Sonntag, 23. April 2023Der Sport-Tag

Heute mit Stephan Uersfeld & Tobias Nordmann
22:20 Uhr

Konkurrent erhebt Vorwürfe: Skandal um Premier-League-Aufsteiger droht

Der FC Burnley aus der zweiten englischen Fußball-Liga muss sich offenbar wegen des schweren Verdachts der Wettbewerbsverzerrung verantworten. Dies berichtet die "Sun". Der von Vincent Kompany trainierte Klub, der bereits frühzeitig den Aufstieg in die Premier League gesichert hatte, soll gegen den Abstiegskandidaten FC Reading absichtlich eine schlechtere Startelf aufgestellt haben, wodurch der Außenseiter ein Unentschieden und damit einen Punkt einfahren konnte. Diesen Vorwurf erhoben die Verantwortlichen von Huddersfield Town, das wie Reading gegen den Abstieg kämpft. Im Fall einer Verurteilung könnten Burnley neben einer Geldstrafe auch ein Punktabzug drohen.

21:48 Uhr

Hartenstein und die Knicks erspielen sich drei Matchbälle

Isaiah Hartenstein steht mit den New York Knicks kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale der NBA-Play-offs. Das Team um den Nationalspieler gewann das vierte Duell gegen die Cleveland Cavaliers 103:93, führt in der Best-of-seven-Serie mit 3:1 und hat drei Matchbälle zum Weiterkommen. Hartenstein kam im ausverkauften Madison Square Garden auf starke acht Rebounds, zwei Blocks und einen Punkt. Beste Werfer der Knicks waren Jalen Brunson (29 Punkte) und RJ Barrett (26). Spiel fünf findet am Mittwoch in Cleveland statt.

21:20 Uhr

Hamann attackiert entgleisten Dardai

Ex-Nationalspieler Dietmar Hamann hat Trainer Pal Dardai von Hertha BSC für dessen Wortwahl gegenüber Mittelfeldspieler Ivan Sunjic auf dem Trainingsplatz kritisiert. "Der Grundsatz ist Respekt. Du kannst mit einem Spieler nicht so sprechen", sagte Hamann bei Sky90. Dardai hatte zuvor beim Training Sunijic mit deutlichen Worten in die Kabine geschickt. "Verpiss dich hier, tschüss", sagte Dardai, wie in einem Video des Senders Sky zu sehen war. Berichten zufolge soll eine Disziplinlosigkeit der Auslöser gewesen sein. "Er hat das Recht, ihn wegzuschicken, aber die Wortwahl geht nicht", sagte der frühere Fußball-Profi Hamann über die Szene. "Er ist dem Spieler und auch den anderen Spielern irgendwo eine Entschuldigung schuldig", urteilte Hamann. Dardai hatte angekündigt, beim Tabellenletzten durchgreifen zu wollen. Die erste Partie nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank hatten die Berliner am Samstag mit 2:4 gegen Werder Bremen verloren.

20:42 Uhr

Huch, Bochums Edel-Fan Grönemeyer feiert BVB-Tor

Huch, was ist denn da los? Er gilt als Edel-Fan des VfL Bochum, war beim Sprung von Ruhrpott-Rivale Borussia Dortmund an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga aber via Laptop dabei. "Ein Tor wie gMalen!", kommentierte Herbert Grönemeyer bei Instagram den 4:0-Erfolg des BVB über Eintracht Frankfurt mit Bezug auf einen den zweiten Treffer des Dortmunder Angreifers Donyell Malen. Am kommenden Freitag (20.30 Uhr/DAZN) kommt es zum B1-Derby zwischen dem Tabellen-15 und dem Gast aus Dortmund. Dabei wird die bei jedem VfL-Heimspiel eingespielte Bochum-Hymne des Sängers die Fans einstimmen.

20:04 Uhr

Lewandowski vergibt kläglich, Barça siegt trotzdem

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Robert Lewandowski ließ in der 77. Minute einen Top-Chance ungenutzt.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Nach einem Sieg im Spitzenspiel der spanischen Fußball-Meisterschaft eilt der FC Barcelona mit großen Schritten dem Titel entgegen. Die Mannschaft des deutschen Nationaltorhüters Marc-Andre ter Stegen bezwang Atletico Madrid 1:0 (1:0) und hat an der Tabellenspitze weiter elf Punkte Vorsprung auf Real Madrid. Atletico, das 16 Punkte weniger als Barcelona hat und zum ersten Mal seit dem 8. Januar in der Liga verlor, ist Dritter. Der spanische Nationalspieler Ferran Torres (44.) sorgte mit seinem Treffer unmittelbar vor der Pause für die Entscheidung. Er beendete damit die kurze Durststrecke Barcelonas, das in den beiden vergangenen Ligaspielen jeweils ein 0:0 geholt hatte. Der frühere Bayern-Star Robert Lewandowski vergab in der Schlussphase die große Chance aufs 2:0, als er den Ball frei vor Atletico-Keeper Jan Oblak am Tor vorbeischob (77.). Unfassbar zudem: Der Pole stand alleine mit Raphinha vor dem Tor, legte aber nicht quer. In unserem Liveticker hieß es dazu: "Den muss Lewandowski querlegen!"

19:28 Uhr

Meistertrainer Jackson lässt Zukunft offen

Rekordtrainer Don Jackson hat seine Zukunft nach dem Titelgewinn mit Red Bull München in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) offengelassen. Es passiere nun das gleiche wie jedes Jahr. "Wir setzen uns zusammen und reden. Das ist heute kein Thema", sagte der 66-jährige US-Amerikaner bei MagentaSport und ergänzte mit Blick auf den weiteren Verlauf seiner Karriere: "Ich spiele im dritten Drittel." Jackson führte die Red Bulls durch ein 3:1 im fünften Play-off-Finale gegen den ERC Ingolstadt zum vierten Meistertitel, für den Erfolgscoach war es nach fünf Erfolgen mit den Eisbären Berlin der neunte. "Es ist immer das gleiche. Es ist emotional. Jede Meisterschaft ist unglaublich", sagte Jackson nach der Entscheidung in der Best-of-seven-Serie: "Es war ein großartiges Spiel, eine großartige Serie, eine großartige Saison."

Wie es weitergeht, soll bald geklärt werden. Zuletzt war der frühere Bundestrainer Toni Söderholm nach seinem Abschied vom Schweizer Traditionsklub SC Bern als möglicher Jackson-Nachfolger gehandelt worden.

19:01 Uhr

Großkreutz-Klub stürzt ab, Boss tobt: "Mannschaft ist tot!"

Der Traum von der Regionalliga droht zu platzen, der TuS Bövinghausen stürzt in der Oberliga immer tiefer in die Krise. Seit neun Spielen ist die Mannschaft um Weltmeister Kevin Großkreutz nun bereits sieglos. Daran kann auch der neue Trainer Christian Knappmann weiterhin nichts ändern. An diesem Sonntag kassierte der Dortmunder Stadtteilklub eine 2:3-Niederlage beim Abstiegskandidaten 1. FC Gievenbeck. Der ambitionierte Klubchef Ajan Dzeferoski tobte nach dem Abpfiff. "Wir haben dumm gespielt und wir sind momentan einfach zu schlecht. Das muss man ganz klar sagen", wird er im Reviersport zitiert. "Wir hatten es auch nicht verdient, irgendeinen Punkt zu holen. Was wir momentan machen, hat mit Fußball nicht viel zu tun." Und einmal richtig in Rage zerlegte er seine Fußballer komplett: "Da ist kein Wille, da ist gar nichts. Von der Lebendigkeit her ist die Mannschaft tot. Da ist nichts drin. Da fehlt es an allem."

18:21 Uhr

Lehmann spricht Bayern-Star Kimmich Führungsqualitäten ab

Sport.de

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Der ehemalige Bundesliga-Torwart Jens Lehmann sieht Joshua Kimmich nicht als Führungsspieler beim FC Bayern. "Kimmich hat es nie gelernt, das sieht man auf dem Platz", so der 53-Jährige beim TV-Sender "Bild" über den Mittelfeldmotor des FC Bayern: "Kimmich hat es nie gelernt, das Spiel auf dem Platz zu organisieren." Lehmann betonte zwar, er "gehe manchmal wegen Kimmich ins Stadion", weil dieser wegen seiner Kreativität und seines Ballgefühls ein großer Spieler sei. "Aber um ein Führungsspieler zu sein, muss ich vor allem erst einmal nach hinten meine Mitspieler gut organisieren können." Schuld daran sei Lehmann zufolge vor allem die Ausbildung der Spieler in den Nachwuchsleistungszentren. Dort würden solche Kompetenzen schlichtweg nicht mehr ausgebildet, wie er mit Verweis auf die Erfahrungen seines Sohnes urteilte. "Man muss die Spieler schützen, weil sie können nur das abrufen, was sie gelernt haben", schlussfolgerte Lehmann mit Blick auf Kimmich.

17:49 Uhr

THW Kiel demütigt die SG Flensburg-Handewitt

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Machtdemonstration.

(Foto: IMAGO/Eibner)

Mit einem überzeugenden Sieg im 108. Nordderby gegen die SG Flensburg-Handewitt hat der THW Kiel die Tabellenführung in der Handball-Bundesliga verteidigt und ein deutliches Statement im Titelkampf gesetzt. Der Rekordmeister setzte sich am Sonntag vor 10.285 Zuschauern in der heimischen Arena klar mit 29:19 (13:8) durch und bleibt mit 43:9 Punkten Spitzenreiter. Die SG liegt als Tabellenvierter mit 39:13 Zählern nun vier Punkte hinter dem THW und hat kaum noch Chancen auf die Meisterschaft. "Wir sind unglaublich froh. Mit solchen Leistungen müssen wir uns keine Gedanken über die Konkurrenten machen", sagte der mit 16 Paraden überragende THW-Torwart Niklas Landin. Und Kreisläufer Hendrik Pekeler stellte zufrieden fest: "Heute hat vieles sehr gut geklappt. Wir haben die Zeit gut genutzt, um die Grundlagen aufzufrischen und damit im Saison-Endspurt voll da zu sein."

17:15 Uhr

Welchen Anteil trägt Tuchel? Salihamidžić weicht aus

Der Wechsel auf der Trainerbank von Julian Nagelsmann zu Thomas Tuchel hat sich für den FC Bayern bislang als schwerwiegende Fehlentscheidung erwiesen, droht dem FC Bayern doch mittlerweile eine Saison ohne einen einzigen der angepeilten drei Titel. Der Frage, welchen Anteil der neue Chefcoach an der Misere hat, wich Hasan Salihamidžić nach der erschütternden Pleite gegen Mainz 05 (1:3) zunächst einmal aus. "Schwer zu sagen", so der Sportvorstand. "Der Trainer muss erstmal die Mannschaft kennenlernen. Wir hatten jetzt ein paar Niederlagen. Jetzt müssen wir uns unterhalten, analysieren und die Sachen besser machen."

Er selbst wolle zunächst einmal "mit paar Spielern sprechen", um die Ursache für den Leistungseinbruch zu erkennen. Noch sei die Pleite in Mainz "schwer zu erklären", so Salihamidžić, der von einem neuen "Tiefpunkt" sprach. "Wir müssen uns mehr wehren. Wir müssen Energie, Körperlichkeit, Zweikampfstärke in das Spiel bringen."

16:35 Uhr

Mainzer Profis düpieren FC Bayern, Mainzer Talente den BVB

Die U19 des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 ist zum zweiten Mal deutscher A-Jugendmeister. Und das am Tag, nachdem die Profis den FC Bayern in die tiefste Krise seit Jahren geschossen hatten. Die Mannschaft von Trainer Benjamin Hoffmann bezwang in einem spannenden Endspiel Titelverteidiger Borussia Dortmund mit 4:2 (2:2, 0:0) nach Verlängerung. Zur entscheidenden Führung traf Aiman Dardari in der 112. Minute, Grigorijs Degtjarevs (120.+5) erhöhte kurz vor Abpfiff. Die Mainzer waren zuvor nach einer torlosen ersten Halbzeit zweimal in Führung gegangen. Die Treffer von Lovis Bierschenk (51.) und Bundesliga-Profi Nelson Weiper (86.) glichen Cole Campbell (83.) und Paris Brunner (88.) jeweils aus. Der BVB-Nachwuchs verpasste damit den zehnten Meistertitel. Mainz feierte den einzigen Triumph zuvor 2009, damals unter dem heutigen Bayern-Trainer Thomas Tuchel.

16:00 Uhr

Spielabbruch in 3. Liga: Fan überschüttet Schiedsrichter mit Bier

Das Spiel der 3. Fußball-Liga zwischen dem FSV Zwickau und Rot-Weiss Essen ist in der Halbzeit beim Stand von 1:1 abgebrochen worden. Schiedsrichter Nicolas Winter war beim Gang in die Kabine von einem aufgebrachten Fan Bier ins Gesicht geschüttet worden. Winter kam nach der Halbzeitpause nicht mehr aus der Kabine und brach das Spiel ab. "Furchtbar. Entsetzlich", kommentierte Zwickaus Vorstandssprecher Frank Fischer den Vorfall bei Magentasport. "Es gibt bestimmte Dinge, die einfach nicht gehen. Das wird Konsequenzen haben. Schutz für Leib und Leben steht an erster Stelle. Hier hat niemand einen Becher zu werfen." Der Schiedsrichter wird einen Sonderbericht anfertigen, diesen wird das Sportgericht des DFB für ein Urteil nutzen. "Wir haben es nicht mehr in der Hand. Wir können weder einen Punktabzug noch eine finanzielle Sanktion gebrauchen. Wir plädieren für eine Spielwiederholung", sagte Fischer.

15:27 Uhr

Großmeister einigen sich nach Schlagabtausch auf Remis

Die Schach-Großmeister Jan Nepomnjaschtschi und Ding Liren haben sich im WM-Titelkampf in Astana zum dritten Mal nacheinander remis getrennt. Nach der zehnten Partie zwischen dem Russen und dem Chinesen, die um die Nachfolge des Norwegers Magnus Carlsen spielen, führt Nepomnjaschtschi mit einem Punkt Vorsprung (5,5:4,5). Nach einem schnellen Schlagabtausch einigten sich die Konkurrenten schon nach 45 Zügen auf das Remis. In den ersten sieben Partien hatte es fünf Entscheidungen gegeben. Für den Gesamtsieg werden 7,5 Punkte benötigt. Sollte nach 14 Spielen kein Sieger feststehen, wird dieser im Tiebreak ermittelt. Am Montag (ab 11.00 Uhr/MESZ) steht die nächste Partie auf dem Programm, Dienstag ist ein Ruhetag angesetzt.

14:55 Uhr

Nächster Rückschlag für Tuchel: Bayern-Star fällt offenbar für Endspurt aus

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Alphonso Davies kehrt in dieser Saison wohl nicht auf den Platz zurück.

(Foto: IMAGO/eu-images)

Der FC Bayern München muss den Titelkampf in der Fußball-Bundesliga ohne Alphonso Davies fortsetzen. Der kanadische Nationalspieler hat sich beim 1:3 des deutschen Rekordmeisters beim 1. FSV Mainz 05 eine Muskelbündelverletzung im linken hinteren Oberschenkel zugezogen. Das ergaben die Untersuchungen durch die medizinische Abteilung, wie der Tabellenzweite am Sonntag mitteilte. Davies war am Samstag in Mainz in der 9. Spielminute nach einem Laufduell zu Boden gesunken und musste vorzeitig ausgewechselt werden. Für den 22-Jährigen ist die Saison nach dieser schweren Muskelverletzung im Normalfall vorzeitig beendet.

14:23 Uhr

Hassan triumphiert beim Marathon-Debüt in London

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Sifan Hassan konnte ihren Triumph selbst nicht fassen.

(Foto: IMAGO/Action Plus)

Doppel-Olympiasiegerin Sifan Hassan hat bei ihrem Marathon-Debüt in London nach einem spektakulären Comeback triumphiert. Die 30-Jährige aus den Niederlanden setzte sich nach 2:18:33 Stunden vor Alemu Megertu (Äthiopien/+4 Sekunden) und Peres Jepchirchir (Kenia/+5) durch. Vorjahressiegerin Yalemzerf Yehualaw aus Äthiopien landete mit 20 Sekunden Rückstand auf Platz fünf. Hassan war bei leichtem Regen und Wind nach Kilometer 15 leicht angeschlagen zurückgefallen. Sie musste stoppen und sich dehnen, kämpfte sich aber zurück und war im Endspurt die Schnellste.

Auch bei den Männern sahen die Zuschauer ein spektakuläres Rennen: Der Kenianer Kelvin Kiptum lief in 2:01:27 Stunden die zweitbeste Zeit der Marathon-Geschichte unter offiziellen Rennbedingungen. Der 23-Jährige war damit nur 18 Sekunden langsamer als sein Landsmann Eliud Kipchoge bei seinem Weltrekord 2022 in Berlin. Kiptum gewann mit deutlichem Abstand vor Geoffrey Kamworor (Kenia) und Tamirat Tola (Äthiopien).

13:57 Uhr

Medien: Kahn droht offenbar doch Blitz-Aus beim FC Bayern

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn: "Eine Saison ohne Bayern-Titel wäre eine Katastrophe."

Bayern Münchens Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn: "Eine Saison ohne Bayern-Titel wäre eine Katastrophe."

(Foto: Sven Hoppe/dpa)

Hilflos, ratlos, kopflos: Nach der Demütigung beim FSV Mainz 05 kämpfte die schockierte Führungsriege des FC Bayern vergeblich um Erklärungen für den sportlichen Absturz - mit unterschiedlicher Rollenverteilung. Der in der Kritik stehende Vorstandschef Oliver Kahn attackierte die Spieler, sprach von einer "Katastrophe", sollte diese Saison ohne Titel enden, stellte sich aber vor Trainer Thomas Tuchel. Dessen Schonzeit nach seinem fast historisch schlechten Bayern-Start ist aber auch schon wieder vorbei. Klub-Präsident Herbert Hainer schloss direkte Konsequenzen vorerst aus - trotz des Verlusts der Tabellenführung. Nach Informationen der "Bild" vom Sonntag sei eine schnelle Ablösung von Kahn aber "mittlerweile ein denkbares Szenario". Die Personalie Kahn werde früher auf den Tisch kommen als dem Klub lieb ist, heißt es in dem Bericht. Und weiter: "Alle Verantwortlichen haben jetzt das Gefühl: Es muss jetzt etwas passieren!"

Update 14.50 Uhr: Die Kollegen der "Bild" rudern zurück und berichten nun, dass Kahn vorerst weitermachen darf. Eine Entscheidung über seine Zukunft soll offenbar bei der nächsten Aufsichtsratssitzung am 22. Mai fallen.

13:29 Uhr

Pogacar stürzt bei Lüttich-Bastogne-Lüttich

Radprofi Tadej Pogacar hat seinen Traum vom seltenen Ardennen-Triple vorzeitig aufgeben müssen. Der zweimalige Tour-Champion stürzte am Sonntag bei der 109. Ausgabe des Klassikers Lüttich-Bastogne-Lüttich und schied aus. Für den slowenischen Ausnahmefahrer war es das schmerzhafte Ende eines herausragenden Frühjahrs. UAE-Profi Pogacar (24) hatte zuvor die zur Ardennen-Trilogie zählenden Klassiker Amstel Gold Race und Fleche Wallonne gewonnen. Das Triple gelang bislang nur Davide Rebellin (2004) und Philippe Gilbert (2011). Zu den weiteren Saisonerfolgen Pogacars zählen der Sieg bei der prestigereichen Flandern-Rundfahrt sowie die Gesamterfolge bei der Andalusien-Rundfahrt und Paris-Nizza.

12:55 Uhr

Felix Magath rechnet ab: FC Bayern ist "führungs- und disziplinlos"

Für Felix Magath macht die Mannschaft des derzeit strauchelnden Fußball-Meisters FC Bayern München einen "führungslosen und disziplinlosen" Eindruck. "Der Trainerwechsel kam zu spät", sagte der 69-Jährige am Sonntag im Sport1-Doppelpass mit Bezug auf die Trennung von Julian Nagelsmann. Die Bayern hätten den besten Kader in der Fußball-Bundesliga. Das zu moderieren, sei die Aufgabe des Trainers. Doch Nagelsmann habe nicht das Richtige gemacht, um so eine Mannschaft zusammenzuhalten.

  • Zudem sei Manuel Neuer nicht zu ersetzen. "Er wurde einfach zu wenig und nicht zu viel geschätzt früher, er ist mehr als nur ein Torhüter", sagte Magath, der mit den Münchnern zwischen 2004 und 2007 unter anderem zwei Meistertitel holte.
  • Der verletzte Nationalkeeper sei als Persönlichkeit im Verein nicht zu ersetzen, "sie haben sonst keine derartige Persönlichkeit im Kader. Lewandowski ist weg und Neuer fehlt jetzt am meisten. Wenn Neuer zurückkommt, garantiere ich Ihnen, dann wird der Meister wieder München heißen", meinte Magath. Unter Nagelsmann kam es zur Trennung vom Neuer-Vertrauten und Torwarttrainer Toni Tapalovic, was Neuer (37) zu öffentlicher Kritik veranlasste.
12:12 Uhr

"Verpiss dich!": Hertha-Trainer Pal Dardai wirft Spieler vom Platz

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(Foto: IMAGO/Matthias Koch)

Der neue Hertha-Trainer Pal Dardai will, dass die Profis des Tabellenletzten den Ärger über ihre schlechten Leistungen endlich in Kampfgeist umwandeln. "Da, wo wir jetzt sind, hoffe ich, dass der Frust rauskommt. Dieser Frust soll diese Blockade lösen, weil du dann richtig anfängst zu fighten. Da muss etwas passieren", sagte der 47-Jährige nach dem 2:4 gegen Werder Bremen am Samstag.

  • Es fehle seiner Mannschaft an den Grundlagen, bemängelte der Ungar, besonders in den "Chaos-Momenten" bei zweiten Bällen oder Ballverlusten. "Da sind falsche Automatismen ohne Ende drin. Das ist unglaublich", sagte er am Sonntag. In solchen Momenten habe die Mannschaft im Zentrum "nicht das Tor verteidigt. Keine Ahnung, was wir verteidigt haben. Das ist nicht okay." Da müssten sich die Spieler auch untereinander zur Verantwortung ziehen.
  • Im Training am Sonntag zeigte der Ungar, dass er auch durchaus selbst durchgreift. Mittelfeldspieler Ivan Sunjic schickte er nach dem Aufwärmen mit deutlichen Worten in die Kabine. Mehrere Medien zitierten Dardai mit den Worten "Verpiss dich!".
11:18 Uhr

Küpper knallhart: "Tuchel hat sich mit FCB verrechnet - und FCB mit Tuchel"

Der Rekord-Meister FC Bayern München droht in dieser Saison, alles zu verspielen. Nach der herben Klatsche gegen den FSV Mainz sind sowohl Spieler als auch Trainer und Bosse geradezu erschüttert. Edin Terzić gibt sich währenddessen zurückhaltend. Kommentator Cornelius Küpper blickt auf die beiden Spiele.

09:51 Uhr

"Die Spieler sind es nicht": Jens Lehmann erklärt Bayerns epochalen Einbruch

Der frühere Nationaltorwart Jens Lehmann sieht die Spieler des FC Bayern in der tiefen Krise des Fußball-Rekordmeisters nicht in der Hauptverantwortung. "Man muss die Spieler schützen, weil sie können nur das abrufen, was sie gelernt haben", meinte der 53-Jährige beim TV-Sender Bild. "Die Spieler sind keine Verantwortlichen in dem Sinne, sie werden aufgestellt." Die Münchner hatten durch das 1:3 am Samstag beim FSV Mainz 05 und dem 4:0 von Borussia Dortmund gegen Eintracht Frankfurt die Tabellenführung an den BVB verloren.

  • Lehmann begründete seine Meinung damit, dass der Verein die Spieler verpflichtet habe. "Man kann sie intern mal nicht mehr spielen lassen", nach außen müssten die Profis aber in Schutz genommen werden.
  • "Mit Sicherheit" fehlen würden den Bayern derzeit die Präsenz und die Sicherheit des lange verletzten Kapitäns Manuel Neuer. Grundsätzlich sei die Niederlage in Mainz "gut für die Bundesliga, weil es das ganze Titelrennen wieder spannend macht", sagte der ehemalige Keeper von Schalke 04.
09:08 Uhr

NHL: Avalanche überrollt Nationalkeeper Grubauer und Seattle spät

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Philipp Grubauer (l.) kassierte gleich sechs Treffer.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Eishockey-Nationaltorhüter Philipp Grubauer und die Seattle Kraken haben in den Play-offs der NHL die nächste Niederlage kassiert. Das Team um den deutschen Goalie unterlag dem Titelverteidiger Colorado Avalanche in eigener Halle mit 4:6, in der Best-of-seven-Serie des Achtelfinals liegt Seattle nun 1:2 zurück.

  • Der krasse Außenseiter hatte den Serienauftakt überraschend gewonnen, und auch im dritten Spiel präsentierten sich die Kraken bis zur zweiten Drittelpause stark, hielten ein 3:3. Erst im Schlussabschnitt zog der Meister davon. Grubauer, der zwischen 2018 und 2021 für Colorado im Tor stand, konnte 28 Schüsse des Gegners abwehren.
  • Grubauer ist neben Leon Draisaitl (Edmonton Oilers) der zweite Deutsche, der in den Play-offs um den Stanley Cup steht. 2018 hatte er die Trophäe mit den Washington Capitals als Ersatztorwart gewonnen.
09:01 Uhr

Meister werden! FCB-Präsident Hainer vertagt Diskussionen um Kahn & Co.

Präsident Herbert Hainer will sich vor dem Saisonende mit möglichen Konsequenzen der aktuellen schweren sportlichen Krise beim FC Bayern nicht beschäftigen. "Wir konzentrieren uns erst einmal auf die deutsche Meisterschaft. Das wird schwer genug sein, wie wir heute gesehen haben", sagte er nach dem herben Rückschlag im Titelrennen am Samstag beim FSV Mainz 05. "Über alles andere reden wir dann später", kündigte Hainer, der auch Aufsichtsratsvorsitzender ist, an.

  • Der deutsche Fußball-Rekordmeister aus München hatte die Partie nach einer 1:0-Führung mit 1:3 verloren und die Tabellenführung abgeben müssen. Durch ein 4:0 gegen Eintracht Frankfurt zog Borussia Dortmund am Abend mit einem Punkt Vorsprung an den Bayern vorbei.
  • Hainer zeigte sich enttäuscht, dass die Mannschaft nach der 1:0-Führung in der ersten Halbzeit in der zweiten Spielhälfte eingebrochen war. "Wenn man zwei so unterschiedliche Halbzeiten sieht und wir dann so einbrechen, ist das schwer zu erklären", sagte der frühere Wirtschaftsmanager.
08:05 Uhr

Bayern-Boss Oliver Kahn macht Hype für wilde Gerüchte verantwortlich

Vorstandschef Oliver Kahn hat die Spekulationen um seine Zukunft bei Fußball-Rekordmeister Bayern München heruntergespielt. "Wenn ich das richtig verstanden habe, hat irgendeiner eine Twitter-Nachricht abgesetzt und alle anderen sind dann draufgesprungen", sagte Kahn nach dem möglicherweise folgenschweren 1:3 (1:0) am Samstag beim FSV Mainz 05 im ZDF: "Und dann ist ein Hype um dieses Thema entstanden."

  • Kahn bezog sich auf einen Tweet des früheren Bundesliga-Stürmers Jan Aage Fjörtoft. Der Norweger hatte Kahns Abberufung zuletzt als "eine Frage der Zeit" bezeichnet, der Trennungsprozess sei längst ein "laufendes Verfahren".
  • Kahn bekräftigte am Samstag nun: "Ich kann Ihnen nur sagen: Für mich gibt es nur ein einziges Ziel. Diese Saison mit dem deutschen Meistertitel herumzubringen und dann nächste Saison nochmal richtig anzugreifen." Wie sportschau.de am Samstag vor dem Spiel berichtet hatte, planen die Bayern weiter mit Kahn als Vorstandschef.
  • Nach der Niederlage in Mainz verloren die Münchner die Tabellenführung allerdings an Borussia Dortmund, fünf Spieltage vor Saisonende sind sie jetzt auf Ausrutscher des Konkurrenten angewiesen. Die Bundesliga-Meisterschaft ist in dieser Saison die letzte verbliebene Chance auf einen Titel, in der Champions League und im DFB-Pokal sind die Münchner bereits gescheitert.
07:06 Uhr

Oliver Kahn warnt vor der großen Bayern-Katastrophe

Vorstandschef Oliver Kahn hat trotz der nächsten Bayern-Pleite unter dem neuen Coach Thomas Tuchel die Trennung von dessen Vorgänger Julian Nagelsmann abermals verteidigt. "Ich habe immer auch von langfristigen Zielen gesprochen", sagte Kahn im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. "Es ging da jetzt nicht rein nur um die Saisonziele."

  • Nach dem Doppel-Aus im Viertelfinale des DFB-Pokals und in der Runde der besten Acht in der Champions League - beides unter der Ägide Tuchels - hatten die Bayern am Samstag in der Fußball-Bundesliga eine bittere 1:3-Pleite beim FSV Mainz 05 kassiert und damit die Tabellenführung eingebüßt. Der Rekordmeister aus München musste am 29. Spieltag Borussia Dortmund vorbeiziehen lassen und hat nun einen Punkt Rückstand auf den BVB.
  • Eine Saison ohne auch nur einen Titel wäre laut Kahn "natürlich für uns alle eine Katastrophe". Doch sieht sich der einstige Weltklasse-Torhüter auch selbst mit schwerer Kritik an seiner Bilanz und mit Zweifeln konfrontiert, ob er noch der Richtige ist als Vorstandvorsitzender. Kahn betonte: "Für mich gibt es nur ein einziges Ziel: Diese Saison rumzubringen und zwar mit dem deutschen Meistertitel, um dann nächste Saison noch mal richtig anzugreifen."
  • Zuvor hatte er der "Bild" bereits gesagt, dass er im Moment nicht eine Sekunde daran verschwende, "mir über meinen Vertrag Gedanken zu machen, es geht immer um den FC".
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