Der Sport-Tag

Der Sport-Tag "Reichsbürger"-Verdacht: Ex-Biathlet will Gewehr zurück

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(Foto: dpa)

Vor dem Verwaltungsgericht München kämpft der frühere Assistenz-Trainer der Biathlon-Nationalmannschaft, Andreas Stitzl, um sein Gewehr. Die Behörden hatten dem 45-Jährigen die Waffenbesitzkarte und sein Biathlon-Gewehr abgenommen, weil er unter dem Verdacht steht, der "Reichsbürger"-Bewegung nahe zu stehen. Stitzl habe 2015 einen Staatsangehörigkeits-Nachweis beantragt und dabei aus Sicht des Landratsamtes Traunstein reichsbürgertypische Angaben gemacht. Deshalb entzog ihm die Behörde die Waffenbesitzkarte - auch weil er das Amt als privatwirtschaftliches Unternehmen bezeichnet hatte.

Sein Anwalt Claus Huber-Wilhelm wies die "Reichsbürger"-Vorwürfe gegen seinen Mandanten entschieden zurück. "Die werden zu Unrecht erhoben", sagte er und betonte, sie hätten große Auswirkungen auf Stitzl - "vor allem psychische".

In Bayern fordern derzeit Dutzende mutmaßliche "Reichsbürger" vor Gericht ihre Waffen zurück. Allein am Verwaltungsgericht München gab es nach Angaben eines Sprechers rund 70 entsprechende Klagen, davon ist etwa die Hälfte bereits entschieden. Im Fall Stitzl soll am Donnerstag ein Urteil gesprochen werden.

Quelle: n-tv.de