Sonntag, 30. August 2020Der Sport-Tag

mit Torben Siemer
Torben Siemer
22:50 Uhr

Kerber fühlt sich im Corona-Hotspot "relativ sicher"

Angelique Kerber hat vor dem Beginn der US Open die Vorbereitungen der Organisatoren in der Corona-Zeit gelobt. "Ich muss sagen, ich fühle mich relativ sicher hier", sagte die deutsche Nummer eins kurz vor dem Auftakt des Grand-Slam-Turniers in New York am Montag. "Die Maßnahmen und Sicherheitsvorkehrungen sind sehr hoch. Es war keine leichte Aufgabe für die Veranstalter, aber sie machen es bisher sehr gut."

Die US Open finden unter strengen Hygiene- und Sicherheitsbedingungen statt. So sind die Spielerinnen und Spieler gemeinsam in Hotels untergebracht und haben keinen Zugang zum ansonsten so beliebten Stadtteil Manhattan. Für Kerber ist es in Flushing Meadows der erste Auftritt seit ihrem Achtelfinal-Aus bei den Australian Open im Januar. Danach musste die 32-Jährige erst wegen hartnäckiger Oberschenkelprobleme pausieren, dann legte die Coronavirus-Pandemie die komplette Tennis-Tour lahm. Vor der ersten Runde am Montag gegen Ajla Tomljanovic aus Australien hat Kerber daher keine großen Erwartungen.

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22:09 Uhr

Becker ist sauer: "Das ist nicht zu akzeptieren"

Deutschlands Tennis-Legende Boris Becker hat die Anti-Rassismus-Proteste im amerikanischen Sport gelobt. "Man kann Menschen nicht aufgrund ihrer Hautfarbe umbringen. Punkt. Das ist größer als der Sport", sagte Becker bei "eurosport.de". "Was dort in Sachen Polizeibrutalität gegenüber schwarzen Menschen passiert, ist nicht zu akzeptieren", sagte Becker zur Situation in den USA. Angeführt von den Basketballern in der NBA hatten in dieser Woche zahlreiche Sportarten ihre Wettbewerbe ausgesetzt, um gegen Rassismus und Polizeigewalt zu protestieren. Im Tennis hatte die Japanerin Naomi Osaka auf ihr angesetztes Halbfinale beim Masters-Event in New York verzichtet.

19:59 Uhr

CL-Finale: Wolfsburg verpasst deutsches Doppel-Triple

In San Sebastian ist die Schlussphase im Champions-League-Finale der Frauen angebrochen - und der VfL Wolfsburg wahrte bis zur 88. Minute seine Chance auf ein CL-Wunder und damit das zweite Triple seiner Vereinsgeschichte. Nach der ernüchternden 1. Halbzeit, in der die CL-Rekordsiegerinnen und Titelverteidigerinnen von Olympique Lyon eiskalt mit 2:0 in Führung gegangen waren, verkürzte DFB-Nationalspielerin Alexandra Popp in der 58. Minute auf 1:2.

Ein Tor fehlte den Wolfsburgerinnen noch, um mindestens die Verlängerung zu erzielen. Kassieren durften sie dafür aber keins mehr, was nicht glückte. In der 88. Minute stellt Sara Björk Gunnarsdottier auf 3:1 für die französischen Seriensiegerinnen. Es war der Endstand in San Sebastian, womit Olympique Lyon seinen fünften CL-Titel in Serie und seinen siebten insgesamt feiert.

Einen ausführlichen Spielbericht auf n-tv.de finden Sie hier.

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Einen ausführlichen Text-ReLiveticker gibt's nebenan bei unseren Sportsfreundinnen von sport.de.

Damit bleibt es in dieser Saison bei einem Triple-Sieger für den deutschen Fußball, dem FC Bayern. Dessen Finaltriumph gegen Paris St. Germain vor einer Woche hatte als gutes Omen gegolten für die Wolfsburgerinnen. Ihre Triple-Premiere hatten die Wolfsburgerinnen nämlich 2013 gefeiert - gemeinsam mit dem FC Bayern.

Hier gibt es für Sie noch die bisherige Siegerinnenliste:

21:02 Uhr

Schach-Olympiade endet mit Blackout und kuriosem Sieg

Nach einem Serverausfall und Internet-Blackout sind bei der erstmals online ausgetragenen Schach-Olympiade die Finalisten Russland und Indien gemeinsam zu Siegern gekürt worden.

  • Als ein Serverausfall am Sonntag Internetverbindungen unterbrach, führte Russland im zweiten Finalmatch mit 2,5:1,5. In den beiden offenen Partien hatte Indien gute Chancen auf ein 3:3 und damit auf ein Stechen, doch die Zeitüberschreitung beendete das Match.
  • Ein sofort eingelegter Protest des indischen Verbands wurde vom Präsidenten des Weltschachbunds, Arkadi Dworkowitsch, akzeptiert. Statt die unterbrochenen Partien fortzusetzen, erklärte der frühere russische Politiker beide Nationen zu Siegern.
  • Die deutsche Mannschaft war bereits am Donnerstag in der ersten Playoff-Runde gegen Ungarn ausgeschieden.
19:12 Uhr

Schwere Vorwürfe: Großkreutz klagt gegen seinen Verein

Ex-Weltmeister Kevin Großkreutz klagt gegen seinen Arbeitgeber KFC Uerdingen. Am 17. September treffen sich beide Parteien vor dem Arbeitsgericht Krefeld zu einem Gütetermin. "Es ist zutreffend, dass der KFC Uerdingen und Kevin Großkreutz eine rechtliche Auseinandersetzung führen", bestätigte der Fußball-Drittligist auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte die "Bild" berichtet, es gehe in dem Disput um Gehaltszahlungen.

Der KFC macht in seiner Stellungnahme Großkreutz schwere Vorwürfe: "Als einziger Spieler der Mannschaft des KFC Uerdingen war Kevin Großkreutz nicht bereit, den Verein im Zuge der großen Herausforderungen durch die Corona-Pandemie zu unterstützen und entlasten. Trotz monatelanger Gespräche mit dem Spieler und seinem Berater war es nicht möglich, eine Einigung zu erzielen." Der Weltmeister von 2014 hat in Krefeld noch einen Vertrag bis zum Sommer 2021, spielt sportlich aber keine Rolle mehr. Am Training nimmt der 32 Jahre alte Dortmunder indes normal teil.

18:46 Uhr

Corona-Fall schwächt Spanien im Duell mit Deutschland

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Mikel Oyarzabal ist amtierender U21-Europameister.

(Foto: imago images/Alterphotos)

Der spanische Fußball-Nationalspieler Mikel Oyarzabal ist positiv auf das Coronavirus getestet worden und wird deshalb beim Nations-League-Spiel gegen Deutschland am kommenden Donnerstag in Stuttgart (20.45 Uhr, ZDF und im ntv.de-Liveticker) fehlen.

  • Dies teilte der 23-Jährige vom spanischen Erstligisten Real Sociedad San Sebastian am Sonntag über Instagram mit.
  • "Ich muss nun ein paar Tage zu Hause bleiben und kann nicht mit zur Nationalmannschaft fahren", schrieb Oyarzabal, der 2019 in sechs von zehn EM-Qualifikationsspielen für Spanien zum Einsatz kam (zwei Tore).
  • Im vergangenen Sommer wurde der gebürtige Baske mit der U21 Europameister.
18:20 Uhr

Kovac siegt erstmals mit Monaco in der Liga

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Nico Kovac kann jubeln.

(Foto: dpa)

Der frühere Bundesliga-Trainer Niko Kovac hat mit der AS Monaco seinen ersten Saisonsieg in der französischen Fußball-Liga Ligue 1 gefeiert. Am zweiten Spieltag gewann das Team aus dem Fürstentum beim FC Metz 1:0 (1:0). Zum Saisonauftakt in der Vorwoche hatte sich Monaco 2:2 von Stade Reims getrennt.

Den Siegtreffer in Metz erzielte der von Bayer Leverkusen umworbene Benoit Badiashile (22.), nach einer Gelb-Roten Karte gegen Youssouf Fofana (47.) musste Monaco fast die gesamte zweite Halbzeit in Unterzahl spielen. Kovac, der Anfang November des vergangenen Jahres bei Bayern München entlassen worden war, wurde Mitte Juli als neuer Trainer in Monaco vorgestellt.

17:48 Uhr

Statt AC Mailand: Rangnick wieder Kandidat in Italien

Ein Wechsel zum AC Mailand hat sich zerschlagen, nun kursiert der Name Ralf Rangnick erneut bei einem italienischen Fußball-Erstligisten. Nach Informationen der "Gazzetta dello Sport" soll der ehemalige Bundesligatrainer bei der AS Rom ein Kandidat für den Posten des Sportdirektors sein. Demnach soll Dan Friedkin, der neue Eigentümer des Klubs, auf der Suche nach einem Kandidaten von "internationalem Format" sein.

Rangnick, der Ende Juli seinen Posten als "Head of Sport and Development Soccer" bei Red Bull geräumt hatte, würde dieses Anforderungsprofil erfüllen. Zuletzt hatte der 62-Jährige mit dem AC Mailand über eine Zusammenarbeit verhandelt, Rangnick hätte dort den Posten als Sportdirektor und Trainer übernehmen sollen. Nach wochenlangen Gesprächen kam eine Zusammenarbeit jedoch nicht zustande.

17:21 Uhr

Speerwerfer Seifert erhält Fair-Play-Preis für WM-Verzicht

Für seine starke Geste zugunsten eines Teamkollegen vor der Leichtathletik-Weltmeisterschaft 2019 hat Speerwerfer Bernhard Seifert jetzt den Fair-Play-Preis des Deutschen Sports erhalten. Der 27-Jährige aus Potsdam erhielt die Auszeichnung im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Der Preis wurde dem Athleten bereits im Januar zuerkannt; er wird vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) gemeinsam mit dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) vergeben. Seifert hatte die Norm für die WM in Doha/Katar im Vorjahr bereits früh erfüllt. Wegen einer späteren Formkrise verzichtete der Potsdamer zwei Wochen vor dem Saisonhöhepunkt aber auf sein Startrecht. Davon profitierte sein Mainzer Speerwurf-Kollege Julian Weber, der schließlich WM-Sechster wurde. "Deine faire Geste hat uns alle zutiefst beeindruckt", sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann in einem Video und sprach von einer "wertvollen Haltung". "Er hat seine eigenen Interessen zugunsten eines Mannschaftskollegen zurückgestellt und damit in besonderer Weise Teamgeist bewiesen.

16:49 Uhr

"Der beste Profi, den ich beim FC Bayern erlebt habe"

Torschützenkönig Robert Lewandowski ist für Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge "vielleicht der beste Profi, den ich hier erlebt habe". Die Frage sei, sagte Rummenigge im Interview der "Welt am Sonntag", ob "Robert mit 35 sogar noch besser sein wird als Cristiano Ronaldo mit 35. Er ist ein wunderbares Vorbild für unsere jungen Burschen." Alles, "seine Ernährung, sein Lifestyle", sei bei dem 32 Jahre alten Polen "auf den Erfolg ausgerichtet", sagte Rummenigge. "Wenn ich manchmal in der Kabine bin und seinen Oberkörper sehe - er ist wie Adonis. Besser geht es nicht." Deshalb habe Lewandowski die Wahl zum Weltfußballer des Jahres, für die es allerdings noch keinen Termin gibt, "so verdient wie kein anderer".

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15:24 Uhr

Streit zwischen Messi und Barça: Liga bezieht deutlich Stellung

Der abwanderungswillige Lionel Messi hat im Konflikt mit dem FC Barcelona einen herben Rückschlag erlitten. Die spanische Profiliga gab dem Klub nun im Disput recht. Der Weltfußballer dürfe den spanischen Vizemeister nicht wie gewünscht ablösefrei verlassen, teilte La Liga mit. In dem Vertrag des Argentiniers, der bis Juni 2021 läuft, sei eine Ablöseklausel verankert, die weiterhin Gültigkeit habe, hieß es. Die Liga werde dem Profi deshalb keine Freigabe für einen Vereinswechsel erteilen, wenn der festgeschriebene Betrag nicht vorher bezahlt werde. La Liga nennt die Summe zwar nicht, nach übereinstimmenden Medienberichten beläuft sich diese aber auf 700 Millionen Euro.

14:57 Uhr

Ex-Champion Huck siegt bei Rückkehr in den Boxring

Der frühere Box-Weltmeister Marco Huck ist nach 15 Monaten Pause mit einem Sieg ins Schwergewicht zurückgekehrt. Gegen Dennis Lewandowski (Greifswald) gewann Huck vor 500 Zuschauern in Braunlage den Kampf über zehn Runden einstimmig nach Punkten. Durch den Erfolg winkt dem Berliner ein EM-Fight.

Der 35-Jährige, jahrelang Champion im Cruisergewicht, hatte vor knapp drei Jahren einen erneuten Anlauf im Schwergewicht angekündigt. Zwei Kämpfe bestritt er bis zum Duell mit dem 152 Kilo schweren Lewandowski, einmal siegte Huck 2018 gegen Yakup Saglam, ein Fight im Mai 2019 gegen den US-Amerikaner Nick Guivas war nicht gewertet worden.

14:13 Uhr

Lewandowski, Flick und Harder setzen sich durch

Robert Lewandowski von Bayern München ist zum ersten Mal zu Deutschlands Fußballer des Jahres gewählt worden. Der 32-Jährige erhielt bei der vom "Kicker" organisierten Wahl durch Deutschlands Sportjournalisten mit großem Abstand die meisten Stimmen (276) und trat die Nachfolge von Marco Reus an. Trainer des Jahres wurde Hansi Flick (223), der die Bayern zum Triple geführt hatte. Vorjahressieger Jürgen Klopp (164) belegte Platz zwei. Lewandowski, Torschützenkönig in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League, setzte sich souverän gegen seine Münchner Teamkollegen Thomas Müller (54) und Joshua Kimmich (49) durch.

Bei den Frauen endete die Siegesserie von Dzsenifer Marozsan, die 2017, 2018 und 2019 gewonnen hatte. Fußballerin des Jahres 2020 wurde die 27 Jahre alte Dänin Pernille Harder (212), die als erste ausländische Spielerin triumphierte. Die Stürmerin des VfL Wolfsburg gewann vor Alexandra Popp (76) und Marozsan (36).

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13:41 Uhr

Zweites Rennen, zweites Podium: Schumacher überzeugt in Spa

Mick Schumacher hat in der Formel 2 seinen sechsten Podestplatz der laufenden Saison erobert. Im Sprintrennen von Spa wurde der 21 Jahre alte Prema-Fahrer Zweiter hinter seinem Teamkollegen Robert Schwarzman (Russland). "Sorry, dass der Start nicht so gut funktioniert hat, aber danke, danke für dieses tolle Auto", funkte Schumacher in die Prema-Box. Bereits im Hauptrennen gestern hatte der 21-Jährige als Dritter hinter Red-Bull-Junior Yuki Tsunoda (Japan/Carlin) und Nikita Mazepin (Russland/Hitech GP) auf dem Podium gestanden. Schumacher kämpfte sich in einem von vielen Safety-Car-Phasen geprägten Rennen von Startplatz sechs immer weiter nach vorne und passierte mit neun Sekunden Rückstand auf Schwarzman die Ziellinie.

Die Führung in der Fahrerwertung übernahm Schwarzman mit 132 Punkten, gefolgt von dem Briten Callum Ilott (Uni-Virtuosi/122 Punkte) und Tsunoda (111). Schumacher ist mit 106 Punkten Vierter im Gesamtklassement.

13:04 Uhr

Sabally glänzt für Dallas bei Neustart nach Protest

Basketball-Nationalspielerin Satou Sabally hat nach der Protest-Pause der US-Profiliga WNBA erneut überzeugt. Die Berlinerin steuerte zum 82:78 der Dallas Wings gegen Indiana Fever in der Nacht zum Sonntag 18 Punkte, elf Rebounds und vier Assists bei. Für Dallas war es der sechste Saisonsieg im 16. Spiel. Wie mehrere andere Profiligen hatte die WNBA als Zeichen gegen Polizeigewalt und Rassismus ihre Spiele für zwei Tage ausgesetzt. Auslöser waren die Schüsse von Polizisten auf den Schwarzen Jacob Blake in Kenosha/Wisconsin.

12:34 Uhr

Mercedes-Teamchef Wolff: Ferrari schadet der Formel 1

Ferrari schadet nach Einschätzung von Toto Wolff mit seiner schweren sportlichen Krise auch der gesamten Formel 1. "Ferrari ist eine ikonische Marke. Sie sollten ganz vorne kämpfen", sagte der Teamchef von Branchenführer und Erfolgsrennstall Mercedes nach dem jüngsten schweren Rückschlag für die Scuderia. Beide Fahrer von Ferrari waren nur mit Mühe in die zweite Runde der Qualifikation für den Großen Preis von Belgien eingezogen. Sebastian Vettel wurde 14., Charles Leclerc 13. Von Siegchancen ist die Scuderia in Spa-Francorchamps nach den Erfolgen 2018 von Vettel und 2019 von Leclerc diesmal Welten entfernt.

"Es ist nicht gut für die Formel 1. Es ist nicht gut für den Kampf an der Spitze", betonte Wolff, dessen Team die unumstrittene Spitze der Rennserie seit Jahren bildet und sowohl den siebten Fahrertitel nacheinander als auch den siebten Konstrukteurstriumph in Serie ansteuert. Er leide mit den Tifosi, meinte Wolff. Man müsse aber auch die Prioritäten in der jüngsten Zeit bei der Scuderia infrage stellen und erörtern, woher das Leistungsloch komme. "Es geht um die Entscheidungen, die innerhalb des Teams von einigen Leuten getroffen wurden", sagte der 48 Jahre alte Österreicher, ohne die Kritik weiter zu präzisieren.

11:25 Uhr

Rummenigge kündigt zwei Abgänge beim FC Bayern an

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge rechnet "in diesen Tagen" mit einem Angebot für den Spanier Thiago. Bei dem 29-Jährigen sehe "es so aus, dass er uns verlassen möchte", sagte Rummenigge im Interview der "Welt am Sonntag". Für den Mittelfeldspieler "war es wichtig, dass er gezeigt hat, dass er in den großen Spielen sehr wohl top spielen kann. Wenn es so kommt, ist es ein Abgang, der schon etwas schmerzt." Spekuliert wird über einen Wechsel des Mittelfeldspielers zum FC Liverpool. Der Vertrag des Triple-Gewinners läuft noch bis 2021.

Auch der Abgang von Javi Martinez wird wahrscheinlicher. "Javi befasst sich damit, uns zu verlassen. Es wird für ihn auch schwierig jetzt", sagte Rummenigge. "Sein Vertrag gilt noch ein Jahr, und wir haben ihm zu verstehen gegeben, dass wir ihm keine Steine in den Weg legen." Der Spanier müsse entscheiden, wohin er gehen möchte. "Dann werden wir versuchen, eine faire Lösung zu finden."

11:04 Uhr

Schröder verliert mit OKC und fliegt vom Feld

Nationalspieler Dennis Schröder muss mit Oklahoma City Thunder nach Ende des Spielerstreiks in der Basketball-Profiliga NBA erneut einen Rückschlag im Kampf um die zweite Playoffrunde verdauen. Gegen die Houston Rockets verlor OKC im fünften Spiel mit 80:114 und liegt in der Best-of-seven-Serie mit 2:3 hinten. Schröder war bei der Niederlage mit 19 Punkten bester Werfer für Oklahoma, flog aber nach einer Auseinandersetzung mit Houstons PJ Tucker vor Spielende vom Feld.

Die Milwaukee Bucks kehrten indes erfolgreich auf das Feld zurück. Der Titelkandidat setzte sich mit 118:104 gegen Orlando Magic durch und komplettiert die zweite Runde der Eastern Conference. Dort treffen die Bucks auf Miami Heat. Einen großen Anteil am Erfolg der Bucks im fünften Duell der Serie (Endstand 4:1) hatte wieder einmal der griechische Superstar Giannis Antetokounmpo. Der 25-Jährige kam auf 28 Punkte und steuerte 17 Rebounds bei.

In der Western Conference kamen die Los Angeles Lakers als erstes Team eine Runde weiter. Gegen die Portland Trail Blazers gewann das Team um Superstar LeBron James mit 131:122 und entschied die Serie ebenfalls mit 4:1 für sich. James hatte mit seinen 36 Punkten sowie jeweils zehn Rebounds und Assists großen Anteil, bester Werfer war aber Anthony Davis, der 43 Punkte machte.

10:38 Uhr

Für zwei klangvolle Namen endet die Tour schmerzhaft früh

Neben Klassikerspezialist John Degenkolb ist die Tour de France auch für dessen Teamkollegen und Ex-Weltmeister Philippe Gilbert beendet. Der Belgier erlitt auf der ersten Etappe einen Bruch der Kniescheibe, wie der Lotto-Soudal-Rennstall in der Nacht mitteilte. Bei Degenkolb war das rechte Knie stark angeschwollen, ein Bruch wurde aber ausgeschlossen. Der gebürtige Thüringer hatte unter großen Schmerzen die Etappe beendet, war aber außerhalb des Zeitlimits geblieben. "Ich bin zutiefst enttäuscht, so die Tour zu verlassen. Nach so einer Vorbereitung will man nicht sofort wieder nach Hause. Ich habe es noch versucht, aber der Schmerz war zu groß", sagte Degenkolb.

Gestern war es bei regennasser Fahrbahn zu zahlreichen Stürzen gekommen. Zu den Sturzopfern gehörte auch der französische Mitfavorit Thibaut Pinot, der neben Hautabschürfungen auch Verletzungen am Knie und der rechten Schulter erlitt.

09:42 Uhr

Federer und Nadal wenden sich von Djokovic ab

In der Diskussion um eine neue Spielergewerkschaft im Tennis gehen die Superstars Roger Federer und Rafael Nadal auf Konfrontationskurs zum Weltranglistenersten Novak Djokovic. "Die Welt ist derzeit in einer schwierigen Situation. Ich persönlich denke, dass wir in diesen Zeiten gemeinsam in die gleiche Richtung gehen sollten", teilte Nadal bei Twitter mit: "Es ist Zeit für Einheit, nicht für Spaltung."

Wenig später unterstützte Federer seinen sportlichen Dauerrivalen. "Dies sind unsichere und herausfordernde Zeiten. Aber ich glaube daran, dass es sehr wichtig für uns ist, als Spieler zusammenzustehen", äußerte sich der Schweizer bei Twitter. Djokovic plant offenbar die Gründung einer neuen Interessenvertretung und will selbst als Präsident die Professional Tennis Players Association (PTPA) anführen. Nach Angaben der New York Times ist Djokovic bereits als Präsident des ATP-Spielerrats zurückgetreten.

08:56 Uhr

Messi boykottiert Training in Barcelona

Im Streit um seinen Abschied vom FC Barcelona berichten spanische Medien von einem angekündigten Trainingsboykott von Lionel Messi. Der 33 Jahre alte Argentinier habe seinem langjährigen Klub angekündigt, er werde nicht zum Corona-Test vor der ersten Einheit am Montag erscheinen. Demnach vertritt der sechsmalige Weltfußballer die Ansicht, eine Teilnahme stehe im Widerspruch zu seiner Kündigung. Der Angreifer will den spanischen Traditionsverein nach einer Saison ohne Titel ablösefrei verlassen und beruft sich auf eine Klausel, die ihm das nach dem Ende einer Saison gestattet. Barça sagt, die Frist dafür sei abgelaufen.

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