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Kein Tor gegen zehn Ukrainer Leipzig müht sich in Europa-League-Quali ab

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Timo Werner zeigte in seinem ersten Pflichtspiel der Saison viel Einsatzfreude. Mit einem Treffer wurde er aber nicht belohnt.

dpa

Obwohl RB Leipzig 73 Minuten in Überzahl spielt, tut sich der Fußball-Bundesligist im Play-off-Hinspiel bei Sonja Lugansk schwer. Es mangelt vor allem an der Chancenverwertung. Die Ausgangslage für das Europa-League Rückspiel ist dennoch gut.

RB Leipzig darf trotz großer Abschlussschwäche auf das Erreichen der Gruppenphase in der Europa League hoffen. Der Bundesligist kam im Play-off-Hinspiel bei Sorja Lugansk trotz langer Überzahl auch gegen zehn Ukrainer nicht über ein 0:0 hinaus, erarbeitete sich aber dennoch eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am 30. August in Leipzig.

Drei Tage vor dem Bundesliga-Start bei Borussia Dortmund war RB auch ohne Spielmacher Emil Forsberg von Beginn an die klar dominierende Mannschaft. Der Schwede saß bis zur 61. Minute auf der Bank. Ab der 17. Minute spielten die Gäste zudem in Überzahl. Lugansks Bogdan Lednew sah nach einem dummen Revanchefoul an Marcelo Saracchi die Rote Karte.
"Es stellt sich heraus, dass das ein harter Gegner ist, der sehr körperbetont agiert", sagte Leipzigs Geschäftsführer Oliver Mintzlaff zur Halbzeit im MDR und meinte: "Ich hoffe, wir belohnen uns noch mit einem Tor."

Timo Werner zeigte in seinem ersten Pflichtspiel der Saison viel Einsatzfreude. Der 22-Jährige hatte nach überstandenen Magen-Darm-Problemen im Stadion von Saporischschja früh gute Einschussmöglichkeiten (13./20.). Die Partie wurde 360 Kilometer von Lugansk entfernt ausgetragen - Sorja kann zu Hause im russisch-ukrainischen Grenzgebiet wegen der Unruhen keine Heimspiele ausrichten.

Leipzig schnürte den Gastgeber im Laufe der Partie immer mehr in dessen Hälfte ein, doch im Abschluss fehlte die Genauigkeit. Wenn RB im Rückspiel die Leistung jedoch halbwegs bestätigt, müsste die letzte Hürde auf der langen Ochsentour durch Europa zu nehmen sein. In der Gruppenphase warten dann Teams wie AC Mailand oder der FC Arsenal.

Lugansk kämpft um jeden Ball

Gegen die ukrainischen Gastgeber agierte Leipzig sehr mutig und bot in Werner, Bruma und Neuzugang Matheus Cunha gleich drei Stürmer auf. Allerdings merkte man dem Brasilianer Cunha an, dass ihm noch die Bindung zu den Mitspielern fehlte. Kurzfristig ausgefallen waren Jean-Kevin Augustin (Magen-Darm), Marcel Sabitzer (Adduktoren) und Kevin Kampl (Muskelprobleme).

Im zweiten Durchgang blieb Leipzig am Drücker. Bruma (48.) kam aus 15 Metern frei zum Schuss, doch Nebenmann Cunha stand im Abseits. Kurz darauf scheiterte Werner aus kurzer Distanz am aufmerksamen Lugansk-Keeper Luiz Philippe. Allerdings gaben sich die Gastgeber nicht auf und sorgten mit gelegentlichen Kontern für tiefe Sorgenfalten auf der Stirn von Leipzigs Sportdirektor und Trainer Ralf Rangnick.

In der Schlussphase schickte Rangnick auch Dänemarks WM-Teilnehmer Yussuf Poulsen aufs Feld. Doch die Offensivaktionen der Gäste waren weiterhin nicht zwingend genug. Zudem schmissen sich die Ukrainer in jeden Ball und verteidigten mit Mann und Maus.

Quelle: n-tv.de, ftü/sid

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