Samstag, 23. Mai 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger & Torben Siemer
21:38 Uhr

Fußballklub stellt falschen Mann als Trainer vor

Früher war Jaap Stam ein herausragender Verteidiger, mit Manchester United feierte er drei englische Meisterschaften und besiegte 1999 in einem dramatischen Champions-League-Finale den FC Bayern München. Mittlerweile ist der Niederländer 47 Jahre alt und arbeitet als Fußball-Trainer. Sein neuer Klub, der FC Cincinnati wollte ihn jüngst auf Twitter vorstellen ... und griff bei der Fotoauswahl aber mal komplett daneben. Statt Stam präsentierte sie einen Ajax-Jugendtrainer, löschten den Tweet dann und verschickten ihn mit dem richtigen Foto erneut. Unentdeckt blieb das jedoch nicht ...

20:45 Uhr

Paderborns Kapitän schreibt unrühmliche Bundesliga-Geschichte

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Wer dieses Bild sieht, ahnt, warum Gjasula so oft verwarnt wird.

(Foto: Edith Geuppert/GES/POOLRauch/nor)

Der Kapitän des Bundesligisten SC Paderborn, Klaus Gjasula, hat sich durch seine 14. Gelbe Karte in die Geschichtsbücher im Fußball-Oberhaus eingetragen. Noch nie hatte ein Spieler in der Bundesliga nach 27 Partien mehr Verwarnungen auf dem Konto als Gjasula. Der Mittelfeldspieler hatte in der 61. Minute Gegenspieler Ilhas Bebou von der TSG Hoffenheim umgegrätscht und wurde von Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus folgerichtig verwarnt. Den ewigen Rekord für die meisten Karten in einer Saison hält Tomasz Hajto, der in der Saison 1998/99 im Trikot des MSV Duisburg 16-mal Gelb gesehen hatte.

19:56 Uhr

US-Liga verhandelt mit Disney über Saison-Restart

Die nordamerikanische Basketball-Profiliga NBA hat Gespräche mit Disney über eine Fortsetzung der Saison auf dem Gelände von Disney World in Orlando bestätigt. NBA-Sprecher Mike Bass sagte nach Angaben der Nachrichtenagentur AP, die Gespräche seien aber noch in einem informellen Stadium. Das Gelände, auf dem es nahezu 24.000 Hotelzimmer gibt, solle auch für Training und Unterbringung genutzt werden. Teil von Disney World ist der ESPN Wide World of Sports Complex mit diversen Arenen. Der vor allem zu Disney gehörende US-Sender ESPN hatte berichtet, der Neustart der Saison solle noch vor Ende Juli erfolgen. Laut NBA-Sprecher Bass arbeitet die Liga mit Experten und Behörden an einem Konzept, das die Gesundheit aller Beteiligten sichern soll. Das Walt Disney World Resort ist mit einer Gesamtfläche von 15.000 Hektar einer der größten Freizeitpark-Komplexe der Welt. Aufgrund der Corona-Pandemie ist die NBA-Saison seit Mitte März unterbrochen. Zur Debatte standen zuletzt auch Spiele im Glücksspielparadies Las Vegas oder in Houston.

19:16 Uhr

Achillessehne: BVB droht Hummels-Ausfall gegen FC Bayern

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Hummels zwickt's im Bein.

(Foto: Groothuis/Witters/Pool/Witters)

Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund zittert drei Tage vor dem Topspiel gegen Bayern München um Abwehrchef Mats Hummels. Beim 2:0-Erfolg beim VfL Wolfsburg war der 31-Jährige bereits zur Pause angeschlagen ausgewechselt worden. "Ich habe kurz mit unserem Mannschaftsarzt gesprochen: Mats hat Beschwerden an der Achillessehne. Wir hoffen, dass er am Dienstag wieder spielen kann", sagte Sportdirektor Michael Zorc nach der Partie. Ersetzt wurde Hummels von Nationalspieler Emre Can, der damit nach muskulären Problemen rechtzeitig vor dem Spitzenspiel sein Comeback feierte.

18:01 Uhr

Restart-Kritiker Lauterbach findet sich auf Gladbach-Tribüne wieder

SPD-Politiker Karl Lauterbach ist einer der größten Kritiker des Bundesliga-Restarts. Trotzdem war er heute im Stadion ... zumindest fast. Borussia Mönchengladbach füllt die leeren Ränge mit Papp-Bildern auf, die Fans einschicken können. Und ganz offensichtlich hat da auch jemand ein Bild von Lauterbach eingereicht, der deshalb neben dem ebenfalls auf Pappe gedruckten Kevin Kühnert im Gästeblock "stand", wie der Vorsitzende der Jusos über Twitter verbreitete. Die Papp-Kameraden sahen einen starken Auftritt eines jungen Leverkuseners.

16:58 Uhr

Grafite berichtet von Brasiliens frischer Bundesliga-Liebe

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2009 schossen Grafite und sein Sturmpartner Edin Dzeko den VfL zur Meisterschaft.

(Foto: dpa)

Die Fußball-Bundesliga ist durch ihre Spiele während der Corona-Pandemie gerade in Brasilien sehr populär. Das sagte zumindest der frühere Bundesliga-Profi Grafite während einer Liveshow des VfL Wolfsburg zum Heimspiel gegen Borussia Dortmund. "Jeder in Brasilien schaut jetzt Bundesliga, jeder will wieder Fußball live sehen", sagte der 41 Jahre alte Brasilianer Grafite, der vor genau elf Jahren mit den Wolfsburgern deutscher Meister wurde. Die Internetshow des VfL dauert rund viereinhalb Stunden und soll die Fans dafür entschädigen, dass sie momentan nicht ins Stadion dürfen.

16:08 Uhr

"Elf Spiele in 30 Tagen, das wird absolutes Roulette"

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Der Aufsteiger liegt nach 27 von 38 Spieltagen auf Platz zwölf, der Vorsprung auf Abstiegsplatz 17 beträgt drei Punkte.

(Foto: imago images/Thomas Zimmermann)

Die Verantwortlichen von Viktoria Köln haben deutliche Kritik an den Umständen der Saison-Fortsetzung in der 3. Liga und am Deutschen Fußball-Bund (DFB) geäußert. "Wir haben immer gesagt, dass wir eine Entscheidung auf dem grünen Rasen wollen", sagte der Sportliche Leiter Marcus Steegmann in einem Video auf dem eigenen Youtube-Kanal der Kölner: "Aber dass am Vatertag fast eine Ad-hoc-Entscheidung des DFB gekommen ist, hat uns schon überrascht." Der Viktoria-Tross werde nun morgen in ein Kölner Hotel umziehen, "aber der Sinn, jetzt sechs Tage in Quarantäne zu gehen und dann wieder raus, erschließt sich mir nicht ganz", erklärte Steegmann. Trainer Pavel Dotchev stört vor allem die Belastung, die nach dem Restart am 30. Mai auf die Spieler zukommt. "Elf Spiele in 30 Tagen - das wird absolutes Roulette", sagte der Ex-Profi und erfahrene Coach. Steegmann glaubt, "dass es so eine Belastung im Profi-Fußball noch nicht gegeben hat. Darin liegt ein hohes Risiko für alle Vereine, weil die Ergebnisse noch weniger vorhersehbar sind als ohnehin schon."

15:09 Uhr

St. Pauli schreibt deutsche Fußball-Geschichte

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Geschichte geschrieben und dennoch am Ende im Regen gestanden: Jos Luhukay.

(Foto: Florian Ulrich/Jan Huebner/Pool/)

Der FC St. Pauli hat für ein Novum im deutschen Profifußball gesorgt. Im Zweitliga-Spiel am Samstag bei Darmstadt 98 wechselte Trainer Jos Luhukay vier Spieler gleichzeitig aus. In der 61. Minute gingen Borys Tashchy, Daniel Buballa, Viktor Gyökeres und Rico Benatelli vom Platz und wurden durch Johannes Flum, Henk Veerman, Dimitrios Diamantakos und Luis Coordes ersetzt. Für den Neustart in der 1. und 2. Bundesliga erlaubte die Deutsche Fußball Liga den Mannschaften, jeweils fünf Spieler pro Partie auszuwechseln. Einen Vierfach-Wechsel wie nun bei den Hamburgern hatte es am vergangenen Wochenende beim Re-Start nicht gegeben.

14:41 Uhr

Schumis treuer Partner: Die tragische Rolle des ewigen Zweiten

Um die Wartezeit auf die neue Saison zu verkürzen, präsentiert ntv.de Highlights aus der Historie der Formel 1 - passend zum Datum: Am 23. Mai feiert ein Rekordhalter der Rennserie Geburtstag: Keiner ging so oft an den Start wie Rubens Barrichello.

14:06 Uhr

Mannheim fordert DFB zur Zahlung auf

Im Dauerstreit um die Saisonfortsetzung der 3. Liga fordert der SV Waldhof Mannheim vom Deutschen Fußball-Bund nun Kosten in fünfstelliger Höhe zurück. Eine Woche vor dem geplanten Neustart am 30. Mai hat der Tabellenzweite dem DFB nach dpa-Informationen eine Rechnung über 21.000 Euro geschickt, eine weitere über etwa 58.000 Euro soll in den nächsten Tagen folgen. Dabei beruft sich der SVW auf eine Verordnung des Landes Baden-Württemberg. "Wir haben die Kosten für Desinfektionsmaterial, Masken und Arbeitszeit für den Hygienebeauftragten und seine beiden Assistenten weitergereicht", sagte Geschäftsführer Markus Kompp. Der jeweilige Hygienebeauftragte ist in den Klubs für die für den Spielbetrieb regelmäßig erforderlichen Corona-Testungen bei Spielern und Trainerteam zuständig.

"Die Kosten [...] trägt die für die Durchführung des Wettbewerbs- oder Wettkampfbetriebs verantwortliche Organisation", heißt es in der Verordnung hinsichtlich der Durchführung von sportlichen Wettkämpfen und Wettbewerben, auf die sich der Klub beruft. Die Waldhöfer werden die Kosten für das Quarantäne-Trainingslager, das Mannschaft, Trainer und Funktionsteam beziehen und das etwa 58.000 Euro kostet, ebenfalls an den Verband weiterreichen, wie Kompp ankündigte.

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13:01 Uhr

Nach geplatztem Corona-Test: Drittligist will später starten

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Ein bisschen trainieren sie ja in Magdeburg schon.

(Foto: imago images/Christian Schroedter)

Nach einer nicht durchführbaren Corona-Testreihe hat Fußball-Drittligist 1. FC Magdeburg beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Verlegung seiner ersten Punktspiele beantragt. Das teilte der Klub am Samstag mit. Demnach verlangt Magdeburg ein zweiwöchiges Mannschaftstraining, der Spielbetrieb für den Klub soll frühestens am 11. Juni beginnen. In Sachsen-Anhalt gilt noch bis 27. Mai ein Mannschaftstrainings- und Wettkampfverbot.

"Die erste Testreihe konnte am Freitag nicht durchgeführt werden, da das vom DFB gestellte Labor uns mitteilte, dass derzeit alle Testkapazitäten erschöpft sind und frühestens am Montag eine Testreihe stattfinden kann: Dadurch geraten wir in Zeitprobleme", sagte Magdeburgs Leiter Spielbetrieb Matthias Kahl.

"Bei allen hinlänglich bekannten Vorbehalten - der 1. FC Magdeburg war und ist für einen Re-Start der Liga bereit, was voraussetzt, dass für alle Klubs zumindest annähernd vergleichbare Startbedingungen gegeben sind. Das ist heute noch nicht der Fall", sagte Geschäftsführer Mario Kallnik.

12:33 Uhr

Unberechtigte Sorgen: Berlin bleibt ruhig

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Die Bilder aus dem Hinspiel konnten sich am Freitag nicht wiederholen.

(Foto: imago images/Mausolf)

Während des Bundesliga-Derbys zwischen Hertha BSC und dem 1. FC Union (4:0) ist es in Berlin nicht zu Fehlverhalten von Fußball-Fans gekommen. Wie die Polizei mitteilte, hatten die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt keinen entsprechenden Einsatz. Rund um das Olympiastadion war die Polizei mit einem großen Aufgebot vor Ort und sperrte das Gelände weiträumig ab.

Beim Hinspiel war es zu Fan-Ausschreitungen im Stadion An der Alten Försterei gekommen. Das Spiel stand damals kurz vor dem Abbruch. Daher war befürchtet worden, dass es diesmal in der Stadt zu Konfrontationen zwischen Hertha- und Union-Anhängern oder Verstößen von Fans gegen die gültigen Kontaktbeschränkungen kommen könnte.

11:13 Uhr

Vor dem Doppel-Derby: Marco Rose schmunzelt über Papp-Publikum

Am Wochenende darf man sich am Rhein auf ein Doppel-Derby freuen: Am Samstag empfängt Borussia Mönchengladbach Bayer 04 Leverkusen, rund 12.000 Pappfiguren schmücken die Tribünen. Am Sonntag heißt es in Köln dann "Alt gegen Kölsch".

10:43 Uhr

Coutinhos Kaufoption ist abgelaufen - und wurde nicht gezogen

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Philippe Coutinho ist derzeit verletzt.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Fußball-Rekordmeister Bayern München hat die Kaufoption für den ausgeliehenen Brasilianer Philippe Coutinho verstreichen lassen. Das bestätigte Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge dem Spiegel. "Die Kaufoption ist abgelaufen, und wir haben sie nicht gezogen", sagte Rummenigge. Eine Weiterverpflichtung sei aber nicht gänzlich ausgeschlossen. "Jetzt müssen wir erst einmal intern die Kaderplanung abschließen und sehen, ob er weiter eine Rolle bei uns spielen soll oder nicht", sagte der 64-Jährige.

Coutinho war mit viel Vorschusslorbeeren im Sommer vom FC Barcelona ausgeliehen worden, die Kaufoption lag dem Vernehmen nach bei 120 Millionen Euro. Der Edeltechniker konnte die Erwartungen aber nicht vollends erfüllen, trotz bislang 17 Torbeteiligungen in 32 Pflichtspielen.

09:50 Uhr

"Kalter Kaffee": Rummenigge fürchtet Neiddebatte

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Karl-Heinz Rummenigge ist gegen die Offenlegung der SPielergehälter.

(Foto: imago images/Jörg Schüler)

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge hält nichts von der Idee einer Veröffentlichung von Spielergehältern. "Das ist kalter Kaffee. Damit würden wir doch nur eine Neiddebatte anstoßen", sagte Rummenigge dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Es sei "ja bekannt, dass die Spieler sehr viel Geld verdienen. Aber wenn wir das auf Heller und Pfennig veröffentlichen würden, dann hätten wir in den Mannschaftskabinen der Bundesliga und in der Öffentlichkeit eine schräge Diskussion. Wem täten wir damit einen Gefallen?"

09:27 Uhr

Hat der Fifa-Präsident den eigenen Verband gelinkt?

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Fifa-Präsident Infantino muss sich mal wieder erklären.

(Foto: imago images/Xinhua)

Fifa-Präsident Gianni Infantino gerät wegen des Einsatzes eines Privatjets offenbar in Erklärungsnot. Wie die "Süddeutsche Zeitung" in ihrer Wochenendausgabe berichtet, ließ Infantino als Begründung für eine teure Rückreise aus Surinam ein Treffen mit Uefa-Präsident Aleksander Ceferin angeben - das angeblich aber frei erfunden war. Dies gehe aus einem internen Mailverkehr hervor. Die Extrakosten sollen im sechsstelligen Bereich gelegen haben.

08:44 Uhr

36 Millionen Dollar sind zu wenig: Williams nicht mehr bestbezahlte Sportlerin der Welt

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36 Millionen Dollar Jahresverdienst sind dennoch ein Grund zur Freude für Serena Williams.

(Foto: REUTERS)

Die zweimalige Grand-Slam-Siegerin Naomi Osaka hat sich zur bestbezahlten Sportlerin der Welt aufgeschwungen. Die Japanerin verdiente laut "Forbes"-Magazin in den vergangenen zwölf Monaten 37,4 Millionen Dollar (34,3 Millionen Euro), 1,4 Millionen Dollar mehr als ihre Tennis-Konkurrentin Serena Williams. Die US-Amerikanerin Williams hatte die Liste in den vier Jahren zuvor angeführt.

Beide übertrafen damit nun die bisherige Jahresrekordmarke, welche die ehemalige russische Tennisspielerin Maria Scharapowa 2015 mit 29,7 Millionen Dollar (27,3 Millionen Euro) aufgestellt hatte. Zum ersten Mal seit 2016 schafften zudem zwei Frauen den Sprung in die Top 100 der bestbezahlten Athleten der Welt. Osaka rangiert dabei auf Platz 29, Williams auf Rang 33.