Samstag, 16. Januar 2021Der Sport-Tag

21:20 Uhr

Chelsea müht sich zum Sieg über Fulham

Drei Punkte sind drei Punkte, werden sie sich beim FC Chelsea denken. Dennoch: Gegen den FC Fulham war es eine schwere Geburt. Erst in der 78. Minute gelang Mason Mount der 1:0-Siegtreffer für die Blues. Und die deutschen Legionäre bei den Londonern?

  • Timo Werner wurde erst in der Endphase eingewechselt.
  • Kai Havertz kam dagegen gar nicht zum Einsatz.
  • Antonio Rüdiger spielte. Er kam sogar zu einer Kopfballchance, die jedoch der gegnerische Keeper Alphonse Areola parierte.
20:46 Uhr

Ski-Gesamtweltcupsieger Kilde reißt sich Kreuzband - Saison vorbei

Der norwegische Ski-Star Aleksander Aamodt Kilde hat sich bei einem Trainingssturz das Kreuzband gerissen. "Es ist wie befürchtet gewesen", sagte der Gesamtweltcupsieger des Vorjahres am Samstagabend dem Sender TV2 nach einer Untersuchung in Innsbruck. Es handele sich um das Kreuzband im rechten Knie. "Es fühlt sich gerade schwer an, aber ich werde darüber hinwegkommen", sagte Kilde auf Krücken gestützt. Die Saison ist für den Norweger damit vorbei. Bereits an diesem Sonntag soll er operiert werden.

Die schwere Knieverletzung hatte sich Kilde am Samstag bei einem Sturz während des Super-G-Trainings auf der Reiteralm in Österreich zugezogen. "Ich befürchte das Schlimmste, ganz klar", hatte er vor der Diagnose dem norwegischen Rundfunksender NRK gesagt. Für das norwegische Ski-Team ist es nicht der erste, aber der bitterste Ausfall in dieser Saison. Bereits zuvor hatten sich Lucas Braathen und Atle Lie McGrath Knieverletzungen zugezogen. Auch für Braathen ist die Saison damit ebenfalls vorzeitig beendet.

19:45 Uhr

Nationalmannschafts-Arzt: Fußballer gehören in letzte Impfgruppe

Nationalmannschafts-Arzt Tim Meyer sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte der Mediziner, die bestehenden Hygienekonzepte reichten aus, um vernünftig Fußball zu spielen. Die Impfstrategie sei klar geregelt, es gebe priorisierte Gruppen. "Da sind gesunde junge Fußballspieler in der allerletzten Gruppe", sagte Meyer. Der 53-Jährige hatte im vorigen Frühjahr mit der Entwicklung eines Hygienekonzeptes für die Deutsche Fußball Liga maßgeblichen Anteil daran, dass die Saison in der Bundesliga und 2. Liga nach einer coronabedingten Pause noch beendet werden konnte.

Auch mit Blick auf Impfungen von Sportlern vor der Endrunde der Fußball-EM im Sommer oder den auf dieses Jahr verschobenen Olympischen Spielen in Tokio äußerte sich Meyer skeptisch. Dieser Gedanke sei ihm ebenfalls fremd. Die Entscheidung dazu liege nicht beim Sport, sondern bei der Politik. Er wisse nicht, ob sich die Bundesregierung damit auseinandersetze, "ob sie für Repräsentanten Deutschlands solche Dinge einräumt", sagte der in Saarbrücken tätige Mediziner.

18:53 Uhr

Cunha legt sich mit Köln-Bank an - und entschuldigt sich

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Cunha rief wohl etwas nicht gerade Liebenswertes in Richtung der Kölner.

(Foto: imago images/RHR-Foto)

Offensivspieler Matheus Cunha von Hertha BSC hat sich nach Aussage seines Trainers Bruno Labbadia im Spiel beim 1. FC Köln für einen Ruf in Richtung der gegnerischen Bank entschuldigt. "Er ist direkt während einer Verletzungspause raus und hat sich entschuldigt", sagte Labbadia am Samstag. "Wir sollten die Kirche im Dorf lassen. Wenn wir alles auf die Goldwaage legen, was Spieler und Trainer zwischendurch miteinander haben, machen wir das Spiel kaputt."

Auch sein Kollege Markus Gisdol wollte das Thema nach dem 0:0 nicht überbewerten. "Ich spiele nicht den Polizisten und sage, was das hätte geben müssen", antwortete er auf die Frage, ob Cunha des Feldes hätte verwiesen werden müssen. "Es ist momentan ein sensibles Thema, weil man jedes Wort mitbekommt. Aber wir sind alle keine Lämmer auf dem Sportplatz." Was genau der 21 Jahre alte Cunha gerufen hatte, war zunächst nicht klar.

18:02 Uhr

"So konnte es nicht weitergehen": Köln wartet seit 484 Minuten auf ein Tor

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Immerhin kassierte Timo Horn diesmal kein Gegentor.

(Foto: imago images/Chai v.d. Laage)

484 Minuten hat der 1. FC Köln mittlerweile in der Fußball-Bundesliga nicht mehr getroffen. Nach der Nullnummer im Kellerduell gegen Hertha BSC hielt die große Bescheidenheit Einzug, denn einen richtigen Hoffnungsschimmer auf die Wende gab es nicht. "Es geht darum, in der Liga zu bleiben. Nach dem Freiburg-Spiel wollten wir besser stehen. Es konnte so nicht weitergehen", konstatierte Torwart Timo Horn am Sky-Mikrofon: "Wir haben auch ein bisschen Glück gehabt, der Pfostenschuss hätte auch reingehen können." Immerhin holte Köln nach dem 0:5 in der Vorwoche beim SC Freiburg einen Zähler, spielerisch waren aber kaum Fortschritte zu erkennen. Und: Dass die Kölner während der Corona-Pandemie offenbar zu Hause nicht mehr gewinnen können, ist allerdings nicht wegzudiskutieren. Seit nunmehr 14 Spielen warten die Geißböcke auf einen Heimsieg.

16:45 Uhr

"Wenn man nach München fährt, darf man keine große Klappe haben"

Nils Petersen von Freiburg bejubelt ein Tor. Foto: Patrick Seeger/dpa/Archiv

Nils Petersen will in München punkten, aber erwartet nicht zu viel.

(Foto: Patrick Seeger/dpa/Archiv)

Trotz des Vereinsrekords von fünf Siegen in Serie schlägt Stürmer Nils Petersen vom SC Freiburg vor dem Auswärtsspiel beim FC Bayern am Sonntag (15.30 Uhr/Sky und im Liveticker auf ntv.de) zurückhaltende Töne an. Es wäre zwar "ein Traum für mich und auch für Christian Streich, in München nochmal zu punkten - am liebsten dreifach", sagte der 32-Jährige im Sport1-Interview. "Wenn man nach München fährt, darf man einfach keine große Klappe haben", betonte er aber auch. "Dafür sind sie zu groß, zu stark."

Er persönlich "schaue als Fußball-Fan unheimlich gerne Bayern-Spiele an", erklärte der frühere Münchner. "Klar, aktuell haben sie jetzt nicht die beste Form. Ich wünsche mir, dass wir für eine Überraschung sorgen können, würde aber nie den Mund zu voll nehmen." Von ihren bisherigen 20 Auswärtsspielen gegen die Bayern in der Fußball-Bundesliga konnten die Freiburger keines gewinnen. Neben drei Unentschieden gab es für sie 17 Niederlagen.

16:07 Uhr

WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde droht die Absage

Das zweite WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde droht aufgrund von zwei weiteren Corona-Fällen im Team der Afrikaner auszufallen. Wie der Weltverband IHF einen Tag vor der Partie am Sonntag (18.00 Uhr/ARD) mitteilte, wurden erneut zwei Spieler von Kap Verde positiv getestet. Die beiden Akteure wurden umgehend isoliert. Da den Afrikanern dadurch nicht mehr die laut IHF-Regularien mindestens benötigten zehn Spieler zur Verfügung stehen, steht die Partie gegen die DHB-Auswahl vor der Absage. In diesem Fall würde das Spiel mit 10:0 für die deutsche Mannschaft gewertet.

Allerdings könnten die Afrikaner, denen aktuell nur noch neun negativ getestete Spieler zur Verfügung stehen, theoretisch noch weitere Akteure aus ihrem erweiterten WM-Kader nachnominieren und nach Ägypten reisen lassen. "Momentan ist es eine klare Empfehlung an die Mannschaft, dass sie jetzt nicht irgendwelche Versuche machen sollten, die noch fehlenden Personen aus dem erweiterten Kader hierher zu holen", sagte DHB-Sportvorstand Axel Kromer. "Das Spiel gegen uns ist kaum zu verwirklichen." Obwohl bereits im Vorfeld des Turniers in Ägypten zahlreiche Corona-Fälle in der Mannschaft von Kap Verde aufgetreten waren, hatte das Team am Freitagabend gegen Ungarn (27:34) sein erstes WM-Spiel bestritten.

15:41 Uhr

DFL-Boss zweifelt an EM 2021 "in allzu vielen Städten"

Nach Meinung von DFL-Chef Christian Seifert kann die auf diesen Sommer verschobene Fußball-EM auch unter Corona-Bedingungen sicher durchgeführt werden. Zweifel hat Seifert aber, ob das Turnier wie geplant in zwölf Städten ausgetragen werden sollte. Er könne sich vorstellen, "dass die Organisatoren Abstand davon nehmen könnten, diese EM in allzu vielen Städten zu spielen. Reiseaktivitäten sind Risiken, die man nicht unnötigerweise eingehen muss", meinte der 51-Jährige in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Und es geht auch längst nicht mehr darum, politische Statements zu setzen oder nur danach zu fragen, welche Städte denn dann bedient werden und welche nicht."

Grundsätzlich sieht der DFL-Chef die EM in der Corona-Krise aber nicht in Gefahr. "Man hat die Erfahrung aus den nationalen Ligen, die Erfahrung aus den Finalturnieren der Champions League und der Europa League, es treffen Länder aufeinander, deren Verbände in der Regel über ausreichende finanzielle Mittel für eine Erstellung und Umsetzung von umfassenden Hygienekonzepten verfügen", begründete er.

14:26 Uhr

Platz "knüppelhart gefroren": Nordderby wegen "Verletzungsgefahr" abgesagt

Das Nordderby der 3. Fußball-Liga zwischen dem VfB Lübeck und dem FC Hansa Rostock ist kurz vor dem Anpfiff am Samstag (14.00 Uhr) abgesagt worden. "Der Platz an der Lohmühle ist nach dem Frost der Nacht an einigen Stellen knüppelhart gefroren. In Absprache mit Hansa Rostock und unseren Verantwortlichen haben die Schiedsrichter in Anbetracht der Verletzungsgefahr das Spiel soeben abgesagt", teilte Gastgeber VfB Lübeck via Twitter mit. Der VfB verfügt in seinem Stadion über keine Rasenheizung, hat jedoch vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine entsprechende Ausnahmegenehmigung für die laufende Saison erhalten.

13:59 Uhr

Straßer verpasst drittes Podium in Folge um eine halbe Sekunde

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Wieder stark, auch wenn kein Platz auf dem Treppchen heraussprang: Linus Straßer.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Skirennfahrer Linus Straßer hat seinen dritten Podestplatz in Folge nur knapp verpasst. Der Sieger von Zagreb und Zweite von Adelboden belegte beim Slalom in Flachau Rang fünf. 1,20 Sekunden lag er im Ziel hinter dem Österreicher Manuel Feller, der seinen ersten Weltcupsieg feierte. Zweiter wurde der Franzose Clement Noel (+0,43) vor Fellers Landsmann Marco Schwarz (+0,70). Auch die deutschen Starter Anton Tremmel (+2,86) als 22. und Julian Rauchfuß (+3,79) als 26. holten Punkte. Sebastian Holzmann, David Ketterer und Fabian Himmelsbach hatten den zweiten Durchgang verpasst. Das Rennwochenende der alpinen Herren war coronabedingt erst von Wengen nach Kitzbühel und von dort dann nach Flachau verlegt worden. Am Sonntag steht im Salzburger Land ein weiterer Slalom an.

13:07 Uhr

Trauer bei Rallye Dakar: Fahrer stirbt nach Sturz an Kopfverletzung

Die Rallye Dakar trauert am Abschlusstag um Motorradfahrer Pierre Cherpin. Der 52 Jahre alte französische Amateurpilot stirbt fünf Tage nach seinem Unfall bei seinem Transfer mit einem Flugzeug von Saudi-Arabien nach Frankreich. Der Unfall überschattet den 14. Sieg von Stephane Peterhansel.

12:16 Uhr

Felix Loch rodelt von Triumph zu Triumph

Rekordweltmeister Felix Loch dominiert die Rodel-Welt auf dem Weg zu seiner Heim-WM weiter nach Belieben. Der 31-Jährige gewann auch den Weltcup in Oberhof und feierte damit im siebten Einzel-Rennen des Winters den siebten Sieg. "Ich kann mich nicht erinnern, dass es am Stück schon mal so gelaufen ist", sagte Loch in der ARD. Erneut war es zudem ein sehr deutlicher Erfolg: Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Österreicher Jonas Müller betrug nach zwei Läufen rund zweieinhalb Zehntelsekunden.

Die folgenden Konkurrenten lagen nur wenige Hundertstel auseinander. Dritter wurde Olympiasieger David Gleirscher (Österreich). Der Olympia-Dritte Johannes Ludwig (Oberhof) verpasste auf seiner Heimbahn als Vierter knapp das Podest, Max Langenhan (Friedrichroda) wurde Fünfter. Auch Lochs erster Sieg im Gesamtweltcup seit 2018 ist nur noch theoretisch zu verhindern.

11:31 Uhr

Mick Schumacher bekommt Kollegin bei Ferrari

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Mick Schumacher fährt für Haas, bleibt aber Teil der Ferrari-Welt.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Mick Schumacher bekommt im Förderprogramm von Ferrari bald weibliche Gesellschaft. Die Scuderia beendet in diesen Tagen im Rahmen der Initiative "Girls on Track" ein mehrmonatiges Casting, vier Teilnehmerinnen im Alter zwischen 14 und 16 Jahren stehen im Finale - der Siegerin winkt als erster Frau ein Platz in der Ferrari-Akademie und zudem ein Cockpit für eine volle Formel-4-Saison. In der kommenden Woche wird das Ergebnis verkündet. Julia Ayoub (15), Antonella Bassani (beide Brasilien/14), Doriane Pin (Frankreich/16) und Maya Weug (Niederlande/16) hatten sich in der seit dem vergangenen Sommer laufenden Auswahlphase durchgesetzt und sollten nun in Maranello und Fiorano ihr Talent noch einmal zeigen.

Die Akademie hatte bislang ausschließlich männliche Mitglieder, prominentester Vertreter ist momentan Mick Schumacher. Der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher schaffte mit der Unterstützung Ferraris den Aufstieg in die Königsklasse und gibt in der anstehenden Saison sein Debüt für das US-Team Haas. Auch der aktuelle Ferrari-Pilot Charles Leclerc (Monaco) hat das Nachwuchsprogramm durchlaufen.

10:51 Uhr

Muss Italien ohne Fahne und Hymne zu Olympia?

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Wird Italiens Fahne im Sommer nicht in Tokio wehen?

(Foto: imago images/Manfred Segerer)

Im Bangen Italiens um seine Fahne und Hymne bei den Olympischen Spielen in Tokio hat der frühere Vizepräsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Juan Antonio Samaranch Jr., eine schnelle Problemlösung gefordert. "Italien in Tokio ohne Hymne und Fahne wäre ein Desaster", sagte der bis 2020 als Vizepräsident im IOC tätige Spanier der Zeitung "Corriere della Sera".

Wegen einer Gesetzesänderung in Italien hatte das IOC die Unabhängigkeit des Nationalen Olympischen Komitees (Coni) als nicht mehr gewahrt angesehen und damit gedroht, die italienischen Athleten könnten ohne Hymne und Fahne zu den wegen Corona auf dieses Jahr verschobenen Sommerspielen nach Tokio reisen. Coni musste nach der Änderung Teile seiner Aufgaben an eine staatlich kontrollierte Firma auslagern, die "Sport e Salute" (Sport und Gesundheit).

"Das IOC hat kein Recht sich in Regierungsangelegenheiten einzumischen. Aber behalten sie im Hinterkopf, dass die Unabhängigkeit der Olympischen Komitees heilig ist", erklärte Samaranch Jr. in dem Interview. Die Lösung für das Olympia-Problem Italiens liege in der Verwaltung und sei auch unkompliziert. "Fünf Minuten und guter Wille reichen", sagte der 61-Jährige.

09:41 Uhr

Zwei Passagiere infiziert, 24 Profis im Pech

Zwei positive Coronatests nach einem Charterflug zu den Australian Open haben für 24 mitreisende Tennisprofis weitreichende Konsequenzen. Wie die zuständigen Behörden mitteilten, ist für alle Passagiere sowie die Crew eine strikte 14-tägige Quarantäne angeordnet worden. Daher dürfen die Sportler auch nicht wie ursprünglich geplant ihr Hotelzimmer zum Training maximal fünf Stunden täglich verlassen, um sich auf das erste Grand-Slam-Turnier des Jahres (ab. 8 Februar) vorzubereiten.

Nach Angaben der Veranstalter handelt es sich bei den positiv getesteten Personen um ein Mitglied der Besatzung sowie "einen Passagier, der kein Spieler ist". Medienberichten zufolge soll es sich um einen Trainer handeln. Beide hätten im Vorfeld des Fluges einen negativen Test abgegeben, insgesamt befanden sich 79 Personen an Bord.

Der Aufwand der australischen Organisatoren ist enorm, um das Turnier inmitten der Pandemie über die Bühne zu bringen. Spieler und Begleitpersonen werden derzeit mit insgesamt 18 Chartermaschinen eingeflogen. Über 25 Millionen Euro soll das strenge Bubble-Konzept kosten.

08:38 Uhr

Coronafälle im Spitzensport: "Werden Karrieren enden sehen"

Sportmediziner Wilhelm Bloch und sein Team erforschen die Langzeitfolgen von Covid-19 für Sportler. Ganz genaue Aussagen könne man noch nicht treffen, aber die Sorge, dass da etwas Problematisches kommt, werde stärker. "Wir sehen bei einem Teil von infizierten Sportlern, dass wir Leistungsveränderungen haben, die auch nach vielen Wochen oder Monaten noch anhalten. Ich denke, dass wir im Leistungssport Karrieren enden sehen werden", sagte der Leiter der Abteilung molekulare und zelluläre Sportmedizin an der Sporthochschule Köln in einem Interview der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

  • Durch die sehr hohen Infektionszahlen habe sich auch im Sport das Risikopotenzial "dramatisch" erhöht. "Was den professionellen Sport angeht, sind wir in Deutschland bis jetzt gut durchgekommen, aber die nächsten Wochen oder Monate werden schon sehr schwierig", sagte Bloch.
  • Bei den derzeit hohen Corona-Zahlen könne man keine Sportevents mehr sinnvoll durchführen. Im Hallensport und bei Kontaktsportarten werde es ganz schwierig, "das Risiko in vertretbaren Grenzen zu halten. Wenn dann noch Sportler aus unterschiedlichen Ländern zusammenkommen, ist das Risiko, das Virus einzuschleppen, eigentlich nicht abzuwenden", sagte Bloch.
  • So sei bei der Handball-WM in Ägypten mit 32 Teams das Risiko "nicht kalkulierbar. Ich kann extrem gut die Nationalspieler verstehen, die nicht mitgefahren sind", sagte Bloch.
08:29 Uhr

Boxstall von Erol Ceylan stellt zahlreiche Sportler frei

Der Hamburger Boxstall von Promoter Erol Ceylan reduziert die Anzahl seiner Sportler. Die Mehrheit der Boxer werde mit sofortiger Wirkung freigestellt, gab das Unternehmen bekannt. Ceylan war zuletzt mit mehr als 25 Profiboxern vertraglich verbunden. "Trotz der vielen hochwertigen Veranstaltungen, internationalen Titel und Auszeichnungen gelang es bisher nicht, einen festen TV-Partner zu gewinnen und damit auch die Wirtschaftlichkeit für eine solch hohe Zahl von Boxern zu rechtfertigen", begründete der 48 Jahre alte Kaufmann den Entschluss. EC-Boxing hatte im vergangenen Jahr sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. "Ich denke keinesfalls ans Aufhören, aber die aktuelle Situation lässt es nicht zu, dass ich Veranstaltungen durchführe oder allen Boxern mit ihren individuellen Fähigkeiten und Erwartungen gerecht werden kann", sagte Ceylan. Und ergänzte: Der Großteil der Sportler könne "sich einen neuen Manager oder Promoter suchen". Welche Boxer weiterhin zum Stall gehören, soll nach Gesprächen in den nächsten Wochen entschieden werden.

08:13 Uhr

Tuchel-Nachfolger in Quarantäne: Star-Trainer hat Corona

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Mauricio Pochettino trat in Paris das Erbe von Thomas Tuchel an.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Mauricio Pochettino, neuer Trainer von Paris Saint-Germain, ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte der französische Fußball-Meister mit. Der 48 Jahre alte Argentinier werde sich nun in Quarantäne begeben. Bei der Vorbereitung auf das Liga-Spiel bei Angers SCO wird der Nachfolger von Thomas Tuchel von seinen Assistenztrainern Jesus Perez und Miguel D'Agostino vertreten, hieß es in der Mitteilung. Fehlen bei der Partie heute Abend (21 Uhr) werden unter anderen der deutsche Nationalspieler Thilo Kehrer und der frühere Bayern-Profi Juan Bernat (beide verletzt) sowie der ebenfalls positiv auf Corona getestete Rafinha.