Donnerstag, 22. Juli 2021Der Sport-Tag

22:22 Uhr

DFB-Star entschuldigt sich für Olympia-Leistung

Nach der bitteren Olympia-Auftaktpleite hat Bundesliga-Fußballprofi Benjamin Henrichs deutliche Selbstkritik geübt. "Wir können uns für die erste Halbzeit nur entschuldigen. Das war eine Scheiße die wir zusammen gespielt haben", schrieb der 24-Jährige von RB Leipzig auf Instagram. Die deutschen Fußballer waren mit einer 2:4 (0:3)-Niederlage gegen Olympiasieger Brasilien ins olympische Turnier gestartet. Bereits in der ersten Halbzeit lag die Elf von Trainer Stefan Kuntz mit drei Toren zurück. "Wir können uns bei @flomueller_22 für eine starke Partie bedanken! Auf der 2. Halbzeit können wir aufbauen. Fokus auf Sonntag!!!", schrieb Henrichs weiter. Torhüter Florian Müller zeigte starke Paraden, hielt unter anderem einen Elfmeter. Im zweiten Turnierspiel am kommenden Sonntag gegen Saudi-Arabien, das zum Auftakt der Elfenbeinküste mit 1:2 unterlag, steht die deutsche Mannschaft schon unter Druck.

21:56 Uhr

Italien bereitet massive Erhöhung der Zuschauerzahlen vor

Italien will offenbar mehr Zuschauern den Zugang zu Stadien und Sporteinrichtungen erlauben. Sport-Staatssekretärin Valentina Vezzali hat der Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi einen Vorschlag für eine Auslastung von 75 Prozent der Plätze in offenen Stadien und von 50 Prozent in geschlossenen Hallen eingereicht. Über den Vorschlag soll das Kabinett noch diese Woche entscheiden.

Ein grüner Pass soll den Tifosi in der neuen Saison wieder den Besuch von Spielen der italienischen Fußball-Serie-A in den Stadien ermöglichen. Der italienische Verband FIGC hat von der Regierung die Wiedereröffnung der Arenen zum Start der Serie-A-Saison am 22. August mit einem entsprechenden grünen Pass gefordert. Seit vergangenem Oktober wurden keine Zuschauer mehr bei Serie-A-Spielen auf dem Apennin zugelassen.

21:21 Uhr

Corona-Fall bei S04: Grammozis jammert nicht

Schalke-Torwart Ralf Fährmann ist an Corona erkrankt. Kurz vor dem Ligabeginn ist das natürlich denkbar ungünstig, denn jetzt muss schnell Ersatz her. Coach Grammozis nimmt den Wegfall verhältnismäßig gelassen und setzt auf die gute Stimmung in der Mannschaft.

20:54 Uhr

Eriksen darf in Italien nicht mehr Fußballspielen

Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen kann seine Karriere nach seinem Herzstillstand während der EM auf keinen Fall bei Inter Mailand oder einem anderen italienischen Verein fortsetzen. Fabrizio Braconaro, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission beim italienischen Verband, sagte in einem Radio-Interview, das Erteilen einer Spielgenehmigung für einen Profi mit eingesetztem Defibrillator sei nicht möglich. Der 29-Jährige war im ersten dänischen EM-Spiel gegen Finnland (0:1) zusammengebrochen und musste auf dem Platz wiederbelebt werden. Ihm wurde in einer Operation ein subkutaner Defibrillator implantiert, der Herzrhythmusstörungen erkennt und im Notfall gegenschockt. Eriksens Vertrag bei Inter läuft bis 2024. Zu einer möglichen Fortsetzung seiner Profikarriere hat sich der Mittelfeldspieler noch nicht geäußert.

20:26 Uhr

Djokovic hat ein paar Fragen an Steffi Graf

Auf seiner Jagd nach dem historischen Golden Slam würde der serbische Tennisstar Novak Djokovic Tipps von Steffi Graf nicht ausschlagen. "Ich bin nicht in Kontakt mit Steffi", antwortete der Weltranglistenerste am Donnerstag vor dem Start der Olympischen Spiele in Tokio auf die entsprechende Frage eines Reporters: "Aber wenn Sie den Kontakt herstellen könnten, könnte ich sie fragen, wie sie das gemacht hat."

Graf ist die bislang einzige Spielerin, die den sogenannten Golden Slam gewonnen hat - 1988 gelangen der deutschen Ikone Siege bei allen vier Grand-Slam-Turnieren des Jahres sowie bei Olympia in Seoul. Mit seinen Erfolgen in Melbourne, Paris und zuletzt Wimbledon hat Djokovic den Grundstein gelegt, es Graf gleichzutun. "Ich habe den allergrößten Respekt und Bewunderung für Steffi. Für alles, was sie erreicht hat, und für die Spuren, die sie in unserem Sport hinterlassen hat", sagte der 34 Jahre alte Djokovic weiter. Er habe sich nicht vorstellen können, "dass jemand eine kleine Chance haben würde, das wieder zu schaffen. Jetzt scheint es immer realistischer. Das ist mein Ziel und mein Traum".

19:49 Uhr

Vom BVB oder vom FC Bayern? Real hat Stürmerfrage noch nicht entschieden

Sowohl Robert Lewandowski vom FC Bayern als auch Borussia Dortmunds Stürmer Erling Haaland wurden in der Vergangenheit schon mit einem Wechsel zu Real Madrid in Verbindung gebracht. Im kommenden Sommer könnten die Königlichen Ernst machen - allerdings nur bei einem von beiden Wie die "AS" berichtet, will sich Real Madrid möglichst lange beide Optionen offen halten. Ob die Spanier im Sommer 2022 bei Lewandowski oder Haaland in die Transferoffensive gehen, hängt wohl von der Ablöse ab.

Laut "L'Équipe" könnte Lewandowski die Münchner im kommenden Jahr für rund 50 Millionen Euro verlassen. Schließlich ist der Vertrag des Polen nur noch bis 2023 datiert. Ändern würden sich diese Vorzeichen allerdings, sollten sich der FC Bayern und Robert Lewandowski vorzeitig auf eine Verlängerung einigen.

Wunschkandidat der Königlichen ist der "AS" zufolge aber Haaland von Borussia Dortmund. Allerdings wird eine Verpflichtung des Norwegers wohl um einiges teurer als die Lewandowskis. Angeblich darf der 21-Jährige den BVB allerdings 2022 für festgeschriebene 75 Millionen Euro verlassen.

Mehr dazu lesen Sie auch bei sport.de

19:17 Uhr

Auch bei den Paralympics darf protestiert werden

Nach den Olympischen Spielen dürfen auch die Teilnehmer an den folgenden Paralympics in Tokio gesellschaftspolitische Statements abgeben, ohne Sanktionen befürchten zu müssen. Das Internationale Paralympics Komitee erlaubt den Sportlern eingeschränkte Proteste, Demonstrationen und politische Aussagen, teilte das IPC mit. Dies gelte gegenüber Medienvertretern und in den sozialen Netzwerken, nicht aber direkt bei Wettkämpfen oder offiziellen Zeremonien.

Den Änderungen an den Regeln waren neunmonatige Gespräche zwischen dem IPC und der Athletenkommission vorausgegangen. Man habe wegen der Kürze der Zeit bis zum Beginn der Paralympics nicht alle Empfehlungen der Athletenkommission schon für Tokio umsetzen können, sagte IPC-Präsident Andrew Parsons. "Aber wir sind fest entschlossen, mit der Athletenkommission zusammenzuarbeiten, um die richtigen Governance-Strukturen zu entwickeln, um die Athleten langfristig unterstützen", erklärte der Brasilianer. Die Paralympics in Tokio finden vom 24. August bis 5. September statt.

18:39 Uhr

Schalker Legende bekommt kein Ehrengrab

imago03524415h.jpg

Das Grab Reinhard "Stan" Libuda (2.v.l.) droht für immer eingeebent zu werden.

(Foto: imago sportfotodienst)

Reinhard "Stan" Libuda rückt 25 Jahre nach seinem Tod wieder ins Rampenlicht. Es geht um das Grab des wohl beliebtesten Fußballers in der Tradition des FC Schalke 04. Die Liegezeit von 25 Jahren läuft im Herbst ab, das Grab droht für immer eingeebnet zu werden. "Das A und O ist, was will die Familie? Ein Antrag auf Verlängerung liegt uns bislang nicht vor", sagte ein Sprecher der Stadt Gelsenkirchen.

Doch der 1996 verstorbene Libuda war ja nicht irgendwer rund um Schalke, darum laufen auch Gespräche zwischen Stadt, Verein und der "Stiftung Schalker Markt", die die Erinnerung an die Fußball-Tradition in Gelsenkirchen fördert. "So einen Spieler darf man nie vergessen, nie", sagte Stiftungsvorstand Bodo Menze, viele Jahre Jugendleiter bei Schalke 04. Doch ein Ehrengrab bekommt Libuda trotzdem nicht. Das verhindert die Satzung der Stadt - und ein Fehler von Libuda vor 50 Jahren. "Vorbestrafte können kein Ehrengrab in Gelsenkirchen bekommen", sagte ein Stadtsprecher. Doch Libuda war Anfang der 1970er Jahre in den Bundesligaskandal verstrickt, leistete damals einen Meineid. Das verfolgt ihn sogar bis ins Grab, dessen Zukunft ungewiss ist.

18:03 Uhr

Deutsche Goldhoffnung Zeidler sucht in Tokio die "Nahtoderfahrung"

Oliver Zeidler geht für seinen Sport an die absolute Grenze des körperlich Machbaren. Auch deswegen gehört der einstige Schwimmer zu den absoluten Topfavoriten auf eine Goldmedaille. Das Gewinnen hat der Ruder-Weltmeister im Blut, wie ein Blick auf seine Verwandtschaft eindrucksvoll zeigt.

17:41 Uhr

Mit frisch verheiltem Schlüsselbein ins Rennen um die Medaille

Die deutsche BMX-Hoffnung Lara Lessmann hat ihren Schlüsselbeinbruch vor eineinhalb Monaten gut verkraftet und ist bereit für die Olympischen Spiele. "Der Sturz ist sechs Wochen her. Die Zeiten haben mich geprägt und stärker gemacht. Umso mehr freue ich, dass ich dabei sein kann", sagte die 21-Jährige in einer Medienrunde. "Die Vorfreude steigt immer mehr." Bundestrainer Tobias Wicke sagte, der Heilungsprozess dauere normal bis zu zehn Wochen.

Es sei "sicher ein kleines Risiko dabei", erörterte der Chefcoach. "Wir sind guter Dinge." Lessmann, die eine Titanplatte eingesetzt bekommen hat, gilt in Tokio als Medaillenanwärterin im BMX-Rennen. "Zum Glück war es nur ein Schlüsselbruch, das kann man ja gut behandeln", sagte Lessmann.

17:05 Uhr

Kind schießt gegen Nationalelf und DFB

Martin Kind hat den Deutschen Fußball-Bund für sein Wirken in den vergangenen Monaten heftig kritisiert. Während die Deutsche Fußball Liga sehr professionell aufgestellt sei, habe der DFB "seine Hausaufgaben nicht gemacht und seinen Auftrag nicht erfüllt, für den Amateursport da zu sein", sagte der Präsident des Zweitligisten Hannover 96 in einem Interview bei "deichstube.de". "An dieser Stelle ist sehr viel Vertrauen verloren gegangen", sagte Kind.

Das habe auch mit dem Auftreten der Nationalmannschaft bei der EM zu tun. "Alles, was den Fußball prägt, war beim DFB-Team nicht zu erkennen: kein Kampf, keine Leidenschaft, keine Emotionen", sagte Kind und forderte: "Es ist Zeit für einen kompletten Neubeginn, insbesondere in der Führung des DFB."

16:08 Uhr

Tschechiens Olympia-Team vor Corona-Rätsel: Premier schaltet sich ein

Die tschechische Olympia-Delegation hat bereits den fünften Corona-Fall zu beklagen und will der Ursache für diese Häufung nun mit einer Untersuchung auf den Grund gehen. Beachvolleyballerin Marketa Nausch-Slukova wurde positiv getestet und kann mit ihrer Partnerin Barbora Hermannova nicht an den Spielen in Tokio teilnehmen. Das bestätigte das Nationale Olympische Komitee (NOK) der Tschechen.

Auch Ministerpräsident Andrej Babis schaltete sich ein, die Vorgänge seien "skandalös, das gefällt mir überhaupt nicht. Ich verstehe nicht, wie das passieren konnte." Das NOK will nun die Vorgänge vor, während und nach dem Charterflug der Delegation von Prag nach Tokio in der vergangenen Woche genau prüfen. Die Untersuchung soll klären, "ob einige Reisende ihre Pflichten vernachlässigt haben. Wir sind uns der ernsten Lage absolut bewusst." Die Erkenntnisse sollen innerhalb der kommenden 14 Tage verkündet werden.

15:15 Uhr

"Wollen was bewegen": Jimmy Hartwig will DFB-Präsident werden

Der ehemalige Nationalspieler Jimmy Hartwig hat eine Kandidatur für den Posten des Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) angekündigt. "Es wird Zeit für Veränderungen. Ich möchte Präsident des DFB werden", sagte der 66-Jährige dem Nachrichtensender "Welt". Es sei Zeit für einen "dunkelhäutigen Spieler, einen ehemaligen Nationalspieler, der alle Höhen und Tiefen erlebt hat. Der weiß, wie die Amateure und die Jugendmannschaften ticken".

Der bisherige DFB-Präsident Fritz Keller war Mitte Mai nach seinem Nazi-Vergleich zurückgetreten, bis zum nächsten Bundestag führen die Vize-Präsidenten Rainer Koch und Peter Peters interimsweise den größten Sportfachverband der Welt. Hartwig plädiert für einen kompletten Neuanfang. Es gelte nun, "nicht nur Lippenbekenntnisse zu machen. Und Typen wie Jimmy Hartwig den Weg zu ebnen. Auf geht es zu neuen Ufern! Wir wollen was bewegen", sagte der bisherige DFB-Botschafter für Fair Play. Unterstützung erhält Hartwig von SPD-Politikerin Dagmar Freitag.

14:37 Uhr

"Respekt": Özil nimmt EM-Fehlschützen Saka in Schutz

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil hat mehr Respekt für seinen früheren Arsenal-Kollegen Bukayo Saka gefordert. Dieser hatte im EM-Finale gegen Italien den entscheidenden Elfmeter für England verschossen. "In einem Endspiel, als Letzter, die Verantwortung für eine ganze Nation zu übernehmen, als junger Spieler - Respekt", sagte Özil im Interview dem britischen Sender "Sky Sports News". "Nicht viele Spieler würden sich das trauen."

Saka habe ihm sehr leidgetan, sagte der Fenerbahce-Profi. Özil hatte bis Januar in London bei den Gunners unter Vertrag gestanden. Er kritisierte, dass der 19-jährige Saka nach seinem Fehlschuss rassistisch beleidigt wurde, äußerte aber wenig Hoffnung, dass sich die Lage in Zukunft verbessert. "Es wird immer Leute geben, die rassistisch beleidigen und Menschen unterschiedlichen Hintergründe und Hautfarben zum Sündenbock machen", sagte der 32-Jährige. "Wir sollten uns mehr auf positive Botschaften konzentrieren, die die Spieler stärken." Özil war 2018 nach der verkorksten WM in Russland aus dem deutschen Nationalteam zurückgetreten und hatte Rassismusvorwürfe erhoben. Wegen seiner Nähe zum türkischen Staatspräsidenten Erdogan stand er jedoch selbst in der Kritik.

13:58 Uhr

Chemnitzer FC bestraft rechtsradikale Pöbler

Fußball-Regionalligist Chemnitzer FC hat nach den rechtsradikalen Vorfällen im Rahmen des Testspiels gegen den tschechischen Klub FK Banik Most-Sous erste Maßnahmen ergriffen. Wie der Verein mitteilte, wurde gegen zehn Personen ein unbefristetes Hausverbot für das Stadion, das Trainingsgelände sowie die Geschäftsstelle des CFC ausgesprochen. Die Gruppe war im Rahmen des Testspiels rechte Parolen grölend durch ein Wohngebiet in Most marschiert, im Nachgang tauchte Videomaterial der entsprechenden Szenen auf.

"Wir wollen diese Leute ganz deutlich vom Chemnitzer FC abgrenzen", sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Siegfried Rümmler: "Das Gedankengut, das die identifizierten Personen offenbar in sich tragen, ist befremdlich und passt nicht zu unserem Chemnitzer FC." Die identifizierten zehn Personen seien keine Vereinsmitglieder, teilten die Sachsen weiter mit. Der Klub werde die Einhaltung der Hausverbote strikt kontrollieren und Zuwiderhandlungen bestrafen. Generell seien die Ermittlungen auch noch nicht abgeschlossen. Es gehe nun darum, "weitere Täter dingfest machen zu können", führte Rümmler weiter aus. Auch die Ultras 99 Chemnitz distanzierten sich deutlich von den rechtsradikalen Äußerungen.

13:36 Uhr

Aus Sorge vor Corona: Dressur-Team verzichtet auf Eröffnungsfeier

Das deutsche Dressur-Team wird geschlossen auf die Teilnahme an der olympischen Eröffnungsfeier am Freitag in Tokio verzichten. "Zum einen beginnen bereits am Samstag die Dressur-Wettkämpfe, denen gilt die volle Konzentration", hieß es seitens der Teamleitung. Zum anderen wolle man im Hinblick auf Corona nichts riskieren. "Bei der Eröffnungsfeier, dem Transport dorthin und zurück sowie beim Warten auf den Einmarsch kommen Hunderte Athleten aus verschiedenen Bubbles zusammen. Wir möchten das Risiko so gering wie möglich halten und bleiben deshalb in unserer Bubble", hieß es.

Das deutsche Team wohnt außerhalb des olympischen Dorfes in einem Hotel in der Nähe der Reitanlage und ist auch nicht an den offiziellen Fahrdienst angebunden. Außer dem Dressur-Team sind noch keine deutschen Reiter in Tokio vor Ort. Die Vielseitigkeitsreiter reisen Anfang kommender Woche an, die Springreiter erst am darauffolgenden Wochenende.

12:50 Uhr

Zäher Vertragspoker mit Bayern: Real wittert wohl Chance bei Goretzka

Noch hat Leon Goretzka einen Vertrag beim FC Bayern bis 2022: Die Verhandlungen über eine Verlängerung sind zuletzt ins Stocken geraten, das ruft auch Real Madrid offenbar auf den Plan. Wie die "Marca" berichtet, wollen die Königlichen Goretzka im kommenden Sommer ablösefrei nach Madrid locken. Gespräche über einen Wechsel sollen bereits stattgefunden haben.

Sollte der Deal tatsächlich über die Bühne gehen, wäre Goretzka nach David Alaba der zweite Bayern-Spieler innerhalb eines Jahres, der ablösefrei zu Real wechselt. Bislang konnten sich Goretzka und die Bayern-Bosse nicht auf eine Verlängerung des im nächsten Sommer auslaufenden Vertrages einigen. Nach "Sport Bild"-Informationen klafft eine riesige Lücke zwischen dem Gehalt, welches der FC Bayern bereit wäre, in Zukunft zu zahlen, und den Forderungen der Goretzka-Seite.

Mehr aus der Welt der Transfergerüchte lesen Sie bei sport.de.

12:13 Uhr

Frankreich desolat: Fußball-Favoriten verpatzen Olympia-Auftakt

Die beiden Mitfavoriten Spanien und Frankreich sind enttäuschend in das olympische Fußballturnier in Japan gestartet. Mit sechs EM-Teilnehmern in der Startelf kam Spanien in Gruppe C nicht über ein 0:0 gegen Ägypten hinaus, in Gruppe A verlor Frankreich gegen starke Mexikaner gar mit 1:4 (0:0). Neuseeland schlug zudem Südkorea (Gruppe B) mit 1:0 (0:0). Die Spanier liefen in Sapporo mit RB Leipzigs Dani Olmo auf, auch Torhüter Unai Simon, Eric Garcia, Pau Torres, Pedri und Mikel Oyarzabal begannen. Sie alle waren auch im EM-Halbfinale (2:4 i.E.) gegen den späteren Europameister Italien zum Einsatz gekommen.

Spanien war spielerisch deutlich überlegen, tat sich gegen das körperlich intensive und gut sortierte Spiel der Ägypter aber schwer. Ein Pfostenschuss von Dani Ceballos (27.) war die beste Chance des Favoriten. Die weiteren Gegner in Gruppe C sind Argentinien und Australien. Gegen behäbige Franzosen trafen Alexis Vega (47.), Sebastian Cordova (55.), Uriel Antuna (80.) und Eduardo Aguirre (90.+1) für Mexiko. Routinier Andre-Pierre Gignac (69.) hatte per Foulelfmeter zwischenzeitlich für den Anschluss gesorgt, der Stürmer spielt selbst seit fünf Jahren in Mexiko. Gegen Torwart-Oldie Guillermo Ochoa verwandelte er den Strafstoß mit einigem Glück. Frankreich trifft in der Vorrunde noch auf Südafrika und Gastgeber Japan.

11:35 Uhr

Wechselt Ronaldo im Mega-Tausch zu PSG?

Die Gerüchte reißen nicht ab: Den fünfmaligen Weltfußballer Cristiano Ronaldo könnte es bald zu Paris St. Germain ziehen. Wie die "L'Equipe" berichtet, bereitet der französische Vizemeister einen spektakulären Wechsel mit Juventus Turin vor. Demnach könne PSG-Angreifer Mauro Icardi im Tausch mit CR7 nach Turin wechseln.

Zuletzt gab es jedoch Berichte, dass Ronaldo beim italienischen Rekordmeister bleiben wird. Sein Manager Jorge Mendes soll laut "Gazzetta dello Sport" eine Vertragsverlängerung bis 2023 vorgeschlagen haben. Zuletzt wurde der 36-Jährige auch mit Manchester City in Verbindung gebracht. Der Europameister von 2016 steht seit 2018 bei den Turinern unter Vertrag, im Juve-Trikot hat er 101 Tore geschossen. Kein Juve-Spieler hatte dies in nur drei Saisons geschafft, Ronaldos Vertrag läuft bis zum 30. Juni 2022.

11:14 Uhr

Mercedes-Chef: "Zählen in Ungarn nicht zu den Favoriten"

Nach dem Erfolg von Silverstone geht es für Lewis Hamilton und Mercedes mit neuem Mut ins nächste Rennen in Ungarn. Die Strecke in Budapest werde es den Silberpfeilen allerdings schwer machen, den Druck auf Max Verstappen und Red Bull aufrechtzuerhalten, sagt Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff.

10:32 Uhr

Als Ziegen-Emoji: Besondere Ehre für Turn-Superstar Simone Biles

Weltpremiere für Simone Biles: Die Social-Media-Plattform Twitter hat dem Kunstturn-Superstar aus den USA ein eigenes Emoji verliehen. Es ist eine Ziege, die einen Turnanzug und eine Goldmedaille trägt.

Dieses Symbol ist eine Anspielung auf den Status der Rekord-Weltmeisterin als "G.O.A.T: Greatest Of All Time" (Größte aller Zeiten) - ein Tag, den die 24-Jährige in den vergangenen Jahren angenommen hat. Biles trat auch zuletzt immer häufiger in einem Trikot mit silbernen Strasssteinen im Form eines Ziegenkopfes an. "Goat" ist das englische Wort für "Ziege". Ihren ersten Auftritt hat die viermalige Olympiasiegerin von Rio de Janeiro im Qualifikations-Wettbewerb am Sonntag. Im Optimalfall könnte Biles in Tokio sechs Goldmedaillen gewinnen.

10:06 Uhr

Rassismus-Eklat ist für Torunarigha "gegessen"

Jordan Torunarigha hat den Rassismus-Vorfall beim Olympia-Test der deutschen Fußballer gegen Honduras abgehakt. "Das Thema ist für mich gegessen. Wir haben ein Statement dazu abgegeben, mehr brauche ich dazu nicht mehr sagen", sagte der Abwehrspieler von Hertha BSC der "Bild"-Zeitung. Auch DFB-Trainer Stefan Kuntz hatte das Thema zuvor zu den Akten gelegt. "Nein, da kommt nichts mehr, vor allem auf Initiative von Jordan hin", sagte Kuntz: "Wir haben ein Zeichen gesetzt, das war stark - und damit Feierabend."

Torunarigha erklärte derweil, sich nun voll auf Olympia konzentrieren zu wollen. "Jeder, der Olympia kennt, weiß, dass das eines der wichtigsten Turniere der Welt ist. Egal, ob mit oder ohne Fans, es ist eines der schönsten Erlebnisse, hier zu sein. Ich freue mich total, hier zu sein und will mein Bestes für Deutschland geben", sagt er.

09:25 Uhr

Pelé adelt Marta: "Dieser Moment inspiriert Millionen von Athleten"

Die brasilianische Fußball-Legende Pelé hat Landsfrau Marta nach deren Gala im Auftaktspiel der Olympischen Spiele in Japan geadelt. Die 35-Jährige, so der dreimalige Weltmeister, sei "viel mehr als nur eine Fußballerin", Marta sei eine "Inspiration", die mit ihrem Talent zu einer "besseren Welt" beitrage, "in der Frauen mehr Platz bekommen".

Marta hatte beim 5:0 der Brasilianerinnen gegen China in Rifu zwei Tore geschossen, damit hat die sechsmalige Weltfußballerin bei fünf Sommerspielen getroffen. "Deine Leistung bedeutet viel mehr als einen persönlichen Rekord", schrieb Pelé bei Instagram: "Dieser Moment inspiriert Millionen von Athleten aus so vielen Sportarten auf der ganzen Welt, die um Anerkennung kämpfen." Marta trägt wie Pelé in seiner aktiven Zeit die Nummer zehn auf dem Rücken des brasilianischen Nationaltrikots. Mit der Seleção gewann sie 2004 und 2008 jeweils Silber bei den Olympischen Spielen in Athen und Peking. 2007 wurde sie Vize-Weltmeisterin.

08:49 Uhr

"2020 war gar nichts", jetzt Olympia: Deutscher Surfer voller Vorfreude

Bei den diesjährigen olympischen Spielen in Tokio wird erstmals Surfen als Disziplin vertreten sein. Auch ein Deutscher konnte sich hier qualifizieren: Leon Glatzer wird als einziger Deutscher im Wellenreiten antreten. Der 24-Jährige ist voller Vorfreude.

08:27 Uhr

Ex-Bayern-Trainer wird zum dritten Mal Bondscoach

Der ehemalige Bayern-München-Cheftrainer Louis van Gaal wird erneut Bondscoach der niederländischen Fußball-Nationalmannschaft. Der 69-Jährige erhält einen Vertrag bis zum Ende der Winter-WM 2022 in Katar. Das teilte der niederländische Verband KNVB mit.

Van Gaal war bereits von 2000 bis 2002 sowie von 2012 und 2014 als niederländischer Bondscoach tätig. Einer seiner Assistenten wird der ehemalige Nationaltrainer Danny Blind (2015 bis 2017). Zweiter Assistent wird Henk Fraser, er bleibt aber auch Trainer von Sparta Rotterdam. Van Gaal tritt damit die Nachfolge des nach dem frühen Ausscheiden der Elftal bei der Europameisterschaft zurückgetretenen Bondscoaches Frank de Boer an.

07:50 Uhr

Lewandowski-Berater nimmt offenbar Kontakt zu Chelsea auf

Die Transfergerüchte rund um Weltfußballer Robert Lewandowski halten sich hartnäckig. Auch wenn der Abschied des Polen vom FC Bayern in diesem Sommer unwahrscheinlich scheint, sondieren der Stürmer-Star und insbesondere sein Berater Pini Zahavi offenbar den Markt. Neues Feuer entfachte zuletzt ein Bericht der "Sun", demzufolge der FC Chelsea 58 Millionen Euro für den Angreifer geboten haben soll. Mehr noch: Laut "Sport Bild" hat Zahavi bereits Kontakt zu den Blues aufgenommen.

Die Modalitäten, die der Champions-League-Sieger dem Lewandowski-Management unterbreitete, seien "sehr interessant". Beim Klub von Teammanager Thomas Tuchel könnte der Angreifer angeblich einen großen Gehaltssprung machen - und das, obwohl der Pole schon beim FC Bayern zu den absoluten Top-Verdienern gehört. Wegen der Gehaltsobergrenze verdient er bei den Münchnern "nur" 20 Millionen Euro jährlich. Daher sei das Angebot der Blues nicht sofort abgelehnt worden, berichtet die "Sport Bild". Lewandowski gilt in London als Alternative zu Wunschkandidat Erling Haaland. Sollte der Norweger in diesem Sommer keine vorzeitige Freigabe vom BVB bekommen, würde Chelsea die Bemühungen um Lewandowski intensivieren, heißt es.

Mehr über die Welt der Transfergerüchte lesen Sie bei sport.de.

07:25 Uhr

Olympioniken dürfen knien, aber die offiziellen Kanäle es nicht posten

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) und die Organisatoren der Tokio-Spiele verbieten offenbar ihren Social-Media-Teams das Posten von knienden Athletinnen und Athleten. Das berichtet der britische "Guardian" mit Berufung auf einen Insider. Demnach sei die Anweisung unmittelbar vor dem Spiel der britischen Fußballerinnen gegen Chile am Mittwochabend gekommen. Die Geste gegen Rassismus und Diskriminierung vor Spielbeginn sei zwar im Fernsehen gezeigt worden, danach aber auf keinem offiziellen Social-Media-Kanal des IOC zu sehen.

Das IOC hatte zuvor neue Richtlinien veröffentlicht, die das langjährige Verbot politischer Proteste bei Olympischen Spielen aufweichen. Die Sportlerinnen und Sportler dürfen sich nun vor den Begegnungen hinknien, um auf rassistische Ungerechtigkeit hinzuweisen, sie dürfen darüber mit Medien sprechen und ihre Ansichten online posten, sowie bei Pressekonferenzen Kleidung mit einem Protest-Slogan tragen. Während der Wettkämpfe, der Siegerehrungen und im Olympischen Dorf sind politische Statements laut IOC aber weiterhin verboten.

06:58 Uhr

Zweites Land verzichtet: Guinea reist nicht zu Olympia

Guinea wird nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teilnehmen. Das teilte das Sportministerium des westafrikanischen Landes mit. Als Grund wurden die steigende Zahl der Corona-Infektionen und die Sorge um die Gesundheit der Athletinnen und Athleten genannt. Die Delegation hätte aus fünf Aktiven bestanden. Guinea ist das zweite Land nach Nordkorea, das gar keine Sportler nach Japan entsenden wird. Die Olympischen Spiele werden am morgigen Freitag offiziell eröffnet.

06:29 Uhr

Eigentor in Nachspielzeit: FCA verliert unglücklich gegen PSG

Fußball-Bundesligist FC Augsburg hat durch ein Eigentor einen Achtungserfolg verpasst. Die Mannschaft von Trainer Markus Weinzierl unterlag Paris St. Germain mit 1:2 (0:0), Jeffrey Gouweleeuw traf in letzter Minute ins eigene Netz. Zuvor hatte Florian Niederlechner (66.) in Orleans die Pariser Führung durch Rio-Weltmeister Julian Draxler (62.) ausgeglichen.

Den Franzosen von Trainer Mauricio Pochettino fehlten die meisten Stars wie Kylian Mbappé, Neymar, Angel di Maria oder Marco Verratti, auch die Neuzugänge um Italiens Europameister-Torwart Gianluigi Donnarumma und den spanischen Altmeister Sergio Ramos stoßen erst später zum Team. Neben Draxler lief unter anderen dessen deutscher Teamkollege Thilo Kehrer und Torhüterroutinier Keylor Navas auf. Für den FCA war es im dritten Testspiel nach zwei Unentschieden die erste Niederlage. Die Augsburger starten am 14. August gegen die TSG Hoffenheim in die neue Saison.

05:52 Uhr

Kurios: Russen freuen sich auch auf Eiskunstlauf in Tokio

In Russland ist das Programm der Olympischen Spiele in Tokio offenbar nicht genau bekannt. In einer Umfrage des Zentrums für das Studium der öffentlichen Meinung gaben immerhin acht Prozent der Befragten an, dass sie sich besonders auf die Eiskunstlauf-Wettbewerbe freuen würden. Immerhin drei Prozent wollen die Entscheidungen im Biathlon verfolgen.

Während Biathlon nie Teil der Sommerspiele war, wurden 1908 in London und 1920 in Antwerpen Entscheidungen im Eiskunstlauf durchgeführt und nachträglich zu offiziellen olympischen Wettbewerben erklärt. Mit der Durchführung der ersten Winterspielen 1924 in Chamonix wurde Eiskunstlauf aus dem Programm der Sommerspiele gestrichen. 33 Prozent der Russen werden aber nicht vergeblich den Fernseher einschalten. Sie wollen die Leichtathletik-Wettbewerbe verfolgen.

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.