Sonntag, 24. Januar 2021Der Sport-Tag

Heute mit Torben Siemer & Tobias Nordmann
22:21 Uhr

So plant Fenerbahce das Debüt von Mesut Özil

Die größte Bühne für den neuen Star: Mesut Özil soll sein Debüt für seinen neuen Klub Fenerbahce im Istanbuler Stadtderby gegen den Rivalen Galatasaray am 6. Februar feiern. Das berichten türkische Medien. Demnach soll Özil nach seinem Transfer vom FC Arsenal an den Bosporus am Dienstag in einer großen öffentlichen Zeremonie seinen Vertrag bis 2024 bei Fenerbahce unterschreiben. In der Folge habe der Klub zwei Testspiele angesetzt, um den Weltmeister von 2014 spielfit zu bekommen. Özil hat seit März 2020 keine Partie mehr bestritten.

Die Erwartungen an den neuen Regisseur sind riesig. "Über Mesuts Qualitäten müssen wir nicht groß reden", sagte der technische Direktor Erol Bulut, "für mich gehört er als Zehner zu den Top Ten der Welt. Und er hat einen guten Charakter." Özil werde den Fener-Stürmern "definitiv helfen und einen großartigen Beitrag zu unserer Spielphilosophie leisten".

22:02 Uhr

Kohfeldt ist kuriose Trainer-Fresser-Serie "unangenehm"

Bruno Labbadia ist bereits der vierte Trainer, der nach einem schwachen Ergebnis gegen Werder Bremen unter Trainer Florian Kohfeldt seinen Job verliert. Wie Labbadia, der nach dem 1:4 gegen Werder bei Hertha BSC gehen musste, wurden zuvor auch Peter Bosz im Dezember 2017 bei Borussia Dortmund (1:2) und David Wagner im September 2020 bei Schalke 04 (1:3) entlassen. Alexander Nouri, Labbadias Vorgänger in Berlin, wurde nach einem 2:2 gegen Werder freigestellt - zwischen Spiel und Trennung im April 2020 lag wegen der Corona-Krise aber ein guter Monat.

Kohfeldt war bereits vor der Partie gegen Hertha auf diesen Zusammenhang angesprochen worden, die "Bild" gab ihm den Titel "Job-Killer". Diese Schlagzeile empfand Kohfeldt als "befremdlich", er "distanziere" sich davon. Grundsätzlich sei es ihm "unangenehm", wenn ein Coach nach einem Werder-Spiel den Job verliert. "Es ist nie schön, wenn ein Trainer-Kollege gehen muss. Nie."

21:24 Uhr

Flucht vor Polizei? Gladbach-Stürmer droht heftige Strafe

Sein nächtlicher Ausflug nach Essen in Corona-Zeiten hat für Breel Embolo auch vereinsintern ein Nachspiel. Den Schweizer Nationalspieler erwartet eine Strafe durch Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach. Das bestätigte Mediendirektor Markus Aretz. Laut "Bild" soll die Geldstrafe für Embolo höher sein als die von Marcus Thuram. Der Franzose musste nach seiner widerlichen Spuckattacke im Spiel gegen Hoffenheim 150.000 Euro zahlen.

Die Polizei Essen ist derweil weiter davon überzeugt, dass Embolo am vergangenen Wochenende Gast einer in Corona-Zeiten illegalen Party am Baldeneysee war. Embolo bestreitet das weiterhin. Die Ermittlungsbehörde geht davon aus, dass Embolo beim Eintreffen der Ordnungshüter über ein Dach in eine angrenzende Wohnung floh.

21:02 Uhr

"Handball-WM hätte abgesagt werden müssen"

Ex-Bundestrainer Heiner Brand hat sich in die Reihe der Kritiker an der Austragung der Handball-Weltmeisterschaft in Ägypten eingereiht. "Ich bin vielleicht auch ein bisschen ängstlich, weil ich vom Alter her ja inzwischen schon zur Risikogruppe gehöre. Aber ich denke, dass es überhaupt nicht zusammenpasst, eine WM in Pandemiezeiten abzuhalten. In anderen Sportarten sind große Turniere abgesagt worden, das hätte man auch im Handball so handhaben müssen", sagte Brand in einem Interview der "Welt am Sonntag".

Für die Außendarstellung der Sportart sei es nicht förderlich gewesen, dass aufgrund etlicher Corona-Fälle zwei Teams - Tschechien und die USA - ihre Teilnahme absagen mussten und WM-Neuling Kap Verde vorzeitig abreisen musste. Dadurch habe "etwa eine Mannschaft wie Uruguay die Hauptrunde erreicht - ohne einen Punkt geholt zu haben, mit einer Tordifferenz von minus 45. Das wirft kein tolles Licht auf so eine Weltmeisterschaft", betonte der 68-Jährige.

20:30 Uhr

Kittel zeigt Verständnis für Dumoulin

Ex-Weltklassesprinter Marcel Kittel hat Verständnis für die überraschende Radsport-Auszeit seines ehemaligen Teamkollegen Tom Dumoulin. "Natürlich ist es traurig zu sehen, dass er sich jetzt eine Auszeit vom Radfahren nimmt. Aber er bleibt sich auch treu, um sich die Zeit zu nehmen, die er braucht, und herauszufinden, wer er ist und was er will", schrieb der 32 Jahre Kittel auf Instagram. Der 30 Jahre alte Niederländer Dumoulin hatte gestern in einem Video-Statement seines Teams Jumbo-Visma überraschend verkündet, dass er sich eine Auszeit vom Radsport nehmen werde, da er wegen der Erwartungen an ihn zu viel Druck verspüre.

Der gebürtige Arnstädter hatte im Mai 2019 ebenfalls mitten in der Saison seine Karriere beendet und diesen Schritt unter anderem mit Motivationsproblemen begründet. Mittlerweile studiert Kittel - mit 14 Tageserfolgen deutscher Tour-de-France-Rekordetappensieger - an der Universität Konstanz Wirtschaftswissenschaften und erwartet mit seiner niederländischen Lebensgefährtin das zweite Kind.

20:04 Uhr

Manuel Neuer stellt neuen Bundesliga-Rekord auf

Welttorhüter Manuel Neuer hatte am Nachmittag gleich doppelt Grund zum Jubeln: Das 4:0 (1:0) bei Schalke 04 war für Bayern München ein weiterer Schritt zum nächsten Titel - und Neuer stellte mit dem 197. Bundesligaspiel ohne Gegentreffer einen Rekord auf. Damit überflügelte er Oliver Kahn, mit dem sich der 34-Jährige den Spitzenplatz in dieser Statistik geteilt hatte. Neuer benötigte nur 423 Spiele für die Bestmarke, Kahn stand in 557 Spielen (für den Karlsruher SC und Bayern München) auf dem Platz.

19:21 Uhr

Vertrag aufgelöst: Subotic spricht über Zukunft

Der frühere Bundesliga-Profi Neven Subotic denkt nach seinem Abschied vom türkischen Erstligisten Denizlispor "noch lange nicht" ans Aufhören. "Meine Zukunft sehe ich aus persönlichen Gründen, die sich in den letzten Monaten geändert haben, näher an Deutschland. Ich bin fit und habe noch einige Ziele vor Augen", sagte der 32-Jährige bei Sport1.

Der frühere Dortmunder, in der Bundesliga zuletzt für Union Berlin aktiv, hatte seinen bis 2022 laufenden Vertrag bei Denizlispor nach nur vier Monaten aufgelöst. Ein Grund sollen ausstehende Gehaltszahlungen gewesen sein. Subotic berichtete von langwierigen Gesprächen mit den Vereinsverantwortlichen, in denen sich jedoch "keine seriösen Lösungen für ein nachhaltiges Arbeitskonzept" ergeben hätten. Klub und Fans blieben ihm allerdings "dank eurer besonderen Gastfreundschaft ewig im Herzen".

18:32 Uhr

Milan geht unter, Inter nutzt das nicht, Juve aber schon

Italiens Fußball-Rekordmeister Juventus Turin hat die Patzer des Spitzenduos ausgenutzt und seinen Hoffnungen auf den zehnten Scudetto in Folge neues Leben eingehaucht. Die Alte Dame besiegte den FC Bologna durch die Treffer des Brasilianers Arthur (15.) und des früheren Schalkers Weston McKennie (71.) mit 2:0 (1:0).

Juventus um den früheren Weltfußballer Cristiano Ronaldo hat nun 36 Punkte auf dem Konto und bei Saisonhalbzeit gegenüber Tabellenführer AC Mailand (43) sowie Verfolger Inter Mailand (41) noch ein Spiel in der Hinterhand. Milan verlor gestern 0:3 gegen Atalanta Bergamo mit dem deutschen Nationalspieler Robin Gosens. Inter kam bei Udinese Calcio nicht über ein 0:0 hinaus.

18:10 Uhr

Australian Open legen Turnier für Profis in Quarantäne auf

Im Vorfeld der Australian Open wird es ein weiteres Tennis-Turnier ausschließlich für Spielerinnen geben, die derzeit wegen der strikten Quarantäne-Regeln nicht trainieren können. Das teilten die Veranstalter des ersten Grand-Slam-Turniers der Saison mit. Damit finden vor den Australian Open nun drei Turniere bei den Damen und zwei Turniere sowie der ATP Cup bei den Herren statt. Die Australian Open sollen dann am 8. Februar in Melbourne beginnen.

Weil es auf einigen Charterflügen nach Australien positive Tests auf das Coronavirus gegeben hatte, befinden sich aktuell 72 Profis und Betreuer noch bis Ende Januar in Quarantäne und dürfen ihre Hotelzimmer nicht verlassen. Dazu zählt auch Angelique Kerber, die 2016 in Melbourne ihren ersten von bislang drei Grand-Slam-Titeln holte. Die übrigen Spielerinnen und Spieler dürfen für fünf Stunden am Tag trainieren.

17:40 Uhr

"Hinter seiner Stirn muss etwas schief laufen"

Die deutschen Skilanglauf-Teams haben sich bei den einzigen Staffelrennen vor der WM in Oberstdorf teuer verkauft. Beim Weltcup in Lahti kam das Männer-Quartett auf einen starken vierten Platz im von einem üblen Foul des russischen Schlussläufers Alexander Bolschunow überschatteten 4x7,5-Kilometer-Wettbewerbs. Die zunächst drittplatzierte Mannschaft Russland I wurde nach einem doppelten Ausraster ihres Superstars sogar disqualifiziert. Er schlug erst im Zielsprint mit der Faust nach dem Finnen Joni Mäki, hinter der Ziellinie streckte er Mäki dann aus voller Fahrt mit einem Eishockey-Check nieder. "Hinter seiner Stirn muss etwas gehörig schief laufen", sagte Mäki laut xc-ski.com über seinen Kontrahenten. Der Finne trug leichte Verletzungen davon: "Die Hand ist ein wenig geschwollen, aber nicht besonders schmerzhaft. Wir werden das beobachten."

17:07 Uhr

Formel 1: Red Bull setzt auf Unruhe bei Mercedes

Noch immer steht Lewis Hamilton ohne Cockpit für die nächste Saison da. Die Verhandlungen mit Mercedes stocken. Red Bulls Motorsportberater Dr. Helmut Marko geht von einer Einigung beider Parteien aus, hofft jedoch auch, dass sein Team die durchwachsene Vorbereitung des Konkurrenten zugutekommt.

16:44 Uhr

"Überall Fehler drin" - Weidle erlebt zwei Rennen zum Vergessen

ce029efff6f9b932f89d8877c700efb4.jpg

Nunja.

(Foto: AP)

Skirennläuferin Kira Weidle hat beim Weltcup in Crans-Montana ein Wochenende zum Vergessen erlebt. Nach dem enttäuschenden 16. Platz in der Abfahrt kam sie auch im Super-G nicht über Rang 26 hinaus. Für Weidle ein Rückschlag zwei Wochen vor der WM, für die Abfahrtskönigin Sofia Goggia aus Italien und Super-G-Queen Lara Gut-Behrami aus der Schweiz endgültig in die Favoritenrolle fuhren. "Es waren überall Fehler drin", sagte Weidle nach dem Super-G zerknirscht im ZDF: "Ich war in der Fläche schnell und unten raus, aber wenn man zwischendrin so Fehler macht, bringt das auch nicht mehr viel." Ihr Rückstand auf Gut-Behrami: 2,35 Sekunden. Die Schweizerin war stolze 0,93 Sekunden schneller als die Österreicherin Tamara Tippler. Federica Brignone (Italien/1,02) wurde Dritte. Am Freitag war Weidle übrigens noch Fünfte in der Abfahrt geworden.

16:20 Uhr

Experten raten Rose vom Wechsel zum BVB ab

Ob Marco Rose angesichts der erneuten BVB-Krise noch einmal verstärkt ins Grübeln kommt, ob er im Sommer zu Borussia Dortmund gehen soll, ist nicht überliefert. Riskant wäre ein Wechsel von der einen Borussia aus Mönchengladbach zur anderen nach Westfalen nach aktuellem Stand allemal. Nach dem furiosen 4:2 (2:2) von Roses Gladbachern am Freitag rutschte der BVB zum Rückrunden-Auftakt gar auf Platz sieben ab. Was Rose zudem zu Denken geben könnte: Nach nur wenigen Wochen im Amt ist sein aktueller BVB-Kollege Edin Terzic auf dem besten Weg, als nächster Trainer am hochwertigen, aber schwierigen Kader Dortmunds zu scheitern.

Immer mehr Experten raten Rose zum Verbleib, zuletzt Ex-Weltmeister Per Mertesacker. "Ich glaube, momentan ist er sehr gut daran, bei Gladbach zu bleiben. Das ist eine sehr entwicklungsfähige Mannschaft", sagte Mertesacker, der Gladbachs Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft sieht. "Ich traue ihm zu, mit Gladbach den nächsten Schritt zu gehen in den nächsten Jahren, konstant in der Champions League zu sein und die Bayern herauszufordern."

15:41 Uhr

Live-Rücktritt im TV: Kroatiens Coach hört wegen Blamage auf

1d6bf86f723341298601f8113e9d6226.jpg

Oha, oha.

(Foto: imago images/Pixsell)

Nach der Blamage gegen Argentinien zog Lino Cervar Konsequenzen. Vor laufender TV-Kamera kündigte er seinen Rücktritt als Nationaltrainer des EM-Zweiten Kroatien nach der Handball-WM an. "Das ist eine Enttäuschung. Ich übernehme die Verantwortung, egal, was passiert", sagte der 70-Jährige im Anschluss an die überraschende 19:23-Pleite. Durch die Niederlage hat das Team um Kapitän Domagoj Duvnjak vom THW Kiel den Einzug ins Viertelfinale nicht mehr in der eigenen Hand. Die Kroaten belegen in der Gruppe II mit 5:3 Punkten nur den dritten Platz und müssen am Montag nicht nur den noch ungeschlagenen Titelverteidiger Dänemark (8:0) schlagen, sondern auch auf einen Patzer von Argentinien (6:2) gegen Katar hoffen. Cervar hatte Kroatien 2003 zum bisher einzigen WM-Triumph und 2004 zu Olympia-Gold geführt. "Ich bin immer noch davon überzeugt, dass wir Dänemark schlagen können, aber ich spreche über die Zukunft danach", sagte Cervar und bekräftigte: "Ich gehe nach der Weltmeisterschaft."

15:13 Uhr

Sieg bei Rallye Monte Carlo: Ogier stellt Rekord auf

Sebastian Ogier hat zum achten Mal die legendäre Rallye Monte Carlo gewonnen. Der 37 Jahre alte Franzose ist damit nun alleiniger Rekordhalter vor seinem Landsmann, dem neunmaligen Weltmeister Sebastien Loeb (46). Für den siebenfachen WM-Champion Ogier war der Sieg im Fürstentum der 50. insgesamt. "Es ist immer etwas Besonderes, hier zu gewinnen. Als kleines Kind hab ich schon von dieser Rallye geträumt", sagte Ogier, der im Toyota Yaris von Co-Pilot Julien Ingrassia navigiert wurde.

15:02 Uhr

Nächstes Double: Bobpilot Friedrich mit 50. Weltcupsieg

Francesco Friedrich hat mit dem Sieg im Viererbob sein drittes Double nacheinander und somit seinen 50. Weltcupsieg eingefahren. Nach dem Erfolg im Zweierbob gewann der Doppel-Olympiasieger am Königssee auch im Viererbob souverän. In der Königsklasse fuhr er mit seiner Crew Thorsten Margis, Martin Grothkopp und Alexander Schüller allen davon. Dem zweitplatzierten Österreicher Benjamin Maier nahm er 0,39 Sekunden ab, Lokalmatador Johannes Lochner als Drittem auf dessen Heimbahn sogar 52 Hundertstelsekunden. Der nach dem ersten Durchgang auf Rang zwei liegende Christoph Hafer vom BC Bad Feilnbach kam bei leichtem Schneefall auf Platz vier.

14:40 Uhr

Biathlon-Staffel überzeugt bei WM-Generalprobe

Die deutsche Biathlon-Staffel der Frauen hat bei der WM-Generalprobe in Antholz den Sieg nur knapp verpasst, aber mit Platz zwei dennoch viel Selbstvertrauen gesammelt. Nach dem Triumph beim Heim-Weltcup in Oberhof überzeugten Vanessa Hinz, Janina Hettich, Denise Herrmann und Franziska Preuß über die 4x6 Kilometer auch im letzten Rennen vor den Titelkämpfen in Pokljuka (10. bis 21. Februar).

Schlussläuferin Preuß musste sich erst nach Problemen im letzten Stehendschießen geschlagen geben. Das russische Team (0 Strafrunden + 9 Nachlader) feierte in 1:07:32,4 Stunden den ersten Saisonsieg, das DSV-Quartett (0+6) lag nach einer starken Leistung auf dem Schießstand nur 11,0 Sekunden zurück. Auf Rang drei landete Frankreich (1+9/+21,2).

14:11 Uhr

Segler Herrmann gelingt historische Ausnahmeleistung

Segler Boris Herrmann ist schon vor Erreichen der Ziellinie bei seiner Vendée-Globe-Premiere eine Ausnahmeleistung gelungen. Der 39-Jährige kreuzte am 77. Tag seiner Solo-Weltumseglung die eigene Kurslinie vom Rennauftakt. Damit hat Herrmann die Welt als erst dritter deutscher Segler nach Wilfried Erdmann (1984/85 und 2000/2001) und Susanne Huber-Curphey (2018/2019) und als erster Regatta-Teilnehmer allein und nonstop umrundet. Im Rennen selbst lag der Skipper der "Seaexplorer - Yacht Club de Monaco" nach guter und schneller Nacht auf Platz drei. Auf den neuen Spitzenreiter Louis Burton aus Frankreich ("Bureau Vallée 2") hatte Herrmann rund 45 Seemeilen Rückstand. Zum zweitplatzierten Franzosen Charlie Dalin fehlten 40 Seemeilen. Etwa vier Tage vor dem Finale am 27. oder 28. Januar wahrte Herrmann damit sogar seine Siegchancen, da er als einziger im Spitzentrio eine sechsstündige Zeitgutschrift erhält.

13:33 Uhr

Schwanitz stößt beim Comeback gleich mal die Norm für die EM

Ex-Weltmeisterin Christina Schwanitz ist nach einer anderthalb Jahre langen Wettkampfpause ein gutes Comeback gelungen. Bei einem Hallen-Meeting für Bundeskader in Chemnitz gelangen der 35-jährigen Kugelstoßerin vom LV 90 Erzgebirge im sechsten Versuch 19,11 Meter. Damit übertraf sie die Norm für die Hallen-Europameisterschaften Anfang März in Torun/Polen. "Man hat gemerkt, dass Christinas letzter Wettkampf bei der WM 2019 in Doha war. Sie war vorher unwahrscheinlich aufgeregt und nervös - das ist auch verständlich", sagte Bundestrainer Sven Lang über "einen klasse Wettkampf" von Schwanitz: "Damit bin ich sehr zufrieden." Nur um zwei Zentimeter verfehlte Sara Gambetta vom SV Halle, die mit 18,18 Metern den zweiten Platz erreichte, die Norm für die Hallen-EM.

13:13 Uhr

Skilangläufer verunglückt tödlich mit dem Auto

imago0015705067h.jpg

Tschebotko bei den Olympischen Spielen 2014.

(Foto: imago/Newspix)

Der kasachische Skilangläufer Nikolai Tschebotko ist bei einem Autounfall in seiner Heimat ums Leben gekommen. Dies gab der nationale Langlauf-Verband Kasachstans bekannt. Tschebotko wurde 38 Jahre alt. Der Unfall ereignete sich in der Nacht zu Sonntag in der Nähe des nordkasachischen Dorfes Borowoje.

Tschebotko, Teilnehmer an vier Olympischen Winterspielen, hatte Ende Dezember bei den nationalen Meisterschaften sein letztes Rennen bestritten. Im Weltcup war er zuletzt im Januar 2019 aktiv, gehörte aber schon länger nicht mehr zur Weltspitze. Seine größten Erfolge waren ein Teamsprint-Sieg im Weltcup 2012 in Quebec mit Denis Wolotka sowie WM-Bronze 2013 in Val di Fiemme mit Alexei Poltoranin.

12:48 Uhr

Götze muss bei PSV-Sieg zuschauen

Ohne die verletzten Deutschen Mario Götze und Philipp Max hat der niederländische Fußball-Erstligist PSV Eindhoven den Kontakt zu den Spitzenklubs gehalten. Der Tabellendritte siegte 2:0 (1:0) gegen den RKC Waalwijk und liegt nur einen Punkt hinter Spitzenreiter Ajax Amsterdam und dessen Verfolger Vitesse Arnheim.

Ajax könnte allerdings mit einem Sieg am heutigen Sonntag (12.15 Uhr) bei Fortuna Sittard wieder auf vier Zähler davonziehen. Einen deutschen Spieler bot Trainer Roger Schmidt dennoch auf: Der Ex-Stuttgarter Timo Baumgartl stand in der Verteidigung. Die Tore erzielten Eran Zahavi (45.) und Pablo Rosario (73.).

12:16 Uhr

Gensheimer hat "gar keinen Bock, auf die Frage zu antworten"

Uwe Gensheimer war genervt. Schon wieder dieses Thema, schon wieder stand der Kapitän der deutschen Handballer unter Beschuss. "Och, eigentlich habe ich gar keinen Bock, auf die Frage zu antworten", moserte Gensheimer, als er im TV auf die Kritik aus der Heimat angesprochen wurde: "Die Statistiken sprechen für sich. Ich weiß, dass ich besser Handball spielen kann." Dann aber stoppte Gensheimer nicht. Der Linksaußen, dessen Leistungen bei der WM in Ägypten wieder einmal nicht höchsten Ansprüchen genügten, legte nach dem verpassten Viertelfinale am ZDF-Mikrofon erst so richtig los.

"Missgunst und Neid sind da manchmal schon ein bisschen da", sagte er nach dem sportlich bedeutungslosen 31:24 gegen Brasilien. Auf der Platte wirkt er auch in seinem siebten großen Turnier als Kapitän seltsam gehemmt. "Vielleicht ist es zu viel für ihn: ein wichtiger Spieler zu sein und Kapitän der Mannschaft. Seine Körpersprache erstaunt mich", hatte jüngst Markus Baur, DHB-Kapitän beim deutschen WM-Titel 2007, gesagt und damit Zweifel gesät, ob Gensheimer in seiner Rolle als Kapitän noch der Richtige ist.

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:53 Uhr

Real rehabilitiert sich ohne Zidane zumindest ein bisschen

Nach dem überraschenden Pokal-Aus hat Real Madrid in der spanischen Fußball-Liga wieder einen Erfolg gefeiert. Nationalspieler Toni Kroos trug mit zwei Assists zum 4:1 (3:0) beim Tabellen-17. Deportivo Alaves bei. Real festigte damit den zweiten Tabellenplatz, der Abstand auf Spitzenreiter Atletico Madrid (44 Punkte) beträgt vier Zähler, hat aber schon zwei Spiele mehr bestritten. Trainer Zinedine Zidane fehlte dem Rekordmeister aufgrund einer Corona-Infektion, der Franzose wurde durch Assistent David Bettoni vertreten.

Casemiro erzielte in der 15. Spielminute den Führungstreffer für Real nach einer Ecke von Kroos, kurz vor der Halbzeit traf Eden Hazard nach Vorarbeit des deutschen Nationalspielers (45.+1), Karim Benzema gelang ein Doppelpack (41., 70.). Den Treffer für Alaves erzielte der ehemalige Bundesliga-Spieler Joselu (59.). Erst am Mittwoch war Real überraschend in der dritten Runde des Pokals beim Drittligisten CD Alcoyano mit 1:2 nach Verlängerung ausgeschieden.

11:15 Uhr

Die Schlagzeilen am Vormittag

10:53 Uhr

Herzprobleme: Olympiasieger nach Wettkampf operiert

imago1000417242h.jpg

Grubers Rückkehr verlief nicht optimal.

(Foto: imago images/Lehtikuva)

Der österreichische Kombinations-Olympiasieger Bernhard Gruber ist nach seinem Comeback beim Weltcup im finnischen Lahti ins Krankenhaus eingeliefert worden. Gruber, der mit Mario Seidl nach dem Springen in Führung lag und am Ende auf Platz sechs landete, klagte über Brustschmerzen. Daraufhin wurde eine erneute Herzkranzgefäßverengung festgestellt. Bereits am Abend wurden ihm zwei Stents eingesetzt. Das gab der österreichische Skiverband ÖSV bekannt. "Bernhard ist so weit in guter Verfassung und muss nun entsprechend seiner Genesung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben", sagte ÖSV-Teamärztin Dr. Ines Berger-Uckermann. Der 38-Jährige hatte sich vor zehn Monaten bereits einer Herz-OP unterzogen und war in Lahti ins Weltcupgeschehen zurückgekehrt.

10:10 Uhr

Stephen Curry trifft und trifft [...] und trifft [...] und trifft

Basketball-Superstar Stephen Curry hat einen weiteren Meilenstein in seiner NBA-Karriere erreicht. Mit 2562 Distanzwürfen überholte der 32-Jährige Reggie Miller in der "ewigen" Dreier-Bestenliste und schob sich auf den zweiten Platz vor. Beim 108:127 seiner Golden State Warriors bei den Utah Jazz gelangen dem Guard fünf Dreier. "Ich habe versucht, es mitten im Spiel zu genießen, weil ich wusste, dass es passieren konnte. Ich habe zu ihm aufgesehen, als ich aufwuchs", sagte Curry.

Nationalspieler Dennis Schröder feierte mit Meister Los Angeles Lakers bei den Chicago Bulls den neunten Auswärtssieg der Saison, die Lakers sind in der Fremde noch ungeschlagen. Anthony Davis war beim 101:90 mit 37 Punkten bester Werfer der Gäste, Superstar LeBron James erzielte mit 17 Zählern und elf Rebounds ein Double-Double. Schröder kam in knapp 26 Minuten Einsatzzeit auf neun Punkte.

09:41 Uhr

Terzic beim BVB schon vor dem Aus? Zorc äußert sich

Trotz des Absturzes auf Rang sieben der Fußball-Bundesliga sieht Borussia Dortmund weiter keinen Grund für einen erneuten Trainerwechsel. Edin Terzic genießt als Chefcoach zumindest bis zum Saisonende das Vertrauen der BVB-Bosse und soll den Revierclub wieder in die Champions League führen. "Edin hat viele richtige Dinge angestoßen. Wir werden den Weg weiter mit ihm gehen", sagte Sportchef Michael Zorc der "Bild am Sonntag". In seinen ersten sieben Bundesligaspielen holte der 38 Jahre alte Terzic nur zehn Punkte. Schlechter war zuletzt Thomas Doll 2007 als BVB-Trainer gestartet.

09:08 Uhr

Man City vermeidet Pokal-Blamage in den letzten Minuten

Manchester City ist im englischen FA Cup beim Viertligisten Cheltenham Town nur knapp an einer Blamage vorbeigeschrammt. Die Citizens mühten sich beim krassen Außenseiter mit einer B-Elf zu einem 3:1 (0:0)-Sieg und erreichten dank später Tore das Pokal-Achtelfinale. Phil Foden (81 Minute.), Gabriel Jesus (84.) und Feran Torres (90.+4) trafen für den Tabellenzweiten der Premier League. Zuvor war Cheltenham, das in der viertklassigen League Two Tabellensiebter ist, durch ein Tor von Alfie May (59.) in Führung gegangen.

Zuvor war Titelverteidiger und Rekordpokalsieger FC Arsenal mit 0:1 (0:1) beim FC Southampton aus dem Pokal ausgeschieden. Aus der Premier League setzte sich auch West Ham United mit 4:0 (2:0) gegen die drittklassigen Doncaster Rovers durch. Brighton & Hove Albion gewann 2:1 (1:1) gegen Drittligist FC Blackpool. Premier-League-Schlusslicht Sheffield United schlug Plymouth Argyle, ebenfalls aus der 3. Liga, mit 2:1 (1:1).

08:47 Uhr

Stützle muss in der NHL pausieren

Die Ottawa Senators haben Shootingstar Tim Stützle rückwirkend zum 16. Januar auf die Verletztenliste der nordamerikanischen Eishockey-Liga NHL gesetzt. Um welche Blessur es sich handelt, gaben die Senators nicht bekannt. Der 19-Jährige bestritt bislang zwei Partien für Ottawa und erzielte bei seinem zweiten Einsatz sein erstes Tor in der NHL.

Es soll sich um eine kleinere Verletzung handeln, mittlerweile verpasste Stützle bereits das dritte Spiel. Der frühere Mannheimer trainierte zwar wieder mit den Senators, kam bei der 3:6-Niederlage bei den Winnipeg Jets dann doch nicht zum Einsatz. Für Ottawa war es die bereits dritte Niederlage gegen Winnipeg in Folge, die Senator sind mit nur drei Punkten aus fünf Spielen Division-Schlusslicht.

08:18 Uhr

McGregor kassiert böse beim Comeback im Oktagon

MMA-Star Conor McGregor hat bei seinem Comeback in das Oktagon der Ultimate Fighting Championship (UFC) eine Niederlage durch k. o. kassiert. Der Sieg in Abu Dhabi ging an den US-Amerikaner Dustin Poirier, der McGregor bereits in der zweiten Runde des Kampfes auf die Bretter schickte. "Das ist echt hart zu verarbeiten. Ich will einfach nur zurück ins Hotel und mit meinen Kindern abhängen", sagte McGregor.

Bereits im September 2014 hatten McGregor und Poirier gegeneinander gekämpft, damals gewann McGregor durch technischen K. o. Der 32-Jährige hatte in der Vergangenheit mehrfach seinen Rücktritt angekündigt, immer wieder war er aber zurückgekehrt. Zuletzt hatte McGregor im Juli erklärt, seine Handschuhe an den Nagel zu hängen.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:49 Uhr

Ludwigsburg verlängert eindrucksvolle Siegesserie

Die MHP Riesen Ludwigsburg bleiben Spitzenreiter in der Basketball-Bundesliga (BBL). Der Vizemeister setzte sich am 14. Spieltag bei Syntainics MBC Weißenfels mit 93:80 (47:37) durch und führt mit 26:2 Punkten die Tabelle an. Für Ludwigsburg war es bereits der elfte Sieg in Serie. Bayern München gewann 98:78 (49:43) bei medi Bayreuth und ist damit vorerst Vierter (20:4). Alba Berlin (18:2) kann die Mannschaft von Trainer Andrea Trinchieri heute (20.30 Uhr) allerdings wieder von diesem Platz verdrängen. Der Titelverteidiger empfängt s.Oliver Würzburg.

Die Hamburg Towers bleiben nach dem 98:70 (53:38) gegen die Fraport Skyliners Frankfurt mit 18:8 Punkten Berlin und Bayern auf den Fersen. Verfolger EWE Baskets Oldenburg gewann währenddessen beim Schlusslicht JobStairs Giessen 46ers 97:82 (40:37) und schob sich vorerst auf den zweiten Platz vor (24:4).