Fußball

Elfmeterparade wird zu bizarrer Blamage Amateur-Torwart jubelt zu früh

Spätestens seit 1999, als Man United dem FC Bayern auf grausame Weise den Champions-League-Sieg entriss, wissen auch Fußballfans: Es ist nicht vorbei, ehe es vorbei ist. Ein High-School-Torwart aus den USA bestätigt diese Weisheit nun spektakulär.

Irgendetwas war seltsam, das merkte Fußballtorwart Jacob Parton ziemlich schnell. Der Keeper des High-School-Teams Lexington hatte im Finale der Meisterschaften von South Carolina gerade einen Elfmeter gehalten und damit die Niederlage gegen Irmo verhindert - und trotzdem jubelte der Gegner ausgelassen.

Während Parton noch zufrieden die Fäuste ballte, sah er schon, wie der gegnerische Keeper mit Freudensprüngen zu seinen Teamkollegen stürmte, die stürmten zum vermeintlichen Fehlschützen Mattison Gossett. Die Erklärung dafür dürfte YouTube zahllose Klicks bescheren.

Dort ist die Szene unter Überschriften wie "Epischer Patzer" dokumentiert. Zu sehen ist, dass Parton beim Stand von 3:3 im Elfmeterschießen den Schuss von Gossett zwar pariert, weil er die richtige, die rechte Ecke ahnt. Nur: Den 4:3-Siegtreffer von Irmo verhindert er damit nicht. Denn Parton vergisst, was nicht nur alle Bayern-Fans seit dem legendären Final-Kollaps 1999 in der Champions League gegen Manchester United verinnerlicht haben: Dass es nie vorbei ist, ehe es vorbei ist. Er macht den Fehler, seine Parade zu feiern, mit einem Hüpfer und geballten Fäusten. Deshalb bemerkt er nicht, wie der Ball seitlich von ihm mit viel Drall auf dem Boden aufkommt und in der Tormitte über die Linie hopst.

Amerikanisches Fußballdramolett

Ball gehalten, Ball trotzdem drin, Irmo zum 16. Mal South Carolinas Fußballmeister in der Klasse 4A - und Jung-Torwart Parton untröstlich, zusammengekauert vor dem Tor. Ein amerikanisches Fußballtordramolett nach einem Spiel, das in der regulären Spielzeit und der Verlängerung torlos geblieben war.

Ob Parton den Ball hätte halten können, wenn er auf seinen verfrühten Jubel verzichtet hätte, darüber werden die Meinungen auseinandergehen. Ebenso in der Frage, ob diese kuriose Szene dazu führen könnte, Fußball in den USA etwas populärer zu machen.

Allein steht Parton mit seinem Fauxpas nicht da. Schon seit 2010 kursiert auf YouTube ein Video, das einen Keeper in Marokko in einer ähnlichen Situation zeigt. Auch er taucht zur Seite und pariert den Ball. Auch hier trudelt das Spielgerät doch noch in den Kasten, weil der vermeintliche Elfmeterkiller sofort seitlich abdreht und sich feiern lassen will. Am Ende feiert der Schütze.

Quelle: ntv.de, cwo

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