Fußball

BVBler büßen für Eintracht-Randale Dortmunder Rasen für Fans tabu

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Am vergangenen Wochenende tobt der Mob in Frankfurt.

(Foto: dpa)

Bei aller Vorfreude auf die Meisterfeier geht beim BVB die Angst vor Ausschreitungen um. Verschärfte Sicherheitsmaßnahmen sollen Jagdszenen wie vor einer Woche in Frankfurt verhindern, als Eintracht-Ultras ausgerastet waren. Vorsichtshalber wird der Rasen für alle Fans zur Tabuzone erklärt. Dafür soll die Party am Sonntag umso rauschender ausfallen.

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Damit sich ähnliche Szenen beim Eintracht-Gastspiel in Dortmund nicht wiederholen, herrscht vorab Alarmstufe Rot.

(Foto: dpa)

Eindringliche Appelle, mehr Sicherheitspersonal, bessere Kontrollen - in Dortmund herrscht vor der großen Meister-Party Alarmstufe Rot. Für das brisante Duell mit der abstiegsbedrohten Frankfurter Eintracht hat die Borussia zahlreiche Vorsichtmaßnahmen ergriffen, um drohende Ausschreitungen zu verhindern. "Das Spiel ist nicht umsonst als Risikospiel eingestuft worden", kommentierte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke, "in der Planung hat der Sicherheitsaspekt für uns absolute Priorität."

Lust und Frust liegen möglicherweise dicht beieinander. Auf der einen Seite herrscht nach dem Titelgewinn Euphorie, auf der anderen Seite könnte sich der Ärger über den Abstieg entladen. Um ein direktes Aufeinandertreffen beider Fan-Gruppen unmittelbar nach Spielschluss zu verhindern, wurde das Spielfeld auf Geheiß der Deutschen Fußball Liga (DFL) zur Tabu-Zone erklärt.

"Wir werden die Schotten dichthalten"

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BVB-Geschäftsführer Watzke verlangt von jedem Fan ein persönliches Opfer. Deshalb bleibt der Rasen Sperrzone.

(Foto: dpa)

Watzke rief zur Besonnenheit auf: "Jeder Tribünengast muss ein persönliches Opfer bringen. Bitte bleibt nach dem Schlusspfiff auf Euren Plätzen. Wir werden die Schotten dichthalten." Mit einem ähnlichen Appell schwor Eintracht-Vorstandschef Heribert Bruchhagen die Fans auf die Partie ein: "Eine Störung der Meisterfeier wäre der GAU für Eintracht Frankfurt. Jeder muss Respekt davor haben und das Ansehen des Vereins auch im Falle des Abstiegs schützen."

Bedenkliche Szenen wie nach dem 0:2 der Eintracht am vorigen Spieltag gegen Köln, mit dem die Hessen auf den direkten Abstiegsplatz 17 abrutschten, sollen sich am Samstag in Dortmund unter keinen Umständen wiederholen. 150 gewaltbereite Hooligans hatten in Frankfurt den Platz gestürmt, die Profis beider Teams in die Flucht geschlagen und für beträchtlichen Sachschaden gesorgt.

"Die Bilder nach dem Schlusspfiff haben vieles von dem Vertrauen und dem Image zerstört, das sich Eintracht Frankfurt und seine Fanszene in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten aufgebaut haben. Unser aller Ruf hängt daher am kommenden Samstag an einem mindestens ebenso dünnen Faden wie die Hoffnung auf den Klassenverbleib", schrieben Bruchhagen und Vereinspräsident Peter Fischer in einem Aufruf an die Fans, von denen einige schon eine Woche zuvor mit einem Warnschuss der Polizei zur Räson gebracht werden mussten.

Rauschende Party am Sonntag

Deshalb wird die Zahl der Ordnungs- und Polizeikräfte am Samstag vor und im Stadion deutlich erhöht. Zudem erhält die heimische Polizei Unterstützung von szenekundigen Kollegen aus Frankfurt. "Diese für uns historische Saison soll einen würdigen Abschluss finden", sagte Watzke. Wie der Geschäftsführer hofft auch Jürgen Klopp auf ein friedliches Fußball-Fest: "Wir haben eine Saison mit unglaublich vielen Höhepunkten erlebt. Das sollten sich die Fans nicht dadurch kaputt machen lassen, dass sie nicht auf den Rasen dürfen."

Immerhin bietet sich dem BVB-Anhang schon am nächsten Tag die Chance auf eine rauschende Party. Zum Autokorso der Meistermannschaft durch die City und der Bühnenshow vor der Westfalenhalle werden über 150.000 Party-Gäste erwartet. Popstar Nena, Comedian Atze Schröder sowie die Rockbands H-Blockx und The Boss-Hoss sollen für gute Stimmung sorgen. Laut "Bild" steht der BVB sogar noch in Verhandlungen mit Weltstar Shakira.

Quelle: n-tv.de, dpa