Sonntag, 02. August 2020Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger
18:01 Uhr

Vettel hat nach nächstem Desaster "sehr, sehr wenig Vertrauen ins Auto"

Sebastian Vettel erlebt mal wieder ein frustrierendes Rennwochenende: Sein Ferrari bockt in allen drei Trainings, im Rennen geht es für den viermaligen Weltmeister zu jeder Zeit "nur ums Retten, nicht ums Attackieren". Viel Anlass zur Hoffnung findet Vettel nach seinem zehnten Platz im Interview mit RTL nicht. "Sehr, sehr wenig Vertrauen ins Auto" hat der Hesse, beginnt aber auch, an sich zu zweifeln.

16:58 Uhr

"Notwendig": RB Leipzig sortiert sich neu

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Julian Nagelsmann wird sich weiter mit Markus Krösche auseinandersetzen dürfen.

(Foto: imago images / Picture Point LE)

Fußball-Bundesligist RB Leipzig stellt sich in seiner sportlichen Führung neu auf. Wie der Klub mitteilte, bildet Sportdirektor Markus Krösche gemeinsam mit Christopher Vivell und Florian Scholz die neue Führungsebene. Vivell, zuletzt bei Red Bull Salzburg tätig, übernimmt die neue Rolle des Technischen Direktors. Scholz fungiert als Kaufmännischer Leiter Sport und ist als Chief Media Officer weiterhin für Kommunikation zuständig.

Der Bereich Marketing, den Scholz zuvor auch verantwortete, wird nun von Chief Commercial Officer Matthias Reichwald abgedeckt. Zudem wird Helge Riepenhof neuer Direktor für Medizin und Sportwissenschaften.

"Diese Veränderung ist notwendig, um den immer komplexer werdenden Anforderungen personell wie administrativ gerecht zu werden und um uns auch hier zukunftssicher aufzustellen", kommentierte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff die Veränderungen in der Führungsstruktur der Sachsen.

16:04 Uhr

Audi-Dominanz geht weiter, Rast ringt Müller nieder

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Vortagsgewinner Nico Müller musste sich heute knapp geschlagen geben.

(Foto: imago images/Pakusch)

Rene Rast hat zum Auftakt der DTM seine Ansprüche auf den letzten Titelgewinn für Audi untermauert - muss sich aber starker Konkurrenz stellen. Der Mindener gewann heute das zweite Saisonrennen im belgischen Spa und verwies seinen Markenkollegen Nico Müller dabei haarscharf auf den zweiten Rang.

Das erste Rennen gestern hatte noch der Schweizer gewonnen, der damit auch an der Spitze des Gesamtklassements steht. Mit 46 Punkten liegt er vor Rast (39). Auch die Ränge drei, vier und fünf gingen im Rennen am Sonntag an Audi, das sich zum Jahresende aus der Rennserie zurückzieht.

15:12 Uhr

"Das ist bitter": Hülkenberg kann nicht starten

Drama um Nico Hülkenberg: Ein technisches Problem an seinem Racing Point hat das unerwartete Formel-1-Renncomeback des Emmerichers nach 245 Tagen verhindert. Kurz vor dem Start zum Großen Preis von Großbritannien erreichte das Team eine Fehlermeldung, am Rennwagen mit der Nummer 27 wurde hektisch gearbeitet. Das Problem konnte nicht mehr gelöst werden. "Ganz genau kann ich es nicht sagen. Der Motor war nicht zu starten. Das ist bitter. Ein krasser Krimi, in dem ich mich befinde. Es ging nix, da war nix zu reparieren", sagte Hülkenberg bei RTL.

Das Rennen, in dem nun mit Ferrari-Pilot Sebastian Vettel wieder nur ein deutscher Fahrer an den Start geht, sehen Sie jetzt live auf RTL oder im Liveticker auf ntv.de.

14:43 Uhr

Tedesco-Klub holt Ex-Häftling

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Alexander Kokorin bei seiner Verhandlung 2019.

(Foto: AP)

Der russische Skandal-Profi Alexander Kokorin wird Spieler unter Ex-Schalke-Trainer Domenico Tedesco bei Spartak Moskau. In der Hauptstadt erhält der 29 Jahre alte Stürmer einen Dreijahresvertrag plus Option. Kokorin war im September 2019 nach knapp einem Jahr aus dem Gefängnis entlassen worden und wurde in der abgelaufenen Saison von Zenit St. Petersburg an den FK Sotschi ausgeliehen.

Die neue Spielzeit in Russland beginnt bereits am kommenden Wochenende. Spartak trifft am Sonntag ausgerechnet auf Kokorins Ex-Klub Sotschi. Kokorin, Teilnehmer an der WM 2014 sowie EM 2012 und 2016 für Russland, hatte zusammen mit seinem Nationalmannschaftskollegen Pawel Mamajew im Oktober 2018 hohe Beamte des russischen Handelsministeriums angegriffen. Nach sieben Monaten in Untersuchungshaft waren beide im Mai 2019 zu 18 bzw. 17 Monaten Haft verurteilt worden, vier Monate später kamen sie vorzeitig frei.

13:57 Uhr

Belgischer Traditionsklub holt ersten Titel nach fast 30 Jahren

Der belgische Fußball-Traditionsklub Royal Antwerpen hat nach 28 Jahren wieder einen Titel errungen. Im Endspiel um den nationalen Pokal setzte sich das Team gegen Meister FC Brügge mit 1:0 (1:0) durch. Der ehemalige israelische Club-Brügge-Spieler Lior Refaelov (25.) erzielte im Geisterendspiel im König-Baudouin-Stadion von Brüssel das Tor des Tages.

Durch den Cup-Erfolg ist Antwerpen direkt für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert, während der RSC Charleroi den Umweg über die Qualifikationsrunden nehmen muss.

Die Meisterschaftssaison in Belgien war aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen worden. Der FC Brügge war als Tabellenerster nach dem 29. Spieltag zum Meister bestimmt worden. Es war der 16. Titel für den Verein.

12:23 Uhr

"Zeigt, wie wichtig ihm Dortmund ist": BVB-Juwel "brennt"

Jude Bellingham soll bei den ersten Trainingseinheiten von Borussia Dortmund nur behutsam belastet werden. Damit will der Fußball-Bundesligist auf die kurze Pause des erst 17 Jahre alten Neuzugangs vom englischen Zweitligisten Birmingham City reagieren. Der Mittelfeldspieler hatte bis Mitte Juli für seinen ehemaligen Klub gespielt und war danach direkt zum BVB gewechselt.

Das rund 25 Millionen Euro teure Talent steigt nun zusammen mit seinen neuen Teamkollegen nach zuvor zwei Corona-Tests und der obligatorischen Leistungsdiagnostik in das Mannschaftstraining an diesem Montag ein. "Jude brennt und wollte von Anfang an dabei sein. Das zeigt, wie er denkt, wie er tickt, wie wichtig ihm Borussia Dortmund ist und wie groß seine Vorfreude ist", sagte Kehl.

11:00 Uhr

Strafverfahren hindert Fifa-Präsidenten "nicht daran, seine Aufgaben zu erfüllen"

Gianni Infantino kann nach Ansicht der Fifa auch während des laufenden Verfahrens der Schweizer Staatsanwaltschaft als Präsident des Fußball-Weltverbandes arbeiten. Das bekräftigte die Fifa gegenüber der Nachrichtenagentur AP. "Nichts hindert den Präsidenten daran, seine Aufgaben zu erfüllen", teilte die Fifa demnach in einer Erklärung mit. "Er wird weiterhin seine Funktionen innerhalb der Fifa übernehmen."

Die Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag ein Strafverfahren gegen Infantino eröffnet. Dabei geht es um geheime Treffen zwischen dem Chef des Fußball-Weltverbandes und dem Leiter der Bundesanwaltschaft, Michael Lauber. Angeklagt wird auch ein ebenfalls bei den Treffen anwesender Oberstaatsanwalt.

Infantino sei Subjekt einer Untersuchung, hieß es nun seitens der Fifa. "Er wurde jedoch weder angeklagt, noch ist er schuldig." Weiter teilte der Verband mit: "Die FIFA ist überzeugt, dass am Ende der laufenden Untersuchungen bestätigt wird, dass der FIFA-Präsident durch die Erfüllung seiner Treuhandpflichten und das Treffen mit dem Schweizer Generalstaatsanwalt nichts Falsches getan hat."

10:24 Uhr

Drei Verletzte: Bayern-Gegner fällt auseinander

Der FC Chelsea hat vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der Champions League beim FC Bayern München große Personalprobleme. Bei der 1:2-Niederlage im FA-Cup-Finale gegen den Londoner Stadtrivalen FC Arsenal verletzten sich am Samstag der Ex-Dortmunder Christian Pulisic, Kapitän César Azpilicueta und Pedro. Das Ausmaß der Muskelverletzungen von Pulisic und Azpilicueta müsse noch festgestellt werden, sie würden aber "eindeutig nicht fit für nächste Woche" sein, sagte Blues-Trainer Frank Lampard. Für den Spanier Pedro, der den Club nach der Saison verlässt, sei es aufgrund der Schulterverletzung "wahrscheinlich" das letzte Spiel für Chelsea gewesen.

09:43 Uhr

Zverev findet es "verrückt, jetzt die US Open zu spielen"

Tennisprofi Alexander Zverev hat die Pläne zur Austragung der US Open kritisiert, eine eigene Absage aber vorerst ausgeschlossen. "Es ist ein bisschen verrückt, jetzt die US Open zu spielen", sagte der Weltranglisten-Siebte aus Hamburg bei einem Show-Turnier in Südfrankreich. "Ich würde es lieber haben, wenn die US Open nicht stattfinden würden, und wir in Europa anfangen." Es sei angesichts der Corona-Pandemie "nicht die richtige Zeit, jetzt nach Amerika zu fliegen", sagte der 23-Jährige.

Er fügte aber auch hinzu: "Wenn die US Open stattfinden, was sollen wir Spieler machen? Gerade wenn alle spielen, es geht ja auch um Ranglistenpunkte." Über eine Absage für das Grand-Slam-Turnier, das am 31. August in New York beginnen soll, habe er "momentan noch nicht nachgedacht", sagte er.