Sport
Sonntag, 28. August 2016

Bundesliga Boom: Rechte kosten Sky wohl 876 Millionen Euro

Ab der Spielzeit 2017/18 fließen durchschnittlich 1,159 Milliarden Euro in die Kassen der 36 Profi-Vereine. Viel Geld. Den Löwenanteil davon stemmt wohl der Bezahlsender Sky. Und scheint dennoch sehr zufrieden damit.

Spieler gehen vor dem Spiel an einer Sky-Werbefläche vorbei. Foto: Arne Dedert
Spieler gehen vor dem Spiel an einer Sky-Werbefläche vorbei. Foto: Arne Dedert(Foto: dpa)

Im Rätsel um die einzelnen Paketpreise beim  neuen Milliarden-Deal für die Medienrechte an der Fußball-Bundesliga  hat sich der Schleier womöglich etwas gelüftet. Vorstandschef  Carsten Schmidt vom Pay-TV-Rechteinhaber Sky widersprach in einem  Interview mit der "Welt am Sonntag" der Nennung einer Summe von 876  Millionen Euro pro Saison nicht und stellte sogar klar, dass "dieser Abschluss uns sehr zufrieden macht".

Ein solcher Preis für die meisten Live-Rechte an den Spielen der  beiden deutschen Profiligen würde einen Anstieg von über 80 Prozent  gegenüber dem im gleichen Interview kolportierten Volumen von 486 Millionen Euro bedeuten.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte Anfang Juni die nationalen  Medienrechte für die kommenden vier Spieljahr bis 2021 für insgesamt  4,64 Milliarden Euro veräußert und damit wie erhofft beim Preis für  eine Saison erstmals die Schallmauer von einer Milliarde Euro  durchbrochen. Ab der Spielzeit 2017/18 fließen durchschnittlich  1,159 Milliarden Euro in die Kassen der 36 Profi-Vereine. Hinzu  kommen für die Profi-Klubs noch weitere Erlöse aus der  Auslandsvermarktung der Bundesliga-TV-Rechte. DFL-Boss Christian Seifert hatte bei der Bekanntgabe der  einzelnen Abschlüsse keine detaillierten Summen genannt, die höheren  Verkaufserlöse allerdings mit einem "signifikanten" Anstieg der  Preise für die Free-TV-Rechte in Verbindung gebracht. 

In der zweiten Juni-Hälfte waren Spekulationen aufgekommen, dass  ARD und ZDF für ihre Bundesliga-Rechte künftig insgesamt etwa 250  Millionen Euro mehr zahlen als bisher. Demnach überweist die ARD  angeblich ab 2017 für die Sportschau-Berichterstattung 134 statt  bislang 100 Millionen Euro; das ZDF soll sich sein in Zukunft um  mehrere Livespiele erweitertes Rechte-Paket 45 Millionen Euro und  damit mehr als doppelt so viel wie in der laufenden Vertragsperiode kosten lassen.dauern.

Quelle: n-tv.de