Sonntag, 15. Januar 2023Der Sport-Tag

Heute mit Stephan Uersfeld & Torben Siemer
20:50 Uhr

"Vielleicht heuchlerisch": Biathlon-Star macht inneren Kampf öffentlich

Biathlon-Star Sturla Holm Laegreid hat sich überaus besorgt über die voranschreitende Klimakrise gezeigt. Dabei ging er auch mit sich und seiner Sportart hart ins Gericht. "Wir sind keine guten Vorbilder", gab er im Interview mit "VG" offen zu. "Ein Spitzensportler zu sein, ist nicht gut für die Umwelt. Wir reisen viel und wir essen viel, weil wir viel Sport betreiben."

Der 25-Jährige bekannte, durchaus einen inneren Kampf auszutragen: "Es ist vielleicht heuchlerisch von uns zu sagen, dass die Umwelt wichtig ist, aber wir müssen versuchen, hervorzuheben, was wir tun können. Wir müssen versuchen, einen goldenen Mittelweg zwischen bestmöglicher Leistung und dem Besten für die Umwelt zu finden."

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20:09 Uhr

Bericht: FC Bayern verhandelt wieder mit neuem Torwart und Verein

Der Schweizer Boulevard-Zeitung "Blick" zufolge haben der FC Bayern und Borussia Mönchengladbach die Gespräche über einen möglichen Wechsel von Torwart Yann Sommer zum deutschen Fußball-Rekordmeister aus München neu aufgenommen. Die nächsten Tage würden zeigen, ob Sommer für den verletzten Manuel Neuer verpflichtet werden könne, hieß es weiter in dem Bericht. Quellen für die Wiederaufnahme der Verhandlungen nannte das Blatt nicht, auch keine weiteren Details.

Stattdessen spekulierte der "Blick" auch darüber, ob die Verantwortlichen der beiden Bundesligisten sich auf eine Ablösesumme einigen könnten. Sommers Vertrag bei den Borussen endet nach dieser Saison. Die Wunschlösung der Bayern stand am Wochenende beim 0:1 gegen den FC St. Pauli 90 Minuten im Tor der Gladbacher. Zuletzt hatte die Borussia einen Wechsel ihres Leistungsträgers ausgeschlossen.

19:09 Uhr

Ungeliebter Havertz schenkt Chelsea einen Sieg

Der FC Chelsea hat dank des deutschen Fußball-Nationalspielers Kai Havertz einen kleinen Schritt aus der Krise gemacht. Die zuvor drei Premier-League-Spiele nacheinander sieglosen Blues mühten sich zu Hause zu einem 1:0 (0:0) gegen den Londoner Rivalen Crystal Palace. Havertz erzielte in der 64. Minute den einzigen Treffer der Partie.

Seine Zukunft an der Stamford Bridge ist einem Medienbericht zufolge aber ungewiss. Mehrere Stars, darunter angeblich auch der 23 Jahre alte Ex-Leverkusener, könnten den FC Chelsea nach Informationen des britischen "Telegraph" im kommenden Sommer verlassen müssen.

18:25 Uhr

Brite schlägt deutsche Bobteams in der Königsdisziplin

Zum Abschluss des Heimspiels in Altenberg haben die erfolgsverwöhnten deutschen Bobfahrer um Francesco Friedrich doch noch eine Niederlage hinnehmen müssen. Der Brite Brad Hall schnappte ausgerechnet in der Königsdisziplin Viererbob den Sieg weg. Ansonsten gelang dem Team von Bundestrainer René Spies beim Weltcup mit zwei Siegen und acht Podestplätzen in vier Rennen eine vielversprechende Generalprobe für die Europameisterschaften in der kommenden Woche an gleicher Stelle. Im Vierer war das Team von Christoph Hafer diesmal die deutsche Nummer eins, auch wenn es hinter dem Briten Hall nur zu Rang zwei reichte.

17:40 Uhr

"Wie Äffchen die Münder zugehalten": DFB-Vize schimpft über Nationalmannschaft

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Ralph-Uwe Schaffert.

(Foto: Niedersächischer Fußball-Verband)

Der Neujahrsempfang des NFV-Kreises Hildesheim - der NFV ist der Niedersächsische Fußball-Verband - dürfte für gewöhnlich eine unaufgeregte Veranstaltung sein. In diesem Jahr allerdings geht es dort heiß her, wie die "Hildesheimer Allgemeine" berichtet. Denn Ralph-Uwe Schaffert, DFB-Vizepräsident und Chef des Norddeutschen sowie des Niedersächsischen Fußball-Verbandes, lässt seinem Ärger freien Lauf. Folgende Zitate stammen allesamt aus der HAZ, die von "einer Rede, die nachhallen wird", berichtet.

  • Die WM in Katar? Eine "große Blamage" aus deutscher Sicht, sagt Schaffert: "Wenn sich die deutschen Nationalspieler wie Äffchen die Münder zuhalten und sich den Friseur ins Hotel bestellen, muss man sich nicht wundern, wenn sie gegen Japan verlieren."
  • Die Diskussionen um Ausrichter Katar? "Verlogen und scheinheilig", sagt Schaffert: "Deutsche Unternehmen haben dort zweistellige Milliardenbeträge mit verschiedenen Projekten verdient. Kritik daran habe ich nicht gehört - weder vom DFB noch von sonst wem."
  • Die vor allem europäisch geprägte Kritik an der Vergabe? Ein Irrglaube, sagt Schaffert: "Wenn eine WM nur noch in Ländern ausgetragen werden soll, die man selbst gut findet, dann bleiben nicht viele übrig. Vielleicht Luxemburg oder die Schweiz."
16:59 Uhr

Türkei will 500.000 Dollar für Verhaftung von NBA-Profi zahlen

Mehr als 800 NBA-Spiele hat Enes Kanter Freedom absolviert, seit er 2011 von Utah Jazz in die beste Basketball-Liga geholt wurde. Zuletzt lief er in der Saison 2021/22 für die Boston Celtics, ehe diese ihn zu den Houston Rockets transferierten, die anschließend seinen Vertrag auflösten. Seitdem ist der 30-Jährige ohne Klub - und sorgt vor allem außerhalb des Parketts für Schlagzeilen.

Denn nun berichten US-Medien von der nächsten Eskalationsstufe im anhaltenden Konflikt zwischen dem 2,08-Meter-Mann und der Türkei. Der Center und ehemalige türkische Nationalspieler kritisiert Staatschef Recep Tayyip Erdogan - den er als "Diktator" und "Hitler" bezeichnete - immer wieder öffentlichkeitswirksam und wird nun von dessen Regierung offenbar als angeblicher Terrorist gesucht.

Laut "New York Post" bietet die Türkei für die Ergreifung Kanter Freedom 10 Millionen türkische Lira, was rund 500.000 US-Dollar oder knapp 460.000 Euro entspricht. Dem Bericht zufolge ist es das erste Mal, dass das Land offiziell ein Kopfgeld ausgeschrieben hat. Für den Basketballer erhöht das die Gefahr, wie er selbst sagt, aber er stehe in engem Kontakt mit US-Sicherheitsbehörden und werde "rund um die Uhr beschützt".

16:19 Uhr

Bericht über Spielmanipulation schreckt Handball-WM auf

Ein Bericht über vermeintliche Spielmanipulationen durch Schiedsrichter hat die Handball-Szene am Rande der WM aufgeschreckt. Die Europäische Handballföderation (EHF) bestätigte, dass sie im Dezember 2018 wegen eines entsprechenden Verdachts die Behörden eingeschaltet habe. Die damaligen Ermittlungen hätten jedoch zu keinem Ergebnis geführt, daher seien keine Konsequenzen ergriffen worden.

Zuvor hatte der dänische Fernsehsender TV2 berichtet, dass das auf Spielmanipulationen spezialisierte Unternehmen Sportradar zwischen September 2016 und November 2017 insgesamt 26 Spiele registriert habe, die deutliche Anzeichen von Spielmanipulation aufweisen würden. Im Fokus standen demnach acht Schiedsrichter-Duos, die teilweise auch bei der derzeit laufenden Weltmeisterschaft in Polen und Schweden im Einsatz sind.

"Nach Kenntnis der EHF blieben diese Ermittlungen der Polizei bisher ergebnislos und die Spekulationen blieben nach der Sondierung unbewiesen", teilte die EHF mit: "Eigene Auswertungen der EHF zu fraglichen Spielen aus damaliger sportlicher Sicht ergaben keine Anhaltspunkte, die die Einleitung eines Gerichtsverfahrens gerechtfertigt hätten."

15:56 Uhr

Dresden taumelt weiter und entfernt sich von Aufstiegsplätzen

Absteiger Dynamo Dresden hat seinen Negativlauf in der 3. Fußball-Liga auch im neuen Jahr nicht beendet. Die ambitionierten Sachsen kamen im Heimspiel gegen den Tabellenvorletzten SV Meppen nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus und blieben damit in der siebten Begegnung in Serie sieglos. Der eingewechselte Marek Janssen (90.+1) egalisierte in der Nachspielzeit den Führungstreffer von Dynamos Stefan Kutschke (71.). Für Janssen war es im ersten Spiel als Profi der erste Treffer - der 25-Jährige war im Winter vom Regionalligisten BW Lohne zu den Emsländern gewechselt.

15:21 Uhr

Haaland muss sich als "Loser" beschimpfen lassen

Nach der 1:2-Niederlage im Derby gegen Manchester United muss Manchester City mehr denn je um den Titel in der englischen Premier League bangen. Die dortigen Medien gingen nach der Partie insbesondere mit Top-Torjäger Erling Haaland hart ins Gericht.

Der englische "Mirror" kürte den ehemaligen BVB-Angreifer sogar zu einem der "Loser des Spiels". "Nach seinem sensationellen Start in die Saison ist Haaland in den letzten Wochen außer Tritt geraten und hat das Derby mit der dritten enttäuschenden Leistung in Folge beendet", schrieb das Blatt. Der "Telegraph" befand derweil, United habe Haaland einen Maulkorb verpasst.

Haaland hatte zuvor am Samstagabend in 90 Minuten nur 19 Ballkontakte und zwei Torschüsse gesammelt. Das einzige Tor für die Citizens hatte sein Mitspieler Jack Grealish erzielt. Der ehemalige Nationalspieler Dietmar Hamann setzte auf Twitter sogar zu einer vernichtenden Kritik an. Manchester City sei ohne den Norweger "das bessere Team" gewesen, urteilte der frühere Liverpool-Star.

14:54 Uhr

Straßer streift unter widrigen Bedingungen knapp am Podium vorbei

Linus Straßer hat seine nächste Podestplatzierung im Weltcup nur knapp verpasst. Der 30-jährige Münchner fuhr beim spektakulären Slalom-Klassiker in Wengen bei widrigsten Bedingungen auf Platz vier. Zum "Stockerl", das er in diesem Winter schon zweimal erreicht hat, fehlte ihm genau eine Sekunde. Der Norweger Henrik Kristoffersen feierte seinen 30. Weltcup-Sieg, den dritten am Männlichen im Berner Oberland. Straßer lag 1,49 Sekunden hinter dem Sieger, Sebastian Holzmann (+4,27) kam auf Platz 18.

Die Athleten litten unter den extremen Bedingungen. Im ersten Lauf waren nicht nur die Pistenverhältnisse, sondern auch die Kurssetzung grenzwertig. TV-Experte Felix Neureuther sprach von "Gewürge". Zum zweiten Durchgang fielen die Temperaturen stark ab, es begann zu schneien. "Es ist nicht ganz einfach", sagte Straßer über die Sicht, "aber wir sind es gewohnt."

14:22 Uhr

"Verdammt! Ist er in Ordnung?" Notfall bei Kind versetzt Handball-Stars in Sorge

Mühelos setzte sich Gastgeber Schweden gegen den Außenseiter Kapverdische Inseln durch. Die Skandinavier zogen durch den Erfolg in die Hauptrunde der Handball-WM ein. Nach dem Spiel standen die Stars rund um Jim Gottfridsson von Bundesligist SG Flensburg-Handewitt Rede und Antwort. Das Sieger-Interview wurde aber von besorgniserregenden Szenen unterbrochen.

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Als Gottfridsson am Mikrofon der schwedischen Zeitung "Aftonbladet" stand, rollte plötzlich eine Trage, auf dem etwa zehn Jahre alter Junge lag, an dem Aufbauspieler vorbei. Daraufhin unterbrach Gottfridsson das Interview prompt. "Verdammt! Ist er in Ordnung? Wie geht es ihm?", fragte der 30-Jährige die Mutter des Jungen. Der zweimalige Familienvater ergänzte: "Es hat mich berührt. Da ist das Vaterherz durchgekommen." Laut der Zeitung hat der Junge in der Halle einen epileptischen Anfall bekommen, mittlerweile gehe es ihm aber besser.

Nachdem die schwedischen Spieler den Schock verdaut hatten, beschlossen sie, dem Jungen eine Freude zu bereiten. Er soll ein von allen Spielern unterschriebenes Nationalmannschaftstrikot bekommen sowie Karten für eines der nächsten schwedischen Spiele.

13:59 Uhr

Norweger dominieren Massenstart-Rennen in Ruhpolding

Die deutschen Biathleten haben zum Abschluss des Biathlon-Heimweltcups in Ruhpolding im Massenstart die Podestplätze klar verfehlt. Bester der am Schießstand zu oft schwächelnden Deutschen über die 15 Kilometer war Justus Strelow auf Rang acht. Der 26-Jährige musste einmal in die Strafrunde und hatte 1:00,1 Minuten Rückstand auf die Spitze. Benedikt Doll musste sich nach fünf Fehlern mit Rang 15 zufriedengeben. Roman Rees (3) wurde 22., David Zobel (3) 24., Johannes Kühn (6) kam als 27. der 30 Starter ins Ziel.

Einmal mehr dominierten die Norweger das Geschehen: Der Weltcup-Gesamtführende Johannes Thingnes Bö sicherte sich trotz drei Fehlern seinen bereits neunten Saisonerfolg. Er verwies seine Teamkollegen Vjetle Sjastad Christiansen (2/+ 19,3 Sekunden) und Sturla Holm Laegreid (2/+ 35,3) auf die Plätze zwei und drei. Vierter wurde Bös älterer Bruder Tarjei. Johannes Thingnes Bö hatte bereits den Sprint gewonnen, zudem setzten sich die Skandinavier in der Staffel vor Deutschland durch.

13:24 Uhr

"Habe in England ein anderes Standing:" BVB-Ass Emre Can klagt über Deutschland

Emre Can vom Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund fühlt sich im Ausland mehr wertgeschätzt. "Dieses Gefühl habe ich sogar ganz extrem. Ich habe im Ausland ein ganz anderes Standing, in England zum Beispiel", sagte der 37-malige Nationalspieler im "Kicker".

  • Woran das liege, wisse er auch nicht. "Vielleicht respektiert man meine Leistungen da anders oder mag mich als Fußballer-Typ lieber. In Deutschland werde ich schon immer kritischer gesehen", sagte Can, räumte aber auch ein: "Ich weiß, dass ich nicht den besten Fußball gespielt habe, seit ich in Dortmund bin." Insgesamt sei es aber nicht so schlecht gewesen, wie es oft dargestellt werde, so der 29-Jährige.
  • Obwohl er in dieser Saison bisher nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinausgekommen ist, denkt er nicht an einen vorzeitigen Abschied (Vertrag bis 2024) beim BVB. "Ich bin glücklich hier, im Verein passt es, und ich bin unter anderem auch nah an meiner Familie in Frankfurt. Das passt", sagte Can.
13:00 Uhr

NFL-Ikone legt sich fest: "Die Bills gewinnen den Super Bowl, Brady nicht"

Gemeinsam mit Tom Brady gewinnt Rob Gronkowski vier Mal den Super Bowl. In seiner wahrscheinlich letzten Saison erreicht Brady mit seinen Buccaneers gerade so die Playoffs. Abschreiben will "Gronk" seinen alten Kumpel noch lange nicht, doch sein Favorit auf den Super Bowl ist ein anderer.

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12:07 Uhr

Lothar Matthäus mit klarer Kante: Thomas Müller bei WM falsch eingesetzt

Thomas Müller steht für den Neustart des DFB-Teams bereit.

Thomas Müller spielte bei der WM auf der falsche Position, sagt Lothar Matthäus.

(Foto: Tom Weller/dpa)

Lothar Matthäus sieht Thomas Müller in der Rolle des Mittelstürmers "falsch aufgehoben". Man tue dem 33-Jährigen "keinen Gefallen" damit, ihn als Neuner aufzubieten, sagte der deutsche Fußball-Rekordnationalspieler dem "Kicker" und forderte: "Lasst ihn dort spielen, wo er seine Stärken hat. Thomas gehört hinter die Spitze, wie früher im Zusammenspiel mit Robert Lewandowski."

  • Dort spielt bei Müllers Verein Bayern München allerdings Youngster Jamal Musiala, den Matthäus derzeit als "Deutschlands einzigen Weltklassespieler" sieht. Abschreiben sollte man Müller jedoch nicht, betonte er, "so weit sind wir noch lange nicht".
  • Müller hatte die Neuner-Rolle beim Vorrunden-Aus der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Katar und im einzigen Test der Bayern vor dem Ligastart am vergangenen Freitag gegen Red Bull Salzburg (4:4) bekleidet. Ganz vorne sei er "weniger am Ball, daran muss man sich gewöhnen, aber da komme ich schon zurecht mit", sagte er.
11:51 Uhr

Kult-Profi Gabriel Clemens will nicht nach England ziehen

Dartsprofi Gabriel Clemens nimmt den Hype nach seinem sensationellen Halbfinal-Einzug bei der WM gelassen. "Ich bin viel zu bodenständig, als dass ich mich ändern würde", sagte der 39-Jährige im Aktuellen Sportstudio des ZDF. Generell habe er seinen Erfolg auch "immer noch nicht richtig verarbeitet. Ich war noch nicht viel zu Hause, hatte viele Termine. Ich glaube, dass kommt mit der Zeit."

  • Generell seien für ihn auf der Darts-Tour die Strapazen der Reiserei am anstrengendsten. Ein Umzug ins Darts-Mutterland England kommt für den Saarwellinger dennoch nicht in Frage.
  • "Ich habe genug Probleme, als Saarländer hochdeutsch zu reden. Mit Englisch ist es noch schwieriger", scherzte Clemens: "Das Saarland ist mein Zuhause, da habe ich meine Freunde und Familie. Da bin ich daheim."
11:05 Uhr

"Bitte mal kurz kneifen": Gottschalk jubelt über Podestplatz bei Rallye Dakar

Nasser Al-Attiyah hat seinen Titel bei der 45. Rallye Dakar erfolgreich verteidigt und zum insgesamt fünften Mal beim Wüstenklassiker triumphiert. Der Brasilianer Lucas Moraes wahrte mit seinem Beifahrer Timo Gottschalk im Toyota auf dem 14. und letzten Teilstück über 136 Wertungskilometer mit dem Zielort Dammam den dritten Gesamtrang.

  • "Man müsste mich bitte mal kurz kneifen: Wir sind auf dem Podium! Es ist zwar das dritte Mal für mich, nach 2010 und 2011 mit Nasser Al-Attiyah - aber da haben wir, mehr oder weniger, die Erwartungen an uns erfüllt", sagte der Neuruppiner Gottschalk: "Dieser dritte Platz mit Lucas übertrifft allerdings alle Erwartungen und Ziele, das fühlt sich besonders gut an. Ich könnte kaum stolzer darauf sein."
  • Toyota-Pilot Al-Attiyah hatte nach 4247 zurückgelegten Kilometern in Saudi-Arabien in der Endabrechnung rund 1:20 Stunden Vorsprung auf Rallye-Rekordweltmeister Sebastien Loeb (Frankreich/Prodrive), der die Hälfte aller Etappen gewann, und knapp 1:40 Stunden auf Rookie Moraes und den 48-jährigen Gottschalk im Toyota. Den Sieg bei der letzten Etappe trug der Franzose Guerlain Chicherit (GCK Motorsport) davon.
  • Bei den Motorrädern triumphierte zum zweiten Mal der Argentinier Kevin Benavides (KTM).
10:19 Uhr

Berliner Verhältnisse: Katar-Klub Paris Saint-Germain droht Paris

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Die Farben von PSG könnten bald in einem anderen Stadion gezeigt werden.

(Foto: IMAGO/Icon Sportswire)

Die Hauptstädte Europas sind nicht unbedingt die besten Orte für Fußballklubs. In Deutschland hat sich zwar mit Union Berlin mittlerweile ein Verein in der nationalen Spitze festsetzen können, aber der Lokalrivale Hertha BSC eilt seit Jahren von Krise zu Krise. Auch, aber natürlich nicht ausschließlich, weil der Verein aus dem Gesundbrunnen seit etlichen Jahrzehnten in der riesigen Betonschüssel Olympiastadion spielt. Selten ist das Stadion ausverkauft, doch alle Bemühungen um eine neue, moderne Arena sind bislang im märkischen Sand verlaufen.

  • Einigermaßen überraschend ist, dass sie der Kampf um ein eigenes Stadion mit Frankreichs Serienmeister Paris Saint-Germain vereint. Der milliardenschwere Katar-Klub aus der französischen Hauptstadt wird nun sogar den Prinzenpark verlassen, weil die Stadt Paris das Stadion nicht an PSG verkaufen will.
  • "Wir haben einen klaren Standpunkt: Der Prinzenpark steht nicht zum Verkauf und wird nicht verkauft. Das ist unsere Position. Es ist ein besonderes Erbe für die Pariser", erklärte die Bürgermeisterin der Stadt, Anne Hidalgo, in "Le Parisien".
  • PSG hat in den vergangenen Jahren bereits 85 Millionen Euro in die Modernisierung des Stadions gesteckt und war bereit weitere 500 Millionen nachzuschießen. Aber nur unter der Bedingung, dass der Prinzenpark an den Klub verkauft wird. Jetzt droht PSG laut dem US-Sender ESPN mit einem Auszug. "Wir sind leider gezwungen, uns nun nach Alternativen umschauen", erklärte ein Vereinssprecher.
09:45 Uhr

Leverkusen-Trainer Alonso überzeugt: Florian Wirtz ist wie Lionel Messi

Trainer Xabi Alonso setzt bei Fußball-Bundesligist Bayer Leverkusen für die angestrebte Aufholjagd in Richtung Europacup-Plätze große Hoffnungen in den genesenen Nationalspieler Florian Wirtz. "Er ist sehr wichtig. Florian ist ein Geschenk für mich als Trainer. Er ist ein Spieler, der anders ist", sagte der Spanier im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung" über den nach einem Kreuzbandriss fast ein Jahr ausgefallenen Jungstar.

  • Wirtz lässt sich nach Auffassung des ehemaligen Welt- und Europameisters hinsichtlich Qualität und Spielintelligenz sogar bereits mit dem argentinischen Superstar Lionel Messi vergleichen: "Es gibt gute Spieler, und es gibt Spieler, die gut aussehen auf dem Platz. Der Spieler, der gut aussieht, macht Dinge, die schön sind, aber nicht unbedingt effizient. Warum ist Messi so gut? Weil er weiß, wie und wann man einfache Pässe spielt. Messi sagt: 'Du bist in einer besseren Position? Hier, da hast du den Ball!' Es geht nicht immer darum, die brillanteste Aktion zu machen, sondern die beste und klügste. Florian kann das. Deshalb ist er so gut."
  • Bei aller Begabung jedoch soll dem 19 Jahre alte Offensiv-Ass nicht ausschließlich die Verantwortung für Leverkusens weiteren Saisonverlauf aufgebürdet werden. "Wir können nicht darauf bauen, dass er alles allein richten wird. Damit würden wir weder ihm noch uns gerecht. Damit seine außergewöhnlichen Fähigkeiten aufblühen können, müssen wir ihm eine Basis geben. Dafür brauchen wir eine Struktur, viel Stabilität und ein klares Selbstverständnis", sagte Alonso
08:59 Uhr

Comeback mit 50 Jahren: Skisprung-Opa fliegt weit hinterher

Skisprung-Oldie Noriaki Kasai ist an seinem Comeback-Wochenende im zweitklassigen Continental Cup chancenlos geblieben. Der 50-Jährige verpasste in seiner japanischen Heimat Sapporo auf den Rängen 37 und 34 zweimal den zweiten Durchgang, beim dritten Wettkampf am Sonntag war er nicht mehr am Start. Für Kasai war es der erste Auftritt seit Dezember 2020 im Continental Cup. Anschließend war er noch an zwei Wochenenden im drittklassigen FIS-Cup gesprungen, zuletzt im März 2022. Sein letztes von bislang 569 Weltcupspringen hatte er im Februar 2020 ebenfalls in Sapporo absolviert.

  • Die deutschen Springer erlebten ein turbulentes Wochenende: Fünf der sechs angereisten DSV-Adler konnten am Samstag zunächst nicht springen, weil das Material nicht rechtzeitig angekommen war. In den zwei Wettkämpfen am Sonntag lief es dann besser, vor allem Martin Hamann überzeugte mit zwei vierten Plätzen. Im Continental Cup wird über die Anzahl der Startplätze im Weltcup entschieden, derzeit stehen Deutschland sechs der möglichen sieben zur Verfügung.
  • Kasai hatte gehofft, sich in der 2. Liga einen Weltcup-Startplatz für das kommende Wochenende zu sichern, wenn Japan ebenfalls in Sapporo auch eine nationale Gruppe einsetzen darf. In dieser Form dürfte er aber keine Chance haben - auf der Okurayama-Schanze war er nur neunt-, dann siebtbester Japaner.
  • Kasai hatte 2018 als erster Wintersportler zum achten Mal an Olympischen Spielen teilgenommen, für Peking 2022 hatte er sich nicht qualifiziert. Ans Aufhören denkt er dennoch nicht.
08:02 Uhr

DFB-Star Havertz vor Abgang? Chelsea vor 100-Millionen-Euro-Transfer

Der FC Chelsea wirft weiter mit Geld um sich. Der Traditionsklub aus London kommt nach dem erzwungenen Besitzerwechsel von Roman Abramowitsch hin zu einem vom US-Milliardär Todd Boehly geführten Konsortium sportlich zwar auf keinen grünen Zweig mehr, positioniert sich am Transfermarkt jedoch als mächtigster Verein der Welt.

  • Nach der Verpflichtung von Joao Felix, der sich Chelsea für eine Leihgebühr von elf Millionen Euro für sechs Monate von Atlético Madrid anschloss, steht der Champions-League-Gegner von Borussia Dortmund vor einem weiteren Transfer-Coup. Die Blues sollen kurz vor dem Transfer des ukrainischen Nationalspielers Mykhailo Mudryk stehen.
  • Der 22-jährige Flügelspieler von Schachtar Donezk stand eigentlich kurz vor einem Transfer zum Premier-League-Tabellenführer Arsenal, doch Chelsea soll, so berichten englische Medien, den Wechsel in letzter Minute gekapert haben. Chelsea versüßt Donezk den Wechsel mit einer Ablöse von nur 100 Millionen Euro (70 Millionen + 30 Millionen in Bonuszahlungen), heißt es. Dies würde die Transferausgaben der Londoner in dieser Saison auf rund 450 Millionen Euro ansteigen lassen.
  • Mudryk stand im Sommer 2022 kurz vor einem Wechsel zu Bayer Leverkusen. Die mögliche Ablöse damals: 20 Millionen Euro.
  • Unterdessen berichtet der "Telegraph", dass der Klub keine Verwendung mehr für den deutschen Nationalspieler Kai Havertz hat. Der 23-Jährige hatte sich Chelsea im Sommer 2020 für eine Ablöse von 80 Millionen Euro angeschlossen und die Blues mit seinem Treffer gegen Manchester City ein Jahr später zum Sieg in der Champions League geschossen.
07:33 Uhr

40 Millionen Euro für Angreifer mit zwei Toren: Leeds überschüttet TSG mit Geld

Der Transferpoker um Offensivspieler Georginio Rutter vom Fußball-Bundesligisten TSG Hoffenheim ist beendet. Wie beide Vereine bestätigten, wechselt der Offensivspieler mit sofortiger Wirkung zu Leeds United. Beim Tabellen-14. der englischen Premier League erhält der 20-Jährige einen Vertrag bis 2028. Hoffenheim kassiert inklusive Bonuszahlungen eine Ablöse von bis zu 40 Millionen Euro. Rutter ist damit der Rekordtransfer des kriselnden Klubs aus England.

  • Der französische U21-Nationalspieler, über dessen Wechsel zum Klub des früheren Leipziger Trainers Jesse Marsch seit Tagen spekuliert wurde, kam in der laufenden Saison in 17 Pflichtspielen zum Einsatz und erzielte zwei Tore. Rutter war im Februar 2021 für 750.000 Euro von Stade Rennes nach Hoffenheim gewechselt.
  • Ein Ersatz für Rutter wurde bereits kurz vor dem Jahreswechsel in Kasper Dolberg gefunden. Der 25 Jahre alte Däne kommt zunächst bis zum Saisonende per Leihe von OGC Nizza in den Kraichgau und kann dann dank einer Kaufoption fest unter Vertrag genommen werden.
07:18 Uhr

Vor Australian Open: Zverev spricht über Horror-Verletzung

Olympiasieger Alexander Zverev sind bei seiner schweren Verletzung im vergangenen Juni eigenen Angaben zufolge sieben Bänder gerissen. "Es wurde immer berichtet, es seien drei Bänder gerissen. Es waren aber sieben, von denen drei operiert wurden", sagte der 25-Jährige der "Bild am Sonntag" kurz vor dem Start der Australian Open.

  • Der einstige Weltranglistenzweite hatte nach dem Schock im Halbfinale der French Open selbst in einem Instagram-Post lediglich die gerissenen drei Außenbänder erwähnt. Welche weiteren Strukturen betroffen waren, führte er nun nicht aus. Die Verletzung warf ihn weit zurück, vor dem Beginn des ersten Highlights des neuen Jahres ist er noch nicht in Topform.
  • "Klar ist, dass ich in der jetzigen Verfassung die Australian Open nicht gewinnen werde", sagte Zverev: "Das heißt aber nicht, dass ich nach ein, zwei Spielen nicht meine Form finden kann. Dann steigt das Selbstvertrauen und dann - mal sehen."
  • In der ersten Runde von Melbourne trifft die deutsche Nummer eins am Dienstag (7.00 Uhr/Eurosport) auf den Peruaner Juan Pablo Varillas.
06:43 Uhr

"Aus der Zeit gefallen und deplatziert": Schwarzer nach Frauen-Kritik im Abseits

Andreas Michelmann, Präsident des Deutschen Handballbundes (DHB), hat Ex-Weltmeister Christian Schwarzer für dessen Kritik an Schiedsrichterinnen im Männerbereich gerügt. "Es ist schade, dass sich so ein großer Nationalspieler derart ins Abseits manövriert", sagte Michelmann am Rande der Handball-WM in Polen und Schweden: "Ich finde diese Aussagen absolut aus der Zeit gefallen und komplett deplatziert."

  • Der 53-jährige Schwarzer hatte zuvor die Nominierung von Schiedsrichterinnen für die Männer-WM (bis 29. Januar) moniert. "Keine Ahnung, wie man da auf die Idee gekommen ist, Frauen bei den Männern pfeifen zu lassen", hatte der Weltmeister von 2007 im Podcast "Erhellendes von Blacky Schwarzer" gesagt. In seiner aktiven Karriere habe er Schiedsrichterinnen auf dem Feld "auf gar keinen Fall" vermisst: "Ich hätte es nicht gemacht: Die können bei den Frauen pfeifen - und Männer pfeifen bei den Männern, aber das ist jetzt meine Einstellung dazu - und es entscheiden andere Leute drüber."
  • Michelmann sieht die Sache komplett anders. "Es ist doch inzwischen das Normalste der Welt, dass Frauen einen solchen Job übernehmen", so das Verbandsoberhaupt: "Seitdem wir Jutta Ehrmann-Wolf, selbst eine ehemalige internationale Spitzenschiedsrichterin, zur Leiterin des DHB-Schiedsrichterwesens gemacht haben, ist es absolut selbstverständlich, dass Männer UND Frauen regelmäßig in erster und zweiter Liga pfeifen. Das ist eine ganz normale Entwicklung."
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