Samstag, 05. Juni 2021Der Sport-Tag

21:44 Uhr

Olympiasiegerin läuft Sensationszeit über 100 Meter

Die zweimalige 100-Meter-Olympiasiegerin Shelly-Ann Fraser-Pryce (Jamaika) ist beim Meeting in Kingston die zweitbeste Zeit der Geschichte gesprintet. Bei 1,3 Meter/Sekunde Rückenwind benötigte die 34-Jährige für die 100 Meter 10,63 Sekunden. Nur die US-Amerikanerin und Weltrekordlerin Florence Griffith-Joyner (10,49) war schneller.

"Das ist einfach nur verdient. Du bist nach der Geburt deines Kindes zurückgekommen und hast der Welt gezeigt, wie talentiert und leidenschaftlich du bist. Du bist offiziell die schnellste Frau der Welt", twitterte die inzwischen zurückgetretene Carmelita Jeter (USA), die mit ihren 10,64 s aus dem Jahr 2009 bislang die zweitschnellste Frau jemals war.

21:22 Uhr

Legende kritisiert Schröder heftig

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Bauchlandung.

(Foto: USA TODAY Sports)

Basketball-Legende und Franchise-Ikone Earvin "Magic" Johnson hat nach dem frühen Playoff-Aus der Los Angeles Lakers harsche Kritik am deutschen Nationalspieler Dennis Schröder geübt. "Ich glaube nicht, dass er ein Laker ist", sagte Johnson dem Radiosender AM 570 LA Sports: "Das ist aber nur meine Meinung. Ich weiß nicht, ob sie mit ihm verlängern wollen oder nicht. Ich glaube, dass er nicht die Siegermentalität und die Einstellung besitzt, die es braucht."

Der gebürtige Braunschweiger Schröder, der vor der Saison von Oklahoma City Thunder zum amtierenden Meister gewechselt war, habe "in dieser Serie die Chance" gehabt, "sich zu beweisen - und er hat dabei versagt. Wenn sie ihn zurückholen, dann werde ich ihn unterstützen und ihn anfeuern, ich glaube nur nicht, dass er ein Laker ist."

Schröder ist ohne Vertrag für die kommende Saison. Er beteuerte aber, im Team um LeBron James bleiben zu wollen. "Ich möchte hier eine Meisterschaft gewinnen", sagte Schröder: "Ich spiele hier mit dem besten Basketballer der Welt, ich kann es nicht erwarten, es noch einmal zu versuchen."

20:12 Uhr

Tolisso will es Kimmich, Goretzka und dem FC Bayern zeigen

Corentin Tolisso blickt auf die "komplizierteste Phase" seiner Karriere zurück. Doch bei der EM will es der französische Nationalspieler allen zeigen - auch Joshua Kimmich und Leon Goretzka. Das Duell mit seinen Klub-Kollegen zum Turnierstart am 15. Juni in München motiviere ihn zusätzlich, sagte er der Nachrichtenagentur AFP: "Wir wissen sehr gut, dass sie beim FC Bayern die meiste Spielzeit haben und vor mir (in der Hierarchie) stehen. Es liegt an mir zu zeigen, dass ich auch Großes leisten kann." Kimmich, Goretzka und die anderen deutschen Bayern-Stars "sind natürlich meine Teamkollegen, aber an diesem Tag werden wir mehr als nur Gegner sein". Auf seinen neuen Trainer Julian Nagelsmann freut sich Tolisso. Niklas Süle, der unter dem Ex-Leipziger in Hoffenheim gespielt hat, habe ihm nur Gutes berichtet, sagte Tolisso: "Es ist gut, dass die Bayern einen jungen Trainer eingestellt haben, der sehr, sehr stark aussieht."

19:33 Uhr

100 Länderspiele - aber keine besondere Ehrung für Manuel Neuer

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird auf eine außergewöhnliche Ehrung für Manuel Neuer zum Eintritt in den elitären Klub der Hunderter verzichten. "Er bekommt die DFB-Ehrenmedaille, aber mehr passiert da nicht. Wir wollen uns auf das Spiel konzentrieren", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff im Trainingslager mit Blick auf die EM-Generalprobe am Montag (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) in Düsseldorf gegen Lettland.

Die 100 werde man aber sehen, zum Beispiel an Neuers Trikot, ergänzte Bierhoff. Der Keeper von Bayern München wird als 16. deutscher Nationalspieler dem Klub der Hunderter beitreten. "Neuer ist etwas ganz Besonderes", sagte Bierhoff. Es sei unglaublich, "welche Karriere er hingelegt hat und noch weiterführen wird". Er sei über Jahre der "weltbeste Torwart".

18:57 Uhr

Deutsche Rugby-Nationalmannschaft startet mit drei Siegen

Die deutsche 7er-Rugby-Nationalmannschaft ist souverän in die Mission EM-Titelverteidigung gestartet. 18 Monate nach dem letzten internationalen Wettkampf gewann die Auswahl des Deutschen Rugby-Verbandes (DRV) beim ersten Turnier der Europameisterschaftsserie in Lissabon alle drei Partien und steht als Sieger der Gruppe A im Viertelfinale. Zunächst gelangen gegen Litauen (26:5) und Georgien (29:0) überlegene Kantersiege, am späten Nachmittag setzte sich die Mannschaft um Kapitän Carlos Soteras Merz dann im umkämpften dritten Spiel gegen Gastgeber Portugal 10:5 durch.

Nach der nun abgeschlossenen Gruppenphase zählt im Anschluss der K.o.-Phase morgen ein Punktesystem, bei dem die Teams je nach Platzierung Punkte erhalten. Dieselbe Prozedur wird auch beim zweiten und letzten Turnier der EM-Serie in Moskau (26./27. Juni) verwendet. Nach den beiden Runden werden die Punkte addiert und der Europameister gekrönt. In dem durch zahlreiche Absagen dezimierten Teilnehmerfeld gilt Deutschland als Mitfavorit.

18:21 Uhr

Borussia Dortmund verwehrt Rot-Weiss Essen die Rückkehr in den Profifußball

Die U23 von Borussia Dortmund hat die Meisterschaft in der Fußball-Regionalliga West zumindest aus sportlicher Sicht perfekt gemacht, kann aber noch nicht den Aufstieg in die 3. Liga feiern. Nach dem 2:1 (0:1) beim Wuppertaler SV schloss die Mannschaft von Trainer Enrico Maaßen die Saison als Tabellenführer ab. Mit drei Punkten Rückstand folgt Traditionsklub Rot-Weiss Essen, der sein letztes Saisonspiel mit 2:0 (2:0) beim FC Wegberg-Beeck gewann. Weil aber Einsprüche von Titelrivale RWE gegen Wertungen von BVB-Nachholspielen vorliegen, muss die Reserve des Fußball-Bundesligisten aus Dortmund erst die für die kommende Woche erwartete Entscheidung des Westdeutschen Fußballverbandes (WDFV) abwarten.

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17:45 Uhr

Zurück in Dallas: Sabally verliert bei ihrem Saisondebüt

Basketball-Nationalspielerin Satou Sabally hat ein gutes Saisondebüt in der WNBA hingelegt, aber dennoch eine Niederlage hinnehmen müssen. Die 23-Jährige verlor mit den Dallas Wings 102:105 gegen Seattle Storm, steuerte jedoch starke 18 Zähler bei und war damit die drittbeste Werferin ihres Teams.

Sabally hatte zuletzt mit dem 3x3-Team des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) beim Olympia-Qualifikationsturnier in Graz/Österreich das Ticket für die Sommerspiele in Tokio verpasst. Wegen ihrer Reise nach Europa war Sabally in den ersten sechs Saisonspielen der WNBA nicht zum Einsatz gekommen. Nun liegt Dallas mit einer Bilanz von zwei Siegen und fünf Niederlagen auf Platz zehn der Tabelle.

17:16 Uhr

De Bruyne doch operiert - Einsatz zum EM-Start wohl ausgeschlossen

Kevin De Bruyne wird nach einer erfolgreichen Operation infolge seines Augenhöhlen- und Nasenbeinbruchs das erste EM-Gruppenspiel der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Russland am 12. Juni (21 Uhr/ZDF und im Liveticker beit ntv.de) verpassen. Das teilte Nationaltrainer Roberto Martinez vor dem Test gegen Kroatien am Sonntag (20.45 Uhr) mit. Am Montag soll der 29-Jährige dennoch wie geplant zur Vorbereitung stoßen.

Anfang dieser Woche hatte Martinez eine OP mit Blick auf das paneuropäische Turnier (11. Juni bis 11. Juli) noch ausgeschlossen. "Wir haben entschieden, dass Kevin De Bruyne doch eine kleine Operation braucht, die heute stattgefunden hat", sagte er nun: "Langfristig gesehen war das richtig. Anhand der ersten Bilder hatten wir das anders gesehen." Wann genau De Bruyne wieder einsatzfähig sein wird, ließ er offen.

16:40 Uhr

Kohlschreiber findet kein Mittel gegen Schwartzmans Dominanz

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Schade.

(Foto: dpa)

Der starke Lauf von Philipp Kohlschreiber bei den French Open ist in der dritten Runde geendet: Der 37 Jahre alte Augsburger verpasste gegen den glänzend aufgelegten Vorjahres-Halbfinalisten Diego Schwartzman die dritte Achtelfinalteilnahme seiner Karriere bei dem Sandplatz-Klassiker. Kohlschreiber unterlag dem an Nummer zehn gesetzten Argentinier 4:6, 2:6, 1:6.

Kohlschreiber begann enorm selbstbewusst, doch dann drehte Schwartzman Mitte des ersten Satzes auf und brachte sein Break durch. Der langjährige Davis-Cup-Spieler für das deutsche Team fand auch im zweiten Satz kein Rezept gegen den nun sehr dominanten Sandplatzspezialisten. Kohlschreiber ließ sich vor dem dritten Satz in der Kabine behandeln, wehrte direkt zwei Breakbälle ab, aber wirkte in seiner Beweglichkeit etwas eingeschränkt und konnte Schwartman kaum noch Paroli bieten.

16:03 Uhr

Trotz miserabler Vorrunde: Kanada zieht ins Finale der Eishockey-WM ein

Kanadas Team der Namenlosen greift bei der Eishockey-Weltmeisterschaft in Riga überraschend nach dem 27. WM-Titel. Die Auswahl aus dem Eishockey-Mutterland ohne große NHL-Stars, die in der Gruppenphase gegen die deutsche Nationalmannschaft 1:3 verloren und erst durch deren Schützenhilfe die K.o.-Runde erreicht hatte, setzte sich im ersten Halbfinale mit 4:2 (1:1, 1:0, 2:1) gegen die USA durch.

Der Gegner im Endspiel am Sonntag (19.15 Uhr/Sport1) wird im zweiten Semifinale heute (17.15 Uhr/Sport1) zwischen Titelverteidiger Finnland und der Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) ermittelt. Die Kanadier, die erstmals in der WM-Geschichte mit drei Niederlagen in das Turnier gestartet waren, schalteten schon im Viertelfinale den Gold-Favoriten Russland mit 2:1 nach Verlängerung aus.

Brandon Pirri (3.) brachte die "Ahornblätter" früh in Führung. Colin Blackwell (18.) glich für die Amerikaner aus, die zuvor sieben Spiele in Folge gewonnen hatten. Andrew Mangiapane sorgte mit seinen Turniertoren sechs und sieben (25./41.) für die Vorentscheidung. Ein weiterer Treffer der Kanadier durch Adam Henrique (31.) wurde wegen Abseits nach Videobeweis aberkannt. Sasha Chmelevski (44.) verkürzte noch einmal für die USA. Justin Danford besiegelte 23 Sekunden vor Schluss den kanadischen Sieg.

15:40 Uhr

Keine 24 Stunden: DFB verkündet gute Nachricht zu Profis aus England

Bundestrainer Joachim Löw kann bei der EM-Generalprobe gegen Lettland fest mit den England-Legionären Kai Havertz, Timo Werner, Antonio Rüdiger und İlkay Gündoğan planen. "Das ist geklärt. Der Trainer kann auf alle vier zurückgreifen", sagte DFB-Direktor Oliver Bierhoff im Trainingslager in Seefeld/Tirol.

Die Bundesregierung stuft Großbritannien als Virusvariantengebiet ein, weil sich dort die zuerst in Indien entdeckte Corona-Mutante ausbreitet. Einreisende müssen in eine zweiwöchige Quarantäne. Diese kann auch mit einem negativen Test nicht verkürzt werden. Die "Engländer" in der DFB-Auswahl hielten sich nach dem Champions-League-Finale am vergangenen Samstag in Porto aber keine 24 Stunden auf der Insel auf, weshalb diese Regel für sie keine Gültigkeit hat.

"Ein besonderer Dank geht an Toni Rüdiger, der nach der Geburt seiner Tochter Mutter und Kind schnell verlassen musste", sagte Bierhoff: "Das zeigt, wie wichtig ihm die Nationalmannschaft ist." Der letzte EM-Test erfolgt am Montag (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) in Düsseldorf gegen die Letten.

15:13 Uhr

DEB-Chef will noch eine Stufe höher den Verband anführen

Franz Reindl strebt den nächsten Karriereschritt an und will Präsident des Eishockey-Weltverbandes IIHF werden. Schon lange hatte der 66-Jährige damit geliebäugelt, jetzt verkündete er seinen Entschluss beim IIHF-Kongress am Rande der WM in Riga. Der dreimalige Olympia-Teilnehmer und Bronze-Medaillengewinner von Innsbruck 1976 wurde vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) als Kandidat vorgeschlagen.

Reindl strebt die Nachfolge des Schweizers Rene Fasel an, der nach 27 Jahren an der Spitze des Weltverbands seinen Rückzug angekündigt hat. Seine Bewerbung muss von der IIHF bis Ende Juni bestätigt werden, dann gilt der Ex-Nationalspieler als offizieller Kandidat. Vor der Wahl beim Halbjahreskongress im September in St. Petersburg/Russland will Reindl sein Programm vorstellen.

Der Garmisch-Partenkirchener ist seit 2014 Präsident des DEB, für den er zuvor 23 Jahre in diversen Funktionen, unter anderem als Sportdirektor, Generalsekretär und kurzzeitig 2004 als Aushilfs-Bundestrainer tätig war. Bei den Heim-Weltmeisterschaften 2001, 2010 und 2017 fungierte er als Organisationschef.

14:35 Uhr

DFB-Team bekommt unangemeldeten Besuch im Trainingslager

Auch wenn sich die Erzählung hartnäckig hält, dass Doping im Fußball keine Wirkung haben würde - es ginge ja um Technik, um Spielintelligenz und so -, die Kontrolle auf unerlaubte Hilfsmittel ist auch dort wichtig und richtig. Denn so wichtig die Technik am Ball auch sein mag, es hilft theoretisch ja schon, wenn sich die Heilung von Verletzungen beschleunigen lässt oder die Erholung und Regeneration verbessern, um nur mal zwei klassische Anwendungsgebiete zu nennen.

Und so hat die deutsche Nationalmannschaft in ihrem EM-Trainingslager in Seefeld/Tirol unangemeldeten Besuch bekommen. Wie der Deutsche Fußball-Bund (DFB) mitteilte, mussten bei einer Dopingkontrolle der UEFA im Teamquartier heute nsgesamt zehn Spieler Urinproben abgeben, acht von ihnen auch eine Blutprobe.

Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw bestreitet am Montag (20.45 Uhr/RTL und im Liveticker bei ntv.de) ihre Turniergeneralprobe in Düsseldorf gegen Lettland.

13:58 Uhr

Merle Menje krönt ihre herausragende Leistung bei der EM

Die erst 16 Jahre alte Merle Menje hat ihren überragenden Auftritt bei der Para-EM der Leichtathleten im polnischen Bydgoszcz am Schlusstag gekrönt. Die gebürtige Mainzerin, die für Singen startet, gewann zum Abschluss Gold über 5000 Meter. Es war ihr zweiter Sieg und ihre vierte Medaille beim fünften Start. Der Live-Reporter des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) bezeichnete sie daraufhin als "Superstar der Spiele".

Kurios: Normalerweise wollte Menje gar nicht bei den Paralympics Ende August in Tokio starten, sondern frühestens im Skilanglauf bei den Winterspielen 2022 in Tokio. Nun denkt sie vielleicht um. Der Fokus im Bahn-Sprint liege eigentlich auf 2024, sagte sie: "Aber klar würde mich Tokio reizen. So ein Ergebnis bei der EM habe ich nie erwartet. Und der 5000er nun war die größte Überraschung."

Zuvor hatte Menje bei ihrem internationalen Debüt Gold über 400 Meter und Silber über 100 sowie 800 Meter gewonnen. Über 1500 Meter wurde sie Vierte. Es war das vierte Gold für die deutschen Athleten in Polen, die Hälfte hat nun die mit Abstand Jüngste von allen gewonnen.

13:29 Uhr

Gosens amüsiert sich köstlich über Podolski-Frage

Robin Gosens spielt in Italien groß auf. Nun darf er auch für das DFB-Team bei der EM ran - und hinterlässt schon im Test gegen Dänemark Eindruck. Ähnlich erfrischend ist sein erster Presse-Auftritt, bei dem er auch auf Ähnlichkeiten zu einer früheren DFB-Stimmungskanone angesprochen wird.

12:28 Uhr

Hamilton muss Debakel fürchten, Verstappen crasht im 3. Freien Training - Überraschung auf Platz eins

Lewis Hamilton und Mercedes schleppen sich nur dank eines Windschattens in die Top 10, Max Verstappens Generalprobe endet in der Mauer: Die Titelkandidaten der Formel 1 haben beim Großen Preis in den Straßen von Baku ein schwieriges Abschlusstraining erlebt. Vor allem Weltmeister Hamilton muss einen Rückschlag im Qualifying (14 Uhr/Sky und im Ticker bei ntv.de) befürchten. WM-Spitzenreiter Verstappen verbremste sich schon zur Halbzeit des Trainings in der engen Altstadt und verpasste damit mehr als 30 Minuten wertvolle Testzeit. Am Ende stand Rang 15 für den Niederländer.

Der WM-Zweite aus England landete in der dritten freien Session zwar durch eine ganz späte schnelle Runde noch auf Rang drei hinter Überraschungsmann Pierre Gasly im Alpha Tauri und Red-Bull-Pilot Sergio Perez. Möglich wurde das allerdings durch einen Windschatten auf der langen Vollgaspassage in Richtung Ziel. Mercedes selbst bezifferte diesen Vorteil auf sechs Zehntelsekunden, Hamiltons Teamkollege Valtteri Bottas landete nur auf Rang 13 - und funkte gleich danach an die Box: "Ohne so einen Windschatten ist das alles, was im Auto steckt."

11:44 Uhr

Thuram zu Spuckattacke: "Froh, dass so etwas passiert ist"

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Unschöne, aber lehrreiche Aktion.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Der französische Nationalstürmer Marcus Thuram von Borussia Mönchengladbach sieht in seiner Spuckattacke gegen den Hoffenheimer Stefan Posch im Nachhinein eine wichtige Lektion. "Auch auf die Gefahr, dass es seltsam klingen mag: Heute bin ich froh, dass so etwas passiert ist", sagte er in einem Interview mit seinem Vater, dem Welt- und Europameister Lilian Thuram, der "L'Equipe". "Ohne diesen Zwischenfall wäre es vielleicht noch schlimmer gekommen. Vielleicht wäre ich ein anderer Mensch geworden", sagte Thuram: "So war es ein Einschnitt, aus dem ich die Konsequenzen gezogen habe. Jetzt habe ich verstanden." Der 23-Jährige begründete diese Erklärung damit, dass er damals auf einem falschen Weg gewesen sei. "Ich war in der emotional aufwühlendsten Phase, seit ich Fußball gespielt habe", sagte er: "Ich habe in der Champions League gut gespielt, ich wurde erstmals für die Nationalmannschaft nominiert. Ohne, dass ich weiß, wieso, begann ich, mich zu änd

11:02 Uhr

Nächste Klatsche für deutsche Formel-2-Talente

Für die deutschen Rookies David Beckmann und Lirim Zendeli bleibt die Formel 2 ein hartes Pflaster, Beckmann allerdings hat am Nachmittag gute Chancen auf ein Erfolgserlebnis. Beim ersten Sprintrennen in Baku verpasste der 21-Jährige zwar als Neunter knapp die Punkte, aufgrund der Reverse-Grid-Regel wird er am im zweiten Sprint aber von Rang zwei ins Rennen gehen. Beckmann, von Rang zwölf gestartet, war lange Zeit auf Position zehn unterwegs. Dieser hätte sogar die Pole Position bedeutet, da die ersten Zehn in umgekehrter Reihenfolge starten. Kurz vor Schluss machte der Hagener aber noch einen Platz gut. Zendeli kam zum Auftakt des Wochenendes in Aserbaidschan nicht über Rang 13 hinaus. Beckmann wartet nun seit fünf Rennen auf Meisterschaftspunkte, Zendeli hatte am vergangenen Rennwochenende in Monaco immerhin zwei Zähler geholt.

Der Sieg am Samstagmittag ging an den Russen Robert Schwarzman, bei Prema bis in die letzte Saison noch Teamkollege von Formel-1-Aufsteiger Mick Schumacher.

10:13 Uhr

Rote Herzchen: Ski-Star manifestiert sein Liebesglück

Ski-Ass Thomas Dreßen hat seine langjährige Freundin Birgit geheiratet. "Das Leben ist besser mit deiner besten Freundin, deshalb habe ich meine geheiratet", schrieb der 27-Jährige bei Instagram zu einem Foto des Brautpaares. Das Bild versah er zudem mit einem roten Herzchen. Es zeigt Dreßen Hand in Hand mit seiner Frau auf einer Wiese, im Hintergrund sind die Berge zu sehen. Der Abfahrer trägt Lederhosen zu einem grauen Janker, sie ein weißes Kleid und einen Blumenstrauß. Dreßen hatte die abgelaufene Saison nach Platz 18 in seinem Comeback-Rennen bei der WM-Abfahrt in Cortina d'Ampezzo vorzeitig abgebrochen. Wegen erneuter Probleme am rechten Knie musste er sich abermals einer OP unterziehen. Jetzt setzt der fünfmalige Weltcup-Sieger alles auf die anstehende Olympia-Saison.

09:29 Uhr

Schwimm-Superstar reist mit "Angst" zu Olympischen Spielen

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Favorit mit Furcht.

(Foto: imago images / Insidefoto)

Der australische Schwimm-Olympiasieger Kyle Chalmers blickt seiner Reise zu den Sommerspielen in Tokio wegen der Corona-Pandemie mit Sorgen entgegen. In einem Zeitungsinterview vor den Olympia-Ausscheidungen in Down under gestand der 100-m-Freistil-Champion von Rio de Janeiro 2016 trotz einer voraussichtlichen Impfung Furcht vor Auswirkungen der grassierenden Viruserkrankungen auf die Spiele und auch die Wettbewerbe in Japans Hauptstadt ein. "Es macht ein bisschen Angst", sagte Chalmers im Adelaide Advertiser mit Blick auf die Corona-Situation in Japan: "Auch wenn die Infektionszahlen anfangen zu sinken, glaube ich, dass es unvermeidbar sein wird, dass das Coronavirus im Olympischen Dorf und rundherum da sein wird und die Spiele in einem gewissen Umfang auch beeinträchtigen wird."

08:42 Uhr

"Einer der traurigsten Tage meines Lebens" - Tevez verlässt Boca

Der argentinische Fußballstar Carlos Tevez verlässt seinen Verein Boca Juniors. "Es ist einer der traurigsten Tage meines Lebens, aber ich glaube, es ist die richtige Entscheidung", sagte der 37-jährige Stürmer bei einer Pressekonferenz im Stadion La Bombonera in Buenos Aires. "Wenn ich mental nicht 100-prozentig dabei bin, muss ich zur Seite treten." Nach dem Tod seines Vaters wolle er jetzt mehr Zeit mit der Familie verbringen. "Meine Karriere in diesem Land ist beendet. Ich habe immer gesagt: Hier spiele ich nur für Boca", sagte Tevez. Ob er möglicherweise noch einmal bei einem Klub im Ausland anheuert, ließ er offen. Tevez ist eine Legende des Arbeiterclubs Boca. Mit 17 Jahren gab er sein Debüt bei dem Verein im Hafenviertel von Buenos Aires. Insgesamt dreimal stand er bei Boca unter Vertrag: 2001-2004, 2015-2016 und 2018-2021. Über die Anfangsjahre des Spielers aus einfachen Verhältnissen hat der Streamingdienst Netflix mit "Apache" eine Serie gedreht.

08:11 Uhr

Klebers Mavericks zittern um Viertelfinal-Einzug

Die Dallas Mavericks müssen in der NBA weiter um die erste Viertelfinal-Teilnahme seit ihrem Titelgewinn 2011 zittern. Die Texaner ließen gegen die Los Angeles Clippers bei der 97:104-Heimniederlage im sechsten Play-off-Achtelfinale der Best-of-seven-Serie ihren ersten Matchball zum Einzug in die Runde der besten Acht ungenutzt. Durch den Ausgleich der Clippers zum 3:3 fällt die Entscheidung in dem Duell am Sonntag im siebten und letzten Spiel in Kalifornien. Nationalspieler Maxi Kleber ging in der wichtigen Begegnung während seiner rund 21 Minuten auf dem Parkett leer aus. Auch 29 Punkte von Topstar Luka Doncic konnten den erneuten Rückschlag für die Mavs, die in der Serie schon 2:0 und 3:2 geführt hatten, nicht verhindern.

07:34 Uhr

Eishockey-Held Noebels spielte trotz Einblutung

Siegtorschütze Marcel Noebels hat im entscheidenden Spiel um den Einzug ins Halbfinale der Eishockey-Weltmeisterschaft mit einem Handicap gespielt. "Ich hatte eine Einblutung in der Schulter, die vom Rücken kam", sagte er der "Bild". Dank Strombehandlungen und Massagen der Physiotherapeuten habe er trotzdem spielen können. "Im Spiel merkte ich keine Schwerzen, aber am Tag danach schon", berichtete er. Noebels hatte im Viertelfinale gegen die Schweiz den entscheidenden Penalty zum 3:2 mit einem viel bewunderten Trick erzielt. Den habe er sich bei seinem Vorbild Peter Forsberg abgeschaut, der Schweden so 1994 zum Olympiasieg geschossen hatte. Ein paarmal hatte der Trick vorher schon funktioniert. "Wenn der Torwart auf einer Seite ist, hat er keine Chance. Bleibt er stehen, sehe ich aus wie ein Esel", gab Noebels zu.

Die deutsche Nationalmannschaft spielt am Samstag (17.15 Uhr im Liveticker bei ntv.de) bei der WM im lettischen Riga im Halbfinale gegen Titelverteidiger Finnland.

07:03 Uhr

WM-Quali und Copa-Krise: Brasilien besiegt Ecuador mit 2:0

Inmitten der Turbulenzen um die Copa América in Brasilien hat die Fußballnationalmannschaft des Landes in der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 gegen Ecuador gewonnen. Die Seleção besiegte "La Tri" im Estádio Beira-Rio in Porto Alegre mit 2:0 (0:0). Die Treffer für den fünfmaligen Weltmeister erzielten Stürmer Richarlison vom FC Everton in der 65. und Superstar Neymar, der einen Elfmeter in der Wiederholung verwandelte (94. Minute). Ein Treffer von Flamengo-Angreifer Gabriel "Gabigol" Barbosa wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Die Verlegung nach dem Aus von Kolumbien und Argentinien als Gastgeber, von der die Spieler laut der Zeitung "Folha de S. Paulo" aus Medien und sozialen Netzwerken erfahren haben, entfachte in der Seleção eine Debatte um die Teilnahme an der Copa América - und sorgte auf dem Platz für eine selten gezeigte Einheit.

06:24 Uhr

Hamiltons Schleichfahrt sorgt für Unruhe bei Mercedes

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Schleichfahrt?

(Foto: AP)

Jede Menge Köpfe wurden bei Mercedes in der Nacht zum Samstag gekratzt, das hatte Lewis Hamilton schon angekündigt. Vor dem Qualifying zum Großen Preis in Baku grübelte das Weltmeisterteam ausgiebig, denn das Problem war ein ziemlich seltenes: Der Silberpfeil war bei weitem nicht schnell genug. "Ich hatte eigentlich einen guten Tag, habe wenige Fehler gemacht, bin ans Limit gegangen", sagte Hamilton über seinen elften Platz im freien Training am Freitag, "aber das Auto ist hier limitiert. Wir waren einfach langsam." Gut eine Sekunde betrug der Abstand auf die Spitze, die hatte WM-Rivale Red Bull inne: Sergio Perez lag knapp vor Gesamtspitzenreiter Max Verstappen. Dass der Brause-Rennstall auf dem Stadtkurs in Baku schneller sein könnte, hatte man bei Mercedes durchaus erwartet, schon zuvor war von Schadensbegrenzung die Rede. Nun droht allerdings ein ähnlich großes Problem wie zuletzt in Monaco, wo Hamilton nur Siebter wurde.

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