Samstag, 20. Februar 2021Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau und Till Erdenberger
20:18 Uhr

Kuriose Blitz-Regeländerung soll WM-Slalom retten

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Die WM-Strecken in Cortina haben es schwer.

(Foto: imago images/GEPA pictures)

Der Ski-Weltverband Fis hat für das letzte Rennen der Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo eine außergewöhnliche Regeländerung beschlossen. Beim Slalom morgen werden im zweiten Durchgang nur die besten 15 Fahrer in umgekehrter Reihenfolge starten und nicht wie normal die besten 30 des ersten Laufes.

Der Grund für die Modifikation ist die Sorge um die Piste: Wegen der warmen Temperaturen könnte der Schneeuntergrund im 2. Lauf derart aufweichen, dass er von Sportler zu Sportler schwieriger zu befahren ist. Wenn mit dem 15. des ersten Laufes begonnen wird, wird für die Schnellsten noch mit einer verhältnismäßig intakten Piste gerechnet. Nach den besten 15 gehen dann die restlichen Fahrer beginnend vom 16. des ersten Durchgangs aufwärts ins Rennen.

Allerdings bedeutet das auch, dass man als Fahrer jenseits der Top 15 im ersten Durchgang kaum noch Chancen hat, im Finale auf die Spitzenränge vorzufahren. Das hatte zuletzt häufig den Reiz der Slaloms ausgemacht.

19:03 Uhr

"Der Druck ist da": Der Fall Huntelaar wird immer bitterer

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Klaas-Jan Huntelaar bleibt außen vor.

(Foto: imago images/Team 2)

Neuzugang Klaas-Jan Huntelaar geht nach seinem Faserriss von einer längeren Pause aus, strebt aber dennoch eine möglichst schnelle Genesung an. "Der Druck ist da, ich will so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen", sagte der 37 Jahre alte Niederländer bei Sky. "Jetzt mit dem Faserriss muss ich ein bisschen länger warten, aber ich hoffe, es geht so schnell wie möglich", ergänzte der Angreifer.

Der Bundesliga-Letzte hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass Huntelaar dem Klub im Abstiegskampf vorerst nicht zur Verfügung stehen werde. Der Stürmer, der erst Mitte Januar von Ajax Amsterdam zurückgekehrt war und seitdem erst einen Kurzeinsatz absolviert hat, werde wegen muskulärer Probleme bis auf Weiteres ein individuelles Aufbautraining absolvieren. "Ich gebe alles dafür, ich bin positiv", sagte der Niederländer nun zu seinen Comeback-Plänen

18:19 Uhr

Wichtige Infos: Karius enthüllt seinen Flaschen-Trick

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Wäre im Falle des Pfiffes vorbereitet: Loris Karius.

(Foto: imago images/Contrast)

Wenn der SC Freiburg einen Elfmeter bekommen hätte, wäre Loris Karius bestens vorbereitet gewesen. Denn auf einer roten Trinkflasche des Torhüters vom 1. FC Union Berlin klebte am Samstag ein kleiner, weißer Zettel. Was darauf stand? Offensichtlich detaillierte Informationen zu potenziellen Strafstoßschützen der Breisgauer. "Das kann man dann als Stütze nehmen, wenn man's braucht", erzählte Karius nach dem 1:0-Sieg der Berliner bei Sky. Der TV-Sender hatte die rote Flasche zuvor per Kamera eingefangen.

Die Notizen könnten ihm im Fall der Fälle helfen, sagte der 27-Jährige. "Einfach, dass man eine Idee hat, wie der Schütze so denkt und dass sich dadurch dann prozentual die Wahrscheinlichkeit erhöht, zu wissen, wohin er schießt." Benutzen musste er seine Informationen im Schwarzwald-Stadion allerdings nicht. Die Freiburger blieben fast das gesamte Spiel über harmlos und bekamen auch keinen Elfmeter zugesprochen.

17:16 Uhr

3. Liga: Spitzentrio hält sich schadlos

Spitzenreiter SG Dynamo Dresden sowie die Verfolger FC Ingolstadt und FC Hansa Rostock haben im Kampf um den Aufstieg in die 2. Fußball-Bundesliga ihre Pflichtaufgaben gemeistert. Im Sachsen-Derby setzte sich die SGD mit 2:0 (2:0) beim FSV Zwickau durch und behauptete ihren Drei-Punkte-Vorsprung an der Tabellenspitze. Bei Pascal Sohms Treffer zum 1:0 spielte der Pfosten mit (38.), in der zweiten Minute der Nachspielzeit der ersten Halbzeit verwandelte Christoph Daferner einen Handelfmeter. Dahinter bleiben die Ingolstädter mit 44 Zählern dran. Sie schlugen den 1. FC Kaiserslautern mit 1:0 (0:0) und sorgten zum zweiten Mal nacheinander in der Schlussphase für die Entscheidung. Die Roten Teufel unterlagen im dritten Anlauf erstmals unter Trainer Marco Antwerpen. Die Hanseaten (42 Punkte) blieben zum siebten Mal nacheinander ungeschlagen und bezwangen den SV Waldhof Mannheim mit 1:0 (1:0).

Der TSV 1860 München patzte dagegen. Die Löwen verschossen einen Strafstoß und kassierten beim Aufsteiger 1. FC Saarbrücken eine 1:2 (0:1)-Pleite. In der Tabelle wurden sie von Türkgücü München vom vierten Platz verdrängt. Der Stadtrivale gestaltete beim 2:0 (1:0) bei Schlusslicht VfB Lübeck auch das zweite Spiel unter Interimstrainer Andreas Pummer erfolgreich. Im Kellerduell holte der MSV Duisburg beim 2:1 (1:1) gegen die SpVgg Unterhaching einen wichtigen Sieg. Beim Einstand von Trainer Pavel Dotchev traf Connor Krempicki nur 40 Sekunden nach seiner Einwechslung zum Endstand. Somit verlassen die Zebras mit jetzt 24 Punkten die Abstiegszone.

16:27 Uhr

FC Chelsea rettet mit Glück Tuchels Serie

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Thomas Tuchel bleibt in der Premier League ungeschlagen.

(Foto: imago images/PA Images)

Trainer Thomas Tuchel ist mit dem FC Chelsea weiter unbesiegt. Allerdings kamen seine Blues mit den deutschen Fußball-Nationalspielern Timo Werner und Antonio Rüdiger in der Startelf in der englischen Premier League nicht über ein 1:1 (0:1) beim FC Southampton hinaus.

Drei Tage vor dem Achtelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Atletico Madrid bescherte Mason Mount (54.) der Tuchel-Elf per Strafstoß immerhin einen Punkt in Southampton. Kai Havertz stand verletzungsbedingt nicht im Kader. Die Gastgeber waren im St. Mary's Stadium zuvor durch ein Tor von Liverpool-Leihgabe Takumi Minamino (33.) in Führung gegangen.

Die Mannschaft des ehemaligen Leipzig-Coachs Ralf Hasenhüttl hätte in der zweiten Hälfte erneut in Führung gehen können, Jannik Vestergaard köpfte den Ball in der 74. Minute jedoch an den Querbalken. In der Premier-League-Tabelle blieb Chelsea zunächst auf dem vierten Platz. Der FC Liverpool hatte aber am Samstagabend die Chance, die Blues durch einen Derbysieg mit mindestens drei Toren Unterschied gegen den FC Everton zu überholen.

16:12 Uhr

Neue Weltmeisterin beendet sagenhafte Shiffrin-Ära

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Liensberger ist jetzt zweifache Weltmeisterin von Cortina.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency)

Katharina Liensberger aus Österreich hat sich bei der Ski-WM in Cortina d'Ampezzo zur neuen Königin im Slalom gekrönt. Die 23 Jahre Vorarlbergerin siegte mit zwei starken Läufen deutlich und mit genau einer Sekunde Vorsprung vor Petra Vlhova (Slowakei).

  • Für Mikaela Shiffrin (USA), die seit 2013 alle vier WM-Rennen gewonnen hatte, reichte es nach einem schwachen ersten Lauf nach Gold in der Kombination, Silber im Riesenslalom und Bronze im Super-G immerhin noch zu Platz drei und damit einer vierten Medaille.
  • Letzte Weltmeisterin im Slalom war vor der Ära Shiffrin Marlies Schild aus Österreich 2011 in Garmisch-Partenkirchen gewesen.
  • Liensberger gewann ihr zweites Gold nach dem Parallel-Rennen, wo sie zeitgleich mit Marta Bassino (Italien) Platz eins belegt hatte. Im Riesenslalom war sie zudem Dritte geworden.
  • Lena Dürr schmälerte ihre gute Leistung im ersten Lauf durch eine schwache Fahrt im zweiten. Sie fiel vom guten siebten auf den enttäuschenden 14. Platz zurück. Andrea Filser fuhr dagegen vom 27. auf den 20. Platz nach vorne - besser war sie in einem Slalom nie gewesen.
15:40 Uhr

Corona-Quartett: Salihamidzic "kann nicht sagen, wie es kommt"

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Hasan Salihamidzic wundert sich über die vielen Corona-Fälle beim FC Bayern.

(Foto: SVEN SIMON / Pool)

Bayern Münchens Sportvorstand Hasan Salihamidzic hat keine Erklärung für die vielen Coronafälle innerhalb des Teams. "Ich bin kein Mediziner. Ich kann nicht sagen, wie es kommt. Aber wir halten uns sehr streng an die Vorgaben", sagte Salihamidzic dem TV-Sender Sky am Samstag und fügte hinzu: "Den Jungs muss man ein Kompliment machen, wie gut sie sich daran halten. Wir lassen uns jeden Tag testen. Ich wüsste nicht, was wir mehr machen können."

In dieser Woche ist Abwehrspieler Benjamin Pavard positiv auf das Coronavirus getestet worden. Neben dem Franzosen befindet sich aktuell auch Thomas Müller nach einem positiven Corona-Test während der Klub-Weltmeisterschaft in Katar weiterhin in häuslicher Isolation. Kurz davor hatten sich auch die Mittelfeldspieler Leon Goretzka und Javi Martínez mit dem Virus infiziert.

15:13 Uhr

Schreck für Frankfurt: Torjäger-Duell fällt aus

Eintracht Frankfurt muss im Topspiel der Fußball-Bundesliga gegen Tabellenführer Bayern München auf Torjäger André Silva verzichten. Der portugiesische Nationalstürmer fällt für die Partie (15.30 Uhr) wegen Rückenproblemen aus. Damit fällt auch das Duell der gefährlichsten Angreifer der Saison mit Robert Lewandowski aus.

Silva wird ersetzt durch Luka Jovic, der erstmals seit seiner Ausleihe von Real Madrid in der Startelf steht. Die Bayern können wieder auf Abwehrspieler Jérôme Boateng bauen, der zuletzt bei der Klub-WM und gegen Arminia Bielefeld aus privaten Gründen gefehlt hatte. Der von einer Corona-Infektion genesene Leon Goretzka sitzt zunächst nur auf der Bank.

14:30 Uhr

Gladbachs Nachwuchschef will "keine Berater am Tisch"

Borussia Mönchengladbachs Nachwuchsdirektor Roland Virkus sieht die frühe Bindung junger Fußballer an Berater kritisch. "Wir wollen eigentlich keine Berater am Tisch haben. Bis zu einem gewissen Alter sind die besten Berater die Eltern", sagte Virkus der "Rheinischen Post".

  • Diese hätten "oft Angst, dass ein Klub einen Spieler über den Tisch zieht. Aber das kann ja nicht unser Gedanke sein." Daher dürfe Geld "niemals eine Rolle spielen".
  • Ohnehin sieht Virkus die Borussia im Nachwuchsbereich angesichts der starken West-Konkurrenz im Nachteil. "Hier gibt es Vereine, die finanziell deutlich anders aufgestellt sind als wir. Aber auch Vereine wie RB Leipzig kommen mittlerweile hier rüber, um zu scouten. Wenn Dortmund oder Leverkusen einen Spieler haben wollen, dann kriegen sie ihn", sagte er.
13:24 Uhr

Bericht: BVB will nächste Top-Personalie spektakulär klären

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Michael Zorc muss bald ersetzt werden.

(Foto: dpa)

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund prüft einem Medienbericht zufolge eine Rückkehr von Funktionär Sven Mislintat. Im März soll es dazu nach Informationen der "Ruhr Nachrichten" ein Treffen von Klubchef Hans-Joachim Watzke mit dem früheren BVB-Scout geben, der aktuell beim Ligakonkurrenten VfB Stuttgart Sportdirektor ist. Offizielle Stellungnahmen gab es dazu nicht.

  • Mislintat ist dem Bericht zufolge in Dortmund eine Option für die Nachfolge von Manager Michael Zorc, der nach der kommenden Saison aufhört. Bislang gilt Ex-Profi Sebastian Kehl, aktuell Leiter der Lizenspieler-Abteilung beim BVB, als heißer Kandidat für den Job. Laut "Ruhr Nachrichten" ist auch eine Doppellösung denkbar.
  • Elf Jahre lang arbeitete Mislintat in der Scouting-Abteilung des BVB. Als Entdecker späterer Superstars wie Robert Lewandowski, Pierre-Emerick Aubameyang oder Ousmane Dembélé verdiente er sich beim Boulevard den Spitznamen "Diamantenauge".
  • Anfang der Woche wurde bekannt, dass der BVB Trainer Marco Rose von einem Wechsel aus Mönchengladbach überzeugen konnte.
13:21 Uhr

Deutsche Nationalmannschaft holt Bronze

Die deutsche Badminton-Nationalmannschaft hat bei der Mixed-EM in Vantaa/Finnland die Überraschung gegen Rekordeuropameister Dänemark knapp verpasst und muss sich mit Bronze zufriedengeben. Das Team von Bundestrainer Detlef Poste unterlag im Halbfinale dem 17-maligen Titelträger mit 2:3.

  • Dänemark spielt im Finale gegen Frankreich (Samstag, 14.00 Uhr), die deutschen Profis dürfen sich neben der Medaille auch über die Qualifikation für die "Sudirman Cup" genannte WM freuen.
  • "Die Chance war da. Wir konnten sie leider nicht nutzen", sagte Martin Kranitz, Sportdirektor des Deutschen Badminton-Verbandes (DBV). Das Mixed Mark Lamsfuß/Isabel Herttrich und Lamsfuß/Marvin Seidel im Doppel holten die Punkte für die deutsche Auswahl. Yvonne Li im Einzel sowie Herttrich und Kilasu Ostermeyer im Doppel unterlagen jeweils knapp in drei Sätzen. Chancenlos war Max Weißkirchen gegen Ex-Weltmeister Viktor Axelsen.
  • Schon in der Vorrunde hatte Deutschland mit 2:3 gegen Dänemark verloren.
12:25 Uhr

Entrüstung über Kleidervorschrift: Borger/Sude verzichten auf Katar-Turnier

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Die Beachvolleyballerinnen sind sonst deutlich spärlicher bekleidet.

(Foto: imago images/Beautiful Sports)

Die Beachvolleyballerinnen Karla Borger und Julia Sude verzichten wegen der Kleidervorschrift auf ihre Teilnahme am World-Tour-Turnier in Katar. "Wir wollen das nicht mittragen", sagte Sude dem "Spiegel".

  • Ein Start in Shirts und knielangen Hosen kommt für das derzeit beste deutsche Beachvolleyball-Team nicht infrage.
  • Nach sieben Männerturnieren dürfen im März erstmals auch Frauen am Event in Doha teilnehmen. Doch die Behörden haben eine Kleiderordnung festgelegt. Der Weltverband FIVB teilte auf Spiegel-Nachfrage mit, man "respektiere die Kultur und Traditionen des Gastgeberlandes".
  • "Es geht gar nicht um wenig anhaben oder nicht. Es geht darum, dass wir in unserer Arbeitskleidung nicht unsere Arbeit machen können", sagte Sude: "Das verstehe ich nicht."
12:07 Uhr

Mixed-Team springt verhaltene WM-Generalprobe

Das deutsche Mixed-Team um Skiflug-Weltmeister Karl Geiger hat im letzten Wettbewerb vor der Heim-WM das Podest klar verpasst. Luisa Görlich, Pius Paschke, Anna Rupprecht und Schlussspringer Geiger kamen in dem selten ausgetragenen Format mit 875,8 Punkten auf den fünften Rang.

Der Sieg beim Weltcup im rumänischen Rasnov ging an Norwegen (968,7) vor Slowenien (945,3) und Österreich (924,6).

11:41 Uhr

Ganz anderer Sport, aber der Sohn von Steffi Graf gibt sein Debüt

Jaden Agassi hat ein erfolgreiches Debüt als College-Baseballspieler in der Pac-12-Conference gefeiert. Der Sohn der ehemaligen Tennis-Superstars Andre Agassi und Steffi Graf gewann mit den University of South California Trojans 3:2 gegen Loyola Marymount. Der 19-jährige Jaden Agassi gilt als Talent mit großem Potenzial. Auf der USC-Homepage wurde er unter den besten Spielern der Partie geführt.

11:24 Uhr

In Majorfinals unbesiegt: Osaka triumphiert in Melbourne

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So sieht Freude aus.

(Foto: imago images/AAP)

Die japanische Starspielerin Naomi Osaka hat bei den Australian Open ihren vierten Grand-Slam-Titel gewonnen. Die 23-Jährige setzte sich im Endspiel mit 6:4, 6:3 gegen Jennifer Brady aus den USA durch und bleibt in Majorfinals unbesiegt. In Melbourne ist es für Osaka der zweite Triumph nach 2019, zweimal gewann sie auch die US Open (2018, 2020).

Osaka schaffte es wie Angelique Kerber 2016, im Turnierverlauf Matchbälle abzuwehren und das Event zu gewinnen. Im Achtelfinale hatte sie gegen Garbine Muguruza (Spanien) kurz vor dem Aus gestanden. Brady, die vom Regensburger Michael Geserer trainiert wird, verpasste in ihrem ersten Grand-Slam-Finale ihren ersten großen Titel.

10:57 Uhr

Peinliche Panne: Ausrüster gratuliert Djokovic zum Australian-Open-Sieg

Eine PR-Panne des Schläger-Ausrüsters von Tennis-Superstar Novak Djokovic hat vor dem Männerfinale der Australian Open für Aufsehen gesorgt. Der Sponsor (HEAD) gratulierte dem serbischen Rekordsieger in einer Werbe-Mail schon vor dem Showdown gegen den Russen Daniil Medwedew am Sonntag (9.30 Uhr im ntv.de-Liveticker) zum neunten Triumph beim Grand-Slam-Turnier in Melbourne.

  • Tennis-Journalist Ben Rothenberg machte via Twitter auf den Fauxpas aufmerksam. "Herzlichen Glückwunsch Novak", hieß es in dem Schreiben, das den "Djoker" als "rekordbrechenden neunmaligen Australian-Open-Champion" feierte.
  • Der Fehler fiel offenbar schnell auf, denn zügig folgte eine Korrektur: "Ups - wir waren etwas voreilig. Was wir sagen wollten ... Viel Glück im Australian-Open-Endspiel 2021, Novak."
10:22 Uhr

Kruse spricht über Interesse der Bayern und aus Liverpool

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Kruse spielt statt in Liverpool nun in Berlin.

(Foto: imago images/Matthias Koch)

Union Berlins Max Kruse stand nach eigener Aussage vor gut eineinhalb Jahren beim Rekordmeister FC Bayern München zumindest auf einer erweiterten Kandidatenliste. Der heutige Sportvorstand Hasan Salihamidzic habe ihn "angerufen, oder er hat mir eine Nachricht geschickt, ich bin mir jetzt nicht ganz sicher", erzählt Kruse im Podcast "Spieltagssiegerbesieger" der Fußballmanager-App "Kickbase".

  • Salihamidzic habe ihm mitgeteilt, dass er sich im Verlauf der Woche melde. "Hat er natürlich nicht", sagte Kruse, der seit dieser Saison für die Berliner spielt, und ergänzte scherzhaft: "Ich sitze immer noch vorm Handy."
  • Bei großen Vereinen sei das so, meinte der Ex-Nationalspieler, dass mehrere Leute "auf hold" gestellt würden.
  • Im Sommer 2019 war Kruses Vertrag bei Werder Bremen ausgelaufen, der Stürmer wechselte dann in die Türkei zu Fenerbahce Istanbul. Deutlich konkreter sei zu dieser Zeit das Interesse des FC Liverpool mit Trainer Jürgen Klopp gewesen, berichtete Kruse. "Da habe ich seit Februar, März Kontakt gehabt. (...) Mit Jürgen Klopp zu sprechen, war auch schon eine geile Sache. Das hätte ich natürlich gemacht."
  • Liverpool habe sich letztendlich in der Personalplanung aber umentschieden. "Das war enttäuschend, aber so ist es im Fußball", sagte Kruse.
09:40 Uhr

Kluivert spricht über den "schlimmsten Moment meines Lebens"

Der schreckliche Zusammenbruch seines früheren Ajax-Teamkollegen Abdelhak Nouri hat Justin Kluivert nachhaltig geprägt. "Das war der schlimmste Moment meines Lebens. Ich stand einfach nur unter Schock, konnte es gar nicht glauben", sagte 21 Jahre alte Profi von RB Leipzig im Interview mit Goal und Spox.

  • "In der einen Sekunde stehst Du noch mit ihm auf dem Platz und machst Späße und in der nächsten Sekunde ist alles anders. Es ging so unglaublich schnell."
  • Nouri hatte 2017 im Testspiel von Ajax Amsterdam gegen Werder Bremen einen Herzstillstand erlitten und bleibende Hirnschäden davongetragen.
  • Er habe lange gebraucht, um dieses Erlebnis zu verarbeiten, sagte Kluivert: "Ich habe viel nachgedacht, mich immer wieder an die vielen schönen, gemeinsamen Momente mit ihm erinnert."
09:15 Uhr

Die Preußen trauern um ihren ersten Bundesligatorschützen

Preußen Münster trauert um seinen ersten Bundesligatorschützen. Wie der Regionalligist bekannt gab, ist Falk Dörr bereits am Montag im Alter von 79 Jahren gestorben.

Dörr erzielte am 24. August 1963 im ersten Bundesligaspiel der Preußen gegen den Hamburger SV (1:1) vor 30.000 Zuschauern das Tor zum 1:0 (70.). Dörr spielte 14 Jahre lang für Münster, er lief in der Bundesliga, der Oberliga West sowie der Regionalliga insgesamt 335 Mal für den Klub auf und kam dabei auf 51 Treffer

08:25 Uhr

Turnierdirektor Lahm: EM in einem Land ist "absolut kein Szenario"

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Will unbedingt zwölf Länder bespielen: Lahm.

(Foto: picture alliance/dpa)

Laut Philipp Lahm gibt es derzeit keine Überlegungen, die paneuropäische Fußball-EM 2021 wegen der Corona-Pandemie nur in Deutschland auszutragen. "Das ist aktuell absolut kein Szenario, das kann ich ganz klar sagen", sagte der frühere Nationalmannschaftskapitän und Turnierdirektor der EM 2024 dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.

  • Was in den kommenden Monaten passiere, könne "natürlich niemand vorhersagen", so Lahm: "Aber momentan steht überhaupt nicht zur Debatte, dass das Turnier ausschließlich in Deutschland stattfindet."
  • Die EM in zwölf Ländern auszutragen "war und bleibt eine gute Idee", sagte Lahm: "Wenn die Planungen wegen der Corona-Pandemie angepasst werden müssen, liegen diese Entscheidungen nicht mehr bei der UEFA, sondern eine Ebene darüber: bei der Politik. Aber aktuell ist es immer noch so, dass die EM in zwölf Städten stattfinden wird."
08:10 Uhr

Starker Auftritt von Theis bei Celtics-Sieg

Nach einer Zwangspause hat sich Nationalspieler Daniel Theis bei den Boston Celtics stark zurückgemeldet. Beim 121:109 des NBA-Rekordmeisters gegen die Atlanta Hawks kam der Basketballprofi aus Salzgitter auf 14 Punkte, acht Rebounds, vier Assists und drei Blocks.

  • Theis, der zuletzt wegen einer Verletzung am Zeigefinger zwei Spiele verpasst hatte, traf sieben von neun Würfen aus dem Feld. Topscorer der Celtics war Kemba Walker, dem mit 28 Punkten eine Saisonbestleistung gelang. Boston (15 Siege, 14 Niederlagen) ist im Osten Tabellenvierter.
  • Isaiah Hartenstein (2 Punkte) gewann mit den Denver Nuggets 120:103 bei den Cleveland Cavaliers. Der 22-Jährige durfte rund elf Minuten spielen.
07:37 Uhr

Verrückter Fan kauft Spieler frei für Titelgewinn

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Rodinei darf für Internacional spielen.

(Foto: imago images/Action Plus)

Ein brasilianischer Fußballfan hat für den möglichen Titelgewinn seines Herzensklubs tief in die Tasche gegriffen. Umgerechnet 230.000 Euro, exakt eine Million Real, machte Landwirtschafts-Unternehmer Elusmar Maggi locker, damit Tabellenführer Internacional Porto Alegre am Sonntag im direkten Duell gegen Titelverteidiger CR Flamengo aus Rio de Janeiro auf Außenverteidiger Rodinei zurückgreifen kann.

Der 29-Jährige war im Dezember 2019 von "Fla" ausgeliehen worden, das bei noch zwei ausstehenden Spieltagen und nur einem Punkt hinter Inter beim "Finale" auf die im Leihvertrag festgelegte Summe pocht. Doch der Titelverteidiger hat bei dem Winkelzug die Rechnung ohne den potenten Sponsor gemacht. "Unser aufrichtigster Dank", schrieb Internacional bei Twitter an den Gönner und kann den Rechtsverteidiger nun gegen dessen Ex-Klub einsetzen.