Fußball

Fußballbetrüger: keine Revision Wettpate Sapina geht ins Gefängnis

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Ab in den Knast: Ante Sapina, hier mit Verteidiger Stefan Conen.

(Foto: imago sportfotodienst)

Nach jahrelangem Rechtsstreit muss der Wettpate Ante Sapina endgültig hinter Gitter. Der Berliner, der wegen der Manipulation zahlreicher Fußballspiele zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, verzichtet laut "Spiegel" auf eine erneute Revision.

Der Fußball-Wettbetrüger Ante Sapina hat nach "Spiegel"-Informationen die Revision gegen seine Haftstrafe vor dem Bundesgerichtshof zurückgezogen und muss damit unwiderruflich ins Gefängnis. Das berichtet das Nachrichtenmagazin und beruft sich auf Sapinas Rechtsbeistand Stefan Conen. Bereits im Februar hätten seine Anwälte den Antrag auf Revision demnach zurückgezogen.

Seine Strafe müsse Sapina nun spätestens in der zweiten Jahreshälfte in Berlin antreten. Sapina war im April 2014 vom Bochumer Landgericht wegen der Manipulation zahlreicher Fußballspiele zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Damit wurde die Strafe aus einem bereits im Mai 2011 verkündeten ersten Urteil um sechs Monate reduziert. Die Neuauflage des Verfahrens war nötig geworden, nachdem der Bundesgerichtshof die erste Entscheidung in der Revision teilweise aufgehoben hatte.

Der 39-Jährige hatte gestanden, hohe Wetten auf manipulierte Fußballspiele platziert zu haben. Im Vorfeld der Partien waren unter anderem Fußballer und Schiedsrichter bestochen worden. Bereits 2005 war er vom Berliner Landgericht für seine Beteiligung am Wettskandal um den Schiedsrichter Robert Hoyzer zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und elf Monaten verurteilt worden. Nach 17 Monaten kam der Berliner auf Bewährung frei, verschob aber weiterhin Partien - bis er 2009 erneut in Untersuchungshaft landete.

Quelle: n-tv.de, sgi/dpa

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