Sonntag, 12. Juli 2020Der Sport-Tag

Heute mit David Bedürftig & Till Erdenberger
20:31 Uhr

Golfprofi Schneider überrascht als Zweiter beim Restart der European Tour

Golfprofi Marcel Schneider hat sein bestes Karriereergebnis auf der European Tour erzielt. Beim Restart nach der Corona-Zwangspause erreichte der 30-Jährige aus Pleidelsheim im österreichischen Atzenbrugg mit vier 69er-Runden und insgesamt 276 Schlägen den zweiten Platz dicht hinter dem Schotten Marc Warren (275). "Ich habe in der Nebensaison hart trainiert. Es ist schön, dass es sich so schnell ausgezahlt hat. Ich bin also sehr zufrieden mit dem Ergebnis", sagte Schneider, der sich über ein Preisgeld von knapp 50.000 Euro freuen konnte. Die Nummer 614 der Weltrangliste stand in seiner Laufbahn zuvor nur einmal unter den besten Zehn auf der European Tour. Allerdings war in Atzenbrugg nicht die absolute europäische Elite am Start.

Nicolai von Dellingshausen (Düsseldorf) war durch starke Leistungen als Führender in die Finalrunde gestartet, rutschte aber unter anderem durch ein Doppel-Bogey am letzten Loch noch auf den 15. Platz ab. Mit Allen John (8., Ludwigshafen) und Bernd Ritthammer (18., Nürnberg) schafften zwei weitere deutsche Teilnehmer den Sprung unter die Top 20.

19:40 Uhr

F1-Highlights im Video: Ferrari ramponiert sich selbst, Hamilton fährt allen davon

18:05 Uhr

So kickte Leclerc Vettel raus: Der Ferrari-Crash im Video

17:32 Uhr

Alina Reh verpasst deutschen 5-KM-Rekord um sechs Sekunden

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Alina Reh, hier bei der WM 2019 in Doha, war mal wieder schnell unterwegs.

(Foto: imago images/Laci Perenyi)

Die Ulmerin Alina Reh hat den deutschen 5-Kilometer-Rekord nur um wenige Sekunden verfehlt. Bei einem Rennen in Berlin fehlten der 23-jährigen Läuferin am Sonntag nur sechs Sekunden zur Rekordzeit von 15:16 Minuten, die Irina Mikitenko vor 20 Jahren aufgestellt hatte. Alina Reh gewann bei den "Berlin 5k Invitational" in 15:22 Minuten. Zweite wurde Caterina Granz (LG Nord Berlin), die in 15:32 die zweitschnellste Zeit erreichte. "Ich hatte eigentlich eine Zeit unter 15 Minuten angepeilt und dachte, es flutscht", sagte die Leichtathletin Reh, die zurzeit in Kienbaum östlich von Berlin trainiert. In zwei Wochen steht das nächste Rennen auf dem Programm. "In Regensburg will ich dann über 5000 Meter endlich unter 15 Minuten laufen", kündigte Reh an. Bei den Männern siegte überraschend der Österreicher Peter Herzog in 13:54 Minuten und stellte damit einen nationalen Rekord auf. Auf Platz zwei kam Haftom Weldaj (Eritrea) in 14:12 Minuten vor René Menzel (Hannover Athletics/14:16).

16:28 Uhr

Wilfried Zaha in sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt

Stürmer Wilfried Zaha von Crystal Palace ist vor dem Premier-League-Spiel gegen Aston Villa offenbar von einem gegnerischen Fan in den sozialen Netzwerken rassistisch beleidigt worden. Der 27 Jahre alte Ivorer veröffentlichte mehrere Bilder mit beleidigenden, rassistischen Inhalten und Drohungen, die er von einem Villa-Fan via Instagram erhalten haben soll. "Damit bin ich aufgewacht", schrieb der Fußball-Nationalspieler. Der Klub reagierte sofort und schrieb bei Twitter: "Das ist eine absolute Schande und sollte nicht passieren. Wir stehen dir bei, Wilf, und allen anderen, die solch schreckliche Diskriminierungen erleiden müssen." Auch Aston Villa kündigte umgehend an, "mit der Polizei zusammenzuarbeiten", um den Täter zu identifizieren. Palace-Trainer Roy Hodgson zeigte sich ebenfalls von dem Vorfall betroffen. "Es ist sehr traurig, dass ein Spieler am Tag eines Spiels mit dieser feigen und verabscheuungswürdigen Diskriminierung aufwachen musste", sagte der frühere englische Nationaltrainer.

15:34 Uhr

"Vielleicht geht noch was": Hülkenberg plant Formel-1-Rückkehr

Nico Hülkenberg hat eine Rückkehr in die Formel 1 im kommenden Jahr trotz der geringen Möglichkeiten noch nicht abgehakt. "Ich bin dran, vielleicht geht noch was", sagte er als Experte des TV-Senders RTL vor dem zweiten Saisonrennen der Formel 1 in Spielberg. Er merke schon, dass er nach wie vor "Bock" habe, wenn er die Rennen anschaue, meinte Hülkenberg. Er hatte nach der Saison im vergangenen Jahr bei Renault keinen neuen Vertrag mehr bekommen. Für die Franzosen wird ab 2021 der zweimalige Weltmeister Fernando Alonso (38) sein Comeback geben. Es gebe "nicht mehr all zu viele Optionen", räumte Hülkenberg mit Blick auf die Cockpits der Saison 2021 ein.

Er geht aber davon aus, dass in den kommenden fünf bis sieben Wochen wieder ein bisschen Fahrt in den Fahrermarkt komme. Hülkenberg absolvierte bisher 177 Formel-1-Rennen - er schaffte es dabei allerdings nie aufs Podest. 2010 hatte er im Williams sein Debüt gefeiert. Bekommt der 32 Jahre alte gebürtige Emmericher wie auch der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel (33) nach seiner Ausmusterung bei Ferrari nach dieser Saison keinen Platz, droht eine Weltmeisterschaft ohne deutsche Piloten.

14:50 Uhr

Ist die richtige "Gummi"-Wahl Vettels letzte Chance?

Beim Qualifying schüttet es wie aus Eimern, für das Rennen wird jedoch freundliches Wetter erwartet. ntv Formel-1-Reporter Felix Görner ist gespannt auf die Reifenwahl, die beim Grand Prix der Steiermark "völlig frei" ist. Das Rennen sehen Sie ab 15.10 Uhr live auf RTL und im Liveticker auf ntv.de.

14:10 Uhr

US Open? Kerber möchte derzeit nicht "nach New York fliegen"

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Tritt Angelique Kerber bei den US Open an?

(Foto: imago images/Hasenkopf)

Diesen Sommer hat sich Angelique Kerber ganz anders vorgestellt. Erst Wimbledon, dann Tokio, dann New York - so sahen ihre Pläne aus. Nun ist alles unsicher. Finden die US Open ohne die dreimalige Grand-Slam-Siegerin statt? Es sieht so aus. Dabei hat Angelique Kerber zu New York eine besondere Beziehung. Bei den US Open stürmte sie 2011 überraschend bis ins Halbfinale. 2016 triumphierte sie auf der imposanten Anlage in Flushing Meadows und wurde zur Nummer eins.

Nun weiß die Tennisspielerin nicht, wie sie für die erhoffte Wiederaufnahme planen soll. "Stand heute, sage ich ganz ehrlich, kann ich es mir nicht vorstellen. Ich glaube, niemand will sich jetzt in den Flieger setzen und nach New York fliegen", sagt die 32-Jährige. "Es weiß momentan keiner, was passiert und wie es weitergeht." Die US Open waren im Juni genehmigt worden, sind aber fraglich. Die Pläne könnten in den kommenden Tagen revidiert werden. Aber selbst wenn die Veranstalter am Termin vom 31. August bis 13. September festhalten, bedeute das nicht, dass sie teilnimmt, sagt Kerber. Sie will die Entwicklung der Corona-Zahlen in den USA beobachten und dann abwägen, ob die Sicherheit gewährleistet ist. "Ich habe am meisten Respekt davor, dass ich mich oder ein Mitglied meines Teams sich auf Reisen ansteckt und wir dann womöglich festsitzen, ohne zu wissen, wie mit der Problematik umzugehen ist", sagt die Kielerin.

13:17 Uhr

Fehlt ein Weltmeister gegen Bayern? Barcelonas Griezmann verletzt

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Wie lange fällt Griezmann aus?

(Foto: REUTERS)

Weltmeister Antoine Griezmann hat sich eine Muskelverletzung im rechten Bein zugezogen und fehlt dem spanischen Meister FC Barcelona auf unbestimmte Zeit. Dies teilten die Katalanen nach medizinischen Tests beim 29-jährigen Franzosen am Sonntagvormittag mit. Demnach habe der 29-Jährige eine Verletzung des Quadrizeps am rechten Oberschenkel. Griezmann war beim 1:0 bei Real Valladolid am Samstag in der Halbzeitpause durch Luis Suarez ersetzt worden.

Barcelona könnte der Viertelfinalgegner des FC Bayern in der Champions League am 12. August werden. Vorher müssen der spanische Meister (gegen Neapel) und der deutsche Rekordmeister (gegen Chelsea) aber noch ihre Aufgaben im Achtelfinale meistern. Ob Griezmann in der Königsklasse wieder mithelfen kann, ist bislang noch unklar.

12:28 Uhr

Podolski ist jetzt wieder Straßenkicker

Lukas Podolski startet in Köln ein neues Projekt. Der Fußball-Weltmeister von 2014 eröffnet eine Straßenkicker-Base in einer 100 Jahre alten Fabrikhalle. Auf einer Fläche von 5100 Quadratmetern sind sieben moderne Hallenplätze entstanden. Podolski investierte rund vier Millionen Euro. "Diese Halle ist in Europa einzigartig", sagte der 35-Jährige der Bild am Sonntag. Zeit hat der Ex-Nationalspieler ja: Podolski steht beim türkischen Erstligisten Antalyaspor unter Vertrag, fällt derzeit aber mit einer Oberschenkelverletzung aus.

11:06 Uhr

Urgestein übernimmt: St. Pauli hat einen neuen Trainer

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Timo Schultz durfte schon als Co-Trainer die Geschicke der Kiez-Profis mitbestimmen.

(Foto: imago/Schwörer Pressefoto)

Ein Urgestein auf der Bank der Kiezkicker: Der FC St. Pauli geht mit Timo Schultz als Cheftrainer in die neue Saison. Der 42-Jährige, der bereits seit 15 Jahren als Spieler und Trainer im Verein tätig ist, erhält einen Vertrag beim Zweitligisten bis zum 30. Juni 2022. Schultz folgt auf Jos Luhukay, von dem sich die Braun-Weißen nach einer enttäuschenden Saison getrennt hatten.

Ex-Profi Schultz trainierte zuletzt seit 2019 die U19-Mannschaft der Hamburger, ein Jahr zuvor hatte er die Fußballlehrerlizenz erworben.

"Nach der letzten Saison gehen wir natürlich mit einer gewissen Demut, aber auch mit klaren Ideen in die neue Spielzeit", sagte Schultz: "Ich freue mich auf meine neue Mannschaft und kann es kaum erwarten, mit den Jungs zusammen etwas zu entwickeln, was unsere Fans glücklich macht."

10:20 Uhr

Nowitzki investiert in eine süße Idee

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Ob Dirk Nowitzki ein Händchen fürs Geschäftliche hat?

(Foto: picture alliance/dpa)

Dirk Nowitzki macht jetzt in Cookies. Der NBA-Champion von 2011 investiert einen unbekannten Betrag in das US-amerikanische Unternehmen Tiff's Treats, das warme Kekse auf Bestellung ausliefert. Insgesamt sammelte die Firma 15 Millionen US-Dollar, fünf Millionen mehr als angepeilt, in der aktuellen Expansionsrunde. Nowitzki, im Vorjahr vom aktiven Basketball zurückgetreten, sei "aufgeregt, Teil dieser Reise zu sein und diese Marke wachsen zu sehen", hieß es in einem offiziellen Statement.

09:52 Uhr

"War nicht Teil des Prozesses": NBA-Superstar verzichtet auf Trikot-Botschaft

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LeBron James wird seine Botschaft nicht auf seinem Trikot transportieren.

(Foto: imago images/Icon SMI)

Basketball-Superstar LeBron James wird beim Neustart der Nordamerika-Liga NBA keine politische Botschaft auf seinem Trikot tragen. Der in gesellschaftlichen Fragen sehr engagierte Profi der Los Angeles Lakers begründete dies am Samstag (Ortszeit) damit, dass er seine persönlichen Gedanken zu sozialer Gerechtigkeit nicht auf einem Basketball-Trikot äußern wolle.

Im Zuge der Rassismus-Debatte nach dem Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd hat die NBA eine Liste möglicher Trikot-Botschaften erstellt, aus der Spieler auswählen können. James sagte während einer Telefonkonferenz in Orlando, er wolle von dieser Möglichkeit keinen Gebrauch machen.

Er hätte sich gern an der Diskussion über die Liste beteiligt und habe auch einige Ideen gehabt, erklärte der 35-Jährige. "Aber ich war nicht Teil dieses Prozesses, was okay ist. Ich brauche nichts hinten auf dem Trikot, damit die Leute meine Mission verstehen."

09:14 Uhr

Seeler betrauert Tod eines "Seelenverwandten"

Uwe Seeler schaut in die Runde. Foto: Axel Heimken/dpa

Uwe Seeler verband manches mit Jack Charlton.

(Foto: Axel Heimken/dpa)

Uwe Seeler hat Englands Fußball-Weltmeister von 1966, Jack Charlton, nach dessen Tod in höchsten Tönen gewürdigt. "Jack Charlton war ein echter Herr und Gentleman. Ein englischer Edelmann von Kopf bis Fuß - auf und neben dem Platz", sagte Seeler der "Bild am Sonntag". Mit der deutschen Nationalmannschaft unterlag die Legende des Hamburger SV dem englischen Team im WM-Finale vor 54 Jahren mit 2:4 nach Verlängerung. Charlton habe ihm "mit einer tiefen Verbeugung" zur Leistung gratuliert, erinnerte Seeler. "Diese respektvolle Geste von Jack linderte ein kleines bisschen den großen Schmerz über das wahrlich unglücklich verlorene Endspiel damals."

Charlton absolvierte 35 Länderspiele und 773 Partien für Leeds United. "Wir waren Seelenverwandte. Ich habe nur für meinen HSV gespielt, Jacky trug ausschließlich das Trikot von Leeds United", sagte Seeler. "Das zeigt deutlich, dass er eine wirklich treue Seele war."

08:50 Uhr

"Passt nicht in die Zeit": Zverev erntet Tadel und erhält Unterstützung

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Angelique Kerber hält zu Alexander Zverev.

(Foto: imago/Sven Simon)

Angelique Kerber geht nach der umstrittenen Adria-Tour und den Fehltritten von Alexander Zverev in der Corona-Krise nicht von einem negativen Effekt fürs Tennis aus. "Es ist sicherlich so, dass man aus Fehlern lernen sollte, aber ich bin zuversichtlich, dass Tennis im Allgemeinen davon keinen Schaden nehmen wird", sagte die Wimbledonsiegerin von 2018. An ihrem Vorhaben, bei den Olympischen Spielen in Tokio im nächsten Jahr mit dem Hamburger im Mixed antreten zu wollen, habe sich dadurch nichts geändert.

Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann hat das Verhalten auf der Adria-Tour des serbischen Weltranglisten-Ersten Novak Djokovic irritiert. "Dass man oberkörperfrei auf einer Party feiert, passte nicht in die Zeit. Was daraus entstanden ist, ist keine gute Sache für den Sport gewesen", sagte der 46-Jährige. Dass Zverev anschließend verkündet habe, dass es ihm leidtue und er sich in die Selbstisolation begebe, habe er zunächst als "eine richtige Reaktion" empfunden, sagte der 46-Jährige: "Dann hat er, das weiß er auch selber, einen Fehler gemacht."