Samstag, 19. Dezember 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & David Bedürftig
21:53 Uhr

Deutsche Darts-Hoffnung nach WM-Aus "ziemlich wütend"

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Hatte sich mehr erhofft für die Darts-WM: Max Hopp.

(Foto: dpa)

Dartsprofi und deutscher Hoffnungsträger Max Hopp ist in der zweiten Runde der WM in London ausgeschieden. Der 24-Jährige unterlag dem an Nummer 19 gesetzten Engländer Mervyn King mit 1:3 und verabschiedete sich aus dem Ally Pally.

Nachdem Hopp schnell mit 0:2 nach Sätzen zurücklag, gestaltete er die Partie dank einer Leistungssteigerung zwischenzeitlich ausgeglichen. Im vierten Satz kassierte der "Maximiser" jedoch ein entscheidendes Break, King verwandelte seinen dritten Matchdart zum Sieg. "Ich bin gerade schon ziemlich wütend", sagte Hopp: "Es ist natürlich ärgerlich, dass jetzt schon wieder relativ früh bei einer WM Schluss ist, ich hatte mir schon mehr erhofft."

Besser machte es am Abend Nico Kurz, der seine Erstrunden-Partie gewann. Der 23-Jährige bezwang den früheren WM-Finalisten Andy Hamilton 3:1 und zog erstmals in die zweite Runde ein. Dort trifft Kurz am Montag (ab 19 Uhr/Sport1) auf den dritten Deutschen Gabriel Clemens. Es wird das erste deutsche Duell bei einer Weltmeisterschaft sein.

21:23 Uhr

Maradona bekommt ein neues Stadion

In seinem Heimatland soll ein weiteres Stadion nach der argentinischen Fußball-Legende Diego Maradona benannt werden. Demnach werde das Estadio Unico Ciudad La Plata zukünftig auch Maradonas Namen tragen. Das kündigte Axel Kicillof als Gouverneur der Provinz Buenos Aires an. Bereits das Stadion der Argentinos Juniors, wo Maradona seine Karriere begann, trägt seit längerer Zeit den Namen des früheren Superstars.

Maradona, der Argentinien zum WM-Titel 1986 geführt hatte, war am 25. November im Alter von 60 Jahren an einem Herzinfarkt gestorben. Er galt als einer der besten Fußballer überhaupt und wird in Argentinien von vielen Menschen fast religiös verehrt. Nach seinem Tod hatte auch der italienische Erstligist SSC Neapel, wo Maradona seine erfolgreichste Zeit als Spieler verbracht hatte und Kult-Status genießt, den Namen seines Stadions zu Ehren des Spielmachers geändert.

20:40 Uhr

Neymar fällt mindestens bis Januar verletzt aus

Frankreichs Fußball-Meister Paris Saint-Germain muss auch in den letzten beiden Spielen vor dem Jahreswechsel ohne seinen Superstar Neymar auskommen. Wegen einer Knöchelverletzung fehlt der Brasilianer dem Tabellendritten sowohl im Topspiel an diesem Sonntag (21.00 Uhr/DAZN) bei Spitzenreiter OSC Lille als auch am Mittwoch im Heimspiel gegen Racing Strasbourg. "Er wird wahrscheinlich im Januar zurückkehren", teilte PSG am Samstag auf seiner Homepage mit.

Neymar hatte die Verletzung am 13. Dezember bei der 0:1-Heimniederlage in der Meisterschaft gegen Olympique Lyon erlitten. Nach einem mit Rot geahndeten Foul seines Landsmannes Thiago Mendes in der Nachspielzeit musste der 28-Jährige mit Schmerzen vom Feld. Nach Angaben von PSG hat Neymar nach der erlittenen Verstauchung Blutergüsse am Knochen und wird auf dem Trainingsgelände weiterhin behandelt. Er fehlte bereits am vergangenen Mittwoch im Ligaspiel gegen Lorient.

20:06 Uhr

Eisenbichler verpasst Podest nur hauchdünn

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler (Siegsdorf) ist beim ersten Teil der Generalprobe für die Vierschanzentournee in Engelberg hauchdünn am Podest vorbeigeflogen, hat mit Platz vier aber seine starke Form unterstrichen. Während der Norweger Halvor Egner Granerud mit seinem vierten Sieg in Folge die Führung im Gesamtweltcup weiter ausbaute, trennten Eisenbichler in Abwesenheit des mit Corona infizierten Skiflug-Weltmeisters Karl Geiger umgerechnet 55 Zentimeter vom dritten Rang.

Granerud setzte sich nach Sprüngen auf 133,5 und 138,0 m bei schwierigen Windbedingungen mit 311,4 Punkten vor Polens Topmann Kamil Stoch (309,2) durch. Dritter wurde der Slowene Anze Lanisek (302,7) vor Eisenbichler, der auf 133,0 und 138,0 m kam. Ganz bitter verlief die Rückkehr von David Siegel (Baiersbronn) in den Weltcup nach 699 Tagen. Der 24-Jährige, der sich im Januar 2019 schwer am Knie verletzt hatte, hatte sich zwar am Vortag für den Wettkampf qualifiziert, wurde aber unmittelbar vor seinem Sprung wegen eines nicht korrekten Anzugs disqualifiziert.

19:12 Uhr

Coach Rose entschuldigt sich für Thurams Spuckattacke

Trainer Marco Rose von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach hat sich für die ekelhafte Spuckattacke seines Stürmers Marcus Thuram im Spiel gegen die TSG Hoffenheim (1:2) "auch im Namen des Vereins" entschuldigt. So eine Aktion "gehört nicht auf den Fußballplatz", sagte Rose und ergänzte: "Er ist ein feiner Junge, sehr wohlerzogen. Ihm sind die Sicherungen durchgebrannt. Nur so kann ich es mir erklären."

Thuram spuckte Gegenspieler Stefan Posch in Corona-Zeiten aus kürzester Distanz ins Gesicht (78.) und sah dafür die Rote Karte nach Videobeweis. In Überzahl gelang den Gästen der Siegtreffer durch Ryan Sessegnon (86.). TSG-Trainer Sebastian Hoeneß nahm die "Entschuldigung von Marco an".

18:26 Uhr

Messi stellt unglaublichen Pele-Rekord ein - und ist dennoch traurig

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Lionel Messi bricht weiter Rekorde, aber kommt mit dem FC Barcelona kaum von der Stelle.

(Foto: imago images/AFLOSPORT)

Der FC Barcelona kämpft sich nur äußerst mühsam ins Fußball-Meisterschaftsrennen in Spaniens La Liga zurück, die Einstellung des Rekordes von Brasiliens Fußball-Ikone Pele durch Superstar Lionel Messi war nur ein schwacher Trost. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit gegen den FC Valencia traf der sechsmalige Weltfußballer zum 643. Mal für die Katalanen und egalisierte die Tor-Bestmarke Peles für einen einzelnen Klub. Es war das 748. offizielle Spiel des Argentiniers für Barça.

Im Heimspiel mühten sich die Katalanen um Messi und Torwart Marc-Andre ter Stegen aber nur zu einem 2:2 (1:1). Mouctar Diakhaby (30.) brachte Valencia nach einem Eckball per Kopf in Führung. Nach Messis Ausgleich (45.+4) markierte Ronald Araujo (52.) das 2:1 für Barcelona. Doch Maximiliano Gomez (69.) erzielte das 2:2. Für das Messi-Team ging eine Serie von zwei Siegen in Folge zu Ende. Valencia ist seit fünf Partien ohne Dreier. Als Tabellenfünfter hat Barça mit 21 Punkten acht Zähler Rückstand auf Atlético Madrid. Der Hauptstadtklub kam zu einem 3:1 (1:0) gegen den FC Elche. Zwei Treffer für die Madrilenen erzielte Luis Suarez (41./58.).

17:33 Uhr

"Katastrophal", "unglaublich bitter": Schneider zur Schalker Situation

Jochen Schneider, Sportvorstand von FC Schalke 04, hat sich vor dem Bundesliga-Spiel gegen Arminia Bielefeld zur Situation bei Schalke 04 und zu seiner Person geäußert: "Es ist ein katastrophales Jahr. Es ist unglaublich bitter, was passiert ist. Die Erfolgslosigkeit schleppen wir alle mit uns rum. Aber Aufgeben ist keine Option. Es geht nicht um mich, sondern um den Verein. Entscheidend ist, dass wir den Klub wieder in die richtige Spur bekommen und dass wir mit der Mannschaft Punkte holen."

16:55 Uhr

Preuß bestätigt starke Form bei Biathlon-Verfolgung, Herrmann verbessert sich

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Fünfmal hintereinander in den Top Ten: Franziska Preuß.

(Foto: imago images/Oryk HAIST)

Biathletin Franziska Preuß hat beim Weltcup in Hochfilzen in der Verfolgung als Sechste ihre ausgezeichnete Form bestätigt. Nach Platz vier im Sprint gab Preuß mit einer Strafrunde beim letzten Schießen einen möglichen Podestplatz zwar aus der Hand, für die 26-Jährige war es aber die fünfte Top-10-Platzierung in Serie.

Denise Herrmann verbesserte sich nach dem enttäuschenden 23. Platz im Sprint mit zwei Schießfehlern und einer starken Laufleistung auf Platz neun. Der Sieg ging nach 10 km in 28:24,8 Minuten an die norwegische Sprint-Siegerin Tiril Eckhoff (1 Schießfehler) vor den schwedischen Schwestern Hanna Öberg (2/+22,5 Sekunden) und Elvira Öberg (2/27,6). Zum Jahresabschluss am Sonntag (14.25 Uhr/beide ARD und Eurosport) steht das erste Massenstartrennen des Winters auf dem Programm.

16:30 Uhr

Bauman Achter, Sander enttäuscht bei Abfahrtsklassiker in Gröden

Der Norweger Aleksander Aamodt Kilde hat die Abfahrt von Gröden gewonnen. Beim ersten Speedklassiker der Ski-Saison verwies der letztjährige Weltcup-Gesamtsieger den Amerikaner Ryan Cochran-Siegle (+0,22 Sekunden) und Beat Feuz aus der Schweiz (+0,54) auf die weiteren Plätze. Mit seinem Favoritensieg übernahm Kilde auch wieder die Führung im Kampf um den Gesamtweltcup. 24 Stunden zuvor hatte er auch den Super-G in Gröden gewonnen.

Für die deutschen Starter sprang ein achter Platz von Romed Baumann (+0,90) heraus. Andreas Sander, der tags zuvor im Super-G noch Fünfter geworden war, landete auf der Saslong-Strecke auf dem 16. Rang (+1,53). Manuel Schmid (32.), Josef Ferstl (33.), Simon Jocher (37.) und Dominik Schwaiger (42.) verpassten dagegen die Punkteränge.

15:28 Uhr

"Unprofessionell": Zorc schimpft auf seine Mannschaft

Borussia Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc geht mit der Mannschaft wegen des mangelhaften Defensiv-Verhaltens bei Standardsituationen hart ins Gericht. Der BVB habe bei Union Berlin am Freitag (1:2) zum wiederholten Male "durch zwei billige Eckbälle verloren", sagte Zorc den Zeitungen der Funke Mediengruppe: "Das ist unprofessionelles Verhalten."

Es könne nicht angehen, "dass man zweimal in kurzer Zeit ein Spiel nur durch zwei Gegentore nach Eckbällen verliert. Gegen Köln war es bei den Eckbällen genauso grausam", schimpfte der 58-Jährige: "Das ist doch einfach zu verteidigen, das schaffen die anderen Mannschaften gegen uns doch auch. Da fehlt uns die richtige Haltung und Konzentration."

Zorc sprach auch "Probleme im gesamten Offensivbereich" an: "Wir brauchen eine persönlich, individuell bessere Leistung unserer Offensivspieler. Sie haben es alle schon deutlich besser gezeigt, jetzt aber schon über einen längeren Zeitraum nicht mehr." Den neuen Trainer Edin Terzic sprach Zorc von Kritik frei. "Bislang hatte Edin kaum die Zeit, mit der Mannschaft zu trainieren", sagte der Sportdirektor.

14:41 Uhr

Schalke-Legende kritisiert Mannschaft hart

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Benedikt Höwedes musste das Königsblau 2019 ablegen.

(Foto: dpa)

Der frühere Schalke-Kapitän Benedikt Höwedes glaubt nicht an sofortige Veränderungen nach dem Trainerwechsel von Manuel Baum zu Huub Stevens. "Ich bin fast geneigt zu sagen: Täglich grüßt das Murmeltier", sagte der Ex-Nationalspieler vor dem Stevens-Debüt gegen Arminia Bielefeld bei Sky. "Ich glaube nicht, dass ein Trainer, der neu reinkommt allzu viel bewirken kann." Dieser könne eine neue Ansprache halten und neue Impulse bringen. "Aber er kann taktisch auch nicht allzu viel verändern."

Der Weltmeister von 2014 hatte von 2007 bis 2018 für die Schalker Profis gespielt. Angesichts der Krise seines Ex-Klubs (bis Samstag 28 Spiele ohne Sieg) bemängelte der 32-Jährige das fehlende Konzept der Vereinsführung. "Was vorhanden ist, ist eine Truppe, die aus mehreren verschlissenen Trainern zusammengestellt ist. Dementsprechend passt die Mischung nicht", sagte er. "Ich bin der Meinung, dass die Spieler in die Pflicht genommen werden müssen."

Die Mannschaft sei besser als Tabellenplatz 18. "Das muss man von dieser Mannschaft erwarten", sagte Höwedes, der allerdings kritisierte: "Das ist keine Truppe, die zusammen durchs Feuer geht, so zumindest meine Wahrnehmung von außen." Die Schalker hatten sich am Freitag von Baum getrennt und Ex-Trainer Stevens als Interimslösung zunächst für zwei Spiele vorgestellt.

13:37 Uhr

Klopp zum Welttrainer gewählt: Mourinho witzelt über "armen Flick"

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Mourinho hätte Flick den Titel des Welttrainers gegönnt.

(Foto: imago images/Sven Simon)

Die Welttrainer-Wahl der Fifa schlägt weiter hohe Wellen. Nun hat sich auch José Mourinho in die Debatte um Sieger Jürgen Klopp (FC Liverpool) und den unterlegenen Triple-Coach Hansi Flick vom FC Bayern eingebracht. Mit Klopp hatte sich Mourinho erst unter der Woche beim Aufeinandertreffen in der Premier League verbale Scharmützel geliefert. Nun sagte "The Special One" auf einer Pressekonferenz: "Ich glaube, die einzige Siegchance für Flick ist, dass der FC Bayern noch zwei oder drei weitere Wettbewerbe findet, in denen er gewinnen kann."

Damit spielte Mourinho auf die Diskrepanz zwischen Klopps und Flicks Titel-Ausbeute im Jahr 2020 an. Während der Liverpool-Coach "nur" den nationalen Meistertitel geholt hatte, sahnte sein Trainerkollege in München alles ab, was möglich war. "Vielleicht gewinnt er den Award, wenn er sieben Titel in einer Saison holt. Ich glaube, er hat nur die Champions League, die Bundesliga, den DFB-Pokal, Europas Supercup und den deutschen Supercup gewonnen. Er hat nur fünf gewonnen. Und den größten von allen", stellte Mourinho ironisch fest und sprach vom "armen Flick".

12:42 Uhr

"Trainer wollten was sehen": Dritter deutscher Bob-Dreifach-Erfolg

Stephanie Schneider hat sich bei ihrer Rückkehr in den Bob-Weltcup gleich mit einem Sieg zurückgemeldet. Beim deutschen Dreifacherfolg fuhr die Pilotin vom WSC Oberwiesenthal, die sich zunächst nicht für das deutsche Weltcup-Team qualifiziert hatte, mit ihrer Winterberger Anschieberin Leonie Fiebig auf Rang eins.

Zweite wurde Laura Nolte, die mit ihrer Winterberger Vereinskollegin Deborah Levi im ersten Lauf in 52,88 Sekunden Bahnrekord fuhr. Im Finallauf leistete sich die deutsche Meisterin gleich in Kurve eins aber einen Patzer und wurde somit von Schneider noch abgefangen.

"Es war eine verrückte Woche. Die Trainer wollten was sehen beim Start und in der Bahn. Wir haben natürlich vom Fehler von Laura profitiert, das tut mit leide für sie. Man sieht aber, wie eng es bei uns zugeht", sagte Schneider.

Kim Kalicki und Ann-Christin Strack kamen auf Rang drei und komplettierten den dritten deutschen Dreifach-Erfolg in diesem Winter. Die in diesem Winter noch sieglose Kalicki führt jedoch in der Weltcup-Gesamtwertung.

12:03 Uhr

Schlimmer Sturz, schlimme Folgen: Skirennläuferin fällt lange aus

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Nicole Schmidhofer stürzte schwer.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Die österreichische Skirennläuferin Nicole Schmidhofer hat sich bei ihrem schlimmen Sturz bei der Weltcup-Abfahrt in Val d'Isere wie befürchtet einen Kreuzband- und Seitenbandriss im linken Knie zugezogen. Damit fällt die Super-G-Weltmeisterin von 2017 für den Rest der Saison mit der WM im Februar in Cortina d'Ampezzo aus. Schmidhofer war in einer Hochgeschwindigkeitspassage gestürzt und hatte mit ihren Skiern den ersten Fangzaun durchbrochen.

Schmidhofers Sturz war kein Einzelfall. An gleicher Stelle kamen auch Gesamtweltcupsiegerin Federica Brignone (Italien), die Schweizerin Joana Hählen, die US-Amerikanerin Alice McKennis und Laura Gauche (Frankreich) zu Fall. Auch die deutsche Hoffnungsträgerin Kira Weidle war im Training an dieser Stelle gestürzt.

11:31 Uhr

Kimmich verteidigt Löw - und wirbt für Doppel-Comeback

Nationalspieler Joshua Kimmich hat Bundestrainer Joachim Löw gegen die jüngste Kritik in Schutz genommen. Löw habe im Gegensatz zu einem Vereinstrainer nicht die Möglichkeit, regelmäßig zu trainieren und zu spielen, sagte der Bayern-Profi dem Deutschlandfunk: "Der macht einen Umbruch und sieht uns dann ein Jahr nicht während Corona."

  • Trotzdem merke auch er, dass dem DFB-Team die Zeit davonlaufe, meinte Kimmich. "Wir haben es nicht geschafft, eine gewisse Konstanz zu entwickeln und unser Talent auf den Platz zu bekommen", sagte er über die jüngsten Länderspiele mit dem 0:6 zum Abschluss in Spanien. Es sei deshalb "ein Segen" gewesen, dass die EM auf 2021 verschoben wurde. "So wie wir gespielt haben, wäre das in diesem Sommer schwierig geworden."
  • Helfen könnten bei der EURO seiner Meinung nach seine von Löw ausgebooteten Teamkollegen Thomas Müller und Jerome Boateng. "Für mich sind das die besten Spieler Deutschlands. Aber der Bundestrainer muss da entscheiden", sagte er.
10:37 Uhr

"Keine gute Idee": Marketing-Gag ärgert Bayer-Trainer

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Peter Bosz stört sich am augenzwinkernden Verliererimage seines Klubs.

(Foto: AP)

Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz hält nichts von der Vermarktung des Begriffs "Vizekusen". Der Coach des Clubs, der wegen seiner verpassten Titel und häufigen zweiten Plätze den Begriff übernommen hat, spricht lieber von einer Siegermentalität. "Und wenn Sie mich fragen - 'Vizekusen' vermarkten zu lassen, ist aus meiner Sicht keine besonders gute Idee gewesen. Ich will immer gewinnen. Jedes Trainingsspiel. Jedes Kartenspiel mit meinen Kindern", sagte der 57-Jährige dem "Sportbuzzer".

"Es bringt mir auch nichts, mir den Kopf zu zerbrechen, ob wir titelreif sind oder nicht. Verlieren wir zwei, drei Spiele, wäre das für niemanden mehr ein Thema, und die Medien würden vielleicht wieder von 'Vizekusen' sprechen", sagte Bosz vor dem Top-Spiel der Fußball-Bundesliga gegen den FC Bayern München an diesem Samstagabend (18.30 Uhr/Sky).

09:57 Uhr

"Weiterführen, was er begann": Späte Ehrung für Michael Schumacher

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Michael Schumacher ist nicht nur Rekordweltmeister.

(Foto: imago images/Motorsport Images)

Besondere Ehre für Michael Schumacher: Der Formel-1-Rekordweltmeister wurde bei der Gala des Automobil-Weltverbandes Fia mit dem President Special Award geehrt. Fia-Präsident Jean Todt würdigte die Erfolge der beiden erfolgreichsten Fahrer der Motorsport-Königsklasse und "die Inspiration, die ihr sportliches und persönliches Engagement in die Welt gebracht hat".

Stellvertretend für Schumacher, der seit seinem schweren Skiunfall vor knapp sieben Jahren in der Öffentlichkeit nicht mehr in Erscheinung getreten ist, nahm seine Ehefrau Corinna die Auszeichnung in Genf entgegen.

"Michael hatte immer schon ein großes Herz, um etwas für Menschen zu bewegen, die in Not sind. Für ihn war das immer eine große Freude. Mit der Keep-Fighting-Kampagne wollten wir weiterführen, was er begonnen hat", sagte sie.

09:13 Uhr

"Nasse Schlüpper" im sportlich-spaßigen Adventskalender

Fußball, Formel und Fauxpas - hier kommt das Jahr in Sport und Spaß. Unser Adventskalender blickt bis, Überraschung, Heiligabend jeden Tag hinter eine Tür und präsentiert skurrile, skandalöse und eskalative Glanzlichter, Entgleisungen und Pannen des Sport-Jahres 2020 im Video.

08:37 Uhr

Bitter hätte "die WM mit sehr kleinen Kindern niemals spielen können"

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Johannes Bitter stünde dem neuen Bundestrainer Alfred Gislason für den WM-Kader zur Verfügung.

(Foto: imago images/foto2press)

Nationaltorhüter Johannes Bitter möchte an der Handball-WM im Januar in Ägypten teilnehmen, er zeigt aber Verständnis für die vielen Absagen aus familiären Gründen im deutschen Team. "Jeder in der Nationalmannschaft kann das total nachvollziehen, wenn jemand absagt. Das ist menschlich", sagte der Weltmeister von 2007 der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Bei ihm sei die Situation "anders", erklärte Bitter: "Mit sehr kleinen Kindern hätte ich diese WM niemals spielen können. Aber meine Kinder sind älter, selbständiger, und ich möchte in diesem Jahr mit den Olympischen Spielen einfach dabei sein."

  • Zuletzt hatten in Patrick Wiencek, Hendrik Pekeler, Steffen Weinhold und Finn Lemke vier gestandene Nationalspieler ihren Verzicht auf die Teilnahme an der WM (13. bis 31. Januar) erklärt. Für eine Absage oder Verschiebung des Turniers hätte er Verständnis, erklärte Bitter.
  • Bitter zeigte Verständnis für Kritik an der Austragung, während sich Deutschland im harten Lockdown befinde, doch "das müssen wir tun, um den Handball am Leben zu halten. Wir wissen, wie groß der Kollateralschaden wäre, wenn diese WM nicht stattfindet und das nächste Turnier vielleicht auch nicht. Auch für die nächste Generation muss das System am Leben gehalten werden."
07:49 Uhr

Nationalspieler beschenkt Pflegekräfte

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Antonio Rüdiger war zuletzt Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

(Foto: imago images/Karina Hessland)

Fußball-Nationalspieler Antonio Rüdiger hat mit einer besonderen Geste seine Wertschätzung für das am Limit arbeitende Pflegepersonal auf Covid-19-Stationen gezeigt. Der 27-Jährige spendierte in dieser Woche dem Pflegepersonal von 13 Kliniken ein Mittagessen. "Die Personen, die dort arbeiten, leisten eine unglaubliche Arbeit. Für mich sind das alles Ehrenmänner und Ehrenfrauen. Mit dieser Aktion möchte ich vor allem Danke sagen", sagte Rüdiger im Gespräch mit Spox und Goal.

"Danke an die vielen Krankenhausmitarbeiter, die sich und ihre Gesundheit selbst hinten anstellen, um anderen Menschen zu helfen. Mir ging es dabei vor allem um die Geste", meinte der 27-Jährige: "Allerdings sollte man sich nicht nur dieses Jahr bei den Mitarbeitern bedanken, sondern jedes Jahr - und nicht nur während einer weltweiten Pandemie."