Fußball

Ganz starkes Erstliga-Comeback Frankfurt spielt Leverkusen aus

2012-08-25T175145Z_01_AD13_RTRMDNP_3_SOCCER-GERMANY.JPG6830075879864576865.jpg

Stefan Aigner stellte die Partie mit dem 1:1 auf Null.

(Foto: REUTERS)

Es geht turbulent zu, bisweilen hitzig, Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer wird zum Buhmann der Eintracht-Fans - aber am Ende feiert trotzdem Frankfurt. Europa-League-Teilnehmer Bayer Leverkusen geht gegen den Aufsteiger zwar in Führung. Doch das neuformierte Team von Armin Veh spielt sich mit Willen, Wucht und Wonne noch zum Startsieg.

Eintracht Frankfurt hat sich mit einem starken Auftritt in der Fußball-Bundesliga zurückgemeldet. Der Aufsteiger gewann völlig verdient mit 2:1 (0:1) gegen Bayer Leverkusen. Stefan Kießling hatte den viel zu abwartend spielenden Europa-League-Teilnehmer zwar in der 29. Minute mit einem Abstaubertor in Führung gebracht. Stefan Aigner (57.) und Martin Lanig (82.) belohnten mit ihren Treffern aber noch die sehr spiel- und laufstarke Leistung der Eintracht in dieser turbulenten Partie.

Das Spiel verlief nämlich genauso hitzig, wie es schon im Vorfeld diskutiert worden war. Nach einer Entscheidung des DFB-Sportgerichts durfte die Eintracht nur 26.500 Karten an ihre eigenen Fans verkaufen - inklusive der rund 1300 Bayer-Anhänger saßen am Samstag also nur 27.950 Zuschauer in einer halbleeren Arena.

Kinhöfer wird zum Buhmann

Die sahen von Beginn an einen sehr engagierten und mit hohem Tempo und Risiko spielenden Aufsteiger, der schon in der Anfangsphase durch Takashi Inui (13.) und zweimal Meier (17./20.) mehrere gute Chancen besaß. Die Fans sahen aber auch sehr schnell in Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer ihren Buhmann. Nach einem Foul des Leverkusener Torwarts Bernd Leno an dem allein vor dem leeren Tor einschussbereiten Alexander Meier gab der Referee in der 38. Minute zu Unrecht einen Abstoß, statt auf Elfmeter für die Eintracht und Rote Karte für den Keeper zu entscheiden. Die Hessen waren darüber so erbost, dass ihr Vorstandsvorsitzender Heribert Bruchhagen tobend von der Tribüne an den Spielfeldrand gelaufen kam.

Dabei spielten die Frankfurter genauso, wie sich dass ihr Trainer vorgestellt hatte. Armin Veh stellte mit Kevin Trapp, Carlos Zambrano, dem Ex-Leverkusener Bastian Oczipka, Aigner, Inui und Olivier Occean gleich sechs Neuzugänge auf und gab zudem die taktische Anweisung, bitte nicht "30 Meter vor dem eigenen Tor darauf zu warten, dass wir einen reinkriegen".

"Die SGE ist wieder da!"

Leverkusen spielte ob dieses Frankfurter Sturm und Drangs sehr abwartend, kam in einer Art Privatduell zwischen Kießling und Torwart Trapp aber auch zu guten Chancen (6./26.). Beim 0:1 sah der Keeper allerdings nicht allzu überzeugend aus, weil er einen Schuss von Bellarabi genau vor die Füße von Kießling abwehrte.

Nach der Pause machte die Eintracht weiter Druck und wurde durch Aigners Ausgleich auch schnell belohnt. Der Spielverlauf ähnelte dem der ersten Halbzeit, beide Teams hielten sogar das hohe Tempo aufrecht: Frankfurt machte das Spiel, Leverkusen blieb gefährlich. Andre Schürrle (61.) und Kießling (79.) hätten den Favoriten in Führung schießen können, Occean (73.) und Rode (76.) den Aufsteiger.

Am Ende machte sich Vehs gutes Händchen bezahlt: Der eingewechselte Lanig traf nach einer Flanke des eingewechselten Stefano Celozzi. Und die Eintracht-Fans sangen: "Die SGE ist wieder da."

Quelle: ntv.de, dpa