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Hans-Joachim Watzke, BVB-Geschäftsführer, konnte sich kurz nach dem Anschlag vorstellen, nicht weiter in der Champions League anzutreten.
Hans-Joachim Watzke, BVB-Geschäftsführer, konnte sich kurz nach dem Anschlag vorstellen, nicht weiter in der Champions League anzutreten.(Foto: REUTERS)
Samstag, 15. April 2017

Nach Anschlag gegen BVB-Bus: Watzke erwog Champions-League-Rückzug

Der Anschlag auf den BVB-Mannschaftsbus hätte beinahe weitreichende Konsequenzen gehabt: Der Klub überlegte, freiwillig aus der Champions League auszuscheiden. Doch diesen Sieg gönnt man den - immer noch unbekannten - Tätern nicht.

Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund, hat kurz erwogen, nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus das Team aus der Champions League zurückzuziehen. "Ich habe kurz überlegt, ob wir uns nicht ganz aus dem Wettbewerb verabschieden sollen", sagte Watzke dem "Spiegel". "Aber dann wäre es für die Täter ein Sieg gewesen."

Nach Einschätzung Watzkes galt der Anschlag am vergangenen Dienstag nicht ausdrücklich dem Dortmunder Fußballverein. "Es war vielmehr ein Anschlag auf die Bundesrepublik Deutschland", sagte Watzke, der am Tag danach dann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maizière telefoniert hatte.

Watzke berichtete, wie er am Morgen nach dem Anschlag zur Mannschaft gesprochen hatte: "Wenn einer sich nicht in der Lage fühlt zu spielen, dann kann er das dem Trainer sagen. Und ich habe auch gesagt: Von uns hätte es vollstes Verständnis gegeben und jede Form der Unterstützung. Jede!"

Weiteres Bekennerschreiben aufgetaucht

Drei Sprengsätze mit Metallstiften waren nahe dem Mannschaftsbus von Borussia Dortmund detoniert. Der spanische BVB-Verteidiger Marc Bartra und ein Polizist wurden verletzt. Das Team war auf den Weg zum Champions-League-Heimspiel gegen den AS Monaco, dass dann am Mittwochabend nachgeholt wurde. Die Dortmunder mussten sich 2:3 geschlagen gegeben. Die zügige Neuansetzung wurde von zahlreichen Spielern und Trainer Thomas Tuchel kritisiert.

Der Klub sei bemüht, den Betroffenen bei der Verarbeitung der Vorkommnisse behilflich zu sein. "Die Spieler haben die Möglichkeit, den Anschlag auch psychologisch mit Experten aufzuarbeiten und bekommen jede Hilfestellung von uns", sagte Watzke.

Quelle: n-tv.de