Formel1

Auftakt in der Formel 1 Vettel sind Gegner egal

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"Gegen wen, spielt da eigentlich keine Rolle": Sebastian Vettel.

(Foto: dpa)

Gegen wen ist ihm egal. Hauptsache am Ende steht für Weltmeister Sebastian Vettel wieder der Formel-1-Titel. Nicht nur er, auch sein Chef ist der Siege keineswegs überdrüssig.

Sebastian Vettels Chef hat noch lange nicht genug vom Siegen. "Je länger man es tut, desto spannender kann es werden", sagte Dietrich Mateschitz kurz vor dem Formel-1-Saisonstart: "Man weiß, dass man nicht immer siegen kann - aber man versucht, die erfolgreiche Phase immer weiter und weiter zu verlängern." Sein Starpilot will das erst recht. Wen Sebastian Vettel auf dem Weg zum Titel-Hattrick letztlich schlagen muss, ist dem zweimaligen Weltmeister egal. "Wenn wir im letzten Rennen die Möglichkeit haben, für die Meisterschaft zu kämpfen, sind wir glücklich genug. Gegen wen, spielt da eigentlich keine Rolle."

Mateschitz schränkte den Kreis der Titelanwärter aus Red-Bull-Sicht ein. "Unsere derzeitige Annahme ist, dass wir quasi gleichauf mit McLaren liegen werden, gefolgt von Mercedes, die einen großen Entwicklungsschritt mit sehr guten Neuerungen geschafft haben", sagte der österreichische Milliardär und Besitzer des neuen Branchenführers. Den kriselnden Traditionsrennstall Ferrari wähnt Red Bull "derzeit noch auf Platz vier, aber mit dem Potenzial, sehr rasch aufzuholen". Eine Einschätzung der Kräfteverhältnisse vor dem Saisonauftakt mit dem Großen Preis von Australien am kommenden Wochenende, die viele Experten teilen. Wobei auch Lotus mit Rückkehrer Kimi Räikkönen bereits aufhorchen ließ.

Aber auch Mercedes mit Nico Rosberg und Vettel-Kumpel Michael Schumacher haben aufgeholt. Für wie realistisch hält denn Vettel einen Finalkampf um den Titel in diesem Jahr mit dem Rekordweltmeister? "Ich glaube, das ist alles Hätte, Wenn und Aber. Zukunftsmusik", entgegnete der 24 Jahre alte Heppenheimer. Schumacher allerdings gab in der "Bild"-Zeitung zu: "Ich bin sicher, wir fänden es beide klasse, gegeneinander kämpfen zu können." In einer Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag von RTL sahen indes fast zwei Drittel der Deutschen Vettel als klaren Favoriten auf den Titel. Schumacher wurde von den 1002 Befragten zwar am häufigsten als Hauptrivale genannt, nur vier Prozent trauen dem 43-Jährigen aber seinen achten WM-Triumph zu.

"Sehr viel schwerer als zuletzt"

Wie viele Gegner auch immer: Vettels Boss geht davon aus, dass die erneute Titelverteidigung für Vettel nicht leicht wird, "aber auch nicht sehr viel schwerer als zuletzt". Gelingt es Vettel, wird er der jüngste Formel-1-Pilot sein, der jemals drei WM-Titel in Serie einfuhr. Vor ihm schafften das nur der Argentinier Juan Manuel Fangio in den 50er Jahren und Schumacher Anfang des Jahrtausends im Ferrari. Was dafür spricht, dass Vettel sich dort einreihen kann, "weiß ich nicht, aber wir sind nach wie vor ein sehr starkes Team und werden natürlich um den Titel kämpfen, dafür sind wir hier. Allerdings ist es keine leichte Aufgabe", betonte der Hesse erneut. Los geht es für ihn und seine Verfolger in Melbourne am Sonntag ab sieben Uhr. Zeit zum Durchatmen gibt es nicht, eine Woche später wird in Sepang in Malaysia gestartet.

Danach dürfte es erste Aufschlüsse über die Hackordnung in dieser Saison geben, in der neben Vettel und Schumacher in Fernando Alonso (Ferrari), Jenson Button (McLaren), Lewis Hamilton (McLaren) und Rückkehrer Räikkönen erstmals sechs Titelträger gegeneinander antreten. Allen ist etwas gemein: Sie haben noch lange nicht genug vom Siegen. Wie Vettel und sein Chef.

Quelle: ntv.de, Jens Marx, dpa