Sonntag, 29. November 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau und Torben Siemer
21:52 Uhr

Held der WM 2002 stirbt mit nur 42 Jahren

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Diop nach seinem Tor gegen Frankreich.

(Foto: imago/Pro Shots)

Senegals Fußball-WM-Held Papa Bouba Diop ist im Alter von 42 Jahren nach langer Krankheit gestorben. Das berichteten verschiedene Medien in seinem Heimatland, auch der Weltverband Fifa bestätigte den Tod des früheren Mittelfeldspielers. Zum umjubelten Helden war Diop bei der WM 2002 geworden, als er für den krassen Außenseiter im Eröffnungsspiel gegen Titelverteidiger Frankreich das Siegtor erzielte. Der große Favorit um Superstar Zinedine Zidane schied schon in der Vorrunde aus, Senegal erreichte bei seiner ersten WM-Teilnahme das Viertelfinale. Diop, der insgesamt 63 Länderspiele bestritt, spielte unter anderem in der Schweiz, Frankreich und England.

21:21 Uhr

Wellinger droht das frühe bittere Weltcup-Aus

Das Comeback von Olympiasieger Andreas Wellinger läuft bisher anders als erhofft. Nach seinem Kreuzbandriss und eineinhalb Jahren Wettkampfpause ist der 25 Jahre alte Skispringer bislang in drei Einzelwettbewerben dreimal im ersten Durchgang ausgeschieden. "Eine fantastische Performance" konnte der Pyeongchang-Olympiasieger bislang nur seinem Trainingspartner Markus Eisenbichler attestieren, nicht aber sich selbst.

Mit Blick auf die kommenden Stationen im russischen Nischni Tagil und perspektivisch Richtung Vierschanzentournee muss Wellinger nun wohl um seinen Kaderplatz bangen. Im siebenköpfigen Aufgebot ist er mit den Rängen 39, 34 und 42 bislang der deutlich schwächste Athlet. Schon vor dem Weltcup-Auftakt hatte Bundestrainer Stefan Horngacher gesagt, dass die Unterschiede zwischen Wellinger, David Siegel und Richard Freitag gering seien. Siegel und Freitag kamen bislang im Weltcup nicht zum Einsatz.

20:36 Uhr

Horror-Crash reißt Grosjeans F1-Auto mittendurch

Ein heftiger Unfall überschattet den Start den Bahrain-GPs. F1-Pilot Romain Grosjean rast frontal in eine Leitplanke, sein Haas geht explosionsartig in Flammen auf. Wie durch ein Wunder überlebt er den Crash nur leicht verletzt.

20:06 Uhr

Der emotionale Tribut von Messi und Barcelona für Maradona

Lionel Messi und der FC Barcelona haben mit emotionalen Gesten des früheren argentinischen Fußball-Weltstars Diego Maradona gedacht. Nach seinem Treffer in der 73. Minute zum 4:0 (2:0)-Endstand im Meisterschaftsspiel gegen CA Osasuna zog der mehrmalige Weltfußballer sein Barcelona-Trikot aus und zeigte sich im schwarz-roten Trikot mit der Nummer 10 des argentinischen Klubs Newell's Old Boys. Anschließend schickte Messi Kusshände in Richtung Himmel, schaute nach oben und bekreuzigte sich danach. Messi und sein Landsmann Maradona hatten - zu unterschiedlichen Zeiten - für den Verein gespielt.

Vier Tage nach dem Tod Maradonas hatte zuvor der FC Barcelona mit einer besonderen Aktion seines einstigen Spielers gedacht. Vor dem Anstoß versammelten sich alle Spieler zu einer Gedenkminute um den Mittelkreis, in dessen Zentrum eine weiße Nummer 10 auf einem Viereck in den Farben des FC Barcelona platziert war. Auf der Tribüne war ein eingerahmtes Trikot des Klubs mit der Nummer 10 und der Original-Unterschrift aufgestellt.

19:38 Uhr

"Grosjean musste 800 bis 900 Grad aushalten"

Wie durch ein Wunder überlebt Romain Grosjean seinen Crash beim Bahrain-Grand-Prix nur leicht verletzt. Welche enorme Hitze er aushält und was ihn schlussendlich das Leben rettet, erklärt F1-Experte Felix Görner.

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19:17 Uhr

Deutscher Ex-Nationalspieler bittet um Entschuldigung

Aussagen von Ex-Nationalspieler Steffen Freund in der Sport1-Sendung "Doppelpass" haben für Verwirrung gesorgt. Der frühere Schalker Profi zog darin eine Verbindung zwischen Undiszipliniertheiten der Schalker Spieler Nabil Bentaleb und Amine Harit und deren Herkunft. Später entschuldigte Freund sich bei Twitter dafür, dass er sich "leider so missverständlich ausgedrückt" habe.

In derselben Sendung versuchte Freund später seine Aussagen zu erklären. "Ich habe in den öffentlichen Medien gehört, dass das rassistisch rübergekommen ist. Das war so natürlich nicht gemeint", sagte der 50-Jährige. Jedoch spiele die Herkunft eine Rolle, wie man als Mensch aufwachse. "Und wie deine Mentalität ist. In Tottenham, wenn ihm das Spiel nicht gefallen hat, hat er das Spielfeld einfach verlassen", sagte Freund, der ebenso wie Bentaleb früher auch für die Spurs spielte.

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18:35 Uhr

Diese Schutzbekleidung rettet Leben der F1-Piloten

Beim Bahrain-GP schockiert der Crash von Romain Grosjean alle Beobachter. Der Franzose übersteht den Unfall relativ glimpflich, weil ihm sein feuerfester Overall die Flammen vom Leib hält. Florian König, Heiko Wasser und Christian Danner erklären den Schutz durch die Rennkleidung.

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17:49 Uhr

Was Sie über den Formel-1-Horrorcrash wissen müssen

17:09 Uhr

Fahrlässige Tötung? Razzia bei Maradona-Arzt

Gegen den Arzt von Argentiniens verstorbener Fußball-Ikone Diego Maradona sind staatsanwaltschaftliche Untersuchungen eingeleitet worden. Laut der argentinischen Nachrichtenagentur Telam ermitteln die Behörden gegen Leopoldo Luque wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung.

  • Im Zuge des Verfahrens fanden demnach Durchsuchungen in Luques Privathaus und Behandlungsräumen statt. Die Ermittler fahndeten dabei nach Hinweisen auf Verfehlungen des Mediziners bei der Therapie des 60-Jährigen.
  • Die drei Töchter Maradonas sollen die Behörden in vorangegangenen Aussagen um eine Überprüfung der Medikamente, die ihr Vater in den zurückliegenden Monaten und in Zusammenhang mit einer Gehirn-OP verordnet bekommen hatte, gebeten haben.
  • Luque hatte Maradona Anfang des Monats in einer Klinik in La Plata wegen eines Blutgerinnsels im Gehirn operiert. Acht Tage nach dem Eingriff konnte der Weltmeister von 1986 wieder entlassen werden. Zwei Wochen später war Maradona am vergangenen Mittwoch laut offiziellen Angaben an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben.
16:46 Uhr

Nächster Unfall nach F1-Neustart: Stroll hängt über Kopf

Nach einer mehr als einstündigen Unterbrechung wird das Formel-1-Rennen in Bahrain fortgesetzt - und schon nach wenigen Metern muss das Safety Car losfahren. Alpha-Tauri-Pilot Daniil Kvyat kollidiert mit Lance Stroll, dessen Racing Point sich auf den Kopf dreht. Stroll steigt allerdings erfreulicherweise umgehend aus und ist dem Augenschein nach unverletzt.

Das Rennen können live bei RTL und im ntv.de-Liveticker verfolgen.

16:42 Uhr

Eisenbichler greift nach drittem Sieg im dritten Springen

Skisprung-Weltmeister Markus Eisenbichler steht vor seinem dritten Sieg im dritten Saisonspringen. Im finnischen Kuusamo liegt der 29-Jährige nach dem ersten Durchgang mit einem Sprung auf 141,0 Meter mit 142,2 Punkten wie bei seinem Erfolg am Vortag deutlich in Führung. Der Vorsprung auf den zweitplatzierten Norweger Robert Johansson beträgt 10,6 Punkte, umgerechnet stolze sechs Meter.

Karl Geiger liegt als zweitbester Deutscher mit 135,0 Metern (130,0 Punkte) auf Platz fünf. Pius Paschke, der zuvor die Qualifikation gewonnen hatte, konnte daran nicht ganz anknüpfen und liegt nach einem Sprung auf 130,5 Meter auf Platz zwölf.

15:45 Uhr

Bayer-Coach bedankt sich bei "mutigem" FC Bayern

Bayer Leverkusens Trainer Peter Bosz ist dem FC Bayern dankbar. Die Münchner hätten mit ihrem Titelgewinn in der Champions League gezeigt, "dass es möglich ist, so mutig aufzutreten, so hoch Druck zu machen, wie auch wir es tun, und damit so einen Wettbewerb zu gewinnen", sagte der Coach des Fußball-Bundesligisten der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

  • Mit ihrem Triumph hätten die Bayern viele Zweifler widerlegt. "Es gibt immer viele Leute, die sagen, das geht nicht zusammen, aber jetzt wissen wir: Doch, das geht zusammen", sagte der Niederländer Bosz.
  • Sein Weg mit der Werkself sei ebenfalls, "mutig zu sein". Es sei die Aufgabe seines Teams, "den Menschen für ihr Interesse und ihre Unterstützung etwas Besonderes zurückzugeben", erklärte der 57-Jährige. Schon früher habe Bayer Leverkusen für ihn einen "mitreißenden Fußball" verkörpert.
15:03 Uhr

Argentinischer Fußball versinkt nach Maradonas Tod in Tränen

Der argentinische Fußball ist nach dem Tod von Ikone Diego Maradona unter Tränen und Trauer in den Spielbetrieb zurückgekehrt. Der Erstligist Gimnasia y Esgrima La Plata, den Maradona zuletzt noch trainiert hatte, feierte einen 1:0-Sieg bei Velez. Einige Spieler waren vor dem Anpfiff emotional sichtlich berührt.

  • "Es war verrückt zu spielen, denn dieser Schlag erschüttert uns immer noch", sagte Mittelfeldspieler Victor Ayala nach dem Spiel: "Aber wir haben getan, was Diego uns gelehrt hat. Für uns war er wie ein Vater, der uns immer anrief, wenn wir was brauchten. Von da oben muss er stolz auf das Team sein."
  • Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Maradona vor vier Wochen im Stadion von Gimnasia, als er seinen 60. Geburtstag feierte.
  • Auch in den anderen Stadien des Landes wurde dem Nationalhelden unter Tränen Tribut gezollt. Maradona, Weltmeister-Kapitän von 1986 in Mexiko und einer der besten Fußballer der Geschichte, war am Mittwoch in seinem Anwesen in Tigre an den Folgen eines Herzinfarktes gestorben.
14:37 Uhr

Krasniqi zollt Tyson Respekt - will sich aber kein Beispiel nehmen

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Krasniqi hat seine Karriere beendet.

(Foto: imago images/Eibner)

"Mit über 50 Jahren so eine Leistung zu bringen, Respekt!" Das sagt Luan Krasniqi über das Comeback von Mike Tyson und Roy Jones. Er selbst habe gar nicht so einen tollen Fight erwartet, bekennt er in seiner Analyse für RTL/ntv, die Sie hier nachlesen können. "Das war wirklich Boxsport."

Für ihn selbst ist die Zeit aber vorbei: "Ich habe 2013 und 2015 Charity-Fights gemacht, 2013 war das nicht ernst zu nehmen, aber 2015 gegen den noch aktiven Danny Williams war das gar nicht so einfach", blickt der frühere Europameister im Schwergewicht zurück auf seine eigene Karriere. "Was ich heute beim Tyson-Kampf gesehen habe, war nicht zu vergleichen. Beide sind topfit, beide sind Top-Nummern. Ich glaube nicht, dass ich noch einmal zurückkomme."

14:12 Uhr

Rodlerinnen rasen aus der Babypause aufs Podest

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Das deutsche Dreifach-Podium.

(Foto: AP)

Aus der Babypause aufs Weltcup-Podest: Rodel-Olympiasiegerin Natalie Geisenberger hat beim Saisonauftakt in Innsbruck-Igls den zweiten Rang hinter Teamrivalin Julia Taubitz belegt - und gehört nur ein halbes Jahr nach der Geburt ihres Sohnes schon wieder zur internationalen Elite.

  • Überhaupt war mit Geisenbergers Rückkehr fast alles so wie früher: Hinter ihr sorgte Dajana Eitberger, ebenfalls zurück aus ihrer Babypause, für einen Dreifachsieg.
  • "Man sieht, dass wir alle die Chance haben, vorne reinzufahren", sagte Taubitz, "ich wusste, dass die beiden nicht um die hinteren Plätze fahren wollen, wenn sie wiederkommen."
  • Geisenberger freute sich über "ein sehr gutes Rennen. Es waren ein paar Fehler drin, aber ich weiß, dass ich wieder da bin, dass ich vorne dabei bin und dass ich auch Spaß habe am Fahren."
13:48 Uhr

Höwedes ledert gegen Favre: "Kein Meistertrainer"

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Hat Favre das Zeug zum Titel?

(Foto: dpa)

Rio-Weltmeister und Schalke-Urgestein Benedikt Höwedes hat nach dem 1:2 von Borussia Dortmund gegen den 1. FC Köln Zweifel, ob BVB-Trainer Lucien Favre die Schwarz-Gelben zum Bundesliga-Titel führen kann. "Aus meiner Sicht ist Lucien Favre kein Meistertrainer", sagte Höwedes im "Doppelpass" bei Sport1.

  • "Ich glaube, dass ein anderer Trainer gefragt ist, der in Situationen mehr eingreift, wenn ein Sancho etwas aus der Reihe schlägt", sagte Höwedes. Der langjährige Schalke-Kapitän schätzt Favre als "guten Trainer". Allerdings brauche der BVB einen "Trainertypen, der offensiver denkt".
  • Ex-Nationalspieler Stefan Effenberg ergriff indes Partei für Favre und traut diesem auch den Meister-Coup mit der Borussia zu: "Für mich ist Favre in der Entwicklung der jungen Spieler mit der Beste, wenn nicht sogar der Beste. Das Ergebnis wird ja kommen. Vielleicht in einem halben Jahr, vielleicht in eineinhalb Jahren. Da wird unter dem Strich die Meisterschaft stehen."
13:09 Uhr

Nach heftigen Vorwürfen: Olympia-Dritte nimmt Turn-Trainerin in Schutz

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Scheder kann Schäfers Kritik nicht nachvollziehen.

(Foto: imago images/Eibner)

Eine wegen angeblich überharter Trainingsmethoden in die Kritik geratene Chemnitzer Kunstturn-Trainerin ist von der Olympia-Dritten Sophie Scheder in Schutz genommen worden. Die Stufenbarren-Spezialistin wird seit zwölf Jahren von der 60-Jährigen betreut.

  • "Auch bei mir gab es immer mal Momente, bei denen ich mit meiner Trainerin nicht auf einen Nenner kam. Doch solche Differenzen gibt es in allen Lebensbereichen und sind meiner Meinung nach ganz normal. Jede Athletin nimmt das Gesagte anders wahr, und dass der Ton bei Trainern auch mal schärfer ist, sollte kein Vorwurf sein, sondern ist einfach nur menschlich", schrieb die 23-Jährige auf ihrer Facebookseite.
  • Im "Spiegel" hatten die ehemalige Schwebebalken-Weltmeisterin Pauline Schäfer sowie fünf weitere Athletinnen Scheders Trainerin beschuldigt, Psychoterror ausgeübt zu haben. Auch seien verschreibungspflichtige Medikamente ohne ärztliche Absprache verabreicht worden. "Täglich erniedrigt zu werden - das hinterlässt irgendwann Spuren", sagte Schäfer, die sich 2018 von ihrer Betreuerin trennte.
  • Die von ihr Beschuldigte behält sich nach eigener Aussage rechtliche Schritte vor. "In den Vorwürfen stecken viele Verleumdungen drin. Ich bin sehr traurig darüber und hätte damit nicht gerechnet. Ich muss das alles erst einmal durcharbeiten", sagte sie dem MDR.
12:26 Uhr

Schumacher rettet Punkte und profitiert von Crash

Mick Schumacher ist im Formel-2-Sprintrennen von Bahrain auf den siebten Platz gefahren. Der Prema-Pilot sammelte damit zwei Punkte mehr im Titelrennen gegen seinen Rivalen Callum Ilott, der nach einem Crash und einer Durchfahrtstrafe ohne Zähler am Ende des Feldes landete.

  • Der Formel-2-Führende Schumacher geht nun mit einem Vorsprung von 14 Punkten auf den Briten in das letzte Rennwochenende, das ebenfalls in Bahrain stattfindet.
  • Den Sieg auf dem Wüstenkurs in Sakhir sicherte sich am Sonntag der Teamkollege des Deutschen, der Russe Robert Schwartzmann.
  • Schumacher ist ein heißer Kandidat für ein Formel-1-Cockpit 2021 beim US-Team Haas.
11:54 Uhr

Glassplitter regnen auf Handballfeld hinab

Vor einem Testländerspiel für die Handball-EM der Frauen zwischen Schweden und Ungarn ist die Glasscheibe eines Basketballkorbs zersplittert. Wie Aufnahmen des schwedischen Senders SVT zeigten, rasselten die Glassplitter während des Aufwärmprogramms auf ungarischer Seite urplötzlich auf den Torraum hinab.

Verletzt wurde niemand. Die Partie in Trollhättan rund 70 Kilometer nördlich von Göteborg wurde am Samstagnachmittag mit 15-minütiger Verspätung angepfiffen, Ungarn gewann letztlich mit 28:27. Die Handball-EM findet vom 3. bis 20. Dezember in Dänemark statt.

11:13 Uhr

Khedira will als "unheimlicher Fan" in die Premier League wechseln

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Khedira ist bei Juve quasi aussortiert.

(Foto: imago images/Martin Hoffmann)

Der bei Juventus Turin aussortierte Rio-Weltmeister Sami Khedira hat offen mit einem Wechsel nach England geliebäugelt. "Ich schaue mal, was geht. Ich würde mich unheimlich freuen, wenn ich mich einem Premier-League-Klub anschließen könnte", sagte der 77-malige Fußball-Nationalspieler im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

  • Er sei ein "unheimlicher Fan" der höchsten englischen Spielklasse. "Definitiv würde mich die Premier League reizen", ergänzte Khedira und bestätigte zugleich laufende Gespräche. Er habe den Kontakt mit seinen ehemaligen Trainern Jose Mourinho, derzeit Teammanager bei Tottenham Hotspur, und Carlo Ancelotti, Coach des FC Everton, "unabhängig von meiner sportlichen Situation" nie verloren.
  • Khedira spielt unter Trainer Andrea Pirlo bei Juve keine Rolle mehr. Für die Champions League wurde der 33-Jährige nicht gemeldet, auch in der Liga wurde Khedira in dieser Saison bisher nicht eingesetzt.
10:41 Uhr

"No Ronaldo, no Party": Juve stolpert über Provinzklub

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"Dybala genügt nicht."

(Foto: imago images/Uk Sports Pics Ltd)

Für die italienischen Gazetten war der Fall klar: "No Ronaldo, no Party: CR7 fehlt und Juve merkt es. Wenn Juve Ronaldo braucht, um einen Aufsteiger zu besiegen, ist die Situation alles andere als heiter", urteilte die "Gazzetta dello Sport" nach dem 1:1 (1:1) von Fußball-Rekordmeister Juventus Turin beim Provinzklub Benevento Calcio.

  • Der fünfmalige Weltfußballer Ronaldo war im Hinblick auf die Champions League in der kommenden Woche geschont worden. Alvaro Morata (21.) hatte den Abonnementmeister in Führung gebracht, Gaetano Letizia (45.+3) markierte das 1:1. Es war das vierte Remis in den letzten sechs Serie-A-Spielen.
  • "Ohne CR7 keine Alte Dame, Dybala und Morata genügen allein nicht", kommentierte Tuttosport.
  • Die "Gazzetta" weiter: "Ronaldo ruht sich aus und die Jungs von Trainer Filippo Inzaghi schaffen ein Unentschieden gegen den Rekordmeister. Trainer Andrea Pirlo gerät unter Druck."
  • Pirlo, seit Saisonbeginn Nachfolger des gefeuerten Maurizio Sarri, gestand ein, Probleme zu haben: "Wir haben ohne Charakter gespielt und haben seit Saisonbeginn bisher zu viele Punkte verloren. Ronaldo ist ein Katalysator, doch wir müssen auch ohne ihn gewinnen."
10:24 Uhr

Die Olympia-Verlegung verursacht horrende Kosten

Die Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio ins kommende Jahr soll Kosten in Höhe von umgerechnet rund 1,6 Milliarden Euro verursachen. Das berichten die japanische Nachrichtenagentur Kyodo und die japanische Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" übereinstimmend.

  • Die zusätzlich notwendigen Gelder sind dadurch notwendig geworden, dass unter anderem Hallen und Stadien sowie Transportmöglichkeiten neu gebucht werden müssen, zudem erhöhen sich durch die Verschiebung die Personalkosten.
  • Die neu veranschlagte Summe soll laut "Yomiuri Shimbun" allerdings nicht die finanziellen Mittel für die geplanten Anti-Corona-Maßnahmen enthalten. Die Organisatoren rechnen laut des Berichts damit, dass die japanische Regierung diese Kosten übernimmt.
  • Erst im Oktober 2020 hatte Tokio ein Maßnahmenpaket vorgestellt, mit dem der Etat um 240 Millionen Euro gesenkt werden sollte. So soll es unter anderem weniger Personalkosten, weniger Ausgaben für Feierlichkeiten und weniger Dekoration der Sportstätten geben.
  • Die Olympischen Spiele in Tokio waren im März wegen der Corona-Pandemie auf das kommende Jahr verschoben worden. Sie sollen nun am 23. Juli 2021 beginnen, der Start der Paralympics ist für den 24. August geplant.
09:56 Uhr

Real kann plötzlich nicht mehr gewinnen

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Kroos vergab eine gute Chance.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Der spanische Fußball-Rekordmeister Real Madrid hat in La Liga den nächsten Tiefschlag kassiert. Die Königlichen verloren am 11. Spieltag mit 2014er-Weltmeister Toni Kroos in der Startelf 1:2 (0:1) gegen Deportivo Alaves und warten seit nun drei Ligaspielen auf einen Sieg.

  • Lucas Perez (5.) brachte die Gäste mit einem verwandelten Handelfmeter in Führung, begünstigt durch einen schlimmen Fehlpass des belgischen Nationaltorhüters Thibaut Courtois baute Joselu (49.) die Alaves-Führung kurz nach Wiederanpfiff aus. Casemiros (86.) Anschlusstreffer blieb ohne Folgen.
  • Im ersten Abschnitt war bereits Real-Stürmer Eden Hazard verletzungsbedingt ausgewechselt worden (28.). Kroos (39.) vergab kurz darauf eine sehr gute Chance zum möglichen 1:1.
  • Der Titelverteidiger von Trainer Zinedine Zidane liegt nach der dritten Saisonniederlage bereits sechs Zähler hinter Spitzenreiter Real Sociedad San Sebastian, der heute (21 Uhr) im Topspiel gegen den Tabellendritten FC Villarreal seinen Vorsprung weiter ausbauen könnte. Real, derzeit Vierter, hat dann allerdings ein Spiel weniger als das Überraschungsteam absolviert.
09:25 Uhr

Neymar trifft - PSG aber verschärft Tuchels Probleme

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Sein Treffer reicht nicht.

(Foto: dpa)

Der französische Fußball-Meister Paris St. Germain hat in der Ligue 1 erneut Punkte liegen gelassen. Vier Tage nach dem Champions-League-Sieg bei RB Leipzig (1:0) kam die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel gegen Girondins Bordeaux nicht über ein 2:2 (2:1) hinaus, behauptete trotz zweier Ligaspiele in Folge ohne Sieg aber zunächst die Tabellenführung.

  • Nach dem frühen Eigentor von PSG-Verteidiger Timothee Pembele (10.) drehten die Gastgeber durch einen Doppelschlag zunächst das Spiel. Erst verwandelte der brasilianische Superstar Neymar einen von ihm selbst herausgeholten Foulelfmeter (27.), kurz nach Wiederanstoß erzielte der Italiener Moise Kean (28.) die Pariser Führung. Yacine Adli (60.) besorgte nach Wiederanpfiff den Ausgleich der Gäste.
  • Die deutschen Nationalspieler Julian Draxler und Thilo Kehrer fehlten PSG verletzungsbedingt. Bereits in der Vorwoche hatte der Titelverteidiger auch dank zweier Tore von Ex-Nationalspieler Kevin Volland 2:3 bei der von Niko Kovac trainierten AS Monaco verloren und seine dritte Saisonniederlage kassiert.
  • Tuchel steht beim Klub in der Kritik. Es gibt immer wieder Gerüchte über seine Entlassung.
08:41 Uhr

Erste Frau spielt im Football der Männer

Mit einem Kick hat Sarah Fuller Football-Geschichte geschrieben. Als erste Frau kam die Spielerin der Vanderbilt Commodores in einer Partie der fünf stärksten College-Ligen der USA zum Einsatz. Den historischen Moment vollzog Fuller mit dem Anstoß zur zweiten Hälfte der Partie bei den Missouri Tigers.

  • Nominiert worden war sie, nachdem eine Reihe von Spielern ihres Teams wegen Corona-Infektionen in Quarantäne mussten. Eigentlich ist Fuller Torhüterin bei der Fußball-Mannschaft der Vanderbilt-Universität. Wegen der Corona-Fälle bat Coach Derek Mason sie um ein Probetraining und war danach überzeugt.
  • "Das ist unglaublich und fantastisch", sagte Fuller schon vor ihrem Einsatz. Es sei eine Ehre für sie, dem Team aushelfen zu können. In die Partie ging sie mit einem Helm, auf dessen Rückseite die Worte "Play like a girl" (Spiel wie ein Mädchen) geschrieben standen.
  • Aufgeregt sei sie gewesen, gestand sie nach ihrem großen Auftritt. "Ich will allen Mädchen da draußen sagen, dass ihr alles schaffen könnt, was ihr euch vornehmt", sagte Fuller.
  • Ihr dezimiertes Team allerdings war in Missouri chancenlos und unterlag 0:41.