Sonntag, 28. Juni 2020Der Sport-Tag

22:09 Uhr

Bericht: DFB kaufte Infos über mögliche Korruption bei Vermarkter

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat in der Affäre um mögliche Korruption bei Geschäften mit Sportvermarkter Infront womöglich bereits Ende 2018 Informationen angekauft. Nach Recherchen der ZDF-Sportreportage soll der Verband einem Insider dafür Anfang 2019 Geld überwiesen haben. Als Quelle nennt das ZDF ehemalige Angestellte des DFB. Der DFB weist diese Darstellung allerdings zurück. "Sämtliche Informationen stammen - soweit für den DFB nachvollziehbar und ersichtlich - aus legalen Quellen. Es wurden seitens des DFB keine Informationen angekauft", hieß es auf ZDF-Anfrage. Der DFB hatte die Zusammenarbeit mit Infront mit sofortiger Wirkung beendet. Infront hatte mit Unverständnis auf den Schritt reagiert.

Der DFB teilte nun mit, bei der Aufarbeitung der Ungereimtheiten um den Infront-Deal die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main "frühzeitig eingebunden und informiert" zu haben. Diese Darstellung weist die Staatsanwaltschaft allerdings zurück und teilte auf ZDF-Anfrage mit, erst aufgrund von Presseberichten über den Verdacht der Bestechung erfahren zu haben.

21:29 Uhr

Guardiola kündigt an: City erweist Liverpool und Klopp die Ehre

Manchester City wird den neuen englischen Fußballmeister FC Liverpool beim Einlaufen zum Gipfeltreffen am kommenden Donnerstag gebührend beglückwünschen. "Wir werden natürlich die Ehrengarde übernehmen", sagte City-Trainer Pep Guardiola am Sonntag. "Wir werden das machen, weil sie es verdienen", meinte der Spanier, der mit den Citizens Tabellenzweiter der Premier League hinter den Reds ist - mit 23 Punkten Rückstand. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp hatte sich am vorigen Donnerstag erstmals seit 30 Jahren wieder die Meisterschaft geholt; den Weg dafür hatte Man City durch das 1:2 beim FC Chelsea frei gemacht. Sportlich geht es nun im Etihad Stadium beim Prestigeduell der Teams von Guardiola und Klopp am 2. Juli um nichts mehr.

21:00 Uhr

Zurück in die Bundesliga? Kruse geht's - nicht mehr - ums Geld

Der frühere Fußball-Nationalstürmer Max Kruse würde nach seiner Kündigung beim türkischen Klub Fenerbahce Istanbul gerne in die Bundesliga zurückkehren. "Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich meine Zukunft in der Bundesliga sehen", sagte der 32-Jährige im TV-Talk "Sky 90". Kruse ergänzte: "Ich werde meine Karriere auf jeden Fall fortsetzen. Wo, wird man sehen. Ich bin für vieles offen. Entscheidend ist, dass der nächste Klub zu mir passt." Bei seinem Wechsel zu Fenerbahce vor einem Jahr habe er durchaus "aufs Portemonnaie geguckt und wollte nochmal ein bisschen was verdienen, aber jetzt sind mir andere Dinge wichtig", sagte Kruse - und mit einem Schmunzeln: "Ich glaube, dass ich für fast alle Klubs in der Bundesliga bezahlbar bin." Vergangene Woche hielt sich der Angreifer in Stuttgart auf. Allerdings aus privaten Gründen, wie er nochmal betonte. Auf die Frage, ob sich die Fans Hoffnung auf eine Rückkehr zu seinem Ex-Klub Werder Bremen machen dürften, sagte Kruse: "Ich würde nie etwas ausschließen, aber die Wahrscheinlichkeit ist nicht die größte."

20:32 Uhr

Arme Millionäre: Schalke führt wohl Gehaltsobergrenze ein

Schalke 04 führt nach Informationen der Süddeutschen Zeitung als erster Fußball-Bundesligist eine Gehaltsobergrenze für die Profiabteilung ein. Demnach soll es bei dem hochverschuldeten Klub ab sofort keinen neuen Vertragsabschluss mehr geben, in dem eine Marke von rund 2,5 Millionen Euro Jahresgehalt überschritten wird.

Spieler, die mehr Geld verlangten, werde man nicht mehr engagieren, darauf haben sich laut SZ die Klub-Verantwortlichen verbindlich verständigt. Mit der Selbstbeschränkung reagiert Schalke in erster Linie auf die angespannte wirtschaftliche Situation, schon vor der Corona-Krise standen nach dem Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro zu Buche. Nach dem sportlichen Absturz in der Rückrunde mit 16 Spielen in Folge ohne Sieg verpassten die Königsblauen zum dritten Mal in vier Jahren das europäische Geschäft.

20:04 Uhr

Watzke verweigert Corona-Rabatt bei Sancho-Abgang

Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erteilt potenziellen Preisdrückern im Werben um Borussia Dortmunds Jungstar Jadon Sancho eine klare Absage. Er glaube nicht, dass ein Verein komme und die Summe zahle, die der BVB sich vorstelle: "Da gibt es auch keinen Cent Corona-Rabatt drauf", sagte Watzke im Sport1-Doppelpass.

Generell habe der BVB die Phase hinter sich, "wo wir Spieler verkaufen mussten. Ich glaube nicht, dass es da einen Transfer im Sommer geben wird." Am englischen Jungstar, einem der herausragenden Spieler der Bundesliga-Saison (17 Tore/17 Vorlagen), sollen vor allem die Großklubs aus der Premier League Interesse haben. Sancho, betonte Watzke, habe keinen Wechselwunsch geäußert.

19:30 Uhr

Schalke schiebt Konsequenzen für Absturz-Saison auf

Der FC Schalke 04 hat sein eigentlich für Montag angekündigtes Mediengespräch zu den Konsequenzen aus der abgeschlossenen Saison verschoben. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, wollen sich Sportvorstand Jochen Schneider und Trainer David Wagner nun am Mittwoch zur künftigen Ausrichtung des Tabellen-Zwölften äußern. Als Grund für die Terminänderung gaben die Schalker am Sonntag "eine kurzfristig aufgetretene Terminkollision" bei Schneider an. Nach zuletzt 16 Saisonspielen ohne Sieg hatte der Klub Veränderungen angekündigt.

19:07 Uhr

FA-Cup: Arsenal siegt ohne Özil, Chelsea jubelt dank Barkley

Der FC Arsenal hat mit Mühe und etwas Glück das Halbfinale im englischen FA Cup erreicht. Die Londoner setzten sich am Sonntag spät mit 2:1 (1:0) bei Sheffield United durch. Auch der FC Chelsea steht nach einem 1:0 (0:0)-Sieg bei Leicester City in der nächsten Runde. Der zur Halbzeit eingewechselte Ross Barkley (63. Minute) schoss die Blues zum Sieg. Die Treffer für Arsenal erzielten Pépé (25./Strafstoß) und Dani Ceballos (90.+1) im Stadion Bramall Lane. David McGoldrick (87.) hatte in der Schlussphase den Ausgleich für Sheffield erzielt, der nicht lange währte. Zu Beginn des Duells war ein Tor für Sheffield durch den Videoassistenten aberkannt worden. Der vermeintliche Führungstreffer für die Gastgeber durch John Lundstram (8.) zählte wegen einer vorherigen Abseitsstellung nicht. Ein weiteres Sheffield-Tor in der 58. Minute wurde ebenfalls nach VAR-Entscheid wegen Abseits nicht gegeben. Verletzungspech hatte der FC Arsenal, der mit 13 Titeln Rekordsieger im Pokal ist. Verteidiger David Luiz zog sich eine Blessur am Knie zu und musste kurz nach der Halbzeitpause ausgewechselt werden. Der deutsche Ex-Nationalspieler Mesut Özil stand wegen Rückenproblemen erst gar nicht im Kader.

18:46 Uhr

Arne Friedrich bekommt mehr Macht bei Hertha BSC

Der frühere Nationalspieler Arne Friedrich wird neuer Sportdirektor des Fußball-Bundesligisten Hertha BSC. Dies bestätigte der Hauptstadtklub. Der 41-Jährige war im November unter Ex-Trainer Jürgen Klinsmann als "Performance Manager" installiert worden und hatte zunächst einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben. Nun wird die Zusammenarbeit verlängert und seine Kompetenzen erweitert.

"Als unser Sportdirektor wird er das Bindeglied zwischen Vereinsführung, Trainerteam und Mannschaft sein", sagte Sport-Geschäftsführer Michael Preetz. Friedrich freut sich auf seine neue Aufgabe: "Vor allem in der aktuellen Konstellation macht die Zusammenarbeit unheimlich viel Spaß und ich habe das Gefühl, dass wir gemeinsam einiges voranbringen können."

18:28 Uhr

Ex-Profi Chahed übernimmt Trainerposten bei Bundesligist

Der ehemalige Bundesligaprofi Sofian Chahed soll neuer Cheftrainer beim Frauenfußball-Bundesligisten Turbine Potsdam werden. Wie die "Bild"-Zeitung berichtete, folgt der 37 Jahre alte Ex-Spieler von Hertha BSC und Hannover 96 auf den scheidenden Chefcoach Matthias Rudolph, der hauptberuflich als Lehrer arbeitet. Beim letzten Saisonspiel von Turbine gegen die TSG 1899 Hoffenheim saß Chahed bereits auf der Tribüne. Bestätigt hat Turbine die Personalie noch nicht.

Der frühere tunesische Nationalspieler Chahed arbeitete bislang im Nachwuchs von Hertha BSC und betreute zuletzt die U16-Mannschaft. Für den gebürtigen Berliner wird es die erste Station in der Bundesliga der Frauen. Der Turbine-Vorstand hatte beschlossen, mit einem hauptamtlichen Trainer in die nächste Saison zu gehen, um den steigenden Anforderungen im Leistungsbereich Mädchen- und Frauenfußball gerecht zu werden.

17:57 Uhr

Mario Gomez beendet "sehr wahrscheinlich" seine Karriere

Der ehemalige Fußball-Nationalspieler Mario Gomez beendet nach dem Bundesligaaufstieg mit dem VfB Stuttgart voraussichtlich seine Karriere. "Das war mein absolutes Ziel, mich hier als Erstligaspieler zu verabschieden", sagte der 34-Jährige bei einem Termin von Mercedes-Benz. Die Entscheidung sei für ihn kein Prozess gewesen, "ich war mir am Anfang der Saison sicher, dass wir aufsteigen werden." Daher habe er den Entschluss gefasst, "das wird mein letztes Jahr hier beim VfB, in Deutschland und sehr wahrscheinlich im Fußball als Spieler." In anderer Funktion im Fußball tätig zu werden, sei für Gomez allerdings "keine Frage", der VfB sei seine erste Anlaufstelle.

Gomez kam in der Bundesliga für den VfB, für den er 2004 in der Champions League sein Profidebüt gefeiert hatte, den FC Bayern und den VfL Wolfsburg 328-mal (170 Tore) zum Einsatz. Im Stuttgarter Meisterjahr 2007 war Gomez Fußballer des Jahres in Deutschland. Insgesamt feierte er dreimal den nationalen Titel, der größte Erfolg in seiner Laufbahn war 2013 der Triumph in der Champions League mit Bayern München. Für die Nationalmannschaft absolvierte er 78 Länderspiele (31 Tore).

17:39 Uhr

Meistercoach schweigt über seinen Verbleib

Nach dem ersehnten neunten Meistertitel von Alba Berlin ist der Verbleib von Trainer Aito Garcia Reneses beim Hauptstadtklub aus der Basketball-Bundesliga offen. "Heute ist der Moment, zu feiern, was wir erreicht haben. Wir haben Zeit, um eine Entscheidung zu treffen", sagte der 73 Jahre alte Spanier nach dem Finaltriumph über die MHP Riesen Ludwigsburg in München bei Magentasport.

Aito hatte das Team vor drei Jahren übernommen und wettbewerbsübergreifend in sieben Endspiele geführt. Nach dem Pokalsieg vor gut vier Monaten krönte er nun seine Zeit mit dem ersten Meistertitel der Berliner seit 2008. "Es gibt keine Signale. Wer Aito kennt, der weiß, dass er keine Signale sendet", sagte Geschäftsführer Marco Baldi über die Zukunft des Trainers. "Er ist ein verantwortungsbewusster Mann. Er weiß, was er hier hat und dass er so lange bleiben kann wie er will."

16:24 Uhr

Mario Gomez sagt mit einem Tor Tschüss

Der Aufstieg ist sicher, für den VfB Stuttgart geht es am letzten Spieltag der 2. Bundesliga vor allem um einen würdigen Abschied. Auch für Mario Gomez, der den VfB verlässt. Noch offen ist, ob er damit auch seine Karriere beendet. In seinem letzten Spiel für Stuttgart trifft der 78-fache Nationalspieler zum siebten Mal in dieser Saison, kurz vor der Halbzeit erzielt er den Treffer zum 1:1-Halbzeitstand.

15:59 Uhr

Bayern macht Champions League klar, Köln steigt ab

Die Fußballerinnen von Bayern München haben sich am letzten Bundesliga-Spieltag die erneute Qualifikation für die Champions League gesichert. Beim Pokalfinalisten SGS Essen gewann der Tabellenzweite 3:0 (1:0) und ließ so im Fernduell dem Verfolger TSG Hoffenheim (1:2 bei Turbine Potsdam) keine Chance. Meister VfL Wolfsburg stimmte sich mit einem 5:0 (3:0) gegen Bayer Leverkusen auf das DFB-Pokalfinale am Samstag (16.45 Uhr/ARD) gegen Essen ein und erhielt nach der erfolgreichsten Saison der Vereinsgeschichte (20 Siege, zwei Remis) die Schale.

Als zweiter Absteiger tritt der 1. FC Köln trotz eines 1:0 (0:0) gegen den SC Sand den Gang in die 2. Bundesliga an, da auch der punktgleiche MSV Duisburg parallel bei Schlusslicht USV Jena 2:0 (2:0) siegte und dank der besseren Torbilanz die Klasse hielt. In seinem letzten Auftritt vor der Fusion mit Eintracht Frankfurt verlor der 1. FFC Frankfurt gegen den SC Freiburg 0:2 (0:1). 22 Jahre nach der Vereinsgründung beendet der siebenmalige Meister die Saison als Tabellensechster.

15:29 Uhr

Kroos bedankt sich für mehr als 1600 Kisten Bier

Mittelfeldspieler Felix Kroos von Union Berlin hat nach der Schützenhilfe für seinen Ex-Klub Werder Bremen reichlich Zuspruch erfahren. "Habe jetzt alle Nachrichten von den Werder-Fans gelesen. Aktueller Stand: 1678 Kisten Bier und 5467 Liebesbekundungen (meistens männlich)! Danke dafür", twitterte Kroos und fügte ein grünes Herz hinzu. Kroos, der von 2010 bis 2016 in Bremen aktiv war, hatte beim 3:0-Heimsieg am Samstag gegen Fortuna Düsseldorf überraschend in der Startelf gestanden. In Torschütze Anthony Ujah sorgte ein zweiter Ex-Bremer dafür, dass die Norddeutschen noch an Düsseldorf vorbei auf den Relegationsrang kletterten. "Vielleicht hat es ein bisschen geholfen, dass sie Werder noch etwas im Herzen haben", sagte Bremens Aufsichtsratschef Marco Bode bei Sport1.

14:55 Uhr

Ludwigsburg auch im zweiten Meisterfinale ohne Anführer Knight

Die MHP Riesen Ludwigsburg müssen auch im zweiten Endspiel gegen Alba Berlin um die deutsche Basketball-Meisterschaft auf ihren Anführer Marcos Knight verzichten. Wie bei der 65:88-Niederlage vor zwei Tagen fehlte der US-Aufbauspieler am Sonntag (15 Uhr) beim letzten Spiel des Meisterturniers in München im Aufgebot des Außenseiters. Knight klagte zuletzt über eine Fußverletzung. Der Ausfall ist erneut ein schwerer Rückschlag für die Riesen: Dem 30-Jährigen war in allen vier Partien im Viertel- und Halbfinale ein Double-Double - zweistellige Werte bei Punkten und Rebounds - gelungen. Zudem standen auch Guard Zamal Nixon und Center Cameron Jackson nicht auf dem Spielberichtsbogen. Ludwigsburg müsste einen 23-Punkte-Rückstand aufholen, um noch die Sensation zu schaffen.

14:22 Uhr

Watzke schützt Favre: "Jeder Trainer der Welt hätte das Spiel verloren"

Und nochmal Hans-Joachim Watzke: Der BVB-Boss hat Lucien Favre nach dem peinlichen 0:4 (0:2) im Duell mit Hoffenheim gegen Kritik verteidigt. "Jeder Trainer der Welt hätte gestern das Spiel verloren. Wir hatten in Leipzig den gleichen Trainer", sagte er in der Sport1-Sendung "Doppelpass" mit Bezug auf den starken Auftritt der Borussia eine Woche zuvor im Bundesliga-Spitzenspiel bei RB Leipzig. Ungeachtet der neuerlichen Diskussion über das angeblich fehlende Titel-Gen von Favre stellte sich Watzke hinter den Schweizer: "Er kann mit dem Rest der Vorurteile in der kommenden Saison aufräumen." Anders als viele Kritiker führte Watzke die Niederlage gegen Hoffenheim nicht hauptsächlich auf ein Mentalitätsproblem des Teams zurück: "Es geht nicht um keine Lust haben. In manchen Situationen kriegst du den Schalter einfach nicht umgelegt. Das Spiel in Leipzig hat offenbar zu einem Spannungsabfall geführt."

13:37 Uhr

Lesetipp: Der FC Bayern zerstört die aufgeteilte Liga

Die längste Saison der Bundesliga-Historie ist zu Ende, Zeit für eine Bilanz. Der FC Bayern macht vieles kaputt, außer sich selbst. Borussia Dortmund hilft beim Schritt zur Weltklasse. Dazu kommen Rassismus-Lernprozesse und ein Torjäger, der Gerd Müller nacheifert.

12:46 Uhr

"Würde ich einfach die Klappe halten" - Watzke kontert Kritik aus Wolfsburg

Wolfsburg Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke und VfL-Kapitän Maximilian Arnold haben Borussia Dortmund für die katastrophale Leistung beim 0:4 gegen 1899 Hoffenheim offen kritisiert. Sie wittern eine Wettbewerbsverzerrung. Diese Kritik kommt beim BVB gar nicht gut an. Hans-Joachim Watzke, der Geschäftsführer des Klubs, konterte bei Sport1: "Wenn ich selber 0:4 verloren hätte, würde ich einfach die Klappe halten." Die Wolfsburger hatten parallel zum BVB-Debakel mit 0:4 gegen den FC Bayern verloren und so die direkte Qualifikation für die Europa League Hoffenheim überlassen müssen.

12:09 Uhr

Werner-Erbe: RB Leipzig buhlt um Werders Wunder-Wegbereiter

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Bald-Leipziger?

(Foto: REUTERS)

Unabhängig vom Verlauf der beiden Relegationsspiele geht die Zeit von Milot Rashica beim Bundesliga-16. Werder Bremen offenkundig zu Ende. Ligakonkurrent RB Leipzig bestätigte Interesse an der Verpflichtung des Stürmers, der am Samstag gegen Köln mit einem Tor und zwei Vorlagen maßgeblich an der vorläufigen Rettung beteiligt war, und auch Werders Aufsichtsrats-Vorsitzender Marco Bode deutete einen Abschied an. "Vermutlich wird uns Milot im Sommer verlassen. Es gibt aber noch einige ungeklärte Fragen", sagte der Vize-Weltmeister von 2002 im Doppelpass bei Sport1. "Rashica ist sicherlich ein Spieler, mit dem wir uns beschäftigen", äußerte RB-Geschäftsführer Oliver Mintzlaff. Der Kosovare könnte bei den Sachsen die Nachfolge von Timo Werner antreten, der in die Premier League zum FC Chelsea nach London wechselt. Im Januar 2018 war der Nationalspieler von Vitesse Arnheim zu den Hanseaten transferiert worden.

11:22 Uhr

Lesetipp: "Eintracht ist gefühlsechter als das dünnste Kondom"

Joshua Kimmich ist einer der Spieler der Saison. Sportlich unantastbar, moralisch integer und sprachlich geistreich. Und so lieferte er auch noch einen der schönsten Sprüche. Als er nach seinem Genie-Tor im Geister-Spitzenspiel bei Borussia Dortmund am 28. Spieltag und nach seiner überragenden Laufleistung von fast 14 Kilometern gefragt wurde, wie das denn möglich gewesen sei, meinte er lächelnd: "Ach, kein Problem. Mit den Fans im Rücken geht das schon." Eine echte Perle unter den Bonmots dieser Saison.

10:47 Uhr

Medien: Real plant Bellingham-Deal aus Rache am BVB

Neben dem FC Bayern und Manchester United sieht sich Borussia Dortmund im Werben um Top-Talent Jude Bellingham nun angeblich mit einem weiteren namhaften Konkurrenten konfrontiert: Real Madrid. Das spanische Portal "Don Balon" will erfahren haben, dass die Königlichen beschlossen haben, dem BVB Bellingham streitig zu machen - angeblich aus "Rache" dafür, dass Erling Haaland unlängst verkündete, er denke nicht an einen Abschied aus Dortmund im Sommer 2020. Demnach rechnet Real damit, das Rennen um Bellingham für rund 20 Millionen Euro für sich zu entscheiden und will den 16-Jährigen postwendend für eine weitere Saison an seinen derzeitigen Arbeitgeber Birmingham City wieder verleihen. Ein Szenario, das den Briten zusagen dürfte. Allerdings sollen die Madrilenen bereit sein, ihr Interesse zurückzuziehen, sollte sich der BVB doch noch in der Causa Haaland gesprächsbereit zeigen.

Alle Gerüchte im zähen Poker um Jude Bellingham lesen Sie übrigens hier!

09:59 Uhr

Die Geburtsstunde eines legendären Rennstalls

 

09:20 Uhr

Tuchel versteht Wechsel von Top-Talent zum FC Bayern nicht

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Tanguy Kouassi wechselt offenbar zum FC Bayern.

(Foto: imago images/PanoramiC)

Der Transfer des französischen Defensivtalents Tanguy Kouassi von Meister Paris St. Germain zu Bayern München ist offenbar perfekt. "Er war wirklich ein Schlüsselspieler, im Alter von 17, 18. Ich kann es nicht verstehen. Ich bin traurig, aber so ist es nun mal", sagte PSG-Trainer Thomas Tuchel. Kouassi ist ablösefrei und soll Medienberichten zufolge bei den Bayern einen Fünfjahresvertrag erhalten. Der 18 Jahre alte Innenverteidiger gab in der abgelaufenen Saison sein Profidebüt für PSG und absolvierte unter Tuchel 13 Pflichtspiele in der Liga, den Pokalwettbewerben und der Champions League (drei Tore). "Wir haben ihm Vertrauen gegeben, er hat Spielminuten bekommen", klagte Tuchel. Doch das konnte den französischen Junioren-Nationalspieler, der als eines der größten Talente des Landes gilt, nicht überzeugen. Kouassi ist nach Torwart Alexander Nübel (Schalke 04) der zweite Bayern-Neuzugang für die kommende Saison.

08:39 Uhr

Als "Iron Mike" Evander Holyfield 1,5 Zentimeter vom Ohr abbiss

Mike Tyson ist wütend, er schäumt. Es läuft die dritte Runde in diesem mit Spannung erwarteten Fight, und der in die Jahre gekommene Ex-Weltmeister findet einfach kein Mittel gegen Evander Holyfield. Der Kontrahent, obwohl mit 34 noch knapp vier Jahre älter, ist schneller, er ist beweglicher, setzt ihm ständig zu. Tyson schwitzt, blutet, klammert. Und dann wird es ungeheuerlich an diesem 28. Juni 1997. "Iron Mike" verliert die Nerven, im Clinch beißt er Holyfield ein 1,5 Zentimeter langes Stück aus dem Ohr - 16.331 Zuschauer im MGM Grand Hotel von Las Vegas sind entsetzt. Und Holyfield schreit vor Schmerz, er hüpft durch den Ring und zeigt immer wieder ungläubig auf sein blutendes Ohr. "Er hat das mit voller Absicht getan, ich war sicher, dass mein Ohr ab ist", wird Holyfield später sagen. Ringrichter Mills Lane versucht noch, die Gemüter zu beruhigen, lässt die Runde zu Ende boxen. Dann disqualifiziert er den Ohr-Beißer. Heute sind die einstigen Erzrivalen längst versöhnt. Bei einem gemeinsamen Auftritt in der "Oprah Winfrey Show" meinte Tyson einmal über Holyfield: "Ich will der Welt sagen, dass er ein wundervoller Junge ist. Es ist eine Freude, ihn zu kennen."

08:03 Uhr

Sieg gegen Florenz: Lazio bleibt nach Ribery-Tor cool

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Franck Ribery traf nach einer tollen Einzelleistung.

(Foto: REUTERS)

Verfolger Lazio Rom hat sich auch von einem Tor des früheren Bayern-Stars Franck Ribery nicht aus der Ruhe bringen lassen und seinen ersten Sieg seit dem Restart der Serie A gefeiert. Der Tabellenzweite aus der Hauptstadt drehte beim 2:1 (0:1) gegen Riberys AC Florenz das Spiel, Rekordmeister Juventus Turin ist an der Spitze weiterhin vier Punkte entfernt. Der frühere Dortmunder Ciro Immobile per Foulelfmeter (66.) und der Spanier Luis Alberto (83.) trafen für die Gastgeber. Nach einer tollen Einzelaktion erzielte der 37-Jährige sein drittes Saisontor (25.), zuletzt war er Ende September in einem Auswärtsspiel beim AC Mailand (3:1) erfolgreich gewesen. Florenz beendete die Partie nach der Roten Karte gegen Dusan Vlahovic (90.+5) nur mit zehn Mann.