Sonntag, 23. August 2020Der Sport-Tag

mit Torben Siemer
Torben Siemer
22:17 Uhr

Positive Covid-Test-Flut sorgt für Aufruhr in der NFL

Die NFL befindet sich in Aufruhr: Eine ungewöhnlich hohe Anzahl positiver Covid-19-Tests sorgt in der US-amerikanische Footballliga für Verwirrung. Bis zu elf Teams sollen von falschen Testergebnissen bei Spielern und Mitarbeitern betroffen sein. Alle fälschlicherweise positiv gewerteten Tests kamen aus einem Labor aus dem US-Bundesstaat New Jersey und werden nach Angaben der Liga derzeit geprüft. Die betroffenen Teams haben den Trainingsbetrieb gemäß der Hygienevorgabe vorerst eingestellt und die betroffenen Personen isoliert.

Seit Beginn der Trainingslager seien mehr als 100.000 Covid-19-Tests in der NFL durchgeführt worden, mit einer Positivitätsrate von nicht einmal einem Prozent, berichtet der NFL-Network-Reporter Tom Pelissero. "Diese plötzliche Flut an positiven Ergebnissen, die alle aus dem gleichen Labor kommen, sollte uns stutzig machen", so Pelissero. Die Liga teilte außerdem mit, dass Tests, die von anderen Laboren ausgewertet wurden, keine solchen Unregelmäßigkeiten aufwiesen, die NFL will verwirrenden Ergebnisse jetzt neu auswerten. Der geplante Start der neuen NFL-Saison ist am 10. September.

21:31 Uhr

Kovac ist "überrascht und geschockt" von seinem ersten Monaco-Spiel

Der frühere Bayern-Trainer Niko Kovac hat sich beim Debüt mit seinem neuen Klub AS Monaco trotz eines 0:2-Rückstandes einen Punkt erkämpft. Gegen Stade Reims startete der Vorjahres-Neunte mit einem 2:2 (1:2) in die neue Saison der Ligue 1. "Ich war überrascht und geschockt", sagte Kovac angesichts des frühen Rückstands. "Es war nicht einfach, aber am Ende bin ich glücklich und zufrieden, weil die Reaktion meines Teams sehr gut war." Boulaye Dia (5. Minute) und El Bilal Touré (21.) hatten Europa-League-Teilnehmer Reims zunächst in Führung geschossen, ehe Axel Disasi (45.+2) und Benoit Badiashile (55.) ausglichen. Monaco hatte seit der bislang letzten Meisterschaft 2017 mehrmals den Trainer gewechselt, zuletzt jedoch meist enttäuscht. Kovac soll den Klub von der Côte d'Azur wieder zurück in die Champions League führen.

20:36 Uhr

Effenberg fordert Taktik-Änderung beim FC Bayern

Stefan Effenberg hat Bayern München vor "weitreichenden Folgen" im Falle einer Niederlage im Champions-League-Finale gewarnt. "Das wäre in zweieinhalb Wochen bis zur ersten Pokalrunde weder aus den Köpfen noch aus den Beinen zu verbannen", schrieb der ehemalige Bayern-Profi in seiner Kolumne bei t-online.de. Besonders die kurze Zeit zwischen dem Finale der Königsklasse am Sonntag gegen Paris St. Germain (21 Uhr/Sky, ZDF, DAZN und im Liveticker bei ntv.de) und dem ersten Pflichtspiel am 11. September im DFB-Pokal ist laut Effenberg ein Problem. "Natürlich denkt man noch sehr viel über so eine Niederlage im Finale nach", schrieb der 52-Jährige: "Du hast eben eine ganze Saison darauf hingearbeitet - und weißt nicht, ob du noch mal eines erleben wirst."

Nach dem Pokal ginge es in der Liga ab dem 18. September dann "Schlag auf Schlag mit einem Spiel nach dem anderen. Auf einmal bist du mitten in der Saison und hast womöglich den Saisonstart verpatzt." Um das zu vermeiden, empfiehlt Effenberg seinem Ex-Klub gegen Paris, "ihre Herangehensweise ein Stück weit zu ändern. Gegen PSG lohnt es sich sicher, alles etwas defensiver auszurichten und zwischen Torwart Manuel Neuer und der Viererkette eher 20 oder 25 Meter Platz zu haben statt 40 oder 45."

19:43 Uhr

Schalke und Köln streiten über Stürmer

Auch zwei Monate nach dem Leihende von Stürmer Mark Uth geht es zwischen den Bundesligisten Schalke 04 und dem 1. FC Köln hoch her. Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider erteilte dem Wechsel des ehemaligen Nationalspielers zu seinem Heimatklub eine klare Absage und kritisierte zudem das Verhalten der Kölner. "Ich finde, dass man es auch mal akzeptieren muss, dass es da keine Möglichkeit mehr geben wird", sagte der 49-Jährige dem "Kicker": "Die Kölner hatten ja die Chance, eine Option zu ziehen. Das haben sie nicht."

FC-Geschäftsführer Heldt entgegnete den Aussagen von Schneider: "Er hat ja grundsätzlich Recht. Aber es bleibt dabei, dass wir den Spieler haben wollen." Es sei "kein Geheimnis", dass sich Uth einen Wechsel nach Köln vorstellen könne. "Ich bin nicht doof. Schalke hat einen Vertrag mit Mark, und am Ende vom Tag haben sie alles zu entscheiden", sagte Heldt dem "Kicker".

19:04 Uhr

Nächster Nationalspieler macht Schluss: Aogo hat genug vom Fußball

Der zwölfmalige deutsche Nationalspieler Dennis Aogo beendet seine aktive Karriere. Das gab der 33-Jährige bekannt. "Ich habe mich entschieden, meine Laufbahn als Spieler zu beenden", schrieb Aogo bei Instagram und postete ein Video mit Erinnerungen aus seinen 16 Jahren als Profi-Fußballer. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen, sagte der ehemalige Defensiv-Allrounder. Aber "die Zeit für einen Schnitt und dann auch einen nächsten Schritt ist gekommen", schrieb Aogo, der mit seiner Frau Ina in Berlin lebt und mit ihr das zweite gemeinsame Kind erwartet: "Wir können unsere Vorfreude kaum beschreiben."

Der gebürtige Karlsruher hatte im Oktober 2004 beim SC Freiburg sein Profi-Debüt gegeben. Später spielte er für den Hamburger SV, den FC Schalke 04 sowie den VfB Stuttgart in der ersten und zuletzt noch ein knappes halbes Jahr für Hannover 96 in der 2. Liga. Ende Januar einigte er sich mit den Niedersachsen auf eine vorzeitige Vertragsauflösung, seitdem war er vereinslos. Insgesamt kommt Aogo in seiner Karriere auf 257 Bundesliga-, zwölf Champions-League- und 22 Europa-League-Einsätze. Mit der deutschen Nationalmannschaft nahm er an der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika teil.

18:37 Uhr

Meisen überrascht Ackermann bei Rad-DM

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Unerwarteter Sieger: Marcel Meisen.

(Foto: dpa)

Radprofi Marcel Meisen hat bei den deutschen Straßen-Meisterschaften auf dem Sachsenring einen Überraschungssieg gefeiert. Der 31-Jährige vom Team Alpecin-Fenix setzte sich nach 48 Runden und insgesamt 168 Kilometern vor Favorit Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) und seinem Teamkollegen Alexander Krieger (Stuttgart) durch. Die Entscheidung auf dem hügeligen Kurs fiel nach fast 2000 Höhenmetern im Sprint. Trotz der gezielten Vorarbeit der stark besetzten Bora-Mannschaft brachte Ackermann den Sieg aber nicht ins Ziel. Am Ende jubelte Meisen, der im Cross-Bereich bereits fünfmal deutscher Meister war.

Titelverteidiger Maximilian Schachmann stand nicht am Start. Der Bora-Profi war am vergangenen Wochenende bei der Lombardei-Rundfahrt von einem Auto angefahren worden und hatte sich einen Schlüsselbeinbruch zugezogen. Über seinen Tour-Start soll heute Abend entschieden werden.

17:55 Uhr

Götze flirtet offenbar mit französischem Klub

Schon vor rund vier Wochen wurde Mario Götze mit einem Wechsel zur AS Monaco in Verbindung gebracht. Die Spur zum Klub von Ex-Bayern-Trainer Niko Kovac wird nun immer heißer. Das Portal "Le 10 Sport" will exklusiv erfahren haben, dass der Ligue-1-Klub die Nase im Rennen um den Weltmeister von 2014 vorn hat. Angeblich hat es schon Gespräche zwischen Kovac und Götze gegeben.

Was neben Wetter und Umfeld für einen Wechsel an die Côte d'Azur spricht: In Team der Monegassen winkt Götze nicht nur viel Spielzeit, sondern auch eine Leaderrolle. Dazu soll der Klub auch bereit sein, die Gehaltsforderungen des 28-Jährigen zu erfüllen. Diese sollen andere Klubs in der Vergangenheit abgeschreckt haben.

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17:23 Uhr

Warholm tritt sich selbst aus dem Weltrekord-Tempo

Hürdenläufer Karsten Warholm ist beim Diamond-League-Meeting in Stockholm nur knapp am Weltrekord über 400 Meter Hürden vorbeigeschrammt. Der Norweger legte die Strecke in 46,87 Sekunden zurück, der zweitschnellsten Zeit der Geschichte. Eine Berührung mit der letzten Hürde verhinderte wohl, dass der zweimalige Weltmeister über diese Distanz den Weltrekord von 46,78 Sekunden, den Kevin Young (USA) bei Olympia 1992 in Barcelona aufgestellt hatte, knackte.

Der Rekord von Young ist der älteste noch bestehende Freiluft-Weltrekord auf der Laufbahn der Männer. Der deutsche Meister Constantin Preis wurde Sechster mit einer Zeit von 50,13 Sekunden. Beim 100 m Sprint der Frauen landete Vizeeuropameisterin Gina Lückenkemper mit einer Zeit von 11,33 Sekunden auf Rang fünf, eine Zehntelsekunde langsamer als Rebekka Haase auf Platz vier. Die Schweizerin Aija del Ponte gewann in 11,20 Sekunden.

16:28 Uhr

Ellenbogen gebrochen: Liverpool-Test wird schmerzhaft für Stuttgart-Profi

Aufsteiger VfB Stuttgart muss die ersten Pflichtspiele der kommenden Saison ohne Erik Thommy bestreiten. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, hat Thommy im Testspiel gegen den englischen Meister FC Liverpool (0:3) einen Bruch des linken Ellenbogens erlitten. Die Verletzung mache eine "Operation erforderlich", hieß es vonseiten der Stuttgarter, Thommy werde "mehrere Wochen" fehlen. Auch Roberto Massimo fällt vorerst aus, der 19-Jährige zog sich im Liverpool-Test ohne Fremdeinwirkung eine Verletzung am Sprunggelenk zu. Er verließ das Trainingslager in Kitzbühel und soll in Stuttgart untersucht werden.

16:03 Uhr

Robben genießt sein "besonderes" Comeback

Arjen Robben dirigierte seine Mitspieler, er zog einige Sprints an, die Ballführung war gewohnt eng. Auf seinen berühmten Robben-Move warteten die Fans des FC Groningen beim ersehnten Comeback des langjährigen Bayern-Stars aber vergeblich. Dennoch zog der 36-Jährige nach seinen ersten 30 Minuten ein positives Fazit. "Das erste Spiel war natürlich besonders. Ich habe mich gut gefühlt", sagte Robben nach dem 1:1 (1:1) im Testpiel beim Zweitligisten Almere City, räumte aber auch ein: "Man muss wieder reinkommen. Jetzt geht es darum, nach und nach die Spielzeit zu steigern, mit dem Ziel, so viel wie möglich zu spielen." Robbens Rückkehr auf den Fußballplatz nach einem Jahr Pause ist eine Herzensangelegenheit. Um Titel geht es für den Niederländer nicht, sondern um ganz große Gefühle. "Ich würde das für keinen anderen Verein machen", hatte Robben schon bei der Unterzeichnung seines Einjahresvertrags erklärt.

15:24 Uhr

Paralympics fürchten erneute Absage

Ein Jahr vor dem geplanten Start der verschobenen Paralympics 2021 in Tokio haben die Funktionäre Friedhelm Julius Beucher und Andrew Parsons Sorge wegen einer erneuten Corona-Absage der Spiele. "Wir spüren die Bedrohung, dass die Spiele möglicherweise wieder abgesagt oder verschoben werden müssen", sagte der Präsident des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS) der Deutschen Presse-Agentur: "Wenn es eine geringe, aber vorhandene Gefährdung für die Sportler gibt, können keine Spiele stattfinden." Auch Parsons, der Präsident der Internationalen Paralympischen Komitees (IPC), sagte: "Die Spiele werden nur stattfinden können, wenn wir die Sicherheit aller Sportler gewährleisten können." Sollten sie starten und es würde Corona-Fälle im Paralympischen Dorf geben, "wären die Spiele sicher von einem Tag auf den anderen beendet".

14:48 Uhr

MotoGP: Pilot springt bei 227 km/h von seiner Maschine

Es gibt Entscheidungen, vor die möchte man ungern gestellt wurden. Eine solche musste Maverick Vinales heute beim Großen Preis von Österreich in der MotoGP treffen. Die Optionen für den spanischen Piloten, dessen Bremsen offenbar versagten: Mit über 200 Kilometern pro Stunde in die Streckenbegrenzung rasen oder am Ende der Start-und-Ziel-Geraden abspringen. Vinales entschied sich für Letzteres - und ging auf den Blick unverletzt davon, während seine Maschine nach dem Einschlag in die Begrenzung in Flammen aufging.

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14:15 Uhr

Lesetipps vor dem Champions-League-Finale

14:00 Uhr

Brennauer verteidigt Titel bei Straßenrad-DM

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Im Sprint fiel die Entscheidung.

(Foto: dpa)

Ex-Weltmeisterin Lisa Brennauer hat wie im Vorjahr die deutsche Straßenradmeisterschaft gewonnen. Die 32-Jährige siegte auf dem Sachsenring nach 96 Kilometern vor Charlotte Becker und Tanja Erath. Für die Allgäuerin war es der insgesamt dritte Meistertitel im Straßenrennen. "Das war alles andere als einfach. Meine Teamkolleginnen haben viel für mich gearbeitet. Ich bin froh, dass wir es geschafft haben", sagte Brennauer, die bereits am Montag bei der EM in Plouay im Einzelzeitfahren an den Start geht. "Das ist ein dichter Plan, aber ich habe mir die Strecke angeschaut. Ich weiß, was auf mich zukommt", betonte die Zeitfahr-Weltmeisterin von 2014.

13:31 Uhr

Mario Götze mit Verdienstorden ausgezeichnet

Für sein soziales Engagement ist der ehemalige BVB-Profi und Fußball-Weltmeister von 2014, Mario Götze, mit dem Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet worden. Der 28-Jährige mache "seit Langem auf die schwierige Situation von Kindern in aller Welt aufmerksam und motiviere andere dazu, sich selber zu engagieren oder zu spenden", sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) laut Redemanuskript bei der Vergabe der Auszeichnung in Köln.

Wie im Fußball bewege sich Götze bei der Hilfe für Kinder "auf hohem internationalen Niveau". Der Fußballer engagiere sich unter anderem in mehreren Initiativen zum Bau von Schulen, fördere ein Fußballprojekt für Mädchen in Brasilien und kümmere sich um Patenkinder im Senegal, in Kambodscha und Vietnam. Der Schuh, mit dem Götze im WM-Finale gegen Argentinien den Siegtreffer erzielte, habe bei einer Spendengala zwei Millionen Euro für wohltätige Zwecke eingebracht, davon spendete Götze 450.000 Euro für Kinder in Laos.

12:22 Uhr

Zverev trifft zum Auftakt auf Ex-Weltranglistenersten

Alexander Zverev wird bei seinem ersten offiziellen Spiel auf der Profi-Tour nach der Corona-Pause auf den früheren Tennisweltranglisten-Ersten Andy Murray treffen. Der Schotte setzte sich beim Masters-Turnier in New York in drei Sätzen gegen Frances Tiafoe (USA) mit 7:6, 3:6, 6:1 durch. Zverev hatte zum Auftakt ein Freilos. Der zweite Deutsche im Teilnehmerfeld, Davis-Cup-Profi Jan-Lennard Struff, hatte zuvor souverän die zweite Runde erreicht. Der 30-Jährige gewann gegen den Australier Alex de Minaur überraschend deutlich mit 6:2, 6:4.

Die mit 4,67 Millionen Dollar dotierte Tennis-Veranstaltung wurde wegen der Coronavirus-Pandemie von Cincinnati nach New York verlegt und dient dort als Generalprobe für die am 31. August beginnenden US Open an gleicher Stelle. Beide Events werden unter sehr strengen Hygiene- und Sicherheitsregeln ausgetragen. Für die Männer ist es das erste Turnier seit der Corona-Pause. Die gesamte Tour war seit Anfang März unterbrochen.

11:50 Uhr

DFB-Pokal: Fünftligist verzichtet wohl auf Heimspiel gegen FC Bayern

Fünftligist 1. FC Düren will sein Heimrecht in der ersten DFB-Pokalrunde möglicherweise an Rekordsieger FC Bayern abtreten. "Zu Hause können wir sowieso nicht spielen, unser Stadion wird umgebaut", sagte Vereinspräsident Wolfgang Spelthahn der "Bild am Sonntag". Zuvor hatten die Dürener bereits ein Ausweichen ins Stadion von Alemannia Aachen ausgeschlossen, die der Oberligist im Finale des Landespokals Mittelrhein bezwungen hatte. Damit hatten sich die Dürener für die Erstrunden-Partie gegen die Münchner qualifiziert. "Wir denken darüber nach, das Heimrecht zu tauschen", sagte Klubchef Spelthahn.

Schon jetzt ist klar, dass die Begegnungen der ersten Runde am zweiten September-Wochenende wegen der Coronavirus-Pandemie ohne großes Publikum stattfinden werden. Eine große Bühne ist den Dürenern trotzdem sicher, Sport1 zeigt die Partie gegen die Bayern am 11. September live im Free-TV.

10:40 Uhr

Schröder glänzt und OKC verkürzt

Ein glänzend aufgelegter Dennis Schröder hat in den Playoffs der Basketball-Profiliga NBA mit Oklahoma City Thunder den ersten Sieg geholt. In der Erstrundenpartie gegen die Houston Rockets gewann das Team um den Topscorer aus Braunschweig 119:107 nach Verlängerung und liegt in der Best-of-seven-Serie nur noch 1:2 zurück. Schröder, der von der Bank kam, holte 29 Punkte, fünf Assists und fünf Rebounds, dazu zwei Steals. Der 26-Jährige spielte 39:12 Minuten, nur Shai Gilgeous-Alexander (48:19) und Chris Paul (40:50) durften bei OKC länger ran.

Die Los Angeles Lakers schlugen die Portland Trail Blazers vor allem dank LeBron James (38 Punkte, 12 Rebounds, 8 Assists) mit 116:108 und führen 2:1.

10:11 Uhr

Trotzdem ein Erfolg: Hafen-Basti verliert Boxkampf nach Punkten

Der Hamburger Profiboxer Sebastian Formella hat die erwartete Niederlage gegen Ex-Weltmeister Shawn Porter kassiert. Der 33 Jahre alte Weltergewichtler verlor in der Nacht auf Sonntag in Los Angeles (Ortszeit) gegen den Amerikaner einen Ranglistenkampf des Verbandes WBC einstimmig nach Punkten (120:108, 120:108, 120:108). Porter ist einer der weltbesten Boxer in seiner Gewichtsklasse. Für Formella, der den WM-Titel des weniger bedeutsamen Verbandes IBO trägt, ist es zumindest ein Erfolg, eine vorzeitige Niederlage verhindert zu haben.

Der 32-jährige Porter bestimmte den Kampf im ständigen Vorwärtsgang. Formella, von Fans wegen seiner beruflichen Tätigkeit im Hamburger Hafen nur "Hafen-Basti" gerufen, konnte zwar viele Treffer durch seine gute Deckung und flinke Beinarbeit verhindern, setzte jedoch kaum Akzente. Lediglich die neunte Runde gestaltete er ausgeglichen. Porter darf sich jetzt WBC-Silver-Champ nennen. Der ehemalige WBC- und IBF-Weltmeister, der im vergangenen Jahr seinen WBC-Titel gegen Landsmann Eroll Spence jr. umstritten verloren hatte, hofft jetzt auf eine erneute WM-Chance. Formella, dessen IBO-Gürtel nicht auf dem Spiel stand, musste anerkennen, dass die Distanz zur Weltspitze groß ist.

09:16 Uhr

Ex-Bayern-Profi warnt vor Wiederholung von Finale 1999

Der frühere Münchner Bundesliga-Profi Thorsten Fink hat den FC Bayern vor Nachlässigkeiten im Champions-League-Finale gegen Paris Saint-Germain gewarnt und zu höchster Konzentration bis zum Schlusspfiff aufgefordert. "In der Champions League muss man bis zur letzten Minute aufpassen. Kleinigkeiten können da Spiele entscheiden - wie eben 1999", sagte der 52-Jährige im Sport1-Interview.

Vor dem Endspiel in der Fußball-Königsklasse heute Abend (21.00 Uhr/ZDF, Sky, DAZN und im Liveticker bei ntv.de) hob Fink die PSG-Weltklassestürmer Neymar, Kylian Mbappé und Ángel di María hervor: "Zusammen kann dieses Trio zum Problem werden für die Bayern. PSG ist in einer top Verfassung." Fink stand mit Bayern zweimal im Champions-League-Finale: beim Triumph 2001 und dem Last-Minute-Drama gegen Manchester United 1999, als eine 1:0-Führung noch verspielt wurde.

08:35 Uhr

Europa-League-Quali: Gegner erscheint einfach nicht

Das Qualifikations-Spiel zur Europa-League zwischen dem Lincoln Red Imps FC aus Gibraltar und dem FC Prishtina aus Kosovo wird zur unendlichen Geschichte. Gestern wurde auch der zweite Versuch abgesagt, die Begegnung durchzuführen. Uneinigkeit zwischen beiden Klubs herrschte darüber, wer für die Absage verantwortlich ist. Der erste Versuch am Dienstag war gescheitert, weil acht Prishtina-Spieler nach der Ankunft in Gibraltar positiv auf Corona getestet worden waren. Die Gäste entgingen aber einer 0:3-Niederlage am grünen Tisch, weil sie kurzerhand nur für die Neuansetzung mehrere Spieler von direkten Ligarivalen ausliehen. Am Samstag nun erschienen zwar die Red Imps und einige Uefa-Offizielle im Stadion, nicht aber das Team aus dem Kosovo. Später teilte der Gastgeber mit, das Spiel sei "von der Uefa abgesagt" worden. Prishtina widersprach dieser Darstellung und betonte, die Partie sei "von den Behörden in Gibraltar und nicht der Uefa" abgesetzt worden.

"Der Fall ist nun an die Kontroll-, Ethik- und Disziplinarkammer der Uefa übergeben worden, um eine finale Lösung zu finden. Wir warten geduldig auf die Entscheidung", teilten die Red Imps mit. Über die Wertung des Spiels habe nun die Uefa zu entscheiden.

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