Montag, 29. April 2019Der Sport-Tag

Heute mit Till Erdenberger
16:23 Uhr

Tuchel über Neymar-Schlag: "Ich mag so etwas nicht!"

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(Foto: imago images / ZUMA Press)

Trainer Thomas Tuchel vom französischen Fußballmeister Paris St. Germain zeigt einerseits Verständnis, andererseits aber auch Ablehnung für die Aktion seines brasilianischen Superstars Neymar, der am Samstag beim verlorenen Pokalfinale gegen Stade Rennes in St. Denis einen Fan ins Gesicht geschlagen hatte. "Ich mag so etwas nicht", sagte der deutsche PSG-Coach, "so etwas darf nicht passieren". Allerdings machte Tuchel auch mildernde Umstände für seinen heißblütigen Ausnahmespieler nach der Niederlage im Elfmeterschießen geltend: "Es ist für mich, für jeden, nicht so einfach, die Stufen zur Tribüne emporzuklettern, wenn man verloren hat. Aber man muss das akzeptieren. Wenn man gewinnt ist das Hochsteigen einfacher, wenn man verliert, muss man Respekt zeigen." Dies sei immer notwendig, "aber es darf nicht sein, dass wir mit einem Zuschauer aneinandergeraten".

Die Enttäuschung bei PSG über das verpasste Double war riesengroß. Neymar hatte sich nicht mehr unter Kontrolle, auf dem Weg zur Siegerehrung Richtung Ehrentribüne wurde er von einem Zuschauer verbal provoziert. Daraufhin schlug der 222-Millionen-Mann dem Mann ins Gesicht.

19:37 Uhr

NFL-Rekordkicker Sebastian Janikowski hört auf

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(Foto: imago/ZUMA Press)

Kicker sind in der US-Footballliga NFL die ärmsten Gestalten: Treten sie das Ei erfolgreich zwischen die Stangen, ist das Routine, treffen sie nicht, gelten sie als Tölpel und werden ausgetauscht. "Ziemlich einfach" sei die Entscheidung gewesen, Kicker Daniel Carlson zu entlassen, zeigte Minnesota Vikings-Coach Mike Zimmer letztes Jahr, nachdem er seinen Daniel Carlson nach einem bitteren Spiel mit zwei Fehlschüssen raus schmiss.

Umso bemerkenswerter ist die Karriere von Sebastian Janikowski, der jetzt seine Football-Laufbahn nach 18 Jahren in der NFL beendet hat. Der gebürtige Pole mit amerikanischem Pass ist mit 1799 Punkten der erfolgreichste Scorer in der Geschichte der Oakland Raiders. Janikowski stand ab der Spielzeit 2000/01 bis zum Ende der Saison 2017/18 bei den Raiders unter Vertrag, sein letztes NFL-Jahr verbrachte der 41-Jährige bei den Seattle Seahawks. Mit 58 Field Goals aus mehr als 50 Yards Entfernung hält Janikowski einen NFL-Rekord.

19:00 Uhr

Boll und Ovtcharov verlieren Plätze in der Weltrangliste

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(Foto: imago images / Xinhua)

Die deutschen Tischtennis-Stars Timo Boll und Dimitrij Ovtcharov sind in der Weltrangliste nach ihrem vorzeitigen Ausscheiden bei der WM in Budapest leicht zurückgefallen. Boll ist als bester deutscher und europäischer Spieler nur noch Siebter statt vorher Fünfter. Ovtcharov fiel in der neu veröffentlichten Rangfolge vom 12. auf den 15. Platz zurück.

Den größten Sprung in der Weltrangliste machte der alte und neue Weltmeister Ma Long aus China, der sich vom elften auf den fünften Rang verbesserte. Der 30-Jährige hatte das Ranking lange Zeit angeführt, war aber im vergangenen Jahr bedingt durch eine schwere Knieverletzung weit zurückgefallen.

18:35 Uhr

Rhein-Neckar Löwen angeln sich Torjäger aus Magdeburg

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(Foto: imago/Eibner)

Die Rhein-Neckar Löwen haben den schwedischen Handball-Nationalspieler Albin Lagergren von Bundesliga-Konkurrent SC Magdeburg verpflichtet. Der 26 Jahre alte Rückraumspieler wechselt nach Ablauf seines Vertrages in Magdeburg im Sommer 2020 nach Mannheim und bekommt dort einen Vertrag über drei Jahre. "Er hat sich innerhalb kürzester Zeit zu einem der besten Linkshänder der Bundesliga entwickelt und soll bei uns in Zukunft eine tragende Rolle übernehmen", sagte Löwen-Geschäftsführerin Jennifer Kettemann laut Mitteilung vom Montag.

17:39 Uhr

Fußball-Trainer Winfried Schäfer im Iran entlassen

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(Foto: imago images / Amirhossein Kheirkhah)

Der iranische Fußball-Erstligist Esteghlal Teheran hat sich von Trainer Winfried Schäfer getrennt. Das bestätigte der Klub. Der bisherige Co-Trainer Farhad Majidi wird die Mannschaft in den letzten fünf Saisonspielen betreuen.

Durch die jüngste Niederlage hat Esteghlal kaum noch Chancen auf den Meistertitel. In der iranischen Liga liegt der Klub mit sechs Punkten Rückstand auf Tabellenführer und Stadtrivale Persepolis Teheran auf dem dritten Rang.

Schäfer hatte den Trainerposten im Iran im Oktober 2017 übernommen. Im vergangenen Jahr gewann der frühere Bundesliga-Profi- und Trainer den iranischen Pokal und qualifizierte sich für die asiatische Champions League. Der Vertrag des 69-Jährigen läuft noch bis Sommer 2020.

17:15 Uhr

FC Augsburg holt Kaderplaner vom FC Bayern

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(Foto: imago/Lackovic)

Der FC Augsburg hat Timon Pauls als Chefscout und Kaderplaner verpflichtet. Wie der Fußball-Bundesligist mitteilte, kommt der erst 26-Jährige vom FC Bayern und tritt seinen neuen Posten an diesem Mittwoch an. Pauls war bei den Münchnern Chefscout im Nachwuchsbereich und erhält einen langfristigen Vertrag in Augsburg. Nach der Trennung vom Technischen Direktor Stephan Schwarz Anfang April war der FCA auf der Suche nach Verstärkung im Management.

16:14 Uhr

Absoluter Blackout: Kuriose Elfmeter-Panne im Maracanã

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Das nennt man wohl einen echten Blackout beim Elfmeter - und das, obwohl der Schütze seine Nerven wohl gut im Griff hatte. In Brasiliens Fußballtempel Maracanã fiel das Flutlicht aus, im denkbar schlechtesten Moment: Ausgerechnet als Stürmer Luciano Neves vom gastgebenden Fluminense FC im Erstligaspiel gegen Goias EC zu einem Strafstoß anlaufen wollte, wurde es im weltberühmten Stadion von Rio de Janeiro auf einen Schlag stockfinster. Der Elfmeter musste warten.

Ganze 26 Minuten dauerte es, bis die Arena nach dem Stromausfall wegen eines nahenden Unwetters wieder voll beleuchtet war. Im nun mittlerweile strömenden Regen lief der Schütze dann erneut an, doch Goias-Schlussmann Tadeu Ferreira parierte. Am Ende siegte der Aufsteiger aus Goiania beim Saisonauftakt mit 1:0.

15:52 Uhr

Köln hat "noch keinen Trainer für die neue Saison"

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(Foto: imago images / Chai v.d. Laage)

So richtig überraschend war es nicht, dass Fußball-Zweitligist 1. FC Köln jüngst trotz Tabellenführung seinen Trainer Markus Anfang entlassen hat. Zu wackelig, zu wenig souverän hatte sich das für Zweitliga-Verhältnisse übermotorisierte Team präsentiert. Jetzt soll der Aufstieg schnell unter Dach und Fach gebracht werden, wer die Mannschaft dann in der ersten Liga betreuen darf, steht noch nicht fest.

"Wir haben noch keinen Trainer für die neue Saison verpflichtet", sagte Sportchef Armin Veh heute bei der Vorstellung von Interimscoach Andre Pawlak: "Unser Ziel ist noch gefährdet. Wir sind noch nicht aufgestiegen, wir müssen noch Punkte holen."
Pawlak, bislang Trainer der Kölner U21, gibt am kommenden Montag im Spiel bei der SpVgg Greuther Fürth sein Debüt als Proficoach. "Wir wollen schnell punkten, wir wollen nicht anfangen zu rechnen", sagte der 48-Jährige.

Über eine mögliche Weiterbeschäftigung Pawlaks wollte Veh am Montag nicht sprechen. "Wir haben klar vereinbart, dass es um diese drei Spiele geht, dass wir unser Ziel erreichen. Danach werden wir sehen, wie es weitergeht", sagte er.

15:29 Uhr

"Opernpublikum": Fans bringen Nagelsmann in Rage (Video)

Hoffenheim-Trainer Nagelsmann schimpft nach dem 1:4 seiner Mannschaft gegen den VfL Wolfsburg über Teile des Hoffenheimer Anhangs. Einige Zuschauer hatten das Stadion vorzeitig verlassen. Ihnen empfiehlt Nagelsmann einen Opernbesuch. Außerdem sollten sie "drei Kreuze" machen.

14:41 Uhr

Nach Rot gegen Schalke - DFB sperrt Reus für zwei Spiele

Kapitän Marco Reus darf für Borussia Dortmund nach seiner Roten Karte noch einmal in dieser Saison in der Fußball-Bundesliga spielen. Das Sportgericht des DFB sperrte den deutschen Nationalspieler für zwei Partien. Damit könnte Reus am letzten Spieltag in der Begegnung bei Borussia Mönchengladbach am 18. Mai eingesetzt werden. Die Spiele des Tabellenzweiten beim SV Werder Bremen am kommenden Samstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) und gegen Fortuna Düsseldorf am 11. Mai wird er verpassen. Für seinen Kollegen Marius Wolf ist die Saison beendet. Er wurde nach seiner Roten Karte am Samstag beim 2:4 gegen den FC Schalke 04 für drei Partien gesperrt.

13:54 Uhr

Köster: Bayern "sind mental nicht so stabil, wie man denkt" (Video)

Die Bayern können die Steilvorlage des BVB nicht nutzen und reisen ohne Sieg aus Nürnberg ab. Die Mannschaft scheint "mental nicht so stabil zu sein", meint Philipp Köster. Auch in die zweite Liga wirft der "11 Freunde"-Chefredakteur einen Blick - und sieht für einen Verein die "Alarmstufe rot".

13:18 Uhr

Bayern stolpert, Gnabry schreibt Geschichte

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(Foto: imago images / Philippe Ruiz)

Hätte man auch nicht gedacht: Beim überraschend faden Bayern-Gastspiel in Nürnberg (1:1), das aus Münchener Sicht statt zur Titel-Vorentscheidung nur zu Ärger führte, ist Historisches passiert:

Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry ist mit seinem zehnten Saisontor für den FC Bayern München nämlich eine bemerkenswerte Leistung geglückt. Der 23 Jahre alte Angreifer ist erst der dritte Spieler, der in drei aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der Bundesliga für drei verschiedene Vereine zweistellig traf. Das gelang vor ihm Erwin Kostedde (1974 - 1977) und Jürgen Wegmann (1985 - 1988). Gnabry hatte vor zwei Jahren in der Bundesliga elf Tore für den SV Werder Bremen erzielt. In der vergangenen Saison kam er auf zehn Treffer für die TSG Hoffenheim.

12:42 Uhr

32-jähriger Läufer stirbt nach Düsseldorf-Marathon

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(Foto: imago images / Felix Jason)

Ein 32 Jahre alter Läufer, der beim Marathon in Düsseldorf zusammengebrochen war, ist in der Nacht zu Montag im Krankenhaus gestorben. Das gab der Veranstalter heute bekannt. Zuvor hatte bereits ein Polizeisprecher dem WDR den Tod bestätigt. Der Mann war bei Kilometer 20 kollabiert und wurde reanimiert. Oberbürgermeister Thomas Geisel werde "den Angehörigen in einem Kondolenzschreiben sein Mitgefühl aussprechen", hieß es in der Pressemitteilung. Bei der Lauf-Veranstaltung am Sonntag waren in der Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens 19.000 Teilnehmer am Start.

11:10 Uhr

Buli-Spannung, Formel-1-Langeweile - Das wird heute wichtig

Liebe Leser,

stellen Sie sich manchmal auch die Frage, ob Sie eigentlich ein Gewinner sind? Ja? Dann könnten Sie sich einigermaßen wie der FC Bayern fühlen, dem ja das Mia-san-Mia-Gewinnergefühl eigentlich so unverhandelbar eigen zu sein schien. Doch nach diesem Wochenende zweifeln sie beim Rekordmeister, ob der Punkt, den man auf den sich schon aufgebenden BVB gewonnen hat, am Ende nicht vielleicht doch teuer bezahlt werden könnte. Statt Entspannung und Vorentscheidung brachte der Bundesligasonntag völlig überraschend vor allem stolpernde Bayern hervor. Doof für Niko Kovac und Co., gut für die anderen.

In der Formel 1 dagegen scheint nach vier Rennen nur noch die Frage zu sein: Welcher Mercedes-Pilot macht am Ende das Rennen um die Weltmeister-Krone – Valtteri Bottas oder doch Lewis Hamilton? Sogar Sebastian Vettel findet inzwischen alles "so langweilig". Wie der viermalige Weltmeister das meint, können Sie im Laufe des Tages bei uns lesen.

Der Heppenheimer war in Baku immerhin "Best oft he rest" und landete auf Platz drei – eine Platzierung, von der der Hamburger SV in der zweiten Fußball-Bundesliga derzeit rechnerisch nur einen Punkt, gefühlt aber deutlicher entfernt ist. Ob sich die Norddeutschen schon "im Panikmodus" befinden? Dafür gibt es viele gute Gründe, die Sie in Kürze noch einmal nachvollziehen können.

Das war es dann aber auch mit dem Wochenende, denn heute gibt es frischen Sport:

  • In der dritten Liga muss der SV Wehen Wiesbaden (ab 19 Uhr) drei Punkte gegen den 1.FC Kaiserslautern holen, um wieder auf den Relegationsrang zu springen
  • Eine Etage höher muss Tabellenschlusslicht MSV Duisburg gegen Arminia Bielefeld dreifach punkten, um den Relegationsrang der zweiten Fußball-Bundesliga nicht außer Sichtweite zu verlieren (ab 20.30 Uhr im Liveticker auf n-tv.de)
  • Die Tennisprofis Tatjana Maria (ab 13.30 Uhr), Andrea Petkovic (ab 14 Uhr), und Jan-Lennard Struff (ab 14.30 Uhr) sind im Einsatz

Ach ja: Ob Sie ein Gewinner sind, wissen nur Sie. Dass Sie gut informiert durch den Sport-Tag kommen werden, weiß auch
 

Ihr Till Erdenberger

09:55 Uhr

Tschechischer Fußball-Nationalspieler stirbt nach Busunfall

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(Foto: imago images / Depo Photos)

Der tschechische Fußball-Nationalspieler Josef Sural ist bei einem Busunfall in der Türkei tödlich verunglückt. Der türkische Erstligist Alanyaspor teilte am Montagmorgen auf Twitter mit, dass Sural seinen schweren Verletzungen erlegen sei. Er wurde 28 Jahre alt. Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete, mehrere Spieler seien mit einem Minibus auf dem Rückweg von einem Auswärtsspiel im zentraltürkischen Kayseri (1:1) ins südtürkische Alanya gewesen, als der Bus sich überschlagen habe. Sural sei nach einer Operation im Krankenhaus gestorben. Sechs weitere Spieler seien verletzt worden.

Laut türkischen Medienberichten soll der Fahrer des Minibusses eingeschlafen sein. Sural war erst im Januar von Sparta Prag zu Alanyaspor gewechselt. Er absolvierte bislang 20 Länderspiele für die tschechische Nationalmannschaft. In seiner Ligazeit bei Sparta Prag, Slovan Liberec und Zbrojovka Brünn erzielte er in 217 Begegnungen 52 Tore. "Er war ein bescheidener und ehrlicher Kerl", teilte der Nationaltrainer Jaroslav Silhavy heute Morgen in Prag mit.

08:29 Uhr

Lewis Holtbys Streik war "Kurzschlussreaktion im Affekt"

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(Foto: imago images / Joachim Sielski)

Es gibt sie doch noch, die guten Nachrichten aus Hamburg. Nach der 0:2(0:0)-Niederlage bei Union Berlin und dem damit verbundenen Abrutschen aus den Aufstiegsrängen, meldete sich Lewis Holtby zu Wort. Der 28-Jährige hatte HSV-Trainer Hannes Wolf nach dem Abschlusstraining vor dem Spiel bei Union Berlin (0:2) darum gebeten, ihn nicht zu nominieren. Risenärger, Suspendierung. Jetzt erklärte der dreimalige Nationalspieler: Alles gar nicht so ernst gemeint, nur ein kleines Missverständnis aus der Aufregung heraus. Alles sei nur eine "Kurzschlussreaktion im Affekt" gewesen.

"Aufgrund einiger Enttäuschungen in den letzten Wochen und dem unbedingten Willen den Aufstieg zu erreichen und der Mannschaft bzw. dem HSV helfen zu wollen, sind die Gäule im wahrsten Sinne des Wortes mit mir durchgegangen", schrieb Holtby auf seiner Facebook-Seite. Er habe seinen Fehler "nach einer kalten Dusche" eingesehen und bat, doch im Kader stehen zu dürfen. Der Verein hatte Holtby nach dem Vorkommnis jedoch suspendiert.

Sportvorstand Ralf Becker betonte, dass der Offensivspieler, dessen hochdotierter Vertrag Ende Juni ausläuft, nicht mehr für den HSV auflaufen werde. "Leider wurde mir die Tür nicht mehr aufgemacht, was ich mir aber unbedingt gewünscht hätte. Ich werde die Entscheidung des Vereins akzeptieren müssen", sagte Holtby.