Sonntag, 06. September 2020Der Sport-Tag

Heute mit Anja Rau & Torben Siemer
22:17 Uhr

Sturz mit 60 km/h: Radrennen in Rostock nach schwerem Unfall abgebrochen

Der Sprintercup auf der Radrennbahn in Rostock ist von einem schweren Unfall überschattet worden. Im Keirin-Finale stürzten Carl Hinze, Christian Röbel (beide Cottbus), Timo Bichler (Dudenhofen) und Julien Jäger (Erfurt). Alle vier mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Veranstaltung wurde abgebrochen. "Es sah sehr dramatisch aus. Von einer schweren Gehirnerschütterung bis zu Knochenbrüchen ist alles dabei", sagte Bundestrainer Detlef Uibel, betonte aber auch: "Insgesamt hatten aber alle noch Glück im Unglück."

Passiert sei der Unfall, weil der führende Fahrer bei Tempo 60 wegen eines geplatzten Reifens gestürzt war. Die hinter ihm Fahrenden kamen ebenfalls zu Fall. Die Rostocker Veranstaltung war das erste Elite-Bahnradrennen in Deutschland seit der Weltmeisterschaft Ende Februar.

21:20 Uhr

Zverev sprintet in drei Sätzen zur New-York-Premiere

Alexander Zverev ist mit einer beeindruckenden Vorstellung erstmals ins Viertelfinale der US Open eingezogen. Die 23 Jahre alte deutsche Nummer eins aus Hamburg (Nr. 5) schlug den ungesetzten Spanier Alejandro Davidovich Fokina mit 6:2, 6:2, 6:1. In der Runde der besten Acht wartet nun ein Duell mit Borna Coric (Kroatien/Nr. 27) oder Jordan Thompson (Australien). Zverev präsentierte sich von Beginn an hochkonzentriert und dominierte die Partie gegen seinen 21 Jahre alten Gegner, der in der Weltrangliste auf Rang 99 geführt wird. Er servierte stark und leistete sich kaum einfache Fehler. Schon nach 58 Minuten gewann er den zweiten Satz. Anfang des dritten Satzes verletzte sich der Spanier am Knöchel und musste behandelt werden, kämpfte aber anschließend weiter. Zverev, der bei den Australian Open im Frühjahr das Halbfinale erreicht hatte, blieb souverän und setzte sich problemlos durch. Nach 1:34 Stunden verwandelte Deutschlands Topspieler seinen ersten Matchball.

20:45 Uhr

Robben trifft erstmals für Groningen, Fans prügeln sich

Der langjährige Bayern-Profi Arjen Robben hat sein erstes Tor nach seiner Rückkehr zum niederländischen Erstligisten FC Groningen erzielt. Beim 1:1 (1:1) im Testspiel gegen Bundesliga-Aufsteiger Arminia Bielefeld traf der 36-Jährige mit einem platzierten Abschluss aus 20 Metern zur Führung (17.), Bielefelds Nachwuchstalent Jomaine Consbruch glich wenig später aus (22.). Sein letztes Tor im Groninger Stadion hatte Robben am 28. April 2002 erzielt, im Anschluss startete er eine Weltkarriere. Nach Stationen beim FC Chelsea und bei Real Madrid gewann der Linksfuß mit dem FC Bayern achtmal die deutsche Meisterschaft und im Jahr 2013 die Champions League.

Im Vorfeld der Partie, für die sich ausschließlich Dauerkartenbesitzer und Mitglieder des FC Groningen Tickets sichern konnten, hatte es heftige Auseinandersetzungen zwischen Anhängern beider Klubs gegeben. In der Groninger Innenstadt griffen sich beide Fanlager mit Stühlen und Tischen an.

20:21 Uhr

Van der Vleuten siegt in Aachen

Der Niederländer Maikel van der Vleuten hat den Großen Preis beim Springturnier in Aachen gewonnen. Der 32-Jährige ritt zum Abschluss auf Beauville zum Sieg und sicherte sich die Prämie von 25.000 Euro. Im Stechen war das Paar in 44,77 Sekunden um etwas mehr sechs Zehntelsekunden schneller als der Schwede Henrik von Eckermann auf Peter Pan. Der Franzose Julien Epaillard wurde mit Safar d'Auge Dritter. Bester Deutscher war Altmeister Ludger Beerbaum. Der viermalige Olympiasieger kam mit der erst achtjährigen Stute Mila auf Rang sechs und blieb ebenfalls fehlerfrei. 21 Starter waren im Normalumlauf ohne Strafpunkte geblieben, im Stechen gelangen sieben Paaren jeweils eine Nullrunde.

Die Veranstaltung in Aachen war eine der ersten höherklassigen Springturniere in Deutschland nach der Zwangspause im Pferdesport. Wegen der Corona-Pandemie hatte das CHIO in Aachen, das weltweit größte Reitturnier, abgesagt werden müssen. Lange Zeit waren Reitturniere nicht möglich.

19:46 Uhr

Doch nur zwei Wechsel: So spielt die DFB-Elf gegen die Schweiz

Bundestrainer Joachim Löw beginnt das Nations-League-Spiel der Fußball-Nationalmannschaft in der Schweiz mit nur zwei frischen Kräften. Im Vergleich zum jüngsten 1:1 gegen Spanien startet um 20.45 Uhr (ZDF und im Liveticker bei ntv.de) in Basel wie angekündigt Bernd Leno statt Kevin Trapp im Tor. In der Abwehr-Dreierkette ersetzt der Gladbacher Matthias Ginter den Dortmunder Emre Can. Alle anderen neun Positionen bleiben unverändert. Auch der Münchner Leroy Sané ist wieder von Beginn an dabei. Beim Comeback nach seinem Kreuzbandriss hatte Löw ihn am Donnerstag nach gut einer Stunde mit Krämpfen vom Feld nehmen müssen. Löw hatte zunächst wegen der hohen Belastung einiger Spieler über mehrere Wechsel nachgedacht.

Die deutsche Aufstellung:
Leno - Ginter, Süle, Rüdiger - Kehrer, Gündogan, Kroos, Gosens - Draxler - Sané, Werner

19:21 Uhr

US Open: Kerber kassiert böse Achtelfinal-Pleite

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Ihre starken Auftritte der ersten Runden konnte Kerber nicht bestätigen.

(Foto: USA TODAY Sports)

Aus im Achtelfinale: Angelique Kerber ist bei den US Open klar gescheitert. Die 32 Jahre alte dreimalige Majorsiegerin aus Kiel unterlag in der Runde der letzten 16 der an Position 28 gesetzten US-Amerikanerin Jennifer Brady mit 1:6, 4:6. Damit verpasste Kerber erstmals seit ihrem Wimbledonsieg 2018 das Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers. Kerber, die als letzte Deutsche im Dameneinzel von New York ausschied, hatte sich nach ihren vorangegangenen drei Matches in New York durchaus in den Kreis der Mitfavoritinnen gespielt.

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18:28 Uhr

Kaymer verpasst ersten Sieg sechs Jahren knapp

Deutschlands Topgolfer Martin Kaymer hat seinen ersten Toursieg seit sechs Jahren zum zweiten Mal binnen einer Woche knapp verpasst. Der zweimalige Major-Gewinner zog nach einer spannenden Schlussrunde beim Andalusien Masters im spanischen Luxusresort Sotogrande gegen den US-Amerikaner John Catlin den Kürzeren und musste sich mit Platz zwei begnügen. Der 35-Jährige benötigte insgesamt 287 Schläge auf dem Par-71-Kurs. Kaymer hatte sich am Samstag durch eine starke dritte Runde auf den zweiten Platz vorgeschoben. Heute folgte ein spannender Schlagabtausch zwischen Kaymer, Catlin und dem Südafrikaner Justin Holding, die lange gleichauf an der Spitze lagen. Erst am letzten der 18 Löcher fiel die Entscheidung gegen Kaymer: Der frühere Weltranglistenerste brauchte fünf Schläge zum Einlochen, Kontrahent Catlin nur vier.

17:57 Uhr

Bierhoff: Kann nicht sein, dass immer die DFB-Elf zurücksteckt

Oliver Bierhoff spricht bei einer Pressekonferenz. Foto: Alex Grimm/Getty Images Europe/DFB/dpa

Oliver Bierhoff will nicht immer derjenige sein, der auf andere Acht gibt.

(Foto: Alex Grimm/Getty Images Europe/DFB/dpa)

DFB-Direktor Oliver Bierhoff sieht in der komplizierten EM-Saison auch die Vereine mit in der Verantwortung. Es könne nicht sein, "dass es immer die Nationalmannschaft ist, die zurücksteckt. Wir nehmen auf gewisse Dinge Rücksicht. Aber es wird enorm wichtig sein für alle Beteiligten, die Spieler zu steuern, ihnen hier und da auch Pausen zu geben", sagte Bierhoff bei Sport1 zum großen Aufreger-Thema der drohenden Überlastung der Nationalspieler.

  • Bundestrainer Joachim Löw ist über den vollgepressten Spielplan nach der Corona-Pause verärgert. "Wir wissen, dass die Belastungssteuerung ein enorm wichtiger Aspekt sein wird", bemerkte Bierhoff: "Das haben wir auch mit der Akademie aufgegriffen und sind aktiv an alle Vereine der Nationalspieler herangegangen. Wir gehen in den Dialog mit allen Experten, die wir haben. Denn wir müssen uns da abstimmen."
  • Trotz der besonderen Lage auch durch die Corona-Pandemie ist Bierhoff davon überzeugt, dass die deutsche Nationalelf im Sommer 2021 um den EM-Titel mitspielen kann. "Auf jeden Fall, wir haben unglaublich starke, junge, talentierte Spieler, gepaart mit Spielern, die viel Erfahrung haben", sagte der Nationalmannschafts-Manager. "
  • Deswegen sei er zuversichtlich: "Wir werden nicht als Favorit in das Turnier gehen. Aber wir werden unsere Chance haben."
16:57 Uhr

FC Bayern holt Kantersieg zum Saisonauftakt

Die Vizemeisterinnen von Bayern München sind mit einem Kantersieg in die neue Saison der Fußball-Bundesliga gestartet. Das Team von Trainer Jens Scheuer gewann zum Auftakt gegen den SC Sand mit 6:0 (2:0).

  • Viviane Asseyi (2.), Sydney Lohmann (9.), Marina Hegering (55.), Kristin Demann (74.), Sarah Zadrazil (82.) und Lea Schüller (87.) erzielten die Treffer für die Münchnerinnen, die die nationale Vormachtstellung von Wolfsburg durchbrechen wollen.
  • Damit konterte der Champions-League-Viertelfinalist den Auftaktsieg des Titelverteidigers VfL Wolfsburg. Der Doublesieger hatte bereits am Freitag einen 3:0-Erfolg gegen die SGS Essen vorgelegt.
  • Einen erfolgreichen Neubeginn in veränderten Farben feierte Eintracht Frankfurt. Der Klub, der in den vergangenen Jahren als 1. FFC Frankfurt am Spielbetrieb teilgenommen hatte und zur neuen Saison mit der Eintracht fusioniert war, gewann im ersten Spiel unter neuem Namen gegen Aufsteiger Werder Bremen klar mit 5:1 (2:1).
  • Eine Niederlage kassierte der Vorjahresdritte TSG Hoffenheim. Die Kraichgauerinnen unterlagen bei Turbine Potsdam 1:3 (0:2). Der SC Freiburg verlor gegen Bayer Leverkusen 1:2 (1:0), der MSV Duisburg und Aufsteiger SV Meppen trennten sich 0:0.
16:19 Uhr

Chaos beim F1-Rennen: Stop-and-Go-Strafe für Hamilton

Vettel raus, Leclerc raus - Hamilton bestraft. Der Mercedes-Pilot wird mit einer zehnsekündigen Stop-and-Go-Strafe belegt. Sein erwarteter Sieg rückt damit in weite Ferne.

  • Hamilton hatte die Boxengasse angesteuert, obwohl sie zu diesem Zeitpunkt aus Sicherheitsgründen geschlossen war: Haas-Pilot Kevin Magnussen war kurz zuvor mit seinem defekten Boliden nahe des Boxen-Eingangs ausgerollt.
  • Für Hamilton bedeutet das: Beim Restart wird er das Feld anführen, doch dann muss er schnell seine Strafe absolvieren und wird zurückfallen.
  • Mit derselben Strafe wird auch Alfa-Romeo-Pilot Antonio Giovinazzi belegt.

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15:57 Uhr

Kruse beim Union-Testspiel nicht einmal im Stadion gesichtet

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Interessiert er sich gar nicht für sein Team? Max Kruse.

(Foto: imago images/Nordphoto)

Max Kruse kann seinem neuen Verein 1. FC Union Berlin immer noch nicht helfen. Wegen der Nachwehen einer Sprunggelenkverletzung verpasste der Angreifer alle bisherigen sieben Testspiele. Beim 2:1-Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg saß er wieder nicht bei den Mitspielern auf der Tribüne, die nicht zum Kader gehörten.

  • Auf Nachfrage beim Fußball-Bundesligisten hieß es, dass Kruse nicht gesehen worden sei gegen Nürnberg. Für Testspiele gibt es bei Union keine Präsenzpflicht.
  • Verletzte Spieler werden in der Regel auch nicht mitgenommen, wenn es auf längere Bus- oder Flugreisen geht. Zur besseren Integration fuhr aber beispielsweise der Japaner Keita Endo mit zum ersten Vorbereitungsspiel in diesem Sommer bei Energie Cottbus (3:1), obwohl Endo wegen einer Verletzung gar nicht einsatzfähig war.
  • Kruse hingegen fehlte auch schon bei den beiden vorherigen Geisterspiel-Heimtests gegen die Würzburger Kickers (2:0) und Dynamo Dresden (2:0).
15:28 Uhr

Das Auto versagt: Vettels letzter Ferrari-Auftritt in Monza endet bitter

Das Qualifying am Samstag war aus Sicht von Sebastian Vettel schon verkorkst, auf Startplatz 17 schienen alle Hoffnungen auf Punkte ohnehin schon vergebens. Und dann auch noch das: Nach wenigen Runden versagen die Bremsen am Ferrari des vierfachen Weltmeisters, ein kleines Feuer am linken Hinterrad beendet den Großen Preis von Italien für den Deutschen frühzeitig.

"Am Dienstag bin ich im Simulator, das Auto hält wenigstens", sagte der enttäuschte Vettel bei RTL.

Das Rennen läuft noch - live bei RTL oder hier im ntv.de-Liveticker.

Update: Auch Vettels Teamkollege Charles Leclerc beendet das Rennen vorzeitig - mit einem heftigen Crash. Mehr dazu lesen Sie hier.

15:12 Uhr

Corona kurios: NFL testet alle 24 Stunden - aber nicht an Spieltagen

Die National Football League (NFL) wird bei Spielern und wichtigen Teammitgliedern wie Trainern auf unbestimmte Zeit weiterhin tägliche Coronatests durchführen. Darüber informierte die US-Profiliga ihre 32 Teams wenige Tage vor dem Saisonstart in einem Memo.

  • Die NFL und die Spielergewerkschaft NFLPA hatten sich im Juli darauf geeinigt, jeden Tag zu testen und diese Vereinbarung nun erneuert. An Spieltagen wird nicht getestet, die letzten Proben sollen am vorherigen Tag morgens genommen werden.
  • Die Zahl der positiven Tests lag in der NFL bislang bei 0,1 Prozent. Allerdings fanden in diesem Jahr wegen der Pandemie keine Vorbereitungsspiele statt. Wenn die Teams auf Reisen gehen, dürfte es einen Anstieg geben.
  • Den Profis am Spielfeldrand hat die Liga empfohlen, Gesichtsmasken zu tragen. Pflicht ist das nicht, es sei denn, lokale Behörden schreiben es vor. Derzeit wäre dies nur bei Heimspielen der Buffalo Bills und der San Francisco 49ers der Fall.
  • Die neue NFL-Saison beginnt am Donnerstag mit dem Duell zwischen Super-Bowl-Champion Kansas City Chiefs und den Houston Texans.
14:47 Uhr

Leseempfehlungen zum Nachmittag

14:34 Uhr

"Nervt tierisch": Beach-Königin Ludwig ärgert sich über Finalpleite

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Sie hätten gern gewonnen: Kozuch und Ludwig.

(Foto: dpa)

Nach der nächsten Finalpleite bei den deutschen Meisterschaften mit Partnerin Margareta Kozuch hat sich Beachvolleyball-Olympiasiegerin Laura Ludwig über ihre eigene Leistung geärgert. "Wir sind gut reingekommen, dann habe ich aber auch zu viele Fehler gemacht, das nervt tierisch", sagte Ludwig nach dem 1:2 (21:19, 16:21, 9:15) in Timmendorfer Strand gegen Sandra Ittlinger und Chantal Laboureur.

  • Schon im Vorjahr hatten Ludwig/Kozuch das Endspiel verloren. Auch im zweiten Anlauf wurde es nichts. "Ich hätte Maggie diesen Erfolg gerne gegeben", sagte Ludwig, die ihren achten DM-Titel verpasste.
  • Für Ittlinger war es der erste Erfolg, eine ungewohnte Situation: "Ich weiß noch gar nicht, was man machen soll, wenn man in Timmendorf fertig ist und nicht verloren hat", sagte die 26-Jährige.
  • Niclas Hildebrand, Sportdirektor Beachvolleyball des Deutschen Volleyball-Verbandes (DVV), verneigte sich vor den Siegerinnen: "Sandra und Chantal haben sich den Titel wirklich verdient. Chantal ist eine sehr erfahrene Spielerin, die Sandra gut führen kann." Bronze ging an Kim Behrens/Cinja Tillmann.
13:54 Uhr

Formel-1-Kopierstreit: Racing Point zieht Einspruch zurück

Im Streit um angeblich illegale Kopien von Bauteilen hat das scharf kritisierte Formel-1-Team Racing Point den Einspruch gegen seine Bestrafung zurückgezogen. Alle an dem Verfahren beteiligten Parteien hätten erkannt, "dass es einen Mangel an Klarheit in den Regularien gab und dass wir diese nicht absichtlich gebrochen haben", schrieb der Rennstall.

Racing Point war von den Sportkommissaren des Automobil-Weltverbandes Fia zu einem Abzug von 15 WM-Punkten und 400.000 Euro Geldbuße verurteilt worden. Die Regelhüter sahen es als erwiesen an, dass das Team bestimmte Bauteile von Mercedes verbotenerweise kopiert hat. Racing Point hatte anschließend gegen das Strafmaß Beschwerde eingelegt.

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13:06 Uhr

Kroos: Müller wird nicht in DFB-Auswahl zurückkehren

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(Foto: imago/Contrast)

Die Chancen auf eine Rückkehr von Thomas Müller in die Fußball-Nationalmannschaft sind aus Sicht von dessen einstigem Weltmeister- und Klub-Kollegen Toni Kroos sowie von Ex-Bundestrainer Berti Vogts gering. Bundestrainer Joachim Löw wolle Spielern wie Serge Gnabry, Leroy Sané oder auch Timo Werner und Kai Havertz Raum geben, sich zu entfalten. "Deswegen sagt mir mein Gefühl, dass Jogi Löw keine Rolle rückwärts macht", sagte Kroos der "Bild am Sonntag".

  • "Er hat einen Pool an jungen hochtalentierten Offensivspielern wie Sane, Havertz, Werner und Gnabry, auf die er setzt, denen er vertraut. Und ich glaube, das ist auch der richtige Weg", schrieb Vogts in seiner Kolumne für t-online.de.
  • Müller hatte mit starken Leistungen beim FC Bayern erheblichen Anteil am zweiten Gewinn des Triples aus deutscher Meisterschaft, DFB-Pokal und Champions League. Bei Löw spielt der bald 31-Jährige aber keine Rolle mehr.
  • Kroos ergänzte: "Thomas hat eine super Saison gespielt, aber dem Bundestrainer geht es nicht nur um die Form von heute, sondern um ein Projekt für die nächsten Jahre."
12:30 Uhr

Nächster Podestplatz: Schumacher profitiert von Disqualifikation

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Fast hätte es mit dem nächsten Sprung aufs Podium geklappt.

(Foto: dpa)

Mick Schumacher hat einen Tag nach seinem ersten Formel-2-Saisonsieg in Monza einen weiteren Podestplatz knapp verpasst. Nach einer ungewollten Ausfahrt in die Auslaufzone landete der Sohn von Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher in Italien auf dem dritten Rang. Nach einem Super-Start hatte der 21 Jahre alte Prema-Pilot tags zuvor erstmals ein Hauptrennen gewonnen. Den Sieg beim Sprintrennen über 21 Runden holte sich Callum Ilott.

In der Formel 3 lief es für David Beckmann unglücklich: Er schied mit technischen Problemen aus und musste damit auch seine letzten Hoffnungen auf den Titel in der Nachwuchsserie begraben. Der erste Platz ging an den Briten Jake Hughes (HWA Racelab).

Update, 15:07 Uhr: Zunächst hatte Dan Ticktum das Formel-2-Rennen gewonnen. Der Dams-Pilot hatte als Erster die Ziellinie überquert und seinen Wagen dann im Kiesbett abgestellt. Sein Rennstall konnte im Anschluss aber bei der obligatorischen Entnahme einer Benzin-Probe nicht die vorgeschriebene Menge von mindestens 800 Gramm nachweisen. Dadurch wurde Callum Ilott nachträglich zum Rennsieger erklärt, der Däne Christian Lundgaard rückte auf Platz zwei vor. Schumacher wurde schließlich als Dritter gewertet.

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12:03 Uhr

"Neues" Team für die Formel 1: Aus Renault wird Alpine

Das Formel-1-Werksteam Renault startet ab der kommenden Saison unter dem Namen Alpine. Dies teilten die Franzosen am Rande des Grand Prix von Italien in Monza (15.10 Uhr/RTL sowie im ntv.de-Liveticker) mit.

  • Die Umbenennung ist Teil eines Unternehmensumbaus, die Renault-Vorstandschef Luca de Meo vornimmt.
  • Alpine ist eine französische Sportwagenmarke, die seit den 70er-Jahren zu Renault gehört.
  • Der bisherige Renault-Teamchef Cyril Abiteboul kümmert sich künftig auch um die Marke Alpine. Der neue Formel-1-Wagen soll in den Farben der französischen Trikolore rot, weiß und blau lackiert sein. Aktuell ist er in Schwarz und Gelb gehalten.
  • Von 2021 an fahren Fernando Alonso aus Spanien und der Franzose Esteban Ocon für den Rennstall.
11:20 Uhr

Bei Tour gestürzter Degenkolb hat seelische Schmerzen

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John Degenkolb musste schon nach der ersten Etappe aussteigen.

(Foto: imago images/Belga)

Der bei der Tour de France früh ausgeschiedene Radprofi John Degenkolb hat immer noch mit den Folgen seines schweren Sturzes zu kämpfen. "Mental tut es ganz schön weh, am ersten Tag eines solchen Rennes auszuscheiden", sagte der Profi vom Team Lotto-Soudal im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF.

  • Aber es sei "nichts gebrochen, nichts kaputtgegangen", sodass er mit "Zuversicht in die Zukunft" schauen könne. Die häufigen Stürze in der ersten Tourwoche seien vor allem der "langen Zwangspause aufgrund der Corona-Krise" geschuldet, begründete der 31-Jährige.
  • Natürlich gebe es im Radsport "mehr Risiko, als beim Schachspiel", räumte er ein, doch die hohe Zahl der Unfälle sei nicht nur ihm "extrem aufgefallen".
  • Als positiv bewertete Degenkolb, dass die Fahrer-Vereinigung CPA Fortschritte gemacht hat, was gemeinsame Absprachen betreffe, um das Risiko auf den Straßen zu minimieren. Als Beispiel nannte Degenkolb "den Waffenstillstand in den Abfahrten" auf den regennassen, rutschigen Straßen zum Auftakt der Tour.
10:57 Uhr

F1-Langeweile? "Mercedes' Überlegenheit ist erdrückend"

Beim Qualifying in Monza setzt Ferrari seine Pleiteserie fort, Mercedes hingegen brilliert erneut und fährt der Konkurrenz davon. Laut Formel-1-Experte Christian Danner dürfte es beim Grand Prix von Italien dennoch spannend werden - auf den Rängen hinter Mercedes.

10:44 Uhr

Theis und Celtics kassieren NBA-Serienausgleich

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Für Daniel Theis verlief der Abend nicht gut.

(Foto: AP)

Der deutsche Basketball-Nationalspieler Daniel Theis und die Boston Celtics haben im Playoff-Viertelfinale der nordamerikanischen Profiliga NBA ihre hervorragende Ausgangsposition aus der Hand gegeben. Der Rekordmeister verlor das vierte Spiel gegen Titelverteidiger Toronto Raptors mit 93:100 und kassierte in der Best-of-Seven-Serie nach zwei Siegen zum Auftakt den Ausgleich zum 2:2.

  • "Wir müssen viel besser spielen", sagte Celtics-Trainer Brad Stevens mit Blick auf Spiel fünf in der Nacht zu Dienstag (0.30 Uhr MESZ), "wir müssen besser werfen, wir müssen uns besser fühlen". Eigentlich sei die Mannschaft "bereit" gewesen. "Aber aus irgendeinem Grund hat es uns beeindruckt, dass die Würfe nicht gefallen sind."
  • Theis kam in knapp 26 Minuten Spielzeit auf acht Punkte und sieben Rebounds. Topscorer der Partie war Bostons Jayson Tatum mit 24 Zählern, bei Toronto glänzten Pascal Siakam (23 Punkte/11 Rebounds) und Kyle Lowry (22/11).
  • Auch zwischen den Los Angeles Clippers und den Denver Nuggets ist alles wieder offen. Die Kalifornier verloren das zweite Duell 101:110 und mussten das 1:1 hinnehmen. Bei den Nuggets glänzte besonders Nikola Jokic. Dem Serben gelang mit 26 Punkten und 18 Rebounds ein Double-Double.
10:14 Uhr

"Party-Modus"? Hamilton witzelt über krasse Überlegenheit

Mercedes fährt der Formel-1-Konkurrenz davon. Auch beim Qualifying in Monza, obwohl der "Party-Modus" nicht mehr eingesetzt werden darf. Dieses Motor-Mapping ermöglichte es Mercedes, kurzzeitig mehr Benzin zu verbrennen und damit mehr Leistung zu erzeugen.

  • Doch Lewis Hamilton dominiert trotzdem. Und war anschließend zu Späßen aufgelegt: "Ich glaube, wir hatten nie einen Party-Modus. Das hat sich irgendjemand ausgedacht."
  • "Wir haben trotzdem eine ganz gute Party gehabt", sagte auch Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff bei Sky: "Ich bin froh, dass der Schuss einiger Teams ins Leere gegangen ist."

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09:55 Uhr

Deutsche Handballer können sich über leichtes WM-Los freuen

Deutschlands Handballer haben für die Vorrunde der Weltmeisterschaft 2021 in Ägypten eine lösbare Aufgabe erhalten. Die DHB-Auswahl spielt in der Gruppe A gegen den EM-Neunten Ungarn, Uruguay und den Afrika-Vertreter Kap Verde. Das ergab die Auslosung in Gizeh.

Die erste Endrunde der Historie mit 32 Mannschaften findet vom 13. bis 31. Januar kommenden Jahres statt. In welchem der vier Spielorte das Team von Bundestrainer Alfred Gislason seine Vorrundenbegegnungen austragen wird, wird sich heute entscheiden. Die jeweils ersten drei Mannschaften der acht Vorrundengruppen erreichen die Hauptrunde, in der es in vier Sechsergruppen weitergeht. Danach folgt die K.-o.-Phase mit Viertelfinale, Halbfinale und den Medaillenspielen.

09:24 Uhr

Kroos über Havertz: "Wird schwer aufzuhalten sein"

Fußball-Weltmeister Toni Kroos traut dem künftigen Chelsea-Profi Kai Havertz zu, sich nach seinem Abschied von Bayer Leverkusen in der Premier League durchzusetzen. "Wenn er so weitermacht, wird er schwer aufzuhalten sein. Aber es gibt keine Garantien und immer auch Stolpersteine in einer Karriere", sagte der Mittelfeldstar von Real Madrid der "Bild am Sonntag".

  • "Kai steht nun vor dem nächsten Schritt und einer neuen Situation. Auch darauf muss er sich erstmal einstellen, sich daran gewöhnen", fügte Kroos hinzu.
  • Grundsätzlich sieht der 30-Jährige einen Wechsel ins Ausland als Möglichkeit, sich weiterzuentwickeln. "Das macht einen als Spieler besser, das macht einen als Persönlichkeit besser", sagte Kroos im "Aktuellen Sportstudio" des ZDF. Es könne jedem nur guttun, mit dem Druck umzugehen, sich gegen starke Konkurrenz durchsetzen zu wollen. Dazu komme eine andere Sprache.
  • "Kai hat eine Riesenqualität. Wenn er diese ausschöpft, kann er ein sehr wichtiger Baustein bei der Nationalmannschaft werden", sagte Kroos der "Bild am Sonntag".
  • Havertz durfte die DFB-Auswahl wegen seines Wechsels nach London vorzeitig verlassen und fehlt damit auch an diesem Sonntag (20.45 Uhr/ZDF sowie im ntv.de-Liveticker) im zweiten Nations-League-Spiel gegen die Schweiz in Basel. Beim 1:1 gegen Spanien am Donnerstag hatte Bundestrainer Joachim Löw auf den 21-Jährigen freiwillig verzichtet.
08:48 Uhr

17 Operationen zum Comeback: Quarterback Smith schafft es in 53er-Kader

Fast zwei Jahre nach seiner Horror-Verletzung und 17 Operationen mit lebensgefährlichen Komplikationen hat Quarterback Alex Smith eine weitere große Hürde auf dem Weg zurück in die NFL genommen. Der 36-Jährige sicherte sich einen Platz im 53-köpfigen Kader des Washington Football Teams.

  • Im November 2018 hatte Smith beim Spiel gegen die Houston Texans mehrere Frakturen des rechten Schien- und Wadenbeins erlitten - im Nachgang traten schwere Komplikationen auf. Smith musste zeitweise um sein Leben bangen, es drohte eine Amputation. Erst Ende Juli erhielt Smith von den Ärzten grünes Licht für einen Wiedereinstieg ins Training.
  • Vor Beginn der Vorbereitung hatte es große Zweifel gegeben, ob Smith je wieder in der Lage sein würde, NFL-Niveau zu erreichen. Doch das Team hielt dem Nummer-eins-Pick von 2005 die Treue, es gelang ihm, den Stab um Cheftrainer Ron Rivera zu überzeugen.
  • Smith wird in Washington wohl die Nummer drei auf der Spielmacherposition nach Dwayne Haskins und Kyle Allen sein, sein Vertrag läuft noch bis 2022.