Fußball

Friede zwischen Fans und Verein FC Bayern setzt auf Salewski

Die Fans des FC Bayern protestieren im Pokal-Halbfinale gegen Schalke-Keeper Manuel Neuer. Der 24-Jährige wird von den Bayern-Bossen umworben und soll das Münchner Eigengewächs Thomas Kraft ersetzen. Viele Bayern-Fans lehnen das ab.

Die Fans des FC Bayern protestieren im Pokal-Halbfinale gegen Schalke-Keeper Manuel Neuer. Inzwischen haben die Bayern den Torwart trotzdem verpflichtet.

(Foto: dapd)

Nach der beispiellosen Eskalation von Fan-Protesten beim FC Bayern soll ein runder Tisch das Verhältnis wieder entstören. Damit das gelingt, setzt der Verein auf einen Mann als Moderator, der schon den Altkanzlern Kohl und Schmidt als Vermittler gedient hat.

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Wolfgang Salewski bringt als früherer Brauerei-Manager die nötige Fan-Nähe für erfolgreiche Verhandlungen mit.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Wolfgang Salewski, anerkannter Professor für Psychologie und Konfliktmanagement und ehemaliger Brauereimanager, wird am 2. Juli den angekündigten Runden Tisch moderieren, an dem Vorstand, Spieler und Anhänger des FC Bayern München wieder zueinander finden sollen. Teile der Fans des deutschen Rekordmeisters hatten in der vergangenen Saison unter anderem Präsident Uli Hoeneß beschimpft ("Lügner") und gegen die Verpflichtung von Nationaltorhüter Manuel Neuer ("Koan Neuer") protestiert.

Der 68 Jahre alte Salewski hat in Krisen und bei Konflikten bereits die Bundeskanzler Helmut Schmidt und Helmut Kohl beraten. Er vermittelte bei der Entführung der Lufthansa-Maschine "Landshut" nach Mogadischu, betreute die Anti-Terror-Einheit GSG 9 und löste 67 Geiselnahmen.

"Konflikte haben immer zwei Seiten: Eine unangenehme und eine Chance für Veränderung. Ich sehe es immer mit dem zweiten Auge", sagte Salewski der Münchner "Abendzeitung", der von 2003 bis 2006 Vorstandschef der Brauerei Paulaner war.

Quelle: n-tv.de, sid

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