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Freitag, 29. Mai 2009

Nächster Neuzugang: Prodrive meldet für Formel 1

Das britische Unternehmen Prodrive hat sich für die Formel-1-WM 2010 eingeschrieben und startet damit seinen zweiten Anlauf in der Königsklasse des Motorsports. Dies gab Prodrive am letzten Tag der Einschreibefrist für die kommende Saison bekannt.

Unternehmenschef David Richards bedankte sich für die Unterstützung durch den Internationalen Automobilverband FIA und das Formel-1-Management von Bernie Ecclestone. "Wir denken, dass die Bedingungen jetzt die richtigen sind, um sich formal für einen Einstieg bei der FIA zu bewerben", meinte Richards in Anspielung auf die für 2010 geplante freiwillige Budgetobergrenze. Prodrive ist in der Entwicklung von Motorsport-Technologien tätig.

Während die Limitierung auf 45 Millionen Euro in Prodrive bereits den dritten neuen Rennstall anlockte, ist bislang noch immer unklar, ob sich neben Williams auch die anderen neun aktuellen Formel-1-Rennställe für die Saison 2010 einschreiben werden. Wie die FIA noch einmal bestätigte, endet die Frist um Mitternacht.

Kompromiss ohne Williams

Norbert Haugs Vorschlag, die Budgetgrenze später einzuführen, stieß bei einem Treffen der verbliebenen neun FOTA-Teams auf Zustimmung.
Norbert Haugs Vorschlag, die Budgetgrenze später einzuführen, stieß bei einem Treffen der verbliebenen neun FOTA-Teams auf Zustimmung.(Foto: AP)

Am Mittwoch hatten sich die nach dem Ausschluss von Williams in der Teamvereinigung FOTA verbliebenen neun Rennställe in London getroffen. Dabei soll ein Plan von Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug für eine zweistufige Einführung der Budgetgrenze bis 2011 auf Wohlwollen gestoßen sein.

Die "Mercedes-Initiative" soll vorsehen, dass die Rennställe entgegen dem bisherigen FIA-Beschluss 2010 rund 100 Millionen Euro ausgeben dürfen. Erst ein Jahr später als von der FIA eigentlich schon beschlossen, soll die Obergrenze bei 45 Millionen Euro liegen. Eine kostengünstige Unterstützung beim Bau ihrer Autos sowie ein Wissenstransfer soll derweil den Neueinsteigern gewährleistet werden.

Die FIA hat die Teilnehmerzahl im kommenden Jahr auf 26 Fahrer erhöht. Fünf Teams drohten offen mit dem Ausstieg aus der Königsklasse, darunter Ferrari.

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Quelle: n-tv.de