Fußball

Neuer, Gustavo, Baines, Hummels FC Bayern will umbauen

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Hoffenheims Luiz Gustavo soll das Münchner Mittelfeld verstärken. Am liebsten schon ab Januar.

(Foto: REUTERS)

Ohne Mark van Bommel, dafür mit Manuel Neuer, Luiz Gustavo und Leighton Baines: Der FC Bayern plant offensichtlich kurz- und mittelfristig einen Umbau seiner Mannschaft. Besonders bei den BVB-Fans werden die Planungen Stirnrunzeln hervorrufen, denn Mats Hummels soll auch auf der Einkaufsliste stehen.

Kapitän Mark van Bommel ist Vergangenheit und Gegenwart des FC Bayern, zur Zukunft des Rekordmeisters soll er nicht mehr gehören. Mehrere Medien berichten, dass sich die Münchner beim geplanten Umbau der Mannschaft unter anderem von dem Niederländer trennen wollen. Der zählt mit 34 Jahren zu den Routiniers im Team und kann ab Sommer 2011 nicht mehr auf einen gültigen Vertrag verweisen. Da fügt es sich gut, dass der VfL Wolfsburg schon Interesse angemeldet haben soll. Am liebsten, wird kolportiert, wollen die "Wölfe" den galligen Niederländer schon in der Winterpause verpflichten.

Ob der Wechsel tatsächlich schon im Januar vollzogen wird, hängt wohl entscheidend davon ab, wann die Bayern einen passenden Nachfolger für van Bommel verpflichten können. Ganz oben auf dem Wunschzettel steht angeblich Luiz Gustavo vom Liga-Konkurrenten 1899 Hoffenheim. Der 23 Jahre alte Brasilianer steht bei den Kraichgauern noch bis 2014 unter Vertrag, soll aber angeblich im Winter für eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro zu haben sein.

Das freilich bestreitet Hoffenheim vehement. "Einen Wechsel von Luiz Gustavo zu den Bayern in der Winterpause halte ich für ausgeschlossen", sagt Trainer Ralf Rangnick. Ähnlich äußert sich Manager Ernst Tanner: "Er ist unser bester Spieler. Wir haben keinen Grund, ihn abzugeben." Allerdings verhandeln die Bayern angeblich bereits mit dem Linksfuß, der nicht nur im defensiven Mittelfeld auflaufen kann, sondern auch in der Abwehr.

Baines soll der neue Lahm sein

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Leighton Baines, englischer Nationalspieler mit Heimweh.

(Foto: REUTERS)

Weit fortgeschritten sind offenbar auch die Planungen für die Position des linken Außenverteidigers, die bei den Bayern seit Philipp Lahms Flankenwechsel nach rechts eine Problemzone ist. Die Liste derer, die in den letzten Monaten als neuer Linksverteidiger gehandelt wurden, ist lang. Sie umfasst unter anderem Fabio Coentrao von Benfica Lissabon, Benoît Trémoulinas von Girondins Bordeaux oder Domenico Criscito von CFC Genua. Der Name desjenigen, der es nun offenbar werden soll, ist jedoch Leighton Baines.

Der 26-jährige Engländer, derzeit beim FC Everton in der Premier League angestellt, gilt mittlerweile als Favorit. Die "Süddeutsche Zeitung" bezeichnet den zweimaligen englischen Nationalspieler gar als einen Mann, "mit dessen Zugang die Münchner fast fix rechnen". Trotz eines erst im Sommer verlängerten Vertrags bis 2015 soll Baines für maximal 10 Millionen Euro Ablöse zu haben sein, meldet der "Kicker". Schwieriger als die Herauslösung von Baines aus seinem Vertrag scheint ein Problem zu sein, das sich bei einem Wechsel nach München zwangsläufig aktuell werden würde: Baines plagt Heimweh, wenn er England verlassen muss.

Neuer bleibt ein Kandidat

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Schalke will Manuel Neuer unbedingt halten - ob das reicht?

(Foto: dapd)

Spätestens im Sommer 2012 soll nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" Nationaltorhüter Manuel Neuer von Schalke 04 zum FC Bayern stoßen. Schalkes Trainer Felix Magath hat den 24 Jahre alten Schlussmann als unverkäuflich bezeichnet und erklärt, dessen Vertrag verlängern zu wollen. Die Münchner rechnen aber offenbar damit, dass sie Neuer bereits im kommenden Sommer für etwa 15 Millionen Euro auslösen können. Ein Jahr später wäre der Torhüter ablösefrei zu haben. Vorteil Bayern: Neuers Freundin wohnt in München.

Aber: Neuer hatte zuletzt immer wieder betont, dass Schalke sein "erster Ansprechpartner" sei und er davon ausgehe, mindestens noch  ein Jahr in Gelsenkirchen zu bleiben. So sieht es auch Magath. "Manus Vertrag läuft bis 2012, daher habe ich keine Hektik. Er hat  mir auch nicht signalisiert, dass er wegen möglicher Anfragen von  anderen Klubs nun schnell Klarheit in dieser Angelegenheit haben müsse", sagte der 57-Jährige.

Option auf Hummels

Schalke ist aber nicht der einzige Revierklub, bei dem sich die Bayern bedienen wollen. Nach SZ-Informationen spielt in den mittelfristigen Planungen des FC Bayern auch Mats Hummels von Borussia Dortmund eine Rolle und angeblich haben die Münchner sogar eine äußerst lukrative Option auf den von ihnen ausgebildeten Jung-Nationalspieler. Eine Nachricht, die die Fans von Borussia Dortmund sicher mehr treffen dürfte als das unglückliche Europa-League-Aus gegen den FC Sevilla, schließlich reagierten die BVB-Verantwortlichen verdächtig zugeknöpft auf den Zeitungsbericht.

"Wir sagen prinzipiell nichts zu Vertragsinhalten", sagte Sportdirektor Michael Zorc lediglich. Vor zwei Jahren hatte der Rekordmeister den Innenverteidiger für fünf Millionen Euro an den BVB verkauft. Sein Vertrag läuft bis 2013, enthält aber ein Rückkaufrecht für die Bayern. Bereits im Jahr 2012 könnten ihn die Münchner laut "Süddeutscher Zeitung" für nur acht Millionen Euro zurückholen. Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dementierte das jedoch: "Es gibt definitiv keine Kaufoption und auch keine Nebenabsprachen." Mats Hummels sagte hingegen nur: "Ich weiß davon nichts und sage dazu auch nichts."

Quelle: ntv.de, cwo/sid/dpa

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