Formel1

Trotz brasilianischen Dauerregens Vettel startet zum Saisonfinale von der Pole

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Startet auch in Interlagos von der Pole: Weltmeister Sebastian Vettel

(Foto: dpa)

Den Weltmeistertitel hat Sebastian Vettel schon lange in der Tasche - seine Konkurrenten kommen trotzdem nicht zum Zug. Warum auch, schließlich rückt der nächste Rekord in greifbare Nähe. Und der ist immerhin schon 60 Jahre alt.

Sebastian Vettel hat sich auch im Dauerregen von Interlagos keine Blöße gegeben und ist beim Großen Preis von Brasilien eindrucksvoll auf die Pole Position gerast. Trotz erneuter Wetterkapriolen legte der Formel-1-Weltmeister in seinem Red Bull die schnellste Runde (1:26,479 Minuten) hin und startet zum neunten Mal in dieser Saison von Startplatz eins ins Rennen. Der 26-Jährige aus Heppenheim peilt zum Saisonabschluss seinen neunten Sieg in Serie an. "Unglaublich, das Auto lief richtig super. Danke dafür!", brüllte Vettel in den Boxenfunk.

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In der brasilianischen Regenzeit kaum zu erwarten: Dauerregen

(Foto: dpa)

Nach einer nervenaufreibenden Qualifikation, die wegen starken Regens und Wassers auf der Strecke für mehr als eine h albe Stunde unterbrochen werden musste, feierte Vierfach-Weltmeister Vettel die 45. Pole seiner Karriere. Direkt dahinter landete der erneut starke Mercedes-Pilot Nico Rosberg. Der 28-Jährige aus Wiesbaden hatte in den ersten beiden Trainings am Freitag noch die Nase vorn gehabt, musste sich nun aber mit 0,623 Sekunden Rückstand deutlich geschlagen geben. Auf Platz drei landete der WM-Zweite Fernando Alonso im Ferrari, die zweite Startreihe komplettiert Vettels Teamkollege Mark Webber, der sein letztes Rennen in der Königsklasse bestreitet. Nico Hülkenberg wurde Zehnter, Adrian Sutil schaffte es im Autodromo nur auf Rang 16.

Die äußeren Bedingungen gaben erneut einen Vorgeschmack auf das, was die Piloten im letzten der 19 Saisonrennen erwarten dürfte. Regen hatte die Strecke sowohl am Freitag im Training als auch einen Tag später rutschig gemacht - und auch am Sonntag soll es ähnlich werden. Die Regenwahrscheinlichkeit liegt bei etwa 80 Prozent. Schon im dritten Training am Morgen hatte Vettel sehr lange gewartet, bis er das erste Mal eine gezeitete Runde fuhr. Der Champion ging kein Risiko ein und fuhr lediglich auf Platz 17, während Teamkollege Webber die Bestzeit hinlegte. Am Freitag hatte er in den Trainings die drittschnellste Zeit hinter den beiden Silberpfeilen hingelegt.

Vettel jagt weitere Rekorde

Rosberg hat für das große Finale währenddessen noch ein Ziel, das seinem Team etwa zehn Millionen Euro mehr an Prämien für das nächste Jahr bringen würde. Mercedes soll in Brasilien Platz zwei in der Konstrukteurs-WM gesichert werden. "Wir haben ein besseres Auto und sind 15 Punkte vorne. Es sieht sehr, sehr gut aus und ich glaube, dass wir das nach Hause bringen", sagte Rosberg. Hinter Weltmeister Red Bull (553 Punkte) liegen die Silberfpeile (348) aktuell vor der Scuderia Ferrari (333).

Nachdem sich Vettel wiederum bereits vor vier Wochen zum mit Abstand jüngsten Vierfach-Weltmeister der Geschichte gekürt hat, jagt er beim Saisonfinale eine weitere Bestmarke von Rekordweltmeister Michael Schumacher. Der 44 Jahre alte Kerpener hatte 2004 insgesamt 13 Rennen gewonnen. Dominator Vettel kann seine beeindruckende Serie mit einem weiteren Sieg nun auf neun in Folge ausbauen und den Schumacher-Rekord bei der Anzahl der Saison-Triumphe einstellen.

Der legendäre Alberto Ascari gewann in den 50er Jahren als bisher einziger Pilot neun Rennen in Folge - allerdings nicht in einem Jahr. Der Italiener holte die ersten sechs Siege 1952 und weitere drei in der folgenden Saison. Vettel könnte dieses Kunststück als erster Formel-1-Pilot in einem Jahr vollbringen.

Quelle: n-tv.de, jve/sid

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