfgang Jerat ist tot

Fußball-Bundesligist 1. FC Köln trauert um seinen ehemaligen Trainer Wolfgang Jerat. Wie der Klub mitteilte, starb Jerat im Alter von 65 Jahren in Ghana. In dem westafrikanischen Land war er zuletzt für eine Fußballakademie tätig. "Der 1. FC Köln trauert mit Wolfgang Jerats Familie und wird ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren", schrieben die Kölner. Jerat war im Februar 1993 als Nachfolger des entlassenen Jörg Berger zum Interimstrainer des FC ernannt worden. Nach nur neun Spielen wurde Jerat im April durch Morten Olsen ersetzt, er blieb aber Assistent des Dänen. Gemeinsam erreichte das Duo 1995 das Halbfinale im DFB-Pokal.

17:34 Uhr

Vettel schwimmt, Hamilton surft: Die Highlights der Regen-Quali von Spielberg

Die Formel-1-Fahrer erleben einen spannenden Tag: Aufgrund von Starkregen wird erst das 3. freie Training für das zweite Saisonrennen in Spielberg abgesagt, dann wird das Qualifying verschoben. Der Regen lässt nach, wird wieder stärker, gefahren wird trotzdem. Ferrari erlebt das nächste Debakel - und Lewis Hamilton beweist Extraklasse. Sehen Sie hier die Highlights eines außergewöhnlichen Qualifyings.

17:05 Uhr

Italienischer Erstligist Parma muss wegen Corona-Fall in Isolation

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Wie geht's weiter für Parma Calcio?

(Foto: imago images/LaPresse)

Der italienische Fußball-Erstligist Parma Calcio ist wegen eines Corona-Falls bei einem Mitarbeiter unter medizinischer Beobachtung in Isolation. Bei den regelmäßigen Virustests habe eine Person aus dem Team, die kein Spieler ist, ein positives Ergebnis gehabt. Die Person habe keine Symptome und sei den Vorschriften entsprechend unter Isolation gestellt worden. Bei allen Sportlern der Mannschaft seien die Corona-Überprüfungen dagegen negativ ausgefallen, berichtete der Klub Parma Calcio 1913. Das Team aus der Region Emilia-Romagna bleibe abgeschirmt im Sportzentrum von Collecchio. Die Sportler könnten ihr regelmäßiges Training fortsetzen, stünden aber unter strenger medizinischer Kontrolle. Parma stand nach 31 Spieltagen auf dem 12. Platz der Serie A. Das nächste Spiel des Klubs unter Ausschluss von Zuschauern war am Sonntag gegen Bologna geplant.

16:21 Uhr

Farke-Traum endet nach einem Jahr: Norwich steigt aus Premier League ab

Norwich City steht mit dem deutschen Fußball-Trainer Daniel Farke als erster Absteiger aus der englischen Premier League fest. Ein Jahr nach dem Aufstieg verlor das Team gegen West Ham United mit 0:4 (0:2) und hat drei Spieltage vor Schluss mit 21 Punkten auch rechnerisch keine Chance mehr auf den Ligaverbleib. West-Ham-Stürmer Michail Antonio sorgte mit seinen vier Treffern (11./45.+1/54./74. Minute) für den problemlosen Erfolg der Londoner, die mit 34 Punkten einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen konnten. Auch der FC Watford holte beim 2:1 gegen Newcastle United drei Zähler und steht mit 34 Punkten auf dem ersten Nicht-Abstiegsplatz.

15:46 Uhr

DFB-Präsident Fritz Keller klar gegen Fußball-Gehaltsobergrenze

DFB-Präsident Fritz Keller hat sich klar gegen eine einheitliche Gehaltsobergrenze im deutschen Profifußball ausgesprochen. "Das ist nicht umsetzbar", sagte der 63-Jährige bei SWR Sport. Vielmehr müsse eine solche Regelung vom jeweiligen Eigenkapital abhängig gemacht werden. "Wenn du mehr erwirtschaftest, wenn du mehr sparst, kannst du auch mehr ausgeben. Aber du kannst nur so viel ausgeben, wie du einnimmst", sagte Keller. Generell brauche es aus seiner Sicht für den gesamten Fußball ein Nachhaltigkeitskonzept. "National, aber auch europäisch", betonte Keller: "Und zwar Nachhaltigkeit im klassischen Sinne: Ökonomisch, ökologisch und sozial verträglich. Die Zeit ist reif." In den letzten Wochen und Monaten waren viele Vereine der drei deutschen Profiligen wegen der Coronakrise in finanzielle Schieflage geraten.

In seiner Zeit beim SC Freiburg habe man für schwierige Zeiten immer eine gewisse Summe "unters Kopfkissen gelegt", doch nicht in jedem Verein werde vorausschauend gewirtschaftet und genug Rücklagen gebildet. Diese Krise sei "eine Chance", daran etwas zu ändern, so Keller weiter. Er selbst wolle in seiner Position dafür kämpfen, dass die Vereine nachhaltiger wirtschaften.

14:57 Uhr

Emre Can will seinen Sohn "auf die Straße" schicken

Fußball-Nationalspieler Emre Can von Borussia Dortmund hat seiner Meinung nach schon als Vierjähriger beim Spielen zwischen Mülltonnen in der Frankfurter Nordweststadt eine wichtige Prägung für seine Karriere erhalten. Auf die Frage, ob der Straßenfußball immer noch die beste Schule sei, sagte Can in einem Interview auf der BVB-Homepage: "Zu einhundert Prozent ist das so." Dann ergänzte er lachend: "Wenn ich mal Vater bin, schicke ich meinen Jungen auch auf die Straße. Er soll lernen, wie es ist, sich dort durchzusetzen."

Er habe das gelernt, weil er schnell mit Älteren gespielt habe. "Ich wollte nur Fußball spielen und habe mir darüber nie Gedanken gemacht", sagte der 26-Jährige: "Die waren ein, zwei Köpfe größer. Den Respekt muss man sich da erarbeiten." Auf dem "harten Pflaster" habe er viel gelernt. "Man lernt, stark zu werden; man lernt Respekt, bei allem, was man macht; man lernt zu teilen; und man lernt, den richtigen Weg zu gehen - oder den falschen", sagte Can. "Ich habe zum Glück den richtigen Weg gewählt. Aber ich habe erlebt, wie andere Jugendliche, wie Schulfreunde, zu Drogen gegriffen haben. Ich habe an den Stellen meine Familie und die richtigen Freunde gehabt", erinnerte Can. Er werde nie vergessen, was seine Eltern, die auf einer Baustelle und in einer Reinigungsfirma arbeiteten, für ihn getan haben, versicherte der Profi. "Diese Erfahrungen halten mich immer auf dem Boden."

15:07 Uhr

Zu viel Regen: Spielberg-Qualifying ist verschoben

Starkregen in Spielberg wirbelt den Samstag in der Formel 1 durcheinander und hat nun zur Verschiebung des Qualifyings geführt. Die Rennleitung entschied am Nachmittag zunächst, dass die Zeitenjagd nicht wie geplant um 15 Uhr beginnen kann. Hält der heftige Regen an, könnte der Kampf um die Pole Position wohl erst am Sonntagmorgen stattfinden. Dann sind trockene Bedingungen angesagt, das Rennen dürfte wie geplant am Sonntagnachmittag (15.10 Uhr/RTL und Sky) starten.

Heute hatte der Regen am Vormittag eingesetzt und war immer heftiger geworden, der Kurs stand an vielen Stellen unter Wasser, das dritte Training am Mittag wurde abgesagt. Zuvor war bereits das Rennen der Rahmenserie Formel 3 abgebrochen worden. Problematisch waren nicht nur die Streckenbedingungen, auch der Rettungshubschrauber konnte aufgrund der tiefhängenden Wolken und des Niederschlags nicht starten. Eine sichere Durchführung wäre daher nicht möglich gewesen.

14:22 Uhr

Volle Stadien dank Corona-Tests? DFB-Präsident Keller hat einen Plan

Für DFB-Präsident Fritz Keller ist eine zeitnahe Rückkehr der Zuschauer in die Stadien der Fußball-Bundesliga unabdingbar. "Wir müssen alles daran setzen, dass wir wieder Zuschauer in die Stadien reinkriegen", sagte der 63-Jährige im Gespräch mit SWR Sport. Er und der DFB seien diesbezüglich im regelmäßigen Austausch mit dem Gesundheitsminister und der Bundesregierung.

Keller strebt dabei ähnlich wie Union Berlin möglichst schnell sogar wieder volle Stadien an. "Mein Traum wäre es, über Testungen, vielleicht irgendwann mal ein volles Stadion zu kriegen", sagte der ehemalige Präsident des SC Freiburg. Mit den Tests könne im Idealfall dafür gesorgt werden, dass es im Stadion keine Ansteckungsgefahr gibt, so Keller weiter. "Über allem" stehe bei den Plänen und Überlegungen aber immer die Gesundheit der Menschen, betonte er. Union hatte am Freitag ein äußerst ambitioniertes Konzept vorgestellt, mit dem das Stadion an der Alten Försterei bereits zum Saisonstart am 18. September wieder gefüllt werden könnte.

13:31 Uhr

Nach Corona-Eklat: Linz entlässt Trainer Valerien Ismael

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Das war's: Ismael muss bei LASK gehen.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Der österreichische Fußball-Erstligist Linzer ASK hat sich mit sofortiger Wirkung von seinem Trainer Valerien Ismael getrennt. Wie der Europa-League-Achtelfinalist mitteilte, wird Dominik Thalhammer (49) den früheren Werder- und Bayern-Profi beerben. Auch Ismaels Amt als Sportdirektor übernimmt Thalhammer, der zuletzt die österreichische Frauennationalmannschaft trainierte und bereits 2007/08 in Linz tätig war.

Der 44-Jährige war erst im Juli 2019 nach Linz gekommen und hatte prompt die Hauptsaison in der österreichischen Bundesliga gewonnen sowie den Einzug ins Achtelfinale der Europa League gegen Manchester United geschafft. Vor dem Beginn der Meistergruppe um den nationalen Titel sorgte der LASK allerdings für negative Schlagzeilen, als er mit einem Mannschaftstraining gegen die coronabedingten Hygienebestimmungen verstieß. In der folgenden sechsköpfigen Meistergruppe wurden dem Team vier Punkte abgezogen. Von zehn Partien gewann Linz nur drei und landete auf dem vierten Platz, der zur Europa-League-Qualifikation berechtigt.

13:03 Uhr

Ex-Tennisprofi Haas vermisst Zverev in Berlin

In Berlin läuft der Tennis-Betrieb wieder an, allerdings ohne Alexander Zverev. Der sagt seine Teilnahme am Turnier nach Kritik an seinem laxen Verhalten in der Corona-Krise ab. Ex-Tennisprofi Tommy Haas versteht Zverev und seine Kritiker gleichermaßen.

11:38 Uhr

Behörde schlägt Alarm: 24 Tennismatches unter Betrugsverdacht

Bei 24 privat organisierten Tennis-Begegnungen während der Corona-Pause der offiziellen Tour hat es auffällige Bewegungen bei Sportwetten gegeben. Das hat die unabhängige Tennis-Untersuchungsbehörde (TIU) am Freitagabend unter Berufung auf Wettanbieter mitgeteilt, die die verdächtigen Matches gemeldet hätten. Dies werde als starker Hinweis darauf gewertet, dass es weiterhin Bestechungsversuche gebe und dies zunehmen werde, falls die Profi-Tour wie im August geplant wieder ihren Betrieb aufnimmt.

Aufgrund der Pause wegen der Coronavirus-Pandemie gibt es seit zwei Monaten etliche unabhängig organisierte Show-Veranstaltungen. Dennoch haben vor allem viele weiter hinten in der Weltrangliste platzierte Profis derzeit kaum oder keine Einnahmen.

11:02 Uhr

"... dann würde ich es tun": Usain Bolt spricht über ein Comeback

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Eigentlich nicht, aber vielleicht doch, aber eher nicht.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der vor drei Jahren zurückgetretene Usain Bolt hält sich ein kleines Hintertürchen für ein Comeback offen. Sollte ihn sein einstiger Coach Glen Mills darum bitten, würde der Weltrekordler über 100 und 200 m eine Rückkehr auf die Laufbahn in Betracht ziehen. Dies sagte der 33 Jahre alte Bolt dem Magazin "Vanity Fair".
"Wenn mein Coach käme und sagen würde, lass uns das machen, würde ich es tun - denn ich habe so viel Vertrauen in ihn", sagte der achtmalige Olympiasieger: "Wenn er sagt, dass wir es machen sollten, dann weiß ich, dass es möglich ist. Lass Glen Mills anrufen, dann bin ich zurück."

Generell sei Bolt aber nicht mehr an einem Comeback interessiert, er besuche keine Leichtathletik-Anlagen. Vielmehr kümmere er sich um seine Familie - mit Partnerin Kasi Bennett hat Bolt im Mai eine Tochter bekommen.

10:04 Uhr

"Kein Risiko": Köln-Boss gibt Einblick in die Vertragsgestaltung

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Alexander Wehrle durfte sich mit dem 1. FC Köln über den Klassenerhalt freuen.

(Foto: imago images/Mika Volkmann)

Sein Verein werde in den nun abzuschließenden Verträgen mit neuen Spielern "pandemie-relevante Klauseln" verankern, verriet Alexander Wehrle, Geschäftsführer des 1. FC Köln, in einem Interview des "Express" und des "Kölner Stadt-Anzeigers": "Wir haben auch mitunter eine Komponente drin, die speziell mit der anstehenden Spielzeit zu tun hat." Sein Verein könne wegen eines "deutlich negativen" Ergebnisses für das abgelaufene Geschäftsjahr in der kommenden Saison "kein Risiko eingehen".

Den Schaden durch die Folgen der Coronavirus-Pandemie bezifferte Wehrle bisher auf zwölf Millionen Euro. "Und ich kann jetzt noch nicht sagen, wie hoch der Schaden in der nächsten Saison sein wird", erklärte er: "Wenn man die in diesem Szenario fehlenden Einnahmen alle als Risiko summiert, dann droht uns ein Verlust für die neue Spielzeit zwischen 20 und 25 Millionen Euro."

Derweil hegt das DFL-Präsidiumsmitglied Wehrle weiter die Hoffnung, dass bald wieder Fans in die Stadien dürfen. "Ich wünsche mir eine bundesweit einheitliche Lösung, es kann aber auch sein, dass es Ländersache wird", sagte der 45-Jährige. "Die Konzepte sind in der Abstimmung."

09:17 Uhr

Elber sieht "schwarz für Brasilien" - und lobt Deutschland

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Giovane Elber hat düstere Gedanken, wenn er an seine Heimat denkt.

(Foto: imago images/RHR-Foto)

Brasiliens ehemaliger Fußball-Nationalspieler Giovane Elber hat den Umgang der Regierung in seinem Heimatland mit dem Coronavirus kritisiert. "Die meisten Politiker in Brasilien sind korrupt und denken lieber an ihr eigenes Bankkonto, als an die alte, arme Frau, die um ihr Leben kämpft. Ich sehe schwarz für Brasilien", sagte der 47-Jährige im Interview mit dem Nachrichtenportal t-online.de.

Elber übt auch harsche Kritik am brasilianischen Staatspräsidenten Jair Bolsonaro: "Er wollte, dass das Leben ganz normal weitergeht. Als ich das gehört habe, dachte ich mir: Der spinnt!" Die Folgen sehe man "an den überfüllten Krankenhäusern. Es gibt nicht genug Beatmungsgeräte", so der Markenbotschafter von Bayern München: "Die Leute, die auf Hilfe angewiesen sind, stehen Schlange vor dem Hospital. Oder werden gar abgewiesen." Inzwischen ist Bolsonaro selbst an Covid-19 erkrankt.

Ein "Positivbeispiel" im Kampf gegen das Coronavirus sei für ihn Deutschland. Das sage er "jedem Brasilianer, mit dem ich spreche. Die Regierung um Angela Merkel handelt mit der nötigen Weit- und Vorsicht", so der Ex-Münchner und -Stuttgarter.

08:43 Uhr

"Konzentrierter sein": Strenge Ferrari Ansage für Vettel

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Sebastian Vettel soll sich nicht nur unter seinem Helm maskieren.

(Foto: REUTERS)

Nach der Corona-Verwarnung durch den Motorsport-Weltverband Fia hat Ferrari-Teamchef Mattia Binotto seine Piloten Sebastian Vettel und Charles Leclerc ermahnt. "Wir müssen konzentrierter und wachsamer sein. Ich denke, dass beide Fahrer verstanden haben, dass sie etwas falsch gemacht haben", sagte Binotto in Spielberg.

Die Formel 1 hat für ihren Neustart nach der Corona-Krise strenge Verhaltensregeln ausgegeben. Unter anderem werden die Beteiligten der Rennserie in Gruppen unterteilt und sollen auch in diesen sogenannten Blasen bleiben, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Von Vettel gibt es aber Bildmaterial aus der vergangenen Woche, wie er sich ohne Mundschutz mit Red-Bull-Funktionären unterhält.

Der Motorsport-Weltverband hatte Ferrari ermahnt, besser auf die Einhaltung der Verhaltensmaßgaben zu achten. "Wir wissen, wie wichtig es ist, hier zu sein und für den ganzen Rennzirkus zu fahren", sagte Binotto. "Von den Benimmregeln abgelenkt zu werden, ist nicht toll. Wir müssen streng sein."